MORDFALL LIEBS -- Diskussion

ÖFFENTLICHE DISKUSSION
Eichkater31
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Eichkater31 »

Solitär hat geschrieben: Dienstag, 09. Juni 2026, 18:48:01 Na ja nun, ich hatte dies ja hier für Dich schon einmal ausgeführt, ohne eine Erwiderung von Dir zu erhalten: Wenn selbst die Polizei der Ansicht war, dass Frauke freiwillig weg war, warum sollte es dann ein Gericht / ein Richter anders sehen. Weil Frauke das so / anders erzählt nachdem sie freigekommen wäre? Klar, wenn sie Blessuren / Verletzungen gehabt hat, dann ja, aber wenn sie völlig unverletzt gewesen wäre, ich weiss nicht, ob das vor Gericht gereicht hätte. Mit einem guten Anwalt für N bestimmt nicht.
Dann ist mir deine Frage irgendwie durchgerutscht oder ich hielt sie aufgrund der allgemeinen Diskussion für ausreichend beantwortet.

Hole ich aber gerne nach:

Zunächst einmal: Vor Gericht und auf hoher See...Du weißt schon, aber:

Wir hätten hier im Falle einer hypothetischen Anklage bei Überleben von Frauke

-Auf der einen Seite die eloquente Frauke, die ohne Belastungseifer, aber selbstverständlich wahrheitsgemäß und wenig begeistert vom Handeln des Täters aussagt.

-Auf der anderen Seite einen schweigenden oder nach Worten ringenden Täter, der zu seiner Verteidigung Sätze wie "Ich dachte halt..." verbringt.

Nach wie vor gehe ich felsenfest davon aus, dass kein einseitiges Interesse von Frauke am (potenziellen und von einigen Foristen vermuteten, aber keinesfalls feststehenden) Täter vorlag. Meinetwegen beidseitig, insofern bin ich gespannt, was die von Iven erwähnten physischen Beweise zutage fördern, falls sie jemals vorgelegt werden (dürfen).

Aber nun noch zu objektiven Kriterien, die im Falle eines Prozesses eine Rolle gespielt hätten:

Es gab keine nachweisbare Verabredung an diesem Abend außerhalb des Pubs. Dies hätten Isabella und ihr Mann, nach allem, was wir wissen, so vor Gericht bestätigt. Frauke drohten durch ihr unentschuldigtes Fernbleiben, falls es freiwillig gewesen wäre, schwere berufliche Nachteile und sie hätte, nach allem, was über ihren Charakter bekannt ist, niemals ihre Familie und Freunde ohne Not in Panik versetzt.

Entscheidende Bedeutung hat natürlich auch der Aufenthaltsort und es erscheint durchaus wahrscheinlich, dass er nicht dem Umfeld entspricht, den sich eine gepflegte junge Frau für ein romantisches Stelldichein verspricht Die Tatsache, dass sie vielleicht zunächst freiwillig ins Auto eingestiegen wäre, spielt für die Strafbarkeit des Handelns auch keine Rolle, wenn Frauke eben ab einem gewissen Zeitpunkt eben nicht mehr freiwillig beim Täter war.

Das wäre wahrlich kein Zuckerschlecken für den Anwalt des Täters geworden, so raffiniert und routiniert er auch sein möge. Möglicherweise wäre der Täter mit einem blauen Auge herausgekommen, falls Frauke unverletzt geblieben wäre, aber eine "Vorstrafe", die im polizeilichen Führungszeugnis auftaucht, wäre äußerst wahrscheinlich gewesen.
Johnny77
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Johnny77 »

Es ging doch primär um den Ansatz, dass Frauke ggf. gar keine Strafanzeige gestellt hätte.

Bei einem Prozess aber ohne Hinweise auf körperlichen Missbrauch hätte der Täter ganz sicher nicht verloren.
Johnny77
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Johnny77 »

Wusste übrigens die beste Freundin Fraukes aus Paderborn, dass Frauke in N. verschossen war, oder nicht?
Eichkater31
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Eichkater31 »

Johnny77 hat geschrieben: Mittwoch, 10. Juni 2026, 02:24:52 Es ging doch primär um den Ansatz, dass Frauke ggf. gar keine Strafanzeige gestellt hätte.

Bei einem Prozess aber ohne Hinweise auf körperlichen Missbrauch hätte der Täter ganz sicher nicht verloren.
Doch, die Gefahr wäre durchaus gegeben gewesen. Auch ohne körperliche Misshandlung kann der Tatbestand der Freiheitsberaubung erfüllt sein.
caro
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von caro »

Kroko37 hat geschrieben: Mittwoch, 10. Juni 2026, 00:42:13 Übrigens wenn ich auf die Briefe zurückgehe in Verbindung mit dem Pubbesuch.

Auf Grundlage dessen was im Podcast von Stawski bekannt wird.

Dann ist doch der Ablauf doch so, dass N. und F. beim Picknick wohl ein Treffen für 23 Uhr vereinbaren.
Oder sie vereinbaren etwas lose und danach sagt N. noch irgendwie zu, dass er und A. kommen. Am Montag zum Beispiel.
Am Dienstag höchstwahrscheinlich passiert das: F. hatte I. einen Brief geschrieben, dass N. und A. um 23 Uhr kommen.

