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Es gibt momentan an so vielen Ecken etwas zu schreiben, da kommt man kaum nach.
Hier nochmals etwas Offizielles zum Fall Birgit meier.
POL-LG: Neue Ermittlungen im Fall Birgit Meier
27.05.2016 – 13:42
Lüneburg (ots) - Aufgrund aktueller Berichterstattungen in verschiedenen Medien teilt die Polizeidirektion Lüneburg Folgendes mit. Im Sommer 1989 verließ die damals 41-jährige Birgit Meier unter ungeklärten Umständen ihre Wohnung in Brietlingen-Moorburg und gilt seither als vermisst. Durch die Polizei Lüneburg wurden damals umfangreiche Ermittlungs- und Suchmaßnahmen in Gang gesetzt. So wurde unter anderem auch in der ZDF-Fernsehsendung "Aktenzeichen XY-ungelöst" nach Frau Meier gefahndet. Hinweise zu ihrem Aufenthaltsort oder die Umstände ihres Verschwindens ergaben sich jedoch nicht. Dies änderte sich auch nicht in den Folgejahren, in denen die Polizei Lüneburg immer wieder neue Klärungsversuche unternahm.
Neue Bewegung kam in den ungelösten Fall im Spätsommer 2015: Polizeipräsident Robert Kruse entschloss sich in enger Abstimmung mit dem Leiter der Staatsanwaltschaft Lüneburg Gerhard Berger, eine neue Ermittlungsgruppe zur Klärung des Falles einzurichten. Am 01.09.2015 nahm die "EG (Ermittlungsgruppe) Iterum" unter der Leitung des erfahrenen Mordkommissionsleiters Richard Kaufmann aus Rotenburg/Wümme die Ermittlungen erneut auf.
Im Zentrum der aktuellen Ermittlungen steht ein damals 40-jähriger Lüneburger Friedhofsgärtner. Aufgrund der Gesamtumstände war der Mann seinerzeit verdächtig, mit dem Verschwinden von Birgit Meier in Verbindung zu stehen. Der Mann hatte sich allerdings in der Untersuchungshaft, in der er in anderer Sache einsaß, inzwischen selbst getötet. Dieser Tatverdacht konnte inzwischen durch die aktuellen Ermittlungen weiter erhärtet werden. Auch Verbindungen zu weiteren Tötungsdelikten in der Region sind in die aktuellen Ermittlungen einbezogen.
"Der Ansatz, auch lange zurückliegende Fälle nochmals mit neuen Augen und vor allem neuen forensischen Beweismethoden aufzurollen, hat sich schon jetzt als richtig erwiesen. Die akribische kriminalistische Arbeit der Kollegen der "EG Iterum" auf der Basis der seinerzeit geführten Ermittlungen der Polizei Lüneburg hat uns zusammen mit den heute zur Verfügung stehenden kriminaltechnischen Möglichkeiten weitergebracht. Die Zusammenarbeit mit der sachleitenden Staatsanwaltschaft Lüneburg war von Beginn an hervorragend. Ich bin zuversichtlich, dass wir am Ende der Ermittlungen klarer sehen, was mit Birgit Meier geschehen ist", zog Polizeipräsident Kruse ein vorläufiges Fazit.
Mit Rücksicht auf die noch laufenden Ermittlungen können derzeit keine weiteren Details bekannt gegeben werden.
Zu diesem Friedhofsgärtner hatte ich schon mal einen Beitrag verfasst:
In diesem Buch wird der Stand der Ermittlungen im Vermisstenfall Birgit Meier zusammengefasst:
Hilferuf aus dem Folterkeller.
Die Hamburger Säurefassmorde
Eine Spurensuche. Von Heinrich Thies
Am 14. August 1989 verschwand die wohlhabende Hausfrau Birgit Meier aus Brietlingen - Moorburg im Kreis Lüneburg, die 41 jährige Schwester des LKA Chefs Wolfgang S. Mehrmals hatte die 22 jährige Tochter vergeblich bei ihrer Mutter angerufen. Eigentlich wollten die beiden in einem Einrichtungshaus Möbel aussuchen. Als die Tochter schließlich nach dem rechten suchte, fand sie das Haus leer vor. Die Terrassentür stand offen, im die Katzen ihrer Mutter miauend auf sie zu. Sie waren offenbar lange nicht mehr gefüttert worden. Nichts sprach dafür, dass Birgit Meier Hals über Kopf verreist war. Ihr Auto stand in der Garage, keine Koffer waren gepackt worden.
