von z3001x » Freitag, 14. August 2026, 10:36:21
@Bee
Bee hat geschrieben: ↑Donnerstag, 13. August 2026, 17:42:54Was ich nicht verstehe, warum ich als Mörder nicht eine Brille, ein Handy und einen Geldbeutel verschwinden lassen kann. Das ist das Einfachste. Vorallem in einer Großstadt wie München. Dann hätte er als evtl. Mörder etwas Verdacht von sich ablenken können und die Version des Untertauchens von Vanessa aufrechterhalten können. Er hat ja anscheinend direkt nach dem Verschwinden von ihr sein Auto gesäubert und die Matratzen sauber gemacht. Dazu war er ja auch in der Lage. Das spricht für mich eher, dass er sie nicht umgebracht hat.
Okay guter Gedanke. Ist halt nicht immer so klar - wenn man jetzt mal unterstellt, der Verdacht sei valide - wie ein Täter denkt. In Diskussionen wird oft angenommen, dass Täter im Nachtat-Verhalten prinzipiell keine Fehler machen, und akribisch, fleißig, umfangreich und konsistent alles Erdenkliche unternehmen, um bei der anzunehmender Weise folgenden kriminaltechnischen Untersuchung keine Verdachtsmomente zu präsentieren. Also wie eine Anti-Spurensicherung sozusagen. Aber oftmals sind die ja gar nicht so 100 % in ihren Selbstschutzmaßnahmen. Sondern entfernen manches und übersehen anderes.
Speziell in dem Fall könnte es auch sein, dass er nicht annahm, dass seine Wohnung, PKW usw. sofort untersucht würden. Ist ja an sich nicht der Standard. Außerdem kommt es darauf an was er erwartet. Das kann ja ziemlich subjektiv abweichend sein, u.a weil sich ein Durchschnittsmensch i.d.R. nicht so extrem gut auskennt, mit dem Prozedere der Kripo zu Beginn eines Vermisstenfalls.
Auch denkbar, dass einige Dinge die von bei TH und in der Wohnung gefunden worden, für ihn vom emotionalen Wert waren: Ehering, Verlobungsring, z.B. oder von materiellem: Geldkarten, oder auch Handy und Smartwatch (um es bei den Geldsorgen zu verkaufen). Last not least weiß man nicht, ob die Dinge evtl. durchaus versteckt waren und bei einer oberflächlichen Durchsuchung (die schon eher dem Standard bei einer Vermisstensuche entspricht und dann auch freiwilliger Zustimmung des Wohnungsinhabers gründet und eben kürzer dauert und wo nicht alles auf links gedreht wird) übersehen worden wären.
Es könnte auch sein, dass er rein persönlichkeitsbedingt und auch durch die eskapistischen Drogen eher der Typ war, der denkt, ich komm schon mit allem durch. Man weiß nicht viel von TH (dem Gatten), aber ein bisschen wirkt es so, dass er sich eher darauf verlässt, dass er versorgt wird, als dass er der Machertyp ist, der alle selbst regelt. Oder der Überbesorgte der alle Eventualitäten im Blick hat. Aber das ist natürlich gemutmaßt und ein vager Eindruck. Wie gesagt ist über seine Person einfach sehr wenig bekannt.
Bee hat geschrieben: ↑Donnerstag, 13. August 2026, 17:42:54Wenn ich untertauchen wöllte verbunden mit einer gewissen Angst, gestalkt zu werden, würde ich auch alles zurücklassen. Aber was, wenn Vanessa die Trennung doch mehr zusetzte. Vielleicht hatte sie Angst vor ihm und wollte lieber ein Leben in Freiheit. Das würde ich mir für sie wünschen. Wenn ein Partner schon die Schlüssel austauscht, das ist schon ein agressiver Akt. Es gibt die Traumabindung und posttraumatische Belastungsstörung.
Würde ich auch so sehen, generell. Aber objektiv gibt es keine Hinweise auf Stalking und auch nicht auf physische häusliche Gewalt. Auf Manipulativität und auch dass VH schon eine Abhängigkeit bzw. besserausgedrückt: noch eine starke emotionale Bindung hatte, aber schon. Ist ja auch nicht verwerflich. Sie waren ja 10 Jahre zusammen verheiratet und ihr Plan war ihr ganzes Leben mit ihm zu verbringen.
Und fatalerweise ging sie nach dem Schlösserwechsel-Aussperren zu ihm zurück und schrieb dann auch der Freundin, dass "Fabian" (Tarnname in XY) sei der Mann ihres Lebens und sie wolle es noch einmal mit ihm versuchen. Das geht vom Inhalt und der Timeline aus dem XY-Filmfall hervor.
