MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

ÖFFENTLICHE DISKUSSION
Heckengäu
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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bamberg24

09:53
30.10.2026
NEUESTES UPDATE
Löcker richtet persönliche Worte an Fabians Mutter

Für einen Moment verlässt Thomas Löcker die reine juristische Argumentation und wendet sich direkt an Fabians Mutter.

„Ich habe lange überlegt, ob ich mich persönlich an Frau L. wenden soll“, sagt der Verteidiger. Dabei habe er sich gefragt, ob ein solcher Schritt gegenüber seiner eigenen Mandantin „möglicherweise nicht loyal ist“.
Diese Bedenken habe er letztlich verworfen.

Dann sagt Löcker zu Fabians Mutter: „Ich möchte Ihnen sagen, dass es mir wirklich leid tut, dass Sie auch nach dem Urteil voraussichtlich immer noch nicht zur Ruhe kommen werden.“
Zugleich bereitet er sie darauf vor, dass das Gericht möglicherweise anders entscheiden könnte als Staatsanwaltschaft und Nebenklage. Löcker sagt: „Es wird für Sie schwer sein, mitzuerleben, dass es auch möglich sein kann, zu einem anderen Ergebnis zu gelangen als die Herren Staatsanwälte und ihre Anwältin.“

Sascha Kunhart
09:47
30.10.2026
Live-Berichterstattung und KI sorgen für Seitenhieb

Thomas Löcker macht zu Beginn deutlich, wie ungewöhnlich dieser Prozess für ihn in mehreren Punkten gewesen sei.
Er nennt dabei vor allem das enorme öffentliche Interesse, die fortlaufende Begleitung durch Liveticker und den Einsatz von künstlicher Intelligenz im Zusammenhang mit dem Verfahren.
Mit dem Hinweis auf KI spielt der Verteidiger erkennbar auf den Schlussvortrag von Christine Habetha vom Vortag an.
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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RTL

Vor einer Minute
Svenja Hoffmann
Gefundene Faserspuren seien „Massenware“
Verteidiger Löcker führt aus, dass die Kleidung von Fabian, deren Faserspuren im Auto gefunden wurden und eine belastende Rolle spielen, „Massenware" seien.

„Das gilt auch für die Faserspur, die unter einem Fingernagel von Fabian gefunden worden ist." Man könne diese Spur nicht eindeutig Gina H.s Kleidung zuordnen. Außerdem sei denkbar, dass die Faserspur schon länger unter Fabians Fingernagel gewesen sein könnte.

Gleiches gelte seiner Meinung nach für die Polyester-Faserspur an Fabians Ärmelbündchen, die mit den Fasern einer Reithose von Gina H. übereinstimmen könnten. „Diese könnte von einer Hose von Frau H. stammen, muss es aber nicht."
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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ostseewelle

viele Sachen stehen seiner Meinung nach fest, Fabian wurde verbrannt, Gina H. war mit Zeugen am Tümpel, sie war im Wald spazieren, sie hat google Anfragen gemacht
viele Indizien sind aber auch fragwürding, wie Faserspuren, die könnten auch von Kleidung vom Sohn der Angeklagten stammen, das wurde nicht genau untersucht
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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bamberg24

09:57
30.10.2026
NEUESTES UPDATE
Worte über Fabian gehen auch an der Verteidigung nicht vorbei

Für einen Moment spricht Thomas Löcker nicht über Spuren, Indizien oder juristische Zweifel, sondern über den Eindruck, den der gestrige Schlussvortrag der Nebenklage bei ihm hinterlassen hat.
Die Schilderungen über Fabian hätten ihn „sehr berührt“. Löcker sagt: „Ich bin froh, dass Fabian auf eine schöne Art und Weise dargestellt wurde. So habe ich ihn mir auch vorgestellt.“
Er geht noch weiter: „Das war der berührendste Moment in den letzten 33 Verhandlungstagen.“

