MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

ÖFFENTLICHE DISKUSSION
Stille Beobachterin

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Stille Beobachterin »

Günther hat geschrieben: Donnerstag, 04. Juni 2026, 21:02:07 Vielleicht hätte man den Nighthunter nicht zum Teufel jagen sollen... irgendwie stimmt alles was er gesagt hat... oder??? Sehe ich das komplett falsch...
Sehe ich auch so
transistor

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Fangen wir von vorne an. Noch vor dem 10. Oktober verschickt Gina H. Sprachnachrichten — sie wolle am liebsten mit Matthias R., Fabians Vater und ihrem Ex, neu anfangen, irgendwo anders, ohne Kinder. Das ist kein beiläufiger Satz. Das ist ein dokumentiertes Motiv. Ein Kind, das im Weg steht. Chatverläufe und Sprachnachrichten beleuchten das Verhältnis der Angeklagten zum Vater des Opfers sowie zum Opfer selbst und deuten auf dieses Motiv hin. Auch Aussagen über den Charakter des Opfers und die Beziehung zwischen beiden wurden von Zeugen geschildert.
Und dieses Motiv hat eine materielle Dimension, die es noch greifbarer macht. Gina H. war finanziell vollständig von Matthias R. abhängig. Er unterstützte sie monatlich mit mehreren hundert Euro, ohne ihn wären ihre Ponys und der Hof nicht zu halten gewesen. Als die Beziehung zerbrach, nahm er seine Traktoren wieder mit. Der Hof war ohne ihn schlicht nicht mehr managebar. Sie hatte also nicht nur ein emotionales Motiv — sie brauchte ihn. Und Fabian, sein Sohn aus einer anderen Beziehung, stand einer Rückkehr im Weg.

Das Fahrzeug der Angeklagten
Ein zentrales Element der Beweiskette ist das Auto der Angeklagten. Laut Sachverständigengutachten befand es sich bereits vor der Tat am Tatort. Am Morgen des 10. Oktober 2025 ist Fabian zuhause, krank, allein — die Mutter auf der Arbeit. Ginas Auto steht neun Minuten in der Schweriner Straße. Fabians Handydisplay deaktiviert sich exakt in diesem Zeitfenster. Ein Zeuge sieht Fabian kurz darauf bei Zehna an einer Bushaltestelle — zusammen mit dem orangefarbenen Ford Ranger.
Kurz vor dem Tatzeitpunkt wurde das Fahrzeug gleich an zwei Stellen registriert: zum einen durch eine Überwachungskamera und eine Zeugin — die Nachbarin des Opfers — in unmittelbarer Nähe von dessen Wohnort, zum anderen auf einem Handy-Foto der Angeklagten, das sie rund 1.600 Meter vom Tatort entfernt aufnahm — um 11:19 Uhr, im Wald mit ihrem Hund. Danach schaltet sie, was sonst bei ihr alles andere als gewöhnlich war, ihr Handy ab oder in den Flugmodus. Zur Tatzeit selbst sahen Zeugen — darunter Steinsammler in der Gegend — das Fahrzeug nahe dem Tatort. Olaf L. und sein 18-jähriger Mitarbeiter sehen ihren Wagen aus drei bis vier Metern Entfernung auf dem Sand- und Feldweg, der direkt vom Tümpel wegführt — der 18-Jährige sieht sie dabei persönlich im Auto. Das ist keine Annäherung an den Tatort. Das ist der Abfahrtsweg vom Tatort. Auch kurz danach wurde das Fahrzeug dort noch gesichtet, diesmal von einer ehemaligen Freundin und einer Erzieherin. Bereits am Tag vor der Tat hatte ein Zeuge namens Franz H. das Auto der Angeklagten in unmittelbarer Nähe der Wohnung des Opfers beobachtet.
Weder die Angeklagte noch ihre Verteidigung haben jemals behauptet, das Fahrzeug sei an dem fraglichen Tag oder in den Tagen zuvor und danach von einer anderen Person genutzt worden. Ebenso wenig wurde je geltend gemacht, bei den zahlreichen Sichtungen könnte es sich um ein baugleiches, fremdes Fahrzeug gehandelt haben.

Spuren am Tatort und im Fahrzeug
Das Sachverständigengutachten belegt mehrere forensische Verbindungen zwischen der Angeklagten, dem Opfer und dem Tatort. Auf Fabians Leiche finden sich zwei Fasern. Eine lila Faser von Ginas Pullover — unter seinem Daumennagel. Eine Faser ihrer Reiterhose am Bündchen seiner Jacke. Beide Kleidungsstücke, beide Fasern, direkter Körperkontakt. Und der letzte dokumentierte Kontakt zwischen den beiden lag mindestens zwei Monate zurück. Fasern unter Fingernägeln halten sich keine zwei Monate. Umgekehrt wurden im Auto der Angeklagten Fasern eines neuen Pullovers des Opfers sichergestellt. Fußspuren des Opfers und der mutmaßlichen Täterin wurden an mehreren Stellen rund um den Tatort gefunden — von verschiedenen Schuhen der Täterin. Digitale Daten aus Handy und Fahrzeug der Angeklagten wurden ebenfalls gutachterlich ausgewertet.
Hinweise auf einen anderen — bekannten oder unbekannten — Täter gibt es hingegen nicht. Es fanden sich keinerlei entsprechende Spuren.

Feuer, Brandbeschleuniger und die Tatwaffe
Am Tatort wurden Feuer und Rauch beobachtet; dies ist durch ein Foto sowie durch Aussagen einer Reiterin und einer Pflegerin belegt. In ihrem Carport findet die Polizei eine geöffnete Flasche Grillanzünder der Marke „JA!". Laut Richter war die Flasche bereits geöffnet — es fehlen darin etwa 500 bis 600 Milliliter Flüssigkeit. Genau jene Menge, mit der die Leiche des kleinen Fabian am Tümpel in Brand gesetzt worden sein soll. Ein vergleichbarer Grillanzünder wurde zudem in ihrem Carport gefunden.
Besonders auffällig: Die Angeklagte äußerte Sorgen über einen möglicherweise verwendeten Brandbeschleuniger — zu einem Zeitpunkt, als noch niemand wusste, dass ein solcher tatsächlich eingesetzt worden war. Ebenso äußerte sie sich besorgt über mögliche Spuren des Opfers auf der Fußmatte ihres Autos — obwohl zu jenem Zeitpunkt noch nicht bekannt war, dass im Fußraum tatsächlich erhebliche Mengen DNA des Opfers gefunden wurden.

