Re: TODESFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022
Verfasst: Samstag, 13. Juni 2026, 08:36:47
von Heckengäu
Sieht schlecht aus für den Muslim, durch die dokumentierte und lange Vorgeschichte, der teilweise massiven und gewaltätigen Ehestreitigkeiten.
Nicht nur Femizid, sondern gleichzeitig ein Ehrenmord muss hier zur Anklage kommen.
Der Skandal ist eher bei der viel zu langen Untersuchungshaft von einem Jahr Dauer zu sehen.
Natürlich wird die Kripo Rosenheim mauern und Unwahrheiten liefern.
Da haben auch 4 Verteidiger/innen wenig Handhabe.
Die sogenannten Leserkommentare haben das normal übliche lokale Stammtischhochniveau.
Quer gelesen, wegen Suche nach Urteil gegen Ludwig Kross, findet man nichts lesbares, alles hinter Paywall "verschanzt".
Seine Nachfolgerin ist eine seit 25 Jahren "assimilierte" Westfälin, die Frauenquote am LG Traunstein nun 70%.
Re: TODESFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022
Verfasst: Samstag, 13. Juni 2026, 16:07:30
von Ichfragmich
Catch22 hat geschrieben: ↑Samstag, 13. Juni 2026, 03:33:30
Hämische Stammtischkommentare über RAin Rick als Echo auf den jüngsten OVB-Artikel spiegeln erneut die feindselig aufgeheizte, vorverurteilende Stimmung im Chiemgau.
Femizid oder verlassener Ehemann und Familienvater?
Heckengäu hat geschrieben: ↑Samstag, 13. Juni 2026, 08:36:47
Sieht schlecht aus für den Muslim und der dokumentierten langen Vorgeschichte, der teilweise massiven und gewaltätigen Ehestreitigkeiten.
Nicht nur Femizid sondern gleichzeitig ein Ehrenmord kommt hier zur Anklage.
Die sogenannten Leserkommentare haben das normal übliche lokale Stammtischniveau.
Wie immer gilt im Rechtsstaat die Unschuldsvermutung. Bei der Vorgeschichte hätte ich mir an Frau Ricks Stelle aber dreimal überlegt, ob und mit welcher Intention ich diesen Fall annehme.
Mit Genditzki und Sebastian T. hat sie sich überregional einen Kultstatus um die Rettung unschuldig Verurteilter erworben.
Meiner Meinung nach kann sie in dieser Sache diesen Ruf nur verlieren.
Re: TODESFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022
Verfasst: Samstag, 13. Juni 2026, 17:45:09
von fassbinder
Ichfragmich hat geschrieben: ↑Samstag, 13. Juni 2026, 16:07:30
Wie immer gilt im Rechtsstaat die Unschuldsvermutung. Bei der Vorgeschichte hätte ich mir an Frau Ricks Stelle aber dreimal überlegt, ob und mit welcher Intention ich diesen Fall annehme.
Mit Genditzki und Sebastian T. hat sie sich überregional einen Kultstatus um die Rettung unschuldig Verurteilter erworben.
Meiner Meinung nach kann sie in dieser Sache diesen Ruf nur verlieren.
Wieso sollte sie ihren Ruf verlieren?
Selbst wenn sich die Schuld des Angeklagten herausstellt, es gibt keinen Strafverteidiger der bei jedem Tötungsdelikt einen Freispruch erzielen oder nur Unschuldige Mandanten vertreten kann.
Re: TODESFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022
Verfasst: Samstag, 13. Juni 2026, 19:05:18
von Catch22
Heckengäu hat geschrieben: ↑Samstag, 13. Juni 2026, 08:36:47
Quer gelesen, wegen Suche nach Urteil gegen Ludwig Kross, findet man nichts lesbares, alles hinter Paywall "verschanzt".
Unter „Kross“ ist nichts zu finden, denn der Mann heißt Kroiß. Ein Urteil gibt es noch nicht. Hier die komplette Berichterstattung des OVB zum laufenden Berufungsprozess – der jüngste Artikel ganz frisch aus der Druckerpresse:
Heckengäu hat geschrieben: ↑Samstag, 13. Juni 2026, 08:36:47
Sieht schlecht aus für den Muslim und der dokumentierten langen Vorgeschichte, der teilweise massiven und gewaltätigen Ehestreitigkeiten. Nicht nur Femizid sondern gleichzeitig ein Ehrenmord kommt hier zur Anklage.
