Assis hat geschrieben: ↑Freitag, 18. September 2026, 21:20:38
Ich hoffe sehr, dass du Erfolg hast.
Es wäre nicht das erste Mal. Und ich bin absolut überzeugt, dass wir jetzt eine komplett andere Seite zeigen werden.
Assis hat geschrieben: ↑Freitag, 18. September 2026, 21:20:38Stimmt es, dass du mit einem ehemaligen Ermittler der Göhrde-Morde in Kontakt stehst?
Offen gestanden hast Du jetzt einen wunden Punkt bei mir erwischt...
Er ist nicht irgendein Ermittler. Er hat 1991 die Göhrde Fälle übernommen, als Michaelis (ehemaliger Mordkommissionsleiter (bereits verstorben)) in die "Behörde" wechselte. Er war seit 1989 die rechte Hand von Michaelis und gehörte zu seinem engsten, strategischen Team.
Sein Name: Dieter Weihser.
Seit 7-8 Jahren sind wir in intensivem Kontakt. Telefonisch und persönlich. Autorisiert durch einen Kriminaldirektor der POL LG, der heute schon außer Dienst ist. In der Polizei Lüneburg wird Weihser respektvoll als der "Silberrücken" im Fall der Göhrde Morde bezeichnet. Niemand weiß über den Fall, den er von 1989-2012 maßgeblich prägte, mehr als er.
Was hat diese intensive Beziehung bis heute geprägt? Ich denke, vor allem gegenseitiger Respekt. Da ist ein ehemaliger Ermittler, der (auch damals noch) im Fall steckte und bei unserer ersten Kontaktaufnahme eigentlich nichts Preis geben wollte.
Und ihm gegenüber war da am Telefon (Erstkontakt) ein investigativer Journalist, der unbequeme Fragen stellte, ungewöhnliche Theorien hatte und ggf. mehr wusste, als Weihser ihm (ehrlicherweise) zunächst zutraute.
Weihser war stets professionell. Er sprach nie über Inhalte, die er nicht hätte Preis geben dürfen. Stichwort "Geheimnisverrat". Nie. Zu keiner Zeit! Aber er tat etwas anderes, was ich schnell verstand und schätzte. Wenn er mir bei einer Frage sagte: "Das sage ich Ihnen nicht", wusste ich, dass ich andernorts bohren musste. Und ich bohrte. Erst wenn ich etwas wusste, was von Bedeutung war, rief ich ihn wieder an. Und wenn ich etwas wusste, was ich selber recherchiert hatte, redeten wir offen über den Gesamtkomplex. Offen. So setzten sich für mich mehr und mehr die Bilder zusammen.
Aber nach knapp 5 Jahren passierte dann etwas, was ich nicht im Blick hatte. Wir waren "im flow"! Und völlig unverhofft bekam ich am Telefon eines Tages die "rote Karte". Er wollte den Kontakt nicht mehr. All der Austausch sollte enden. Es war im August. Er sagte mir, ich will all das jetzt nicht auf "stopp" stellen. "Bis 31. Dezember diesen Jahres haben Sie noch Zeit für Ihre Fragen! Dann bitte ich Sie, dass unser Kontakt endet!" (Original).
Und was mache ich jetzt? Mir gingen tausend Fragen durch den Kopf. Sprachlosigkeit, Unverständnis und ja auch eine Portion Hilflosigkeit waren das, was ich empfand. Alles fühlte sich falsch an.
Warum? Warum jetzt? Warum überhaupt? Was hatte ich falsch gemacht?
Erst Ende des Jahres, als unser "Aus" bevorstand und definiert war, wurden unsere Gespräche plötzlich persönlicher, offener, anders. Und dann verstand ich seine Entscheidung, die ich bis heute 100% vertraulich behandele.
Aber so war es dann eben. Und plötzlich war es aus.
Was immer ich in dem Fall hörte, dieser eine spezielle Kontakt war Geschichte. Keine Rückkopplung, kein Feedback. Aus.
5-6 Monate blieb das so. Aber dann erhielt ich einen Hinweis, wo ich wusste, dass ihn nur einer verifizieren kann. Ich rief an. Und er war offen und wir sprachen detailliert über die Infos. Irgendwie wie früher.
Und so blieb es bis heute. Trotz dieses "Kontaktverbots".