Suchaktionen mit Hubschraubern , Hundestaffeln und Booten auf dem Elbe-Seiten-Kanal nach der Leiche der schlanken blonden Frau verliefen ergebnislos. Zunächst wurde gegen den Ehemann ermittelt, von dem die Vermisste getrennt gelebt hatte. Das fast schon übliche Vorgehen bei Fällen dieser Art. Doch der vage Verdacht erhärtete sich nicht.
Später nahm die Polizei einen Friedhofsgärtner ins Visier, der schon mit 19 eine junge Frau entführt und vergewaltigt hatte und mit dem die Vermisste bekannt war. Er hatte am fraglichen Tag in der Nähe gearbeitet. Aber auch diese Spur führte nicht zum Erfolg. Auch die Sendung Aktenzeichen xy ungelöst und eine ausgesetzte Belohnung in Höhe von 12.000 € halfen nicht weiter. Der Fall blieb ungelöst, Birgit Meier spurlos verschwunden.
Nur ihr Personalausweis tauchte wieder auf: Er wurde von einem Unbekannten in einen Briefkasten am Hauptbahnhof geworfen -zwei Wochen nach dem Verschwinden der Besitzerin.
Die Säurefassmorde lassen nun auch diesen Fall in einem neuen Licht erscheinen. Besonders aufmerksam wurden die Kriminalbeamten, als bekannt wird, dass LS allem Anschein nach am 14.8.1989 im Raum Lüneburg unterwegs war - in unmittelbarer Nähe des Wohnortes der Vermissten. Es heißt, er habe in Lauenburg seinen Pass verlängert und später in der Nähe von Lüneburg einen Freund besucht. Brietlingen hätte auf der Strecke gelegen. Noch etwas anderes lässt bei dem rätselhaften Verschwinden Birgit Meiers an LS denken. Der Hamburger Pelzhändler war mit dem Hausarzt der frau befreundet. Die Verdachtsmomente sind so stark, dass der Kriminalbeamte, der die Ermittlungen in Lüneburg leitet, für mehrere Wochen zur Sonderkommission nach Hamburg abgeordnet wird. Dennoch lässt sich der Tatverdacht nicht erhärten. S. beteuert, er sei zur fraglichen Zeit nicht in Deutschland gewesen, sondern mit einer Tochter auf Mallorca.
Darüber hinaus gerät fast zeitgleich zu den Ermittlungen in Hamburg der Friedhofsgärtner aus dem Raum Lüneburg erneut ins Visier der Polizei. Als Polizeibeamte sein Haus und Grundstück im März 1993 durchsuchen wollen, flüchtet der Mann. Im Mai wird er schließlich in der Nähe von Heilbronn bei einer Verkehrskontrolle festgenommen, weil er im Auto Waffenteile transportiert hat. Drei Wochen später erhängt sich der 47 Jährige in seiner Zelle. Eigentlich ein Hinweis darauf, dass sich der Inhaftierte mehr fürchtete als eine Verurteilung wegen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz. Doch nach dem Suizid wurden die Ermittlungen gegen den Mann weitgehend eingestellt.
Der Friedhofsgärtner war also schon früher ins Visier der Polizei geraten, konnte aber sich durch ein Alibi entlasten, das womöglich falsch gewesen ist. Wieso ist das damals nicht schon aufgefallen? Da muss man sich ja an den Kopf fassen.
Dass er nun auch noch für die Göhrdemorde verantwortlich sein soll, bleibt abzuwarten. Nicht dass es nun seit Manfred S. aus Schwalbach Mode geworden ist überall Serienmörder zu sehen.
....Später nahm die Polizei einen Friedhofsgärtner ins Visier, der schon
mit 19 eine junge Frau entführt und vergewaltigt hatte und mit der
Vermissten bekannt war. Er hatte am fraglichen Tag in der Nähe ge-
arbeitet. Aber auch diese Spur führte nicht zum Erfolg....