Und dann ist doch die Frage ob sich I. als sie das erfahren hat sich und die anderen nicht zwischengeschoben hat sich im Pub zu treffen. Sie musste doch wissen, dass N. kommen wollte denn sonst hätte jener nicht bei ihr absagen müssen. Hat er aber weil I. vorher schon versucht hatte ihn noch zum Kommen zu überreden. Und dann hat aber folglich auch N. gewusst, dass I. und andere im Pub sind.

Und dann schickt I. aber eine SMS, dass F. doch gerne ins Pub kommen soll.
Was ist also der Sinn der SMS von I.? Zieht sie es in Zweifel, dass F. wirklich kommt?
Das Treffen im Pub stand doch schon. Sie haben doch ausgemacht und das dann wohl vorher schon mündlich, dass F. und I. in England-Farben kommen.

Hat sie es also nicht erwarten können, dass F. endlich kommt? Oder hatte sie Zweifel daran, dass F. kommt weil jene schon von der Absage von N. wusste?
Ich würde ja bei den Briefen auf den Montag tippen.
Also Picknick am Sonntag.
Montag früh in der Schule dann das gegenseitige Hin-und-Herschreiben der Briefe, weil es vorher noch keine andere Gelegenheit gab, sich darüber auszutauschen.

Was die Idee zum Treffen im Pub und die Absage angeht, gibt es einige Möglichkeiten.
Z.b. war die Verabredung im Pub wahrscheinlich keine spontane Idee von Frauke alleine, sondern man hatte auch schon die Tage in der Woche davor so verbracht. Also gemeinsames Public-Viewing unter der Woche im Pub oder in ähnlichen Lokalen.
Ich denke daher nicht, dass sich I. mit den anderen dazwischen geschoben hat.

Ob N. dann nicht schon im Laufe des montags oder am Dienstag bei Frauke oder I. durchklingen liess, dass er wohlmöglich doch nicht kommen werde, wissen wir nicht.
Eichkater31
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Eichkater31 »

Kroko37 hat geschrieben: Mittwoch, 10. Juni 2026, 00:42:13
Und dann schickt I. aber eine SMS, dass F. doch gerne ins Pub kommen soll.
Was ist also der Sinn der SMS von I.? Zieht sie es in Zweifel, dass F. wirklich kommt?
Das Treffen im Pub stand doch schon. Sie haben doch ausgemacht und das dann wohl vorher schon mündlich, dass F. und I. in England-Farben kommen.

Hat sie es also nicht erwarten können, dass F. endlich kommt? Oder hatte sie Zweifel daran, dass F. kommt weil jene schon von der Absage von N. wusste?
Über Sinn und Zweck der SMS kann man vielleicht geteilter Meinung sein, aber für mich klingt sie wie eine endgültige Bestätigung nach dem Motto "Wir haben, wie erhofft, Sitzplätze mit freier Sicht auf die Leinwand".

Möglicherweise hatten Isabella, ihr Partner und Frauke einen "Plan B", falls nur noch Stehplätze mit eingeschränktem Sichtfeld und angetrunkener Nachbarschaft zur Verfügung gestanden hätten.
Johnny77
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Johnny77 »

Eichkater31 hat geschrieben: Mittwoch, 10. Juni 2026, 02:34:36 Doch, die Gefahr wäre durchaus gegeben gewesen. Auch ohne körperliche Misshandlung kann der Tatbestand der Freiheitsberaubung erfüllt sein.
Es wäre Aussage gegen Aussage gewesen.
"Sie war doch freiwillig bei mir, wir hatten Spaß, sie gab Bescheid, bald nach Hause zu gehen und tat es".

Ich bin für Gerechtigkeit. Niemals würde ich einen Täter in Schutz nehmen.
Hier ging es nur um eine Variante einer Hypothese von Solitär.
Gast 16

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Gast 16 »

Johnny77 hat geschrieben: Montag, 08. Juni 2026, 12:25:24 Samstag, den 24.06.06, Achtelfinale
Deutschland - Schweden
Anpfiff 17 Uhr

Es herrschte strahlender Sonnenschein mit hochsommerlichen Temperaturen von etwa 33 Grad (in München).
Der 24. Juni, war in Paderborn kein Sommertag.

Nach meteorologischer Definition, muss ein Sommertag 25 Grad erreichen/überschreiten.

Morgens um 6 Uhr, war es mit 10,8 Grad sehr frisch.

Bis zum Zeitpunkt des Anrufes gegen 14 Uhr 22 , stieg das Thermometer auf 22,5 Grad.

Gegen 17 Uhr wurde die maximale Tagestemperatur, von 24 Grad erreicht.
JohnLemon
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von JohnLemon »

Es ist davon auszugehen, das am 20. Juni spätabends etwas vorgefallen sein muss, was eine unmittelbare Rückkehr und damit verbundene Restrisiken für den oder die Täter unmöglich machte. Das kann von Betäubung/k.o.-Tropfen bis hin zu einem massiven Übergriff reichen.

In dieser Folge kam es zur Überschneidung mit der medialen Suche und öffentlicher Fahndung. Allein dieser Aspekt wird dem oder den Täter(n) die Rückkehr/Freilassung noch einmal deutlich erschwert haben. Unsicherheit war womöglich die Folge, daher folgend Fraukes Aussagen, weil Täter und Opfer wirklich so dachten das es irgendwann wieder zurückgeht.

