MORDFALL LIEBS -- Diskussion

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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Hybla_Valley » Sonntag, 08. November 2026, 00:29:33

Gast hat geschrieben: ↑Samstag, 07. November 2026, 23:42:03 Vergiss die KI
Die deutschen Ermittler wandten sich an die Special Investigation Branch, da ging es um weit mehr als von von dir beschrieben.
Und woher weisst du das wenn da absolut nichts drüber zu finden ist ?

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gast » Samstag, 07. November 2026, 23:42:03

Hybla_Valley hat geschrieben: ↑Samstag, 07. November 2026, 22:56:07 Da ging's um Zeugen und Fotos, die an dem Abend im und vor dem Pub gemacht wurden ....
Von Britischen Tatverdächtigen kann ich da nichts finden. (und ChatGPT auch nicht)
Vergiss die KI
Die deutschen Ermittler wandten sich an die Special Investigation Branch, da ging es um weit mehr als von von dir beschrieben.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Hybla_Valley » Samstag, 07. November 2026, 22:56:07

Gaston hat geschrieben: ↑Samstag, 07. November 2026, 21:38:10 Du hast wohl nicht auf dem Schirm, dass diese Idee Teil der offiziellen Ermittlungen war.
Da ging's um Zeugen und Fotos, die an dem Abend im und vor dem Pub gemacht wurden ....
Von Britischen Tatverdächtigen kann ich da nichts finden. (und ChatGPT auch nicht)

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gaston » Samstag, 07. November 2026, 21:38:10

Hybla_Valley hat geschrieben: ↑Samstag, 07. November 2026, 20:00:29 ... ein Britischer Soldat als Täter kann ich mir da überhaupt nicht vorstellen, tut mir leid.
Ich weiss auch gar nicht, wie man überhaupt auf diese Idee qakommen kann ....
Du hast wohl nicht auf dem Schirm, dass diese Idee Teil der offiziellen Ermittlungen war.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Eberhoferin » Samstag, 07. November 2026, 20:19:06

Hybla_Valley hat geschrieben: ↑Samstag, 07. November 2026, 20:00:29 Ich glaube, dass der Täter aus dem Raum Paderborn kommt und auch die Ablagestelle von Frauke Liebs
sehr gut kannte ... ein Britischer Soldat als Täter kann ich mir da überhaupt nicht vorstellen, tut mir leid.
Ich weiss auch gar nicht, wie man überhaupt auf diese Idee kommen kann ....
Es ist eben nur eine von vielen Überlegungen. Im Pub waren an dem Abend viele Militärangehörige und in der Umgebung gab (gibt es noch?) einige militärische Gelände. Britische Soldaten waren durchaus auch mal ein paar Jahre in PB, so dass sie sich genug auskennen konnten.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Hybla_Valley » Samstag, 07. November 2026, 20:00:29

Eberhoferin hat geschrieben: ↑Samstag, 07. November 2026, 19:40:01 Auch beim Militär gibt es Feierabend, Wochenende und Urlaubstage.
Ich glaube, dass der Täter aus dem Raum Paderborn kommt und auch die Ablagestelle von Frauke Liebs
sehr gut kannte ... ein Britischer Soldat als Täter kann ich mir da überhaupt nicht vorstellen, tut mir leid.
Ich weiss auch gar nicht, wie man überhaupt auf diese Idee kommen kann ....

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Eberhoferin » Samstag, 07. November 2026, 19:40:01

Hybla_Valley hat geschrieben: ↑Samstag, 07. November 2026, 18:12:12 Ausserdem glaube ich kaum, dass es beim Britischen Militär für so eine Tat genug freie Zeit gäbe.
Auch beim Militär gibt es Feierabend, Wochenende und Urlaubstage.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gast » Samstag, 07. November 2026, 19:04:55

SAFIA hat geschrieben: ↑Samstag, 07. November 2026, 13:28:43 Es ist menschlich verständlich, dass man an " eine aus dem Ruder gelaufene Situation " als Ursache für die Ermordung von F. annimmt.
Aber die vermutlich häufigste Ursache einer Sexualstraftat ist eiskalte Berechnung und/oder eine sexuelle Perversion. (...)
Wer redet von einer Sexualstraftat?

Klar, wenn einer Frauke als junge Frau gezielt abgegriffen/festgesetzt hätte, um dann erst gemäß gegebenenm Motiv "in Aktion" zu treten, dann sind sexuelle Handlungen bzw. in sexuellen Handlungen ausgedrückte Machtausübung ein statistisch sehr nahe liegendes Motiv. Und da stimme ich dir voll zu, da wäre mit berechnendem Handeln und ihrem von vornherein eingeplanten Tod jedenfalls zu rechnen.

