UNGEKL. TODESFALL TANJA GRÄFF -- Diskussion

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talida
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Re: MORDFALL GRÄFF -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von talida »

Im Normalfall würde ich auch sagen man entsorgt solche Fläschchen.
Tanja scheint sie aber gesammelt zu haben, wie man in dem Filmbeitrag (Menschen hautnah) auf dem Regal bzw. dem Berentzen-Gürtel in ihrem Zimmer erkennen kann.

Den PET-Rohling hat sie höchstwahrscheinlich sowie mehrmals benutzt und die Tasche hatte sie sowieso dabei, da stören die paar Minifläschen auch nicht weiter.
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Siri
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Re: MORDFALL GRÄFF -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Siri »

Ach so, gut. Wenn sie gesammelt hat, dann ist das zu erklären.

(Andernfalls wäre die Frage gewesen, wieso sie auf dem Berg alles alleine ausgetrunken hat - denn das fände ich ungewöhnlich - oder ob die Menge nicht ein Hinweis darauf sein könnte, dass sie dort nicht allein war).

Nachtrag: Kannst Du das mit dem PET-Rohling etwas erläutern? Meine Internetverbindung ist totaler Mist im Moment, weshalb ich mir das Video leider nicht ansehen kann :( PET-Rohlinge kenne ich nur vom Geocaching. Dass man darin Getränke zusammenmixt, habe ich noch nie gehört. Daher frage ich.
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talida
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Re: MORDFALL GRÄFF -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von talida »

Was ich dir über den PET-Rohling erklären soll weiß ich jetzt nicht was du damit meinst.
Ein solcher war bei den gefundenen Fläschen dabei (das Bild aus der PK hänge ich nochmal an).
Tanja dürfte irgendwas Selbstgemixtes drin gehabt haben, was genau konnte nicht mehr festgestellt werden.

Ob sie das alles alleine getrunken hat? .. keine Ahnung.
Da aber insgesamt sehr wenig Alkohol enthalten ist (ich meine 16 %) und sie die womöglich über den ganzen Abend verteilt getrunken haben könnte, finde ich das nicht unbedingt viel.

Einen Screenshot aus Menschen hautnah wo man das Regal mit der Fläschensammlung und dem Berentzen-Gürtel sieht hänge ich auch dazu (dort fehlen übrigens einige - wenn ich richtig sehe sogar genau 9 Stück - dieser Fläschen. Es wäre also gut möglich, dass sie die immer wieder aufgefüllt und mit zu Feten genommen hat).
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Siri
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Re: MORDFALL GRÄFF -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Siri »

Ach so, danke. Mich hatte hauptsächlich interessiert, was sich im PETling befand.

Alkohol in so einem Ding zu mischen... Hm... Gut, ich kenne mich mit Trinkgewohnheiten nicht aus.
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Re: MORDFALL GRÄFF -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von AngRa »

Offensichtlich scheint es mit den Ermittlungen doch noch weiter zu gehen, auch wenn man lange nichts gehört hat.

Laut Landeskriminalamt konnten noch Daten im Speicher von Tanjas Handy ausgelesen werden. Die Auswertung sei noch nicht beendet.


http://mobil.volksfreund.de/nachrichten ... 54,4331072

Die Öffentlichkeit soll nach Abschluss der Ermittlungen also ausführlich unterrichtet werden. Ich bin mal gespannt, welche Entscheidung nach Abschluss der Ermittlungen gefällt wird und wann es so weit ist. Es stehen ja nur zwei Möglichkeiten zur Auswahl, entweder Einstellung des Ermittlungsverfahrens oder Anklage. Ich tippe nach wie vor auf die erste Möglichkeit, die der Öffentlichkeit dann ausgiebig erklärt werden wird. Alles andere wäre sensationell.
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E40
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Re: MORDFALL GRÄFF -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von E40 »

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valadon
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Re: MORDFALL GRÄFF -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von valadon »

Fall Tanja Gräff: Ermittlungen abgeschlossen, Fragen bleiben
Hintergründe des Todes der Trierer Studentin werden möglicherweise nie geklärt

Die Ermittlungen zum Tod der Trierer Studentin Tanja Gräff sind abgeschlossen; neue Erkenntnisse haben sich offenbar nicht ergeben. Die Hintergründe des Todes der 21-Jährigen dürften somit weiterhin rätselhaft bleiben, auch wenn bislang keine Anzeichen für ein Verbrechen gefunden wurden.

