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Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022
Verfasst: Mittwoch, 26. Juni 2024, 22:39:42
von Turmfalke23
Fränkin hat geschrieben: ↑Mittwoch, 26. Juni 2024, 21:15:23
Was bringt es denn in Deinen Augen, wenn ein Zeuge unter Eid aussagt, dass er sich nicht mehr erinnern kann?
Wäre der Informationsgewinn dadurch höher, als wenn er es unvereidigt aussagen würde?
Der größte Teil der Kammer (bis auf die Schöffen, glaube ich) hat mit Sicherheit einen regulären Universitätsabschluss in Jura und weiß sicher ganz gut selber, wann ein Zeuge zu vereidigen ist und wann nicht. Mit den Zeugenaussagen vor Gericht sehen wir alle nur einen klitzekleinen Bruchteil der gesamten Selbstleseverfahren-Akte und in der steht sicher genug, dass der Vorsitzende weiß, wann eine Vereidigung sinnvoll ist und wann nicht.
Das sehe ich anders, wenn die Verteidigung wegen der Bedeutung der Aussage der beiden Zeugen es für nötig oder gar ausschlaggebend hält, sie nochmal einzubestellen. Warum soll hier keine Vereidigung möglich sein, oder es das Gericht für notwendig hält.
Das kann sich auch strafrechtlich auf die beiden Angeklagten auswirken, welche entscheidend sein können. Weiß hier der Vorsitzende Richter im Voraus, was die beiden Zeugen wohl aussagen werden?
Strafprozeßordnung (StPO) § 59 Vereidigung
(1) Zeugen werden nur vereidigt, wenn es das Gericht wegen der ausschlaggebenden Bedeutung der Aussage oder zur Herbeiführung einer wahren Aussage nach seinem Ermessen für notwendig hält.
Das gilt auch für die 19. Schwurgerichtskammer am LG. Nürnberg/Fürth.
In einem reinen Indizienprozess, wie in diesem Fall ohne Leiche ist eine Vereidigung eines Zeugen
wirklich keine Seltenheit.
Wenn ein Zeuge Erinnerungslücken hat, ist es schließlich eine andere Angelegenheit.
Haben vor der Kammer nicht einige Zeugen im Interesse anderer ausgesagt, von ihrer Selbstdarstellung mal ganz abgesehen? Welche Schlusserklärung gibt denn der Richter ab, bevor er Zeuge/Zeugin aus dem Zeugenstand entlässt, bezüglich einer Vereidigung ?
Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022
Verfasst: Donnerstag, 27. Juni 2024, 00:36:53
von Alex123
Dust hat geschrieben: ↑Mittwoch, 26. Juni 2024, 18:52:26
Also ich hab das anders verstanden. Mit dem Auto wären Gegenstände in die Halle verbracht worden. Dass es welche von Alexandra gewesen sein sollen, wurde so direkt gar nicht gesagt, aber da ja andauernd irgendwas durch die Gegend gefahren und in der Halle untergebracht wurde, ist schon möglich, dass was von ihr dabei war. Ist aber jetzt nur eine Vermutung, steht falsch im Artikel, das wurde so nicht gesagt.
Aber es sollen, auch mit diesem Auto, Habseligkeiten von Alexandra transportiert worden sein, nämlich als sie zu Besuch nach Rumänien flog und Gepäck und/oder anderes "nachgeliefert" werden sollte.
Um herauszufinden, ob dem so war, wurde der Antrag gestellt, diese beiden Zeugen nochmal zu verhören.
Also alles vor dem Verschwinden, mit viel hätte, würde, könnte, also ganz dünnes Eis.
Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022
Verfasst: Donnerstag, 27. Juni 2024, 00:37:39
von Alex123
Es tobt für Sie: Die Gutachtenschlacht.
Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022
Verfasst: Donnerstag, 27. Juni 2024, 09:44:55
von Dust
Alex123 hat geschrieben: ↑Donnerstag, 27. Juni 2024, 00:36:53
Also alles vor dem Verschwinden, mit viel hätte, würde, könnte, also ganz dünnes Eis.
Naja offensichtlich wurde das mal von jemandem so ausgesagt, weswegen die Verteidigung eben um erneute Befragungen bittet. Es ist fast in allem "hätte, würde, könnte", schließlich sind 2,5 Jahre vergangen und ich behaupte jetzt mal, dass es völlig normal ist, wenn man sich da nicht immer an alles erinnert.
Fakt ist, dass Hautschuppen oder Haare von Alexandra, mit oder ohne Wurzel, auch ohne die Anwesenheit ihrer Person in Autos und Hallen gelangt sein können. Und das muss eben geprüft werden, weil man erst dann einen Beweis als solchen werten kann oder halt auch nicht. So ist das halt mit Zeugenaussagen, zu denen es keine Belege und schriftlichen Nachweise gibt.
Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022
Verfasst: Freitag, 28. Juni 2024, 00:11:12
von RockyBalboa
Ich sah zunächst eine Verurteilung der Angeklagten als zu 99% gegeben. Das tue ich mittlerweile nicht mehr.
Der Grund ist Schlamperei seitens der Ermittler. Das mit den Haaren und dem Färbezustand in Sindersdorf hätten sie auch vor dem Prozess klären können. Ich hoffe nicht, dass sie es taten, aber dennoch verschwiegen.
Für mich gibt es aus logischer Sicht keinen einzigen Grund, warum Alexandra noch leben sollte und auch keinen Grund, warum die Angeklagten dafür nicht verantwortlich sein sollten.
Doch wurden der Indizienkette einige, wenn auch wenige, Fundamente entzogen.
Für mich ist ein Schuld- oder auch Freispruch eines deutschen Richters weder Nachweis einer Schuld, noch einer Unschuld, sondern eine Art Lächerlichkeit der sog. „freien Beweiswürdigung“.
Die Logik erzählt von einem Auftauchen zweier finsterer Gesellen mit geliehenen alten Autos und mit durch gestohlenen Pässe gekauften Simkarten, die in Limbach erschienen und woraufhin just danach die schwangere Rumänin für immer Verschwand.
In Russland band man den Terroristen des Krokuskaufhauses Autobatterien an die Hoden, um die Hintergründe herauszufinden, in Buntland gibt es Entschädigungen durch den Steuersklaven.
Warten wir ab, was der deutsche Richter mit seinem Regenbogenhämmerchen verkünden wird, um danach weder zu wissen, ob die beiden DE FACTO (nicht de jure) schuldig oder unschuldig sind.
Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022
Verfasst: Freitag, 28. Juni 2024, 07:15:10
von Fränkin
RockyBalboa hat geschrieben: ↑Freitag, 28. Juni 2024, 00:11:12
... die in Limbach erschienen und woraufhin just danach die schwangere Rumänin für immer Verschwand. ...
Und eben genau dieser "zentrale Punkt" - also das Indiz, dass die beiden Angeklagten wirklich in Limbach waren, der ist erstmal passé.
Siehe:
https://www.br.de/nachrichten/bayern/fa ... ab,UGiZaY3
Das kommt für viele Prozessbeobachter überraschend: Die 19. Strafkammer des Landgerichts Nürnberg-Fürth lehnt einen wichtigen Sachverständigen im Mordprozess um die verschwundene Alexandra R. ab. Prof. Friedrich Wilhelm Rösing hatte ein sogenanntes anthropologisches Gutachten erstellt – ein zentraler Punkt in der Anklage. Dabei geht es darum, eine Person anhand von typischen Merkmalen zu identifizieren, wie beispielsweise an der Form von Nase und Ohren. Ende Mai hatte er das Gutachten vorgelegt. Mehr als 3.500 solcher Gutachten habe er schon erstellt, sagte er damals.