Die Säurefassmorde lassen nun auch diesen Fall in einem neuen Licht
erscheinen. Besonders aufmerksam werden die Kriminalbeamten als
bekannt wird, dass Lutz Seifert allem Anschein nach am 14. Aug. 89 im
Raum Lünrburg unterwegs war - in unmittelbarer Nähe der Vermissten.
Es heißt, er habe in Lauenburg seinen Pass verlängert und später in der
Nähe von Lüneburg einen Freund besucht. Brietlingen hätte auf der
Strecke gelegen.
Noch etwas anderes läßt bei dem rätselhaften Verschwinden Birgit Meiers
an Lutz Seifert denken: der Hamburger Pelzhändler war mir dem Hausarzt
der Frau befreundet.
ja, dann hat sie ihm spät abends wohl noch die Tür geöffnet...
Ich stelle mir es so vor: Sie war weggewesen, kam zurück, stellt das Auto in die Garage, öffnete erst mal die höher gelegene Terrassentür, legte die Armbanduhr ab und sah/las etwas (Brille)...als es klingelte und der Gärtner, den sie kannte, vor der Tür stand...mit irgendeiner Begründung lockte er sie hinaus...oder?
Jeder meiner Beiträge ist als Hypothese gedacht und erhebt keinerlei Anspruch auf Richtigkeit!
rocksoffmessageboard hat geschrieben:Frau Murmur,
ich nehme meine Cartier Santos doch nicht ab, weil ich gerade
nach Hause komme oder weil es klingelt.
Denke ich auch.
Wer diese Dinge gewohnt ist, der macht eigentlich alles damit.
Es ist dann eben nichts mehr besonderes ... es ist alltäglich.
Der Inhalt meiner Beiträge ist reine Fiktion, .... ich habe ADHS
rocksoffmessageboard hat geschrieben:Frau Murmur,
ich nehme meine Cartier Santos doch nicht ab, weil ich gerade
nach Hause komme oder weil es klingelt.
nö - ich nehme sie ab, (bevor es klingelt!), weil
1. ich gleich ins Bett gehe
2. die Uhr am Handgelenk auf Dauer stört (Haut)
3. es Gewohnheit ist, sie wieder abzulegen, nach Gebrauch...
tja, rocks - erwischt - es ist meine Gewohnheit, die Uhr wieder abzulegen, aus o.g. Gründen!
(Hab aber keine `Cartier Santos`- die würde ich vllt auch nie ablegen!;-)
Jeder meiner Beiträge ist als Hypothese gedacht und erhebt keinerlei Anspruch auf Richtigkeit!
Nach den neuen Zeitungsberichten könnte ich mir den Tatablauf folgendermaßen vorstellen:
Das letzte Lebenszeichen von BM war das Telefongespräch mit ihrer Tochter, das am 14.8.1989 bis 22.30 Uhr geführt worden ist. Ab diesem Zeitpunkt gibt es keine gesicherten Fakten über BMs Schicksal.
Da BM aufgrund ihrer familiären Situation ( sie hatte noch eine Mutter und auch eine Tochter) und des geplanten Hausverkaufs nicht einfach spurlos untergetaucht wäre und auch nicht davon auszugehen ist, dass sie Suizid begangen hat ( nach Aussage de Ehemanns war sie in der letzten Zeit vor dem Verschwinden nicht mehr deprimiert) , muss man davon ausgehen, dass sie einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist.
Meiner Meinung nach ist BM kurz nach dem Telefongespräch mit ihrem Mörder zusammen getroffen.
Es gab am Haus keine Einbruchspuren und es gab auch keine Kampfspuren im Haus. Sie hat die Haustür ordnungsgemäß abgeschlossen, ihr Fahrzeug blieb in der Garage zurück. Das spricht dafür, dass sie von ihrem Mörder von zu Hause abgeholt worden ist und zu ihm freiwillig ins Fahrzeug gestiegen ist. Sie hatte auch persönliche Gegenstände bei sich wie Personalausweis, Rolex-Uhr, Lesebrille und Schlüssel dabei, so als habe sie noch vor irgendwo hinzufahren.
