MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

ÖFFENTLICHE DISKUSSION
Sronson
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Sronson »

MeTa hat geschrieben: Samstag, 04. April 2026, 03:17:09 Meine persönliche Einschätzung beziehe ich ausschließlich auf die Inszenierung mit ihr und der Leiche des Pferdes.

Sie wirkt hier wie eine Regisseurin des Schreckens. Diese Distanz zum tatsächlichen Leid des Tieres, kombiniert mit der FREUDE "angeblichen Trauer" an der Inszenierung, wirkt extrem empathielos und sadistisch. Das Tier ist dann nur noch die Requisite für ihren persönlichen „Thriller“. :shock:
Alles in allem sehr morbide.

Mir ist nicht klar, wie so ein Verhalten mit einer angeblich tiefen Liebe zu Tiffy zusammenpassen soll. Ein Tier, das man aufrichtig liebt, würde man ja wohl würdevoller darstellen, oder?
Jane.Doe
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Sronson hat geschrieben: Samstag, 04. April 2026, 10:40:34 Alles in allem sehr morbide.

Mir ist nicht klar, wie so ein Verhalten mit einer angeblich tiefen Liebe zu Tiffy zusammenpassen soll. Ein Tier, das man aufrichtig liebt, würde man ja wohl würdevoller darstellen, oder?
Liebe ist nicht gleich Liebe. Das Tier war eine Erweiterung ihrer Selbst, im Sinne einer narzisstischen "Liebe", gekoppelt an Bedingungen. Sowas kann schnell kippen, wenn man zum Beispiel ein Video machen möchte von einer Kutschfahrt bei knapp 30 Grad und das in die Jahre gekommene Tier nicht mehr so funktioniert wie es soll...
Sronson
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Jane.Doe hat geschrieben: Samstag, 04. April 2026, 10:43:53 Liebe ist nicht gleich Liebe. Das Tier war eine Erweiterung ihrer Selbst, im Sinne einer narzisstischen "Liebe", gekoppelt an Bedingungen. Sowas kann schnell kippen, wenn man zum Beispiel ein Video machen möchte von einer Kutschfahrt bei knapp 30 Grad und das in die Jahre gekommene Tier nicht mehr so funktioniert wie es soll...
Könnte man diesen Ansatz deiner Meinung nach auch auf ihr „Ziehkind“ übertragen?
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Sronson hat geschrieben: Samstag, 04. April 2026, 10:54:20 Könnte man diesen Ansatz deiner Meinung nach auch auf ihr „Ziehkind“ übertragen?
Definitiv. Das ist in dem Fall variabel.
Zuletzt geändert von Sronson am Samstag, 04. April 2026, 11:24:25, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Fotoanhang aus Pietätsgründen entfernt.
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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MeTa hat geschrieben: Samstag, 04. April 2026, 03:17:09 Meine persönliche Einschätzung beziehe ich ausschließlich auf die Inszenierung mit ihr und der Leiche des Pferdes.

