MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Sronson
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Sronson »

Zusammenfassung des Stern-Interviews mit Ginas Strafverteidiger Andreas Ohm, geführt von Jonas Fedders

Ohm ist erstmalig Ende Oktober mit ihr bzgl. des Falls in Kontakt gekommen. Sie hat ihn damals angerufen, um zu fragen, wie lange die Untersuchung ihres Fahrzeugs dauern wird. Dass ausgerechnet sie den toten Fabian gefunden hat, fand er nicht seltsam. Obwohl es damals noch keinen Verteidigungsauftrag gab, hat er ihr geraten, mit ihren Aussagen vorsichtig umzugehen, damit sie nicht in den Kreis der Verdächtigen gerät. Er hatte zu dieser Zeit nicht das Gefühl, dass sie sich selbst als Verdächtige sieht.

Am 14.10. erfuhr er durch ein Familienmitglied vom spontanen Gedenkgottesdienst für den verstorbenen Fabian. Dort hat er eine Kerze für das Kind angezündet. Viele Menschen seien damals verunsichert gewesen, weil sie nicht wussten, ob weiterhin eine Gefahr für die Gemeinde besteht. Ohm hatte zu diesem Zeitpunkt noch keine Vorahnung, dass ihn der Fall beruflich beschäftigen würde.

Doch am 06.11. wurde er von Gina angerufen, weil die Polizei mit einem Großaufgebot das Haus ihrer Großeltern durchsuchte. Er ist sofort nach Reimershagen gefahren, wo alles mit einer Hundertschaft abgesperrt war. 15–20 Polizisten hätten das Haus durchsucht. Er hat damals darauf geachtet, dass alles im gesetzlichen Rahmen bleibt. Angaben haben weder er noch Gina damals gemacht. Obwohl er Gina bereits in Aussicht gestellt hatte, dass sie eventuell verhaftet werden könnte, war die Festnahme für sie ein großer Schock.

Er hat nicht gezögert, das Mandat anzunehmen. Er sieht es als seine Aufgabe, die Interessen der Angeklagten wahrzunehmen und für ein gerechtes Verfahren zu sorgen. Dies geschieht unabhängig davon, dass er das Verbrechen an Fabian für „ganz schlimm“ hält.

Er kritisiert, dass sehr viele Zeugen aus Ginas Umfeld gehört wurden, die gar nichts zum Tatgeschehen beitragen konnten, sondern nur Angaben zu Ginas Charakter machten. Er hat den Eindruck, dass diese Zeugen gezielt ausgesucht wurden. Das Interesse, entlastende Informationen vorzutragen, sei seiner Meinung nach bei der Staatsanwaltschaft nicht vorhanden. So hätten z.B. die beiden Mitschüler von Fabian, die ihn am Freitagnachmittag gesehen haben wollen, viel eher geladen werden müssen, da sie mit ihrer Sichtung Entlastendes vorbrachten.

Dass Gina doch noch ausgesagt hat, entsprach nicht seinem Wunsch, sondern war eine Entscheidung seines Kollegen. Ohm hielt diese Einlassung für keine gute Idee, hat Ginas Wunsch aber respektiert. Er findet, dass sie trotz der Widersprüche ihre Einlassung gut umgesetzt hat.

Ihr Strafverteidiger leugnet nicht, dass es belastende Indizien gibt, findet jedoch, dass diese nicht ausreichen, um von ihrer Schuld überzeugt zu sein und fragt:
Was wäre denn, wenn der Kindsvater oder die Kindsmutter Fabian gefunden hätten?
Dass der Vater oder die Mutter zum Zeitpunkt des Verschwindens nicht in der Nähe waren, wüssten wir nicht. Ohm will den Vater zwar nicht verdächtigen, sieht die Überprüfung der Alibis aber als eine der schlecht ausgeführten Maßnahmen der Ermittler.

Seiner Meinung nach wurde nicht in alle Richtungen ermittelt, da die Angeklagte sehr früh in Verdacht geriet. Es könnte seiner Meinung nach auch ganz anders gewesen sein.
Stellen Sie sich doch mal für nur einen Moment vor, dass die Angeklagte möglicherweise unschuldig ist.
Für ihn spielt es keine Rolle, ob er sie für schuldig hält oder nicht, denn es würde an seiner Aufgabe, sie zu verteidigen, nichts ändern. Deshalb versucht er, solche Überlegungen auszublenden. Gina hätte ihm gegenüber von Beginn an abgestritten, die Täterin zu sein; deshalb hat er nicht nachgefragt.

