Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion
Verfasst: Freitag, 20. Februar 2026, 23:57:52
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Heckengäu hat geschrieben: ↑Freitag, 20. Februar 2026, 23:57:52 Bitte sehr: https://books.google.de/books?id=2ny9Dw ... &q&f=false
@Heckengäu & @GastleserGastleser hat geschrieben: ↑Freitag, 20. Februar 2026, 23:50:41 Leseprobe Vorwort, 24 Seiten, Piper Verlag GmbH
“Nahlah Saimeh
Grausame Frauen
Schockierende Fälle einer forensischen Psychiaterin”
https://www.piper.de/buecher/grausame-f ... 92-06220-6
Nahlah Saimeh war auch als Gutachterin im Höxter-Fall im Einsatz [2].Eine Straftat wird nicht besser oder schlechter, weil sie von einer Frau oder einem Mann begangen wird […] Ich halte diese reflexartige Zuschreibung eher für einen Hinweis auf unsere tief verankerte Grundhaltung, Männer und Frauen eben doch nicht als gleichwertig zu betrachten. Vielmehr gehen wir damit dem Phänomen der positiven Diskriminierung auf den Leim […]
Fast alle Gewaltstraftäter und straftäterinnen – zumindest jene ohne eine klassische psychische Erkrankung im engeren Sinne – haben eine ähnliche essenzielle Grunderfahrung gemacht: Sie wurden als Kind nicht geliebt oder haben sich nicht geliebt gefühlt. Einige haben zusätzliche Gewalt, in sexueller und nicht sexueller Form, erlebt, bei anderen wiederum ist die tief in ihrer Persönlichkeit sitzende Erfahrung der Einsamkeit weniger augenfällig. Die eigenen Eltern waren häufig noch sehr jung und persönlich nicht reif genug, die Elternrolle auszufüllen. Hinzu kommen Alkohol und/oder Drogenkonsum. Andere Täter und Täterinnen stammen hingegen aus äußerlich geordneten Verhältnissen mit materiell guten Bedingungen, mit Familienurlauben, geregeltem Schulbesuch und Eigenheim. Aber auch hier findet sich in jenen Fällen, die ich kennengelernt habe, fast immer eine tiefe Beziehungsstörung der Familienmitglieder untereinander […]
Je mehr und je länger ich beruflich mit schwerer Gewalt zu tun habe, desto deutlicher wird mir, über die professionelle forensisch psychiatrische Betrachtung und Einordnung hinaus, dass starke Gewaltbereitschaft sowohl bei Männern als auch bei Frauen auf eine tiefe Verwundung in ihrem Menschsein an sich zurückzuführen ist […]
Letztlich ist für mich die Quelle bösen Handelns die Unfähigkeit, sich selbst im anderen zu sehen. Wer also tötet, tötet auf eine übergeordnete Weise immer auch sich selbst. Wer einen anderen Menschen misshandelt, misshandelt immer sich selbst. Wer einen anderen foltert, foltert immer sich selbst.
Alles klar! Danke für die Info!Gast hat geschrieben: ↑Freitag, 20. Februar 2026, 22:08:54 Kommt drauf an, ob man ein Schlafschaf ist?
Wenn letzteres zuträfe wäre das auf jeden Fall ein plausibler Grund aus Dorina Ls. Sicht, den Ablageort für keinen Zufall zu halten. So habe ich zumindest die im Berliner Kurier wiedergegeben Äußerungen der Anwältin verstanden. Es könnte doch auch sein, das Wissen um die Bedeutung des Ortes genutzt hat, um die Gedanken auf das Beziehungsgeflecht MR, Dorina L. und Gina H. zu lenken. Es müsste dann halt auch jemand sein, der darum weiß.Stille Beobachterin hat geschrieben: ↑Freitag, 20. Februar 2026, 19:44:16 Ich grüble auch schon die ganze Zeit darüber nach,ob DL und MR in der Vergangenheit, als sie zusammen waren,oft an diesem Platz waren.Sind nur meine Gedanken...vielleicht ist da sogar F entstanden?