Mit jedem Verlusttag muss die Angst beim Täter gestiegen sein. Letztlich im Ergebnis, das eine Rückkehr nicht mehr möglich ist. Mit fatalem Ende.
Pope1107

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Pope1107 »

Solitär hat geschrieben: Dienstag, 09. Juni 2026, 23:19:20 ------------------

Was interessieren mich Deine Juristereien. Deine Kumpels von der EB haben doch auf ganzer Linie versagt. Es gibt noch nicht mal einen einzigen offiziellen Tatverdächtigen. Gab es nie. Also fangen wir an. Etwas konkreter von Deiner Seite wäre schon sinnvoll gewesen. Fangen wir mit Deiner ersten Frage an.

-------------------


ALLES GEMÄSS MEINER THEORIE als Diskussiongrundlage
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1. Was hat es mit der SMS auf sich?

Ich vermute Du meinst die erste SMS von Frauke:

21. Juni // Mittwoch // 0.49 Uhr // Funkzelle Nieheim-Entrup
SMS an Mitbewohner Chris
Frauke: „Komme später. Das Spiel war lustig nicht gegen England :) Hdgdl bis später"

Diese SMS wurde von Frauke geschrieben, nachdem sie kurz vor Verlassen des Pubs den Akku mit Isabella zurückgetauscht hat. Laut Isabella ging das Handy von Frauke mit Fraukes Akku nämlich nochmal an. Diese SMS war für Chris gedacht und bezeugt, dass Frauke noch eine Verabredung im Anschluss an ihren Pubbesuch hatte.

Leider ist sie nicht mehr rausgegangen, da, wie hier ausführlich technisch professionell erläutert, der Akku zwar noch die Kapazität hatte die SMS zu verfassen, aber nicht mehr zu versenden. Diese SMS wurde dann in die Nieheimer - Funkzelle eingeliefert um 0.49 Uhr weil der Täter wahrscheinlich diese SMS aus Versehen versendet hat, als er das Handy von Frauke um 0.49 Uhr kontrollierte.

Will sagen: Die Situation war spätestens hier schon eskaliert.

Fragen hierzu?

-------------------------------------------------------------------
ALLES GEMÄSS meiner Theorie als Diskussiongrundlage
Vielleicht sollten Dich „Juristereien“ aber mal interessieren, das könnte Dir helfen, zu verstehen, weshalb einige Deiner Aspekte nicht weiter oder auch nicht wieder zu verfolgen sind, aber das nur am Rande.

Deine Theorie beruht - natürlich - nur auf Annahmen. Das ist völlig okay und anders kann es auch gar nicht sein.

An sich sind diese auch weitestgehend hier plausibel, wobei die SMS noch am einfachsten in ein mögliches Szenario zu bringen ist.

Allerdings gibt es auch hier schon den großen Haken, dass es auf eine feststehende Verabredung keinerlei Hinweise gab nach 23:00 Uhr und die Aussagen Fs Mitstreiter sowie ihr Verhalten und ihre Aussagen erstmal dagegen sprechen. Insofern überdeckt deine Annahme bislang feststehende Fakten, aber das gestehe ich dir zu.
Irgendwie muss die SMS ja zu erklären sein und die Annahme, dass F sie im guten Glauben, freiwillig und auch im von dir angenommenen Zeitraum schrieb, kann man so annehmen.

Die großen Stolpersteine Deiner Theorie (vor allem im Hinblick auf deinen TV) kommen aber erst noch. Von einer Freiwilligkeit dieser SMS gehen die EB auch aus - lassen aber keinen Hinweis auf den Täter zu. Wie gesagt: worauf es keine Hinweise gibt, ist eine bestehende Verabredung.

Fahre gerne weiter fort, ich hatte ja noch zahlreiche andere Fragen gestellt und finde es erfrischend, dass du zumindest den Versuch machst, eine Theorie auf die Beine zu stellen.
Pope1107

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Pope1107 »

Eichkater31 hat geschrieben: Mittwoch, 10. Juni 2026, 02:34:36 Doch, die Gefahr wäre durchaus gegeben gewesen. Auch ohne körperliche Misshandlung kann der Tatbestand der Freiheitsberaubung erfüllt sein.
Johnny77 hat geschrieben: Mittwoch, 10. Juni 2026, 02:45:57 Es wäre Aussage gegen Aussage gewesen.
"Sie war doch freiwillig bei mir, wir hatten Spaß, sie gab Bescheid, bald nach Hause zu gehen und tat es".

Ich bin für Gerechtigkeit. Niemals würde ich einen Täter in Schutz nehmen.
Hier ging es nur um eine Variante einer Hypothese von Solitär.
Ob es nur Indizien oder handfeste Beweise für eine Straftat gegeben hätte (bis zum Todesfall), wissen wir nicht.

Ich rekurriere aber darauf - der Täter hätte mit hoher Wahrscheinlichkeit diesen Gedankengang so nicht gehabt.

Er selbst war ja vermutlich dabei, eine schwere Straftat zu begehen. Dies wird ihm recht sicher auch bewusst gewesen sein.
Eine solche Drucksituation lässt - auch erfahrungsgemäß - häufig diesen Gedankengang eher nicht zu.