Seine Mandantin hofft weiterhin, freigesprochen zu werden und dass sich mit dem Urteil alles aufklärt. Herr Ohm hat ihr jedoch mitgeteilt, dass derzeit alles in Richtung Verurteilung läuft. Sie weiß also, dass eine realistische Gefahr besteht, schuldig gesprochen zu werden.

https://www.stern.de/panorama/verbreche ... 87124.html

Herzlichen Dank für den Hinweis zum Artikel @Gastleser!
Wann passierte was? Zeitstrahl unter:
https://het-forum.de/viewtopic.php?t=8778
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Maria hat geschrieben: ↑Freitag, 25. September 2026, 11:54:29 Bin ich eigentlich die einzige, die sich immer noch vorstellen kann, dass der Tatort in der Nähe des Inselsees war und Fabian nach Klein-Upahl gebracht wurde, vielleicht am 13.10. als die Schäferin ihre Beobachtungen machte?
Ich fürchte ja ;-)

Denn die Frage ist ja nach wie vor wie trägt man eine 1,44m große über 50kg schwere Leiche 100m quer über ein eher matschiges Feld?
Die Antwort lautet gar nicht ;-)
Die mutmaßlichen F-Fußspuren bräuchten dann ebenfalls eine andere Erklärung.

Das Gericht in Form des Vorsitzenden ist zudem bereits festgelegt, dass da am 10.10. 15Uhr Fs Leichnam gebrannt hat. Alles andere würde auch wenig Sinn machen.
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Maria »

Pentax77 hat geschrieben: ↑Freitag, 25. September 2026, 12:12:44 Ich fürchte ja ;-)

Denn die Frage ist ja nach wie vor wie trägt man eine 1,44m große über 50kg schwere Leiche 100m quer über ein eher matschiges Feld?
Die Antwort lautet gar nicht ;-)
Die mutmaßlichen F-Fußspuren bräuchten dann ebenfalls eine andere Erklärung.

Das Gericht in Form des Vorsitzenden ist zudem bereits festgelegt, dass da am 10.10. 15Uhr Fs Leichnam gebrannt hat. Alles andere würde auch wenig Sinn machen.
Wenn es nicht einer alleine war, wäre das Tragen eventuell einfacher? Warum wurde in einer frühen Pressekonferenz vorn der Ablage am späteren Fundort gesprochen?
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Pentax77 »

Maria hat geschrieben: ↑Freitag, 25. September 2026, 12:44:51 Wenn es nicht einer alleine war, wäre das Tragen eventuell einfacher? Warum wurde in einer frühen Pressekonferenz vorn der Ablage am späteren Fundort gesprochen?
Bau doch deine eigenen Puzzleteile mal zusammen. F wird am Inselsee getötet, dann ins Auto gehievt (natürlich zu zweit) und zum Tümpel nach Klein Upahl gebracht, dort angehalten und zu zweit aus dem Auto raus und quer übers Feld geschleppt.
Warum sollte man ihn dann überhaupt dorthin bringen?
Wer sollte die zweite Person gewesen sein und wieso?

Erst recht wenn man deine Vermutung dass das erst am 13.10. gewesen sein soll dazu nimmt:
Was soll mit ihm 3 Tage lang gewesen sein?
Sollten die Gutachter tatsächlich den Unterschied zwischen einer 4 Tage alten Brandleiche und einer Leiche die nach 3 Tagen angezündet wurde nicht merken?
Was hat dann am 10.10. genau an dieser Stelle dort gebrannt?
(gleiches gilt für die These dass er bereits als Brandleiche dorthin gebracht sein könnte..äääähhemm.....)

Wie passen die beiden Versionen zu den ganzen bekannten Handy und Fahrzeugdaten und Sprachnachrichten?
Usw.usf.

Es bringt halt nichts sich immer nur einen kleinen Ausschnitt zu nehmen und zu sagen das könnte aber auch anders gewesen sein wenn der Rest dann so gar nicht mehr passt. (und auch nicht zu einzelnen Gegenfragen wieder einzelne Alternativszenarien zu bauen)

Das Wort "Ablage" würde ich hier nicht überinterpretieren, sondern eher unter Fachdeutsch verbuchen. Wie soll man es sonst nennen?
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Der Kommissar »

Maria hat geschrieben: ↑Freitag, 25. September 2026, 12:44:51 Wenn es nicht einer alleine war, wäre das Tragen eventuell einfacher? Warum wurde in einer frühen Pressekonferenz vorn der Ablage am späteren Fundort gesprochen?
Ich bin auch zuerst davon ausgegangen, dass der Fundort nicht der Tatort war. Jedoch konnte nachgewiesen werden bzw. erklärt werden warum der Fundort auch zugleich der Tatort ist.

Es ging ja grundlegend um die nicht vorhandene Blutmenge, die bei so einer Tat bei dem Fundort vermutet wurde. Deshalb gabe es zuerst die Vermutung, dass der Tatort ein anderer war. Der Rechtsmediziner (glaub ich zumindest) äußerte, dass das Blut aus der Wunde eher in Richtung Körperinneren fließt anstatt nach außen. Deswegen wurde nicht allzuviel Blut vorgefunden.