Aber wenn wir von der Möglichkeit reden, dass der überhaupt keine sexuell übergriffige Absicht hatte, jedenfalls nicht in strafrechtlichem Rahmen, sondern auf eine Ablehnung bei einem Annäherungsversuch spontan aggressiv reagiert hat und dann aus Angst vor den Folgen sie erstmal nicht gehen lässt, sondern das erst mit ihr "klären" will - dann reden wir bei dem Festhalten und dem sich in diesem Szenario entwickelnden Verlauf doch gar nicht von einer Sexualstraftat.
Der Anlass könnte da gut so etwas gewesen sein, die Erzählung ist eingängig. Aber für das, worüber man anhand Telefonaten (und Ablage) an der Stelle wirklich nachdenken und reden kann, spielt es im Grunde gar keine Rolle, ob es nun dieser oder jener Anlass gewesen wäre.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Hybla_Valley » Samstag, 07. November 2026, 18:12:12

Gaston hat geschrieben: ↑Samstag, 07. November 2026, 17:16:03 Warum denn keine Briten, wie kommst du zu deinem Schluss, was spricht noch dagegen?
Weil sie wahrscheinlich nicht zu Fremden ins Fahrzeug gestiegen wäre ...
Und weil der Täter - meiner Meinung nach - die Stelle, wo Frauke gefunden wurde, gut kannte.
Ausserdem glaube ich kaum, dass es beim Britischen Militär für so eine Tat genug freie Zeit gäbe.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Nesrin » Samstag, 07. November 2026, 17:18:12

Hybla_Valley hat geschrieben: ↑Samstag, 07. November 2026, 16:02:56 Und wie soll man in einer Kaserne unbemerkt eine Person eine Woche lang festhalten ?
Nicht sehr plausibel, oder ?
Nicht in einer Kaserne.
Soldaten, die sich länger verpflichtet hatten, lebten teilweise außerhalb der Kasernen in der sog. "englischen Siedlung" im Bereich der Raabestraße, Arndtstraße, Uhlandstraße, alles Seitenstraßen der Benhauser Straße.
Dort gab es Reihenhaussiedlungen für die britischen Soldaten aber für die höheren Dienstgrade auch einzelstehende Häuser.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gaston » Samstag, 07. November 2026, 17:16:03

Hybla_Valley hat geschrieben: ↑Samstag, 07. November 2026, 16:02:56
Und wie soll man in einer Kaserne unbemerkt eine Person eine Woche lang festhalten ?
Nicht sehr plausibel, oder ?
Nicht in der Kaserne, keine Ahnung, in Verstecken oder im Fahrzeug, in einer Wohnung in Nieheim, abgelegenes von der Armee (un)genutztes Areal. Warum denn keine Briten, wie kommst du zu deinem Schluss, was spricht noch dagegen? Findest du nicht auch zum Beispiel dass die Vorgehensweise auf militärische Vorkenntnisse und eine betriebsame Mobilität hinweisen könnte? Der Pub war fest in englischer Hand.

Ich halte das dreimalige Mama und bin in Paderborn evt. für Hinweise auf die 3 Kasernen, aber weiss man nicht.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gast » Samstag, 07. November 2026, 16:49:50

Hybla_Valley hat geschrieben: ↑Samstag, 07. November 2026, 16:02:56 Und wie soll man in einer Kaserne unbemerkt eine Person eine Woche lang festhalten ?
Nicht sehr plausibel, oder ?
Das. Und einfach so eingestiegen wäre sie bei dem doch auch nicht.
Es muss Irland gewesen sein, den mindestens kannte.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Hybla_Valley » Samstag, 07. November 2026, 16:02:56

Gaston hat geschrieben: ↑Samstag, 07. November 2026, 15:47:07 Ja wenn man die Google-Ki zum Beispiel bezüglich stationierter Soldaten in Paderborn ausquetscht, könnte man meinen, die Lage war angespannt. Um die Zeit als das Spiel endete mussten die Soldaten zB alle zeitig zurück in die Kasernen, interessant bezüglich Mitnahmemöglichkeit.
Und wie soll man in einer Kaserne unbemerkt eine Person eine Woche lang festhalten ?
Nicht sehr plausibel, oder ?