Sie wirkt hier wie eine Regisseurin des Schreckens. Diese Distanz zum tatsächlichen Leid des Tieres, kombiniert mit der FREUDE "angeblichen Trauer" an der Inszenierung, wirkt extrem empathielos und sadistisch. Das Tier ist dann nur noch die Requisite für ihren persönlichen „Thriller“. :shock:
es passt halt leider alles zu Psychopathie. Der Kern davon sind ja nicht kriminelle Akte, sondern eben gravierende emotionale Defizite.
Liebe in der Tiefe wird nicht fühlbar sein, Empathiefähigkeit ist wesentlich eingeschränkt (die affektive, also sich wirklich gefühlsmäßig in jemanden reinversetzen können, die kognitive vorhanden (d.h. sie weiß rational wie andere sich fühlen, aber es ist ihr egal oder wird eben zu ihren Zwecken benutzt).
Angsterleben ist meist nicht vorhanden was ja nochmals die Schwelle senkt, gefährliche Sachen zu machen. Und leider kann dann eben auch noch dazu kommen, dass es nicht nur egal ist, was mit dem anderen passiert, sondern dass aus dem Leid noch ein Kick resultiert (vielleicht ist das ein Versuch, fühlen zu können). Andere Lebewesen sind Objekte die zur Bedürfniserfüllung dienen.
Es ist insgesamt eine extrem ungünstige Kombi von Persönlichkeitsmerkmalen, die das Risiko für solch gravierend schlimmes Verhalten erheblich erhöht (bei gleichzeitigem Fehlen oder Wegfall von schützenden Faktoren).
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Sronson hat geschrieben: Samstag, 04. April 2026, 10:54:20 Könnte man diesen Ansatz deiner Meinung nach auch auf ihr „Ziehkind“ übertragen?
das kann und muss man fast übertragen. Andere Menschen/Lebewesen sind bei Menschen aus dem narz. Spektrum immer nur Erweiterungen ihres Selbst die dazu dienen dieses zu stabilisieren.
Liebe in dem Sinne, in ihrer emotionalen Tiefe, ist vermutlich nicht fühlbar.
Bei ihr kommen aber mutmaßlich noch o.g. Defizite hinzu.
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Jane.Doe hat geschrieben: Samstag, 04. April 2026, 11:07:45 Definitiv. Das ist in dem Fall variabel.



Nur damit mal klar ist wovon wir hier reden:
ich würde es wirklich nicht so gerne sehen. --Kann es bitte entfernt werden? Man muss es nicht sehen, um darüber sprechen zu können
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Jane.Doe hat geschrieben: Samstag, 04. April 2026, 11:07:45 Definitiv. Das ist in dem Fall variabel.



Nur damit mal klar ist wovon wir hier reden:

Die Ausschnitte kann ich so bestätigen -> gehören zu dem Video.
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Caris hat geschrieben: Samstag, 04. April 2026, 11:13:58 ich würde es wirklich nicht so gerne sehen. --Kann es bitte entfernt werden? Man muss es nicht sehen, um darüber sprechen zu können
Ich wollte es spoilern wusste aber nicht wie
Vielleicht könnte es @Sronson spoilern?
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Heckengäu hat geschrieben: Freitag, 03. April 2026, 23:13:32 Schundmeldung von BLÖD/Blick/Stern/Focus/Fratzenbuch usw.
über die leidenschaftliche Heckenreiterin/Buschklepperin/Strauchreiterin usw.

(... ...)
Muss mich korrigieren :oops: :oops: :oops: damit es korrekt ist:
Heckengäu hat geschrieben: Freitag, 03. April 2026, 23:13:32 Schundmeldung von BLÖD/Blick/ Stern /Focus/Fratzenbuch usw.
stern.de hat geschrieben:Die Angelegenheit hatte sich damit für das Veterinäramt schnell erledigt. "Das Verwaltungsverfahren ist bereits seit 2024 abgeschlossen", erklärte die Sprecherin. Weitere behördliche Maßnahmen seien nicht erforderlich.
stern.de hat geschrieben:Nach Informationen des stern kursierte das Gerücht über Gina H. schon länger. Die 29-Jährige galt manchen in der Region demnach als "die Irre, die ihr Pferd angezündet hat". Am Mittwoch berichtete dann die "Bild" unter der Überschrift "Als ihr Pferd starb, versuchte sie, es zu verbrennen" über den Vorwurf. Zahlreiche Medien griffen den Bericht auf, auch in den sozialen Medien verbreitete er sich rasant.
Hier lang: „L’Étoile"
Jane.Doe
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Heckengäu hat geschrieben: Samstag, 04. April 2026, 11:31:28 Muss mich korrigieren :oops: :oops: :oops: damit es korrekt ist:




Hier lang: „L’Étoile"
Ja an dem Punkt waren wir gestern ja bereits.