Zu dem späten Verlassen des Hauses hat sie sich meiner Meinung nach spontan entschlossen. Ich stelle es mir so vor, dass der Täter, den sie gekannt hat, an ihrer Tür geklingelt hat und sie gefragt hat, ob sie nicht trotz der späten Stunde noch kurz mit ihm kommen wolle, dahin, wo noch etwas los sei und dass man dann noch über alles Mögliche sprechen könne. Er habe es nicht früher geschafft zu kommen usw. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass KWW so vorgegangen ist und dass BM mit ihm mitgefahren ist, denn wie ein Strauchdieb sah er nicht aus und gute Manieren soll er auch gehabt haben.
Der Täter ist dann aber nicht dort hingefahren, wo die Fahrt ursprünglich hingehen sollte.Unterwegs ist es zu Zudringlichkeiten und sexuellen Übergriffen gekommen, wahrscheinlich auch zu einer Vergewaltigung und dann zur Tötung. Die Leiche wies vermutlich DNA Spuren des Täters auf. Die DNA des Täters war aus früheren Verfahren Polizei bekannt , daher musste die Leiche weggeschafft und so abgelegt werden, dass sie unauffindbar ist. Ansonsten hätte der Täter sie am Tatort liegen lassen können. In seinem Fahrzeug hat er die Leiche transportiert, daher musste es weg. Er hat sich dazu entschieden es im Garten zu vergraben. Falls es dort irgendwann entdeckt worden wäre, hätte er sich noch mit einem Versicherungsbetrug herausreden können. Das ist wohl auch so geschehen, denn er hatte das Auto damals wohl als gestohlen gemeldet.
Ein solcher Tatablauf und ein solcher Hintergrund würde jedenfalls zu KWW passen. Es ist aber alles nur Spekulation. Hoffentlich erfährt man zu diesem Fall und den neuen Erkenntnissen der Polizei bald mehr.Momentan sieht es allerdings so aus, als seien alle ihn belastenden Dinge schon seit 1993 bekannt gewesen. Ganz entscheidend wäre der Nachweis, dass KWW und BM einander gekannt haben . Vielleicht haben sich dafür noch Zeugen finden lassen.
"..es ist Jemand an der Tür...ruft sie kurz an einen anderen Ort (Unfall mit Katze/ in den Garten?), sie legt ihre Lesebrille auf den Tisch, nimmt den Schlüssel und geht mit runter/raus...er bringt sie um (würgen, erschlagen), legt sie in sein Auto...geht mit den Schlüsseln zurück und nimmt ihren Ausweis, Lesebrille mit,
fährt sie dann ins Nirwana, traktiert sie, entsorgt sie, und nimmt ihr vorher noch die Uhr ab..wahrscheinlich auch die Kleidung...."
Heute würde ich es so vermuten:
"...es ist Jemand, den sie kennt, an der Tür...ruft sie kurz, unter Vorwand, hinaus...Terrassentür bleibt offen...(Unfall mit Katze/ in den Garten?)...sie legt ihre Lesebrille auf den Tisch, nimmt den Schlüssel und folgt hinaus...er fesselt sie, betäubt?, setzt sie in sein Auto und fährt sie ins Nirwana, traktiert sie, entsorgt sie ...nimmt ihr vorher noch die Schlüssel ab,...vllt die Kleidung...
...dann fährt er zurück, schliesst auf, geht lustvoll durch die Wohnung und nimmt dabei ihre Lesebrille, die Uhr und den Ausweis mit..."
Frau Murmur,
viel zu kompliziert gedacht.
Er hatte sich was bei ihr ausgeliehen (Wasserschlauch oder so).
Sie war allein und er sah ganz gut aus, zumindest auf den etwas
später aufgenommenen Fotos (handsome man). Dann eine kleine
Verabredung - vielleicht liegt sie auch im Reihersee.
War sie denn der Typ, der sich schnell mal mit einem Mann einliess? Warum blieb er dann nicht bei Ihr? Sie war alleine, gut eingerichtet...?
Wohin wollte sie mit ihm - wenn die T-Tür offenblieb?
(wenn sie vermögend war, dann achtete sie doch bestimmt besonders darauf, dass man nicht ungefragt hineinkam...?)
...was für ein Vorschlag war das dann?
Jeder meiner Beiträge ist als Hypothese gedacht und erhebt keinerlei Anspruch auf Richtigkeit!
Murmi,
keine Ahnung, wenn er es denn war, vielleicht einen Sekt trinken
am Reihersee?