Das er an den Fundort getragen wurde, konnte mit den aufgefunden Fußspuren widerlegt werden. Da F vermutlich noch selbst und unbedacht zum Tümpel (Schweinesule) gelaufen ist. Die Möglichkeit das F getragen wurde und dann aufrecht hingestellt wurde halte ich für äußert unwahrscheinlich.
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Korkplatte »

Ich möchte Bezug nehmen auf eine mögliche Amnesie von G. Ich hatte das zuerst auch vermutet (wohl in der Hoffnung, dass sie doch angesichts der erdrückenden Indizien ansonsten auspacken würde).
Davon bin ich aber abgekommen. Weil wenn sie nicht mehr wüsste, was sie vermutlich getan hat, hätte es den Tümpeltourismus ja gar nicht geben können.
Über den bin ich mittlerweile fast dankbar. Sonst hätte Dorina vielleicht noch immer keine Gewissheit über den Verbleib des Kindes. Es war schon die kalte Jahreszeit, dadurch evtl keine starke Geruchsbildung. Eine matschige Gegend, wo man nicht ohne weiteres hinkommt. Auch keine Erntezeit. Vielleicht hätte man Fabian erst weit später gefunden. Ich hab heute ein Lied gehört von Sängern deren Tochter vor Jahren verschwunden ist und keiner weiß wohin. Das ist so schlimm.
Deswegen ist das gezielte hinführen der Tümpelzeugen als positiv zu werten, auch wenn sich ein Teil derer nicht mit Ruhm bekleckert hat.

Zum Thema "ablegen". Wenn Fabian gestanden ist, zugestochen wurde, dann wurde er ja auch vom stehen abgelegt, als er zusammen gesackt ist.
Was ist mit dir? :roll:
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von HE_Gffnkkd »

Korkplatte hat geschrieben: ↑Freitag, 25. September 2026, 13:31:36 Ich möchte Bezug nehmen auf eine mögliche Amnestie von G. Ich hatte das zuerst auch vermutet [...]
Davon bin ich aber abgekommen. Weil wenn sie nicht mehr wüsste, was sie vermutlich getan hat, hätte es den Tümpeltourismus ja gar nicht geben können.
Das ist natürlich a priori ein sehr naheliegendes und auch starkes Argument, das gegen die Theorie einer dissosiativen Amnesie spricht.

Ich würde mir in dieser Theorie die Tümpelbesuche jedoch wie folgt erklären (ohne genau zu wissen oder bisher danach gesucht zu haben, ob das exakt so überhaupt theoretisch möglich wäre. Und natürlich alles rein hypothetisch unter der Prämisse, dass Gina die Täterin ist):
Den Entschluss diese Tat durchzuziehen, die Planung und die Tat selbst werden schon kurz, nachdem alles vorbei ist, durch ihre Psyche zu ihrem Schutz aus ihrem Bewusstsein verdrängt und all diese Informationen sind ab da für Gina vollkommen unzugänglich nur noch im Unterbewusstsein verfügbar.
Das Unterbewusstsein will diese Informationen auch unter gar keinen Umständen wieder preisgeben, weil es weiß, dass das großen Schaden anrichten würde. Stattdessen klafft im Bewusstsein für den Tatzeitraum nun also eine Lücke. Das Unterbewusstsein weiß, dass diese Lücke schnellstmöglich mit "halbwes sinnvollen" Erklärungen geschlossen werden muss und manipuliert also das Bewusstsein, wo es nur kann. Gina fällt so auf ihre eigenen Lügen rein und glaubt diese entweder oder interessiert sich nicht für die Dinge, die sich nicht mehr genau weiß. Sie lebt also mehr oder minder völlig normal weiter.
Nach ein paar Tagen merkt das Unterbewusstsein aber, alles dreht sich in der Welt um Gina herum nur noch um Fabian, insbesondere leidert ihr geliebter MR sehr und hat auch kaum mehr Zeit für sie. Das finden sowohl Bewusstsein als auch Unterbewusstsein blöd. Das Unterbewusstsein weiß aber weiterhin, dass das Preisgeben der geheimen Informationen eine absolute Katastrophe wäre. Was macht es also, es pflanzt lediglich den Gedanken Klein Upahl in den Kopf oder als Bauchgefühl bei Gina ein und maniupliert sie so dort mit CD suchen zu fahren. Das Unterbewusstsein lenkt dabei geschickt zum Tümpel und das Bewusstsein merkt nichts davon und denkt am Ende, dass das "alles ein scheiß Zufall" war.
Tümpelbesuch 2 und 3 sind dann geschenkt und das Unterbewusstsein braucht hier gar nichts mehr machen, weil das Bewusstsein nun durch den scheinbar zufälligen Tümpelbesuch 1 auch den Tatort kennt.
Spoiler
Btw: Ich finde Tümpelbesuch 2 und 3 werden in der ganzen Geschichte so oder so vollkommen überbewertet, denn offensichtlich gilt, dass Tümpelbesuch 2 und 3 genau dann logisch erklärbar sind, wenn Tümpelbesuch 1 logisch erklärbar ist.
Naja, klingt alles mehr wie in einem Film und ich halte die Wahrscheilichkeit dafür, dass das möglich ist, auch für geringer als 2 %.
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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HE_Gffnkkd hat geschrieben: ↑Freitag, 25. September 2026, 11:25:16
Hast du denn Akteneinsicht?

