Vermuteter Fund- und Tatort

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Iven
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Re: Vermuteter Fund- und Tatort

Ungelesener Beitrag von Iven »

@ detector

Wenn Du Bilder einstellt, darf die Breite eines Bildes nicht mehr als 789 Pixel betragen (die Höhe ist im Prinzip egal, aber es wäre natürlich sinnvoll, wenn Du sie der Bildbreite proportional anpassen würdest), sonst wird der Thread unleserlich, wie man es aktuell hier sehen kann.

Bitte korrigiere/ändere Deine eingestellten Bilder entsprechend. Dies kannst Du beispielsweise hier tun: http://www.fotosverkleinern.de (geht dort ganz einfach und schnell).

By the way, Glückwunsch zu Deinem neuen, tollen Thread hier :!:
Wann wird er kommen, der gesetzliche Feiertag "Tag der Befreiung von linker Ideologie"?
uri44
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Re: Vermuteter Fund- und Tatort

Ungelesener Beitrag von uri44 »

detector hat geschrieben:Mein erster Gedanke war aber: Das ist ein zu perfekter Ort, um ein spontan geplantes Verbrechen auszuführen.
Wenn ich die Bilder sehe, denke ich das nicht. Man ist dort praktisch auf einem Präsentierteller.
detector hat geschrieben:Beim nähreren Hinsehen erkannte ich, dass an zwei Stellen, unmittelbar vor dieser Baumreihe, die obere Wiesenschicht (offensichtlich mittels Radlader) abgetragen wurde. Grob geschätzt, handelte es sich hierbei um etwa 4 - 5 qm Wiesenfläche. Des Weiteren war auch zu einem großen Teil das dort befindliche Unterholz entlang der Baumreihe entfernt worden.
Kann da nicht einfach was gestanden oder gelegen haben (z. B. Holz)?
detector
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Re: Vermuteter Fund- und Tatort

Ungelesener Beitrag von detector »

@uri
Nein, es wurde eindeutig Wiesengelände abgetragen. Mit Holz kenne ich mich ein wenig aus. Ein abgeräumtes Holzlager sieht nicht so sauber aus. Außerdem würde man noch tiefe Eindrücke von den unteren Querlagern im Boden sehen. Die Stelle ist zwar relaiv offen, jedoch eigentlich nicht wirklich einsehbar. Des Weiteren war der Bewuchs an den Bäumen und Sträuchern Anfang November noch sehr ausgeprägt. Das Bild stammt von Ende Dezember.
detector
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Re: Vermuteter Fund- und Tatort

Ungelesener Beitrag von detector »