Handy-Daten und digitale Spuren
Zur Tatzeit sowie zu dem Zeitpunkt, als das Auto der Angeklagten in Güstrow war und das Handy des Opfers in den Standby-Modus wechselte, war das Handy der Angeklagten ausgeschaltet oder im Flugmodus. Noch am selben Tag, dem 10. Oktober, googelt sie „Vermisste Personen", „Polizeimeldungen Güstrow" und „Fressen Wildschweine Leichen" — bevor ihr offiziell irgendjemand gesagt hat, dass Fabian verschwunden ist. Der Tatort lag in der Nähe einer Schweinesuhle. Gegenüber einer Person äußert sie, sie verstehe nicht, dass um Fabian so ein Gewese gemacht wird, es würden ja ständig Kinder sterben.
Am Tattag schrieb die Angeklagte um 20:50 Uhr an eine Person namens Christian D., dass das Opfer abends allein zu Hause sei, wenn es krank sei. Telefongespräche am 17. und 18. Oktober deuten auf Wissen über belastende Umstände hin, deren Inhalt jedoch nicht bekannt ist.

Verhalten nach der Tat
Am Tag nach der Tat führte die Angeklagte Gespräche über ein mögliches Alibi — zu einem Zeitpunkt, als außer dem Täter noch niemand wusste, dass das Opfer tot und nicht lediglich vermisst war. Am 13. Oktober führt sie nachts zwei Männer zur Leiche — sie weiß exakt, wo sie liegt, an einem Ort, den laut Nachbarn kein Mensch einfach so anläuft, 13 Kilometer von ihrem Dorf entfernt. Einer der Männer fühlt sich später ausgenutzt. Sie versucht außerdem, Schuhe bei ihm zu deponieren — möglicherweise Schuhe mit Tatortabdrücken, denn Fußspuren des Opfers und der Täterin wurden an mehreren Stellen rund um den Tatort gefunden. Am 14. Oktober führt sie eine Freundin dorthin und inszeniert eine zufällige Entdeckung. Die Freundin besteht auf die Polizei — das nimmt Gina die Kontrolle aus der Hand.
Bei der Auffindung äußerte sie gegenüber Polizisten, dass ihre Spuren am Tatort zu finden sein würden.

Die einzige Gegenstory der Verteidigung
Die einzige Gegenstory der Verteidigung ist, der Jäger Christian D. habe ihr gesagt, am Tümpel liege eine Plastik- oder Sexpuppe — weshalb sie dorthin gefahren sei. Selbst wenn das stimmt, erklärt es nicht eine einzige der oben genannten Spuren. Nicht die neun Minuten in der Schweriner Straße. Nicht das Handy. Nicht den Zeugen bei Zehna. Nicht die Fasern unter dem Daumennagel. Nicht die Googlesuchanfragen vor der offiziellen Vermisstenmeldung. Nicht Olaf L. und seinen Mitarbeiter auf dem Tümpelweg. Und nicht die 500 bis 600 Milliliter, die in ihrer Grillanzünderflasche fehlen.

Fehlende Entlastung
Die Angeklagte hat mehrfach angekündigt oder angedeutet, entlastende Beweise vorlegen zu können — etwa einen „gleichen" Pullover ihres Sohnes, Fahrten für die Großeltern zur Bank oder ein Alibi. Keine dieser Behauptungen wurde je belegt oder entsprechendes Material vorgelegt. Darüber hinaus weisen die Angaben der Angeklagten zahlreiche innere Widersprüche auf. Sie konnte kein Alibi nachweisen. Zeugenaussagen ihres sozialen Umfelds — darunter der Vater und die Großmutter des Opfers — sowie Erkenntnisse zu ihrer psychischen Erkrankung runden das Bild ab.

Ein Alternativtäter ist nicht konstruierbar. Es gibt keine Person auf der Welt, die gleichzeitig Fabians Vertrauen besaß, seinen Aufenthaltsort kannte, diesen abgelegenen Tümpel kannte, ihre Fasern auf ihm hinterlassen hat — und spurlos verschwunden ist.
Die Indizienkette hat keine Lücke mehr. Das Gericht müsste jeden einzelnen Punkt gleichzeitig als Zufall, Irrtum oder Missverständnis werten. Das ist nicht möglich.
Der Prozess ist die formale Bestätigung von dem, was die Beweise seit Monaten sagen.
Gastleser

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Gastleser »

Gast hat geschrieben: Donnerstag, 04. Juni 2026, 23:22:09 Mal so ganz nebenbei, weil ebenfalls naheliegend..
[…..]
Beweiskraft der Faserspur jedenfalls NULL, zumal diese Faserspur ja auch nicht zu 100% Ginas Pullover nachgewiesen werden konnte, sondern am Ende daraus (wieder einmal) nur ein könnte wurde und blieb. Gleiches gilt für die Fasern der Reiterhose, die übrigens ebenfalls nicht zu 100% Ginas Hose zugeordnet werden konnte. Oder habe ich da etwas falsch verstanden/mitbekommen ?
Das ist die Crux, „lässt sich nicht ausschließen“, die geheimnisvolle Welt der Null-Hypothese, bzw. der Missverständnisse derselbigen.
Spoiler
„[…..] Als wissenschaftliche Methodik hat der BGH das Ausgehen von der Annahme, die Aussage sei unwahr – sogenannte „Nullhypothese“ – formuliert. Er bezog sich dabei auf Poppers Deduktionismus, ohne aber auf Regeln der Hypothesenüberprüfung einzugehen. Basierend auf dem zweiten Gutachten, welches mit der induktiven statistischen Aggregation in Bezug auf die Wahrheitsfindung argumentiert, übernimmt der BGH die Annahme, dass „durch das Zusammenwirken der Indikatoren deren Fehleranteile insgesamt gesenkt“ würden. Diesem Umstand liege das mathematische und psychometrisch eingehend untersuchte Prinzip der Aggregation zugrunde. […..]“