"Uns ist nur bekannt..." schließt einen Versuch m.E. nicht aus.
GastausanderemForum

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Gast hat geschrieben: Freitag, 03. April 2026, 07:55:53 Du hältst die Aufnahme für echt. Andere zweifeln daran. Damit kann man gut leben.
Ich assoziiere bei einer unechten Aufnahme, dass es sich um eine Fälschung handelt. Ich vermute, dass Du damit meinst, was ja auch schon einige angemerkt haben, dass die Rauchbildung eine andere wäre, wenn das Foto das Anzünden von Fabians Leiche zeigte. Dann würde der der Zeitstempel in der Tat nichts über den Tatzeitraum aussagen.

Könnte es vielleicht sein, dass das Feuer eine von dem oder den Tätern gelegte Fakespur ist, die darauf spekuliert hatten, dass die Polizei nur die Brandrückstände vorfinden würde und nicht damit gerechnet hatte, dass der eigentliche Brandvorgang fotografiert werden würde?

@Sronson Dann hätten wir es mit einer echten Zeugin zu tun, die sich nicht bewusst war, gerade eine Beweisfälschung zu fotografieren.
Gast hat geschrieben: Freitag, 03. April 2026, 07:55:53 Auch hier weicht der Einwand "falsche Behauptungen" vom eigentlichen Punkt ab.
Die Frage bleibt offen, weshalb Suchaktionen von R.F. gestartet wurden und davon abgesehen wurde, die Polizei zu verständigen.
Hinzu kommt, dass R. die Ermittler kritisiert, weil man Dorina nicht ernst genommen habe und ein Verbrechen erst mal nicht ins Auge
gefasst hätte. Interessant, wo sie sich selber so verhalten hat, als würde das Kind jede Minute durch die Tür kommen.
Was Dorina angeht, hast Du meiner Ansicht nach nicht ganz Unrecht. (Siehe mein vorheriger Beitrag), wenn ich es auch ein bisschen zu harsch finde, sie hätte sich verhalten,als käme das Kind jederzeit zur Tür rein.
Ich wette jetzt kommt der Einwand, dass sie die übliche vereinbarte Zeit zum Nachhausekommen abgewartet hat, ehe sie sich auf die Suche gemacht hat. Das beinhaltet nicht zwangsläufig, dass sie untätig geblieben ist. Sie könnte die Zeit genutzt haben, um Freunde und Bekannte anzurufen und hat sich laut dem RTL-Interview (eingestellt auf Seite 1 des Threads über Presseberichte) noch mit Freunden auf die Suche begeben. Man könnte es vielleicht diesen Freunden vorhalten, dass sie nicht darauf bestanden haben, nicht noch länger abzuwarten. Immerhin konnte Dorina ja nicht wissen, seit wann Fabian weg ist. Aber um es R. F. vorzuhalten, sollte man belegen können, dass R: F. bereits vor Verständigung der Polizei Bescheid wusste. Vielleicht sah sie ihre Aktivitäten ja wirklich als Unterstützung der Suche durch die ohnehin bereits verständigte Polizei. Ich weiß es nicht und deswegen enthalte ich mich hier einer Bewertung.
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Caris »

Gastleser hat geschrieben: Freitag, 03. April 2026, 22:00:47 Dankeschön für diesen sehr persönlichen, tiefen und traurigen Einblick, und welche Folgen ein solcher Eintrag für Angehörige haben kann!

„schauspielerischen Leistung“ schrieb @weaselW und diesen Eindruck hatte ich bei der Sattelgeschichte, zumindest in der medialen Darstellung.

Dankeschön @Caris für diesen Einblick und Hinweise zu den sehr umfassenden Themen!

Die meisten der veröffentlichten Informationen scheinen sehr kongruent mit deiner Einstufung zu sein.

