Baustein 3
Widersprüche beim Einsatz von Mantrailern / Leichenspürhunden.
Der erste Einsatz erfolgte, um zu prüfen, ob und welchen Weg RR - zu Fuß - vom Maurerweg genommen hat/hätte.
Hierzu wurden die möglichen Fußwege/Straßen abgelaufen, die erreichbar waren.
Dummerweise und logisch lokal, waren diese natürlich gelegentlich von RR in der Vergangenheit schon benutzt worden.
Somit hätte hier höchstens eine, weiter entfernte, aber aktuelle Spur, helfen können.
Im Falle von Benutzung von Transportmitteln (Bus, Auto, Mofa, Motorrad, etc.) entfällt das natürlich.
Ein Einsatz an der Autobahn war, aus meiner Sicht, eher Wunschdenken, zumindest was Spuren auf oder direkt an der Fahrbahn betrifft.
Sofern RR nicht zu Fuß direkt an der Leitplanke entlang gelaufen wäre, ist die wetterbedingte und chemische (Teer, Fahrzeugbedingt, Treib- und Schmierstoffverlust, weitere Materialverluste) Beeinflussung der Umgebung, kombiniert mit Verwirbelung durch Fahrzeuge und Wind, derart hoch, das Spürhunde damit völlig überfordert sind.
Zumal auf der meistbefahrenen Hauptverkehrsachse West/Ost Europas.
Abseits, sprich an Ein-/Ausfahrten, Parkplätzen, wäre das, dank beruhigten Bereichen eher nachvollziehbar.
Was jedoch auffiel, das stark Richtung Süden der Autobahn gesucht wurde, der Nordbereich sozusagen nur wenige Meter abgegangen und danach eingestellt wurde.
Für die Möglichkeit des Fahrzeugtransports, sehr ungewöhnlich.
(Warum sich hier ein weiter Widerspruch ergibt, möchte ich im Baustein 4 abhandeln)
Das sich im späteren Verlauf lediglich herausstellte, das die Mantrailer nur „anschlugen“ ( Zeichen für das Auffinden EINER Spur, jedoch kein sicheres Zeichen für DIE Spur), und kurz darauf besagte, verfolgte Spur verloren, zeigte, das die Hunde keineswegs eine Duftspur von RR fanden.
Selbst der Einsatz von Leichenspürhunden (Bitte von Lebendsuchhunden unterscheiden), brachte keinen Erfolg.
Von ein paar, längst verblichenen, Ratten und Vögeln mal abgesehen.
Sowohl an Land als auch über Wasser.
Was allerdings das größte Fragezeichen aufwarf (und evtl wesentlich mehr zur Aufklärung hätte beitragen können), ist, das kein Mantrailer/Leichensuchhund - IM - Haus von F bzw. in der direkten Umgebung, eingesetzt wurde.
Ersterer mag wenig beitragen, zweiterer schon.
Der Verzicht hierauf ist nur dadurch zu erklären, das hier Erkenntnisse vorlagen, die das Haus als nicht relevant einstuften.
Das trotzdem seitens der Sta die Aussage getroffen wurde, von einem Tatort zu sprechen, klingt zuerst sinnlos.
Jedoch gibt es triftige Gründe.
Zunächst wollte man zu dem Zeitpunkt keine Internas weitergeben.
Weiterhin ist es Teil der Ermittlungen, mit gezielten Falschinformationen, die lediglich intern bekannt sind, öffentlich Reaktionen hervorzurufen.
Trotzdem hat man stets die Formulierung genutzt, das man von Umständen „ausginge“.
Hier hält man sich die Hintertür offen, das sich durchaus andere Entwicklungen ergeben können.
Abschließend hätte der Einsatz von Hunden sicher erfolgreich sein können, wenn er denn an der, oder den, passenden Stellen erfolgt wäre.
Da aber der Einsatz über 10 Tage später erst erfolgte, war der Erfolgt gleich Null.
Wer übrigens immer noch an die Superkräfte von Superhunden glaubt, möge sich einmal folgendes vorstellen:
Mitten auf einer mehrspurigen Autobahn verteilt man, bei völliger Windstille, auf die Fläche von 1x1cm etwa 1g Mehl.
Dann lässt man 7 Tage lang den üblichen Verkehr über die Autobahn fahren, zusätzlich das übliche Wetter eines Februar (inklusive Regen, Frost, Wind, etc.).
Auf welche Fläche mag sich:
a) der Mehl verteilt haben?
b) wieviel dieses Gramms mag noch chemisch nachweisbar sein n?
c) in welche Richtung mag der „Hauptteil“ des Mehls geflogen sein?
Viel Spaß beim nachrechnen.
to be continued Baustein 4