Acht Monate nach dem Fund des Skeletts der zuvor lange Jahre vermissten Studentin Tanja Gräff hat die 20-köpfige Sonderkommission ihre Arbeit „weitgehend abgeschlossen“. Das sagte am Donnerstag der Leitende Trierer Oberstaatsanwalt Peter Fritzen auf Anfrage unserer Zeitung. Der Soko-Bericht werde jetzt von der Staatsanwaltschaft analysiert und bewertet; auch die Familie Gräff dürfe die Ermittlungsergebnisse einsehen und eine Stellungnahme abgeben. Dies werde noch „geraume Zeit“ dauern, sagt der Chef-Staatsanwalt. Erst danach soll die Öffentlichkeit informiert werden.

Bahnbrechend neue Erkenntnisse sind nach Volksfreund-Informationen aber nicht zu erwarten, auch wenn sich Fritzen dazu derzeit nicht äußern will. Immerhin räumt der Chef-Ermittler ein, dass seit Anfang Oktober keine neuen Hinweise mehr eingegangen sind. In den fünf Monaten zuvor waren es 81. Eine heiße Spur war aber nicht darunter, heißt es. Somit dürften die genauen Umstände des Todes der im Juni 2007 unter mysteriösen Umständen verschwundenen Trierer Studentin weiter unklar bleiben.

Tanja Gräffs sterbliche Überreste waren Anfang Mai vergangenen Jahres bei Rodungsarbeiten am Fuß der roten Felsen im Trierer Stadtteil Pallien durch Zufall entdeckt worden.

Die Ermittler gehen davon aus, dass die 21-Jährige den an dieser Stelle 50 Meter hohen Felsen hinabgestürzt ist. Nach Ansicht des Mainzer Gerichtsmediziners Reinhard Urban starb Tanja Gräff an den Folgen des Sturzes. Urban fand bei der Untersuchung des Skeletts und der Kleidung keinerlei Anzeichen dafür, dass die junge Frau einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist. Aber er konnte auch nicht ausschließen, dass Tanja damals in den Tod gestoßen wurde. So bleibt die Kernfrage – Verbrechen oder Unglück? – weiter unbeantwortet.

Auch das bei dem Skelett gefundene Handy Tanjas brachte die Ermittler allem Anschein nach nicht weiter, auch wenn noch Daten im Speicher ausgelesen werden konnten, wie es seinerzeit hieß. Der Leitende Oberstaatsanwalt wollte sich dazu ebenfalls nicht äußern.

Quelle: Trierischer Volksfreund - 21.01.2016
Link: http://www.volksfreund.de/nachrichten/r ... 06,4421820
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valadon
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Re: MORDFALL GRÄFF -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von valadon »

Fall "Tanja Gräff" noch nicht abgeschlossen

TRIER. Wie die Staatsanwaltschaft Trier am heutigen Freitag in einer Presseerklärung mitteilte, ist das Ermittlungsverfahren im Fall Tanja Gräff noch nicht abgeschlossen. Anders lautende Aussagen "treffen nicht zu".

In einem Schreiben der Staatsanwaltschaft erklärt Oberstaatsanwalt Fritzen den Sachverhalt:

"Zutreffend ist, dass die Arbeit der vom Polizeipräsidium Trier eingerichteten Sonderkommission
weitgehend abgeschlossen ist. Sie hat die Akten des Verfahrens am 20.01.2016 der Staatsanwaltschaft Trier vorgelegt. In Kürze wird sie der Staatsanwaltschaft auch einen zusammenfassenden Bericht über die durchgeführten Ermittlungen vorlegen.

