MORDFALL LIEBS -- Diskussion

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Nuschka
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Nuschka »

scullyX hat geschrieben: Freitag, 21. Januar 2022, 22:40:18
Warum ging denn kein einziger Anruf und keine einzige Nachricht bei den Eltern ein?
Ist dem tatsächlich so? Dann gib doch bitte die Quelle dazu an.
Vermutlich ist es lediglich eine Annahme von Dir?
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von scullyX »

Aber wieviele Taeter und Mittaeter soll es denn eurer Meinung nach ueberhaupt gegeben haben?? Und wieviele Zeugen und Mitwisser muestte es dann geben??
Ich meine Frauke war nicht im Besitz des "Heiligen Krals" Sie wollte nur Nachhause gehn...wer sollte denn all das Planen, wegen eines (sorry der Ausdruck) aber einfachen Maedchens...(hatte sie zuvor etwas verbrochen?.)
Wenn nicht.. Wegen einer Straftat die zufeallig am 20.6. begannen wurde...macht man doch mMn nicht so ein Theater...die Leiche wurde letzendlich oeffentlich gefunden....
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von scullyX »

Nuschka hat geschrieben: Samstag, 22. Januar 2022, 00:50:06 Ist dem tatsächlich so? Dann gib doch bitte die Quelle dazu an.
Vermutlich ist es lediglich eine Annahme von Dir?
Ahm...Guten Morgen! ? Schau dir die Stern Crime Doku an oder lies hier im Forum nach...die Eltern wurden nie kontaktiert!
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Klugscheißer »

Zaphod hat geschrieben: Samstag, 22. Januar 2022, 00:21:13 Das mit dem Schlüssel ist doch überhaupt kein Problem. Chris wird, bevor er weggefahren ist, einen Schlüssel irgendwo für Frauke hinterlegt haben, z.B. bei ihrer Mutter.
Bei der Mutter, das ist die Idee schlechthin. Weil Frau Liebs nämlich ihre Wochenenden ebenfalls in Lübbecke verbrachte.
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von scullyX »

Nuschka hat geschrieben: Samstag, 22. Januar 2022, 00:19:51 Und weil das hier kein Witzeforum ist, tobe Dich doch bitte woanders aus.
Im Witzeforum war ich davor schon...da haben sie mir diese Plattform empfohlen!
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Zaphod »

Klugscheißer hat geschrieben: Samstag, 22. Januar 2022, 01:20:06 Bei der Mutter, das ist die Idee schlechthin. Weil Frau Liebs nämlich ihre Wochenenden ebenfalls in Lübbecke verbrachte.
Grundsätzlich stimmt das natürlich, dass Frau Liebs nicht die ideale Person ist bzw. war, um einen Schlüssel für Frauke zu hinterlegen, weil sie in der Woche in Bad Driburg als Schulleiterin tätig war, und dort eine Zweitwohnung hatte, und am Wochenende in Lübbecke, ihrem eigentlichen Wohnort war.

Frau Liebs wird dennoch die Verfügungsgewalt über Fraukes Schlüssel während der Abwesenheit von Frauke gehabt haben. Schließlich befand sie sich nach eigener Aussage in der WG - Wohnung, während Chris ja seit Donnerstag und am Wochenende in Lübbecke bei seinem Vater bzw. seiner neuen Freundin weilte und somit auch dort die Anrufe von Frauke entgegengenommen hat.

Frau Liebs: „Frank fand, dass ihre Stimme bei dem Anruf klar geklungen habe <Anmerkung von mir: das war Do>. Ihr Vater und ich warteten in der Wohnung. Die ganze Nacht, aber es passierte nichts. Ich war fertig.“

„Mutter Liebs: Dass sie Chris anrief, war logisch. Sie vertraute ihm. Und sie wusste, dass ich damals nicht immer mein Handy in der Tasche hatte. Ihr Vater nutzte das Handy damals gar nicht. Nach dem Anruf haben wir in der WG gewartet.
Gewartet und gewartet. Auf dem Handy konnten wir sie nicht erreichen.“