Weil auch der Fall aus Bad Aibling nicht zum eigentlichen Thema gehört, antworte ich für dennoch Interessierte in einem Spoiler zum Aufklappen:
Am kommenden Montag geht‘s mit dem Bad Aiblinger Prozess weiter. Die bislang bekannten Termine:
Ein paar Vorschläge für die Suche im Netz zu dem Bad Aiblinger Fall:
Re: TODESFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022
Verfasst: Montag, 15. Juni 2026, 22:00:07
von Catch22
Sabine Rückert wieder in Traunstein
Heute, am 3. Sitzungstag, beobachtet auch Sabine Rückert („Die Zeit“) die Hauptverhandlung über den Mordfall aus Bad Aibling, wie das OVB berichtet. Erneut reist die kritische Journalistin von der Waterkant nach Traunstein, um Justiz und Polizei auf die Finger zu schauen.
Nachtrag
Wenig ergiebig verlief der 4. Sitzungstag:
Re: TODESFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022
Verfasst: Mittwoch, 17. Juni 2026, 02:29:53
von Catch22
OVB: 3. Podcast-Folge – „Unfall-These und Doku-Ärger“
Noch manipulativer als zuvor geht das Kaffeekränzchen des Oberbayerischen Volksblatts (OVB) in die dritte und vorerst letzte Runde. Zwei Welten prallen aufeinander: Unfall versus Verbrechen – Verteidiger Dr. Georg versus Nebenklagevertreter Holderle – Realität versus Phantasterei. Anstelle der Traunsteiner Justiz meldet sich der Pressesprecher des OLG München, Laurent Lafleur, zu Wort.
Fragwürdige „Argumente“, die für ein Gewaltverbrechen sprechen sollen, werden in den Vordergrund gerückt. Bestenfalls bruchstückhaft Platz finden neuere Erkenntnisse, die einen Unfall untermauern. In einen gesamtheitlichen Zusammenhang gestellt werden die einzelnen Fragmente nicht. So entsteht einmal mehr ein verzerrtes Bild, das Zweifel sät und Feindseligkeit nach Aschau trägt.
Weitere Eindrücke:
Die 3. Folge des OVB-Podcasts (26:30 Min.) findet Ihr hier:
Gewohnt redundant hämmern die OVB-Medien ihre giftigen Halbwahrheiten dem Volk ins Hirn – inklusive einem Video mit Holderle, eingebettet im ersten Artikel:
Auch im jüngsten Bericht zum Mordprozess um Eman E. kann sich OVB-Redakteur Michael Weiser nicht verkneifen, gegen RAin Rick und die Unfallthese im Eiskeller-Fall zu sticheln:
Re: TODESFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022
Verfasst: Donnerstag, 18. Juni 2026, 23:20:45
von fassbinder
@Catch22
Wieder einmal Danke für die Zusammenfassung.
Der dritte Teil des Podcasts hat die Erwartungen erfüllt. Ich versuche schon vor dem Anhören immer meine masochistische Ader hervorzuholen, damit es erträglich ist.
Übertroffen, hat sie aber der Artikel. Es ist schon widerwärtig zu suggerieren, dass wahrscheinlich irgendwo eine Tatwaffe rumliegt, deren Spuren Sebastian als Mörder überführen würden.
Re: TODESFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022
Verfasst: Donnerstag, 18. Juni 2026, 23:48:50
von andi55
Anfang Mai ist in München der Sohn einer mittelgradig bekannten Schauspielerin tot aus der Isar geborgen worden. Nach Auswertung aller vorliegenden Erkenntnisse und Auswertungen hat der Vater seine Einschätzung in einem Interview zusammengefasst :
Auf einer Kamera des Clubs, welchen der junge Mann besucht hatte, ist zu sehen wie er sein Bier etwas versteckt an der Garderobe abstellt, vermutlich deshalb, weil er es später dort wieder abholen wollte. Er verließ den Club ins Freie und nun vermutet selbst der Vater , dass der junge Mann über die Straße zu einem kleinen Vorsprung über der Isar ging um dort zu pinkeln. Weiter vermutet man, dass ihm dort einfach schwindelig wurde und er dann eben stürzte. Man stelle sich nur mal den Aufschrei vor, man hätte diese Spekulationen im Falle Hanna angestellt ! Völlig sachlich und unaufgeregt berichtet der Vater des jungen Mannes, dass es natürlich auch sein könne, dass er geschubst wurde, hält es aber eher für unwahrscheinlich. Am Ende des Tages weiß aber die Familie, dass man nie 100prozentige Sicherheit haben wird, was genau passiert ist. So wie es in vielen, vielen Fällen der Fall ist. Ich finde es absolut verwerflich, dass anscheinend bis heute niemand Hanna's Eltern gesagt hat, dass es Umstände gibt, die niemals restlos aufgeklärt werden können. Es gibt Eltern vermisster Kinder, die wissen nicht ,ob ihr Kind tot ist oder noch lebt und täglich einem Pädophilen zum Opfer fällt. Oder der Todesfall Veronika, welche auf ihrem Heimweg vom Eiskeller in Aschau zu Tode kam. Auch hier sind Fragen offen.
