von Gast » Samstag, 07. November 2026, 12:27:54
Hybla_Valley hat geschrieben: ↑Samstag, 07. November 2026, 10:47:20
Wie ist denn die Freiheitsberaubung deiner Meinung nach anfangs überhaupt entstanden ?
Warum kommt es überhaupt zur Freiheitsberaubung - wenn sexuelle Übergriffe nicht der Grund gewesen wären ?
Was danach passiert sein könnte, hast du ja sehr nachvollziehbar geschildert ....
Eine "Meinung" habe ich dazu nicht.
Zu dem Schluss, dass ich eine derartige Konstellation und Motivlage für klar wahrscheinlich halte, komme ich beim Blick auf die Anrufe im Gesamten wie im Detail. Die Auseinandersetzung mit anderen Hypothesen (eigene wie auch viele von anderen) hat da "keine würdige Konkurrenz" geliefert, könnte man sagen. Aber das ist auch nur meine Wahrnehmung - die ich halt versuche, nachvollziehbar darzulegen und da Evidenz aufzuzeigen, wo ich welche sehe.
Über die Art des Anlasses (unter Annahme dieses Szenarios) sagen die Anrufe nichts aus. Die Ablagesituation zeigt in diesem Punkt nur, dass Frauke keiner ernsthaften körperlichen Gewalt ausgesetzt war und sich auch an keiner Stelle massiv körperlich gewehrt hat (etwa auch der unbedingte Versuch, aus einer Fesselung herauszukommen). Sowas hinterlässt Spuren an Knochen, Gelenkknorpel und Sehnenansätzen die bestehen bleiben, wenn die Person wenige Tage darauf stirbt und kein weiterer Heilungsprozess stattfindet. Allein der fehlende Zahn, aber darauf lässt sich nichts bauen. Der kann gut auch etwa beim Einladen der Leiche in den Kofferraum oder so ausgeschlagen worden sein. Die Kleidung war an der Leiche, und abgesehen vom stattgefundenen Tierfraß (anzunehmend Schwarzwild) scheint sie nicht erkennbar beschädigt gewesen zu sein, zumindest gibt es keine derartige Information.
Und außer Anrufen und Ablage haben wir nichts.
Also wie gesagt, da habe ich keine "Meinung" zum Anlass, weil ich nichts habe, was darauf Rückschlüsse zuließe. Natürlich kann ich Möglichkeiten umreißen, die mir in den Sinn kommen, ohne abschließend sagen zu können, dass es dann auch eine davon gewesen sein müsste.
Die Story vom "Pünktchenmann" (die so auch vorher schon als Hypothese existierte, natürlich) fällt da natürlich als erstes ein. Annäherungsversuch, sie lehnt ab, zeigt dabei vielleicht auch etwas Belustigung oder so, vielleicht auch nicht. Er jedenfalls frustriert, enttäuscht, vielleicht gekränkt, ist vielleicht auch enttäuscht und fühlt sich erniedrigt, weil er vorher einen guten, zwanglosen Umgang mit ihr hatte (Arbeitskollege?) und sich echt Hoffnung gemacht hatte, dass da bei der freundlichen und unkompliziert wirkenden Frauke mehr drin sein könnte. Wie auch immer, ihm zieht ihre Ablehnung den Stecker, er reagiert spontan aggressiv, schlägt sie ins Gesicht, vielleicht verliert sie sogar da ihren Schneidezahn.
Ihm ist der "Klärungsbedarf" sofort klar, bevor sie wieder gehen kann. Und Frauke? Viele Menschen und gerade Frauen berichten davon, dass sie nach einer unvermittelten Gewalterfahrung gegen sich erstmal handlungsunfähig, überfordert, wie gelähmt waren. Fassungslosigkeit und unmittelbarer Verarbeitungsbedarf, der aber unter Schock nicht unmittelbar geleistet werden kann. Ob der Täter da, wie es der "Pünktchenmann" erzählt hat, los- und umhergefahren ist (Raum Nieheim...) "um nachzudenken" und sie natürlich für die Klärung mitgenommen hat, oder ob da bereits das länger als nur unmittelbare nicht Gehenlassen die Zielsetzung war, unerheblich. Und war man dann erstmal in der Pampa (Raum Nieheim, mal auf der Karte anschauen...), dann ist das zwar nur einige Minuten Fahrt aus PB raus, gleichzeitig aber für Frauke schon faktische Gefangenschaft - nachts, Handy leer (sowieso stellenweise dort kein empfang, bis heute), und er ist derjenige mit dem Auto.