Und dass Frau Liebs irgendeine Art von Vorkehrung / Organisation getroffen hat, den Schlüssel für Frauke irgendwo zu hinterlegen, falls Frauke überraschend zurück in die WG-Wohnung kommt, d.h. für den Fall dass Frau Liebs, Chris oder ein anderes Familienmitglied nicht in der Wohnung Vor-Ort sind, davon kannst Du m.E. bei Frau Liebs mit 100%-tiger Sicherheit ausgehen.
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Dias »

Wäre Frauke bestenfalls frei gekommen, ich sage mal das da keineswegs der Zugang zur WG für Frauke in Frage gekommen wäre.
Wahrscheinlich wäre ihr erster Weg zur Polizei gewesen?

Überlegt mal, sie stand unter furchtbaren Bedinungen, sie hätte Schutz gesucht!
Aber klar, wahrscheinlich will man nach solch einem Verbrechen was da einem angetan wurde erst mal Heim.
Hätte sie da niemanden angetroffen, wäre Frauke zur Polizei.
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Agatha Christie »

Zaphod hat geschrieben: Samstag, 22. Januar 2022, 00:26:25 … Siehe mein letzter Beitrag an scully. Das muss nicht direkt Chris gewesen sein. Der gesamte Freundes- und Bekanntenkreis wird sich untereinander zu diesem Zeitpunkt noch auf dem Laufenden gehalten haben - alle wollten helfen…
Das sehe ich genauso. Nur der engere Familien- und Freundeskreis um Frauke dürfte für den Täter halbwegs verlässliche Informationen über die Ermittlungsarbeit der Polizei gehabt haben.
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Agatha Christie »

Zaphod hat geschrieben: Samstag, 22. Januar 2022, 00:21:13 … das war zu diesem Zeitpunkt noch weit entfernt davon ein Kriminalfall bzw. ein Mordfall zu sein. Frauke war verschwunden und man wusste nicht ob freiwillig oder unfreiwillig. Alle wollten helfen. Chris wird im Anschluss an die Anrufe sofort alle Freunde und Bekannten darüber informiert haben, dass Frauke angerufen hat und was sie gesagt hat…

Das mit dem Schlüssel ist doch überhaupt kein Problem. Chris wird, bevor er weggefahren ist, einen Schlüssel irgendwo für Frauke hinterlegt haben, z.B. bei ihrer Mutter.
Ich meine mich zu erinnern gelesen zu haben, dass wohl ständig jemand in der Wohnung war. Selbst wenn das nicht so war, es gibt Nachbarn und unten im Haus eine Gaststätte, wo man den Schlüssel hätte deponieren können.
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Dias »

Ich kann mir tatsächlich sehr gut vorstellen, das hier von dem/den Täter (n) wissen über den leeren Akku von Fraukes Handy schon im Pub bestand, und nicht nur das, man wusste auch das Frauke keinen Wohnungsschlüssel mehr bei sich hatte.
Und genau diese Umstände lassen die Ermittlung im Kreis drehen.

A) Frauke war Müde, also wird sie doch Heim gehen !?
B) Fraukes Akku war leer, also musste sich dieser irgendwie aufladen !?
C) Frauke ohne Wohnungsschlüssel, warum und mit wem fährt sie so spät nach Nieheim !?

Warum meldet sich Frauke über SMS erst um 00:49 Uhr bei Chris, warum überhaupt!?
Chris wusste ja Bescheid und es kann dann schon mal durchaus „sehr spät“ werden.
Als das Spiel „nicht gegen England“ ausgespielt wurde, wusste Chris um diese Zeit wohl auch das Fußballspiel Ergebnis.
Weil es Frauke angeblich so wichtig erschien gerade „DAS“ Chris um diese Zeit mitzuteilen, finde ich mehr als nur seltsam.
Ich gehe sehr stark davon aus, dass Insider diesen Insider abgeschickt haben. Auch bin ich der starken Überzeugung das bereits kurz nach Fraukes Verlassen des Pub die „Stimmung gekippt“ ist, und zwar noch in Paderborn.
Und ich bin nach wie vor der Ansicht, das durchaus auch Frauen zu diesem Verbrechen „geeignet“ sind.
Frauke wurde erst mal aus Paderborn „geschafft“ um dem darin befindliche Fußball Trubel zu entgehen.
Statt Nieheim wäre jetzt auch ein entgegen gesetzter Ort möglich gewesen. Dieser Ort wurde eben zufällig gewählt.
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von DB Cooper »

scullyX hat geschrieben: Freitag, 21. Januar 2022, 22:28:21 Hast du es ausprobiert?
Ja, die Nummer ist nicht mehr vergeben.
Zaphod