“Wissenschaftstheoretische Missverständnisse des BGH in Strafsachen“
Überprüfung einer sogenannten „Nullhypothese“ in der Glaubhaftigkeitsbegutachtung
Jörg M. Fegert, Cedric Sachser, Martin Pusch, Andrea Kliemann und Jelena Gerke
Online veröffentlicht:October 16, 2024
https://doi.org/10.1024/1422-4917/a000995
https://econtent.hogrefe.com/doi/10.102 ... 17/a000995
transistor

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von transistor »

Wisst ihr, was ich heftig finde? Die beiden Tümpelzeugen sind ja wohl wieder nach der Sichtung mit Gina, mit ihr ins Auto gestiegen und zurückgefahren? Ich muss echt sagen, mir wäre das gewaltig die Angst gekommen, dass auch ich jetzt in Gefahr bin, entweder auch durch eine bewaffnete Gina oder durch Dritte. Ich weiß nicht, ob ich nochmal mit ihr ins Auto gestiegen wäre, mir wäre eigentlich sofort ein Licht aufgegangen. Die sind ja mit den Autos der Männer hin bei den Nachtaktionen? Ich wäre ohne sie weggefahren im letzten Moment und dann die Polizei anrufen.
Komisar_Rex_
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Komisar_Rex_ »

75 Gast hat geschrieben: Donnerstag, 04. Juni 2026, 23:13:08 Weiss man überhaupt, ob Dorina sich bei Fabian erkundigt hat wie das Papawochenende war?
ich weiß das nicht.
Der einzige, der dir das sagen sicher sagen kann, ist traurigerweise umgebracht worden. Ich wüsste nicht, wer Dir diese Frage beantworten kann. Denn,
Kann mir kaum vorstellen, dass Dorina's und Fabi's Zuhause, verwantzt war.
Meine eigene Meinung zu dieser Frage kennst Du. dazu muss ich nix mehr sagen.
ABER ich stimme Dir zu, dass es eine Wahrscheinlichkeit gibt, das sie das nicht gefragt hat und meine Meinung hierzu ist nicht auf Fakten gestützt.

In eigener SAche:

bitte jetzt nicht mehr meine Meinung oder Fragen, mit Gegenfragen kommentieren, welche ins sinnlose laufen.
Es nervt. Einfach nicht markieren und gut.

Ich gönne Euch Eure Meinung, aber leider ist ein Austausch, auf einer Ebene, einfach nicht möglich.
Denn ich komm mir so vor, als ob ich hier über den Fall Fabian sprechen will und manche User reden gefühlt von einem ganz anderen Fall. Völlig am Thema vorbei und absolut nicht auf einem Niveau, einer sachlichen Diskussion über einen Mord an einem unschuldigen Kind.
Ich respektiere, eure Sichtweise, aber ich akzeptiere sie nicht.
Warum? Weil es so ist.
Ich hoffe, ihr wisst, was Respekt und Akzeptanz bedeuten
Jemanden die ganze Zeit zu nerven und auf eine Reaktion zu hoffen, die nicht in euer Weltbild passt ist respektlos. Dann wird das sofort gegen die Person verwendet und auf einmal stellt ihr euch so dar, als ob man euch, eure Meinung absprechen will. Nur weil jemand die eigene Meinung vertritt.. Da wird einem das Wort im Mund verdreht.
Täter - Opfer- Umkehr nennt man das.
Ich weiß, dass triggert jetzt auch wieder,
Aber ich bin nicht hier, um anderen zu gefallen..Ich kann nichts dafür, wenn ihr euch durch meine Meinung angesprochen- und persönlich angegriffen fühlt. Meistens sagt das mehr über euch aus, als über den markierten User. Ist psychologisch sogar belegt. Falls ihr wissen wollt, warum, googel hilft. Wenn ich anderen den Spiegel vorhalte, dann projezieren sie gern ihr eigens Spiegelbild auf mich. Aber sie merken es leider nicht. Denn ich halte den Spiegel. und bin nicht sichtbar. Das ist meine Art, mit Leuten umzugehen, die respektlos sind und unreflektiert durchs Leben gehen. Hier hab ich einen geschützten Raum und für mich ist es Therapie. Ich kann lernen, Grenzen zu setzen, mich abzugrenzen und meine Meinung zu vertreten ohne mich von übergriffigen Kommentaren einschüchtern zu lassen.
Ganz nebenbei lerne ich, wie ich diese Menschen erkenne, denn ihr Muster ist immer das selbe.

Falls jemand meine Beiträge nicht leiden kann, also User Gast, und keine Blockierfunktion nutzen kann... kleiner Tipp. Augen schließen. Geht ganz leicht.
ABER die Gedanken sind frei. Und das ist echt gut! JA. Auf jeden Fall. Ich finde das richtig gut!!
Wenn ich euch diesen Respekt entgegen bringe, dann ihr bitte auch.
Macht braucht man nur, wenn man böses vorhat. Für alles andere reicht Liebe!
Frag doch mal: Das Opfer.
Maikäfer

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Maikäfer »

Tulpe hat geschrieben: Donnerstag, 04. Juni 2026, 17:22:38 Es geht um den genauen Tatverlauf. Das kann man niemanden hier verbieten rekonstruieren zu wollen. Das ist nämlich ein Diskussionsforum hier.
Niemand verbietet dir irgendetwas. Aber wenn du Quatschaussagen machst oder irrelevante Themen aufmachst, musst du halt mit Gegenrede umgehen. Da scheinst du eher etwas „verbieten“ wollen.
Kalle
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Kalle »

Günther hat geschrieben: Donnerstag, 04. Juni 2026, 21:02:07 Vielleicht hätte man den Nighthunter nicht zum Teufel jagen sollen... irgendwie stimmt alles was er gesagt hat... oder??? Sehe ich das komplett falsch...
Vielleicht lässt er sich halt durch fundierte Fragen auch wieder aktivieren. Es zeichnet sich ja nun einiges Im Nachtstverhalten ab, und die Rekonstruktion von Fahrwegen und Aufenthalten ist sehr dicht geworden. Also ich hätte konkrete Fragen zur Route um ca 14 Uhr vom Pick up
Wann passierte was? Zeitstrahl unter:
https://het-forum.de/viewtopic.php?t=8778
Maikäfer