Na es wäre doch dann gar nicht notwendig gewesen den Beweisantrag zuzulassen. Ich sehe das hier eher so das der Richter Klarheit haben wollte weil die Zeugenaussagen eben nicht genau überprüft wurden.
Zb die Zeugenaussage des Mädchens: Das Mädchen konnte sich nicht erinnern in welche Straße Fabian eingebogen sein soll. In der Akte müsste ja aber vermerkt sein in welche Straße Fabian eingebogen ist wenn man die Zeugenaussage
zusammen mit dem Mädchen vor Ort überprüft hätte. Dann hätte man in der Zeugenvernehmung dem Mädchen ja eine Karte vorlegen können und das Mädchen hätte gezeigt wo Fabian aus Ihrem Sichtfeld verschwunden ist. Man hat das aber nicht abgeklärt in der Zeugenaussage vor Gericht. Aber weil sie jetzt ausgesagt hat das es zwei Männer waren, damals aber nur von einem Mann die Rede war wird sie als unglaubwürdig abgekanzelt. Wer weiß was der Polizeibeamte damals wissen wollte. Vielleicht ist ja nur ein Mann schneller hinter Fabian her. Vielleicht hätte man vor 11 Monaten direkt abklären sollen ob an der Zeugenaussage was dran ist und den Beweisantrag ablehnen können mit einer plausiblen Begründung. Das hätte Zeit gespart und dem Mädchen eine Zeugenvernehmung vor Gericht.
Auch die beiden Hortbetreuer wurden damals nicht gehört, aber jetzt schien es auf einmal doch notwendig.

Wir beide haben halt eine andere Betrachtungsweise und eine andere Beurteilung der Dinge die wichtig sind oder nicht so wichtig. Das ist für mich auch völlig akzeptabel.

Und was die Verteidigung angeht in Punkto Fahrzeugdaten da hast du völlig recht. Ich fand sowieso das die beiden zu Prozessbeginn ziemlich defensiv vorgegangen sind.
Aber da habe ich halt keine Ahnung von, da ich kein RA bin.

Anfangs hatte ich noch den Eindruck das die richterliche Instanz an einer Aufklärung und Erklärung des Tatgeschehens interessiert war.
Aktuell sehe ich nur noch das Prozess zu Ende gebracht werden muss.
Die Staatsanwaltschaft definitiv nicht. Ermittlungsbehörden sind Jäger und keine Sammler von entlastenden Informationen eines Tatverdächtigen. Und haben sie erstmal ihr Wild gefangen dann wird es nicht in Watte gepackt sonder zerlegt und gerupft.
Daß hat überhaupt nichts mit Verschwörungstheorien zu tun.
Zuletzt geändert von Sronson am Freitag, 25. September 2026, 16:07:14, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitat gekürzt
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Pentax77 »

HE_Gffnkkd hat geschrieben: ↑Freitag, 25. September 2026, 14:50:23
Das Unterbewusstsein will diese Informationen auch unter gar keinen Umständen wieder preisgeben, weil es weiß, dass das großen Schaden anrichten würde. Stattdessen klafft im Bewusstsein für den Tatzeitraum nun also eine Lücke. Das Unterbewusstsein weiß, dass diese Lücke schnellstmöglich mit "halbwes sinnvollen" Erklärungen geschlossen werden muss und manipuliert also das Bewusstsein, wo es nur kann. Gina fällt so auf ihre eigenen Lügen rein und glaubt diese entweder oder interessiert sich nicht für die Dinge, die sich nicht mehr genau weiß. Sie lebt also mehr oder minder völlig normal weiter.
...
Das Unterbewusstsein weiß aber weiterhin, dass das Preisgeben der geheimen Informationen eine absolute Katastrophe wäre. Was macht es also, es pflanzt lediglich den Gedanken Klein Upahl in den Kopf oder als Bauchgefühl bei Gina ein und maniupliert sie so dort mit CD suchen zu fahren. Das Unterbewusstsein lenkt dabei geschickt zum Tümpel und das Bewusstsein merkt nichts davon und denkt am Ende, dass das "alles ein scheiß Zufall" war.
Dazu würde zumindest ihre beschriebene Reaktion, das "Da ist er!" und späteres lachen, ganz gut passen. So als ob sie selber für nen Moment überrascht war dass er da liegt weil sie vlt die Stelle gar nicht mehr so genau wusste weil verdrängt.
"„Wenn man ein bisschen logisch denken tut und eins und eins alles so zusammenzählt, dann kommen nur Fragezeichen raus“
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Gastleser »