Damit sind die Ermittlungen aber keineswegs bereits abgeschlossen. Die Vorlage der Akten stellt lediglich einen Zwischenschritt im laufenden Ermittlungsverfahren dar. Die Leitung des Ermittlungsverfahrens obliegt nämlich – rechtlich und tatsächlich – der Staatsanwaltschaft. Die Staatsanwaltschaft Trier wird nunmehr die von der Sonderkommission zusammengetragenen Ermittlungsergebnisse analysieren und bewerten und anschließend darüber entscheiden, ob weitere Ermittlungen angeordnet werden oder eine abschließende Entscheidung getroffen werden kann.

Hierzu werden sämtliche Akten durchgearbeitet und geprüft werden müssen. Dies wird angesichts des außergewöhnlichen Umfangs der Akten noch geraume Zeit – voraussichtlich mehrere Monate – in Anspruch nehmen. Auch soll dem Rechtsanwalt von Frau Gräff Gelegenheit gegeben werden, die bisherigen Ermittlungsergebnisse einzusehen und ihm eine dem Umfang der Sache angemessene Frist zur Stellungnahme gewährt werden.

Vor diesem Hintergrund hat das Polizeipräsidium Trier die Sonderkommission noch nicht aufgelöst. Diese wird vielmehr weiterhin bereitgehalten und kann ihre Arbeit jederzeit wieder aufnehmen, sollten im Rahmen der Analyse der Ergebnisse weitere Ermittlungen für erforderlich gehalten werden."

Quelle: lokalo.de - 22. Januar 2016
Link: http://lokalo.de/artikel/100841/fall-ta ... eschlossen
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Re: MORDFALL GRÄFF -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von AngRa »

@valadon

Interessant ist, dass es gleich eine Richtigstellung zur Einstellung der Ermittlungen gab. Ich gehe mal davon aus, dass die Polizei keine weiteren Ermittlungsansätze mehr sieht und den Ball der Staatsanwaltschaft zugeworfen hat. Die muss ja auch entscheiden ob die Ermittlungen wegen eines Verbrechens eingestellt werden oder nicht. Offensichtlich zaudert die Staatsanwaltschaft, denn sie fürchtet wohl Vorwürfe des Rechtsanwaltes der Mutter wenn das Ermittlungsverfahren eingestellt wird.
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Re: MORDFALL GRÄFF -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von winbo »

AngRa hat geschrieben:@valadon

Interessant ist, dass es gleich eine Richtigstellung zur Einstellung der Ermittlungen gab. Ich gehe mal davon aus, dass die Polizei keine weiteren Ermittlungsansätze mehr sieht und den Ball der Staatsanwaltschaft zugeworfen hat. Die muss ja auch entscheiden ob die Ermittlungen wegen eines Verbrechens eingestellt werden oder nicht. Offensichtlich zaudert die Staatsanwaltschaft, denn sie fürchtet wohl Vorwürfe des Rechtsanwaltes der Mutter wenn das Ermittlungsverfahren eingestellt wird.
Für die Mutter muß das die Hölle sein. Sie verliert ihre Tochter und ihren Mann weil ihre Tochter auf einer Party da oben besoffen auf den Felsen herumturnte. Was eine Aussage. Auf die ENtscheidung bin ich mal gespannt, ich befürchte aber es wird eingestellt.
Natürlich habe ich auch Phantasie.
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Re: MORDFALL GRÄFF -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von winbo »

Natürlich habe ich auch Phantasie.
Tacitus
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Re: MORDFALL GRÄFF -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Tacitus »


Hallo Winbo,

der Artikel ist schon 3 Monate alt und wurde am nächsten Tag in einigen Blättern dementiert bzw. korrigiert mit den Worten "Ermittlungen noch nicht abgeschlossen".