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Maikäfer »

Mumpf1981 hat geschrieben: Donnerstag, 04. Juni 2026, 21:03:19 Ich erinnere mich, aber kann es nur schwer nachvollziehen.
Dann muss es an der Witterung/Geländebeschaffenheit gelegen haben. Eigentlich können die SV sich da schon sehr gut eingrenzen. Super schade, weil es wirklich hätte aufschlussreich sein können 😑
Dachte ich heute auch mal wieder beim Thema Grillanzünder im Auto.
kose

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von kose »

@Joris25 eine weitere, nicht tendenziöse, Quelle zu deinen Fragen bezüglich des Fundorts und der angewandten Such-Methoden, semantisch, heuristisch oder Mischformen, und wann der Sicherungs- und Dokumentationsplan erstellt wurde
https://youtu.be/NsDkSCEntGU?t=900
Spoiler
Es ist aber eventuell etwas Geduld und akustische Toleranz erforderlich
Heckengäu
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Heckengäu »

Günther hat geschrieben: Donnerstag, 04. Juni 2026, 21:02:07 Vielleicht hätte man den Nighthunter nicht zum Teufel jagen sollen... irgendwie stimmt alles was er gesagt hat... oder??? Sehe ich das komplett falsch...
Ja Rahmsdorf: Letzteres. Er wurde keineswegs zum Teufel gejagt - aber du wirst es werden,
spätestens dann, wenn er wieder hier auftaucht und das wird natürlich sehr bald sein 8-)
Nighthunter hat geschrieben:Und an meine lieblingsblumen nur 4 worte ... hinten kackt die Ente...

Spoiler: Der Ford Ranger und die angeblich durch techn. Defekt gelödchten daten werden nochmal zum thema
Gästin-A
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Gästin-A »

Gast hat geschrieben: Donnerstag, 04. Juni 2026, 23:22:09 Mal so ganz nebenbei, weil ebenfalls naheliegend..

Die einzelne Faserspur unter dem Fingernagel von Fabian, könnte sich durchaus auch von M.R. auf Fabian übertragen haben. Fabian hatte laut Dorina die Woche doch noch Kontakt mit seinem Vater und sein Vater wiederum pflegte trotz Streit und On/Off Beziehung, trotzdem noch regen Kontakt und "Verkehr" mit Gina H., wie die Telefonate und entsprechende Nachrichten belegen.

Also wäre, zumindest für mich, auch das eine durchaus mögliche und ebenso naheliegend Erklärung, für die einzelne Faserspur unter dem Fingernagel von Fabian.

Beweiskraft der Faserspur jedenfalls NULL, zumal diese Faserspur ja auch nicht zu 100% Ginas Pullover nachgewiesen werden konnte, sondern am Ende daraus (wieder einmal) nur ein könnte wurde und blieb. Gleiches gilt für die Fasern der Reiterhose, die übrigens ebenfalls nicht zu 100% Ginas Hose zugeordnet werden konnte. Oder habe ich da etwas falsch verstanden/mitbekommen ?
Weißt du, was mein Gedanke war?
Ihr Pulli hat ein weißes M drauf - er könnte denselben mit einem G drauf haben. Why not?
Tulpe
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Tulpe »

SonntagsGast hat geschrieben: Donnerstag, 04. Juni 2026, 22:25:17 Weil auf Dörfern extremste Gewalt zu beobachten ist
Joel aus Pragsdorf wurde genannt, ein zweiter Täter war dort mal im Gespräch
Die Dorfjugendlichen aus Zella-Mehlis die einen Jugendlichen durch die Straßen gejagt haben

Xxxxxxxxx

Fabian wog 25 kg so stark waren die Verbrennungen und so lange muss der Leichnam gebrannt haben der Bauchraum teils offen u. am stärksten betroffen
Würde mich nich wundern wenn auch Teile seines Unterleibs das Ziel war um etwas ganz Bestimmtes zu verschleiern

https://www.sueddeutsche.de/panorama/fa ... duced=true
Man habe blonde Haare gesehen, kindliche Gesichtszüge, aber das äußere Geschlecht sei nicht länger erkennbar gewesen. An den Füßen fanden die Ermittler weiße Aschereste von den verbrannten Schuhsohlen, am rechten Handgelenk ein verkohltes Ärmelbündchen. Der Leichnam wog zu diesem Zeitpunkt nur noch 25 Kilogramm.

Dass F. von hinten erstochen wurde die Info gelangte irgendwie hier in den Thread wie und von wem weiß ich nich mehr
Wurde aber in einem Bericht bereits bestätigt. Diese Übertötung möchte man der breiten Öffentlichkeit wohl nich antun
Es war ein Lustmord mit sexuellem Bezug u. mehreren Akteuren, war ich immer von überzeugt und wurde mMn heute teils bestätigt
Interessant ist auch, dass Staatsanwalt Novak ein Sexualverbrechen von Anfang an ausdrücklich ausgeschlossen hat. Der Pathologe hat dem heute aber ausdrücklich widersprochen. Aufgrund der verbrannten Bauchhöhle sei das nicht möglich auszuschliessen.

Für mich war das von Anfang an eher ein Foltermord wegen der Leichenverbrennung.

Warum werden gekillte Leichen verbrannt? Damit man die Identität nicht rausfindet, als auch um eigene Spuren an der Leiche zu beseitigen. Sperma, Spucke etc. von den Mördern ist dann nämlich auch nicht mehr nachweisbar.

Vorliegend ist das Gesicht nicht verbrannt, er war noch erkennbar. Warum also der Mittelkörper?
Tulpe
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Tulpe »

Gast hat geschrieben: Donnerstag, 04. Juni 2026, 23:22:09 Mal so ganz nebenbei, weil ebenfalls naheliegend..