Wissen tun wir es nicht, wir wissen nicht um Verletzungen, wissen nicht, was die forensische Toxikologie ans Tageslicht gebracht hätte, wir wissen nur im Nachgang nahezu sicher, dass es sich von Anfang an um eine schwere Straftat gehandelt hat.

Ob er F von Anfang an nie mehr gehen lassen wollte, können wir nur mutmaßen. Kann so sein, kann auch „aus dem Ruder gelaufen sein“ und am Ende gab es kein zurück mehr in Wahrnehmung des Täters.
Den Gedanken des Täters zwischendurch, „Ich kann F gehen lassen, sie hat ja nichts in der Hand“, schließe ich recht sicher aus. Der weitere Verlauf spricht auch dagegen.
Johnny77
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Johnny77 »

Gast 16 hat geschrieben: Mittwoch, 10. Juni 2026, 05:18:58 Der 24. Juni, war in Paderborn kein Sommertag.

Nach meteorologischer Definition, muss ein Sommertag 25 Grad erreichen/überschreiten.

Morgens um 6 Uhr, war es mit 10,8 Grad sehr frisch.

Bis zum Zeitpunkt des Anrufes gegen 14 Uhr 22 , stieg das Thermometer auf 22,5 Grad.

Gegen 17 Uhr wurde die maximale Tagestemperatur, von 24 Grad erreicht.
Die Frage, wo I und N das Spiel geschaut haben, ist weiterhin unbeantwortet.
Jolu65
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Jolu65 »

Die Diskussion auf den letzten Seiten ist etwas unkonzeptionell und da wird wieder viel Fiktion mit bestehenden Fakten vermischt.

Es gibt die These nennen wir ihn einmal Paderborn Night-Ripper, der eine junge Frau kidnappt und nicht nur diese sadistisch quält. Natürlich gäbe es diese Möglichkeit und die Telefonate wären der Höhepunkt der Kontrolle. Denkbar, aber nicht wahrscheinlicher als eine "Beziehungstat".

Wenn man die Hypothese aufstellt eine Beziehungstat würde die Grundlage der Tat bilden, muss man zunächst ergründen, mit wem FL zum Tatzeitpunkt oder im Vorfeld eine Beziehung hatte. Da kam in mehreren tausend Beiträgen N ins Spiel. Aber gerade mit ihm hatte sie keine Beziehung. Andere Männer wie ein ominöser Schrauber oder ein namentlich nicht bekannter Ex-Freund aus Paderborn scheiden auch als ernstzunehmede Beziehungspartner aus. Einen großen Unbekannten aus dem beruflichen Umfeld scheint es nicht gegeben zu haben, obwohl das mit Sicherheit niemand wissen kann.
Wer bleibt dann also ?
Der einzige mit dem FL eine stabile Beziehung hatte und zwar auch noch in Paderborn am Tag ihres Verschwindens war C. Diese Beziehung war wohl zunehemend problematisch geworden, weil -so wird es jedenfall beschrieben- FL ein anderes Leben als C führen wollte.

Dann ist auch C der einzige Adressat dieser Telefonate. Da dies bezeugt ist, scheidet ER natürlich als unmittelbarer Täter aus.


Nun kommt noch der kreuzfömige Anhänger, bei dem der 2. obere vertikale Stein fehlt ins Spiel. Dieser Anhänger kann so zugeordnet werden, dass FL den bereits schon länger besaß. Es kann aber nicht bestätigt werden, dass FL diesen Anhänger am 20.06.2006 trug. Daher bleibt die Frage offen, wie ein Anhänger, der vormals oder auch zum Zeitpunkt des Verschwindens im Besitz von FL befand, an den Tatort gelangte.
Nun muss man sich doch fragen, wie FL in den Besitz dieses Anhängers gelangte und wie man erklärt, dass dieser Anhänger an den Tatort gelangt, obwohl dieser am Abend mit größerer anzunehmender Wahrscheinlichkei nicht getragen wurde.

Es ist nicht ausgeschlossen, dass FL am Abend des 20.06. noch in ihrer Wohnung war. Denn genau das, wie auch der Inhalt der Telefonat, wird einzig und alleine von C bezeugt. Sollte er jemanden "decken" oder nur mittelbar an der Tat beteiligt sein, ergäbe das auch einen Sinn.....
HHmoin

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von HHmoin »

Wenn ihr jemand dieses billige Modekreuz geschenkt hat wäre es interessant zu wissen was dazu erzählt wurde.. es könnte ja als wertvolles edles Schmuckstück beschrieben worden sein.. so das Frauke dachte sie hat hier eine echte Rarität..
Entweder könnte das eine Masche vom Täter sein so wie es W aus Höxter auch machte.. oder er wollte wie ein gemachter Mann wirken .. guckt mal hier mein Pulli hat 200 € gekostet und hier die Schuhe nochmal 300 €.. Bei mir läuft es unheimlich gut..
nach meiner Erfahrung sind das oftmals Blender die Fake Klamotten + Uhren usw tragen.. und das alles super läuft sind halt manchmal nur Lügen..
Es gibt doch solche Menschen die erzählen nur Stuss und 1000 Lügengeschichten aber eine von den 1000 Geschichten ist dann doch wahr..