Es wird immer noch die Hoffnung bei Hanna's Eltern geschürt, es gäbe irgendwann Aufklärung.
Re: TODESFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022
Verfasst: Freitag, 19. Juni 2026, 01:58:12
von fassbinder
andi55 hat geschrieben: ↑Donnerstag, 18. Juni 2026, 23:48:50
Anfang Mai ist in München der Sohn einer mittelgradig bekannten Schauspielerin tot aus der Isar geborgen worden. Nach Auswertung aller vorliegenden Erkenntnisse und Auswertungen hat der Vater seine Einschätzung in einem Interview zusammengefasst :
Auf einer Kamera des Clubs, welchen der junge Mann besucht hatte, ist zu sehen wie er sein Bier etwas versteckt an der Garderobe abstellt, vermutlich deshalb, weil er es später dort wieder abholen wollte. Er verließ den Club ins Freie und nun vermutet selbst der Vater , dass der junge Mann über die Straße zu einem kleinen Vorsprung über der Isar ging um dort zu pinkeln. Weiter vermutet man, dass ihm dort einfach schwindelig wurde und er dann eben stürzte. Eltern geschürt, es gäbe irgendwann Aufklärung.
Umso absurder, dass manche Leute genau zu wissen glauben, dass Hanna sicher noch im Club auf die Toilette gegangen wäre, wenn sie gemusst hätte.
Erstmal ist die Toilettensituation bei einem berstend vollen Re-opening bei den Damen sicher viel schlechter, als bei einem normalen Clubabend im Blitz. Und Hanna hat ja im Club die Zelte schon abgebrochen. Wobei man ins Blitz sogar mit Stempel nicht mehr reinkommt, bin ich mir jetzt nicht mehr ganz sicher. Aber daran sieht man, dass Leute in einem gewissen Zustand einfach irrationale Dinge tun.
Und sowohl bei Hanna als auch bei dem Sohn von Frau Körner gibt es eben noch viele andere Möglichkeiten warum man ins Wasser gerät.
Ich wundere mich auch, warum Holderle unbedingt das Labudde-Gutachten beauftragt haben will, wenn er sonst immer darauf pocht, dass es die Gutachten von LMU und Neubiberg tun. Im Prozess hätte es Sinn gemacht, damit man etwaigen Gutachten der Verteidigung etwas zu entgegensetzen hat. Aber so finde ich es einen Widerspruch.
Re: TODESFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022
Verfasst: Freitag, 19. Juni 2026, 10:24:59
von andi55
@fassbinder
Volle Zustimmung ! Ausnahmslos jede Frau war schon mal in der Situation, man denkt, man ist eh gleich zu Hause und geht dann lieber dort austreten, als im Club wo über 600 Menschen im Verlauf der Nacht das WC benutzt haben. Tja und dann eilts halt doch ein bißerl . Das Szenario passt ja auch zu dem Umstand, dass Hanna nicht auf Nachbar P. gewartet hat . Es standen ja genug Leute herum mit denen sie hätte noch plaudern können während sie auf P. wartet. Alles pure Spekulation, ich will damit nur sagen, dass die Wildpinkeltheorie nicht so absurd ist, wie im Podcast dargestellt !