Die einzelne Faserspur unter dem Fingernagel von Fabian, könnte sich durchaus auch von M.R. auf Fabian übertragen haben. Fabian hatte laut Dorina die Woche doch noch Kontakt mit seinem Vater und sein Vater wiederum pflegte trotz Streit und On/Off Beziehung, trotzdem noch regen Kontakt und "Verkehr" mit Gina H., wie die Telefonate und entsprechende Nachrichten belegen.

Also wäre, zumindest für mich, auch das eine durchaus mögliche und ebenso naheliegend Erklärung, für die einzelne Faserspur unter dem Fingernagel von Fabian.

Beweiskraft der Faserspur jedenfalls NULL, zumal diese Faserspur ja auch nicht zu 100% Ginas Pullover nachgewiesen werden konnte, sondern am Ende daraus (wieder einmal) nur ein könnte wurde und blieb. Gleiches gilt für die Fasern der Reiterhose, die übrigens ebenfalls nicht zu 100% Ginas Hose zugeordnet werden konnte. Oder habe ich da etwas falsch verstanden/mitbekommen ?

Es heisst Reithose. Reiterhosen sind Problemzonen an den Oberschenkeln bei Frauen.

Das mit den Fasern ist pille palle, weil es sich nicht um Channelköstume oder Guccikleider handelt, sondern um Kleidung, die die Bevölkerung dort halt so trägt. Was ich im Übrigen jetzt auch nicht abwertend meine. Wenn es jetzt ein Unikum wäre, was eindeutig GH zugeordnet werden könnte, das ist aber hier nicht gegeben.

Haben wir hier aber auch schon besprochen. Seitenweise.
Gast09

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Gast09 »

Ich habe gerade überlegt welche Möglichkeiten es zur alternativen Erfassung von Fahrzeugbewegungen und Tatgeschehen noch gäbe und diesbezüglich recherchiert. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit nicht sehr hoch..

Ermittler könnten in ihrer Funktion als Mordkommission durchaus nicht- öffentliche Daten sprich Satellitenbilder von verschiedenen kommerziellen Anbietern definierter, geografischer Lagen erwerben , die man dann in einer Art Puzzle abgleichen muss.

Dies kann auch kombiniert werden - siehe Nachfrage ob Dashcams / Wildkameras / ÜW - Kameras etc. irgendwas eingefangen haben . Bis auf GÜ kam ja aber wohl nicht so viel dabei rum ,

Bei diesen nicht öffentlichen Bildern ist dann schon sehr viel zu erkennen. Vielleicht nicht unbedingt das Nummernschild und der Fahrer aber ansonsten relativ viel. Fahrzeugform / Kontur und Größe , Farbe z.B.

Aufgrund der Sichtungen gäbe es ja ein paar Punkte, wo das Fahrzeug mehr oder weniger definitiv identifizierbar zu einem Zeitpunkt X am Ort Y gesehen wurde.
Mit einem Abgleich von Satellitenbildern verschiedenener Anbieter zu bestimmten Zeiten in den räumlichen Lagen könnte man Zufallstreffer bekommen , diese mit anderem Wissen zusammen fügen bzw. Zeitlich gezielt das Fahrzeug suchen und so zumindest Teile der Bewegung wie ein Puzzle vor allen Dingen in fraglichen Zeiten nachweisen .
Natürlich würde man auch sehen wenn es zum Zeitpunkt Bild irgendwo steht … Türen auf z.B. , auch zuordnungsbare Menschenpunkte wären evtl zu sehen .

Nun überfliegen wohl aber auch nicht unentwegt Satelliten die mecklenburgische Pampa beziehungsweise machen davon zeitdeckend Fotos. Interessant wäre, ob man das wenigstens versucht hat aufgrund der fehlenden Daten , Zufälle oder bewussten Manipulationen oder generellen Fragen zum Tathergang.

Per absolutem Zufall könnte man sogar die Konstellation(en) am Tatort zu bestimmten (Foto) Zeiten erkennen oder eben an fraglichen Ermittlungsorten um dann Ableitungen zutreffen. Hier könnte der ländliche Raum wiederum aufgrund Deutbarkeit vorteilhaft sein . Timing müsste nur passen . Wetter und Vegetation spielen natürlich auch ne Rolle.
Lotto spielen wäre aber wohl auch eine Möglichkeit 🧐
Gästin-A
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Gästin-A »

SonntagsGast hat geschrieben: Donnerstag, 04. Juni 2026, 22:25:17
Fabian wog 25 kg
Woher hast du diese Info?
Wenn er 1,43m war, hat er niemals dieses Gewicht gehabt bei seiner Statur. Er hat eher 50-55kg gehabt.
Komisar_Rex_
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Komisar_Rex_ »

transistor hat geschrieben: Donnerstag, 04. Juni 2026, 23:33:23 Fangen wir von vorne an. Noch vor dem 10. Oktober verschickt Gina H. Sprachnachrichten — sie wolle am liebsten mit Matthias R., Fabians Vater und ihrem Ex, neu anfangen, irgendwo anders, ohne Kinder. Das ist kein beiläufiger Satz. Das ist ein dokumentiertes Motiv. Ein Kind, das im Weg steht. Chatverläufe und Sprachnachrichten beleuchten das Verhältnis der Angeklagten zum Vater des Opfers sowie zum Opfer selbst und deuten auf dieses Motiv hin. Auch Aussagen über den Charakter des Opfers und die Beziehung zwischen beiden wurden von Zeugen geschildert.
Und dieses Motiv hat eine materielle Dimension, die es noch greifbarer macht. Gina H. war finanziell vollständig von Matthias R. abhängig. Er unterstützte sie monatlich mit mehreren hundert Euro, ohne ihn wären ihre Ponys und der Hof nicht zu halten gewesen. Als die Beziehung zerbrach, nahm er seine Traktoren wieder mit. Der Hof war ohne ihn schlicht nicht mehr managebar. Sie hatte also nicht nur ein emotionales Motiv — sie brauchte ihn. Und Fabian, sein Sohn aus einer anderen Beziehung, stand einer Rückkehr im Weg.