Könnte irgendjemand von unseren Kandidaten zu so einem Muster passen ?
Johnny77
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Johnny77 »

In Hinblick auf ein mögliches Beziehungsdelikt sind freilich der Ex und der neue Freund N vom besonderen Interesse, und nicht Chris.
Über den Ex wissen wir, dass er überprüft wurde. Über ihn sind sonst öffentlich keine Informationen über den Wohnort hinaus bekannt. Daher gibt es nicht einmal eine Grundlage für Annahmen zwecks Spekulationen.
Bei N passt dagegen einiges recht gut, wie er selber feststellte.

Ob bei der N-Spur N der Täter wäre, sei nicht gesagt. Es könnte sich z.B. auch um einen anderen Täter oder um zwei Täter handeln, oder gar um ein Komplott.
Owl

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Owl »

Ich lese hier immer wieder die Theorie, der Täter hätte Frauke doch einfach laufen lassen können („Sie war ja freiwillig weg“) oder die Spekulationen über einen eiskalten Sadisten. Wenn man sich die Dynamik der Woche aber mal rein logisch und juristisch anschaut, brechen beide Mythen komplett in sich zusammen.

​1. Die Illusion der Freilassung
Glaubt hier ernsthaft jemand, Frauke hätte den Täter nach einer Woche Todesangst und erzwungenen Anrufen nicht verraten, sobald sie die Polizeiwache betreten hätte? Natürlich hätte sie das. Und das wusste der Täter.
Selbst wenn sie ihm aus purem Überlebensinstinkt geschworen hätte: „Ich verrate dich nicht“ – kein Täter der Welt verlässt sich auf das Schweigen seines Opfers, wenn ihm lebenslange Haft droht. Sobald Frauke frei gewesen wäre, wäre die Maschinerie losgerollt: Spurensicherung, DNA, Funkzellen, Verhöre. Eine Freilassung war ab dem Moment der Entführung juristisch und logisch gar keine Option mehr. Es war von Anfang an eine Verdeckungstat nach einer ersten Eskalation (Körperverletzung / sexueller Übergriff).

​2. Warum die Sadisten-/Fremdtäter-Theorie nicht passt
Ein klassischer Fremdtäter, der aus rein sadistischen Motiven handelt (wie z.B. Andreas K.), hat ein völlig anderes Muster. Solche Täter suchen die absolute Macht und oft auch die Zurschaustellung ihrer Taten. Die Telefonate spiegeln das aber überhaupt nicht wider.
Die einzige Information, die Frauke durchgeben durfte, war: „Ich komme bald nach Hause, sucht mich nicht, macht euch keine Sorgen.“ Das ist kein sadistisches Psychospielchen zur Quälerei der Angehörigen – das ist die pure, feige Notbremse des Täters, um Zeit zu gewinnen. Er wollte die Entstehung einer Sonderkommission so lange wie möglich herauszögern, um den Ermittlungsdruck von sich abzulenken.

​3. Fraukes Verhalten beim Telefonieren
Manche fragen sich, warum sie am Telefon so „kooperativ“ schien oder nicht einfach den Namen des Täters geschrien hat. Die Antwort ist so simpel wie brutal: Weil sie genau wusste, dass das ihr sicheres Todesurteil im selben Moment gewesen wäre. Mitzuspielen und die Vorgaben des Täters zu erfüllen, war ihre einzige, winzige Überlebenschance. Was hätte es ihr gebracht, den Namen ins Telefon zu brüllen, wenn das Gespräch abgebrochen und sie Minuten später getötet worden wäre? Nichts. Sie hat rational gehandelt, um Zeit zu kaufen.

​Fazit:
Wir müssen aufhören, in diesen Fall das Drehbuch eines Hollywood-Thrillers hineinzulesen. Das Ganze war kein genial geplanter Mord eines Serientäters. Es war die feige, panische Schadensbegrenzung eines Täters aus dem Umfeld (oder einer Täterkonstellation), der nach einer spontanen Eskalation in der ersten Nacht eine Lawine losgetreten hat, die er nicht mehr stoppen konnte. Die Anrufe dienten nur einem Zweck: Dem eigenen Eigenschutz und dem Herauszögern der Entdeckung.
Kroko37
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Kroko37 »

Pope1107 hat geschrieben: Mittwoch, 10. Juni 2026, 08:12:08 Vielleicht sollten Dich „Juristereien“ aber mal interessieren, das könnte Dir helfen, zu verstehen, weshalb einige Deiner Aspekte nicht weiter oder auch nicht wieder zu verfolgen sind, aber das nur am Rande.

Deine Theorie beruht - natürlich - nur auf Annahmen. Das ist völlig okay und anders kann es auch gar nicht sein.

An sich sind diese auch weitestgehend hier plausibel, wobei die SMS noch am einfachsten in ein mögliches Szenario zu bringen ist.

Allerdings gibt es auch hier schon den großen Haken, dass es auf eine feststehende Verabredung keinerlei Hinweise gab nach 23:00 Uhr und die Aussagen Fs Mitstreiter sowie ihr Verhalten und ihre Aussagen erstmal dagegen sprechen. Insofern überdeckt deine Annahme bislang feststehende Fakten, aber das gestehe ich dir zu.
Irgendwie muss die SMS ja zu erklären sein und die Annahme, dass F sie im guten Glauben, freiwillig und auch im von dir angenommenen Zeitraum schrieb, kann man so annehmen.