Die Geschichte könnte sich aber auch von vornherein "da draußen" abgespielt haben. Man beschließt, noch schnell zum Mecces in Bad Driburg zu fahren, er fährt eine Strecke "durch die Pampa" (über Altenbeken) und hält irgendwo unterwegs an einer unfrequentierten Stelle praktisch im Nirgendwo an für einen Annäherungsversuch in der Hoffnung, dass sie drauf eingeht. Dann bräuchte es das Losfahren mit ihr nach dem Schlag ins Gesicht oÄ erstmal gar nicht.
Alternativ könnte Frauke auch auf einen Bekannten getroffen sein, und dann kam wer vorbei und hat den angequatscht so dass z.B. ihr klar wurde, dass der Drogen vertickt. Mal abgesehen von der eigentlichen Strafbarkeit, für jemanden im medizinischen oder sozialen Arbeitsfeld bedeutet eine BtmG-Verurteilung praktisch ein Berufsverbot.
Oder er war ein ganz Schlauer, hat Frauke irgendwas von seinen kriminellen Machenschaften (Drogen, Medikamentendiebstahl, oder auch ganz was anderes) erzählt um bei ihr Eindruck zu schinden. Als sie negativ und vorwurfsvoll reagiert, vielleicht sogar mit Anzeige droht, haben wir wieder die Schlüsselsituation. Selbst wenn er bei seiner Angeberei übertrieben haben sollte, eine Meldung beim Arbeitgeber (KH, wenn Arbeitskollege) oder auch "kleinere Brötchen", die bei einer Ermittlung zutage kämen, würden als Grund reichen.
Oder man ist zu Mecces oder sonstwo hingefahren, hat wen angefahren und Fahrerflucht begangen. Da war im Nachgang nichts Passendes zu finden, aber über 15 Jahre danach sind da auch nur noch die schweren Unfälle auffindbar, und auch die wohl nicht vollständig.
Die Geschichte mit dem gescheiterten Annäherungsversuch erzählt sich natürlich recht gut und ist auch zuvor schon recht gut erzählt worden, deswegen steht die ganz oben und hat den längsten Text. Aber wie gesagt, da gibt es keine Anhaltspunkte genau dieses für zutreffend und jenes für unplausibel zu halten.
Was einem noch auffallen kann:
Nicht wenige der hier vorgebrachten Hypothesen beginnen mit dem Tatverdacht gegen eine konkrete Person, meist aus dem Reigen der allseits bekannten (teils weiteren, mittelbaren) Umfeldpersonen. Dann folgt eine umfangreiche Geschichte, die in aller Regel nicht ohne erhebliche Zuschreibungen und Unterstellungen auskommt, um ein hinreichendes Motiv zu konstruieren und die entweder mit Mühe oder aber viel Phantasie im Bezug auf plausibles Täterhandeln die Anrufe irgendwie plausibel einzubinden versuchen.
Festzuhalten ist, dass das ein völlig anderer Ansatz, eine andere Herangehensweise ist. Ich gehe nicht von einem Tatverdacht gegen eine bestimmte Person aus und versuche dann, die Tat argumentativ "nachzuweisen". Ich schaue stattdessen auf das, was da ist, und mache mir einen Reim drauf - wenn dabei am Ende keine Person und keine Beweisbarkeit rauskommt, dann ist das so. Mein Ansatz mag vor einer Lösung (oder Lösbarkeit) enden, aber mal so gesagt, alle anderen Ansätze haben in den letzten 20 Jahren nun auch nicht mehr erreicht.
Im Grunde nehme ich die Anrufe als das, was sie vordergründig(!) waren:
Wenn Frauke in soweit unauffälligem Auftreten Fr/Sa/So (jedenfalls scheint es da keinen anderen bemerkenswerten Eindruck gegeben zu haben) und anscheinend selbst formulierend ihre baldige Heimkehr ankündigt, dann ist plausibel, dass sie auch genau davon zumindest als Möglichkeit/Perspektive ausging.
Wenn die täglichen Anrufe das Umfeld irgendwie beruhigten (mehr als wenn man nichts von ihr gehört hätte jedenfalls), dann war das vielleicht ein Motiv für die Anrufe: Die anderen (v.a. Familie, Chris) sollten sich keine so großen Sorgen machen. Wäre für eine Frauke, die ein paar Tage weg ist und weiß, dass erheblich nach ihr gesucht wird, jedenfalls Grund genug, sich melden zu wollen.
Und dass das Umfeld während dem "Wegsein" beruhigt wurde, wäre doch im Falle einer Rückkehr ohne Absicht, die genauen Umstände zu erklären, ausgesprochen hilfreich. In wieweit dagegen das Anruf-Bohei sinnhaft gewesen wäre, wenn sie eh nicht zurückkommt, da brauchts dann wieder jede Menge annahmen und Spekulationen, um das irgendwie zu motivieren.
