MORDFALL LIEBS -- Diskussion

ÖFFENTLICHE DISKUSSION
Hybla_Valley

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

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Gast hat geschrieben: ↑Montag, 19. Oktober 2026, 18:11:18 ChatGPT hat leider vergessen dir zu sagen, daß Ausnahmen die Regel bestätigen und daß es keine einheitliche Mordprozeduren gibt.
Wer hat das denn behauptet ?
Niemand.

Frauke war vollständig bekleidet und mit Laub bzw. Reisig bedeckt.
Und das, obwohl es spurentechnisch riskant war, sie mitsamt ihrer Kleidung dort abzulegen.
Das könnte eben auf 'postmortale Fürsorge oder Caregiving-Verhalten' hindeuten ....
Was wiederum Rückschlüsse auf den Täter möglich machen könnte.
Hybla_Valley

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Hybla_Valley »

z3001x hat geschrieben: ↑Montag, 19. Oktober 2026, 18:20:25 Ist allerdings keine harte Logik, wo sich B) immer aus A) ergibt und v.a. wo der Umkehrschluss gelten würde.
Das habe ich ja auch nicht behauptet ....
Man kann es aber eben nicht ausschliessen.

Spurentechnisch wäre es klüger gewesen, sie ohne Kleidung dort abzulegen.
Das hat er aber eben nicht gemacht.
Unter Umständen könnte da eben eine persönliche Beziehung ein Grund dafür sein.
Mehr wollte ich gar nicht damit sagen ....
Blanka
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Blanka »

Das logischste Szenario für die SMS, sofern von FL noch selbst versendet, wäre, dass es eben bereits vorher eskaliert ist, sie einen Schlag in die Fresse oder dergleichen kassiert hat, und nicht klar war, wie diese Situation gelöst wird. Dann wäre sie zu purem Zeitgewinn versendet worden, und diesen Eindruck machen auch die nachfolgenden Kontakte mit Ausnahme des letzten.
Gast

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

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Hybla_Valley hat geschrieben: ↑Montag, 19. Oktober 2026, 18:32:32 Wer hat das denn behauptet ?
Niemand.

Frauke war vollständig bekleidet und mit Laub bzw. Reisig bedeckt.
Und das, obwohl es spurentechnisch riskant war, sie mitsamt ihrer Kleidung dort abzulegen.
Das könnte eben auf 'postmortale Fürsorge oder Caregiving-Verhalten' hindeuten ....
Was wiederum Rückschlüsse auf den Täter möglich machen könnte.
Könnte aber auch einfach bedeuten, dass Frauke ihre Klamotten die ganze Woche lang anhatte. Oder dass sie die Klamotten (die einzigen, die sie hatte) zumindest zum Zeitpunkt ihres Todes eben anhatte.

Und dass der Täter sich bei der Ablage einen Scheiß um DNA-Spuren von sich geschert hat. Entweder weil er es im Tatstress gar nicht auf dem Schirm hatte, oder weil er selbst weder in Fraukes näherem Umfeld noch seine DNA in einer Datenbank zu finden war, oder weil er annahm, anhaftende DNA-Spuren würden nach einer überschaubaren Liegezeit wohl eh nicht mehr zu sichern sein.

Letzteres dürfte gut möglich dann nach Monaten bis zum Auffinden auch tatsächlich der Fall gewesen sein. Ich meine, wir reden hier nicht nur von Wind und Wetter, sondern auch von der Kleidung an einer verwesenden Leiche. Was da an Bakterien und anderen Mikroorganismen, Pilzen und Kleinlebewesen großflächig unterwegs ist, baut auch jede fremde Hautschuppe und jegliche fremde Körperflüssigkeit ab. Lediglich fremde Haare könnten da z.T. überdauern. Aussichtsreicher wäre es natürlich mit hinreichend verrottungsfesten Dingen wie synthetische Fasern oder Farbstoffe, deren Herkunft man näher eingrenzen oder gar mit Gegenständen im Besitz eines TV abgleichen könnte.
Hybla_Valley

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Hybla_Valley »

Gast hat geschrieben: ↑Montag, 19. Oktober 2026, 18:59:41 Ich meine, wir reden hier nicht nur von Wind und Wetter, sondern auch von der Kleidung an einer verwesenden Leiche.
Was da an Bakterien und anderen Mikroorganismen, Pilzen und Kleinlebewesen großflächig unterwegs ist, baut auch jede fremde Hautschuppe und jegliche fremde Körperflüssigkeit ab.
Das ist bei jeder Leiche, die im Freien abgelegt wird, der Fall.
Wie oft denn noch ?
ocram84
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von ocram84 »