Im OVB Podcast, erster Teil, behauptet Herr Weiser ab Min. 20:45 der Heimweg Hanna's wäre überhaupt nicht gefährlich. Das stimmt nicht, es stimmt einfach nicht ! Warum ist dann das Haus an der Engstelle der Straße auf Höhe Hausnummer 85 mit einer Blechwand verkleidet ? Ein wunderschön saniertes altes Bauernhaus ? Eine Blechwand ? Warum ?
Ich ging bisher immer davon aus, dass dort schon einige Male PKW, Motorräder, Rennradler dagegen gefahren sind und man deshalb nun das Haus mit der Blechwand schützt. Kann es andere Gründe geben für die Blechwand ? Moderne Architektur ? Denkmalschutz ?
Der Gehweg ist schmal, die Straße schmal und kurvig, so dass man schlichtweg nicht nur nah an einer Hausmauer entlang gehen muss, sondern eben auch nah am niedrigen Geländer des Bärbachs. Ein Geländer das nicht mal durchgehend vorhanden ist !
Re: TODESFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022
Verfasst: Freitag, 19. Juni 2026, 12:02:10
von Catch22
@Heckengäu
Neues in der Strafsache gegen Professor Ludwig Kroiß, den ehemaligen Präsidenten des LG Traunstein:
Re: TODESFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022
Verfasst: Freitag, 19. Juni 2026, 17:00:12
von Catch22
fassbinder hat geschrieben: ↑Donnerstag, 18. Juni 2026, 23:20:45
… Es ist schon widerwärtig zu suggerieren, dass wahrscheinlich irgendwo eine Tatwaffe rumliegt, deren Spuren Sebastian als Mörder überführen würden.
Richtig. Und ebenso verabscheuenswürdig ist die von Holderle ins Feld geführte Krankmeldung Sebastians „nach dem Tattag“.
andi55 hat geschrieben: ↑Donnerstag, 18. Juni 2026, 23:48:50
… Völlig sachlich und unaufgeregt berichtet der Vater des jungen Mannes …
Ein gutes Beispiel. Dieser Vater ist Rechtsanwalt und sollte dem Kollegen Holderle mitsamt dessen Mandanten als Vorbild dienen!
andi55 hat geschrieben: ↑Donnerstag, 18. Juni 2026, 23:48:50
… Ich finde es absolut verwerflich, dass anscheinend bis heute niemand Hanna's Eltern gesagt hat, dass es Umstände gibt, die niemals restlos aufgeklärt werden können. … Es wird immer noch die Hoffnung bei Hanna's Eltern geschürt, es gäbe irgendwann Aufklärung.
Noch niederträchtiger finde ich, dass vom OVB immer wieder aufs Neue die weinerliche Uneinsichtigkeit des Vaters zu Markte getragen wird, um ein demagogisches Narrativ emotional zu festigen.
fassbinder hat geschrieben: ↑Freitag, 19. Juni 2026, 01:58:12
… Ich wundere mich auch, warum Holderle unbedingt das Labudde-Gutachten beauftragt haben will, wenn er sonst immer darauf pocht, dass es die Gutachten von LMU und Neubiberg tun. Im Prozess hätte es Sinn gemacht, damit man etwaigen Gutachten der Verteidigung etwas zu entgegensetzen hat. Aber so finde ich es einen Widerspruch.
Alles nur Show: Bei Gericht wäre das Labudde-Gutachten für Holderle zum Verhängnis geworden. (Was sollte der Bioinformatiker Labudde über Verletzungsursachen sagen, das Rechtsmediziner, ein Unfallsachverständiger, ein Hydrologe und ein Geodät nicht wissen?) Folgerichtig zog die Nebenklage den Schwanz ein, nachdem klar war, dass nicht nur die Schlacht, sondern auch der Krieg verloren ist. Gegenüber der Öffentlichkeit jedoch setzt Holderle zum Schein weiter auf ein solches Gutachten – eine Lusche, die er dem Volk als Joker verkauft.
Immer dann, wenn Holderle hätte juristisch agieren können (z. B. Befangenheitsantrag gegen die Kammer von Heike Will, Revision gegen den Freispruch), blieb er untätig. Weil er weiß, dass er auf diesem Feld keinen Erfolg haben kann. Stattdessen tritt er gegenüber der Öffentlichkeit auf: als PR-Matador und Brandstifter.
Konzertierte Lügenaktion?
Immer mehr drängt sich mir der Eindruck auf, dass hier innerhalb einer Seilschaft und von langer Hand abgesprochen die Öffentlichkeit ganz bewusst manipuliert werden soll. Zufällig deckungsgleiche Verfehlungen einzelner Protagonisten erscheinen mir zunehmend abwegig.