Sronson hat geschrieben: ↑Freitag, 25. September 2026, 11:55:59 Zusammenfassung des Stern-Interviews mit Ginas Strafverteidiger Andreas Ohm, geführt von Jonas Fedders

Ohm ist erstmalig Ende Oktober mit ihr bzgl. des Falls in Kontakt gekommen. Sie hat ihn damals angerufen, um zu fragen, wie lange die Untersuchung ihres Fahrzeugs dauern wird. […..]
https://www.stern.de/panorama/verbreche ... 87124.html
Ergänzend weitere Zitate:
Anwalt von Gina H. macht Andeutung
t-online, von lp, Aktualisiert am 25.09.2026 - 16:47 Uhr

[…..] Andreas Ohm, über ein mögliches Urteil gesprochen. "Sie hofft natürlich, dass sich mit dem Urteil alles aufklärt und sie freigesprochen wird. Aber ich habe ihr schon vor einigen Wochen gesagt, dass derzeit alles in Richtung einer Verurteilung läuft", sagte Ohm in einem Interview mit dem "Stern". […..]

Verteidiger Ohm sagte nun in dem "Stern"-Interview zu der Einlassung, diese habe "nicht auf meinem innigsten Wunsch" beruht. Die Ankündigung, dass die Angeklagte aussagen werde, sei von seinem Kollegen gekommen.

Gina H. hat zwei Verteidiger, neben Ohm den Rostocker Rechtsanwalt Thomas Löcker. Ohm räumte ein: "Ich war skeptisch, habe aber den Wunsch der Angeklagten auch nicht weiter negiert. Ich habe ihr nur mehrfach gesagt, dass ich es nicht für eine besonders gute Idee halte."

Auch wenn Ohm betonte, er finde, Gina H. habe Einlassung und anschließende Befragung "gut gemacht", räumte er zugleich ein, dass Widersprüche zum Problem für die Angeklagte werden könnten. "Und solche Widersprüche will das Gericht, wenn ich die Äußerung des Vorsitzenden richtig verstanden habe, erkannt haben", ergänzte Ohm. […..]

https://www.t-online.de/nachrichten/pan ... rteil.html
Keks22
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Keks22 »

Pentax77 hat geschrieben: ↑Freitag, 25. September 2026, 16:38:35 Dazu würde zumindest ihre beschriebene Reaktion, das "Da ist er!" und späteres lachen, ganz gut passen. So als ob sie selber für nen Moment überrascht war dass er da liegt weil sie vlt die Stelle gar nicht mehr so genau wusste weil verdrängt.
Eine Amnesie würde einige ihrer Handlungen und auch gesagte Sätze in ihren Telefonaten oder Sprachnachrichten bzw chats plausibel erscheinen lassen. Zb das Schlechtmachen oder indirekte Schuldzuweisungen an die Mutter. Auch das zufällige Auffinden von Fabian mi dem ersten Tümpelzeugen. Man muss aber auch ganz klar sagen
das die beiden folgenden Tümpelzeugen nur dem Umstand geschuldet sind weil das erste Auffinden nicht den erwünschten Erfolg gebracht hat. Nämlich das Melden des Fundes von Fabian. Hätte beide richtig gehandelt hätte es keine weiteren Tümpelzeugen gegeben.
Hier sieht man übrigens wieder das klare Prinzip von Ursache und Wirkung,
Somit kann man definitiv sagen das auch das erstmalige Auffinden von Fabian kein Zufall war.
Entweder sie kannte den Tatort weil sie die Mörderin ist oder
Sie wurde durch Dritte dorthin gelenkt.
Eine Amnesie erklärt aber wiederum auch nicht ihre Google und Facebooksuchanfragen.
Und wann soll die Amnesie eingetreten sein ? Direkt nach der Tat oder nach dem Inbrandsetzen?
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Kalle »

Pentax77 hat geschrieben: ↑Freitag, 25. September 2026, 16:38:35 Dazu würde zumindest ihre beschriebene Reaktion, das "Da ist er!" und späteres lachen, ganz gut passen. So als ob sie selber für nen Moment überrascht war dass er da liegt weil sie vlt die Stelle gar nicht mehr so genau wusste weil verdrängt.
Eine besondere Würdigung könnten Reaktionen der Angeklagten im Saal erfahren, die sich nicht im Prozessverlauf erklären lassen. Es wurde ja öfter berichtet, dass sie Zeugen oder Sachverständige durch Reaktionen wie Kopfschütteln, aufgeregtes Flüstern mit den Anwälten bis hin zum “Dachschaden” quittiert hat. Interessant sind diese Reaktionen v.a. dann wenn sich unstrittig herausgestellt hat dass sie lügt bzw. eindeutig etwas ablehnt was objektiv “wahr” war oder sie im Nachgang etwas eingeräumt hat. Konkret kann ich nichts benennen, aber der Gutachter ist natürlich sehr nah dran. Er wird auch Dinge wie geistige Abwesenheit, Apathie, Resignation oder Zuversicht, Erregung usw in den Kontext setzen können und sich dann wundern wennnes nicht zum erwarteten Verhalten passt
Wann passierte was? Zeitstrahl unter:
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Sway »

