MORDFALL LIEBS -- Diskussion

ÖFFENTLICHE DISKUSSION
Eichkater31
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Eichkater31 »

Solitär hat geschrieben: Dienstag, 09. Juni 2026, 18:48:01 Na ja nun, ich hatte dies ja hier für Dich schon einmal ausgeführt, ohne eine Erwiderung von Dir zu erhalten: Wenn selbst die Polizei der Ansicht war, dass Frauke freiwillig weg war, warum sollte es dann ein Gericht / ein Richter anders sehen. Weil Frauke das so / anders erzählt nachdem sie freigekommen wäre? Klar, wenn sie Blessuren / Verletzungen gehabt hat, dann ja, aber wenn sie völlig unverletzt gewesen wäre, ich weiss nicht, ob das vor Gericht gereicht hätte. Mit einem guten Anwalt für N bestimmt nicht.
Dann ist mir deine Frage irgendwie durchgerutscht oder ich hielt sie aufgrund der allgemeinen Diskussion für ausreichend beantwortet.

Hole ich aber gerne nach:

Zunächst einmal: Vor Gericht und auf hoher See...Du weißt schon, aber:

Wir hätten hier im Falle einer hypothetischen Anklage bei Überleben von Frauke

-Auf der einen Seite die eloquente Frauke, die ohne Belastungseifer, aber selbstverständlich wahrheitsgemäß und wenig begeistert vom Handeln des Täters aussagt.

-Auf der anderen Seite einen schweigenden oder nach Worten ringenden Täter, der zu seiner Verteidigung Sätze wie "Ich dachte halt..." verbringt.

Nach wie vor gehe ich felsenfest davon aus, dass kein einseitiges Interesse von Frauke am (potenziellen und von einigen Foristen vermuteten, aber keinesfalls feststehenden) Täter vorlag. Meinetwegen beidseitig, insofern bin ich gespannt, was die von Iven erwähnten physischen Beweise zutage fördern, falls sie jemals vorgelegt werden (dürfen).

Aber nun noch zu objektiven Kriterien, die im Falle eines Prozesses eine Rolle gespielt hätten:

Es gab keine nachweisbare Verabredung an diesem Abend außerhalb des Pubs. Dies hätten Isabella und ihr Mann, nach allem, was wir wissen, so vor Gericht bestätigt. Frauke drohten durch ihr unentschuldigtes Fernbleiben, falls es freiwillig gewesen wäre, schwere berufliche Nachteile und sie hätte, nach allem, was über ihren Charakter bekannt ist, niemals ihre Familie und Freunde ohne Not in Panik versetzt.

Entscheidende Bedeutung hat natürlich auch der Aufenthaltsort und es erscheint durchaus wahrscheinlich, dass er nicht dem Umfeld entspricht, den sich eine gepflegte junge Frau für ein romantisches Stelldichein verspricht Die Tatsache, dass sie vielleicht zunächst freiwillig ins Auto eingestiegen wäre, spielt für die Strafbarkeit des Handelns auch keine Rolle, wenn Frauke eben ab einem gewissen Zeitpunkt eben nicht mehr freiwillig beim Täter war.

Das wäre wahrlich kein Zuckerschlecken für den Anwalt des Täters geworden, so raffiniert und routiniert er auch sein möge. Möglicherweise wäre der Täter mit einem blauen Auge herausgekommen, falls Frauke unverletzt geblieben wäre, aber eine "Vorstrafe", die im polizeilichen Führungszeugnis auftaucht, wäre äußerst wahrscheinlich gewesen.
Johnny77
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

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Es ging doch primär um den Ansatz, dass Frauke ggf. gar keine Strafanzeige gestellt hätte.

Bei einem Prozess aber ohne Hinweise auf körperlichen Missbrauch hätte der Täter ganz sicher nicht verloren.
Johnny77
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Johnny77 »

Wusste übrigens die beste Freundin Fraukes aus Paderborn, dass Frauke in N. verschossen war, oder nicht?
Eichkater31
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Eichkater31 »

Johnny77 hat geschrieben: Mittwoch, 10. Juni 2026, 02:24:52 Es ging doch primär um den Ansatz, dass Frauke ggf. gar keine Strafanzeige gestellt hätte.

Bei einem Prozess aber ohne Hinweise auf körperlichen Missbrauch hätte der Täter ganz sicher nicht verloren.
Doch, die Gefahr wäre durchaus gegeben gewesen. Auch ohne körperliche Misshandlung kann der Tatbestand der Freiheitsberaubung erfüllt sein.
caro
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von caro »

Kroko37 hat geschrieben: Mittwoch, 10. Juni 2026, 00:42:13 Übrigens wenn ich auf die Briefe zurückgehe in Verbindung mit dem Pubbesuch.