Was nicht ins Narrativ passt, wird weggelassen, Tatsachen werden verfremdet und ein Kontext wird suggeriert, den es in Wirklichkeit gar nicht gibt. Um von der Realität abzulenken und um die Enttarnung durch das gemeine Volk zu erschweren, wird der Gegenseite vorgeworfen, was in Wirklichkeit nur allein die rhetorisch geschickten Demagogen selbst tun: schamlose Manipulation aus egoistischen Interessen.
Unisono und mit suggestiv manipulativer Rhetorik wird die Mär vom „inhaltlich“ standfesten Urteil Aßbichlers erzählt, das nur wegen eines klitzekleinen „Verfahrensfehlers“ am BGH gescheitert sei. Hinzu kommt das Narrativ, dass das OLG bei der besonderen Haftprüfung (§§ 121, 122 StPO) den dringenden Tatverdacht bestätigt habe – verschwiegen wird, dass dies auf Grundlage eines fundamental falschen Sachverhalts geschehen war. Dazu passt die Rhetorik Aßbichlers: Verunglimpfung kritischer Medienberichte, Beschimpfung der Verteidigung und zuguterletzt ein Meterstab, mit dem sie zynisch demonstriert, wie leicht sich Hanna angeblich hätte selbst retten können – und mit dem sie zugleich ihre eigene „Traunsteiner Messlatte“ als Symbol für vermeintlich millimetergenaue Justiz hochhält. Zuletzt suggerierte OVB-Redakteur Weiser wahrheitswidrig, RAin Rick wolle den Angeklagten im Fall Eman E. mit einer Unfallthese „aus der Schusslinie ziehen“. Die lange Latte betrügerischer Falschbehauptungen ließe sich fast beliebig fortsetzen …
Gebetsmühlenartig werden die Lügen den Chiemgauern ins Hirn gemeißelt. Wie verzweifelt und der Wirklichkeit entrückt müssen die Urheber sein?
Die auf den ersten Blick wichtigsten Protagonisten:
► RA Walter Holderle, Nebenklagevertreter, bis zum Überdruss bekannte Rhetorik – auf dem Rücken bestenfalls ahnungsloser Mandanten
► Michael Weiser, OVB-Redakteur, der als ehemaliger Student der Geschichte (siehe Profil auf OVB online) mit der Schule des Doktor Goebbels bestens vertraut sein dürfte
► Wolfgang Beckstein, Leiter der StA Traunstein, am 13.09.2025 im Traunsteiner Tagblatt (siehe hier)
► Anja Kesting, Präsidentin des LG Traunstein, am 30.09.2025 im Regional-Fernsehen Oberbayern (siehe bei RFO oder hier im vorletzten Abschnitt)
► Rotary-Club Chiemsee, der mit Vorträgen „eines Direktors eines Instituts für Rechtsmedizin“ (Graw bzw. Peschel von der LMU?) und „einer Vorsitzenden Richterin“ (Aßbichler?) alternative Fakten schaffen wollte – und der mit einem Leserbrief an „Die Zeit“ selbst den Anstoß gab, dass die abgründige Verlogenheit aufflog
► Jacqueline Aßbichler, Vorsitzende im ersten Prozess, mündliche Urteilsbegründung am 19.03.2024 (siehe hier und hier)
Verschwörungstheorien sind mir fremd. Dennoch scheint mir hier ein organisiertes System gemeinschaftlichen Handelns zusammenzuwirken. Wie denkt Ihr darüber?
Re: TODESFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022
Verfasst: Samstag, 20. Juni 2026, 11:21:08
von andi55
@Catch22
Keine Steilvorlage liefern, damit man uns in die Ecke der Verschwörungstheoretiker stellt.
Vielleicht noch etwas zum schmunzeln ( wenn der Anlass nicht so tieftraurig wäre) aus dem ersten Teil des OVB Podcast:
Ab Minute 31:50 berichtet Herr Weiser über die Festnahme Sebastian's mit geheimnisvoller Tonlage "....warum er (Sebastian) sich in Richtung Landesgrenze bewegt hat, wissen wir nicht. Es kam während des Prozesses so auch nie mehr richtig raus."