Die großen Stolpersteine Deiner Theorie (vor allem im Hinblick auf deinen TV) kommen aber erst noch. Von einer Freiwilligkeit dieser SMS gehen die EB auch aus - lassen aber keinen Hinweis auf den Täter zu. Wie gesagt: worauf es keine Hinweise gibt, ist eine bestehende Verabredung.

Fahre gerne weiter fort, ich hatte ja noch zahlreiche andere Fragen gestellt und finde es erfrischend, dass du zumindest den Versuch machst, eine Theorie auf die Beine zu stellen.
Es gibt keine bisher feststehenden Fakten so wie Du sie bezeichnest. Es gibt wenige Fakten und Annahmen mit hoher Wahrscheinlichkeit.
Zum Beispiel der Heimweg von F. Man geht mit hoher Wahrscheinlichkeit davon aus, daher war es zum Beispiel für die Darstellung bei Akzenzeichen XY wichtig ob sie jemand hier noch gesehen hat. Die Fakten enden an der Pubtür. Dort wurde sie zuletzt gesehen. Und sie hat dort ihr Getränk bezahlt.

Die nächste Annahme mit hoher Wahrscheinlichkeit ist, dass F. die SMS selbst geschrieben hat. Und spätestens ab hier wird es so vage, dass man Annahmen machen muss mit geringerer Wahrscheinlichkeit als die der vorherigen.

Wenn die EB grundsätzlich davon ausgehen würden, dass Zeugenaussagen Fakten sind, dann müssten sie gar keine Theorien mehr entwickeln.
Haben sie hier aber indem sie C. und N. mit den wildesten konfrontiert haben. Das passierte nicht aufgrund von irgendwelchen Fakten!
Es war pure Spekulation.
Übrigens auch deshalb haben sie dann Varianten mit geringerer Wahrscheinlichkeit doch geprüft trotz bestehender Aussagen.

Das gilt beispielsweise für den Fahrtweg und die mögliche Dauer einer Fahrt von N. in Richtung von Pub oder Wohnung.
C. war überhaupt nur aufgrund des letzten Gesprächs mit F. im Beisein von Karen raus.
Und N. war raus weil er zu Zeiten mancher Anrufe woanders war. Sagte Östermann.
Pope1107

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Pope1107 »

Kroko37 hat geschrieben: Mittwoch, 10. Juni 2026, 10:42:21 Es gibt keine bisher feststehenden Fakten so wie Du sie bezeichnest. Es gibt wenige Fakten und Annahmen mit hoher Wahrscheinlichkeit.
Zum Beispiel der Heimweg von F. Man geht mit hoher Wahrscheinlichkeit davon aus, daher war es zum Beispiel für die Darstellung bei Akzenzeichen XY wichtig ob sie jemand hier noch gesehen hat. Die Fakten enden an der Pubtür. Dort wurde sie zuletzt gesehen. Und sie hat dort ihr Getränk bezahlt.

Die nächste Annahme mit hoher Wahrscheinlichkeit ist, dass F. die SMS selbst geschrieben hat. Und spätestens ab hier wird es so vage, dass man Annahmen machen muss mit geringerer Wahrscheinlichkeit als die der vorherigen.

Wenn die EB grundsätzlich davon ausgehen würden, dass Zeugenaussagen Fakten sind, dann müssten sie gar keine Theorien mehr entwickeln.
Haben sie hier aber indem sie C. und N. mit den wildesten konfrontiert haben. Das passierte nicht aufgrund von irgendwelchen Fakten!
Es war pure Spekulation.
Übrigens auch deshalb haben sie dann Varianten mit geringerer Wahrscheinlichkeit doch geprüft trotz bestehender Aussagen.

Das gilt beispielsweise für den Fahrtweg und die mögliche Dauer einer Fahrt von N. in Richtung von Pub oder Wohnung.
C. war überhaupt nur aufgrund des letzten Gesprächs mit F. im Beisein von Karen raus.
Und N. war raus weil er zu Zeiten mancher Anrufe woanders war. Sagte Östermann.
Du bist doch nahezu kongruent mit meinen Aussagen.

Ich bezeichne zurecht als Fakt, dass es die Aussagen gibt, dass F müde war und äußerte, sie wolle nach Hause gehen und es ist unumstößlicher Fakt, dass es keine Hinweise nach Überprüfung durch die EB gab, dass es noch eine Verabredung geben gab.

Das widerspricht sehr der Annahme, dass sie noch eine Verabredung hatte.

Nichts anderes sage ich und natürlich handelt es sich dabei um sachliche Fakten. Im Gegensatz zur Annahme einer zu dem Zeitpunkt feststehenden Verabredung. Darauf gibt es nicht mal Hinweise.
Solitär
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Solitär »

>>> Ich schreibe der Einfachheit halber meine Kommentare in Deinen Text und kennzeichne diese mit ">>>"
Pope1107 hat geschrieben: Mittwoch, 10. Juni 2026, 08:12:08 Vielleicht sollten Dich „Juristereien“ aber mal interessieren, das könnte Dir helfen, zu verstehen, weshalb einige Deiner Aspekte nicht weiter oder auch nicht wieder zu verfolgen sind, aber das nur am Rande.