Bei der Suche nach alternativen Tätern sollte man neben den von dir genannten Punkten auch berücksichtigen, dass Gina sich in der Öffentlichkeit als psychisch stark belastet präsentiert hat. Trotzdem trauen ihr einige nicht zu, dem Profil einer Täterin zu entsprechen. Gleichzeitig werden Männer aus ihrem Umfeld verdächtigt, Fabian getötet zu haben, obwohl wichtige Infos für eine solche These (wie bspw. ihr Bezug zu Fabian) nicht einmal öffentlich bekannt sind. Das ist ja höchst widersprüchlich und lässt sich mE nur durch tief verankerte Stereotype + kognitive Verzerrungen erklären.Nico hat geschrieben: ↑Samstag, 21. Februar 2026, 11:15:14 Diese vielsagende Einschätzung von ihm zeigt doch, dass es schon vor dem 10.10.2025 ein tiefes Misstrauen oder ein Wissen um eine gewisse Unberechenbarkeit gegeben haben muss.
Um welche Art von Wissensvorsprung handelt es sich denn?
Hier sind widersprüchliche u/o fehlende Infos vermutlich das Hauptproblem, um diese Frage beantworten zu können. Bis wann ging Fabian bei Gina ein und aus? (Wie) haben in dieser Zeit die beiden Frauen miteinander kommuniziert? Der von Raffaela gezeigte Nachrichtenaustausch lässt nicht auf ein besonders herzliches Verhältnis schließen. Andernfalls hätte Dorina selbstverständlich auch Gina kontaktieren müssen. Möglich ist aber auch, dass der letzte Kontakt zwischen Gina & Fabian schon so lange zurücklag, dass Dorina für sich ausschließen konnte, dass Fabian bei Gina war.GästinF hat geschrieben: ↑Samstag, 21. Februar 2026, 18:01:43Nachdem ich heute noch mal über alte Artikel in dem Fall gestolpert bin, kam bei mir wieder die Frage auf, warum Dorina eigentlich Gina nicht auch gleich kontaktiert hat, wenn sie sich so sicher war, dass er dort sein könnte. Es war ja wohl auch ein paar Jahre sein 2. Zuhause.
Wenn mein Kind (oder in meinem Fall eins meiner Haustiere) verschwinden würde, würde ich wirklich jeden kontaktieren, der auch nur irgendwie in Frage käme.
Dorina hat ihren 8-jährigen Sohn, der sich „nicht gut fühlte“, einen ganzen Tag lang sich selbst überlassen, ohne sich auch nur 1x nach seinem Befinden zu erkundigen. Das erfordert auf jeden Fall, dass die Ermittler sehr genau nachhaken.
Nico hat geschrieben: ↑Samstag, 21. Februar 2026, 11:15:14 Um ein klareres Bild zu den wenigen Aussagen des Vaters zu erhalten, sollte man aber auch seine Aussagen ergänzen und diese Sachen nicht ausblenden.
Aus den aufgezeichneten Videos und den Live-Streams ging ebenso hervor, dass er selbst Gina H. schon früh ins Spiel gebracht hat und während der Suche den Verdacht äußerte, sie könnte etwas mit dem Verschwinden zu tun haben.
Und zusätzlich (nach Auffinden von Fabian) nicht nur, dass er ihr die Tat nicht zutraut sondern auch den Satz einleitete mit: „Ich traue ihr viel zu…“
Und wenn ein Ex-Partner sagt: „Ich traue ihr viel zu“, gefolgt von der Relativierung, dass er ihr den Mord nicht zutraue, ist das eine massive Aussage über ihren Charakter.
Allein diese Wortwahl nach einer vierjährigen Beziehung spricht Bände.
Wer so eine Bemerkung macht, sagt das nicht ohne Grund.
Es stellt sich die Frage: Wo endet dieses ’viel zutrauen’ und wo beginnt die Grenze zum Unvorstellbaren?
Diese vielsagende Einschätzung von ihm zeigt doch, dass es schon vor dem 10.10.2025 ein tiefes Misstrauen oder ein Wissen um eine gewisse Unberechenbarkeit gegeben haben muss.
Ob die Teile des Interviews, die Schwarck im Livestream wiedergegeben hat, von Mathias autorisiert wurden, ist nicht bekannt.GastausanderemForum hat geschrieben: ↑Samstag, 21. Februar 2026, 19:18:27 Kannst Du mir irgendwelche Quellen nennen, in denen Fabians Vater MR sich von ihm selbst autorisiert auf diese Weise über Gina H. geäußert hat oder dass MR RJ, WTH oder JS autorisiert hätte in seinem Namen zu sprechen?
https://het-forum.de/viewtopic.php?p=311533#p311533Fabians Vater Mathias gab Schwarck am Abend vor dem Leichenfund ein Interview, sprach danach aber mit niemandem mehr öffentlich.