[quote=Hybla_Valley post_id=369460 time=1794044840]
Wie ist denn die Freiheitsberaubung deiner Meinung nach anfangs überhaupt entstanden ?
Warum kommt es überhaupt zur Freiheitsberaubung - wenn sexuelle Übergriffe nicht der Grund gewesen wären ?
Was danach passiert sein könnte, hast du ja sehr nachvollziehbar geschildert ....
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Eine "Meinung" habe ich dazu nicht.
Zu dem Schluss, dass ich eine derartige Konstellation und Motivlage für klar wahrscheinlich halte, komme ich beim Blick auf die Anrufe im Gesamten wie im Detail. Die Auseinandersetzung mit anderen Hypothesen (eigene wie auch viele von anderen) hat da "keine würdige Konkurrenz" geliefert, könnte man sagen. Aber das ist auch nur meine Wahrnehmung - die ich halt versuche, nachvollziehbar darzulegen und da Evidenz aufzuzeigen, wo ich welche sehe.
Über die Art des Anlasses (unter Annahme dieses Szenarios) sagen die Anrufe nichts aus. Die Ablagesituation zeigt in diesem Punkt nur, dass Frauke keiner ernsthaften körperlichen Gewalt ausgesetzt war und sich auch an keiner Stelle massiv körperlich gewehrt hat (etwa auch der unbedingte Versuch, aus einer Fesselung herauszukommen). Sowas hinterlässt Spuren an Knochen, Gelenkknorpel und Sehnenansätzen die bestehen bleiben, wenn die Person wenige Tage darauf stirbt und kein weiterer Heilungsprozess stattfindet. Allein der fehlende Zahn, aber darauf lässt sich nichts bauen. Der kann gut auch etwa beim Einladen der Leiche in den Kofferraum oder so ausgeschlagen worden sein. Die Kleidung war an der Leiche, und abgesehen vom stattgefundenen Tierfraß (anzunehmend Schwarzwild) scheint sie nicht erkennbar beschädigt gewesen zu sein, zumindest gibt es keine derartige Information.
Und außer Anrufen und Ablage haben wir nichts.
Also wie gesagt, da habe ich keine "Meinung" zum Anlass, weil ich nichts habe, was darauf Rückschlüsse zuließe. Natürlich kann ich Möglichkeiten umreißen, die mir in den Sinn kommen, ohne abschließend sagen zu können, dass es dann auch eine davon gewesen sein müsste.
Die Story vom "Pünktchenmann" (die so auch vorher schon als Hypothese existierte, natürlich) fällt da natürlich als erstes ein. Annäherungsversuch, sie lehnt ab, zeigt dabei vielleicht auch etwas Belustigung oder so, vielleicht auch nicht. Er jedenfalls frustriert, enttäuscht, vielleicht gekränkt, ist vielleicht auch enttäuscht und fühlt sich erniedrigt, weil er vorher einen guten, zwanglosen Umgang mit ihr hatte (Arbeitskollege?) und sich echt Hoffnung gemacht hatte, dass da bei der freundlichen und unkompliziert wirkenden Frauke mehr drin sein könnte. Wie auch immer, ihm zieht ihre Ablehnung den Stecker, er reagiert spontan aggressiv, schlägt sie ins Gesicht, vielleicht verliert sie sogar da ihren Schneidezahn.
Ihm ist der "Klärungsbedarf" sofort klar, bevor sie wieder gehen kann. Und Frauke? Viele Menschen und gerade Frauen berichten davon, dass sie nach einer unvermittelten Gewalterfahrung gegen sich erstmal handlungsunfähig, überfordert, wie gelähmt waren. Fassungslosigkeit und unmittelbarer Verarbeitungsbedarf, der aber unter Schock nicht unmittelbar geleistet werden kann. Ob der Täter da, wie es der "Pünktchenmann" erzählt hat, los- und umhergefahren ist (Raum Nieheim...) "um nachzudenken" und sie natürlich für die Klärung mitgenommen hat, oder ob da bereits das länger als nur unmittelbare nicht Gehenlassen die Zielsetzung war, unerheblich. Und war man dann erstmal in der Pampa (Raum Nieheim, mal auf der Karte anschauen...), dann ist das zwar nur einige Minuten Fahrt aus PB raus, gleichzeitig aber für Frauke schon faktische Gefangenschaft - nachts, Handy leer (sowieso stellenweise dort kein empfang, bis heute), und er ist derjenige mit dem Auto.