>>> Wenn man die Sache rein formaljuristisch angeht / betrachtet und glaubt, dass Östermann und das K11 exzellente Arbeit geleistet haben, kann man jede Diskussion zu dem Fall einstellen.

Deine Theorie beruht - natürlich - nur auf Annahmen. Das ist völlig okay und anders kann es auch gar nicht sein.

>>> So ist das und ich habe nie etwas anderes behauptet. Alle meine Theorien und Hypothesen sind explizit konjunktivisch formuliert. Aber. Alles was ich anführe, argumentiere und behaupte, ist logisch durchdacht und substantiiert. Ich sage nie: Ich glaube das und das sondern: Ich bin überzeugt es könnte so und so gewesen sein weil...

An sich sind diese auch weitestgehend hier plausibel, wobei die SMS noch am einfachsten in ein mögliches Szenario zu bringen ist.

>>> Na ja. Es ranken sich um fast kein anderes Thema hier mehr Seiten als darum wann und von wem die SMS formuliert und von wem unter welchen Umständen versendet wurde.

Allerdings gibt es auch hier schon den großen Haken, dass es auf eine feststehende Verabredung keinerlei Hinweise gab nach 23:00 Uhr und die Aussagen Fs Mitstreiter sowie ihr Verhalten und ihre Aussagen erstmal dagegen sprechen. Insofern überdeckt deine Annahme bislang feststehende Fakten, aber das gestehe ich dir zu.
Irgendwie muss die SMS ja zu erklären sein und die Annahme, dass F sie im guten Glauben, freiwillig und auch im von dir angenommenen Zeitraum schrieb, kann man so annehmen.

>>> Auf die Aussagen der "Mitstreiter" gebe ich, wie Du weisst einen "Sch...". I hat eindeutig gelogen, wenn sie öffentlich behauptet, dass N für Frauke nur ein Kumpel gewesen sei und Frauke ihr das auch so geschrieben habe. Weil, das geht aus den Briefchen gar nicht so hervor. Und genau das gibt ein Tatmotiv her, wie ich hier schon ausführlich erläutert habe. N könnte sich, falls I diese Lüge so an N weitergegeben hat, extrem zurückgewiesen gefühlt haben. Wenn ihm dann noch Fraukes theoretische Erörterungen über den Selbstmord von T in seinen Gefühlen verletzt haben, könnten ihm darüber die Sicherungen durchgebrannt sein. Aber dazu kommen wir ja noch.

>>> Dass es auf eine "feststehende Verabredung" keinerlei Hinweise nach 23:00 Uhr gab stimmt einfach nicht: In dem Brief von Frauke an Isabella steht definitiv etwas anderes. Und hier steht Aussage (von N und I) gegen die Angabe in Fraukes Brief. Wenn man wie I und N alles dafür tut, um nach Aussen hin den Anschein zu vermeiden, dass es ein tiefergehendes Interesse von N an Frauke und umgekehrt gab, ist es doch nur allzu verständlich, wenn von deren Seite behauptet wird, dass es keine Verabredung gab bzw. diese definitiv abgesagt wurde. Theoretisch ist sogar denkbar, dass N bei I per SMS abgesagt hat, aber bei Frauke zugesagt hat. Für mich ist das ausserdem nicht belegt. Wo ist die explizite, definitiv belegte Absage von N? In einer SMS? In einem Telefonat? Das bleibt unklar. Und solange ist das - wie vieles andere in diesem Fall - für mich ein Narrativ von Isabella, das sie geschickt gestreut hat.

>>> Kommt noch Östermann ins Spiel: Seine Aussage, er habe keine Hinweise auf eine Verabredung gefunden. Da stellt sich erst mal die Frage: Hat er die Briefchen und deren Inhalt gekannt. Will sagen, bezieht er sich mit dieser Aussage auf eine Verabredung im Pub - weil das wäre dann definitiv falsch, es gab ja laut Frauke eine Verabredung - oder bezieht er sich auf eine Verabredung nach 23 Uhr ausserhalb des Pubs. Vielleicht kann sich ja "Folterzimmer 101" mal hierzu äussern. Nehmen wir an, Östermann meint, dass es keine Hinweise auf eine Verabredung nach 23 Uhr ausserhalb des Pubs gab. Da ist er dann aber in seinem Wording sehr vorsichtig: Es könnte also theoretisch doch eine solche Verabredung gegeben haben, er hat ja dann wohl danach gesucht - was ja auch total Sinn macht. Hat aber nichts gefunden. Er führt jedoch nicht aus, WARUM er nichts gefunden hat. Das kann z.B. einfach daran liegen, dass die letzte SMS die N laut Metadaten an Frauke gesendet hat, doch nicht mehr auf dem Handy von N aufgefunden werden konnte und folgenden Inhalt gehabt haben könnte: "Sind gleich am Pub, habe keinen Bock reinzukommen zu den anderen, zahl doch schon mal und komm raus, sag den anderen bitte nichts." - Das würde perfekt dazu passen, dass Frauke dann anschliessend die hier diskutierte SMS an Chris verfasst hat mit "Komme später..."