Wir sind damals (1986) in diese Gegend zwischen Lauenburg
und Hitzacker gezogen, täglich nach HH gependelt (ca. 80 km eine Strecke)
Hamburg zur Arbeit gefahren, das Haus haben wir nie abgeschlossen.
Erst nach der Grenzöffnung hat man mal darüber nachgedacht, den
Schlüssel zumindest an der Hintertür mal umzudrehen
Was Birgit für ein Typ war? Ich kenne sie nicht, ich denke mal sie war klein,
niedlich, attraktiv.
Hast Du meinen Beitrag über den Kürschner/Säurefaßmörder gelesen?
rocksoffmessageboard hat geschrieben:Murmi,
keine Ahnung, wenn er es denn war, vielleicht einen Sekt trinken
am Reihersee?
Wir sind damals (1986) in diese Gegend zwischen Lauenburg
und Hitzacker gezogen, täglich nach HH gependelt (ca. 80 km eine Strecke)
Hamburg zur Arbeit gefahren, das Haus haben wir nie abgeschlossen.
Erst nach der Grenzöffnung hat man mal darüber nachgedacht, den
Schlüssel zumindest an der Hintertür mal umzudrehen
Was Birgit für ein Typ war? Ich kenne sie nicht, ich denke mal sie war klein,
niedlich, attraktiv.
Hast Du meinen Beitrag über den Kürschner/Säurefaßmörder gelesen?
ja...ich hoffe, Ihr schliesst jetzt immer ab?;-)
Jeder meiner Beiträge ist als Hypothese gedacht und erhebt keinerlei Anspruch auf Richtigkeit!
Ein älterer Artikel der MoPo, der nun frei abrufbar ist, befasste sich mit der Persönlichkeit von KWW:
Die Abschiedsbriefe des Serienkillers
Rasiert mich, bevor ihr mich verbrennt
Von Thomas Hirschbiegel
30.05.16, 17:58 Uhr
Er sorgt sich rührend um das Tulpenbäumchen im Garten, denkt wehmütig an seinen Schäferhund Rex und bittet seine Angehörigen um Verzeihung: Letzte Worte eines mutmaßlichen Serienmörders. Die MOPO dokumentiert zwei Abschiedsbriefe des Lüneburger Friedhofsgärtners Kurt-Werner W., der sich 1993 im Alter von 44 Jahren im Gefängnis erhängt hatte.
„Meine liebe Familie!“ So beginnt das erste fünfseitige Schreiben. Gewaltverbrecher Kurt-Werner W. zieht ein Resümee seines Lebens: „Leider leben wir ja schon eine ganze Zeit nicht mehr so ungetrübt, aber gerade das Osterfest war für mich irgendwie ein stilles unbewusstes Abschiednehmen.“
Schon im dritten Absatz kommt W. auf seinen Garten zu sprechen: „Bitte, wenn ihr Haus und Hof halten könnt, so pflegt mir ganz besonders das Tulpenbäumchen, ich hatte mich so gefreut, dass es in diesem Jahr erstmals mehr als eine Blüte hatte!“
......
Der mutmaßliche Göhrde-Mörder schreibt dann über seinen Freitod und die Beerdigung: „Ich habe heute den ganzen Nachmittag mit dem Papa stumme Zwiesprache gehalten und er hat mit dem Kopf genickt, er versteht meine Beweggründe. Deshalb wünsche ich mir bei meiner Beisetzung das Lied vom guten Kameraden nicht für mich, sondern ganz besonders für unseren Vater!“
Außerdem bittet Kurt-Werner W. darum als Leichnam vor seiner Einäscherung noch mal rasiert zu werden. Dann spricht er seine Frau direkt an: „Ich habe dich immer sehr lieb gehabt, auch wenn ich das oftmals nicht so zeigen konnte.“ Und weiter: „Ich glaube, ich habe dein Leben ruiniert. Aber es waren auch manch’ schöne Stunden, die wir miteinander verbracht haben – weißt du noch, wie ich in Fleestedt über den Zaun gesprungen bin? Wie wir unseren kleinen Rex bekamen?“
Wenig später zerfließt der Mörder in Selbstmitleid: „Mir wird immer bewusster, dass meine Lebensuhr abgelaufen ist. Dieser Gedanke macht schon Angst – aber ich muss da durch!“ Unter Tränen, wie er behauptet, und „mit den Nerven ganz am Ende“ schreibt Kurt-Werner W. weiter und kommt wieder auf den Schäferhund zurück: „Bitte, wenn es mit dem Rex nicht mehr geht, lasst ihn sich nicht quälen, er hat uns doch viele Jahre Freude bereitet.“