Zwischenzeitlich sind ja einige Antworten und andere interessante Anregungen gepostet worden. Das mit den Bildern habe ich versucht mit dem hier vorgeschlagenen Programm einzustellen. Leider ist es mir bislang nicht gelungen, aber ich arbeite daran.
Jetzt aber nochmals zum vermutlichen Tatablauf. Mein erster Beitrag hat damit geendet, dass es eigentlich nur zwei Umstände gab, die Carolin ihr schreckliches Schicksal erspart hätten. Zum einen wäre dies gewesen, wenn der Täter in der letzten Sekunde Gewissenbisse bekommen - und von seinem schrecklichen Vorhaben abgelassen hätte. Den anderen Umstand wäre vom Täter nicht zu beeinflussen gewesen, z.B. durch das plötzliche Auftreten eines Zeugen oder das Näherkommen eines Fahrzeugmotorengeräusches. Keiner der beiden Umstände trat leider ein und Carolin verlor ihr Leben.
Wie ich bereits schon anklingen ließ, ist nicht nur der Tatort von Bedeutung, sondern auch das Umfeld des Tatorts sagt über den Täter und seine Vorgehensweise etwas aus. Wo könnte er sich versteckt haben? Wo hat sich vermutlich das Opfer bewegt und wie kam es zum Zusammentreffen? Ich gehe jetzt mal nicht davon aus, dass der Täter stundenlang in der Nähe der von mir vermuteten Tat-/Fundörtlichkeit herumgelungert hatte und darauf hoffte, dass sein späteres Opfer vorbei kommt. Dagegen spricht, dass der Freiburger Weg auch bei dem Miesewetter an diesem Tag wahrscheinlich immer noch durch Fahrzeug- und Personenverkehr frequentiert wurde. Vieles spricht dafür, dass der Täter bereits im Stadtgebiet auf Carolin aufmerksam wurde und sie mit einem Pkw mit einigem Abstand verfolgte, ohne dass dies von ihr oder anderen Personen bemerkt wurde. Im Blick hatte er sie wahrscheinlich schon länger, bloß gab es bislang keine Gelegenheit, seine Vorstellungen in die Tat umzusetzen. Als dem Täter klar war, dass sie auf dem asphaltierten Weg in Richtung Bahlingen lief, hat er sie irgendwann überholt (könnte auch vorausgefahren sein) oder fuhr auf dem westlich des Freiburger Wegs parallel verlaufenden Feldweg (ist befahrbar!) durch die Weinberge in Richtung Bestattungswald, wo er seinen Pkw versteckt abstellte. Es gibt dort diverse Möglichkeiten dazu. Hierdurch verschaffte er sich einen zeitlichen Vorsprung auf sein späteres Opfer und konne es im Bereich der Einmündung in den Feldweg abpassen. überwältigen und in Richtung der unteren Terrassenwiese führen, wo die Tat stattfand. Sicherlich wird der eine oder andere jetzt denken, dass dies ja alles viel zu einfach ist. Für den Täter war es dies vmtl. auch. Ich schrieb weiter oben mal von einem perfiden Plan des Täters und das war er durch die Auswahl des Tatorts auf jeden Fall! Warum? Carolin war zwar Joggerin, jedoch sprechen ihre Laufzeiten dafür, dass sie zwar regelmäßig, jedoch eher unambitioniert trainierte. Vom Abzweig Bahlinger Weg steigt der Freiburger Weg mit einr durchschnittlichen Steigung von etwa 6,5% in Richtung Bahlingen auf einer Länge von ca. 700 Metern an. Wer vom Joggen eine Ahnung hat weiß, dass man am Ende einer Steigung mit einer anderen Puls- und Atemfrequenz da oben ankommt, als man unten in den Berg reingelaufen ist. Entsprechend ihrem Alter und ihres Fitnesszustandes kann man von einer Pulsfrequenz von 170 - 180 b/min ausgehen. Des Weiteren steigt der Laktatwert in den Muskeln, was man am ehesten durch ein Brennen in den Oberschenkeln bemerkt. Mit anderen Worten: Carolin lief außer Atem und geschwächt in Richtung des o.g. Wegs, wo der Täter hinter den Weinreben oder ähnlichen Deckungsmöglichkeiten auf sie wartete. Als Jogger/in ist man geneigt, dass man in Kurvenbereichen immer den dirketen Weg wählt. Insbesondere, wenn man außer Puste ist. Carolin lief ihrem Peiniger in dieser Linkskurve quasi direkt in die Arme. Große Gegenwehr und Schreien waren ihr wahrscheinlich nicht mehr möglich. Insbesondere wenn man bedenkt, was für ein Schock es für sie gewesen sein musste und der Puls dann folglich noch mehr raste als zuvor! Entlang der vermutlichen Laufstrecke ist der Weg zu diesen Terrassen der einzige, der nach unten führt und bei welchem man breits nach wenigen Metern schnell aus dem Sichtfeld aus Richtung Freiburger Weg. Alle anderen Wege führen nach oben.
Mrs. Columbo
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Re: Vermuteter Fund- und Tatort

Ungelesener Beitrag von Mrs. Columbo »

Für mich hört sich das überhaupt nicht "einfach" an.
Das hört sich sogar ziemlich geplant und auf gar keinen Fall nach Zufall an. Da muss sich jemand ja doch richtig Gedanken gemacht haben, vor allem, wie er das anstellen will, ohne eigene Spuren zu hinterlassen.
Wie du schreibst, muss der Täter ja also von der Kondition und den Laufgewohnheiten gewusst haben, wäre ihm eine Läuferin aus der Marathonszene begegnet, wäre die nach der kurzen Strecke ja noch nichtmal warmgelaufen gewesen, und er hätte mit Gegenwehr rechnen müssen. Also für spontan und Zufallsopfer plus die Möglichkeit, gestört zu werden, doch recht riskant für den Täter?
Nola
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Re: Vermuteter Fund- und Tatort

Ungelesener Beitrag von Nola »