Gleichzeitig zieht der Verteidiger eine klare Grenze zwischen dem Verbrechen selbst und seiner Aufgabe im Verfahren. Die Verteidigung von Gina H. bedeute nicht, dass die Anwälte „insgesamt dieses scheußliche Verbrechen in irgendeiner Weise gutheißen“.
Seine Mandantin habe ihnen jedoch von Beginn an versichert, „dass sie mit diesem Verbrechen nichts zu tun habe“.
Löcker ergänzt: „Was es mir und meinem Kollegen sicherlich leichter macht, sie zu verteidigen.“
Sronson
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Löcker kritisiert weiter, dass die am Leichnam gefundenen Faserspuren nicht mit „Kleidungsstücken der Familie L.“, also mit Kleidung von Fabian oder seiner Mutter, abgeglichen wurden. Das sei „geradezu unfassbar“. Es handele sich um eine Polyesterfaser, ein sehr weit verbreitetes Material. „Diese Faser kann von einer Hose der Frau H. stammen – muss es aber nicht“, sagt er. „Wir kommen zu dem Schluss, dass die Ergebnisse des Faserspurengutachtens zur Aufklärung des Falles als ungeeignet betrachtet werden müssen.“

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Sronson
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Nun geht Löcker auf die Küchenrolle mit Fabians Blutanhaftung ein, die in Gina H.s Fahrzeug gefunden wurde. Die Angeklagte hatte angegeben, dass Fabian sich einmal beim Baden am Fuß verletzt habe. Löcker erinnert daran, dass der Bluttropfen wässrig war. Das spreche dafür, „dass dieser Blutstropfen in Zusammenhang mit dem Badeunfall entstanden ist“.

Wenn die Angeklagte die Täterin wäre, hätte sie nach der Tat akribisch kontrolliert, ob irgendetwas in ihrem Fahrzeug auf die Anwesenheit von Fabian hindeutet, argumentiert Löcker. „Dass sie ausgerechnet solche Dinge übersehen haben soll, ist doch gar nicht vorstellbar“, sagt er. „Insofern hat auch dieses Indiz keinerlei Beweiswirkung.“

#Stern
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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30.10.2026 - 09:55 Uhr
Puzzleteile „unpassend“

Die Staatsanwaltschaft habe gestern ausgeführt, dass jeden Tag neue Puzzleteile eingeführt worden seien. „Das habe ich so nicht erlebt“, sagt Löcker. Stattdessen seien viele Puzzleteile mit der Zeit „unpassend“ geworden. Es müsse ein belastbares Gesamtbild geben. „Annahmen, die sich nicht sicher belegen lassen, oder wenn eine Prüfung Zweifel offen lässt, dürfen diese nicht zu Lasten der Angeklagten aufgelöst werden“, sagt Löcker. Dann gelte „in dubio pro reo“ – „und dies auch aus gutem Grund“.
30.10.2026 - 09:51 Uhr
Löcker ist „sehr berührt“

Die Worte über Fabian am Vortag durch die Nebenanklage-Anwältin hätten ihn „sehr berührt“. „Ich bin froh, dass Fabian auf eine schöne Art und Weise dargestellt wurde. So habe ich ihn mir auch vorgestellt“, sagt Löcker. „Das war der berührendste Moment in den letzten 33 Verhandlungstagen.“ Die Verteidigung der Angeklagten bedeute nicht, dass die Anwälte „insgesamt dieses scheußliche Verbrechen in irgendeiner Weise gutheißen“. Gina H. habe ihnen jedoch von Beginn an versichert, „dass sie mit diesem Verbrechen nichts zu tun habe“. „Was es mir und meinem Kollegen sicherlich leichter macht, sie zu verteidigen“, sagt der Anwalt.
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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bamberg24

09:59
30.10.2026
NEUESTES UPDATE
Verteidigung sieht kein stimmiges Gesamtbild

Thomas Löcker greift das Bild der Puzzleteile auf, das die Staatsanwaltschaft am Vortag verwendet hatte – kommt dabei aber zu einer völlig anderen Bewertung.
„Das habe ich so nicht erlebt“, sagt er. Viele der vermeintlich belastenden Einzelteile seien im Verlauf des Prozesses vielmehr „unpassend“ geworden.
Für eine Verurteilung brauche es aus seiner Sicht ein Gesamtbild, das auch einer kritischen Prüfung standhält. Löcker betont: „Annahmen, die sich nicht sicher belegen lassen, oder wenn eine Prüfung Zweifel offen lässt, dürfen diese nicht zu Lasten der Angeklagten aufgelöst werden.“

Dann erinnert er an den zentralen strafrechtlichen Grundsatz „in dubio pro reo“ – im Zweifel für die Angeklagte – und ergänzt: „und dies auch aus gutem Grund“.
Sway
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Heckengäu hat geschrieben: ↑Freitag, 30. Oktober 2026, 09:56:20 RTL

Vor einer Minute
Svenja Hoffmann
Gefundene Faserspuren seien „Massenware“
Verteidiger Löcker führt aus, dass die Kleidung von Fabian, deren Faserspuren im Auto gefunden wurden und eine belastende Rolle spielen, „Massenware" seien.