Die Kommentare zu dem Artikel im Volksfreund sind interessant. Da gibt es tatsächlch Menschen, welche einen Unfall nicht nur für wahrscheinlich halten, sondern davon überzeugt sind, dass es ein Unfall war.

Objektiv betrachtet spricht einiges für einen Unfall und einiges für ein Verbrechen.

Unfall

Was ich bedenklich finde, ist die Berichterstattung, welcher es an Neutralität massiv mangelte und mit der Brechstange ein Unfallgeschehen suggerierte - diese begann am ersten Tag nach dem offiziellen Auffinden von Tanja.

Gab es Anhaltspunkte, dass man sie eigentlich hätte finden müssen?

Dann gibt es einige Begebenheiten (Hubschrauberflüge 2007, Drohnenflüge, Abseilaktionen 2011) welche vermuten ließen, dass man davon ausging, Tanja sei eben nicht verschleppt worden, sondern könnte bzw. müsste eigentlich irgendwo am roten Felsen zu finden sein.

Es wurde auch mal die Aussage getroffen, dass Tanja wahrscheinlich verschleppt wurde - möglicherweise basierte diese Aussage auf der Erkenntnis, dass sie nicht, wie vielleicht sogar erwartet, am roten Felsen gefunden wurde.

Wir haben alle begriffen, dass es zwar ein enormer Aufwand gewesen wäre, den roten Felsen "lückenlos" abzusuchen, insbesondere den Bereich ab der Bonner Straße 74, dass es möglich gewesen wäre, sie eher zu finden, zeigt nicht nur die (halbherzige?) Abseilaktion.


Verbrechen

Natürlich gab es auch Anhaltspunkte für ein Verbrechen - nicht zuletzt die Mantrailerspur, welche vom FH-Gelände zum Zurlaubener Ufer verlief, sondern auch Geschrei, welches von der Kabinenbahn-Bergstation gekommen sein kann - denn auch von dort sollte im Zuge des Gutachtens geschrien werden (die Station gab es nicht mehr, aber das Weißhaus).
Auch hier war die Berichterstattung mangelhaft, man ist zu dem Schluss gekommen, Schreie vom "Absturzort" hätte der Student in seinem Mansardenzimmer nicht hören können - nun ist der "Absturzort" nicht das Weißhaus, und sofern Tanja zum Zeitpunkt des Schreies noch gelebt hat, hätte er 1. von ihr stammen können (Bergstation) und 2. hätte sie sich noch fortbewegen oder fortgeschafft werden können.

Schließlich ist auch die Radiusfraktur ein starkes, wenn nicht sogar das einzige Indiz für ein Sturzgeschehen (Unfall) am roten Felsen - man geht also davon aus, dass Tanja zwischen der letzten Sichtung und ihrem Tod nur ein Mal gestürzt ist / wurde. Die panischen Schreie an der Kabinenbahn werden dabei offenbar vernachlässigt, auch mit einer Radiusfraktur kann man noch panisch schreien...

Aussagen dazu, ob die Radiusfraktur unmittelbar vor dem Tod Tanjas entstand oder schon ein Heilungsprozess stattgefunden haben könnte, waren der PK nicht zu entnehmen. :(
Gast

Re: MORDFALL GRÄFF -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Gast »

Ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass sich eine junge Frau mitten in der Nacht alleine auf einen unbeleuchteten Trampelpfad zwischen Abhang und Wald begibt.
Selbst ich, als recht stattlicher Mann, würde dies vermeiden wie der Teufel das Weihwasser und ich gehe davon aus, dass die wenigsten Menschen Nachts ohne Begleitung durch ein düsteres Waldgebiet gehen würden. In Begleitung einer nahestehenden Person bestimmt, aber keinesfalls alleine.