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gaston » Samstag, 07. November 2026, 15:47:07

Hybla_Valley hat geschrieben: ↑Samstag, 07. November 2026, 14:16:53
Vielleicht wird im Fall Frauke Liebs ja auch 'etwas ignoriert' und unter den Teppich gekehrt ....
Ja wenn man die Google-Ki zum Beispiel bezüglich stationierter Soldaten in Paderborn ausquetscht, könnte man meinen, die Lage war angespannt. Um die Zeit als das Spiel endete mussten die Soldaten zB alle zeitig zurück in die Kasernen, interessant bezüglich Mitnahmemöglichkeit. Auch die britische Militärpolizei war auf den Strassen.
Da die Telefonate aus wechselnden Regionen kamen (u.a. Nieheim), die perfekt zu den Bewegungsmustern und Übungsgebieten von Soldaten passten, prüfte die Polizei auch britische Staatsbürger und Angehörige der Streitkräfte.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Hybla_Valley » Samstag, 07. November 2026, 14:16:53

SAFIA hat geschrieben: ↑Samstag, 07. November 2026, 13:28:43 Beispielhaft wie solche Täter "ticken" ist Philipp G., ein Assistenzarzt, welcher sich im Klinikum Bethel ( in Bielefeld ) über eine längere Zeit unter einem Vorwand in der Nacht zu Patientinnen begeben hat, sie mit Propofol betäubt und vergewaltigt hat. Zudem wurden die Übergriffe jeweils noch gefilmt.
Erst das Auffinden einer leeren Propofolflasche im Bett einer Patientin , hat zur Überführung und Festnahme des Täters geführt, welcher sich in der Haft dann suizidiert hat.
Da wir aber rein gar nichts über den Täter wissen, bleibt alles nur reine Spekulation.
"Mich kriegt man nicht mehr ins Krankenhaus (...) ... weil ich sehe, dass das alles nur noch unter den Teppich gekehrt werden soll."
(ein Opfer von Philipp G., Assistenzarzt in der Neurologie)

Die Tagesschau berichtete im September 2025 über die Anklageerhebung gegen den Chefarzt, einen ehemaligen Oberarzt
und den Pflegedienstleiter des Klinikums wegen fahrlässiger Körperverletzung durch Unterlassen,
da Hinweise auf unindizierte Sedierungen ignoriert worden sein sollen.

Vielleicht wird im Fall Frauke Liebs ja auch 'etwas ignoriert' und unter den Teppich gekehrt ....

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von SAFIA » Samstag, 07. November 2026, 13:28:43

Es ist menschlich verständlich, dass man an " eine aus dem Ruder gelaufene Situation " als Ursache für die Ermordung von F. annimmt.
Aber die vermutlich häufigste Ursache einer Sexualstraftat ist eiskalte Berechnung und/oder eine sexuelle Perversion. Selbst wenn F. die Identität des Täters nicht gekannt hätte, wäre eine Freilassung für den Täter zu riskant gewesen und deshalb wurde sie ermordet. Ungewöhnlich ist nur, dass er F. so lange leben liess.
Unter der Annahme, dass F. denTäter gekannt hat (wie allgemein angenommen wird), wäre nach einer Freilassung eine Identifikation sicher gewesen und das galt es zu verhindern.
Warum das lange Überleben von F.? Vermutlich nicht Empathie ,wie man gerne annimmt ,sondern vielleicht ist beim Täter nur ein "Zeitfenster" (Urlaub, Nachdienstkompenstion,Krankheit,etc.) vorhanden gewesen ,in dem er seine Phantasien (eventuell sogar geplant )hat ausleben können, wohl wissend ,dass am Ende F. getötet wird, weil er wieder in sein soziales Umfeld zurückkehren muss.
Beispielhaft wie solche Täter "ticken" ist Philipp G., ein Assistenzarzt, welcher sich im Klinikum Bethel ( in Bielefeld ) über eine längere Zeit unter einem Vorwand in der Nacht zu Patientinnen begeben hat, sie mit Propofol betäubt und vergewaltigt hat. Zudem wurden die Übergriffe jeweils noch gefilmt.
Erst das Auffinden einer leeren Propofolflasche im Bett einer Patientin , hat zur Überführung und Festnahme des Täters geführt, welcher sich in der Haft dann suizidiert hat.
Da wir aber rein gar nichts über den Täter wissen, bleibt alles nur reine Spekulation.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gaston » Samstag, 07. November 2026, 12:54:14