Das Fahrzeug der Angeklagten
Ein zentrales Element der Beweiskette ist das Auto der Angeklagten. Laut Sachverständigengutachten befand es sich bereits vor der Tat am Tatort. Am Morgen des 10. Oktober 2025 ist Fabian zuhause, krank, allein — die Mutter auf der Arbeit. Ginas Auto steht neun Minuten in der Schweriner Straße. Fabians Handydisplay deaktiviert sich exakt in diesem Zeitfenster. Ein Zeuge sieht Fabian kurz darauf bei Zehna an einer Bushaltestelle — zusammen mit dem orangefarbenen Ford Ranger.
Kurz vor dem Tatzeitpunkt wurde das Fahrzeug gleich an zwei Stellen registriert: zum einen durch eine Überwachungskamera und eine Zeugin — die Nachbarin des Opfers — in unmittelbarer Nähe von dessen Wohnort, zum anderen auf einem Handy-Foto der Angeklagten, das sie rund 1.600 Meter vom Tatort entfernt aufnahm — um 11:19 Uhr, im Wald mit ihrem Hund. Danach schaltet sie, was sonst bei ihr alles andere als gewöhnlich war, ihr Handy ab oder in den Flugmodus. Zur Tatzeit selbst sahen Zeugen — darunter Steinsammler in der Gegend — das Fahrzeug nahe dem Tatort. Olaf L. und sein 18-jähriger Mitarbeiter sehen ihren Wagen aus drei bis vier Metern Entfernung auf dem Sand- und Feldweg, der direkt vom Tümpel wegführt — der 18-Jährige sieht sie dabei persönlich im Auto. Das ist keine Annäherung an den Tatort. Das ist der Abfahrtsweg vom Tatort. Auch kurz danach wurde das Fahrzeug dort noch gesichtet, diesmal von einer ehemaligen Freundin und einer Erzieherin. Bereits am Tag vor der Tat hatte ein Zeuge namens Franz H. das Auto der Angeklagten in unmittelbarer Nähe der Wohnung des Opfers beobachtet.
Weder die Angeklagte noch ihre Verteidigung haben jemals behauptet, das Fahrzeug sei an dem fraglichen Tag oder in den Tagen zuvor und danach von einer anderen Person genutzt worden. Ebenso wenig wurde je geltend gemacht, bei den zahlreichen Sichtungen könnte es sich um ein baugleiches, fremdes Fahrzeug gehandelt haben.

Spuren am Tatort und im Fahrzeug
Das Sachverständigengutachten belegt mehrere forensische Verbindungen zwischen der Angeklagten, dem Opfer und dem Tatort. Auf Fabians Leiche finden sich zwei Fasern. Eine lila Faser von Ginas Pullover — unter seinem Daumennagel. Eine Faser ihrer Reiterhose am Bündchen seiner Jacke. Beide Kleidungsstücke, beide Fasern, direkter Körperkontakt. Und der letzte dokumentierte Kontakt zwischen den beiden lag mindestens zwei Monate zurück. Fasern unter Fingernägeln halten sich keine zwei Monate. Umgekehrt wurden im Auto der Angeklagten Fasern eines neuen Pullovers des Opfers sichergestellt. Fußspuren des Opfers und der mutmaßlichen Täterin wurden an mehreren Stellen rund um den Tatort gefunden — von verschiedenen Schuhen der Täterin. Digitale Daten aus Handy und Fahrzeug der Angeklagten wurden ebenfalls gutachterlich ausgewertet.
Hinweise auf einen anderen — bekannten oder unbekannten — Täter gibt es hingegen nicht. Es fanden sich keinerlei entsprechende Spuren.

Feuer, Brandbeschleuniger und die Tatwaffe
Am Tatort wurden Feuer und Rauch beobachtet; dies ist durch ein Foto sowie durch Aussagen einer Reiterin und einer Pflegerin belegt. In ihrem Carport findet die Polizei eine geöffnete Flasche Grillanzünder der Marke „JA!". Laut Richter war die Flasche bereits geöffnet — es fehlen darin etwa 500 bis 600 Milliliter Flüssigkeit. Genau jene Menge, mit der die Leiche des kleinen Fabian am Tümpel in Brand gesetzt worden sein soll. Ein vergleichbarer Grillanzünder wurde zudem in ihrem Carport gefunden.
Besonders auffällig: Die Angeklagte äußerte Sorgen über einen möglicherweise verwendeten Brandbeschleuniger — zu einem Zeitpunkt, als noch niemand wusste, dass ein solcher tatsächlich eingesetzt worden war. Ebenso äußerte sie sich besorgt über mögliche Spuren des Opfers auf der Fußmatte ihres Autos — obwohl zu jenem Zeitpunkt noch nicht bekannt war, dass im Fußraum tatsächlich erhebliche Mengen DNA des Opfers gefunden wurden.

Handy-Daten und digitale Spuren
Zur Tatzeit sowie zu dem Zeitpunkt, als das Auto der Angeklagten in Güstrow war und das Handy des Opfers in den Standby-Modus wechselte, war das Handy der Angeklagten ausgeschaltet oder im Flugmodus. Noch am selben Tag, dem 10. Oktober, googelt sie „Vermisste Personen", „Polizeimeldungen Güstrow" und „Fressen Wildschweine Leichen" — bevor ihr offiziell irgendjemand gesagt hat, dass Fabian verschwunden ist. Der Tatort lag in der Nähe einer Schweinesuhle. Gegenüber einer Person äußert sie, sie verstehe nicht, dass um Fabian so ein Gewese gemacht wird, es würden ja ständig Kinder sterben.
Am Tattag schrieb die Angeklagte um 20:50 Uhr an eine Person namens Christian D., dass das Opfer abends allein zu Hause sei, wenn es krank sei. Telefongespräche am 17. und 18. Oktober deuten auf Wissen über belastende Umstände hin, deren Inhalt jedoch nicht bekannt ist.