Basierend darauf steht für mich fest, dass Tanja Gräff sicher nicht alleine zu der Absturzstelle gegangen ist, insofern sie denn selbständig und aus eigener Kraft dorthin gelangt ist (außer sie ist vor jemanden geflohen, aber auch dann renne ich nicht weg von der Zivilisation in den Wald).
Und dann kommt man wieder zu den infragekommenden Begleitpersonen:
Ein Wildfremder scheidet mMn aus, weil man - gerade als Frau - eher nicht mit einer fremden Personen in einen finsteren Wald spaziert. Demzufolge muss es ein Bekannter von Tanja gewesen sein.

Wenn ich mein eigenes Sozialverhalten von Hochschulfeiern aus vergangenen Studienzeiten auf Tanja projeziere, kann ich mir nur schwer vorstellen, dass man eine Person einfach so verliert.
Ich für meinen Teil hatte immer einen festen Kreis, mit dem ich damals unterwegs war. Hier hat dann zumindest eine Verabschiedung stattgefunden, wenn derjenige abgezogen ist. Es muss also im schlechtesten Fall eine Person bzw. eine Personengruppe geben, die Tanja mit der letztmaligen Begleitung gesehen hat (den Spitzbart!?).
Entweder die Person, die Tanja zuletzt gesehen hat, oder dieser ominöse Spitzbart müsste dementsprechend in den Fokus der Ermittlungen gekommen sein.*

Weiterhin sollte ihr "Schwarm" besonders im Fokus stehen! Ich habe meine heutige Frau auch im Studium kennengelernt und wir waren auf einigen Partys. Selbst in der Anbahnungsphase, wo wir noch kein Paar waren, habe ich sie aber niemals so unachtsam aus den Augen verloren, wie es dieser "Schwarm" bei Tanja getan hat. Entweder ich habe sie heim gebracht oder sie ist in Begleitung in Richtung Heimat aufgebrochen. Hätte ich sie aber auf einer großen und unübersichtlichen Party verloren, wäre ich niemals einfach so abgezogen, ohne ihren Aufenthaltsort zumindest telefonisch abzuklären. Dieser Verhalten finde ich hier schon sehr befremdlich, wenn nicht sogar verdächtig.

Ausgehend davon, dass sie mit einer Begleitperson zur Absturzstelle gelangt ist, gibts es für die Nichtmeldung dieses Vorfalls an Polizei und Rettungskräfte in meinen Augen nur einer Erklärung: Diese Person hat durch seine Handlung direkt zum Tod von Tanja Gräff beigetragen und hätte sich durch die Meldung somit selbst belastet.

Meine These zusammengefasst:
• Tanja ist in Begleitung zur Absturzstelle gegangen
• diese Begleitung muss aus ihrem näheren Umfeld kommen oder im schlechtesten Fall mit ihr von Bekannten gesehen worden sein
• diese Begleitung hat aktiv zum Absturz von Tanja beigetragen


*Kann mich jemand bzgl. dieses Mannes mit Spitzbart näher aufklären? War dieser der letztmalig gesehene Begleiter? Wo will der "Schwarm" gewesen sein? Liegt ein Spitzbart nicht die Verbindung zur Metal-Szene nahe?
Ich würde mich freuen, wenn ihr mich dahingehend aufklären könntet!
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valadon
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Re: MORDFALL GRÄFF -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von valadon »

Anwalt: Tod von Tanja Gräff könnte ungeklärt bleiben

(Trier (dpa/lrs)) Ein Jahr ist es her, dass bei Rodungsarbeiten in Trier Knochen auftauchten, die einer lang vermissten Studentin zugeordnet wurden. Auf die Frage, wie die junge Frau starb, haben die Ermittler noch immer keine Antwort.