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Zaphod »

Agatha Christie hat geschrieben: Samstag, 22. Januar 2022, 08:58:19 Das sehe ich genauso. Nur der engere Familien- und Freundeskreis um Frauke dürfte für den Täter halbwegs verlässliche Informationen über die Ermittlungsarbeit der Polizei gehabt haben.
… wenn zu den Entführern die Polizei-Info durchgedrungen ist:

„Solange Frauke sich telefonisch meldet, suchen wir nicht nach ihr, wahrscheinlich will sie sich nur mal eine Auszeit nehmen“ dann könnte allein schon das die ominösen Anrufe begründet haben.

Und es war ja auch genau so im TaxiBlog zu lesen, wo sich jemand über diese Aussage und Untätigkeit der Polizei beschwert hat.

Fatal, wenn genau diese Information die Entführer dazu bewogen haben sollte, die Anrufe zu veranlassen, um den Anschein zu erwecken, Frauke sei freiwillig weg - was ja selbst heute leider noch einige Fehlgeleitete annehmen.
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von ocram84 »

Dias hat geschrieben: Samstag, 22. Januar 2022, 09:27:22
A) Frauke war Müde, also wird sie doch Heim gehen !?
Die "Müde-Info" kam von einer Person, der man nicht alles glauben sollte. Das ist keine Verdächtigung an dieser Stelle. Sondern schlicht auf die menschliche Natur zurückzuführen, die in solchen Extremsituationen nicht immer alles wahrheitsgemäß aufnimmt und später wiedergeben kann.

Für I war dieser Abend und der nächste Tag nicht einfach, in welcher Form auch immer.

Lässt man die Aussagen von I einfach mal weg (auch, dass sie Frauke noch beim 'aus dem Pub gehen' von hinten gesehen hat), dann kommt man schnell zu der Frage:

Wie wahrscheinlich war es, dass eine Dame wie Frauke auf einem ihr bekannten, nicht allzu langen Heimweg 'einfach so' gewaltsam abgegriffen wurde und sie als Zufallsopfer (was sie bei einem gewaltsamen Abgreifen zu 99% wäre) anschließend SMS und Anrufe tätigen durfte?

Diese Wahrscheinlichkeit ist, so meine Meinung, extrem gering.

Die Wahrscheinlichkeit, dass dies eine Beziehungstat (in welcher Beziehung auch immer) war, halte ich dagegen für wahrscheinlicher. Auch die Statistiken, die in einem solchen Falle natürlich moralisch immer ein bisschen giftig - aber auch wichtig sind, sagen: die meisten Taten sind Beziehungstaten.

Ich hatte vor ein paar Tagen geschrieben, dass man überdurchschnittlich verdienende Männer zwischen 35 und 45, liiert oder verheiratet, keine Zugehörigkeit zu Sportvereinen, polizeilich unauffällig, die im Umkreis von knapp 20 km des Fundortes wohnen, mal rausfiltern sollte.

Das wäre mal ein anderer Ansatz, aus einer vollkommen neuen Perspektive, weg von den ganzen verqueren Anrufen und Hin- und Herfahren.
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Zaphod »

ocram84 hat geschrieben: Samstag, 22. Januar 2022, 10:43:45 Ich hatte vor ein paar Tagen geschrieben, dass man überdurchschnittlich verdienende Männer zwischen 35 und 45, liiert oder verheiratet, keine Zugehörigkeit zu Sportvereinen, polizeilich unauffällig, die im Umkreis von knapp 20 km des Fundortes wohnen, mal rausfiltern sollte.