Verhalten nach der Tat
Am Tag nach der Tat führte die Angeklagte Gespräche über ein mögliches Alibi — zu einem Zeitpunkt, als außer dem Täter noch niemand wusste, dass das Opfer tot und nicht lediglich vermisst war. Am 13. Oktober führt sie nachts zwei Männer zur Leiche — sie weiß exakt, wo sie liegt, an einem Ort, den laut Nachbarn kein Mensch einfach so anläuft, 13 Kilometer von ihrem Dorf entfernt. Einer der Männer fühlt sich später ausgenutzt. Sie versucht außerdem, Schuhe bei ihm zu deponieren — möglicherweise Schuhe mit Tatortabdrücken, denn Fußspuren des Opfers und der Täterin wurden an mehreren Stellen rund um den Tatort gefunden. Am 14. Oktober führt sie eine Freundin dorthin und inszeniert eine zufällige Entdeckung. Die Freundin besteht auf die Polizei — das nimmt Gina die Kontrolle aus der Hand.
Bei der Auffindung äußerte sie gegenüber Polizisten, dass ihre Spuren am Tatort zu finden sein würden.

Die einzige Gegenstory der Verteidigung
Die einzige Gegenstory der Verteidigung ist, der Jäger Christian D. habe ihr gesagt, am Tümpel liege eine Plastik- oder Sexpuppe — weshalb sie dorthin gefahren sei. Selbst wenn das stimmt, erklärt es nicht eine einzige der oben genannten Spuren. Nicht die neun Minuten in der Schweriner Straße. Nicht das Handy. Nicht den Zeugen bei Zehna. Nicht die Fasern unter dem Daumennagel. Nicht die Googlesuchanfragen vor der offiziellen Vermisstenmeldung. Nicht Olaf L. und seinen Mitarbeiter auf dem Tümpelweg. Und nicht die 500 bis 600 Milliliter, die in ihrer Grillanzünderflasche fehlen.

Fehlende Entlastung
Die Angeklagte hat mehrfach angekündigt oder angedeutet, entlastende Beweise vorlegen zu können — etwa einen „gleichen" Pullover ihres Sohnes, Fahrten für die Großeltern zur Bank oder ein Alibi. Keine dieser Behauptungen wurde je belegt oder entsprechendes Material vorgelegt. Darüber hinaus weisen die Angaben der Angeklagten zahlreiche innere Widersprüche auf. Sie konnte kein Alibi nachweisen. Zeugenaussagen ihres sozialen Umfelds — darunter der Vater und die Großmutter des Opfers — sowie Erkenntnisse zu ihrer psychischen Erkrankung runden das Bild ab.

Ein Alternativtäter ist nicht konstruierbar. Es gibt keine Person auf der Welt, die gleichzeitig Fabians Vertrauen besaß, seinen Aufenthaltsort kannte, diesen abgelegenen Tümpel kannte, ihre Fasern auf ihm hinterlassen hat — und spurlos verschwunden ist.
Die Indizienkette hat keine Lücke mehr. Das Gericht müsste jeden einzelnen Punkt gleichzeitig als Zufall, Irrtum oder Missverständnis werten. Das ist nicht möglich.
Der Prozess ist die formale Bestätigung von dem, was die Beweise seit Monaten sagen.
Vielen Dank für diese gelungene und nachvollziehbare Analyse.
Unterschreib ich genauso
Macht braucht man nur, wenn man böses vorhat. Für alles andere reicht Liebe!
Frag doch mal: Das Opfer.
Gast_999

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Gast_999 »

Gästin-A hat geschrieben: Freitag, 05. Juni 2026, 01:33:27 Weißt du, was mein Gedanke war?
Ihr Pulli hat ein weißes M drauf - er könnte denselben mit einem G drauf haben. Why not?
Glaub ich eher nicht, daß M so einen "Partner"-Pulli hat.

Schade, daß wir das Bild nicht kennen.
Ich tippe, daß das ein typischer Reiter-Pulli in Meck-Pomm ist.
Das "M" ist das Brandzeichen für die Pferderasse "Mecklenburger".

Auf dem "Pony-mit-Fohlen"-Bild trägt sie ein Poloshirt mit dem "M":

https://bilderupload.org/image/d9ff2674 ... n-focu.jpg

Bildquelle: https://www.focus.de/panorama/welt/mord ... f8970.html

Hier kann man das Brandzeichen gut erkennen:
https://www.gestuet-ganschow.de/
Maria
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Maria »

75 Gast hat geschrieben: Donnerstag, 04. Juni 2026, 23:13:08 Weiss man überhaupt, ob Dorina sich bei Fabian erkundigt hat wie das Papawochenende war?
Vielleicht brauchte Dorina sich gar nicht erkundigen, weil Fabian aus eigenem Antrieb von den Vaterwochenenden erzählt hat. Der Lehrerin war es nach den Sommerferien besonders aufgefallen, dass er von seinem Vater so oft erzählt. Ich finde den Beitrag gerade nicht, in dem erwähnt wird, sie hätte die Frage verneint, ob Fabian mal etwas von einer Frau Hammer erzählt. Wurde sie denn nur nach dem.Namen gefragt oder danach, ob Fabian ueberhaupt mal eine Frau in MRs Leben erwähnt hätte.

Ich komme deshalb darauf, weil er dem besten Freund gegenueber laut Bild Gina mal erwähnt zu haben scheint, ohne deren Namen zu nennen. (vgl. das Zitat aus einem Bildartikel in einem Beitrag von _Gast auf S. 665 vom 15. Mai um 23:35).
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Highzenberq »

transistor hat geschrieben: Donnerstag, 04. Juni 2026, 23:33:23 Fangen wir von vorne an. Noch vor dem 10. Oktober verschickt Gina H. Sprachnachrichten — sie wolle am liebsten mit Matthias R., Fabians Vater und ihrem Ex, neu anfangen, irgendwo anders, ohne Kinder. Das ist kein beiläufiger Satz. Das ist ein dokumentiertes Motiv. Ein Kind, das im Weg steht. Chatverläufe und Sprachnachrichten beleuchten das Verhältnis der Angeklagten zum Vater des Opfers sowie zum Opfer selbst und deuten auf dieses Motiv hin. Auch Aussagen über den Charakter des Opfers und die Beziehung zwischen beiden wurden von Zeugen geschildert.
Und dieses Motiv hat eine materielle Dimension, die es noch greifbarer macht. Gina H. war finanziell vollständig von Matthias R. abhängig. Er unterstützte sie monatlich mit mehreren hundert Euro, ohne ihn wären ihre Ponys und der Hof nicht zu halten gewesen. Als die Beziehung zerbrach, nahm er seine Traktoren wieder mit. Der Hof war ohne ihn schlicht nicht mehr managebar. Sie hatte also nicht nur ein emotionales Motiv — sie brauchte ihn. Und Fabian, sein Sohn aus einer anderen Beziehung, stand einer Rückkehr im Weg.