Gast hat geschrieben: ↑Samstag, 07. November 2026, 12:27:54 Die Geschichte mit dem gescheiterten Annäherungsversuch erzählt sich natürlich recht gut und ist auch zuvor schon recht gut erzählt worden, deswegen steht die ganz oben und hat den längsten Text. Aber wie gesagt, da gibt es keine Anhaltspunkte genau dieses für zutreffend und jenes für unplausibel zu halten.
"Date" sagt aber ab, und ansonsten bleibt die Information jene, dass sie müde war, kein Geld, kein Akku hatte, es 23 Uhr war, sie tags darauf raus musste, wie immer.
Was anderes wäre es gewesen, wenn sie mitten beim Ausgehen vielleicht am Wochenende Annäherungsversuche verweigerte oder erwiderte. Dann wären plausiblere Anhaltspunkte möglich, so wollte sie de facto einfach nur nach Hause. Nur kam sie nicht bis dorthin bzw. wir wissen es nicht.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gast » Samstag, 07. November 2026, 12:27:54

Hybla_Valley hat geschrieben: ↑Samstag, 07. November 2026, 10:47:20 Wie ist denn die Freiheitsberaubung deiner Meinung nach anfangs überhaupt entstanden ?
Warum kommt es überhaupt zur Freiheitsberaubung - wenn sexuelle Übergriffe nicht der Grund gewesen wären ?
Was danach passiert sein könnte, hast du ja sehr nachvollziehbar geschildert ....
Eine "Meinung" habe ich dazu nicht.
Zu dem Schluss, dass ich eine derartige Konstellation und Motivlage für klar wahrscheinlich halte, komme ich beim Blick auf die Anrufe im Gesamten wie im Detail. Die Auseinandersetzung mit anderen Hypothesen (eigene wie auch viele von anderen) hat da "keine würdige Konkurrenz" geliefert, könnte man sagen. Aber das ist auch nur meine Wahrnehmung - die ich halt versuche, nachvollziehbar darzulegen und da Evidenz aufzuzeigen, wo ich welche sehe.

Über die Art des Anlasses (unter Annahme dieses Szenarios) sagen die Anrufe nichts aus. Die Ablagesituation zeigt in diesem Punkt nur, dass Frauke keiner ernsthaften körperlichen Gewalt ausgesetzt war und sich auch an keiner Stelle massiv körperlich gewehrt hat (etwa auch der unbedingte Versuch, aus einer Fesselung herauszukommen). Sowas hinterlässt Spuren an Knochen, Gelenkknorpel und Sehnenansätzen die bestehen bleiben, wenn die Person wenige Tage darauf stirbt und kein weiterer Heilungsprozess stattfindet. Allein der fehlende Zahn, aber darauf lässt sich nichts bauen. Der kann gut auch etwa beim Einladen der Leiche in den Kofferraum oder so ausgeschlagen worden sein. Die Kleidung war an der Leiche, und abgesehen vom stattgefundenen Tierfraß (anzunehmend Schwarzwild) scheint sie nicht erkennbar beschädigt gewesen zu sein, zumindest gibt es keine derartige Information.
Und außer Anrufen und Ablage haben wir nichts.

Also wie gesagt, da habe ich keine "Meinung" zum Anlass, weil ich nichts habe, was darauf Rückschlüsse zuließe. Natürlich kann ich Möglichkeiten umreißen, die mir in den Sinn kommen, ohne abschließend sagen zu können, dass es dann auch eine davon gewesen sein müsste.

Die Story vom "Pünktchenmann" (die so auch vorher schon als Hypothese existierte, natürlich) fällt da natürlich als erstes ein. Annäherungsversuch, sie lehnt ab, zeigt dabei vielleicht auch etwas Belustigung oder so, vielleicht auch nicht. Er jedenfalls frustriert, enttäuscht, vielleicht gekränkt, ist vielleicht auch enttäuscht und fühlt sich erniedrigt, weil er vorher einen guten, zwanglosen Umgang mit ihr hatte (Arbeitskollege?) und sich echt Hoffnung gemacht hatte, dass da bei der freundlichen und unkompliziert wirkenden Frauke mehr drin sein könnte. Wie auch immer, ihm zieht ihre Ablehnung den Stecker, er reagiert spontan aggressiv, schlägt sie ins Gesicht, vielleicht verliert sie sogar da ihren Schneidezahn.
Ihm ist der "Klärungsbedarf" sofort klar, bevor sie wieder gehen kann. Und Frauke? Viele Menschen und gerade Frauen berichten davon, dass sie nach einer unvermittelten Gewalterfahrung gegen sich erstmal handlungsunfähig, überfordert, wie gelähmt waren. Fassungslosigkeit und unmittelbarer Verarbeitungsbedarf, der aber unter Schock nicht unmittelbar geleistet werden kann. Ob der Täter da, wie es der "Pünktchenmann" erzählt hat, los- und umhergefahren ist (Raum Nieheim...) "um nachzudenken" und sie natürlich für die Klärung mitgenommen hat, oder ob da bereits das länger als nur unmittelbare nicht Gehenlassen die Zielsetzung war, unerheblich. Und war man dann erstmal in der Pampa (Raum Nieheim, mal auf der Karte anschauen...), dann ist das zwar nur einige Minuten Fahrt aus PB raus, gleichzeitig aber für Frauke schon faktische Gefangenschaft - nachts, Handy leer (sowieso stellenweise dort kein empfang, bis heute), und er ist derjenige mit dem Auto.