Blanka hat geschrieben: ↑Montag, 19. Oktober 2026, 18:50:27 Das logischste Szenario für die SMS, sofern von FL noch selbst versendet, wäre, dass es eben bereits vorher eskaliert ist, sie einen Schlag in die Fresse oder dergleichen kassiert hat, und nicht klar war, wie diese Situation gelöst wird. Dann wäre sie zu purem Zeitgewinn versendet worden, und diesen Eindruck machen auch die nachfolgenden Kontakte mit Ausnahme des letzten.
Das ist das Bullseye, würde man jetzt beim Darts sagen.
Doerty

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

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Searchabout hat geschrieben: ↑Sonntag, 18. Oktober 2026, 21:37:00 Ja bin ich voll bei dir- der Täter war nicht auf den Kopf gefallen und wusste ganz genau was er tut od tun muss..
Ich habe zwar nie einen Arzt am Schirm gehabt jedoch einen Sohn eines ermittelnden Polizisten
Das der Täter nicht dumm ist, da sind wir uns denke ich alle einig.
Aber seine Tat deutet dennoch nicht darauf hin, dass irgendein Spezialwissen notwendig ist und ein Arzt oder Polizist der Täter ist. Alles was bekannt ist, könnte auch auf einen Kleinkriminellen zutreffen. Leichter Zugang zu Drogen und Umgang bekannt. Musste sich mit der Verdeckung von Straftaten befassen und somit auch mit den Funkmasten. Jeder der schon mal illegal Drogen gekauft hat, weiß wie groß das Thema Handy bei Dealern ist. Ihm könnten Ermittlungsmethoden bekannt sein, wahrscheinlich nicht bzgl. Mord aber allhemein eher als einem durchschnittlichen Arzt. Und das garkeine DNA gefunden wurde, war wahrscheinlich Glück, da es wirklich nicht einfach ist, keine Spuren zu hinterlassen, wenn man eine Woche mit einer Person verbringt und die Leiche auch noch tragen muss.
Das hätte keine Berufsgruppe 100 pro verhindern können.
Doerty

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Doerty »

Hybla_Valley hat geschrieben: ↑Montag, 19. Oktober 2026, 19:20:14 Das ist bei jeder Leiche, die im Freien abgelegt wird, der Fall.
Wie oft denn noch ?
Das bedeutet trotzdem nicht, dass man bei jeder Leiche was findet. Du wirst von den ganzen Fällen, wo neue Methoden nichts gebracht haben wahrscheinlich nichts mitbekommen, weil:Warum sollte man darüber berichten?
Wie oft denn noch?
Gaston

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Gaston »

ocram84 hat geschrieben: ↑Montag, 19. Oktober 2026, 19:23:17 Das ist das Bullseye, würde man jetzt beim Darts sagen.
Da würde ich mit euch mitgehen, Mann.
Das könnte auch den abgebrochenen Zahn erklären.
Gast

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

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Blanka hat geschrieben: ↑Montag, 19. Oktober 2026, 18:50:27 Das logischste Szenario für die SMS, sofern von FL noch selbst versendet, wäre, dass es eben bereits vorher eskaliert ist, sie einen Schlag in die Fresse oder dergleichen kassiert hat, und nicht klar war, wie diese Situation gelöst wird. Dann wäre sie zu purem Zeitgewinn versendet worden, und diesen Eindruck machen auch die nachfolgenden Kontakte mit Ausnahme des letzten.
Der Gesamteindruck der Kontakte, 100%.

Da spricht eine Frauke, die sich zwar in einer ausgesprochen unguten, fremdbestimmten Lage befindet (quasi erwiesenermaßen, im Nachhinein) und darüber nichts verlauten lässt. Die aber von ihrer baldigen Heimkehr ausgeht, in der Situation keinesfalls den gut möglichen bis sicheren eigenen Tod vor Augen hat. Die am Freitag wohl so zuversichtlich ist, dass sie (spät abends, nach 23 Uhr) von "heute" redet und wohl den Folgetag Samstag meint, dabei ihrem Bruder Frank gegenüber am Telefon unauffällig, normal erscheint. Die am Samstag konkret von "heute Abend" und "nicht zu spät" (für den Abi-Abschlussball ihrer Schwester Karen an jenem Abend?) redet. Die am Sonntag mit "Erkläre ich dir, wenn ich zu Hause bin." zwar Chris´ Fragen ausweicht, dabei aber auf eine konkrete zukünftige Situation verweist, wenn ich zu Hause bin. Das ist mMn keine Formulierung, die sie so verwendet hätte, ohne auch tatsächlich von einer Heimkehr auszugehen. In dem Fall viel unbestimmter "erkläre ich dir dann", oder eine ganz andere Antwort zum Ausweichen, ohne Bezug zu ihrer Heimkehr.