>>> Solange mir niemand sagt / sagen will / sagen kann, was in der laut Metadaten letzten SMS von N an Frauke gestanden hat, gehe ich in meiner Theorie davon aus, dass sich Frauke und N an diesem Abend noch getroffen haben und N genau diese SMS von seinem Handy gelöscht hat. Das ist einfach die naheliegendste Überlegung mit gesundem Menschenverstand. Insbesondere, da wir jetzt wissen, dass Frauke total verknallt in N war laut Iven. Meine Vermutung ist ausserdem, dass der von Iven nicht veröffentlichte Beweis, der kurzfristige Kauf von Kondomen ist, aber das nur am Rande. Man darf Frauen nicht unterschätzen. Frauke könnte auf der Mission gewesen sein, N die Jungfräulichkeit zu nehmen. Kusslich entjungfert hat sie ihn ja schon auf der Tanzfläche wie das nette Video von Isabella belegt.

Die großen Stolpersteine Deiner Theorie (vor allem im Hinblick auf deinen TV) kommen aber erst noch. Von einer Freiwilligkeit dieser SMS gehen die EB auch aus - lassen aber keinen Hinweis auf den Täter zu. Wie gesagt: worauf es keine Hinweise gibt, ist eine bestehende Verabredung.

>>> Nein. Es gibt eineindeutige Hinweise auf eine Verabredung an dem Abend in dem Brief von Frauke an Isabella. Was es - zumindest öffentlich - aber nicht gibt, ist der definitive Beleg dafür, dass N an diesem Abend abgesagt hat. Auf die Zeugenaussage von I gebe ich wie gesagt einen ...

Fahre gerne weiter fort, ich hatte ja noch zahlreiche andere Fragen gestellt und finde es erfrischend, dass du zumindest den Versuch machst, eine Theorie auf die Beine zu stellen.
>>> Ich mache nicht nur den Versuch, es gibt eine von mir völlig logisch durchdachte und aufgebaute Theorie, wie es gelaufen sein könnte. Habe ich hier veröffentlicht und niemand hat mir bisher auch nur einen Einwand liefern können, warum es nicht so gewesen sein könnte. Mit Motiv(en). Natürlich heisst das nicht, dass es definitiv so gewesen ist.

>>> Auch Iven - der den Fall ja sehr gut kennt - glaubt, dass die erste SMS bei Verlassen des Pubs geschrieben worden sein könnte und später dann in die Funkzelle Nieheim beim Einschalten rausgegangen sein könnte. Er hat dies technisch mit einem Profi abgeklärt. Hat doch auch ein wenig Gewicht, denke ich ;)

>>> Halten wir fest: Dass Frauke die SMS kurz vor oder nach Verlassen des Pubs geschrieben hat und diese nicht rausgegangen ist / erst später in den Funkmast Nieheim rausgegangen ist, ist technisch absolut plausibel und machbar. Logisch von der Abfolge ist sie auch, wenn Frauke noch eine weitere Verabredung hatte. Und Sie hatte eine Verabredung. Ob diese abgesagt wurde oder nicht, sei dahingestellt. Isabella erfindet bzw. behauptet auch Alibis aus dem Nichts, wenn es der Sache dienlich scheint.
Pope1107

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Pope1107 »

Solitär hat geschrieben: Mittwoch, 10. Juni 2026, 11:02:47 >>> Ich schreibe der Einfachheit halber meine Kommentare in Deinen Text und kennzeichne diese mit ">>>"



>>> Ich mache nicht nur den Versuch, es gibt eine von mir völlig logisch durchdachte und aufgebaute Theorie, wie es gelaufen sein könnte. Habe ich hier veröffentlicht und niemand hat mir bisher auch nur einen Einwand liefern können, warum es nicht so gewesen sein könnte. Mit Motiv(en). Natürlich heisst das nicht, dass es definitiv so gewesen ist.

>>> Auch Iven - der den Fall ja sehr gut kennt - glaubt, dass die erste SMS bei Verlassen des Pubs geschrieben worden sein könnte und später dann in die Funkzelle Nieheim beim Einschalten rausgegangen sein könnte. Er hat dies technisch mit einem Profi abgeklärt. Hat doch auch ein wenig Gewicht, denke ich ;)

>>> Halten wir fest: Dass Frauke die SMS kurz vor oder nach Verlassen des Pubs geschrieben hat und diese nicht rausgegangen ist / erst später in den Funkmast Nieheim rausgegangen ist, ist technisch absolut plausibel und machbar. Logisch von der Abfolge ist sie auch, wenn Frauke noch eine weitere Verabredung hatte. Und Sie hatte eine Verabredung. Ob diese abgesagt wurde oder nicht, sei dahingestellt. Isabella erfindet bzw. behauptet auch Alibis aus dem Nichts, wenn es der Sache dienlich scheint.
Naja, in der Sache selbst gibt es hier außer Deutungen und Ignorieren von Zeugenaussagen nicht viel. Außerdem auch das Ignorieren von Ermittlungsergebnissen. Aber nun gut - du triffst Annahmen und das ist in der Theorie dann auch ok.

Wie gesagt - das große Mysterium ist auch nicht die SMS. Komme doch gerne mal auf die anderen Fragen. Dann wird es auch erst richtig schwammig und abstrakt, damit deine Täter-Theorie Bestand haben könnte.
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