Ein, wie im Spiegel erwähntes, Gutachten zur Schuldfähigkeit umfasst ebenfalls diese Art der Persönlichkeitsbetrachtung, oder ist üblicherweise nur auf Ausschlusskritierien beschränkt?
Ist ein Glaubhaftigkeitsgutachten getrennt davon oder Bestandteil des Gutachten zur Schuldfähigkeit, werden dann nur die Aussagen als Zeugin betrachtet, bei „Schweigen“ kann man nur schlecht ein Glaubhaftigkeitsgutachten anfertigen?
Wie vermeiden Angeschuldigte und Gutachter bei einem Gutachten, bei dem der Angeschuldigte kooperativ sein möchte, dass seine Äußerungen in der Begutachtung später gegen ihn verwendet werden?

verspätete Antwort. --Ja, ein solches Gutachten würde unbedingt auch die Beurteilung der Persönlichkeit und potentieller Persönlichkeitsstörungen einschließen. Und natürlich würde es psych. Störungen ausschließen die Schuldunfähigkeit nach sich ziehen könnten (z.B. Störungen des schizophrenen Formenkreises/wahnhafte/psychotisch). Im Falle von Vorliegen von zB narz. PKS ist die Schuldfähigkeit idR nicht eingeschränkt.
Zur Glaubhaftigkeit macht aber ein solches GA idR keine Aussagen. Da müsste ein aussagepsychologsiches GA her, glaube aber nicht, dass das regelhaft gemacht wird.
Beurteilungen hinsichtlich Glaubhaftigkeit würden in einem forensischen GA im Rahmen der Diagnostik aber ja auch stattfinden können, auch wenn dies nicht die primäre Auftrag ist. mE ist die Glaubwürdigkeit (und in Folge die Glaubhaftigkeit der Aussagen) störungsbedingt schon eingeschränkt bei Vorliegen schwerer narz. Störungen/Psychopathie.
Die Auswertungsgüte ist natürlich dementsprechend eingeschränkt, wenn ein Proband nicht kooperiert. Die Beurteilung geschieht aber ja nicht allein aufgrund der Beschwerdeschilderung vom Proband sondern in einem Gesamtkontext der vorliegenden Info.
Gutachter haben objektiv und neutral zu sein. Als solches geht es niemals (sollte es niemals) darum gehen, dass Äußerungen gegen Proband verwendet werden. GA muss seine Einschätzungen auch mit ausreichender Sicherheit belegen können. Wo er dies nicht kann, hat er dies auch so festzuhalten.
Es ist komplex und erfordert auf jeden Fall eine besondere Sorgfalt vom Gutachter. Leider gibt es auch im gutachtlichen Bereich schwarze Schafe die tendenziös begutachten. Zumindest im Bereich Begutachtung von psych. Störungen ist das so; ein spezifisch forensicher Gutachter bin ich nicht...
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von MeTa »

Caris hat geschrieben: Samstag, 04. April 2026, 11:09:37 es passt halt leider alles zu Psychopathie. Der Kern davon sind ja nicht kriminelle Akte, sondern eben gravierende emotionale Defizite.
Liebe in der Tiefe wird nicht fühlbar sein, Empathiefähigkeit ist wesentlich eingeschränkt (die affektive, also sich wirklich gefühlsmäßig in jemanden reinversetzen können, die kognitive vorhanden (d.h. sie weiß rational wie andere sich fühlen, aber es ist ihr egal oder wird eben zu ihren Zwecken benutzt).
Angsterleben ist meist nicht vorhanden was ja nochmals die Schwelle senkt, gefährliche Sachen zu machen. Und leider kann dann eben auch noch dazu kommen, dass es nicht nur egal ist, was mit dem anderen passiert, sondern dass aus dem Leid noch ein Kick resultiert (vielleicht ist das ein Versuch, fühlen zu können). Andere Lebewesen sind Objekte die zur Bedürfniserfüllung dienen.
Es ist insgesamt eine extrem ungünstige Kombi von Persönlichkeitsmerkmalen, die das Risiko für solch gravierend schlimmes Verhalten erheblich erhöht (bei gleichzeitigem Fehlen oder Wegfall von schützenden Faktoren).
Vielen Dank für deine präzise und psychologisch fundierte Analyse der Situation.

Besonders der Aspekt des fehlenden Angsterlebens ist bemerkenswert: Er erklärt, weshalb die Hemmschwelle, die Leiche auf so makabre Weise zu präsentieren, für sie nahezu nicht vorhanden ist. Während ein empathischer Mensch von der Situation traumatisiert wäre, nutzt sie den Moment als Bühne. Es ist die tragische Mischung aus emotionaler Kälte und dem Bedürfnis, durch das Inszenieren von Extremen – eine Art von innerer Resonanz zu erzeugen.