Es ist mir kaum vorstellbar, dass eine Frauke in durchgängiger Todesangst über Tage hätte so auftreten können. Die hätte doch weit früher völlig die Nerven verloren, mental blockiert und wäre, wenn sie überhaupt in der Lage gewesen wäre zu telefonieren, beim Kontakt zu ihrem verlorenen Leben, das sie nie wieder sehen soll, doch völlig aus der Fassung geraten. Da tut dann auch unmittelbare Gewaltandrohung nichts mehr, irgendwann ist da die Contenance und koordinierte Handlungsfähigkeit doch völlig hinüber. Und das wohl kaum erst nach fünf Tagen, meine ich, sondern im Zweifelsfall nach ein bis zwei Tagen, wenn nicht gar sofort.
In diesem Fall, dass ihr Tod von Beginn an klar gewesen wäre, muss man auch motivabhängig aufs sonstige Tatgeschehen schauen. Warum lässt man jemanden eine Woche am Leben wenn klar ist, dass die Person dann sterben soll? Sofern wir nicht von einer Erpressung Dritter reden, kommt man da um das Szenario massiver psychischer und/oder körperlicher Gewalt gegen Frauke in dieser Woche kaum herum. Nicht unbedingt das, was ihr tagelanges "Funktionieren" am Telefon begünstigt hätte, oder?
Und erzählt an der Stelle nichts von Medis/Drogen. Will man einen Menschen in Todesangst und maximal bedrohlicher/gewalttätiger Fremdkontrolle so weit wirksam runterbringen, dann ist da nur noch wenig koordinierte, assoziative Hirntätigkeit übrig. Völlig unzuverlässig am Telefon, selbst mit vorgehaltener Waffe - eben weil Bedrohungsempfinden und Einordnung der Situation weitgehend ausgeschaltet wären.

Und gleichzeitig frage ich mich beim kaltblütig planenden Täter, der die Anrufe unter völligem Zwang und Vorgabe des Textes inszeniert, warum zum Geier der sie immer wieder die baldige/heutige Heimkehr ankündigen lässt, nur um dann am nächsten Tag wieder mit ihr losfahren zu müssen, weil die Heimkehr eben nicht stattfand? Stattdessen einmal "brauch ne Auszeit, melde mich nächste Woche" und der Drops wäre gelutscht.
Höchstens der Täter, der die Anrufe um ihrer selbst Willen inszeniert, wäre da denkbar. Ein besonderes Maß an Machtdemonstration gegenüber Frauke? Passt nicht wirklich zu Art und Inhalt ihrer Anrufe, meine ich. Das wäre doch "inspirierter" gewesen, spektakulärer. Oder um einen Dritten (in dem Fall höchstwahrscheinlich Chris) leiden zu lassen? Ich sag mal so, in beiden Fällen hätte der Täter sie doch eher erzählen lassen, dass sie gefangen gehalten würde und was er ihr antäte. Wäre noch weit wirksamer, sie ihre Machtlosigkeit spüren zu lassen bzw. Chris leiden zu lassen. Und würde ihn selbst unerkannterweise als beherrschende Größe präsentieren, bei so einem Tätertyp wohl ein mehr als erwartbares Bedürfnis. Um ihrer selbst Willen in diesem Sinne inszenierte Anrufe halte ich für ausgesprochen unwahrscheinlich.