Hm....was stellt sich der Herr Weiser denn so vor, was der Grund dafür gewesen sein könnte ? Sebastian flüchtet zu den Ösis und dann ? Dort in einer Höhle leben und sich verstecken und die Mama bringt täglich grenzübergreifend eine Brotzeit vorbei ? Wo hätte Sebastian denn hin sollen auf seiner Flucht nach Österreich, mit denen übrigens ein Auslieferungsabkommen besteht, nur so nebenbei. Oder dachte man, Sebastian sei auf dem Weg zum Salzburger Flughafen, weil Mama Iris T. , abgezockt wie sie ist, dort Tickets hinterlegt hat, damit Sohnemann nach Kuba oder Guatemala türmen kann?
Was fantasiert sich ein OVB Journalist sich da zusammen ?
Ich kenne die Gegend nur aus Urlauben dort, daher spontan die Idee, dass man einfach einen kleinen Umweg in Kauf nimmt auf dem Weg nach Aschau , in Niederndorf noch volltankt, noch kurz im Traffik eine Stange Zigaretten mitnehmen fürs rauchende Familienmitglied und schon hat man
20.-€ gespart. Völlig unspektakulär. Aschau liegt halt nun mal in Grenznähe. Aus Banalitäten werden Verdachtsmomente konstruiert.
Re: TODESFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022
Verfasst: Samstag, 20. Juni 2026, 13:25:40
von Catch22
andi55 hat geschrieben: ↑Samstag, 20. Juni 2026, 11:21:08
… aus dem ersten Teil des OVB Podcast: Ab Minute 31:50 berichtet Herr Weiser über die Festnahme Sebastian's mit geheimnisvoller Tonlage "....warum er (Sebastian) sich in Richtung Landesgrenze bewegt hat, wissen wir nicht. Es kam während des Prozesses so auch nie mehr richtig raus."
… Was fantasiert sich ein OVB Journalist da zusammen? … Aus Banalitäten werden Verdachtsmomente konstruiert.
Exakt solche Manöver sind es, die ich versucht hatte, auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen:
Catch22 hat geschrieben: ↑Freitag, 19. Juni 2026, 17:00:12Was nicht ins Narrativ passt, wird weggelassen, Tatsachen werden verfremdet und ein Kontext wird suggeriert, den es in Wirklichkeit gar nicht gibt. Um von der Realität abzulenken und um die Enttarnung durch das gemeine Volk zu erschweren, wird der Gegenseite vorgeworfen, was in Wirklichkeit nur allein die rhetorisch geschickten Demagogen selbst tun: schamlose Manipulation aus egoistischen Interessen.
Alle Protagonisten aus dem Chiemgau (mit Ausnahme Sebastians, seiner Familie und der Verteidiger) bedienen sich desselben rhetorischen Musters. Deswegen halte ich es nicht für abwegig, an eine Absprache zu denken.
Re: TODESFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022
Verfasst: Samstag, 20. Juni 2026, 23:49:25
von Bntzrnm
Catch22 hat geschrieben: ↑Freitag, 19. Juni 2026, 17:00:12 Dennoch scheint mir hier ein organisiertes System gemeinschaftlichen Handelns zusammenzuwirken. Wie denkt Ihr darüber?
Mit dieser Theorie würden die Protagonisten jedenfalls besser wegkommen als mit einer Alternativerklärung. Man stelle sich nur einmal vor, diese Organe der Rechtspflege würden ohne Not zu derartigen Schlussfogerungen und Argumentationen kommen, das erschiene mir noch bedrohlicher. Wenn auch weniger verwerflich.
Re: TODESFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022
Verfasst: Sonntag, 21. Juni 2026, 16:16:06
von andi55
Ein 4. Teil des OVB Podcasts wäre wünschenswert gewesen. Material wäre genügend vorhanden, um die rund 30 Minuten für einen Podcast zu füllen.
Warum war denn der Goldjunge Knastzeuge überhaupt unglaubwürdig ? Einfach zu sagen, der ist Borderliner, darum ist er unglaubwürdig ist viel zu einfach. Wenn man alles mal aneinanderreiht , bei welchen Dingen er gelogen hat und welche Aussagen völlig weltfremd sind, wie manipulativ er in seinem Vorgehen ist, locker käme man auf nochmal 30 Minuten für einen 4.Teil des Podcasts !!