@ detector

Den Ablauf sehe ich wie Du, nur an anderer Stelle. Eben an dieser Linkskurve, die spaeter im Wald kommt - an der Stelle, an der andere user vor Ort meinten, die Fundstelle entdeckt zu haben.
Dieser Bereich an der Kurve ist besser einsichtbar von beiden Seiten, als der Bereich an der von Dir angedachten Stelle - dort geht es gleich um die Kurve rechts, sprich nicht einsichtbar, wer da gleich um die Ecke von Bahlingen hergefahren kommt. Auch ist die Stelle gut von der Fahrstrasse Richtung Parkplatz Bestattungswald einsehbar (s. allesMist Fotos).
Zudem, wie erwaehnt, nach dem Fund dieser Bereich nicht abgesperrt war, sondern nur der Durchgangsweg Wald.
Deine Beobachtung deute ich, dass dort etwas anderes "passiert" ist. Wenn der Taeter mit einem PkW kam, haette er diesen Richtung Bestattungswald abstellen koennen, was wiederum erklaeren wuerde, warum dieser Bereich fuer die Polizei weiter so interessant zu sein scheint.
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talida
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Re: Vermuteter Fund- und Tatort

Ungelesener Beitrag von talida »

@detector, die Bilder hab ich mir erlaubt auf passende Größe zu verkleinern.
Die Stelle mit der abgetragenen Wiese hab ich rausgeschnippelt
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detector
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Re: Vermuteter Fund- und Tatort

Ungelesener Beitrag von detector »

@nola

Ich erhebe keinen Anspruch darauf, ob meine These richtig ist oder auch nicht. Sofern der Täter nie ermittelt werden kann (was ich inständig nicht hoffe), wird das für die Teilnehmer in diesem Forum wohl für immer ein Geheimnis bleiben. Die Stelle, welche von dir beschrieben wird, liegt aber mitten im Wald. Für den Täter bestand dort keinerlei Möglichkeit sich zu verstecken, da es in Richtung Westen steil den Berg hinauf - und Richtung Osten ebenso steil nach unten geht? Die Theorie hierzu, dass der Täter das Opfer den Abhang hinuntergeworfen hat um dann zur Tatbegehung hinterherzuspringen halte ich für puren Nonsens. Was will der Täter haben? Ganz klar... Kontrolle über das Opfer und über die Situation! Hat er diese Kontrolle bei der oben beschriebenen Vorgehensweise? Wohl eher nicht! Und wie will er im steilen Gelände die Tat ausführen? Es gibt ja so etwas wie Gravitationskräfte, d.h. der Täter hatte selber damit zu kämpfen nicht am Hang weiter abzurutschen. Wie will man in dieser Situation sein potenzielles Opfer kontrollieren? Nee, nee... da eignet sich der Weg zu den Terrassenwiesen doch schon eher. Und wie schon erwähnt. Warum wurde dort Erdreich abgetragen und ein Teil des Unterholzes abgeschnitten, wenn dort nichts tatrelevantes passiert ist?
detector
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Re: Vermuteter Fund- und Tatort

Ungelesener Beitrag von detector »

Ich hoffe mal, dass es jetzt besser ist...
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K640_IMG_1867.JPG (106.63 KiB) 8327 mal betrachtet
Nola
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Re: Vermuteter Fund- und Tatort

Ungelesener Beitrag von Nola »

Auf der Vergroesserung sieht es definitiv so aus, als ob dort abgetragen wurde.

@ detector
An der Kurve im Wald waere also das Gelaende lt. Dir definitiv zu steil, um dort Jemanden schnell ausser Sicht zu bewegen? Die letzten Infos von Leuten vor Ort hiess, dass es gerade dort nicht so steil sei - deswegen die Nachfrage.
Versteckt haben muss er sich nicht. Wenn er vor und hinter sich ausmachen konnte, dass ihn Niemand beobachtet, kann er sie einfach angegriffen haben, aehnlich, wie der Uebergriff in Muenchen. Unter der Annahme waere fuer mich diese Kurve "besser" geeignet gewesen. Wenn er sich versteckt hatte, sieht das natuerlich anders aus.
So passt man die Thesen neuerlichen Beobachtungen an....
uri44
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Re: Vermuteter Fund- und Tatort

Ungelesener Beitrag von uri44 »

Irgendwie bringe ich die Lokation nicht mit einer überfallartigen Vergewaltigung in Verbindung. Dies ist für mich eher so ein verschwiegenes Plätzchen von Jugendlichen in lauen Sommernächten bei Lagerfeuer, Alk und in unmittelbarer Nähe abgeerntetem Endinger Bio-Gras inklusive Panoramablick auf Endingen und die umgebenden Weinberge.