Helle Flecken – oder doch ein Ohr?
Die Ausgangslage war schwierig. Das gab der Experte bei seiner Aussage zu. Die Bilder stammten von Überwachungskameras im Schwabacher Ortsteil Limbach. Sie hatten zufällig aufgezeichnet, wie ein Auto vorbeifuhr, das den beiden Angeklagten zugeschrieben wird. Auf Standbildern, die auch im Gerichtssaal vorgeführt wurden, waren lediglich hellere und dunklere Flecken zu sehen.
Das Gutachten ist abgelehnt. Ob man mit den Bildern überhaupt etwas anfangen kann, das wird derzeit geklärt.
Ergo gibt es Stand heute erstmal keinen Beweis für die Anwesenheit der beiden Angeklagten in Limbach.
Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022
Verfasst: Freitag, 28. Juni 2024, 08:59:13
von Gast234
Weiss wer, um was es am kommenden Montag, 01.07.24 im Prozess geht?
Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022
Verfasst: Freitag, 28. Juni 2024, 13:34:57
von Turmfalke23
Gast234 hat geschrieben: ↑Freitag, 28. Juni 2024, 08:59:13
Weiss wer, um was es am kommenden Montag, 01.07.24 im Prozess geht?
Nochmal um ein Fachgutachten der forensischen Anthropologie einer Gutachterin.
Die Gutachterin kommt am Montag, dem 01.07.2024, zu ihrem Vortrag ins Gericht.
Zeugenvernehmung einer weiteren Freundin und Ärztin des Herrn Dr. Bastian R.
Die Ärztin soll bis ca. 05.2022 eine Beziehung zu dem Mathematiklehrer Bastian R.
gehabt haben. Offensichtlich ist er eine sehr begehrte Person bei Frauen.
Antragsstellungen der Verfahrensbeteiligten bis zum 01.07.2024 mit deren Begründung.
Antragsablehnung bereits eingereichter Gesuche.
Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022
Verfasst: Freitag, 28. Juni 2024, 14:00:56
von Turmfalke23
Fränkin hat geschrieben: ↑Freitag, 28. Juni 2024, 07:15:10
Und eben genau dieser "zentrale Punkt" - also das Indiz, dass die beiden Angeklagten wirklich in Limbach waren, der ist erstmal passé.
Siehe:
https://www.br.de/nachrichten/bayern/fa ... ab,UGiZaY3
Das Gutachten ist abgelehnt. Ob man mit den Bildern überhaupt etwas anfangen kann, das wird derzeit geklärt.
Ergo gibt es Stand heute erstmal keinen Beweis für die Anwesenheit der beiden Angeklagten in Limbach.
Genau richtig !
Es kommt nochmal ein Fachgutachten der forensischen Anthropologie von einer Gutachterin.
Die Gutachterin kommt am Montag, dem 01.07.2024, gegen ca. 10.00 Uhr zu ihrem Vortrag ins
Gericht.
Das Gericht will ja auch mal eine Beendigung des sehr aufwändigen Verfahrens

Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022
Verfasst: Freitag, 28. Juni 2024, 14:34:26
von Fränkin
Gast234 hat geschrieben: ↑Freitag, 28. Juni 2024, 08:59:13
Weiss wer, um was es am kommenden Montag, 01.07.24 im Prozess geht?
Turmfalke23 hat geschrieben: ↑Freitag, 28. Juni 2024, 13:34:57
Zeugenvernehmung einer weiteren Freundin und Ärztin des Herrn Dr. Bastian R.
Die Ärztin soll bis ca. 05.2022 eine Beziehung zu dem Mathematiklehrer Bastian R.
gehabt haben. Offensichtlich ist er eine sehr begehrte Person bei Frauen.
Die damalige Freundin sagte bereits heute am 28.06.24 aus. Ich vermute, dass sie am Montag nicht schon wieder erscheint, nachdem der vorsitzende Richter sie heute Vormittag aus dem Zeugenstand entlassen hat.
Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022
Verfasst: Freitag, 28. Juni 2024, 14:36:32
von RockyBalboa
Wenn die Angeklagten nicht auf Alexandra getroffen sind, wie kamen sie dann an ihr Handy?
Da spielt es doch aus Hobbyermittlersicht keine Rolle, ob ein Anthropologe eine Nase oder Ohr erkennt. Das ist Juristengeplänkel….
Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022
Verfasst: Freitag, 28. Juni 2024, 15:20:14
von TLangULoew
Heutiger Artikel aus den Nürnberger Nachrichten, der gut zusammenfasst, was von den kursierenden Anschuldigungen überhaupt noch übrig geblieben ist.

- IMG-20240628-WA0003.jpg (395.58 KiB) 3625 mal betrachtet
Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022
Verfasst: Freitag, 28. Juni 2024, 15:45:14
von papaya
RockyBalboa hat geschrieben: ↑Freitag, 28. Juni 2024, 14:36:32
Wenn die Angeklagten nicht auf Alexandra getroffen sind, wie kamen sie dann an ihr Handy?
Wer sagt, dass sie ihr Handy hatten und nicht Ugur lediglich mit dem Twingo ein zweites unbekanntes Auto bis nach Italien begleitete?
War Ugur wirklich mit beiden Handys (sein Prepaid-Handy und Alexandras) unterwegs, fummelte während der Fahrt daran herum und schrieb Nachrichten? Oder gab es die ganze Zeit ein zweites Auto, das vielleicht noch mal gewechselt wurde - Outlander auf irgendwas in Oberhasling? Dieses Auto fuhr dann die ganze Zeit in dem prominent gelegten Schatten von Ugur, den jetzt alle im Blick haben?
Dejan und Ugur haben jedenfalls weder Kosten noch Mühen gescheut, ihre Tour ausgiebig dokumentieren zu lassen. Von der nächtlichen ungelöschten Recherche nach Gossensaß an Ugurs PC über diverse Tankstellenbesuche am Vorabend, morgens vier Schleifen durch Limbach vor Kameraüberwachung und einem demonstrativen Stopp vor einer Kamera in der Schlesierstraße inklusive Aussteigen. Fehlt nur noch, in die Kamera zu winken. Ihre Handys hinterlassen eine Spur durch drei europäische Länder und in WLANs der Einöde von Oberhasling (das man nur mit Mühe auf einer Karte findet), Prepaid-Guthaben wird in Österreich vor laufender Kamera gekauft und der Beleg später für die Polizei zu Hause im Hof liegenlassen, und nicht zuletzt fährt man ohne Zeitnot durch Mautstellen statt Landstraße. Und zu guter Letzt plaziert man Alexandras Handy hollywoodreif auf einem LKW, aber lässt seine eigenen Prepaid-Handys verschwinden.
Dejan und Ugur mussten wissen: die Polizei würde sich nach Alexandras Verschwinden unvermeidlich für sie interessieren, wenn "von innen nach außen" ermittelt wird. Mindestens ihre Fahrten mit Twingo und Outlander würden vermutlich gefunden werden, wenn auch nicht unbedingt ihre Handys. Und im Zusammenhang mit der Show um Alex Handy, das eine Spur nach Italien legen *sollte*, ergibt das auch Sinn.
Waren sie wirklich dümmer als die Polizei erlaubt, oder vielleicht doch schlauer, als alle denken sollen?
Eine von vielen Auffälligkeiten und eine kreative Idee:
Auffällig ist, zwischen den beiden Mautpassagen des Twingo in Österreich an der Mautstelle Schönberg liegen 2h35 (hin 16:00, zurück 18:35 Uhr). Die Zeit reicht wesentlich weiter als Trens West, nämlich ungefähr bis Ausfahrt A22 Bozen Nord (1h15 pro Strecke).