„Das gilt auch für die Faserspur, die unter einem Fingernagel von Fabian gefunden worden ist." Man könne diese Spur nicht eindeutig Gina H.s Kleidung zuordnen. Außerdem sei denkbar, dass die Faserspur schon länger unter Fabians Fingernagel gewesen sein könnte.
Ich weiss nicht… warum untersucht man mit dieser Argumentation dann überhaupt noch Faserspuren? Die wenigsten Menschen tragen Unikate.

Ich finde die Faserspuren schon recht konkret mit:
- Reithose blau/lila und nicht „irgendeine Denim-Jeans“
- Pulli erst im September gekauft

Welche Faser hat denn überhaupt Merkmale die sich nur einem einzigen oder nur einer Handvoll Kleidungsstücke zuordnen lassen? Dann kann man sich die Untersuchung doch mal grundsätzlich sparen?!

„Ach, das Kind trug Lidl? Da brauch mer ja gar net gucken…“
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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RTL

Jetzt gerade
Svenja Hoffmann
Gina H.s Verteidiger wollen Freispruch erwirken!

Vor Beginn des heutigen Prozesstages hat Verteidiger Andreas Ohm im RTL-Interview verraten: „Die Hauptaussage in meinem Plädoyer wird sein, dass man hier eine Schuld nicht nachweisen kann."
Und: „Natürlich ist es das Ziel der Verteidigung, hier einen Freispruch zu erwirken."

In seinem Schlussplädoyer werde er „auf diese Indizien, die die beiden Herren Staatsanwälte angesprochen haben, im Einzelnen eingehen und darlegen, dass aus meiner Sicht diese nicht tragfähig bzw belastbar sind".
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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30.10.2026 - 10:02 Uhr
Das steht für die Anwälte fest

Fest stehe lediglich, dass Fabian an dem Tümpel verbrannt wurde „und dass die Flammen gegen 15.15 Uhr erloschen“. Zudem stehe fest, dass sie sowohl am 13. Oktober als auch am 14. Oktober mit Zeugen am Fundort war. Und dass sie am Tattag in Güstrow war und an der Wohnadresse von Fabian vorbeigefahren war. Die Ermittler gehen jedoch davon aus, dass sie kurz vor der Wohnadresse gehalten hat und in einer Lücke an der Schweriner Straße geparkt hat. Eine Zeugin hatte ausgesagt, den orangen Ford Ranger dort stehen gesehen zu haben. Zudem stehe fest, dass Gina H. an dem Tag in dem Wald nahe des Fundorts spazieren war.
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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bamberg24

10:06
30.10.2026
NEUESTES UPDATE
Welche Punkte die Verteidigung als gesichert ansieht

Löcker trennt nun deutlich zwischen dem, was aus Sicht der Verteidigung feststeht, und den Schlussfolgerungen der Ermittler.
Als sicher bezeichnet er, dass Fabian an dem Tümpel verbrannt wurde und „dass die Flammen gegen 15.15 Uhr erloschen“. Ebenfalls unstreitig sei für die Anwälte, dass Gina H. am 13. und 14. Oktober gemeinsam mit Zeugen am späteren Fundort war.
Auch für den Tattag nennt die Verteidigung mehrere Punkte: Gina H. hielt sich in Güstrow auf, fuhr an der Wohnanschrift von Fabian vorbei und war später in dem Waldgebiet nahe des Fundorts spazieren.