Keks22 hat geschrieben: ↑Freitag, 25. September 2026, 17:58:03 Man muss aber auch ganz klar sagen
das die beiden folgenden Tümpelzeugen nur dem Umstand geschuldet sind weil das erste Auffinden nicht den erwünschten Erfolg für ihren persönlichen Geschmack gebracht hat. Nämlich das Melden des Fundes von Fabian. Hätte einer der beiden richtig gehandelt hätte es keine weiteren Tümpelzeugen gegeben.
Fixed your post. Sie da aus der Verantwortung nehmen, indem man es von ihm abhängig macht, find ich nicht fair. Ihn gefunden zu haben kann man durchaus als „Erfolg“ werten, wenn das ein initiales Vorhaben war. Es gibt auch immer die Möglichkeit eines anonymen Tipps btw.

@Sronson

Ganz lieben Dank für die Zusammenfassung des Stern-Artikels <3
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Keks22 »

Sway hat geschrieben: ↑Freitag, 25. September 2026, 18:55:12 Fixed your post. Sie da aus der Verantwortung nehmen, indem man es von ihm abhängig macht, find ich nicht fair. Ihn gefunden zu haben kann man durchaus als „Erfolg“ werten, wenn das ein initiales Vorhaben war. Es gibt auch immer die Möglichkeit eines anonymen Tipps btw.

@Sronson

Ganz lieben Dank für die Zusammenfassung des Stern-Artikels <3
Wieso ich habe sie (GH) doch nicht aus der Verantwortung genommen. Ich habe geschrieben " hätte(n) sie beide "
Damit meinte ich CD und GH. Es hätte auch jeder für sich separat machen können, von mir aus auch anonym.
Beide haben es nicht getan.
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Sway »

Keks22 hat geschrieben: ↑Freitag, 25. September 2026, 19:07:00 Wieso ich habe sie (GH) doch nicht aus der Verantwortung genommen. Ich habe geschrieben " hätte(n) sie beide "
Damit meinte ich CD und GH. Es hätte auch jeder für sich separat machen können, von mir aus auch anonym.
Beide haben es nicht getan.

Das liest sich im ersten Moment ein wenig so, als hätte sie ja keine Wahl ohne sein Zutun gehabt (die Arme). Aber wenn Du das so schreibst, ok :)
Kalle hat geschrieben: ↑Freitag, 25. September 2026, 18:46:47 Interessant sind diese Reaktionen v.a. dann wenn sich unstrittig herausgestellt hat dass sie lügt bzw. eindeutig etwas ablehnt was objektiv “wahr” war oder sie im Nachgang etwas eingeräumt hat. Konkret kann ich nichts benennen, aber der Gutachter ist natürlich sehr nah dran.
Da muss man in der Forensuche nur mal das Wort „Quatsch“ eingeben, da findet man paar Beispiele aus den Tickern :D
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Maria »

Pentax77 hat geschrieben: ↑Freitag, 25. September 2026, 16:38:35 Dazu würde zumindest ihre beschriebene Reaktion, das "Da ist er!" und späteres lachen, ganz gut passen. So als ob sie selber für nen Moment überrascht war dass er da liegt weil sie vlt die Stelle gar nicht mehr so genau wusste weil verdrängt.
Mir fiele dafür auch eine ganz andere Erklärung ein. Angesichts der zu vermutenden Lichtverhältnisse hätte ich den Ausruf nicht zwangsläufig als eindeutiges Erkennen interpretiert, sondern, dass es relativ unwahrscheinlich wäre, dass es ein anderes Kind wäre. Der Ausruf kann auch bedeutet haben "Das muss er sein.
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Gastikus »

Dieses Phänomen des kompletten Verdrängen/ Abspalten von Erlebnissen die "zu viel" für die Psyche sind findet man eher bei Kindern.
Auch Erwachsene verdrängen, keine Frage. Ich gehe auch davon aus, dass Gina versucht das so gut wie es nur geht zu tun.
Jedoch bin ich davon überzeugt, dass bei ihr alles im Gedächtnis abrufbar ist, was bei überfordernden Erlebnissen im Kindesalter oftmals nicht der Fall ist. Gewisse Trigger können im Laufe des Lebens jedoch die verdrängten Erinnerungen wieder ins Bewusstsein zurückholen. Dies führt unumgänglich dazu, dass diese wieder präsent und normal abrufbar sind.
Zurück zu Gina: mMn platzt das Erlebte immer wieder in verschiedensten Formen aus ihr herraus. Beispiele:
- Sprachnachrichten 13.10.: Wasserleichen und Brandleichen (!) haben keine DNA (das war vor den Tümpelfahrten. sprachis mit Erik)
- Situation Tümpel 14.10.: Ort eignet sich zum Entsorgen, völliges "rauszoomen" und abwesend sein als der verbrannte Leichnam am Tümpel thematisiert wird, später Verneinung von Kind abschlachten

