Also ich wäre sofort bereit, mich einem Funding anzuschließen, sollte es bei dieser Frage nur um Geld gehen.Mitleserin hat geschrieben: ↑Dienstag, 20. Januar 2026, 23:18:21 Ich war mal bei einem Vortrag von Dr. Mark Beneke dem Kriminal Biologen und der sagte, eine DNA-Spur auszuwerten kostet um die 150 Dollar. Ich kann jedem nur empfehlen, mal in seinen Vortrag zu gehen, in dem er mit ein paar Studenten einen bereits abgeschlossenen Mordfall überprüft und am Ende dabei rauskommt, dass die Frau die bereits im Gefängnis sitzt unschuldig ist. Da kann man erfahren, wie es mit den Kosten bei sowas abläuft, nämlich dass die niemand bezahlt, wenn man kein Geld hat. Leider... Pech... ich frage mich nämlich auch bis heute ob überhaupt in den Schuhen von Frauke, unter den Schuhen, in den Hosentaschen, in den Knopflöchern der Hose etc. überall wo sich Material hat anhaften können und nicht unbedingt durch die Witterung wieder verloren gegangen ist nachgeschaut wurde ob sich dort eventuell Faserspuren oder fremde DNA finden lassen
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
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MrNightsky
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Danke! Und genau hier sehe ich die vielversprechensten Ansätze, den/die Schlüssel zur Klärung des Falls zu finden.Mitleserin hat geschrieben: ↑Dienstag, 20. Januar 2026, 23:18:21 Ich war mal bei einem Vortrag von Dr. Mark Beneke dem Kriminal Biologen und der sagte, eine DNA-Spur auszuwerten kostet um die 150 Dollar. Ich kann jedem nur empfehlen, mal in seinen Vortrag zu gehen, in dem er mit ein paar Studenten einen bereits abgeschlossenen Mordfall überprüft und am Ende dabei rauskommt, dass die Frau die bereits im Gefängnis sitzt unschuldig ist. Da kann man erfahren, wie es mit den Kosten bei sowas abläuft, nämlich dass die niemand bezahlt, wenn man kein Geld hat. Leider... Pech... ich frage mich nämlich auch bis heute ob überhaupt in den Schuhen von Frauke, unter den Schuhen, in den Hosentaschen, in den Knopflöchern der Hose etc. überall wo sich Material hat anhaften können und nicht unbedingt durch die Witterung wieder verloren gegangen ist nachgeschaut wurde ob sich dort eventuell Faserspuren oder fremde DNA finden lassen
Die Gegenrechnung lautet doch aktuell: was kostet das zeitliche Invest der KriPo-Beamten in diesen Fall innerhalb der letzten 20 Jahre? Es muss ein Vermögen sein.
Seit 20 Jahren wird spekuliert, der Fall unzählige Male skizziert - privat wie hier oder auf behördlicher Ebene. Alles bleiben Spekulationen. Kaum bis wenig verwertbare Fakten, Aussagen und Spuren.
Dabei liegt die Lösung womöglich in einer Asservatenkammer.
Es ist mehr als bedauerlich.
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Gast
Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Hat die Familie nicht genug Geld um dafür aufzukommen?JohnLemon hat geschrieben: ↑Mittwoch, 21. Januar 2026, 00:01:59 Danke! Und genau hier sehe ich die vielversprechensten Ansätze, den/die Schlüssel zur Klärung des Falls zu finden.
Die Gegenrechnung lautet doch aktuell: was kostet das zeitliche Invest der KriPo-Beamten in diesen Fall innerhalb der letzten 20 Jahre? Es muss ein Vermögen sein.
Seit 20 Jahren wird spekuliert, der Fall unzählige Male skizziert - privat wie hier oder auf behördlicher Ebene. Alles bleiben Spekulationen. Kaum bis wenig verwertbare Fakten, Aussagen und Spuren.
Dabei liegt die Lösung womöglich in einer Asservatenkammer.
Es ist mehr als bedauerlich.
Sie hat auch einen Detektiv bezahlt der nutzlos war....
Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Da würden sich sicherlich viele, viele Menschen anschliessen. Gerade jetzt im 20sten Jahr: solch ein Funding entsprechend medial ausgeschmückt. Wäre ein Selbstläufer und ein Versuch wert. Und es wäre fast einmalig in der Kriminalgeschichte.MrNightsky hat geschrieben: ↑Dienstag, 20. Januar 2026, 23:59:11 Gibts denn noch Spuren, die untersucht werden könnten? Dann schließe ich mich natürlich auch an.
Von der öffentlichen Hand (Behörden-Budgets) ist hier nämlich auch zukünftig wenig zu erwarten.
Hätte da nicht der ein oder andere mal Bock, das Thema bei der StA anzubringen, ob sowas überhaupt möglich ist/wäre?
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Gast
Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Den Anruf von Frank hätte man niemals annehmen müssen. Also da würde man doch eher annehmen ,dass Frauke bis dahin freiwillig weg war. Ein Täter hätte sowas niemals zugelassen.Agatha Christie hat geschrieben: ↑Dienstag, 20. Januar 2026, 23:21:33 Das funktioniert genauso.
Der Anruf von Fraukes Bruder erreicht Fraukes Handy, aber es wird noch nicht abgenommen.
Der Täter ruft mit seinem eigenen Handy den Komplizen in Fraukes Versteck an.
Frauke ist am Telefon, der Lautsprecher wird eingeschaltet, dann wird der Anruf von Fraukes Bruder mit Fraukes Handy angenommen.
Technisch wäre es möglich, aber wie wahrscheinlich wäre dieses Szenario?
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Detective Bartek
Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Ich habe einmal in dieser Gruppe gelesen, dass ein Polizeihund in der Nähe einer Windkraftanlage eine Spur aufgenommen hat.
Wie zuverlässig ist diese Information und woher stammt sie? Denn es scheint mir, dass – falls das stimmen sollte – es sehr schwer wäre, Fraukes Spur an einem solchen Ort anders zu erklären als durch eine Entführung durch den Täter.
Wie zuverlässig ist diese Information und woher stammt sie? Denn es scheint mir, dass – falls das stimmen sollte – es sehr schwer wäre, Fraukes Spur an einem solchen Ort anders zu erklären als durch eine Entführung durch den Täter.
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Detective Bartek
Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
In diesem Fall beschäftigt mich außerordentlich und erstaunt mich, wie der Täter während dieser Telefonate mit Frauke umgegangen ist. Wie wir wissen, wechselte er die Standorte innerhalb von Paderborn, die Leiche wurde außerhalb der Stadt gefunden, und auch die Gegend um Nieheim spielte zu Beginn eine Rolle. Es ist also sicher, dass sich der Täter mit ihr fortbewegte.
Aber wie? Das erscheint kaum glaubwürdig. Eine Woche lang mit ihr unterwegs zu sein und dabei nicht gefasst zu werden.
Natürlich ließe sich das damit erklären, dass es sich um einen Lieferwagen, einen Transporter oder einen Van gehandelt hat. Aber wenn der Täter allein war – wie hätte er das bewerkstelligen sollen? Das Fahrzeug anhalten, nach hinten zu Frauke gehen und sie anweisen zu telefonieren? War sie zu diesem Zeitpunkt gefesselt? Ist es überhaupt möglich, dass es sich um einen normalen Pkw handelte und Frauke gefesselt auf der Rückbank saß?
Das hätte ein enormes Risiko und extreme Kaltblütigkeit erfordert. Wenn der Täter allein war, musste er während der Telefonate die vollständige Kontrolle über seine Umgebung aufgeben. Es hätte nur das Interesse eines einzigen Passanten gebraucht, und der Täter wäre in ernste Schwierigkeiten geraten. Besonders wichtig ist dabei auch, dass er am Samstag bei hellem Tageslicht aus Paderborn anrief.
All das lässt vermuten, dass er möglicherweise nicht allein gehandelt hat. Einen vergleichbaren Fall hat es in der weltweiten Kriminalgeschichte meines Wissens noch nie gegeben – warum sollte ein einzelner Täter auf die Idee kommen, ein solches Risiko einzugehen?