Das wäre mal ein anderer Ansatz, aus einer vollkommen neuen Perspektive, weg von den ganzen verqueren Anrufen und Hin- und Herfahren.
Ich habe Deinen Beitrag gelesen. Kannst Du hier mal ausführlich erläutern, aus welchen Gründen Du ein solches Täterprofil für möglich / wahrscheinlich hältst? Über den / die Täter ist doch so gut wie überhaupt nichts bekannt?
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Dias »

ocram84 hat geschrieben:Die "Müde-Info" kam von einer Person, der man nicht alles glauben sollte. Das ist keine Verdächtigung an dieser Stelle. Sondern schlicht auf die menschliche Natur zurückzuführen, die in solchen Extremsituationen nicht immer alles wahrheitsgemäß aufnimmt und später wiedergeben kann.
Das Frauke den Abend über gegähnt haben soll, muss aber auch den anderen Gästen aufgefallen sein?
ocram84 hat geschrieben:Für I war dieser Abend und der nächste Tag nicht einfach, in welcher Form auch immer.
Für alle die Frauke kannten, bis auf den / die Täter.

ocram84 hat geschrieben:Lässt man die Aussagen von I einfach mal weg (auch, dass sie Frauke noch beim 'aus dem Pub gehen' von hinten gesehen hat), dann kommt man schnell zu der Frage:

Wie wahrscheinlich war es, dass eine Dame wie Frauke auf einem ihr bekannten, nicht allzu langen Heimweg 'einfach so' gewaltsam abgegriffen wurde und sie als Zufallsopfer (was sie bei einem gewaltsamen Abgreifen zu 99% wäre) anschließend SMS und Anrufe tätigen durfte?

Diese Wahrscheinlichkeit ist, so meine Meinung, extrem gering.

Da brauch es keine Aussage von I.
Ich bin der Meinung das es kein gewaltsames Abgreifen war. Ganz einfach. Die erste SMS wurde für Frauke zum Gratistarif komplett übernommen. Die anderen „Gespräche“ eher nicht.

ocram84 hat geschrieben:Die Wahrscheinlichkeit, dass dies eine Beziehungstat (in welcher Beziehung auch immer) war, halte ich dagegen für wahrscheinlicher.

Kommt darauf an in welcher Beziehung das Ganze stand, dann Ich auch.
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Iven
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Iven »

scullyX hat geschrieben: Freitag, 21. Januar 2022, 22:18:13 Aber nur weil Dieter nicht mehr bei DSDS in der Jury sitzt, muss er nicht gleich im Wald Bäume fällen..

Ich habe mich für Dich eine halbe Stunde hingesetzt und diesen Erklärbeitrag (siehe nachstehend) verfasst.
Sich anschließend als Dank sinnfrei - ohne jeden Grund - darüber lustig zu machen, zeugt von wenig Charakter und fehlendem Anstand.
Sollte das künftig so weitergehen - egal bei welchem User - gibt's für Dich mal ´ne 4-wöchige Sperre (inkl. Deiner IP-Adresse)!

Iven hat geschrieben: Donnerstag, 20. Januar 2022, 20:43:33 In meiner Ermittlungssache gibt es einen ...

... möglichen Tatverdächtigen (wir geben ihm hier mal den Pseudonymnamen "Anton")
... Hauptzeugen (wir geben ihm hier mal den Pseudonymnamen "Berti")
... Nebenzeugen (wir geben ihm hier mal den Pseudonymnamen "Carlo")

Und obwohl mir für einen berechtigten, begründeten Verdacht die klaren Indizien fehlen, gibt es da vielleicht noch einen möglichen Nachtathelfer (wir geben ihm hier mal den Pseudonymnamen "Dieter").


Berti und Carlo scheiden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sowohl als mögliche Täter als auch als mögliche Nachtathelfer aus.

Bleiben noch Anton als möglicher Täter und Dieter als möglicher Nachtathelfer.

