MORDFALL LIEBS -- Diskussion

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caro
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von caro »

Iven hat geschrieben: Sonntag, 30. August 2026, 23:07:47 Da hast Du offensichtlich etwas missverstanden. Es gab keine von der Straße aus sichtbaren Sturmschäden. Der TV hat direkt hinter der Einfahrt angehalten und sagte sinngemäß zu den Jungs, er wolle mal kurz nach Sturmschäden im Wald schauen, also gucken, ob es welche gibt.
Ah ok, alles klar.
Dann könnte man sagen, dass der TV dort hielt, weil es eben genau dort eine Einfahrt und somit einen begehbaren Zugang zum Wald gab.
Weil ich mir die Situation genau vergewärtigen möchte; dann saßen also die beiden Insassen mit dem Rücken zur Einfahrt.
Hätten sie (Ende September) bemerken/sehen müssen, wenn der TV von der Einfahrt den Trampelpfad zu Fraukes Leiche gelaufen wäre, also quasi weiter oben parallel zur Straße, auf Höhe des geparkten Autos gelaufen wäre?

Iven hat geschrieben: Sonntag, 30. August 2026, 23:07:47 Das halte ich für eher irrelevant, er parkte dort ja am hellichten Tag (nachmittags) und nicht spätabends im Dunkeln oder gar mitten in der Nacht.
Iven hat geschrieben: Sonntag, 30. August 2026, 23:07:47 Etwa eine Zigarettenlänge (= 7 - 8 Minuten). Das sage ich Dir als leidenschaftlicher Raucher. ;)
Ich frage mich deshalb, weil ich nicht von dort bin und mir diese Strassenverhältnisse und das Verhalten fremd sind.
Nur wenn es nicht anders geht (bei einer Panne bspw.) halte ich auf der Landstraße.
Wenn ich aber die Absicht habe, für mehrere Minuten anzuhalten und es quasi direkt neben mir diese Parkmöglichkeit gibt, das Auto dort abzustellen, dann wäre für mich ein Parken auf der Strasse befremdlich, weil ich damit unnötig andere Autofahrer nerve oder die Insassen gefährde.

Ein Parken in der Einfahrt hätte vielleicht auch die Insassen eher dazu verleiten können, in dieser mehrminütigen Pause mit auszusteigen.
Deshalb die Frage, ob der TV mit dem Parken auf der Straße etwas bezwecken oder - trotz allem - etwas vermeiden wollte.

Hätte es nicht auch in seinem Interesse sein können, in der Einfahrt zu parken?
Schliesslich hätte er damit (später irgendwann, in ungewisser Zukunft) etwaige Spuren von ihm an dieser Stelle (Reifenspuren, Fußabdrücke, mögl. verloren gegangene Fahrzeugteile, Schäden und Spuren auf der Fahrzeugunterseite) erklären können.
Owl
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Owl »

Gast hat geschrieben: Sonntag, 30. August 2026, 00:18:06 Schaffst du es auch mal ohne KI selbständig etwas zu verfassen? Frauke lieh sich kein Ladekabel... Rest weier zu lesen habe ich mir geschenkt.
Hallo zusammen,

nachdem nun auch von zweiter Seite der KI-Vorwurf aufkam, kurz ein paar klare Worte zu meiner Arbeitsweise und der Motivation hinter meinem Beitrag:

1. Zu den KI-Vorwürfen & Schreibfehlern: Ich bin beruflich sehr stark eingebunden. Ich nutze die Sprachsteuerung unterwegs schlicht als effiziente Formulierungshilfe und Tipp-Assistent. Die Gedankengänge, Analysen und Theorien stammen zu 100 % von mir selbst. Und ja, bei Sprach- und Diktierfunktionen schleichen sich mal Begriffsverwechsler ein (wie „Ladekabel“ statt „Akkutausch“). Wer sich an solchen Nebensächlichkeiten aufhängt, sucht oft leider nur Vorwände, um sich nicht mit den inhaltlichen Hauptargumenten auseinanderzusetzen.

2. Zur Motivation: Ich habe mich in den letzten Monaten extrem intensiv mit dem Fall beschäftigt und dazu sogar ein fiktives, rund 300-seitiges Buch geschrieben (mit verfremdeten Orten und Namen), das den Fall als Basis nutzt. Umso ernüchternder finde ich es, wie im Forum oft diskutiert wird: Kaum jemand nimmt sich die Zeit für eine ernsthafte Abwägung mehrerer Theorien nebeneinander. Stattdessen wird meist sofort auf den nächsten vorüberfahrenden Zug aufgesprungen – wie jetzt aktuell mit der Haltebucht. Genau deshalb wollte ich alle gängigen Szenarien einmal systematisch gegenüberstellen.
Nun aber zum eigentlichen Inhalt:

1. Die Sichtung an der Haltebucht (Raucher nahe der Fundstelle)
Dass drei Insassen an der Haltebucht stoppten und einer im Wald rauchte, wird jetzt wieder als heißes Täterverhalten diskutiert. Man muss hier aber realistisch abwägen:
Olfaktorisch & optisch: Frauke lag in einer Erdsenke, und der Verwesungsprozess war zu diesem Zeitpunkt bereits weit fortgeschritten/skelettiert. Aus der Haltebucht nimmt man olfaktorisch nichts mehr wahr.
Das rote Shirt: Selbst wenn ein Passant im Vorbeigehen aus dem Augenwinkel rote Textilien sieht, ordnet man das als Plastikmüll, Zeltplane oder Unrat ein – niemand denkt spontan an eine Leiche.