Vielleicht sollte man daher ein Szenario in Betracht ziehen, in dem mindestens zwei Personen beteiligt waren. Dann erscheint vieles weniger riskant. Angenommen, es handelte sich um einen Van: Eine Person im hinteren Bereich hätte Frauke überwacht und jedes ihrer Worte sowie jede Bewegung während des Telefonats kontrolliert, während der Fahrer vorne das Geschehen auf der Straße im Blick behielt und mögliche Gefahren einschätzte. Auch das wäre riskant gewesen – aber allein gehandelt wäre es reiner Wahnsinn.
Aber wie? Das erscheint kaum glaubwürdig. Eine Woche lang mit ihr unterwegs zu sein und dabei nicht gefasst zu werden.
Natürlich ließe sich das damit erklären, dass es sich um einen Lieferwagen, einen Transporter oder einen Van gehandelt hat. Aber wenn der Täter allein war – wie hätte er das bewerkstelligen sollen? Das Fahrzeug anhalten, nach hinten zu Frauke gehen und sie anweisen zu telefonieren? War sie zu diesem Zeitpunkt gefesselt? Ist es überhaupt möglich, dass es sich um einen normalen Pkw handelte und Frauke gefesselt auf der Rückbank saß?
Das hätte ein enormes Risiko und extreme Kaltblütigkeit erfordert. Wenn der Täter allein war, musste er während der Telefonate die vollständige Kontrolle über seine Umgebung aufgeben. Es hätte nur das Interesse eines einzigen Passanten gebraucht, und der Täter wäre in ernste Schwierigkeiten geraten. Besonders wichtig ist dabei auch, dass er am Samstag bei hellem Tageslicht aus Paderborn anrief.
All das lässt vermuten, dass er möglicherweise nicht allein gehandelt hat. Einen vergleichbaren Fall hat es in der weltweiten Kriminalgeschichte meines Wissens noch nie gegeben – warum sollte ein einzelner Täter auf die Idee kommen, ein solches Risiko einzugehen?
Vielleicht sollte man daher ein Szenario in Betracht ziehen, in dem mindestens zwei Personen beteiligt waren. Dann erscheint vieles weniger riskant. Angenommen, es handelte sich um einen Van: Eine Person im hinteren Bereich hätte Frauke überwacht und jedes ihrer Worte sowie jede Bewegung während des Telefonats kontrolliert, während der Fahrer vorne das Geschehen auf der Straße im Blick behielt und mögliche Gefahren einschätzte. Auch das wäre riskant gewesen – aber allein gehandelt wäre es reiner Wahnsinn.
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Gast
Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Wir sind uns hier aber doch alle ausnahmslos einig darüber, dass Frauke nicht freiwillig weg war.Gast hat geschrieben: ↑Mittwoch, 21. Januar 2026, 00:11:59 Den Anruf von Frank hätte man niemals annehmen müssen. Also da würde man doch eher annehmen ,dass Frauke bis dahin freiwillig weg war. Ein Täter hätte sowas niemals zugelassen.
Oder?
Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Ohne Applaus abgehen? Eher hört die Erde auf, sich zu drehen. Aufmerksamkeit ist sein Atemgerät, ohne sie kollabiert das Ego. Er hält sich für erhaben, für bedeutend, und würde niemals gehen, ohne vorher laut mitzuteilen, wie großartig er war.Gast hat geschrieben: ↑Dienstag, 20. Januar 2026, 20:15:49 Woher weißt du das? Du vermutest das nur. Der Typ könnte genau so gut schon tot sein.
Sich zu offenbaren hieße Verantwortung zu übernehmen – und Verantwortung ist für ihn das, was Wahrheit für Narzissten ist: unerträglich. Also bleibt er hier, nährt sich von Vermutungen, fühlt sich überlegen, solange niemand trifft, und fletscht die Zähne, wenn jemand gefährlich nah kommt. Dann spricht er von Fassade, ein großes Wort für etwas, das nur existiert, weil dahinter nichts ist
Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Es macht Sinn, die Asservate in regelmäßigen Abständen neu untersuchen zu lassen. Besonders, da die Technik stetig besser wird. Es gibt auch bessere und schlechtere Labore. Die besten sind derzeit in Süddeutschland. Manchmal wurde Kleidung schon mehrfach untersucht, aber erst bei einem der späteren Anläufe wurde doch noch etwas gefunden.MrNightsky hat geschrieben: ↑Dienstag, 20. Januar 2026, 23:59:11 Gibts denn noch Spuren, die untersucht werden könnten? Dann schließe ich mich natürlich auch an.
Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Gab einen Zeitungsartikel dazu. Finde den aber gerade nicht.Detective Bartek hat geschrieben: ↑Mittwoch, 21. Januar 2026, 00:21:10 Ich habe einmal in dieser Gruppe gelesen, dass ein Polizeihund in der Nähe einer Windkraftanlage eine Spur aufgenommen hat.
Wie zuverlässig ist diese Information und woher stammt sie? Denn es scheint mir, dass – falls das stimmen sollte – es sehr schwer wäre, Fraukes Spur an einem solchen Ort anders zu erklären als durch eine Entführung durch den Täter.
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MrNightsky
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Aber wissen wir, ob sich noch was zu dem Fall in der Asservatenkammer gibt? Vielleicht gibt es ja auch gar keine Spuren mehr, die man auaswerten könnte..GeistL817 hat geschrieben: ↑Mittwoch, 21. Januar 2026, 09:05:47 Es macht Sinn, die Asservate in regelmäßigen Abständen neu untersuchen zu lassen. Besonders, da die Technik stetig besser wird. Es gibt auch bessere und schlechtere Labore. Die besten sind derzeit in Süddeutschland. Manchmal wurde Kleidung schon mehrfach untersucht, aber erst bei einem der späteren Anläufe wurde doch noch etwas gefunden.
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Gasttt
Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Hallo Bartek, das stimmt, es handelt sich aber nicht um eine Spur die unmittelbar auf Frauke Liebs schließen lässt, es war ein Leichenspürhund der in einem Wagen eines Monteurs der Windkraftanlagen angeschlagen hat. Es gab zusätzlich mal Gerüchte das er auch in einer der Anlagen angeschlagen hat, dass ist aber nur ein Gerücht.Detective Bartek hat geschrieben: ↑Mittwoch, 21. Januar 2026, 00:21:10 Ich habe einmal in dieser Gruppe gelesen, dass ein Polizeihund in der Nähe einer Windkraftanlage eine Spur aufgenommen hat.
Wie zuverlässig ist diese Information und woher stammt sie? Denn es scheint mir, dass – falls das stimmen sollte – es sehr schwer wäre, Fraukes Spur an einem solchen Ort anders zu erklären als durch eine Entführung durch den Täter.
Der Monteur hatte ein Alibi für mehrere Anrufzeiten.
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Gast7469
Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Detective Bartek hat geschrieben: ↑Mittwoch, 21. Januar 2026, 00:38:38 In diesem Fall beschäftigt mich außerordentlich und erstaunt mich, wie der Täter während dieser Telefonate mit Frauke umgegangen ist. Wie wir wissen, wechselte er die Standorte innerhalb von Paderborn, die Leiche wurde außerhalb der Stadt gefunden, und auch die Gegend um Nieheim spielte zu Beginn eine Rolle. Es ist also sicher, dass sich der Täter mit ihr fortbewegte.
Aber wie? Das erscheint kaum glaubwürdig. Eine Woche lang mit ihr unterwegs zu sein und dabei nicht gefasst zu werden.
Natürlich ließe sich das damit erklären, dass es sich um einen Lieferwagen, einen Transporter oder einen Van gehandelt hat. Aber wenn der Täter allein war – wie hätte er das bewerkstelligen sollen? Das Fahrzeug anhalten, nach hinten zu Frauke gehen und sie anweisen zu telefonieren? War sie zu diesem Zeitpunkt gefesselt? Ist es überhaupt möglich, dass es sich um einen normalen Pkw handelte und Frauke gefesselt auf der Rückbank saß?
Das hätte ein enormes Risiko und extreme Kaltblütigkeit erfordert. Wenn der Täter allein war, musste er während der Telefonate die vollständige Kontrolle über seine Umgebung aufgeben. Es hätte nur das Interesse eines einzigen Passanten gebraucht, und der Täter wäre in ernste Schwierigkeiten geraten. Besonders wichtig ist dabei auch, dass er am Samstag bei hellem Tageslicht aus Paderborn anrief.
