HP1 hat geschrieben: ↑Mittwoch, 04. Februar 2026, 01:48:36
Zwei in sofern ungewöhnliche Todesfälle, als dass beide nicht als zufällig/"schicksalshaft" einzuordnen sind, wie etwa Unfälle oder schwere Krankheit. Man könnte auch sagen: Beides Todesfälle, die auf Entscheidungen (und Gründen dafür) beruhten statt auf rein zufälligen Geschehnissen.
Was ich an dem Suizid bemerkenswert finde, ist der Zeitpunkt.
Suizide sind praktisch nie Spontantaten, und auch die Wahl des Zeitpunkts nur in seltenen Fällen eine zeitlich unmittelbare Reaktion auf einen auslösenden Anlass.
N´s Geburtstag als symbolisch wichtiger Zeitpunkt, der Suizid gerade dann in diesem Kontext auch als Selbstäußerung/Botschaft zu verstehen? In dem Fall wäre N wohl in irgendeiner Weise Schlüsselfigur für das Motiv.
Oder der Abend im Freundeskreis einfach ein für T geeigneter Zeitpunkt, sich (innerlich, heimlich) zu verabschieden?
Oder ist tatsächlich etwas vorgefallen, was den Entschluss unmittelbarer Umsetzung getriggert hat?
Ich schreibe dies gemäß meinem Kenntnisstand zum Fall.
Ich halte es für sehr merkwürdig, dass Herr T. zuvor – nach allen vorliegenden Berichten – niemals psychologisch beunruhigende Anzeichen gezeigt hat und dass niemand in der Vergangenheit irgendetwas Auffälliges bemerkt haben soll. Natürlich kommt so etwas gelegentlich vor, aber es ist sehr selten, dass absolut niemand jemals irgendetwas vermutet hat.
Einen Suizid am Geburtstag des besten Freundes würde ich persönlich als einen schweren Schlag und als ein Zeichen empfinden – ganz sicher nicht als Zufall. Insbesondere dann nicht, wenn es keinerlei Abschied gegeben hat.
Hier ergeben sich jedoch Zweifel hinsichtlich des Suizidaktes selbst, sofern es stimmt, dass er zunächst verschwunden war, erst nach einigen Tagen aufgefunden wurde und zudem keinen typischen Suizid begangen hat, wie etwa durch Erhängen – selbstverständlich nur, wenn all dies zutrifft. Hinzu kommen inzwischen weitere widersprüchliche Informationen, sogar bezüglich des Datums; das wirkt alles sehr ungewöhnlich.
Es wäre sicher nicht abwegig, zu suggerieren, dass jemand – sprichwörtlich gesagt – „ihm beim Suizid geholfen haben könnte“, was auf eine Form psychischer Gewalt hindeuten würde. Auch im Fall Frauke vermuten viele Menschen eher psychische als rein körperliche Gewalt.
Unter diesem Gesichtspunkt – wobei ich ausdrücklich betone, dass man deutlich mehr Fakten zum Tod von Herrn T. bräuchte – könnte sich dieses Puzzle möglicherweise zu einem Gesamtbild zusammenfügen. Zumal zwischen diesen beiden Ereignissen ein außergewöhnlich kurzer zeitlicher Abstand liegt und sie sich im selben Bekanntenkreis ereignet haben.
Könnte der Gedanke, dass hinter beiden Todesfällen ein und dieselbe Person bzw. dieselben Personen stehen, möglicherweise ein Durchbruch für die Aufklärung des Falles sein?