Wie ich schon in meinem besagten Beitrag schrieb, fing ich irgendwann an, mir wiederholt die folgende Frage zu stellen:
Was ist, wenn es genau andersherum war?
Wenn also Dieter der mögliche Täter und Anton der mögliche Nachtathelfer war bzw. ist.
Wann wird er kommen, der gesetzliche Feiertag "Tag der Befreiung von linker Ideologie"?
© 2025 | Iven Lewerentz | Hamburg
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Fährtenleser »

ocram84 hat geschrieben: Samstag, 22. Januar 2022, 10:43:45 ie "Müde-Info" kam von einer Person, der man nicht alles glauben sollte. Das ist keine Verdächtigung an dieser Stelle. Sondern schlicht auf die menschliche Natur zurückzuführen, die in solchen Extremsituationen nicht immer alles wahrheitsgemäß aufnimmt und später wiedergeben kann.

Für I war dieser Abend und der nächste Tag nicht einfach, in welcher Form auch immer.

Lässt man die Aussagen von I einfach mal weg (auch, dass sie Frauke noch beim 'aus dem Pub gehen' von hinten gesehen hat), dann kommt man schnell zu der Frage:

Wie wahrscheinlich war es, dass eine Dame wie Frauke auf einem ihr bekannten, nicht allzu langen Heimweg 'einfach so' gewaltsam abgegriffen wurde und sie als Zufallsopfer (was sie bei einem gewaltsamen Abgreifen zu 99% wäre) anschließend SMS und Anrufe tätigen durfte?

Diese Wahrscheinlichkeit ist, so meine Meinung, extrem gering.

Die Wahrscheinlichkeit, dass dies eine Beziehungstat (in welcher Beziehung auch immer) war, halte ich dagegen für wahrscheinlicher. Auch die Statistiken, die in einem solchen Falle natürlich moralisch immer ein bisschen giftig - aber auch wichtig sind, sagen: die meisten Taten sind Beziehungstaten.

Ich hatte vor ein paar Tagen geschrieben, dass man überdurchschnittlich verdienende Männer zwischen 35 und 45, liiert oder verheiratet, keine Zugehörigkeit zu Sportvereinen, polizeilich unauffällig, die im Umkreis von knapp 20 km des Fundortes wohnen, mal rausfiltern sollte.

Das wäre mal ein anderer Ansatz, aus einer vollkommen neuen Perspektive, weg von den ganzen verqueren Anrufen und Hin- und Herfahren.
Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Zaphod » Samstag, 22. Januar 2022, 10:28:36
Leute,solange das Gegenteil nicht bewiesen ist,solltet ihr endlich damit aufhören,gewisse Personen die Kontakt zu Frauke hatten,öffentlich -anzuprangern.Auch wenn nur ein Kürzel verwendet wird,weiß doch schon fast jeder Leser wer oder was damit gemeint ist.

Laut Statistik sind 93 Prozent der Tötungsdelikte Beziehungstaten.( wird so im Frauke Film gesagt ).

7 Prozent ist ne Menge. Aber letztendlich wissen wir gar nichts.Ob Beziehungstat oder Abgreifen ?

Wenn ich sachlich so darüber nachdenke,Leichnam wurde wohl in Eile etwa 15 Meter von der strasse entfernt unter einer Tanne abgelegt und die täglichen Anrufe kamen aus den Industriegebieten rund um PB ( obwohl ganz PB öffentlich nach Frauke suchte ) dann würde ich eher eine Beziehungstat ausschließen. Ein Beziehungstäter kann auch nicht damit rechnen,dass die Polizei nicht auf ihn kommen wird.( evtl. Zeugen bei der Kontaktaufnahme am 20.6. usw.) Ein Beziehungstäter hätte den Leichnam möglicherweise nicht so am Strassenrand entsorgt?