Ein Jahr nach dem Fund der sterblichen Überreste der Trierer Studentin Tanja Gräff sind die Umstände ihres Todes im Juni 2007 weiter unklar. «Es könnte sein, dass es ein Fall in der Rechtsgeschichte wird, der nicht geklärt wird», sagte der Anwalt von Tanja Gräffs Mutter, Detlef Böhm, der Deutschen Presse-Agentur. Er sieht derzeit Ergebnisse der Polizei ein und prüft, ob es weitere Ansatzpunkte für Ermittlungen geben könnte. Die Chance darauf schätzt er als «sehr klein» ein. «Wenn sich am Ende herausstellt, dass ausermittelt ist, dann muss man damit leben», sagte er.

Das Skelett der jahrelang vermissten Studentin war am 11. Mai 2015 unterhalb einer steilen Felswand in Trier bei Rodungsarbeiten gefunden worden. Gräff hatte vor fast neun Jahren bei einem Sturz aus 50 Metern Höhe tödliche Verletzungen erlitten. An ihren Knochen fanden Rechtsmediziner keine Hinweise auf ein Gewaltverbrechen, dennoch bleibt der Fall rätselhaft.

Kernfrage ist, ob die 21-Jährige verunglückte oder ob sie möglicherweise in den Tod gestoßen wurde. «Sie könnte auch erstickt worden sein», sagte Anwalt Böhm. Nach dem Verschwinden von Gräff bei einem Sommerfest der Hochschule Trier waren die Ermittler lange davon ausgegangen, dass die Studentin Opfer eines Verbrechens wurde.
Der polizeiliche Abschlussbericht der Sonderkommission (Soko) wird momentan auch von der Staatsanwaltschaft durchgearbeitet und analysiert. Wie lange das Ermittlungsverfahren noch dauern werde, könne nicht eingeschätzt werden, sagte Triers Leitender Oberstaatsanwalt Peter Fritzen.

Rechtsanwalt Böhm habe zunächst einmal mehrere Monate Zeit, die umfangreichen Akten zu studieren und dazu Stellung zu nehmen. Erst danach werde entschieden, wie es weitergeht. «Wenn es dann keine neuen Ansatzpunkte gibt, wird das Verfahren eingestellt», erläuterte Böhm.

Im vergangenen Jahr sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft insgesamt 97 neue Hinweise eingegangen, einige auch noch nach dem Soko-Bericht vom Februar. «Alle neuen Hinweise werden weiterhin überprüft», sagte Fritzen. Wenn alle Aspekte abgearbeitet seien, wollen Polizei und Staatsanwaltschaft über Ergebnisse informieren.

Quelle: volksfreund.de - 07.05.2016
Link: http://www.volksfreund.de/nachrichten/r ... 26,4475501
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valadon
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Re: MORDFALL GRÄFF -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von valadon »

Gast hat geschrieben:*Kann mich jemand bzgl. dieses Mannes mit Spitzbart näher aufklären? War dieser der letztmalig gesehene Begleiter?
Nein, der sog. "Spitzbart" war nicht der letzte Begleiter von Tanja.

"Spitzbart" stand neben der gesuchten Person am Bierwagen, welche Tanjas Begleiter Heiko mit den Worten "Lass Tanja in Ruhe" wegschickte. Zeugen dieses Vorfalls konnten den Mann nicht genau beschreiben, hingegen war ihnen "Spitzbart" aufgefallen. Ihn konnten sie so gut beschreiben, das die Polizei ein Phantombild anfertigen konnte. Von "Spitzbart" erhoffte sich die Polizei, dass er die Person kennt bzw. identifizieren könnte die Heiko anblaffte.
Als "Spitzbart" Jahre später gefunden und befragt wurde, konnte er sich an die Person welche am Bierwagen neben ihm stand nicht mehr erinnern.


P.S. Hier der Leserbrief des pensionierten Kriminalbeamten und ehemaligen Mitglieds der "Soko FH Tanja Gräff" im Trierischen Volksfreund vom 27.01.2015 (online) bzw. 28.01.2015 (Druckausgabe):
http://www.volksfreund.de/nachrichten/k ... 42,4116245
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Gast

Re: MORDFALL GRÄFF -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Gast »

valadon hat geschrieben: Nein, der sog. "Spitzbart" war nicht der letzte Begleiter von Tanja.