Mit seinem Verteidiger war er allerdings auch nicht gerade gesegnet. Wie muss man sich das vorstellen ? Adrian sitzt mit seinem Verteidiger zusammen, man überlegt ob man der Richterin seines Prozess nicht ein kleines Zuckerl anbieten kann und urplötzlich fällt dem Adrian das angebliche Geständnis wieder ein, das er ja eigentlich schon vergessen hatte.
Juhuuu, sagt der Verteidiger, da wird sich die Richterin freuen und dich lieber Adrian evtl. belohnen. Eigentlich hätte der Anwalt auf die Idee kommen müssen, dass Sebastian's Verteidigung den Versuch unternimmt, die Aussage Adrian's zu zerpflücken. Er hätte seinen Mandanten darauf hinweisen müssen, dass die Möglichkeit besteht, dass seine gesamte Vergangenheit zerpflückt wird einschließlich psychiatrischer Diagnosen. Danach hätte Adrian selber entscheiden können, ob er das Risiko eingeht oder nicht. Hat sein Rechtsbeistand ihn ins offene Messer laufen lassen ??
Nach seiner Haftentlassung hätte sich niemand mehr an einen Adrian M. erinnert, durch den Eiskellerfall ist er nun bekannt wie ein bunter Hund !
Re: TODESFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022
Verfasst: Sonntag, 21. Juni 2026, 17:47:40
von Catch22
Bntzrnm hat geschrieben: ↑Samstag, 20. Juni 2026, 23:49:25
Mit dieser Theorie würden die Protagonisten jedenfalls besser wegkommen als mit einer Alternativerklärung. Man stelle sich nur einmal vor, diese Organe der Rechtspflege würden ohne Not zu derartigen Schlussfogerungen und Argumentationen kommen, das erschiene mir noch bedrohlicher. Wenn auch weniger verwerflich.
Ist das wirklich so? Nehmen wir an, mehrere Handtaschenräuber mit Knüppel treiben im Park ihr Unwesen. Wäre dann eine in mafiös organisierten Strukturen handelnde Tätergruppe weniger bedrohlich als eine Mehrzahl unabhängig voneinander agierender Einzeltäter? Dafür nur etwas verwerflicher?
Wenn sich staatliche Exekutive, Organe der Rechtspflege und die Presse mafiös zusammenrotten, dann pfeift nicht nur die Presse (freiwillig und ohne Not!) auf ihre grundrechtlich garantierte Freiheit, sondern auch der Staat bringt sich selbst in Gefahr. Ist dies an Bedrohlichkeit und Verwerflichkeit noch zu übertreffen?
andi55 hat geschrieben: ↑Sonntag, 21. Juni 2026, 16:16:06
Ein 4. Teil des OVB Podcasts wäre wünschenswert gewesen. … Warum war denn der Goldjunge Knastzeuge überhaupt unglaubwürdig? …
Passt nicht ins Narrativ, wird weggelassen. Noch schlimmer: widerspricht der „Überzeugung“ Holderles und seiner Mandantschaft.
andi55 hat geschrieben: ↑Sonntag, 21. Juni 2026, 16:16:06
… Hat sein Rechtsbeistand [RA Michael Vogel] ihn [Adrian M.] ins offene Messer laufen lassen?? …
Pflichtgemäß hätte RA Vogel seinen Mandanten Adrian M. aufklären müssen. Nicht jeder Mandant aber hört, was sein Anwalt sagt.
andi55 hat geschrieben: ↑Sonntag, 21. Juni 2026, 16:16:06
… Nach seiner Haftentlassung … ist er [Adrian M.] nun bekannt wie ein bunter Hund!
Adrian M. dürfte mittlerweile wieder in Freiheit sein:
Re: TODESFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022
Verfasst: Montag, 22. Juni 2026, 11:35:41
von andi55
Um mal zu veranschaulichen, wie flott es doch gehen kann, in eine ungeschickte , flapsige Aussage etwas hineinzuinterpretieren :
In einer der zahlreichen Huldigungsreden über Hanna, beendet Herr Holderle seinen Vortrag mit dem Ausspruch "...SO EIN NETTES MÄDCHEN!"
SO EIN NETTES MÄDCHEN ?? Wir sprechen von einer erwachsenen Frau, weit über die Pubertät hinaus, keine Zwölfjährige. Eine erwachsene Frau mit eigenem Hausstand im Ausland, welche etliche fremde Länder und Kontinente alleine bereist hat, Sexualkontakte hatte und zielstrebig ihren Berufswunsch verfolgt hat.