Aus Erfahrung weiß ich,dass viele,viele Männer - vor allem wenn sie getrunken haben - nicht wieder zu erkennen sind.Akohol verändert den Charakte r und fährt die Hemmschwelle weit nach unten.

seltsam : Als Frauke am 20.6. gegen 23 Uhr das " The Auld Triangel " verlassen hatte,befanden sich mit Sicherheit etliche Fussballfans draußen vor dem " The Auld Triangel ". Mndestens 1 von denen mus s Frauke doch wahrgenommen haben . Aber nein,so wie es aussieht hat nach dem Verlassen des " T.....) keiner Frauke mehr wahrgenommen. Für mich ist dies sehr verdächtigt
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von ocram84 »

Zaphod hat geschrieben: Samstag, 22. Januar 2022, 10:53:27 Ich habe Deinen Beitrag gelesen. Kannst Du hier mal ausführlich erläutern, aus welchen Gründen Du ein solches Täterprofil für möglich / wahrscheinlich hältst? Über den / die Täter ist doch so gut wie überhaupt nichts bekannt?
Ja klar, gerne.

Zunächst: es ist mein Beruf Menschen im psychologischen Bereich zu unterstützen. Meine Arbeit besteht darin, das Verhalten von Menschen zu analysieren und ihnen Wege zu zeigen, zielgerichteter zu handeln.

Aber ich bin natürlich kein Menschenleser oder sowas, ich habe einfach einige Erfahrungswerte in diesem Bereich.

Was ich jetzt schreibe werden viele für Quatsch halten. Es ist nur meine Meinung und nichts davon muss so gewesen sein.

Ich komme aus folgenden Gründen auf das Täterprofil:

Alles, was der Täter tat, tat er aus einer tiefen Quelle der Unsicherheit. Er ist ein unsicherer, introvertierter Typ. Spricht leise, Handschrift klein und gedrungen. Schlaffer Oberkörper, eingefallene Schultern, kaum Muskeln - schlechte Körperhaltung beim Gehen, Sitzen etc.

Ich sehe hier einen eher 'vermeidenden' Charakter. Er wird heute soziale Anlässe meiden, daher sehe ich ihn in keinem Sportverein o.ä. Der Verlauf der Woche war nicht geplant, nicht so vorhergesehen. Er hat rein intuitiv gehandelt, täglich - vermutlich stündlich. Wie es ein vorbildlicher Angestellter tut, der sich in einer Firma Stück für Stück hochgearbeitet hat - dazu gleich noch was

Seine Aufgabe bestand für ihn darin, die Situation in Sicherheit zu wiegen (daher gehe ich sehr stark davon aus, dass der Täter heute ein überdurchschnittliches Einkommen hat. Gering wäre zu unsicher für ihn und seine Liebsten, für ein hohes Einkommen fehlt der Mut. Jetzt schreiben gleich welche, es sei mutig sein Opfer durch die Gegend zu fahren und eine solche Tat zu begehen. Nein, das ist es nicht. Kein mutiger, entschlossener Charakter würde so handeln wie es der Täter tat). Hier kann man noch hinzufügen, dass er Angestellter ist, aus meiner Sicht sein muss. Ein guter, unfassbar zuverlässiger Typ. Einer, der Überstunden macht und Verantwortung übernimmt.

Dass F es nicht überlebt hat, liegt daran, dass sein Leben einen schlechten Verlauf genommen hätte, wäre herausgekommen, was er getan hat. Was andere von ihm denken, ist ihm unglaublich wichtig. Das führt uns auch ins Narzisstische, was man für eine solche Tat braucht. Es passt ins Bild.

Daher, die Meinung anderer ist ihm wichtig, wird er in einem schicken Haus wohnen, einen schicken Schlitten fahren und 'nach außen hin' für Außenstehende das 'perfekte' Leben führen. Sein 'Dasein' ist unbewusst darauf ausgerichtet anderen zu gefallen, zu imponieren. Daher hatte ich in einem anderen Beitrag auch versucht mit Worten ein Bild von ihm zu malen:
  • Baumwollhemd adrett in die Hose gesteckt
    Perfekt gekämmter Seitenscheitel
    Schicke Boots
    Gepflegtes Erscheinungsbild
Ich glaube sogar du @Zaphod, hattest mal erwähnt, dass das bis vor die Haustüre fahren sadistisch und von Macht geprägt gewesen sei. Das sehe ich ähnlich und es fügt sich in das narzisstische Puzzle mit ein, welches wir für einen Charakter einer solchen Tat benötigen.