Amnesie schließe ich bei Gina zu 100% aus =)
❄️ „Ich habe ihm gesagt, dass mir der Ar*** auf Grundeis geht wegen meines Autos." ❄️
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Pentax77 »

Sway hat geschrieben: ↑Freitag, 25. September 2026, 18:55:12 Fixed your post. Sie da aus der Verantwortung nehmen, indem man es von ihm abhängig macht, find ich nicht fair. Ihn gefunden zu haben kann man durchaus als „Erfolg“ werten, wenn das ein initiales Vorhaben war. Es gibt auch immer die Möglichkeit eines anonymen Tipps btw.
Dann wären aber ihre Spuren am Tatort nicht erklärbar gewesen, soweit konnte sie anscheinend denken....
Kalle hat geschrieben: ↑Freitag, 25. September 2026, 18:46:47 Interessant sind diese Reaktionen v.a. dann wenn sich unstrittig herausgestellt hat dass sie lügt bzw. eindeutig etwas ablehnt was objektiv “wahr” war oder sie im Nachgang etwas eingeräumt hat. Konkret kann ich nichts benennen, aber der Gutachter ist natürlich sehr nah dran.
Da fällt mir direkt ganz aktuell das ein was ich in dem Moment und bis heute nicht nachvollziehen konnte:
10:24
23.09.
Gina H. widerspricht dem Polizeivermerk
Gericht

Im Vermerk des Polizisten, der die Überwachungsaufnahmen sichergestellt hat, wird die Qualität der Nachtbilder als äußerst schlecht beschrieben. Dort heißt es: „Die Nachtaufnahmen sind sehr schlecht bis gar nicht zu erkennen. (…) Möglicherweise handelt es sich um die beiden Personen, die mit Frau H. am Tatort gewesen sein sollen.“

Gina H. reagiert darauf leise und wendet sich ihren Verteidigern zu. „Stimmt ja nicht“, sagt sie.


... Ohm ...räumte er zugleich ein, dass Widersprüche zum Problem für die Angeklagte werden könnten. "Und solche Widersprüche will das Gericht, wenn ich die Äußerung des Vorsitzenden richtig verstanden habe, erkannt haben", ergänzte Ohm.
Ach ich finde ihn und seine Trockenheit bzw seine Ausdrucksweise einfach sympathisch irgendwie wenn man ihn dazu sieht :lol: :D
(bei anderen würde sowas wohl eher arrogant rüberkommen)
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Kalle hat geschrieben: ↑Freitag, 25. September 2026, 18:46:47 Konkret kann ich nichts benennen, aber der Gutachter ist natürlich sehr nah dran.
Paradebeispiel könnte hier das Thema Papa sein.
Spoiler
01.07.2026 - 09:58 Uhr
„Den nannte sie Papa“

Richter Holger Schütt fragt nach einem Mann, den Gina H. in dem Gespräch mit der Gerichtshelferin erwähnt hatte. Dabei handelte es sich um einen früheren Partner ihrer Mutter.

Die Zeugin berichtet, Gina H. habe diesen Mann als „Papa“ bezeichnet. Er sei die einzige männliche Bezugsperson gewesen, zu der sie ein väterliches Verhältnis aufgebaut habe. Auch nach der Trennung ihrer Mutter habe sie den Kontakt zunächst gehalten. Erst später sei dieser abgebrochen. Von seinem Tod habe sie schließlich über soziale Medien erfahren.
Heckengäu hat geschrieben: ↑Donnerstag, 06. August 2026, 15:07:51 Bild

06.08.2026 - 14:51 Uhr
Aussage zu den Vätern sorgt für Reaktion

Anschließend spricht der Richter die Familienverhältnisse an und fragt, ob die Schwestern unterschiedliche Väter hätten. Die Zeugin antwortet, offiziell hätten beide denselben Vater eingetragen. Es gebe jedoch familiäre Erzählungen, die etwas anderes nahelegten.

