detector hat geschrieben:Die Stelle, welche von dir beschrieben wird, liegt aber mitten im Wald. Für den Täter bestand dort keinerlei Möglichkeit sich zu verstecken, da es in Richtung Westen steil den Berg hinauf - und Richtung Osten ebenso steil nach unten geht?
Stimmt nicht. Der Hang geht nicht einfach nur steil bergab, das ist nicht einmal in der Eiger Nordwand der Fall. Es gibt dort immer wieder flachere Stellen bzw. kleine Terrassen, wie Fotos belegen, und je tiefer man kommt, desto flacher wird es. Außerdem ist man dort durch die Bäume und Büsche sicher vor Blicken geschützt. Beispielsweise wurde im Forum gesagt, dass man vom Waldstück am Freiburger Weg nicht die Fischteiche sehen kann. Das müsste man aber, wenn man sich dort nicht verstecken könnte.
detector hat geschrieben:Die Theorie hierzu, dass der Täter das Opfer den Abhang hinuntergeworfen hat um dann zur Tatbegehung hinterherzuspringen halte ich für puren Nonsens. Was will der Täter haben? Ganz klar... Kontrolle über das Opfer und über die Situation! Hat er diese Kontrolle bei der oben beschriebenen Vorgehensweise? Wohl eher nicht!
Natürlich hat er sie. Er schlägt ihr auf den Kopf oder ins Gesicht und dann bringt er sein wehrloses Opfer nach unten. Für einen entsprechend fitten Mann stellt das kein Problem dar. Würden die Forums-User den folgenden Weg begehen?
http://www.fitforfun.de/files/images/20 ... 68_m_n.jpg
Gute Bergsteiger tun das aber, und zwar sogar allein und ganz ohne Seil. Links geht es übrigens 1800 m in die Tiefe.
detector hat geschrieben:Und wie will er im steilen Gelände die Tat ausführen? Es gibt ja so etwas wie Gravitationskräfte, d.h. der Täter hatte selber damit zu kämpfen nicht am Hang weiter abzurutschen. Wie will man in dieser Situation sein potenzielles Opfer kontrollieren?
Alle infrage kommenden Fundortstellen (die nicht mit dem "Tatort" übereinstimmen müssen), die bislang von Forumsmitglieder begangen oder in den Medien als solche gezeigt wurden, waren ausreichend flach. Carolins Leiche ist ebenfalls nicht abgerutscht.
detector hat geschrieben:Nee, nee... da eignet sich der Weg zu den Terrassenwiesen doch schon eher. Und wie schon erwähnt. Warum wurde dort Erdreich abgetragen und ein Teil des Unterholzes abgeschnitten, wenn dort nichts tatrelevantes passiert ist?
Ein Vergewaltiger würde eine solche Stelle m. E. eher nicht wählen, weil sie viel zu leicht einsehbar ist. Im Wald ist man versteckt. Da läuft auch keiner rum. An der von dir präferierten Stelle kann es aber durchaus passieren, dass jemand wie du (oder auch der Bauer) den Weg lang geht, um vielleicht ein paar schöne Landschaftsaufnahmen zu machen oder einfach mal zu sehen, wo der Weg hinführt. Er würde dich nicht mal sehen oder kommen hören. Und dann siehst du den Vergewaltiger wie auf dem Präsentierteller, wie er mit seinem Opfer beschäftigt ist, und kannst gleich (unentdeckt) ein paar Fotos mit dem Handy schießen. Und gleich darauf unentdeckt auf dem Weg die Polizei rufen. Wenn sie schnell ist, könnte sie den Täter ggf. noch auf frischer Tat ertappen.
Ich kann mir deshalb nicht vorstellen, dass ein Vergewaltiger ausgerechnet diesen gut einsehbaren Fleck wählen würde, um seine Tat auszuüben.
Im Übrigen: Nichts deutet momentan darauf hin, dass Carolins Leiche dort oder in unmittelbarer Nähe gefunden wurde. Wenn diese Stelle angeblich so sehr geschützt ist: Warum hat er sie dann nach der Tatausübung nicht einfach dort liegen gelassen oder ggf. ein paar Meter weiter in den Wald gezogen? Warum hat er sie ggf. mehrere Hundert Meter durch den angeblich so fürchterlich steilen Wald geschleift?