Mathias R. sagte Schwarck, er sei in vier Jahren Beziehung nie mit Gina in Klein Upahl spazieren gewesen.
Auf die Frage, ob Gina fähig sei, Fabian etwas anzutun, sagte er zu dem Journalisten: Er traue ihr viel zu, aber das nicht.
Sronson hat geschrieben: ↑Samstag, 21. Februar 2026, 19:49:39
Fabians Vater Mathias gab Schwarck am Abend vor dem Leichenfund ein Interview, sprach danach aber mit niemandem mehr öffentlich.
Mathias R. sagte Schwarck, er sei in vier Jahren Beziehung nie mit Gina in Klein Upahl spazieren gewesen.
Auf die Frage, ob Gina fähig sei, Fabian etwas anzutun, sagte er zu dem Journalisten: Er traue ihr viel zu, aber das nicht.
https://het-forum.de/viewtopic.php?p=311533#p311533
https://m.youtube.com/watch?v=L0oIZZEoo ... 4Bo7VqN5tD
GästinF hat geschrieben: ↑Samstag, 21. Februar 2026, 18:01:43 Dabei gibt es bisher kaum verlässliche Infos und der Staatsanwalt hat bis heute nicht verraten, wer da überhaupt in U-Haft sitzt. Das entspricht mitnichten der normalen Vorgehensweise. Zumindest handhaben es andere Staatsanwälte anders, vermutlich dann, wenn sie sich ihrer Sache sicher sind.
Nachdem ich heute noch mal über alte Artikel in dem Fall gestolpert bin, kam bei mir wieder die Frage auf, warum Dorina eigentlich Gina nicht auch gleich kontaktiert hat, wenn sie sich so sicher war, dass er dort sein könnte. Es war ja wohl auch ein paar Jahre sein 2. Zuhause.
Das Interview am Vortag (demnach 13.10) des Auffinden von Fabian ist in der Ruprik der Presseberichte zum Fall wiedergegeben. Veröffentlicht wurde es erst einen Tag später am 14.10. (siehe https://het-forum.de/viewtopic.php?p=306259#p306259).Sronson hat geschrieben: ↑Samstag, 21. Februar 2026, 19:49:39 Ob die Teile des Interviews, die Schwarck im Livestream wiedergegeben hat, von Mathias autorisiert wurden, ist nicht bekannt.
https://het-forum.de/viewtopic.php?p=311533#p311533
https://m.youtube.com/watch?=L0oIZZEooR ... 4Bo7VqN5tD
Das ist doch überhaupt nicht das Problem! Ich denke, jeder einzelne von euch Schreibern und wahrscheinlich auch von den nur Lesern hat mit mir verglichen einen teils erheblichen Wissensvorsprung in Sachen Kriminalistik.
oder zuvor @Keks22:
, dann kann (und was noch viel wichtiger ist: dann bin ich auch bereit/gewillt) ich eure These gut einordnen und im Hinterkopf behalten und nehme das auch ernst.
Ortsansässige werden sich wahrscheinlich öffentlich nicht äußern, weil sie befürchten müssen, sonst selbst ins Visier zu geraten, es sich mit den Beteiligten zu verderben oder von den Medien kontaktiert zu werden.Ichhier hat geschrieben: ↑Samstag, 21. Februar 2026, 19:56:52Mich würde sehr interessieren, ob sich die Meinungen vor Ort verändert haben.
[…]
So wie wir uns hier Gedanken machen, tun das ja auch die Menschen vor Ort und da wird sicherlich mal mehr die eine und mal mehr die andere Theorie priorisiert werden.
Tatsächlich ist das ein Zeichen von Professionalitlt und in anderen Ländern wie bspw. Skandinavien längst Usus. So wurde die deutsche Christine Sch., die in Schweden die 2 kleinen Kinder der neuen Partnerin ihres Exfreundes ermordet hatte, in den Medien nur „die Deutsche“ genannt.Nico hat geschrieben: ↑Samstag, 21. Februar 2026, 21:50:48 Dass die Staatsanwaltschaft den Namen der Verdächtigen nicht offensiv kommuniziert, sehe ich als ein Zeichen von Professionalität. Dies hat Oberstaatsanwalt Nowack eigentlich auch deutlich nach der Festnahme gesagt
Es gab mehrere private Suchtruppen (z.B. entlang der Hundespuren), denen sich Gina hätte anschließen können.Nico hat geschrieben: ↑Samstag, 21. Februar 2026, 21:50:48Genauso könnte man den Ball auch in Ginas Richtung zurückspielen.