Strittig bleibt dagegen die Bewertung der Fahrt an Fabians Wohnadresse. Die Ermittler gehen davon aus, dass Gina H. kurz davor angehalten und ihren orangen Ford Ranger in einer Lücke an der Schweriner Straße abgestellt habe. Grundlage dafür ist unter anderem die Aussage einer Zeugin, die das Fahrzeug dort gesehen haben will.
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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bamberg24

10:09
30.10.2026
NEUESTES UPDATE
Verteidigung will Indizien einzeln gewichten

Nun geht es um die Beweiskette der Anklage. Löcker warnt davor, sämtliche Hinweise automatisch gleich stark zu bewerten.
Die Staatsanwaltschaft habe am Vortag zahlreiche Indizien aufgezählt, „die in ihrer Bedeutung unterschiedlich sind“, sagt der Verteidiger.
Entscheidend sei aus Sicht der Verteidigung deshalb nicht allein die Menge der einzelnen Punkte, sondern welche Aussagekraft ihnen jeweils tatsächlich zukommt.
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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30.10.2026 - 10:08 Uhr
Jetzt geht es um die LIDL-Jacke

So sei zwar im Auto von Gina H. eine Faserspur gefunden worden, die zur Sweatshirtjacke von Fabian passe. Allerdings hätte Gina H.s leiblicher Sohn eine ähnliche Jacke ebenfalls von LIDL besessen. „Ein Abgleich zwischen der Jacke und der Faserspur wurde nicht vorgenommen, überhaupt nicht in Erwägung gezogen“, sagt Löcker. Das würde ihn verwundern. Die Staatsanwaltschaft hatte in ihrem Plädoyer gesagt, dass sich deutlich mehr Faserspuren im Auto gefunden haben müssten, wenn die Jacke tatsächlich von Gina H.s leiblichem Sohn stamme, der regelmäßig im Fahrzeug mitfährt. „Dass man mehr Faserspuren gefunden haben müsste, ist rein spekulativ“, sagt Löcker.

30.10.2026 - 10:06 Uhr
Indizien „unterschiedlich“

Die Staatsanwaltschaft habe gestern eine Reihe von Indizien präsentiert, „die in ihrer Bedeutung unterschiedlich sind“, so der Anwalt weiter.
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30.10.2026 - 10:11 Uhr
„Geradezu unfassbar“

„Gleiches gilt für die Faserspur unter dem Fingernagel“, sagt der Anwalt. Unter Fabians rechtem Daumennagel hatten die Ermittler eine blau-lila Faserspur gefunden. Diese ordneten sie einem Pullover von Gina H. zu. Löcker hält dagegen. Es handele sich um eine Faserspur, „die in ihrer Beschaffenheit selten ist“. Sie könne auch von Fabians eigener Kleidung stammen und beim An- oder Ausziehen dorthin gelangt sein. Fabian habe auf Fotos häufig ein blaues Sweatshirt getragen. „Dass sich die Ermittlungsbeamten aber nicht bemühten, entsprechende Vergleichsanalysen zu machen, ist geradezu unfassbar“, sagt Löcker. „Auch die Wirkung dieses Indizes verpufft damit spurlos.“
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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RTL

Jetzt gerade
Svenja Hoffmann
Verteidiger Thomas Löcker erklärt Gina H.s „Bullshit“-Aussage
Die Staatsanwaltschaft nutzte gestern ein Zitat der Angeklagten bezüglich der Suchhunde am Inselsee, die am 13.10. angeschlagen hatten. Damals nannte sie die Fährte in einem Chat „Bullshit". Für die Staatsanwaltschaft ein Indiz, dass sie wusste, dass die Suche an der Stelle ergebnislos werden würde, weil sie den Leichenfundort schon kannte.

Löcker erklärt nun, dass das Wort Bullshit auf „die Suche ausgehend von der Bushaltestelle in der Nähe von Matthias R." bezogen war. Sie habe sich nicht vorstellen können, dass Fabian allein mit dem Bus gefahren sei.
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Thomas Löcker bezieht sich auf die Ausführungen von Oberstaatsanwalt Harald Nowack. Der hatte gestern argumentiert, es spreche für Täterwissen, dass Gina H. eine Suchaktion der Polizei am Inselsee in Güstrow als „Bullshit“ bezeichnet hatte. Das habe sich auf die Suche „ausgehend von der Bushaltestelle in der Nähe von Matthias R.“ bezogen, sagt Löcker. Gina H. habe sich schlicht nicht vorstellen können, dass Fabian allein mit dem Bus gefahren sei.