Täterlogik: Wer über eine Woche lang ein derart ausgefeiltes Verwirrspiel mit Telefonaten und wechselnden Funkzellen betreibt, verhält sich nicht derart dämlich, mit zwei Leuten im Schlepptau am hellichten Tag an einer öffentlichen Landstraße zu halten, um im Wald nach der Leiche zu sehen.

Risiko als „Erstfinder“: Natürlich könnte ein Täter versuchen, sich als Finder zu inszenieren. Die anschließende Befragungswelle der Mordkommission hätte ihn jedoch unter einen immensen Ermittlungsdruck gesetzt.
2. Phänomene wie der „Pünktchenmann“

Ein dubioser Foreneintrag oder ein kryptischer Kommentar ist schnell getippt – so etwas wie den „Pünktchenmann“ kann jeder im Internet verfassen. Das ist oft ein Greifen nach Strohhalmen. Viel entscheidender ist es doch, die echten kriminologischen Wahrscheinlichkeiten (Einsteigesituation, Alibi-Konstrukte, Täter-Motiv für die Anrufe) gegeneinander abzuwägen, statt bloß Gerüchten nachzulaufen.

Mich würde nach wie vor brennend interessieren, wie diejenigen, die die Haltebucht-Sichtung für voll nehmen, das logisch mit dem sonstigen Risikomanagement des Täters vereinbaren.
Detective Bartek

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Detective Bartek »

Owl hat geschrieben: Montag, 31. August 2026, 07:45:51 Vollzitat
Ich persönlich finde, dass ein solches Verhalten sehr gut zum psychologischen Profil des Täters passen würde.

Schau dir doch an, dass er eine ganze Woche lang mit Frauke durch die Stadt gefahren ist, in der sie verschwunden war, und sie dazu gebracht hat, Chris und ihre Familie zu kontaktieren. Das ist ein Tätertyp, der sich offenbar nicht unbedingt an einer „universellen“ Logik orientiert. Denn ein solcher Ablauf in dieser Größenordnung ist schließlich ein einzigartiger Fall in der deutschen und wohl auch in der internationalen Kriminalgeschichte.

Allein schon dieser Modus Operandi war für ihn extrem riskant. Warum sollte man dann von vornherein ausschließen, dass ihm die Idee gekommen sein könnte, den Zustand der Überreste zu überprüfen, sich zu vergewissern, dass sie noch dort liegen, und dafür zufällig zwei Personen mitzunehmen?

Gerade wenn er befürchtet hätte, dass ihn jemand dort sehen könnte, hätte er damit eine plausible Erklärung gehabt: Er schaut sich zusammen mit ein paar Leuten die Sturmschäden im Wald an. Und für den Fall, dass dort tatsächlich jemand etwas entdeckt, hätte er sogar Zeugen dafür gehabt, aus welchem Grund er überhaupt dort war.

Auf seine Art wäre das doch sogar ziemlich geschickt, wenn man den Zustand der Leiche bzw. der sterblichen Überreste im Wald überprüfen will. Man geht eben nicht allein dorthin – völlig egal, ob bei Tag oder bei Nacht –, sondern nimmt zwei weitere Personen mit und hat für den Fall, dass man dort gesehen wird oder etwas auffällig wird, direkt eine plausible und sogar belegbare Erklärung für den Aufenthalt an diesem Ort.
Zuletzt geändert von Sronson am Montag, 31. August 2026, 10:00:09, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitat gekürzt
gastmann

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von gastmann »

Ich vermute mal, der Waldarbeiter könnte einfach seiner Arbeit nachgegangen sein, fuhr die Waldwege ab um nach umgestürzten Bäumen ausschau zu halten, die quer auf den Wegen lagen und ggf. seine Kollegen zu informieren wo es etwas zu beseitigen gab.
Der kennt das Waldgebiet und wusste sicherlich, dass hinter der Zufahrt ein Fallbaum lag, parkte an der Zufahrt. Durch die Hanglage musste der ein Paar Schritte bergauf in Richtung Schneise laufen, soweit bis er sie einsehen konnte.
War die Strasse durch den Wald derzeit gesperrt? Wo genau sind die denn zugestiegen und warum waren sie zu Fuß unterwegs? Hatten die kein eigenes Fahrzeug?

https://www.stern.de/panorama/weltgesch ... 27198.html
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