Die Geschichte könnte sich aber auch von vornherein "da draußen" abgespielt haben. Man beschließt, noch schnell zum Mecces in Bad Driburg zu fahren, er fährt eine Strecke "durch die Pampa" (über Altenbeken) und hält irgendwo unterwegs an einer unfrequentierten Stelle praktisch im Nirgendwo an für einen Annäherungsversuch in der Hoffnung, dass sie drauf eingeht. Dann bräuchte es das Losfahren mit ihr nach dem Schlag ins Gesicht oÄ erstmal gar nicht.

Alternativ könnte Frauke auch auf einen Bekannten getroffen sein, und dann kam wer vorbei und hat den angequatscht so dass z.B. ihr klar wurde, dass der Drogen vertickt. Mal abgesehen von der eigentlichen Strafbarkeit, für jemanden im medizinischen oder sozialen Arbeitsfeld bedeutet eine BtmG-Verurteilung praktisch ein Berufsverbot.

Oder er war ein ganz Schlauer, hat Frauke irgendwas von seinen kriminellen Machenschaften (Drogen, Medikamentendiebstahl, oder auch ganz was anderes) erzählt um bei ihr Eindruck zu schinden. Als sie negativ und vorwurfsvoll reagiert, vielleicht sogar mit Anzeige droht, haben wir wieder die Schlüsselsituation. Selbst wenn er bei seiner Angeberei übertrieben haben sollte, eine Meldung beim Arbeitgeber (KH, wenn Arbeitskollege) oder auch "kleinere Brötchen", die bei einer Ermittlung zutage kämen, würden als Grund reichen.

Oder man ist zu Mecces oder sonstwo hingefahren, hat wen angefahren und Fahrerflucht begangen. Da war im Nachgang nichts Passendes zu finden, aber über 15 Jahre danach sind da auch nur noch die schweren Unfälle auffindbar, und auch die wohl nicht vollständig.


Die Geschichte mit dem gescheiterten Annäherungsversuch erzählt sich natürlich recht gut und ist auch zuvor schon recht gut erzählt worden, deswegen steht die ganz oben und hat den längsten Text. Aber wie gesagt, da gibt es keine Anhaltspunkte genau dieses für zutreffend und jenes für unplausibel zu halten.

Was einem noch auffallen kann:
Nicht wenige der hier vorgebrachten Hypothesen beginnen mit dem Tatverdacht gegen eine konkrete Person, meist aus dem Reigen der allseits bekannten (teils weiteren, mittelbaren) Umfeldpersonen. Dann folgt eine umfangreiche Geschichte, die in aller Regel nicht ohne erhebliche Zuschreibungen und Unterstellungen auskommt, um ein hinreichendes Motiv zu konstruieren und die entweder mit Mühe oder aber viel Phantasie im Bezug auf plausibles Täterhandeln die Anrufe irgendwie plausibel einzubinden versuchen.
Festzuhalten ist, dass das ein völlig anderer Ansatz, eine andere Herangehensweise ist. Ich gehe nicht von einem Tatverdacht gegen eine bestimmte Person aus und versuche dann, die Tat argumentativ "nachzuweisen". Ich schaue stattdessen auf das, was da ist, und mache mir einen Reim drauf - wenn dabei am Ende keine Person und keine Beweisbarkeit rauskommt, dann ist das so. Mein Ansatz mag vor einer Lösung (oder Lösbarkeit) enden, aber mal so gesagt, alle anderen Ansätze haben in den letzten 20 Jahren nun auch nicht mehr erreicht.