Wir haben also einen eher unsicheren, vermeidenden Charakter. Daher gehe ich bei der Ablage davon aus, dass diese in großer Hektik an einem ihm bekannten Ort in seiner unmittelbaren Nähe erfolgte.

Er wollte sich des Ballasts (der Situation, den Umständen, dem großen Mist, den er verzapft hatte) schnell entledigen.

Aufgrund allem, was ich hier über seine Charakterzüge geschrieben habe gehe ich davon aus, dass er heute immer noch in unmittelbarer Nähe des Fundortes wohnt.

Dazu noch folgendes:

Wer sein Opfer durch die Gegend fährt und dabei sogar fast vor die Haustüre kutschiert, der empfindet das als 'geil'. Ihm ging einer dabei ab. Wie ein Drogenschuss nach 6 Monaten Verzicht.

Wäre er weggezogen, wäre dies so, als würde ein Drogenjunkie freiwillig seinen Stoff in den Müll werfen.

Etwas derbe formuliert zum Schluss, aber so kann man es gut ausdrücken.

Ja, das sind ein paar Gedanken zum Täterprofil. Wie gesagt, das kann alles anders sein. Es ist meine Meinung, sie muss nicht korrekt sein.
Fährtenleser

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Fährtenleser »

Hi ocram84, eine spannende Story bei der ich aber die Telefonate vermisse. Sadismus kann man bei den Telefonaten ja wohl ausschließen.Ein Sadisten-Schwein hätte bestimmt die ganze Familie angerufen und gequält.

Warum hat die Polizei aus deiner Sicht den Mörder noch nicht gefasst ?

Die Bielefelder Polizei ist nicht zu vergleichen mit der Bad Driburger Polizei ( "Dorf....")
.
ocram84
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von ocram84 »

Fährtenleser hat geschrieben: Samstag, 22. Januar 2022, 13:18:13 Hi ocram84, eine spannende Story bei der ich aber die Telefonate vermisse. Sadismus kann man bei den Telefonaten ja wohl ausschließen.Ein Sadisten-Schwein hätte bestimmt die ganze Familie angerufen und gequält.

Warum hat die Polizei aus deiner Sicht den Mörder noch nicht gefasst ?

Die Bielefelder Polizei ist nicht zu vergleichen mit der Bad Driburger Polizei ( "Dorf....")
.
Moin,

na, die Telefonate wurden durch die Unsicherheit des Täters geführt, das meinte ich mit 'die Situation, so extrem sie war, in Sicherheit wiegen'.

Er dachte (das sind natürlich nur Vermutungen!):

Am Anfang:

"Fuck, was mach ich jetzt? Ich brauche erstmal Zeit, um mich zu sammeln. Sie soll Chris anrufen und sagen, dass es ihr gut geht. Dann kommen die erstmal nicht auf krumme Gedanken. Ich bin verdammt nochmal kein Killer. Ich muss das Problem irgendwie lösen. Aber erstmal Zeit schaffen und mit einigermaßen klaren Kopf darüber nachdenken.".

Dann, später:

".... so kann das nicht ewig weitergehen, verdammte Scheiße, wie bin ich nur in diese Situation gekommen? Es muss eine Lösung geben, aber ich brauche Zeit um alles abwägen zu können. Ich lasse sie weiterhin telefonieren, aber nicht hier! Dann können die Bullen herausfinden, wo ich bin und wer ich bin. Ich fahre sie zum Telefonieren immer woanders hin. Das ist zwar kurzfristig riskant, aber langfristig besser für mich, weil man nicht so schnell auf mich kommt".

Dann gegen Ende:

"... Alter, das geht einfach nicht mehr gut aus ... Ich kann sie unmöglich jetzt frei lassen, was ist dann mit mir? Was denken meine Kumpels und meine Eltern? Jetzt noch einmal Augen zu und durch. Noch einmal alle Kräfte bündeln. Ich bringe sie da in den Feldweg nachts. Das ist hier um die Ecke und da fährt eh kein Schwein lang. Kurzer Weg, gutes Versteck, das passt!".
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