D.h. sie hatte nur 4 Tage vor dem Verschwinden, noch die Absicht die Beziehung zu retten. Direkt nach diesem krass-brutalen Akt des Aussperrens. Da klang nichts nach der Einschätzung, dass sie vor einem Angreifer fliehen muss und sie fürchtet, er würde sei bei einer Trennung verfolgen. Auch klang es nicht nach der Einschätzung, dass die Ehe quasi zu einem Endpunkt gekommen sei. Möglicherweise hat sich das in den verbleibenden 4 Tagen geändert oder speziell auch an dem Samstag. Die ganzen Eckpunkte, die die Beziehungsdynamik dokumentieren (Versöhnung im Perlacher Forst, Aussperren, Rückkehr, Vollmacht für TH auf vorher VH-exklusives Anlagekonto), ereigneten sich ja in einem kurzen Zeitfernster von nur einer Woche(!). Und das Ende war, dass Vaness Huber weg ist, umgebracht oder geflohen. Was dokumentiert ist, sieht nach ihrer Absicht aus, die Ehe retten zu wollen und das Vertrauen wieder aufzubauen, und eben bei "Fabian" zu bleiben, in der gemeinsamen Wohnung. Zurück zum Aggressor und Manipulator, gewissermassen. Was oft fatal endet.
Bee hat geschrieben: ↑Donnerstag, 13. August 2026, 17:42:54Sie hat alles verloren, warum nicht back to the roots und sich einfach ausklinken aus dem Leben im Sinne von Untertauchen. Der ganze Fleiß der ganzen Jahre hat sich für sie nicht gelohnt. Und der Traummann hat sich als Nichtsnutz entwickelt. Aber ein Nichtsnutz muss nicht zwingend ein Mörder sein. Und eine ehrgeizige Frau kann auch mal aufgeben und alles hinter sich lassen. Ich würde so ein Verhalten auf ihrer Seite verstehen.Wenn eine Trennung nicht gelingt, dann eine andere Identität annehmen und dann gibt es mich nicht mehr. Ich weiß nicht, ob die Suchmaßnahmen der Polizei ihr nicht in Rechnung gestellt werden können. Sie hätte ja nicht nur den Partner getäuscht, sondern auch die Behörden. Wenn er ein eiskalter Mörder wäre, warum hat er dann Suizid gemacht? Oder war er einfach nur überfordert, weil sie weg war. Hat sie jetzt ein schlechtes Gewissen und taucht deswegen nicht auf? Ich würde mir sehr wünschen, dass es sie an der Ostsee war und dass sie den Mut findet, sich zu stellen. Wir würden uns alle über ein Happy End freuen.
Also ich würde mich auch freuen, wenn sie untergetaucht ist und lebt. Wer könnte es wirklich
vollkommen ausschließen? Kann man nur hoffen, dass dieses Wunder wahr ist und das sich demnächst auch zeigt. Wunder werden halt selten wahr. Aber manchmal schon

@Bee
[quote=Bee post_id=357517 time=1786635774]Was ich nicht verstehe, warum ich als Mörder nicht eine Brille, ein Handy und einen Geldbeutel verschwinden lassen kann. Das ist das Einfachste. Vorallem in einer Großstadt wie München. Dann hätte er als evtl. Mörder etwas Verdacht von sich ablenken können und die Version des Untertauchens von Vanessa aufrechterhalten können. Er hat ja anscheinend direkt nach dem Verschwinden von ihr sein Auto gesäubert und die Matratzen sauber gemacht. Dazu war er ja auch in der Lage. Das spricht für mich eher, dass er sie nicht umgebracht hat.[/quote]
Okay guter Gedanke. Ist halt nicht immer so klar - wenn man jetzt mal unterstellt, der Verdacht sei valide - wie ein Täter denkt. In Diskussionen wird oft angenommen, dass Täter im Nachtat-Verhalten prinzipiell keine Fehler machen, und akribisch, fleißig, umfangreich und konsistent alles Erdenkliche unternehmen, um bei der anzunehmender Weise folgenden kriminaltechnischen Untersuchung keine Verdachtsmomente zu präsentieren. Also wie eine Anti-Spurensicherung sozusagen. Aber oftmals sind die ja gar nicht so 100 % in ihren Selbstschutzmaßnahmen. Sondern entfernen manches und übersehen anderes.
Speziell in dem Fall könnte es auch sein, dass er nicht annahm, dass seine Wohnung, PKW usw. sofort untersucht würden. Ist ja an sich nicht der Standard. Außerdem kommt es darauf an was er erwartet. Das kann ja ziemlich subjektiv abweichend sein, u.a weil sich ein Durchschnittsmensch i.d.R. nicht so extrem gut auskennt, mit dem Prozedere der Kripo zu Beginn eines Vermisstenfalls.
Auch denkbar, dass einige Dinge die von bei TH und in der Wohnung gefunden worden, für ihn vom emotionalen Wert waren: Ehering, Verlobungsring, z.B. oder von materiellem: Geldkarten, oder auch Handy und Smartwatch (um es bei den Geldsorgen zu verkaufen). Last not least weiß man nicht, ob die Dinge evtl. durchaus versteckt waren und bei einer oberflächlichen Durchsuchung (die schon eher dem Standard bei einer Vermisstensuche entspricht und dann auch freiwilliger Zustimmung des Wohnungsinhabers gründet und eben kürzer dauert und wo nicht alles auf links gedreht wird) übersehen worden wären.