Soweit jedenfalls bis Sonntag.
Dass dann nach vier aufeinander folgenden Tagen am Montag kein Anruf kommt und ihre "Stimmung" (Wahrnehmung der Situation, Perspektive) am Dienstag ins Verzweifelte mit Todesangst gekippt ist, spricht in Sachen Zeitablauf/Dynamik Bände.
Dass sie da keinen vorgegebenen Text spricht und zumindest stellenweise verzweifelt-aufgelöst ist, offensichtlich. Der mit Sicherheit anwesende Täter hindert sie nicht, unterbricht sie nicht, lässt sie gewähren, minutenlang. Ist das, weil er absolut nichts zu befürchten hat, weil Frauke absolut nichts mitteilen könnte, was für ihn ein Risiko darstellen könnte? Glaube ich nicht, aus zwei Gründen:
Erstens erscheint es mir unwahrscheinlich, dass Frauke den Täter oder seinen Namen nicht kennt, auch keinerlei Bezüge, nichts Signifikantes über seine Person, ihren Festhalteort, das verwendete Fahrzeug weiß und dass er sich sicher sein kann das es so ist.
Zweitens hatte Frauke in so aufgelöstem Zustand mit Sicherheit ein übergroßes Mitteilungsbedürfnis über ihre tatsächliche Lage. Ich bin mir sicher, sie wäre damit auch ohne hinreichende Infos zum Täter herausgeplatzt, wenn ihr naher Tod erklärtermaßen als alternativlos festgestanden hätte.
Ich meine, an manchen Stellen hat sie direkt und indirekt "Ausrutscher", hält sich nicht zuverlässig daran, nichts über ihre Situation verlauten zu lassen. Aber dass sie dann dennoch versucht, das Gespräch ohne Preisgabe weiterzuführen, würde ich im Sinne des bisher Geschriebenen so sehen:
Es bestand von Anfang an die zunächst einzige Perspektive, dass die Situation mit Fraukes Freilassung enden würde. Bei den Anrufen durfte sie jedoch nichts über ihre tatsächliche Situation preisgeben. Am Dienstag war ihre Zuversicht dahin, ihr möglicher Tod als Ende der Situation stand im Raum - ob vom Täter ausgesprochen oder von ihr selbst, spielt keine Rolle. Jedenfalls beim Telefonat am Dienstag hat sie Todesangst, ist verzweifelt, folgt aber nach wie vor der Vorgabe nichts preiszugeben, um diese notwendige Bedingung für eine Freilassung zu erfüllen. Ob sie sich da an einen letzten Strohhalm klammert, obwohl sie eigentlich schon weiß, wie es kommen wird, oder ob die Freilassung da tatsächlich zumindest "auf dem Papier" noch eine valide Option ist, lässt sich nicht einschätzen.

Und der Sinn der Anrufe? Ja, "das Umfeld beruhigen". Vielleicht weniger im Sinne, den aktuellen Ermittlungstätigkeiten etwas entgegenzusetzen, sondern (zumindest auch) um beim Umfeld eine Wahrnehmung für ihr Fernbleiben zu erzeugen, das ihre möglichst "unaufgeregte" Heimkehr ohne zwingenden Bedarf, über die tatsächlichen Umstände zu berichten, ermöglichen sollte.

Der Täter mit der (letztlich wohl nicht umsetzbaren) Perspektive, dass die Situation mit ihrer mehr oder weniger recht zeitnahen Freilassung dann für ihn folgenlos enden könnte, hätte doch viel weniger Hemmschwellen für die Durchführung der Anruffahrten gehabt als einer mit klarer Identität als Schwerverbrecher und (zukünftiger) Mörder Fraukes.

Ein Täter, der selbst in Fraukes Freilassung tatsächlich die (zunächst einzige) Lösung sah, wäre auch nötig, damit Frauke selbst tagelang von diesem Verlauf ausgehen konnte. Wäre das von Beginn an nur vorgetäuscht gewesen, wären doch Rahmenbedingungen und wie oben benannt das sonstige motivseitige Tathandeln völlig ungeeignet gewesen, um ihr eine Freilassung glaubhaft sein zu lassen.

Und aus Fraukes Perspektive mit der Erwartung, zeitnah gehen gelassen zu werden, relativ heil aus der Nummer rauszukommen, wären die Anrufe doch erstens nicht so unerfreulich gewesen und zweitens hätte alles dafür gesprochen, hier kooperativ zu sein - wenn es nicht gar Fraukes Idee und Wunsch war, anzurufen.

Und die erste SMS? Die war laut Chris "frauketypisch", unauffällig. Passend bis auf die späte Uhrzeit. Hat Frauke verfasst, als sie den Typen getroffen hat und noch auf ein Bier oder einen schnellen Mecces-Besuch in BD mit ist. Ging dann nicht raus, schwacher Akku oder kurz nach dem Spiel überlastetes Handynetz in der Stadt. Ging dafür 0:49 raus, unter welchen genauen Umständen auch immer.
Oder Frauke hat die nicht zuvor verfasst. Trifft den Typen, irgendwas lief wohl nicht wie gewollt, sonst wäre sie wohl nicht 0:49 irgendwo in der Pampa östlich von PB. Sie schreibt und schickt die SMS an Chris, weil der ja auf sie wartet. Die Situation vor Ort oder das vorherige Geschehen nimmt sie dabei so in Beschlag, dass sie die mittlerweile späte Uhrzeit (und dass da ein "Komme später" nicht mehr passt) beim Schreiben gar nicht richtig realisiert. Aber dass sie an jenem Abend/in jener Nacht noch nach Hause kommen würde, ist ihr in dem Moment (noch) so selbstverständlich, dass sie es gar nicht hinterfragt.
Dens Caninus