Auch sieht die Stelle für mich so ganz anderes aus, als ich es bei einer Abtragung durch die Spurensicherung erwarten würde. Warum ist z. B. der schmale Grünstreifen zwischen den beiden Flächen stehen geblieben? Könnte sich da nicht ebenfalls ein Haar des Täters verfangen haben? Die mir bekannten Abtragungen durch die Spusi sahen stets eher so wie Tabula rasa machen aus.
detector
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Re: Vermuteter Fund- und Tatort

Ungelesener Beitrag von detector »

@uri
Wer nicht da war, kann auch schlecht beurteilen. Es gibt von dort keinen Panoramablick auf Endingen. Sobald der Ortsrand von Endingen verlassen wurde, sieht man aus Richtung Freiburger Weg von dem Städtchen eigentlich nichts mehr. Ebenso gibt's auf den beiden Terrassen auch keine Grillstelle oder dergleichen. Es ist einfach nur Wiesenbrachland, welches ein- oder zwei Mal im Jahr gemäht wird.
Gast

Re: Vermuteter Fund- und Tatort

Ungelesener Beitrag von Gast »

Detector, wie erklärst du dir den übrigen streifen Gras zwischen den zwei vermuteten Spurenstellen? Gerade wenn z.B. Blutflecken an diesen beiden Stellen gefunden wurden, ist doch wichtig die Verbindung dazwischen auf Spuren zu untersuchen, oder?
Gast

Re: Vermuteter Fund- und Tatort

Ungelesener Beitrag von Gast »

@detector:
Siehst du eine Möglichkeit, dass der Tãter das Opfer von der von dir beschriebenen Stelle zu dem möglichen Fundort, unterhalb des Freiburger Weges, gebracht (tragen oder mit Auto) hat?
gast86
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Re: Vermuteter Fund- und Tatort

Ungelesener Beitrag von gast86 »

detector hat geschrieben:@nola
Die Stelle, welche von dir beschrieben wird, liegt aber mitten im Wald. Für den Täter bestand dort keinerlei Möglichkeit sich zu verstecken, da es in Richtung Westen steil den Berg hinauf - und Richtung Osten ebenso steil nach unten geht?
Wie Nola bereits erwähnt hat, ist es im Bereich nach der Linkskurve im Wald nicht sehr steil. Dort würde man durch Bäume und Gestrüpp auch relativ schnell aus dem Sichtbereiche des Freiburger Weges kommen.

https://www.allesMist/bilder/km126416/125
https://www.allesMist/bilder/km126416/126
https://www.allesMist/bilder/km126416/127
uri44
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Re: Vermuteter Fund- und Tatort

Ungelesener Beitrag von uri44 »

detector hat geschrieben:Die Stelle, welche von dir beschrieben wird, liegt aber mitten im Wald. Für den Täter bestand dort keinerlei Möglichkeit sich zu verstecken, da es in Richtung Westen steil den Berg hinauf - und Richtung Osten ebenso steil nach unten geht?
Stimmt nicht. Der Hang geht nicht einfach nur steil bergab, das ist nicht einmal in der Eiger Nordwand der Fall. Es gibt dort immer wieder flachere Stellen bzw. kleine Terrassen, wie Fotos belegen, und je tiefer man kommt, desto flacher wird es. Außerdem ist man dort durch die Bäume und Büsche sicher vor Blicken geschützt. Beispielsweise wurde im Forum gesagt, dass man vom Waldstück am Freiburger Weg nicht die Fischteiche sehen kann. Das müsste man aber, wenn man sich dort nicht verstecken könnte.
detector hat geschrieben:Die Theorie hierzu, dass der Täter das Opfer den Abhang hinuntergeworfen hat um dann zur Tatbegehung hinterherzuspringen halte ich für puren Nonsens. Was will der Täter haben? Ganz klar... Kontrolle über das Opfer und über die Situation! Hat er diese Kontrolle bei der oben beschriebenen Vorgehensweise? Wohl eher nicht!
Natürlich hat er sie. Er schlägt ihr auf den Kopf oder ins Gesicht und dann bringt er sein wehrloses Opfer nach unten. Für einen entsprechend fitten Mann stellt das kein Problem dar. Würden die Forums-User den folgenden Weg begehen?
http://www.fitforfun.de/files/images/20 ... 68_m_n.jpg