Es könnte auch sein, dass er rein persönlichkeitsbedingt und auch durch die eskapistischen Drogen eher der Typ war, der denkt, ich komm schon mit allem durch. Man weiß nicht viel von TH (dem Gatten), aber ein bisschen wirkt es so, dass er sich eher darauf verlässt, dass er versorgt wird, als dass er der Machertyp ist, der alle selbst regelt. Oder der Überbesorgte der alle Eventualitäten im Blick hat. Aber das ist natürlich gemutmaßt und ein vager Eindruck. Wie gesagt ist über seine Person einfach sehr wenig bekannt.
[quote=Bee post_id=357517 time=1786635774]Wenn ich untertauchen wöllte verbunden mit einer gewissen Angst, gestalkt zu werden, würde ich auch alles zurücklassen. Aber was, wenn Vanessa die Trennung doch mehr zusetzte. Vielleicht hatte sie Angst vor ihm und wollte lieber ein Leben in Freiheit. Das würde ich mir für sie wünschen. Wenn ein Partner schon die Schlüssel austauscht, das ist schon ein agressiver Akt. Es gibt die Traumabindung und posttraumatische Belastungsstörung. [/quote]
Würde ich auch so sehen, generell. Aber objektiv gibt es keine Hinweise auf Stalking und auch nicht auf physische häusliche Gewalt. Auf Manipulativität und auch dass VH schon eine Abhängigkeit bzw. besserausgedrückt: noch eine starke emotionale Bindung hatte, aber schon. Ist ja auch nicht verwerflich. Sie waren ja 10 Jahre zusammen verheiratet und ihr Plan war ihr ganzes Leben mit ihm zu verbringen.
Und fatalerweise ging sie nach dem Schlösserwechsel-Aussperren zu ihm zurück und schrieb dann auch der Freundin, dass "Fabian" (Tarnname in XY) sei der Mann ihres Lebens und sie wolle es noch einmal mit ihm versuchen. Das geht vom Inhalt und der Timeline aus dem XY-Filmfall hervor.
D.h. sie hatte nur 4 Tage vor dem Verschwinden, noch die Absicht die Beziehung zu retten. Direkt nach diesem krass-brutalen Akt des Aussperrens. Da klang nichts nach der Einschätzung, dass sie vor einem Angreifer fliehen muss und sie fürchtet, er würde sei bei einer Trennung verfolgen. Auch klang es nicht nach der Einschätzung, dass die Ehe quasi zu einem Endpunkt gekommen sei. Möglicherweise hat sich das in den verbleibenden 4 Tagen geändert oder speziell auch an dem Samstag. Die ganzen Eckpunkte, die die Beziehungsdynamik dokumentieren (Versöhnung im Perlacher Forst, Aussperren, Rückkehr, Vollmacht für TH auf vorher VH-exklusives Anlagekonto), ereigneten sich ja in einem kurzen Zeitfernster von nur einer Woche(!). Und das Ende war, dass Vaness Huber weg ist, umgebracht oder geflohen. Was dokumentiert ist, sieht nach ihrer Absicht aus, die Ehe retten zu wollen und das Vertrauen wieder aufzubauen, und eben bei "Fabian" zu bleiben, in der gemeinsamen Wohnung. Zurück zum Aggressor und Manipulator, gewissermassen. Was oft fatal endet.
[quote=Bee post_id=357517 time=1786635774]Sie hat alles verloren, warum nicht back to the roots und sich einfach ausklinken aus dem Leben im Sinne von Untertauchen. Der ganze Fleiß der ganzen Jahre hat sich für sie nicht gelohnt. Und der Traummann hat sich als Nichtsnutz entwickelt. Aber ein Nichtsnutz muss nicht zwingend ein Mörder sein. Und eine ehrgeizige Frau kann auch mal aufgeben und alles hinter sich lassen. Ich würde so ein Verhalten auf ihrer Seite verstehen.Wenn eine Trennung nicht gelingt, dann eine andere Identität annehmen und dann gibt es mich nicht mehr. Ich weiß nicht, ob die Suchmaßnahmen der Polizei ihr nicht in Rechnung gestellt werden können. Sie hätte ja nicht nur den Partner getäuscht, sondern auch die Behörden. Wenn er ein eiskalter Mörder wäre, warum hat er dann Suizid gemacht? Oder war er einfach nur überfordert, weil sie weg war. Hat sie jetzt ein schlechtes Gewissen und taucht deswegen nicht auf? Ich würde mir sehr wünschen, dass es sie an der Ostsee war und dass sie den Mut findet, sich zu stellen. Wir würden uns alle über ein Happy End freuen.[/quote]
Also ich würde mich auch freuen, wenn sie untergetaucht ist und lebt. Wer könnte es wirklich [i]vollkommen [/i]ausschließen? Kann man nur hoffen, dass dieses Wunder wahr ist und das sich demnächst auch zeigt. Wunder werden halt selten wahr. Aber manchmal schon 😊