Das Ende des Briefes ist dann mehr als merkwürdig: „....Du möchtest die Madonnenfigur am Kamin zerschlagen und wegschmeißen, überlege einmal, mein Platz war direkt unter ihr, seitdem wir die neue Garnitur haben – und wann fing alles an?“
Am 21. April 1993 greift W. abends in seiner Zelle zum Gürtel und versucht, sich zu erhängen. Doch der Freitodversuch im Gefängnis Heinsheim bei Heilbronn misslingt! Sein Hals rutscht aus dem Gürtel, mit dem er sich erhängen will. Keiner der Wärter bemerkt etwas. Zwei Tage später schreibt Kurt-Werner W. einen zweiten Abschiedsbrief, klagt darüber, „wie sehr mein Hals schmerzt“. Erneut wendet W. sich an seine Frau: „Du bist das Liebste, was ich habe. Bitte vergib mir!“
Dann erwähnt W. noch banale Dinge wie die Reinigung der Dachrinne und eine bei einem Verkehrsunfall beschädigte Lederjacke. Der Brief schließt mit: „Bitte vergiss mich nicht ganz – und denkt und sprecht bitte nicht nur über meine schlechten Seiten.“
Dann greift Kurt-Werner W. erneut zum Gürtel und erhängt sich am Fenster seiner Zelle.
KWW hat zwar einen Abschiedsbrief hinterlassen, aber leider benennt er keine Gründe für den Suizid. Dass die Lebensuhr abgelaufen sei, ist nur eine daher geschriebene Floskel. Offenbar war es ihm vor allem wichtig, dass seine Familie , zu der er wohl immer Kontakt hatte, ihn in guter Erinnerung behält.
Ganz merkwürdig ist der Hinweis auf die Madonna. Er hat wohl die Befürchtung, dass sie nach seinem Tod entsorgt werden soll und bittet quasi darum es nicht zu tun, sondern zu bedenken, dass er immer ganz in ihrer Nähe gesessen habe und sie dann quasi als Erinnerungsstück zu bewahren.
Diese Passage des Abschiedsbriefes ist speziell an seine Ehefrau gerichtet. Das kann mögliche Internas im Hinblick auf die Beziehung betreffen, was Außenstehende nicht entziffern können.
was ich immer nicht ganz verstehen kann, ist, es sind so brutale Typen wie dieser Friedhofsgärtner, die anderen Menschen schlimme Dinge antun können aber wenn es um sie selbst geht, fangen sie an zu weinen und werden ganz reumütig bzw. jammern herum, dass die Lebensuhr abgelaufen ist etc.
Scheint wohl eine tiefgreifende Persönlichkeitssörung zu sein.
Man darf halt auch in diesem Fall nicht vergessen, dass es sich nur um einen Vermisstenfall handelt. Bislang ist weder die Leiche gefunden worden, noch sind Kampfspuren oder Blutspuren etc. im Haus oder im Auto oder in der näheren Umgebung gefunden worden, die auf ein Gewaltdelikt hindeuten.
Ich habe heute vom Fall der 1984 verschwundenen Petra P. aus Wolfsburg erfahren. Sie war seitens des Amtsgerichts für tot erklärt worden, ein Mann hatte sogar den Mord an ihr gestanden und 31 Jahre später im Jahr 2015 tauchte sie per Zufall im Rahmen einer Einbruchgeschichte wieder auf. Sie war untergetaucht, wünschte auch nach dem Auftauchen keinen Kontakt zur Familie und hat über Jahrzehnte unerkannt in einer anderen Stadt gelebt. Als Ausweispapier hatte sie nur einen lange abgelaufenen Personalausweis, den sie nirgends mehr vorzeigen konnte, also hat sie sich quasi ohne Ausweispapiere durchgeschlagen.
Ich glaube, dass ein Untertauchen mit einem minderjährigen Kind auf Dauer nur schlecht zu bewerkstelligen ist, aber bei einer erwachsenen Einzelperson scheint es nicht unmöglich zu ein.