Gute Bergsteiger tun das aber, und zwar sogar allein und ganz ohne Seil. Links geht es übrigens 1800 m in die Tiefe.
detector hat geschrieben:Und wie will er im steilen Gelände die Tat ausführen? Es gibt ja so etwas wie Gravitationskräfte, d.h. der Täter hatte selber damit zu kämpfen nicht am Hang weiter abzurutschen. Wie will man in dieser Situation sein potenzielles Opfer kontrollieren?
Alle infrage kommenden Fundortstellen (die nicht mit dem "Tatort" übereinstimmen müssen), die bislang von Forumsmitglieder begangen oder in den Medien als solche gezeigt wurden, waren ausreichend flach. Carolins Leiche ist ebenfalls nicht abgerutscht.
detector hat geschrieben:Nee, nee... da eignet sich der Weg zu den Terrassenwiesen doch schon eher. Und wie schon erwähnt. Warum wurde dort Erdreich abgetragen und ein Teil des Unterholzes abgeschnitten, wenn dort nichts tatrelevantes passiert ist?
Ein Vergewaltiger würde eine solche Stelle m. E. eher nicht wählen, weil sie viel zu leicht einsehbar ist. Im Wald ist man versteckt. Da läuft auch keiner rum. An der von dir präferierten Stelle kann es aber durchaus passieren, dass jemand wie du (oder auch der Bauer) den Weg lang geht, um vielleicht ein paar schöne Landschaftsaufnahmen zu machen oder einfach mal zu sehen, wo der Weg hinführt. Er würde dich nicht mal sehen oder kommen hören. Und dann siehst du den Vergewaltiger wie auf dem Präsentierteller, wie er mit seinem Opfer beschäftigt ist, und kannst gleich (unentdeckt) ein paar Fotos mit dem Handy schießen. Und gleich darauf unentdeckt auf dem Weg die Polizei rufen. Wenn sie schnell ist, könnte sie den Täter ggf. noch auf frischer Tat ertappen.

Ich kann mir deshalb nicht vorstellen, dass ein Vergewaltiger ausgerechnet diesen gut einsehbaren Fleck wählen würde, um seine Tat auszuüben.

Im Übrigen: Nichts deutet momentan darauf hin, dass Carolins Leiche dort oder in unmittelbarer Nähe gefunden wurde. Wenn diese Stelle angeblich so sehr geschützt ist: Warum hat er sie dann nach der Tatausübung nicht einfach dort liegen gelassen oder ggf. ein paar Meter weiter in den Wald gezogen? Warum hat er sie ggf. mehrere Hundert Meter durch den angeblich so fürchterlich steilen Wald geschleift?
detector
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Re: Vermuteter Fund- und Tatort

Ungelesener Beitrag von detector »

@gast,
Nein, dass sehe ich nicht so. Mit dem Auto hätte man da vielleicht runterfahren können, aber man wäre da nicht mehr hoch gekommen, da kein befestigter Untergrund, zu steil und auf Grund der Witterung zu matschig. Mit dem Auto wäre man hängen geblieben und es hätte auch bei überstürzter Flucht vom TO keinen Sinn für den Täter ergeben. Das Opfer wurde m.M nach definitiv nicht in einem Fahrzeug transportiert.
Ebenso sollte man sich langsam mal von der abstrusen Theorie abwenden, dass der Täter sein lebloses Opfer über eine längere Wegstrecke in unwegsamem Gelände wie auch immer getragen haben könnte. Das ist weder nach dem Erstkontakt geschehen, noch nach dem vollendeten Tötungsdelikt. Nur ein kurzes Beispiel: vor einigen Jahren kam ich mal in die Situation eine im Unterzucker befindliche bewusstlose Frau aus einem Auto herauszuholen und auf eine zwei Meter entfernt davon stehende Liege abzulegen. Die Frau wog ca. 60 - 65 kg. Obwohl ich auch nicht gerade der Schwächste bin, war es mir beinahe unmöglich die Frau aus dem Autositz herauszuhieven und auf der Liege abzulegen. Sie fühlte sich sprichwörtlich wie ein nasser Sack an und glitt mir quasi ständig durch die Finger. Ich hätte mir nicht vorstellen können die Frau über eine längere Wegstrecke zu tragen. Spaßeshalber kann das ja jeder mal zu Hause ausprobieren. Einer stellt sich tot und der andere versucht ihn nur mal so vom Boden hochzuheben. Viel Spaß.
uri44
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Re: Vermuteter Fund- und Tatort