All das lässt vermuten, dass er möglicherweise nicht allein gehandelt hat. Einen vergleichbaren Fall hat es in der weltweiten Kriminalgeschichte meines Wissens noch nie gegeben – warum sollte ein einzelner Täter auf die Idee kommen, ein solches Risiko einzugehen?
Vielleicht sollte man daher ein Szenario in Betracht ziehen, in dem mindestens zwei Personen beteiligt waren. Dann erscheint vieles weniger riskant. Angenommen, es handelte sich um einen Van: Eine Person im hinteren Bereich hätte Frauke überwacht und jedes ihrer Worte sowie jede Bewegung während des Telefonats kontrolliert, während der Fahrer vorne das Geschehen auf der Straße im Blick behielt und mögliche Gefahren einschätzte. Auch das wäre riskant gewesen – aber allein gehandelt wäre es reiner Wahnsinn.
Ja, Frauke müsste unter erheblicher Bewachung und Kontrolle gestanden haben. Der oder die Täter müssten mit Gewalt gedroht oder sie mit einer Waffe bedroht haben. Sie müsste die meiste Zeit gefesselt und geknebelt gewesen sein. Das passt eher zu professionellen Tätern, die sowas schon öfter gemacht haben. Aber mal ehrlich, warum sollten diese eine Frau wie Frauke entführen, ohne das etwas für sie dabei herausspringt wie Geld etc. Dieses Szenario passt meiner Meinung auch nicht zu Fraukes Verhalten bei den Anrufen. Frauke klingt anders laut Chris, aber nicht so, als wäre sie panisch vor Angst oder kurz vor einem Nervenzusammenbruch. Und, was ich auch erstaunlich finde: Frauke war überzeugt, dass sie nach Hause kommt!
Siehe Anruf von Frank am Freitag:
Frank: „Frauke, was machst Du, wann kommst Du nach Hause?"
Frauke: „Ich komme heute nach Hause, auch nicht zu spät. Ich bin in Paderborn, frag nicht, ich komme nach Hause."
Und das ist bemerkenswert für jemanden, der bereits tagelang festgehalten wird und das Gesicht des Täter gesehen haben dürfte und ihn deshalb gegenüber der Polizei identifizieren kann.
Ich glaube, sie war deshalb so überzeugt weil
1. der Täter objektiv gesehen alles andere als bedrohlich oder gefährlich war
2. weil der Grund, warum der Täter sie nicht gehen lassen wollte bzw. konnte, nichts war, was nicht geklärt oder beseitigt werden konnte
und 3. weil Frauke kein Problem damit gehabt hätte, Stillschweigen zu bewahren und den Täter nicht bei der Polizei anzuzeigen.
Ich glaube, das gab ihr Selbstvertrauen die Situation meistern zu können, auf den Täter positiv einzuwirken.
Ich glaube, der Plan von beiden war, dass Frauke freigelassen wird, unter der Bedingung, dass Frauke auf eine Anzeige verzichtet, keine Polizei einschaltet, Stillschweigen über Identität des Täters und Festhalteort bewahrt und alles wieder wie vorher ist, als wäre nichts gewesen.
Aber der Täter konnte sich nicht sicher sein, u.a, weil er davon ausgehen musste, dass die Familie von Frauke erheblich Druck machen würde und auf eine Anzeige bestehen könnte. Er hatte keine Sicherheit. Dazu kam, dass die Polizei wusste, dass die erste SMS rund um Nieheim Entrup abgeschickt worden war. Ich könnte mir vorstellen, dass es Fraukes Idee war, von verschiedenen Orten in Paderborn anzurufen und so falsche Fährten zu legen. Als zusätzliche Absicherung für den Täter, falls die Polizei doch weiter ermittelt, obwohl Frauke wieder wohlbehalten zuhause ist.
Ich glaube, Frauke war sich sicher, dass sie und der Täter, auf diese Weise alles zu einem guten Ende bringen könnten- ein gutes Ende für sie beide. Deshalb machte sie mit bei den Anrufen, und verhielt sich ruhig im Fahrzeug, auch ohne massiv bedroht zu werden, natürlich mit der Aussicht vielleicht freigelassen zu werden.