Die Geschichte könnte sich aber auch von vornherein "da draußen" abgespielt haben. Man beschließt, noch schnell zum Mecces in Bad Driburg zu fahren, er fährt eine Strecke "durch die Pampa" (über Altenbeken) und hält irgendwo unterwegs an einer unfrequentierten Stelle praktisch im Nirgendwo an für einen Annäherungsversuch in der Hoffnung, dass sie drauf eingeht. Dann bräuchte es das Losfahren mit ihr nach dem Schlag ins Gesicht oÄ erstmal gar nicht.
Alternativ könnte Frauke auch auf einen Bekannten getroffen sein, und dann kam wer vorbei und hat den angequatscht so dass z.B. ihr klar wurde, dass der Drogen vertickt. Mal abgesehen von der eigentlichen Strafbarkeit, für jemanden im medizinischen oder sozialen Arbeitsfeld bedeutet eine BtmG-Verurteilung praktisch ein Berufsverbot.
Oder er war ein ganz Schlauer, hat Frauke irgendwas von seinen kriminellen Machenschaften (Drogen, Medikamentendiebstahl, oder auch ganz was anderes) erzählt um bei ihr Eindruck zu schinden. Als sie negativ und vorwurfsvoll reagiert, vielleicht sogar mit Anzeige droht, haben wir wieder die Schlüsselsituation. Selbst wenn er bei seiner Angeberei übertrieben haben sollte, eine Meldung beim Arbeitgeber (KH, wenn Arbeitskollege) oder auch "kleinere Brötchen", die bei einer Ermittlung zutage kämen, würden als Grund reichen.
Oder man ist zu Mecces oder sonstwo hingefahren, hat wen angefahren und Fahrerflucht begangen. Da war im Nachgang nichts Passendes zu finden, aber über 15 Jahre danach sind da auch nur noch die schweren Unfälle auffindbar, und auch die wohl nicht vollständig.
Die Geschichte mit dem gescheiterten Annäherungsversuch erzählt sich natürlich recht gut und ist auch zuvor schon recht gut erzählt worden, deswegen steht die ganz oben und hat den längsten Text. Aber wie gesagt, da gibt es keine Anhaltspunkte genau dieses für zutreffend und jenes für unplausibel zu halten.
Was einem noch auffallen kann:
Nicht wenige der hier vorgebrachten Hypothesen beginnen mit dem Tatverdacht gegen eine konkrete Person, meist aus dem Reigen der allseits bekannten (teils weiteren, mittelbaren) Umfeldpersonen. Dann folgt eine umfangreiche Geschichte, die in aller Regel nicht ohne erhebliche Zuschreibungen und Unterstellungen auskommt, um ein hinreichendes Motiv zu konstruieren und die entweder mit Mühe oder aber viel Phantasie im Bezug auf plausibles Täterhandeln die Anrufe irgendwie plausibel einzubinden versuchen.
Festzuhalten ist, dass das ein völlig anderer Ansatz, eine andere Herangehensweise ist. Ich gehe nicht von einem Tatverdacht gegen eine bestimmte Person aus und versuche dann, die Tat argumentativ "nachzuweisen". Ich schaue stattdessen auf das, was da ist, und mache mir einen Reim drauf - wenn dabei am Ende keine Person und keine Beweisbarkeit rauskommt, dann ist das so. Mein Ansatz mag vor einer Lösung (oder Lösbarkeit) enden, aber mal so gesagt, alle anderen Ansätze haben in den letzten 20 Jahren nun auch nicht mehr erreicht.
Im Grunde nehme ich die Anrufe als das, was sie vordergründig(!) waren:
Wenn Frauke in soweit unauffälligem Auftreten Fr/Sa/So (jedenfalls scheint es da keinen anderen bemerkenswerten Eindruck gegeben zu haben) und anscheinend selbst formulierend ihre baldige Heimkehr ankündigt, dann ist plausibel, dass sie auch genau davon zumindest als Möglichkeit/Perspektive ausging.
Wenn die täglichen Anrufe das Umfeld irgendwie beruhigten (mehr als wenn man nichts von ihr gehört hätte jedenfalls), dann war das vielleicht ein Motiv für die Anrufe: Die anderen (v.a. Familie, Chris) sollten sich keine so großen Sorgen machen. Wäre für eine Frauke, die ein paar Tage weg ist und weiß, dass erheblich nach ihr gesucht wird, jedenfalls Grund genug, sich melden zu wollen.
Und dass das Umfeld während dem "Wegsein" beruhigt wurde, wäre doch im Falle einer Rückkehr ohne Absicht, die genauen Umstände zu erklären, ausgesprochen hilfreich. In wieweit dagegen das Anruf-Bohei sinnhaft gewesen wäre, wenn sie eh nicht zurückkommt, da brauchts dann wieder jede Menge annahmen und Spekulationen, um das irgendwie zu motivieren.