Ihre Borderline-Störung verstärkt vermutlich den Drang, durch extrem dramatische und makabre Situationen eine Art von innerer Leere zu kompensieren und durch die Schockreaktionen anderer die eigene Existenz zu spüren.
Das ist nur meine persönliche Einschätzung. Irrtum ausdrücklich vorbehalten.
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Jane.Doe hat geschrieben: Samstag, 04. April 2026, 10:31:36 Richtig beobachtet. Und je mehr Leute das sehen, desto besser. Fokus Nahaufnahme Gesicht. Damit nimmt sie die letzte Würde. Sie hat die Macht, die Verursacherin regeframed in die Trauernde. Die Macht über die Würde des Toten. Ist der Tote einmal entwürdigt bleibt ihr diese Macht ewig, es ist gekoppelt an sie.

Ich halte das für einen zentralen Punkt!
Ja, die Entwürdigung als ewiger Machtanspruch.
Sronson hat geschrieben: Samstag, 04. April 2026, 10:40:34

Mir ist nicht klar, wie so ein Verhalten mit einer angeblich tiefen Liebe zu Tiffy zusammenpassen soll. Ein Tier, das man aufrichtig liebt, würde man ja wohl würdevoller darstellen, oder?
Das Tier wird von ihr nicht als früheres Lebewesen angesehen, sondern dient als Mittel zur Affektregulation (um den „Kick“ zu erleben) oder zur Selbstdarstellung (indem die kognitive Empathie eingesetzt wird, um Trauer für andere überzeugend nachzuahmen).
Jane.Doe hat geschrieben: Samstag, 04. April 2026, 10:43:53 Liebe ist nicht gleich Liebe. Das Tier war eine Erweiterung ihrer Selbst, im Sinne einer narzisstischen "Liebe", gekoppelt an Bedingungen. Sowas kann schnell kippen, wenn man zum Beispiel ein Video machen möchte von einer Kutschfahrt bei knapp 30 Grad und das in die Jahre gekommene Tier nicht mehr so funktioniert wie es soll...
Ja, oder so....
Das ist nur meine persönliche Einschätzung. Irrtum ausdrücklich vorbehalten.
Gastleser

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Jane.Doe hat geschrieben: Samstag, 04. April 2026, 10:19:16[…..]
Wäre interessant zu wissen, ob das Tier in der Gluthitze zu Tode gehetzt wurde.
Ursache soll ein Aortenriss gewesen sein, der unabhängig von Belastung, Alter usw. immer auftreten kann und auch den Reiter gefährdet.

„[…..] Es gibt keinerlei Anzeichen für diese körperliche Schwäche beim Pferd, ausser wenn eine Herzmuskelerkrankung zu Grunde liegt.

EQWO.net: Wie verhält man sich richtig?
Dr. Berger: Das geht leider so schnell, da hat man keine Chance irgend etwas zu tun. So makaber es klingt: Das einzig empfehlenswerte ist Falltraining! […..]
Fakten: Wie kommt es zum plötzlichen Tod durch eine Aortaruptur? NOV. 7, 2016
https://eqwo.net/fakten-wie-kommt-es-zu ... rtaruptur/