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Dens Caninus »

Gaston hat geschrieben: ↑Montag, 19. Oktober 2026, 20:11:57 Da würde ich mit euch mitgehen, Mann.
Das könnte auch den abgebrochenen Zahn erklären.
Von einem abgebrochenen Zahn war nie die Rede. Ein Schneidezahn des Unterkiefers fehlte vollständig.
Dens Caninus

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Dens Caninus »

Blanka hat geschrieben: ↑Montag, 19. Oktober 2026, 18:50:27 Das logischste Szenario für die SMS, sofern von FL noch selbst versendet, wäre, dass es eben bereits vorher eskaliert ist, sie einen Schlag in die Fresse oder dergleichen kassiert hat, und nicht klar war, wie diese Situation gelöst wird. Dann wäre sie zu purem Zeitgewinn versendet worden, und diesen Eindruck machen auch die nachfolgenden Kontakte mit Ausnahme des letzten.
Könntest du bitte etwas respektierlicher über einen ermordeten Menschen sprechen und auf Gossenslang verzichten?
Ob Frauke ins Gesicht geschlagen wurde steht überhaupt nicht fest nur weil es Gestschreiber mal behauptet hat.
Dens Caninus

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Dens Caninus »

SImS74 hat geschrieben: ↑Sonntag, 18. Oktober 2026, 19:03:03 Ist hoffentlich in Ordnung, dass ich antworte, auch wenn das oben Zitierte an jemand anderen gerichtet war.
Das ist ja auch eine Grundsatzfrage bei den verschiedenen Hypothesen - ob sich die Situation ab dem 20. Juni für den Täter mehr oder weniger ungeplant ergeben hat und sein Vorgehen eine Abfolge spontaner Entscheidungen bzw. Reaktionen auf die Entwicklungen war oder ob er von Anfang an sehr planvoll vorgegangen ist.
Um das Hinterlassen von eigener DNA zu vermeiden, müsste es sich doch eher um Letzteres handeln, oder? Also um einen Täter, der Frauke z.B. nur sehr überlegt berührt und der dafür gesorgt hat, dass sie beim Auffinden dieselbe Kleidung trug wie am Tag ihres Verschwindens? Welche Motivation hältst du bei einem solchen Täter für wahrscheinlich? Und welche 'Beziehung' zu Frauke? Das würde mich sehr interessieren.
leider kann ich dir diese frage nicht bentworten weil ich das motiv des täters nicht eingrenzen kann.
nur wenn sich fraukes mörder seiner tat bekennt und sich stellt werden wir etwas über sein motiv erfahren, ansonsten werden die künftigen diskussionen immer im spekulativen raum verbleiben.
wollte der täter die polizei ausbremsen hätten dafür 1 oder 2 anrufe genügt, das kann man sowohl für einen bekannten oder unbekannten täter wohl annehmen.
stattdessen erhöht er im prinzip unnötig sein risiko und lässt über 7 tage fast täglich anrufen. warum macht er das?
für mich steht jedenfalls fest, das es sich nicht mehr um ablenkungsmanöver gehandelt haben kann, da war eine ganz andere absicht dahinter. geld wollte der typ nicht und für ein sexualstraftat sind mir 7 tage schlicht zu lang. denkbar aber auch, das der täter eine junge frau besitzen wollte, wie im kampusch und das sein vorhaben durch etwas gestört worden ist und er abbrechen musste. im zuge dieser entscheidung musste frauke wahrscheinlich beseitigt werden
SImS74
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von SImS74 »

Dens Caninus hat geschrieben: ↑Montag, 19. Oktober 2026, 22:03:56 leider kann ich dir diese frage nicht bentworten weil ich das motiv des täters nicht eingrenzen kann.
nur wenn sich fraukes mörder seiner tat bekennt und sich stellt werden wir etwas über sein motiv erfahren, ansonsten werden die künftigen diskussionen immer im spekulativen raum verbleiben.
Du bist aber sehr ausführlich und überzeugend auf meine Frage eingegangen, vielen Dank! Dass der Täter eine Frau "besitzen" wollte, ist für mich sehr gut vorstellbar, also im Sinne von grausam mit ihrer Hoffnung spielen. Das würde auch zu Dr. Saimehs Einschätzung des letzten Telefonats passen: Der Täter war 'großzügig", weil er es sich leisten konnte und es für ihn keinen Unterschied machte. Ein schrecklicher Gedanke.
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