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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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bamberg24

10:14
30.10.2026
NEUESTES UPDATE
Verteidigung greift Untersuchung der Faserspur scharf an

Auch die blau-lila Faser unter Fabians rechtem Daumennagel stellt Löcker infrage. Die Ermittler hatten sie einem Pullover von Gina H. zugeordnet.

Der Anwalt betont jedoch, es handele sich um eine Faser, „die in ihrer Beschaffenheit selten ist“. Aus seiner Sicht sei nicht ausgeschlossen, dass sie ebenso von Fabians eigener Kleidung stammen könnte und etwa beim An- oder Ausziehen unter den Fingernagel gelangt sei. Auf Bildern sei Fabian wiederholt mit einem blauen Sweatshirt zu sehen gewesen.
Deutliche Kritik übt Löcker daran, dass diese Möglichkeit nach seiner Darstellung nicht durch weitere Vergleiche überprüft worden sei: „Dass sich die Ermittlungsbeamten aber nicht bemühten, entsprechende Vergleichsanalysen zu machen, ist geradezu unfassbar.“

Sein Fazit fällt entsprechend deutlich aus: „Auch die Wirkung dieses Indizes verpufft damit spurlos.“

Sascha Kunhart
10:11
30.10.2026
Faserspur aus dem Auto wird zum Streitpunkt

Bei der im Fahrzeug gefundenen Faser, die zu Fabians Sweatshirtjacke passen soll, setzt die Verteidigung einen eigenen Schwerpunkt.
Löcker verweist darauf, dass auch der leibliche Sohn von Gina H. eine ähnliche Jacke von LIDL besessen habe. Aus seiner Sicht sei deshalb entscheidend, dass diese mögliche Vergleichsquelle nicht näher untersucht worden sei.
„Ein Abgleich zwischen der Jacke und der Faserspur wurde nicht vorgenommen, überhaupt nicht in Erwägung gezogen“, sagt der Anwalt. Das verwundere ihn.

Die Staatsanwaltschaft hatte am Vortag argumentiert, bei einer regelmäßig im Auto getragenen Jacke des Sohnes hätte man deutlich mehr entsprechende Fasern erwarten müssen. Löcker hält dagegen: „Dass man mehr Faserspuren gefunden haben müsste, ist rein spekulativ.“
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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30.10.2026 - 10:14 Uhr
Faser von Reiterhose

Auch die Faserspur am Ärmelbündchen von Fabian hält der Anwalt für nicht belastbar. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Faser von einer Reiterhose von Gina H. stammt. „Diese Faser kann von einer Hose der Frau H. stammen, muss sie aber nicht“, sagt Löcker. Schließlich sei Polyester „eine weit verbreitete Stoffart“. Es hätten lediglich die Stoffeigenschaften übereingestimmt.
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bamberg24

10:23
30.10.2026
NEUESTES UPDATE
Löcker zieht Schlussstrich unter die Faserspuren

Nach seiner Kritik an mehreren einzelnen Funden fasst der Verteidiger seine Bewertung nun zusammen.
„Ich komme deshalb zu einem Ergebnis, das für die Staatsanwaltschaft eher traurig ist, aber für die Verteidigung eher günstig: Dass die Ergebnisse des Faserspurengutachtens als ungeeignet eingestuft werden müssen“, sagt Löcker.

Damit misst die Verteidigung den zuvor diskutierten Faserspuren keine tragfähige belastende Beweiskraft gegen Gina H. bei.

Sascha Kunhart
10:16
30.10.2026
Auch die Faser am Ärmel wird angezweifelt

Nach den anderen Faserspuren nimmt die Verteidigung nun auch den Fund am Ärmelbündchen von Fabian auseinander.
Die Ermittler hatten die Spur mit einer Reiterhose von Gina H. in Verbindung gebracht. Löcker hält diese Zuordnung jedoch für nicht eindeutig.
„Diese Faser kann von einer Hose der Frau H. stammen, muss sie aber nicht“, sagt er. Polyester sei schließlich „eine weit verbreitete Stoffart“.

Aus Sicht des Verteidigers reicht es deshalb nicht aus, dass lediglich bestimmte Stoffeigenschaften übereingestimmt hätten.
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