Auf Grundlage dessen was im Podcast von Stawski bekannt wird.

Dann ist doch der Ablauf doch so, dass N. und F. beim Picknick wohl ein Treffen für 23 Uhr vereinbaren.
Oder sie vereinbaren etwas lose und danach sagt N. noch irgendwie zu, dass er und A. kommen. Am Montag zum Beispiel.
Am Dienstag höchstwahrscheinlich passiert das: F. hatte I. einen Brief geschrieben, dass N. und A. um 23 Uhr kommen.

Und dann ist doch die Frage ob sich I. als sie das erfahren hat sich und die anderen nicht zwischengeschoben hat sich im Pub zu treffen. Sie musste doch wissen, dass N. kommen wollte denn sonst hätte jener nicht bei ihr absagen müssen. Hat er aber weil I. vorher schon versucht hatte ihn noch zum Kommen zu überreden. Und dann hat aber folglich auch N. gewusst, dass I. und andere im Pub sind.

Und dann schickt I. aber eine SMS, dass F. doch gerne ins Pub kommen soll.
Was ist also der Sinn der SMS von I.? Zieht sie es in Zweifel, dass F. wirklich kommt?
Das Treffen im Pub stand doch schon. Sie haben doch ausgemacht und das dann wohl vorher schon mündlich, dass F. und I. in England-Farben kommen.

Hat sie es also nicht erwarten können, dass F. endlich kommt? Oder hatte sie Zweifel daran, dass F. kommt weil jene schon von der Absage von N. wusste?
Ich würde ja bei den Briefen auf den Montag tippen.
Also Picknick am Sonntag.
Montag früh in der Schule dann das gegenseitige Hin-und-Herschreiben der Briefe, weil es vorher noch keine andere Gelegenheit gab, sich darüber auszutauschen.

Was die Idee zum Treffen im Pub und die Absage angeht, gibt es einige Möglichkeiten.
Z.b. war die Verabredung im Pub wahrscheinlich keine spontane Idee von Frauke alleine, sondern man hatte auch schon die Tage in der Woche davor so verbracht. Also gemeinsames Public-Viewing unter der Woche im Pub oder in ähnlichen Lokalen.
Ich denke daher nicht, dass sich I. mit den anderen dazwischen geschoben hat.

Ob N. dann nicht schon im Laufe des montags oder am Dienstag bei Frauke oder I. durchklingen liess, dass er wohlmöglich doch nicht kommen werde, wissen wir nicht.
Eichkater31
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

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Kroko37 hat geschrieben: Mittwoch, 10. Juni 2026, 00:42:13
Und dann schickt I. aber eine SMS, dass F. doch gerne ins Pub kommen soll.
Was ist also der Sinn der SMS von I.? Zieht sie es in Zweifel, dass F. wirklich kommt?
Das Treffen im Pub stand doch schon. Sie haben doch ausgemacht und das dann wohl vorher schon mündlich, dass F. und I. in England-Farben kommen.

Hat sie es also nicht erwarten können, dass F. endlich kommt? Oder hatte sie Zweifel daran, dass F. kommt weil jene schon von der Absage von N. wusste?
Über Sinn und Zweck der SMS kann man vielleicht geteilter Meinung sein, aber für mich klingt sie wie eine endgültige Bestätigung nach dem Motto "Wir haben, wie erhofft, Sitzplätze mit freier Sicht auf die Leinwand".

Möglicherweise hatten Isabella, ihr Partner und Frauke einen "Plan B", falls nur noch Stehplätze mit eingeschränktem Sichtfeld und angetrunkener Nachbarschaft zur Verfügung gestanden hätten.
Johnny77
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Johnny77 »

Eichkater31 hat geschrieben: Mittwoch, 10. Juni 2026, 02:34:36 Doch, die Gefahr wäre durchaus gegeben gewesen. Auch ohne körperliche Misshandlung kann der Tatbestand der Freiheitsberaubung erfüllt sein.
Es wäre Aussage gegen Aussage gewesen.
"Sie war doch freiwillig bei mir, wir hatten Spaß, sie gab Bescheid, bald nach Hause zu gehen und tat es".

Ich bin für Gerechtigkeit. Niemals würde ich einen Täter in Schutz nehmen.
Hier ging es nur um eine Variante einer Hypothese von Solitär.
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