Weiß eigentlich jemand hier, ob es vor der SMS an Chris am Freitag Abend einen (erfolglosen) Anrufversuch an ihn gab, einen Anruf in Abwesenheit?
In den Dokus ist nichts Derartiges erwähnt, aber das wäre auch ein Detail, das man da vielleicht zur Straffung des Contents auch weglassen würde.
Alternativ wäre sowas natürlich auch Täterwissen, wenn man es gezielt nicht verbreitet.
Jedenfalls, ich frage mich, wenn es keinen vorangegangenen Anrufversuch gab, war dann von vornherein nur eine SMS vorgesehen? Aber warum war Frauke dann überhaupt mit dabei? Wäre doch viel einfacher und völlig risikofrei gewesen, dann nur mit ihrem Handy zu fahren.
Oder war sie relativ spontan nicht bereit oder in der Lage zu telefonieren und man entschied sich stattdessen für die SMS? Aber dann hätte sie doch kaum zwei Minuten später Franks Anruf entgegennehmen und im Gespräch mit ihm relativ normal wirken können/dürfen.
Interessant auch der sehr ähnliche Wortlaut der SMS und Teilen ihrer Äußerungen Frank gegenüber kurz danach. Frauke kannte den Wortlaut der SMS.
Hat der Täter ihn ihr diktiert? Viel zu umständlich, hätte er einfach selbst getippt.
Hat der Täter ihr den Text dann vorgelesen? Vielleicht, aber - wozu?
Oder hat sie womöglich den SMS-Text einfach selbst geschrieben gehabt, so ganz ohne Täter-Diktat?
Man könnte sich auch herbeikonstruieren, dass geplant war, eine SMS zu schicken und dann den erwartbaren Rückruf entgegenzunehmen (der dann ungeplant tatsächlich von Frank statt Chris kam). So als Maßnahme, die irgendwie besonders glaubwürdig wirken sollte, weil sie da telefonisch erreichbar war oder so.
Dagegen spricht erstens, dass das als "um die Ecke gedacht" etwas unwahrscheinlicher ist und bei Licht betrachtet überhaupt nichts an zusätzlicher Glaubwürdigkeit produziert.
Und zweitens wurden SMS und Frank-Telefonat zwar über die selbe FZ abgewickelt, waren jedoch zwei verschiedenen, aneinander grenzenden Richtantennen zugeordnet. Das ist zwar kein hundertprozentiger Beweis, jedoch ein Hinweis auf eine wahrscheinliche Ortsverlagerung zwischen SMS und Anruf. Das heißt, in den 1-3 Minuten (Zeitstempel Differenz zwei Minuten, jedoch ohne Auflösung nach Sekunden) dazwischen hat man sich mutmaßlich fortbewegt - das klingt so gar nicht nach "unmittelbaren Rückruf erwarten". Sondern vielmehr danach die SMS zu schreiben, loszufahren, und dann klingelt das Telefon, Frauke geht (während das Auto fährt?) dran. Am Rande, Frauke hat den Anruf recht zügig/schnell entgegengenommen, kein langes Klingeln - sagt jemand, der es wohl wissen muss.
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