Ein Hilfsangebot der angeblich besorgten Gina an die Mutter z.B. in Frage von: ‚Wie und wo kann man bei der Suche unterstützen?‘ ist scheinbar ausgeblieben.
Ja die Polizei hatte doch gar keine Alternative. Es wäre ja grob fahrlässig gewesen dieser Verdachtsäusserung nicht nachzugehen. Genauso hätte die leibliche Mutter oder der leibliche Vater sich gegenseitig verdächtigen können oder jemand ganz anderes verdächtigen können. Die Polizei hätte diesem Verdacht nachgehen müssen.Nico hat geschrieben: ↑Samstag, 21. Februar 2026, 21:16:37 Sronson, Vielen Dank!
Ich ergänze noch aus einem der Videos von R. Jorga.
https://youtu.be/nk5d0lOfKKQ?si=jAdDt3rJIQZV9BbG
21:34
Frage: „Kann sich Fabians Papa vorstellen, dass Gina zu so einer Tat fähig wäre?“
R.: „Also, ich fand es schon sehr bemerkenswert, dass er an dem Samstag äh gleich schon geäußert hat, dass er auf jeden Fall sie in Verdacht hat und dass er glaubt, dass sie was äh damit zu tun hat. und er hatte das dort auch bei der Polizei eben auch angegeben. Deswegen war die Polizei eben auch bei ihr gewesen und ähm ja und diesen Verdacht, den hat er wie gesagt den Samstag nach dem Verschwinden schon geäußert..“
Interessant also, dass lt. ihrer Aussage, die Polizei der Verdachtsäußerung des Vaters nachgegangen ist.
Im Fall Alexandra R. konnte ebensowenig nachgewiesen werden, wie es am Tag ihres Verschwindens zur Kontaktaufnahme kam. Auch wann + wo genau sie verschwand, nachdem sie ihr Kind zur Kita gebracht hatte, ließ sich nicht klären. Da ihre Leiche bis heute fehlt, ist sogar die Todesursache unbekannt. Dennoch war die Indizienlage ausreichend für eine Verurteilung wegen Mordes.Keks22 hat geschrieben: ↑Sonntag, 22. Februar 2026, 11:37:26 Und wenn der Herr Nowack davon spricht das eben noch ein wichtiges Detail fehlt, dann meint er bestimmt nicht die Tatwaffe. Weil die kann ruhig für immer verschwunden bleiben.
Sondern es wird genau um den Berührungspunkt zwischen Fabian und GH gehen am 10.10.
Es scheint niemanden zugeben der die beiden zusammen gesehen hat.
Und deswegen kann es eben auch jemand anders gewesen sein.
GH kann schuldig sein aber eben auch unschuldig.
Ich persönlich habe es am Anfang so interpretiert, dass Fabians Vater ihr durchaus zugetraut hätte, dass sie im Stande ist, Fabian in Güstrow einfach so und unangekündigt abzuholen und am 10.10. relativ spät Abends bei Ihm zuhause zusammen mit einem freudestrahlenden Fabian hereinzuschneien, mit den Worten: "Huhu, wir sind wieder daha!", wobei Fabian stolz seine neuen Fußballschuhe ("Die absolut coolsten ever!") herzeigt, die er zusammen mit "Tante Gina" in Wismar gekauft und geschenkt bekommen hat. An so was habe ich gedacht.Keks22 hat geschrieben: ↑Sonntag, 22. Februar 2026, 11:37:26 [...]
Die Frage die sich mir stellt warum hat er seine Ex direkt verdächtig. Waren es die Postings bei SM oder hat sie sich ihm gegenüber mal direkt geäußert das sie einen Hass auf Fabian hat.
Er traut ihr zwar ziemlich viel zu aber einen Mord an seinem Sohn wiederum doch nicht. Und hier liegt auch genau der Punkt. Er hatte Anfangs nie davon gesprochen das er ihr einen Mord zutraut, sondern es ging nur um die Situation das Fabian verschwunden ist. Und er vermutete evtl das sie mit dem Verschwinden zu tun hat.
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