Während dieser Aussage reagiert Gina H. sichtbar. Die Angeklagte schaut fassungslos in Richtung ihrer Schwester und lacht lautlos auf.
Wann eine Vaterschaft anerkannt/ eingetragen wurde lässt sich nachvollziehen. Fällt dir ein anderer Grund ein wieso die Berichterstattung genauso ist wie sie ist ? ^^ Der Richter hat wohl auch nicht umsonst verschiedene Zeugen danach gefragt. Er wusste was kommt und wollte es nur im Saal vorgetragen und bestätigt bekommen.
❄️ „Ich habe ihm gesagt, dass mir der Ar*** auf Grundeis geht wegen meines Autos." ❄️
Heckengäu
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Heckengäu »

Pentax77 hat geschrieben: ↑Freitag, 25. September 2026, 20:29:33 Da fällt mir direkt ganz aktuell das ein was ich in dem Moment und bis heute nicht nachvollziehen konnte:
Dazu diese Stelle von Bild etwas ausführlicher, also ca. 0,5% mehr
Bild

23.09.2026 - 10:25 Uhr
Verteidiger: „nicht aussagekräftig“

Verteidiger Andreas Ohm ist wenig beeindruckt. Die Fahrzeuge seien „nicht zu erkennen“ und die Videos „nicht aussagekräftig“. Es würde sich verbieten, mit Videos, auf denen man nichts erkennt, im Nachhinein eine Vergleichbarkeit zu suggerieren. Ohm kündigt an, zu den Googlesuchanfragen von Gina H. bis zum nächsten Prozesstag Beweisanträge vorzubereiten.
23.09.2026 - 10:24 Uhr
Dunkel, hell, dunkel

Der Richter lässt die Rollos und Leinwände wieder hochfahren. Staatsanwalt Oliver Schley schaltet sich ein und bittet darum, dass noch die Vergleichsbilder des Fahrzeugs von Christian D. gezeigt werden. Der Richter lässt die Rollos und Leinwände wieder herunterfahren. Ein kleiner Schmunzler im Saal. Es werden acht Fotos eines schwarzen VW‑Touareg gezeigt. Das Auto von Christian D.
23.09.2026 - 10:22 Uhr
Facebooksprüche und Polizeimeldungen

Nun wird die Internetrecherche der Staatsanwaltschaft vorgetragen. Es handelt sich um alle Such- und Aufrufe auf dem Mobiltelefon der Angeklagten am Tattag. Gina H. hat etwa einige Facebooksprüche aufgerufen. Aber sie hat auch auf Google nach nach Polizeimeldungen gesucht.

23.09.2026 - 10:18 Uhr
Gina H. flüstert zu Anwälten

Im Vermerk des Polizisten, der die Videos sichergestellt hat, heißt es: „Die Nachtaufnahmen sind sehr schlecht bis gar nicht zu erkennen. (…) Möglicherweise handelt es sich um die beiden Personen, die mit Frau H. am Tatort gewesen sein sollen.“ Gina H. wendet sich leise an ihre Verteidiger: „Stimmt ja nicht“, sagt sie. Das Gericht zeigt nun zum Vergleich zwei Fotos des Autos von Olaf K. Es ist ein schwarzer Seat SUV.
Das dritte Video bei Tag am 14.10. mit Heike Muttertier spare ich aus
23.09.2026 - 10:11 Uhr
Das zweite Video

Ein zweites Video ist vom selben Abend um 23.21 Uhr. „Die selbe Einfahrt, es fährt ein Auto in die andere Richtung“, erklärt der Richter. Christian D. war ca. um 21.30 Uhr mit Gina H. in Richtung Klein Upahl aufgebrochen, später dann Olaf K.

23.09.2026 - 10:10 Uhr
Erstes Video vom 13. Oktober

Das erste Video von einer Wildtierkamera stammt vom 13. Oktober 2025 um 22.31 Uhr. Das war der Abend, an dem Gina H. zunächst mit ihrem Bekannten Christian D. (37), dann mit ihrem Nachbarn Olaf K. (58) am Tümpel bei Klein Upahl war. Es ist alles dunkel, die Kamera ist in einer Einfahrt zwischen Gerümpel. Man sieht nur den Scheinwerfer eines Autos kommen. Der Richter erklärt, dass das Auto aus dem Wald kommt und Richtung Lohmen und Landstraße L111 fährt.

23.09.2026 - 10:08 Uhr
Jetzt kommen die geheimen Videos
"Stimmt ja nicht" von ihr soll bedeuten dass der vom Polizeibeamten hinzugefügte Vermerk falsch wäre.
Also wieder mal "zu kurz gesprungen" weil die Vorgänge in ihrer Gesamtheit in ihrem Kindhaften Scheingemüt nicht vollständig erfasst werden können.

Sie bestreitet also da gefahren zu sein. Das lässt sich leicht widerlegen anhand der Daten von 3 Mobiltelefonen, ihres und von C.D. und O.K.
Plus der Zeugenaussagen der beiden und den nicht immer unzweifelahften Angaben in den Videovernehmungen und der Einlassung mit nachfolgender Befragung. Die Kammer wird aus all diesen ihr vorliegenden umfangreichen Erhebungen ein realistisches, räumlich/zeitliches zweifelfreies Fazit gezogen haben.

Korrektur: Das von C. D. scheidet aus mangels Möglichkeiten der Polizei, bleiben 2 Handtelefone
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