"Spitzbart" stand neben der gesuchten Person am Bierwagen, welche Tanjas Begleiter Heiko mit den Worten "Lass Tanja in Ruhe" wegschickte. Zeugen dieses Vorfalls konnten den Mann nicht genau beschreiben, hingegen war ihnen "Spitzbart" aufgefallen. Ihn konnten sie so gut beschreiben, das die Polizei ein Phantombild anfertigen konnte. Von "Spitzbart" erhoffte sich die Polizei, dass er die Person kennt bzw. identifizieren könnte die Heiko anblaffte.
Als "Spitzbart" Jahre später gefunden und befragt wurde, konnte er sich an die Person welche am Bierwagen neben ihm stand nicht mehr erinnern.


P.S. Hier der Leserbrief des pensionierten Kriminalbeamten und ehemaligen Mitglieds der "Soko FH Tanja Gräff" im Trierischen Volksfreund vom 27.01.2015 (online) bzw. 28.01.2015 (Druckausgabe):
http://www.volksfreund.de/nachrichten/k ... 42,4116245

Danke dir für die Aufklärung. :)

Wirklich unfassbar, was hier offenbar seitens der Polizei alles verpennt wurde.... Davon ab geht mir diese Geschichte seit der Doku "Mord ohne Täter?" nicht mehr aus dem Kopf.
Ich kann einfach nicht glauben, dass eine dem Vernehmen nach integere Studentin mitten in der Nacht alleine in den Wald geht. Halte ich einfach für sehr unwahrscheinlich und dann liegt es ja nur nahe, dass sie dort mit irgendjemanden aus ihren Umfeld hingegangen ist. Alle anderen Theorien - Selbstmord, spätere Ablage der Leiche an der Stelle, mit einem Unbekannten in den Wald gegangen usw.) sind mEn weit hergeholt. Dazu die simple Weisheit, dass der absolute Großteil solcher Taten von Personen aus dem persönlichen Umfeld begangen wird.

Ich hätte zu gerne mal einen kompletten Einblick in sämtliche Ermittlungsakten... :P
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Re: MORDFALL GRÄFF -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Mrs.Murmur »

Es ist doch schon mehr als zufällig, dass eine andere Person am gleichen Ort in der gleichen Nacht ebenfalls - offenbar zuvor - abstürzte...der junge Mann überlebte schwer verletzt und lag längere Zeit im Koma...Gedächtnisverlust?

...das riecht förmlich nach Zusammenhang, oder?
Jeder meiner Beiträge ist als Hypothese gedacht und erhebt keinerlei Anspruch auf Richtigkeit!
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Re: MORDFALL GRÄFF -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von talida »

Der junge Mann hat doch überlebt, warum fragt man ihn nicht einfach?

Nein MrsMurmur, ich sehe keinen Zusammenhang.
Er stürtze bereits gegen 1 Uhr ab (Tanja war um 4 noch an der FH) und es ist auch nicht der gleiche Ort, sondern ca. 1 km von der Stelle entfernt an der Tanja gefunden wurde.


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Re: MORDFALL GRÄFF -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Eulenspiegel »

Richtig schlecht an diesem Fall finde ich, das ihm nach all den Jahren immer noch der Eindruck anhaftet, das hier eine Person, welche für Tanjas Absturz mitverantwortlich ist, gedeckt werden soll. Auch die letzte PK, die sichtlich um Aufklärung bemüht war konnte leider nichts an diesem unbefriedigendem Zustand ändern.
MadisonJam

MORDFALL GRÄFF Diskussion

Ungelesener Beitrag von MadisonJam »

Ich danke für die Gedanken und Ideen in dieser Sache und beende als Threadersteller die Diskussion hiermit. Jeder ziehe für sich seine eigenen Schlüsse.
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