Genau dort gibt es zwei Optionen für den (Rück)weg nach München:
Von Bozen aus ist der Rückweg über Brenner und Kufstein nach Nürnberg etwa 40 Minuten kürzer als die Alternative über Meran, den Reschen- und den Fernpass.
Was wäre, wenn das alles eine Riesenshow war und Ugur einfach an der Ausfahrt Bozen umgedreht ist, während Alexandra mit einem zweiten Auto über die andere Route wieder nach Deutschland oder gar Nürnberg zurückgekehrt wäre?
Sie wäre dann grob 17:30 an der Ausfahrt Bozen und somit ca 23:30 wieder in Nürnberg gewesen (ohne Pause).
Würde es nicht reichen, sich irgendwo in Deutschland als ukrainischer Flüchtling rumänischer Minderheit auszugeben, deren Mann von Russen erschossen wurde? Wurden wirklich alle schwangeren Flüchtlinge überprüft?
Aber niemand sucht nach ihr. Selbst in den Foren wird bekämpft und verspottet, wer das Offensichtliche ausspricht. Ein Geniestreich.
Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022
Verfasst: Freitag, 28. Juni 2024, 16:01:05
von Turmfalke23
RockyBalboa hat geschrieben: ↑Freitag, 28. Juni 2024, 14:36:32
Wenn die Angeklagten nicht auf Alexandra getroffen sind, wie kamen sie dann an ihr Handy?
Da spielt es doch aus Hobbyermittlersicht keine Rolle, ob ein Anthropologe eine Nase oder Ohr erkennt. Das ist Juristengeplänkel….
Die Schwurgerichtskammer strebt für mich erkennbar eine gewisse Revisionssicherheit an.
Wenn das zu erwartende Urteil erstinstanzlich von einem Landgericht gefällt wurde, ist das einzige verfügbare Rechtsmittel die Revision beim Bundesgerichtshof (BGH) .
Sollten sich wirklich alle Verfahrensbeteiligte vor Augen halten
Fränkin hat geschrieben: ↑Freitag, 28. Juni 2024, 14:34:26
Die damalige Freundin sagte bereits heute am 28.06.24 aus. Ich vermute, dass sie am Montag nicht schon wieder erscheint, nachdem der vorsitzende Richter sie heute Vormittag aus dem Zeugenstand entlassen hat.
Tatsächlich ?
Ach so, doch noch eine weitere Freundin des Bastian R., sogar Ärztin, durchaus interessant.
Aber eine Schwangerschaft bestand in dieser Beziehung, aber nicht ?
Lass Dich nicht ärgern, liebe Fränkin

Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022
Verfasst: Freitag, 28. Juni 2024, 16:12:49
von Sronson
Turmfalke23 hat geschrieben: ↑Samstag, 22. Juni 2024, 18:58:29
Ich habe auch nur das, was ich stellenweise mitgeschrieben habe, beim Vortrag des Sach-
verständigen.
Eine leichte Debilität, also leichte Intelligenzminderung nach ICD-10 liegt bei U.T. nicht vor, auch keine Störung der Intelligenzleistung, ein IQ-Test ist somit völlig unnötig.
Eine schwere psychische Erkrankung im Sinne der Schuldunfähigkeit § 20 StGB oder nach § 21 StGB der eingeschränkten Schuldunfähigkeit liegt hier ebenfalls nicht vor.
Drogen- und Medikamentenabhängig ist er auch nicht. Gesundheitlich angeschlagen ja,
beginnende Augenerkrankung, Adipositas, Diabetes und Bewegungseinschränkungen an einem Bein. Einen lebensgefährlichen Diabetes-Schock hat U.T. bereits hinter sich.
Aufgewachsen in einem ganz normalen Elternhaus, in Erlangen, mit seinem Bruder. Er ist verheiratet, vermutlich hat er keine Kinder.