Beim Menschen kündigt sich das durch eine Aortendissektion (mit viel Glück) vorher an.
Jane.Doe hat geschrieben: Samstag, 04. April 2026, 10:43:53 Liebe ist nicht gleich Liebe. […..]Sowas kann schnell kippen, wenn man zum Beispiel ein Video machen möchte von einer Kutschfahrt bei knapp 30 Grad und das in die Jahre gekommene Tier nicht mehr so funktioniert wie es soll...
Überlegung hat geschrieben: Samstag, 04. April 2026, 09:12:57 Sehr tierfreundlic ist es aber nicht, bei großer Sommerhitze eine Kutschenfahrt zu machen. […..]
Dazu gibt es unterschiedliche Meinungen und wenig Fakten. Beispielsweise ist in Wien der Fiakerbetrieb erst bei Temperaturen oberhalb 35 Grad Celsius untersagt.
„[…..] Als Reaktion auf diese anhaltende Diskussion haben Stadt und Bund im vergangenen Sommer eine Studie zum Thema „Pferdenutzung in Zeiten des Klimawandels“ angekündigt, deren praktische Testphase nun beginnt.[…..]
11.08.2025
Zwischen Tierschutz und Tradition: Wiener Fiakerpferde werden nun wissenschaftlich untersucht. Messgeräte und Gesundheitschecks sollen Klarheit über Belastungen bei Hitze bringen.

https://www.kosmo.at/35-grad-grenze-auf ... t-beenden/
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Caris »

Gastleser hat geschrieben: Samstag, 04. April 2026, 14:20:15 Ursache soll ein Aortenriss gewesen sein, der unabhängig von Belastung, Alter usw. immer auftreten kann und auch den Reiter gefährdet.

„[…..] Es gibt keinerlei Anzeichen für diese körperliche Schwäche beim Pferd, ausser wenn eine Herzmuskelerkrankung zu Grunde liegt.

EQWO.net: Wie verhält man sich richtig?
Dr. Berger: Das geht leider so schnell, da hat man keine Chance irgend etwas zu tun. So makaber es klingt: Das einzig empfehlenswerte ist Falltraining! […..]
Fakten: Wie kommt es zum plötzlichen Tod durch eine Aortaruptur? NOV. 7, 2016
https://eqwo.net/fakten-wie-kommt-es-zu ... rtaruptur/

Beim Menschen kündigt sich das durch eine Aortendissektion (mit viel Glück) vorher an.



Dazu gibt es unterschiedliche Meinungen und wenig Fakten. Beispielsweise ist in Wien der Fiakerbetrieb erst bei Temperaturen oberhalb 35 Grad Celsius untersagt.
„[…..] Als Reaktion auf diese anhaltende Diskussion haben Stadt und Bund im vergangenen Sommer eine Studie zum Thema „Pferdenutzung in Zeiten des Klimawandels“ angekündigt, deren praktische Testphase nun beginnt.[…..]
11.08.2025
Zwischen Tierschutz und Tradition: Wiener Fiakerpferde werden nun wissenschaftlich untersucht. Messgeräte und Gesundheitschecks sollen Klarheit über Belastungen bei Hitze bringen.

https://www.kosmo.at/35-grad-grenze-auf ... t-beenden/
den Tod als solchen kann mir wahrscheinlich nicht vorwerfen, aber ein altes Tier in der Sommerhitze vor den Karren zu spannen ist auf jeden Fall kein fürsorgliches Verhalten und deutet nicht darauf hin, dass das Wohl des Tieres im Mittelpunkt gestanden hat und sie sich in das Pferd hineinversetzt hätte, wie es diesem damit gehen könnte...
bitte nicht falsch verstehen, dafür muss man nun keine psychopathischen Züge aufweisen. Aber die Fähigkeit, sich um andere gut zu kümmern (also Fürsorgeverhalten wie eigtl alle Säugetiere dies zeigen) ist bei Psychopathie wesentlich eingeschränkt. Da läuft sozusagen diesbzgl. Reptilienverhalten ab.

ich finde das interessant, weil es eben nicht nur darum geht, was an Negativem zusätzlich vorliegt, sondern was an Prosozialem eben fehlt.
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Kobra6 »

@Sronson, sorry für die Ansage gestern. Die letzten Seiten waren echt interessant. Es ist ja auch nicht leicht so einen Haufen zu moderieren, ich hätte nicht die Nerven dazu.