Der Täter zeigte seinen guten Willen, aber ich glaube, spätestens mit dem Anruf von Frank merkte er, dass die Angehörigen absolut ahnungslos waren (im Sinne, dass sich keine Zeugen der Entführung, des Einstiegs in sein Auto bei ihnen gemeldet hatten, niemand wusste was passiert war), die Sache sogar falsch einschätzen (siehe Frank, der dachte, Frauke hätte irgendeinen Blödsinn gemacht und traute sich nicht nach Hause).
Da reifte im Kopf des Täters der Gedanke heran, dass er noch eine andere Möglichkeit hatte: nämlich Frauke nicht freizulassen und mit der Angst zu leben vielleicht doch angezeigt, von der Polizei gefunden und die Konsequenzen ertragen zu müssen (Gefängnis, Geldstrafe, gesellschaftliche Ächtung, Jobverlust, Stress und Sorgen für seine Familie - was weiß ich, was ihm gedroht hätte) sondern Frauke als einzige Zeugin für sein Verbrechen verschwinden zu lassen bzw zu töten.
Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Fraukes Kleidung befindet sich ziemlich sicher noch dort.MrNightsky hat geschrieben: ↑Mittwoch, 21. Januar 2026, 10:12:59 Aber wissen wir, ob sich noch was zu dem Fall in der Asservatenkammer gibt? Vielleicht gibt es ja auch gar keine Spuren mehr, die man auaswerten könnte..
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Ich möchte hier nur kurz darauf hinweisen, dass der Tatverdächtige (er wurde ja nie diesbezüglich verurteilt) nicht in der Schweiz sondern in Österreich in absout normalen und geregelten Verhältnissen gelebt hat und strafrechtlich nichts zu befürchten hatte, da er zur Tatzeit erst 13 Jahre alt war und damit strafunmündig. In seinem Abschiedsbrief hat er sich nur nebulös an seine Frau gewandt und sich mit keinem Wort zur Tat geäußert. Offensichtlich wollte er nicht erleben, wie seine Frau und sein persönliches Umfeld erfährt, dass er eine junge Frau ermordet hat. Das scheint ihm zu peinlich gewesen zu sein.Gastiererin hat geschrieben: ↑Freitag, 06. Oktober 2023, 23:12:41 Als einer der Mörder der ermordeten Jugendlichen aus Bad Belzig (Andrea Lohagen) nach 20 Jahren in der Schweiz gefunden wurde, so hatte dieser Familie und lebte ein normales Leben. Als die Aufklärung ins Rollen kam, brachte er sich um.
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Hobbypsychologe
Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Jemand hatte doch an den Fotos etwas Auffälliges gefunden...
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Brühwürfelsuppe
Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Ich möchte dich gerne fragen, ob du den Täter kennst um so präzise seine Psyche beurteilen zu können. Er könnte aus dem Paderborner Gebiet auch weg gezogen sein und in einer anderen Ecke Deutschlands ein normales Leben leben und seine Verfehlung verdrängt haben.Bastian hat geschrieben: ↑Mittwoch, 21. Januar 2026, 08:36:42 Ohne Applaus abgehen? Eher hört die Erde auf, sich zu drehen. Aufmerksamkeit ist sein Atemgerät, ohne sie kollabiert das Ego. Er hält sich für erhaben, für bedeutend, und würde niemals gehen, ohne vorher laut mitzuteilen, wie großartig er war.
Sich zu offenbaren hieße Verantwortung zu übernehmen – und Verantwortung ist für ihn das, was Wahrheit für Narzissten ist: unerträglich. Also bleibt er hier, nährt sich von Vermutungen, fühlt sich überlegen, solange niemand trifft, und fletscht die Zähne, wenn jemand gefährlich nah kommt. Dann spricht er von Fassade, ein großes Wort für etwas, das nur existiert, weil dahinter nichts ist
Fakt ist Fraukes Mörder ist bis heute nicht ermittelt, weder sein Geschlecht, noch sein Motiv oder Einzeltäter, finde genau aus diesem Grund Einschätzungen seines Seelenzustandes nicht hilfreich.
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