Was findet man denn im Netzt über diese Verniedlichung "..so ein nettes Mädchen"
Die sprachliche Verniedlichung von Frauen bezeichnet man in der Sprachwissenschaft als Verkleinerung, welche im gesellschaftlichen Kontext oft als Form des alltäglichen Sexismus oder der Infantisierung ( sich behandeln wie ein Kind) kritisiert wird.
Und weiter:
Erwachsene Frauen als Mädchen zu bezeichnen wird im soziologischen Kontext als Verkindlichung bezeichnet und gilt als Ausdruck patriarchalischer Strukturen, da so Frauen auf eine Stufe mit Kindern gestellt werden und ihre Autorität untergräbt.
Wer böses im Sinn hat, könnte in diese flapsige, ungeschickte Ausdrucksweise des Herrn Holderle nun alles mögliche hineininterpretieren.
Es ist alles dabei, Sexismus, Patriarchat , das untergraben weiblicher Autorität, usw.
Re: TODESFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022
Verfasst: Montag, 22. Juni 2026, 21:44:13
von Catch22
andi55 hat geschrieben: ↑Montag, 22. Juni 2026, 11:35:41
… beendet Herr Holderle seinen Vortrag mit dem Ausspruch "…SO EIN NETTES MÄDCHEN!" …
… Wer böses im Sinn hat, könnte in diese flapsige, ungeschickte Ausdrucksweise des Herrn Holderle nun alles mögliche hineininterpretieren. …
Weder flapsig noch ungeschickt wirkt Holderles Formulierung auf mich. Es steckt eine Absicht dahinter. Danke für das Herausarbeiten des sprachlichen und soziologischen Hintergrunds:
Ganz bewusst will Holderle das Bild eines schwachen, kleinen Hascherls erzeugen, das ohne Eigenverantwortung besoffen gemacht wurde und dann schutzlos einem imaginären Meuchelmörder ausgeliefert gewesen sein soll.
Re: TODESFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022
Verfasst: Montag, 22. Juni 2026, 22:29:03
von Bntzrnm
Catch22 hat geschrieben: ↑Sonntag, 21. Juni 2026, 17:47:40
Ist das wirklich so? Nehmen wir an, mehrere Handtaschenräuber mit Knüppel treiben im Park ihr Unwesen. Wäre dann eine in mafiös organisierten Strukturen handelnde Tätergruppe weniger bedrohlich als eine Mehrzahl unabhängig voneinander agierender Einzeltäter? Dafür nur etwas verwerflicher?
Ja, die Bedrohlichkeit von Handtaschenräubern ausgeraubt zu werden steigt sicherlich durch organisiertes Vorgehen, ebenso durch deren Expertenwissen im Fach. Die Bedrohung bei einem Handtaschenraub aber auch noch körperlich verletzt zu werden, steigt eher bei Tätern, die eigentlich nicht wissen was sie tun, aber stattdessen ihre Kompetenz maßlos überschätzen.
Catch22 hat geschrieben: ↑Sonntag, 21. Juni 2026, 17:47:40Wenn sich staatliche Exekutive, Organe der Rechtspflege und die Presse mafiös zusammenrotten, dann pfeift nicht nur die Presse (freiwillig und ohne Not!) auf ihre grundrechtlich garantierte Freiheit, sondern auch der Staat bringt sich selbst in Gefahr. Ist dies an Bedrohlichkeit und Verwerflichkeit noch zu übertreffen?
Bitte nicht falsch verstehen, ich empfinde das mafiöse Vorgehen, das sich in diesem Fall vermuten lässt, als höchst bedrohlich und verwerflich und bin einfach nur froh, dass es möglich war das Allerschlimmste noch zu verhindern. Ich hoffe inständig, dass dem irgendwie Einhalt geboten wird und mittels Reformen auch künftig verhindert wird.
Dennoch finde ich die Vorstellung gruselig, dass sich gleich mehrere Personen in Machtpositionen einfach von Gelerntem und der Logik verabschieden, irrationale Schlussfolgerungen ziehen und davon felsenfest überzeugt sind. Unlogische, irrationale Gedanken lassen sich nicht nachvollziehen geschweige denn vorhersagen.