Caris hat geschrieben: Samstag, 04. April 2026, 11:11:55

das kann und muss man fast übertragen. Andere Menschen/Lebewesen sind bei Menschen aus dem narz. Spektrum immer nur Erweiterungen ihres Selbst die dazu dienen dieses zu stabilisieren.
Liebe in dem Sinne, in ihrer emotionalen Tiefe, ist vermutlich nicht fühlbar.
Bei ihr kommen aber mutmaßlich noch o.g. Defizite hinzu.
Wenn man sich hypothetisch vorstellt, dass die Tat (Mord an Fabian) aus Rache geschah, könnte das Entdecken der Leiche eine Verstärkung dieses Impulses gewesen sein. Sie wollte den Vater zusätzlich verletzen, um ihre Macht zu zeigen. Sie wollte sagen: "Sieh mal hier: Ich habe deinen Jungen gefunden." Ganz abgesehen davon, dass sie durch den Fund ihre DNA am Tatort rechtfertigen wollte.
Gastleser

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Gastleser »

Caris hat geschrieben: Samstag, 04. April 2026, 14:52:49 den Tod als solchen kann mir wahrscheinlich nicht vorwerfen, aber ein altes Tier in der Sommerhitze vor den Karren zu spannen […..]Aber die Fähigkeit, sich um andere gut zu kümmern (also Fürsorgeverhalten wie eigtl alle Säugetiere dies zeigen) ist bei Psychopathie wesentlich eingeschränkt. Da läuft sozusagen diesbzgl. Reptilienverhalten ab.

ich finde das interessant, weil es eben nicht nur darum geht, was an Negativem zusätzlich vorliegt, sondern was an Prosozialem eben fehlt.
Letzteres scheint auffällig zu sein.

Kutschfahrten im Sommer bis in die Mittagstunden, im Sonnenschutz der Alleen und Wälder, wäre noch ein Hinweis auf Rücksichtnahme.

Wie ist dann das Fürsorgeverhalten als Mutter und Ziehmama einzuordnen? „Solange du spurst, dich fügst und in mein Weltkonstrukt passt, sind alle happy?“, denn es gab scheinbar am Umgang die meiste Zeit nichts auszusetzen, über das Verhältnis zum eigenen wenig bis nichts bekannt.
Zum Tierwohl ergänzend, außer Pferden noch den oder die Hunde.

Wie wäre ein Erklärungsversuch, dass der ebenfalls potentielle Verlobte, welcher selber mutmaßlicher Tierliebhaber ist, diese PS tolerierte oder dieses mutmaßlich antisoziale Verhalten nicht erkennen oder wahrhaben wollte: Die „Blendfähigkeiten“ einer mutmaßlichen Narzisstin.
Kobra6 hat geschrieben: Samstag, 04. April 2026, 15:08:24 @Sronson, sorry für die Ansage gestern. Die letzten Seiten waren echt interessant. Es ist ja auch nicht leicht so einen Haufen zu moderieren, ich hätte nicht die Nerven dazu. …..
:!:
Caris
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Caris »

Kobra6 hat geschrieben: Samstag, 04. April 2026, 15:08:24 @Sronson, sorry für die Ansage gestern. Die letzten Seiten waren echt interessant. Es ist ja auch nicht leicht so einen Haufen zu moderieren, ich hätte nicht die Nerven dazu.






Wenn man sich hypothetisch vorstellt, dass die Tat (Mord an Fabian) aus Rache geschah, könnte das Entdecken der Leiche eine Verstärkung dieses Impulses gewesen sein. Sie wollte den Vater zusätzlich verletzen, um ihre Macht zu zeigen. Sie wollte sagen: "Sieh mal hier: Ich habe deinen Jungen gefunden." Ganz abgesehen davon, dass sie durch den Fund ihre DNA am Tatort rechtfertigen wollte.
ja, denke ich auch so. die Würde hat sie Fabian ja auch noch gekommen durch Unkenntlichmachung in einem solchen Maße, dass die eigenen Eltern ihn nicht mehr anschauen konnten, dass denen auch das noch genommen wurde. solche Faktoren spielen höchstwahrscheinlich maßgeblich eine Rolle neben den eher rationalen Dingen wie ihre Spuren am Tatort zu rechtfertigen.
schlimmer geht fast nimmer.
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