Im Grunde nehme ich die Anrufe als das, was sie vordergründig(!) waren:
Wenn Frauke in soweit unauffälligem Auftreten Fr/Sa/So (jedenfalls scheint es da keinen anderen bemerkenswerten Eindruck gegeben zu haben) und anscheinend selbst formulierend ihre baldige Heimkehr ankündigt, dann ist plausibel, dass sie auch genau davon zumindest als Möglichkeit/Perspektive ausging.
Wenn die täglichen Anrufe das Umfeld irgendwie beruhigten (mehr als wenn man nichts von ihr gehört hätte jedenfalls), dann war das vielleicht ein Motiv für die Anrufe: Die anderen (v.a. Familie, Chris) sollten sich keine so großen Sorgen machen. Wäre für eine Frauke, die ein paar Tage weg ist und weiß, dass erheblich nach ihr gesucht wird, jedenfalls Grund genug, sich melden zu wollen.
Und dass das Umfeld während dem "Wegsein" beruhigt wurde, wäre doch im Falle einer Rückkehr ohne Absicht, die genauen Umstände zu erklären, ausgesprochen hilfreich. In wieweit dagegen das Anruf-Bohei sinnhaft gewesen wäre, wenn sie eh nicht zurückkommt, da brauchts dann wieder jede Menge annahmen und Spekulationen, um das irgendwie zu motivieren.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gaston » Samstag, 07. November 2026, 11:25:15

Ich denke wir sind uns einig, dass jemand bei ihr war, als sie telefonierte. Dieser Jemand war sich sicher genug,
a) nicht verraten zu werden
b) sich nicht zu verraten.
Sie war also nie alleine, und es war wichtig nichts falsches zu sagen. Das Richtige, so wie sie es sagen sollte, waren die aneinander gereihten leeren Versprechungen/Beschwichtigungen und ansonsten sollte sie alles rigoros überhören oder verneinen.

Ihr Bruder war sicherlich eine Art väterliche Figur für Frauke. Als er anrief, hat sie sich ihm nicht anvertraut. Sie muss in großer Angst gewesen sein. Und war somit loyal dem Begleiter gegenüber, vielleicht deshalb tags darauf ein Freilassversuch, der aber abgebrochen wird. Na möglich wär's.
Man wünscht sich ja geradezu dass in so einer Situation der große Bruder nach einem hört, und dann sitzt man aber dermaßen tief in der Patsche, dass man sich nicht helfen lassen kann. Das war am Freitag um 23 Uhr.

Der erste Anruf klingt wie der Auftakt eines unfreiwilligen Fortbleibens, nur dass es nicht explizit ausgesprochen wird, oder? Man ist aber zurecht alarmiert. Die weiteren Botschaften lauten sie sind in Paderborn, 3x das, sie kommt heute nach Hause. Das ist entweder nur Mist, den sie wiederholt aussenden soll, um Zeit zu schinden oder warum sonst soll es all die Abende/Tage nicht geklappt haben, sie zurück zu bringen? Das wäre doch der einfachere Part dieser Übung gewesen. Der Täter kann sich dieser Masche bedient haben, das Eigentliche nur in Aussicht zu stellen. Durch den telefonischen Kontakt fühlte es sich ganz nahe und real an, war aber nie der Plan.


Und sie klingt während beinahe all dieser Telefonate auch schwach bzw benommen und instruiert. Eben, man begreift den reinen Zweck schwer, sind die Transkripte nun botschaftsfrei und die Gespräche dienten rein als Lebenszeichen und tun nur so als ob oder enthalten sie doch Hinweise? 3x Paderborn Standortdurchgabe, 3x Mama, sie kann etwas erklären, wenn sie nicht zu spät nach Hause kommt...
Was hätte denn geschehen müssen, dass sie nach Hause durfte? Am besten noch heute, um 22-23 Uhr...

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Hybla_Valley » Samstag, 07. November 2026, 10:47:20

Gast hat geschrieben: ↑Samstag, 07. November 2026, 08:35:08 Abgesehen von der Freiheitsberaubung findet kein aktives motivbezogenes Tathandeln gegen Frauke statt, das man ansonsten doch voraussetzen müsste.
Wie ist denn die Freiheitsberaubung deiner Meinung nach anfangs überhaupt entstanden ?
Warum kommt es überhaupt zur Freiheitsberaubung - wenn sexuelle Übergriffe nicht der Grund gewesen wären ?
Was danach passiert sein könnte, hast du ja sehr nachvollziehbar geschildert ....

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