Ungelesener Beitrag von uri44 »

detector hat geschrieben:Ebenso sollte man sich langsam mal von der abstrusen Theorie abwenden, dass der Täter sein lebloses Opfer über eine längere Wegstrecke in unwegsamem Gelände wie auch immer getragen haben könnte.
Und wie ist sie dann von deinem Tatort zum späteren Fundort gekommen? Bei den anderen Szenarien muss er sein Opfer nur den Berg hinunterschleifen, bei deinem muss er es tragen.
detector hat geschrieben:Das ist weder nach dem Erstkontakt geschehen, noch nach dem vollendeten Tötungsdelikt. Nur ein kurzes Beispiel: vor einigen Jahren kam ich mal in die Situation eine im Unterzucker befindliche bewusstlose Frau aus einem Auto herauszuholen und auf eine zwei Meter entfernt davon stehende Liege abzulegen. Die Frau wog ca. 60 - 65 kg. Obwohl ich auch nicht gerade der Schwächste bin, war es mir beinahe unmöglich die Frau aus dem Autositz herauszuhieven und auf der Liege abzulegen. Sie fühlte sich sprichwörtlich wie ein nasser Sack an und glitt mir quasi ständig durch die Finger. Ich hätte mir nicht vorstellen können die Frau über eine längere Wegstrecke zu tragen. Spaßeshalber kann das ja jeder mal zu Hause ausprobieren. Einer stellt sich tot und der andere versucht ihn nur mal so vom Boden hochzuheben. Viel Spaß.
Wird aber von Männern gemeinhin erwartet:
http://www.planet-wissen.de/kultur/brau ... miumxl.jpg

Ich darf daran erinnern: Der Mörder von Maria Ladenburger (ein m. E. eher kleiner und keineswegs übermäßig kräftig wirkender Typ) hat in Griechenland eine 20-jährige Studentin (und Bergsteigerin) kurzerhand an den Beinen und der Hüfte gefasst und über eine erhöhte Brüstung in die Tiefe geworfen. Wie das ausgegangen wäre, wenn der Täter Tim Wiese geheißen hätte, kannst du dir sicherlich vorstellen.
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Ein Offizier und ein Gentleman
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gast86
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Re: Vermuteter Fund- und Tatort

Ungelesener Beitrag von gast86 »

uri44 hat geschrieben: Ich darf daran erinnern: Der Mörder von Maria Ladenburger (ein m. E. eher kleiner und keineswegs übermäßig kräftig wirkender Typ) hat in Griechenland eine 20-jährige Studentin (und Bergsteigerin) kurzerhand an den Beinen und der Hüfte gefasst und über eine erhöhte Brüstung in die Tiefe geworfen. Wie das ausgegangen wäre, wenn der Täter Tim Wiese heißen würde, kannst du dir sicherlich vorstellen.
Der Vergleich ist immer noch nicht so dolle.

Dennoch hab ich das neulich aufgrund einer Diskussion mit jamendem ausprobiert. Ich hab meine Freundin vom Boden aufgehoben, und sie anschließend geschultert 5 min durch die Wohnung getragen. Dabei war das Aufheben das anstrengendste. Das Tragen selbst war ziemlich mühelos. Funktioniert also sehr gut.
detector
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Re: Vermuteter Fund- und Tatort

Ungelesener Beitrag von detector »

@uri

genau aus diesem Grund hat der Vergewaltiger und Mörder in Freiburg eine 'total abgelegene' Stelle am Dreisamradweg ausgewählt, an welcher keinerlei Gefahr bestand, dass nachts um diese Uhrzeit jemand vorbeiradelt....

Ich wiederhole mich im Übrigen nochmals: alles Theorie. Kann so gewesen sein, muss aber nicht. Vielleicht standen auf besagter Terrassenwiese ja auch nur die Bienenkästen des örtlichen Imkervereins. Und es sah lediglich nur so aus, als ob da Erdreich abgetragen wurde.
Viel wichtiger ist das, was die ermittelnden Beamten der Soko wissen, ihre Schlüsse daraus ziehen und alsbald die Tat aufklären können. Alles andere hier - und da sollte man ehrlich sein - ist eigentlich pillepalle...
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