Ursprünglich wollte er einen mittleren Bildungsschulabschluss erreichen, es blieb aber nur beim einfachen Hauptschulabschluss.
Eine Lehre begann er dann als Kfz-Mechatroniker, musste während der Lehrzeit ohne
schuldhaftes Verhalten, den Arbeitgeber wechseln. Ein erfolgreicher Abschluss dieses Berufes blieb aber aus.
Dann folgen Zeiten als Personenschützer, Wach- sowie Sicherheitsdienst und Türsteher. 1999 lernte er den Mitangeklagten D.B. kennen.
2008 gründete er und seine Frau J. einen Fahrradhandel. Dieses Geschäft wurde aufgegeben oder ging in Insolvenz? Vorstrafen hat er keine.
Wenn er D.B. nicht kennengelernt hätte, wäre er wohl kaum auf der Anklagebank eines Schwur-
gerichtes gelandet, meiner Meinung nach
Lieben Dank an dich für diese vielen Informationen zum Angeklagten Ugur T.
Fränkin hat geschrieben: ↑Freitag, 28. Juni 2024, 14:34:26
Die damalige Freundin sagte bereits heute am 28.06.24 aus. Ich vermute, dass sie am Montag nicht schon wieder erscheint, nachdem der vorsitzende Richter sie heute Vormittag aus dem Zeugenstand entlassen hat.
Weißt du, was die Zeugin ausgesagt hat?
Turmfalke23 hat geschrieben: ↑Freitag, 28. Juni 2024, 13:34:57
Offensichtlich ist er eine sehr begehrte Person bei Frauen.
An seinem guten Charakter kann es nicht liegen, also muss wohl sein blendendes Äußeres ausschlaggebend sein

Jedenfalls finde ich es erschreckend, dass sogar Ärztinnen auf diesen emotionalen Quacksalber hereinfallen.
Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022
Verfasst: Freitag, 28. Juni 2024, 16:15:26
von Heckengäu
@Staubi: Lieben Dank für dein hehres Lob
Turmfalke23 hat geschrieben: ↑Freitag, 28. Juni 2024, 13:34:57
Die Ärztin soll bis ca. 05.2022 eine Beziehung zu dem Mathematiklehrer Bastian R.
gehabt haben. Offensichtlich ist er eine sehr begehrte Person bei Frauen.
Das ist doch seit längerem offensichtlich:
B.R. wird in späterer Zeit gerühmt werden als "Stammvater der Neufranken".
Inklusive 10 Meter hoher Reiterstandbilder aus Bronze, Turmbenennungen, Brücken-, Strassen-, Bastianine als beliebtester Mädchenname in Neufranken (Verballhornt zu 'La Bestia').
Die erklecklichen Schwindeleien in Exklusiv-Interviews als Dr. Reichel-Hausbock über seine "Traumfrau", enttarnt als windschiefes Kartenhaus,
die absonderlich schrägen Schilderungen, wie das Pflegekind direkt ihm, dem Held, sprichwörtlich aus dem Himmel vor die Füsse fiel, zur geprellten Zweitschwangeren - Vergeben & Vergessen: Erdnüsse
Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022
Verfasst: Freitag, 28. Juni 2024, 16:27:43
von RockyBalboa
papaya hat geschrieben: ↑Freitag, 28. Juni 2024, 15:45:14
Was wäre, wenn das alles eine Riesenshow war und Ugur einfach an der Ausfahrt Bozen umgedreht ist, während Alexandra mit einem zweiten Auto über die andere Route wieder nach Deutschland oder gar Nürnberg zurückgekehrt wäre?
Sie wäre dann grob 17:30 an der Ausfahrt Bozen und somit ca 23:30 wieder in Nürnberg gewesen (ohne Pause).
Das ergibt überhaupt keinen Sinn. Wieso sollte jemand sowas machen?
Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022
Verfasst: Freitag, 28. Juni 2024, 17:42:41
von papaya
RockyBalboa hat geschrieben: ↑Freitag, 28. Juni 2024, 16:27:43
Das ergibt überhaupt keinen Sinn. Wieso sollte jemand sowas machen?
Weil es eine offensichtlich geniale Methode ist, spurlos zu verschwinden, ohne dass jemand ernsthaft nach der Vermissten sucht.
Vom Narrativ der Staatsanwaltschaft ist ja nicht mehr viel übrig geblieben, so steht es auch heute in der Zeitung.
https://www.het-forum.de/viewtopic.php?p=254979#p254979
Daran wider besseren Wissens und aller Resultate der Beweisaufnahme weiter festzuhalten, ergibt nun wirklich überhaupt keinen Sinn.
Was ist also passiert an jenem 9. Dezember 2022?
Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022
Verfasst: Freitag, 28. Juni 2024, 18:05:34
von RockyBalboa
papaya hat geschrieben: ↑Freitag, 28. Juni 2024, 17:42:41
Weil es eine offensichtlich geniale Methode ist, spurlos zu verschwinden, ohne dass jemand ernsthaft nach der Vermissten sucht.
Vom Narrativ der Staatsanwaltschaft ist ja nicht mehr viel übrig geblieben, so steht es auch heute in der Zeitung.
https://www.het-forum.de/viewtopic.php?p=254979#p254979
Daran wider besseren Wissens und aller Resultate der Beweisaufnahme weiter festzuhalten, ergibt nun wirklich überhaupt keinen Sinn.
Was ist also passiert an jenem 9. Dezember 2022?
Wieso sollte jemand auf so eine saublöde Art und Weise verschwinden? Wieso hat sie nicht einfach tschau kakau gesagt, ihre Konten leer geräumt, wäre in den Zug gestiegen und - zum Beispiel nach Weißrussland - gefahren. (Von dort halt dann weiß der Geier wohin).
Lieber gehen zwei Männer unschuldig bald ein dreiviertel Jahr in den Knast (diese Lebenszeit kriegen sie nicht mehr zurück).
Für mich völlig absurd: a) so ein hirnloses „Untertauchen“ als „genial“ zu bezeichnen und b) zu behaupten, es wäre vom „Narrativ“ der Staatsanwaltschaft nichts mehr übrig. Da ist noch mehr als genug übrig….
Was ist denn weg gefallen? Ein Haar aus Sindersdorf und ein Gutachten eines 80 Jährigen?
Der Rest zählt wohl nichts mehr? Die Routerdaten, die Bewegungsprofile, das Tape, der Ohrring, ihr Handy in Italien - durch Ugur dorthin gefahren, die Nachrichten, der Brief ans Gericht mit dem gefundenen Papier in Dejans Auto usw…..
Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022
Verfasst: Freitag, 28. Juni 2024, 18:24:34
von Sronson
RockyBalboa hat geschrieben: ↑Freitag, 28. Juni 2024, 18:05:34
Wieso sollte jemand auf so eine saublöde Art und Weise verschwinden? Wieso hat sie nicht einfach tschau kakau gesagt, ihre Konten leer geräumt, wäre in den Zug gestiegen und - zum Beispiel nach Weißrussland - gefahren. (Von dort halt dann weiß der Geier wohin).
Ein möglicher Grund wäre, dass Alexandra verhindern wollte, dass man nach ihr sucht und sie sich ggf. hätte erklären müssen. Es braucht viel Mut um seinen Angehörigen zu sagen, dass man das eigene Leben lieber ohne sie fortsetzen möchte. Viel einfacher ist es da, seinen Tod vorzutäuschen - Siehe Pietro Martini. Man muss es nur eben raffiniert anstellen (also nicht so wie Herr Martini). Welche Rolle die Angeklagten dabei tatsächlich spielten, muss sich noch herausstellen. Für mich bleibt es in alle Richtungen “unrund”.