Das Fahrzeug der Angeklagten
Ein zentrales Element der Beweiskette ist das Auto der Angeklagten. Laut Sachverständigengutachten befand es sich bereits vor der Tat am Tatort. Am Morgen des 10. Oktober 2025 ist Fabian zuhause, krank, allein — die Mutter auf der Arbeit. Ginas Auto steht neun Minuten in der Schweriner Straße. Fabians Handydisplay deaktiviert sich exakt in diesem Zeitfenster. Ein Zeuge sieht Fabian kurz darauf bei Zehna an einer Bushaltestelle — zusammen mit dem orangefarbenen Ford Ranger.
Kurz vor dem Tatzeitpunkt wurde das Fahrzeug gleich an zwei Stellen registriert: zum einen durch eine Überwachungskamera und eine Zeugin — die Nachbarin des Opfers — in unmittelbarer Nähe von dessen Wohnort, zum anderen auf einem Handy-Foto der Angeklagten, das sie rund 1.600 Meter vom Tatort entfernt aufnahm — um 11:19 Uhr, im Wald mit ihrem Hund. Danach schaltet sie, was sonst bei ihr alles andere als gewöhnlich war, ihr Handy ab oder in den Flugmodus. Zur Tatzeit selbst sahen Zeugen — darunter Steinsammler in der Gegend — das Fahrzeug nahe dem Tatort. Olaf L. und sein 18-jähriger Mitarbeiter sehen ihren Wagen aus drei bis vier Metern Entfernung auf dem Sand- und Feldweg, der direkt vom Tümpel wegführt — der 18-Jährige sieht sie dabei persönlich im Auto. Das ist keine Annäherung an den Tatort. Das ist der Abfahrtsweg vom Tatort. Auch kurz danach wurde das Fahrzeug dort noch gesichtet, diesmal von einer ehemaligen Freundin und einer Erzieherin. Bereits am Tag vor der Tat hatte ein Zeuge namens Franz H. das Auto der Angeklagten in unmittelbarer Nähe der Wohnung des Opfers beobachtet.
Weder die Angeklagte noch ihre Verteidigung haben jemals behauptet, das Fahrzeug sei an dem fraglichen Tag oder in den Tagen zuvor und danach von einer anderen Person genutzt worden. Ebenso wenig wurde je geltend gemacht, bei den zahlreichen Sichtungen könnte es sich um ein baugleiches, fremdes Fahrzeug gehandelt haben.

Spuren am Tatort und im Fahrzeug
Das Sachverständigengutachten belegt mehrere forensische Verbindungen zwischen der Angeklagten, dem Opfer und dem Tatort. Auf Fabians Leiche finden sich zwei Fasern. Eine lila Faser von Ginas Pullover — unter seinem Daumennagel. Eine Faser ihrer Reiterhose am Bündchen seiner Jacke. Beide Kleidungsstücke, beide Fasern, direkter Körperkontakt. Und der letzte dokumentierte Kontakt zwischen den beiden lag mindestens zwei Monate zurück. Fasern unter Fingernägeln halten sich keine zwei Monate. Umgekehrt wurden im Auto der Angeklagten Fasern eines neuen Pullovers des Opfers sichergestellt. Fußspuren des Opfers und der mutmaßlichen Täterin wurden an mehreren Stellen rund um den Tatort gefunden — von verschiedenen Schuhen der Täterin. Digitale Daten aus Handy und Fahrzeug der Angeklagten wurden ebenfalls gutachterlich ausgewertet.
Hinweise auf einen anderen — bekannten oder unbekannten — Täter gibt es hingegen nicht. Es fanden sich keinerlei entsprechende Spuren.

Feuer, Brandbeschleuniger und die Tatwaffe
Am Tatort wurden Feuer und Rauch beobachtet; dies ist durch ein Foto sowie durch Aussagen einer Reiterin und einer Pflegerin belegt. In ihrem Carport findet die Polizei eine geöffnete Flasche Grillanzünder der Marke „JA!". Laut Richter war die Flasche bereits geöffnet — es fehlen darin etwa 500 bis 600 Milliliter Flüssigkeit. Genau jene Menge, mit der die Leiche des kleinen Fabian am Tümpel in Brand gesetzt worden sein soll. Ein vergleichbarer Grillanzünder wurde zudem in ihrem Carport gefunden.
Besonders auffällig: Die Angeklagte äußerte Sorgen über einen möglicherweise verwendeten Brandbeschleuniger — zu einem Zeitpunkt, als noch niemand wusste, dass ein solcher tatsächlich eingesetzt worden war. Ebenso äußerte sie sich besorgt über mögliche Spuren des Opfers auf der Fußmatte ihres Autos — obwohl zu jenem Zeitpunkt noch nicht bekannt war, dass im Fußraum tatsächlich erhebliche Mengen DNA des Opfers gefunden wurden.

Handy-Daten und digitale Spuren
Zur Tatzeit sowie zu dem Zeitpunkt, als das Auto der Angeklagten in Güstrow war und das Handy des Opfers in den Standby-Modus wechselte, war das Handy der Angeklagten ausgeschaltet oder im Flugmodus. Noch am selben Tag, dem 10. Oktober, googelt sie „Vermisste Personen", „Polizeimeldungen Güstrow" und „Fressen Wildschweine Leichen" — bevor ihr offiziell irgendjemand gesagt hat, dass Fabian verschwunden ist. Der Tatort lag in der Nähe einer Schweinesuhle. Gegenüber einer Person äußert sie, sie verstehe nicht, dass um Fabian so ein Gewese gemacht wird, es würden ja ständig Kinder sterben.
Am Tattag schrieb die Angeklagte um 20:50 Uhr an eine Person namens Christian D., dass das Opfer abends allein zu Hause sei, wenn es krank sei. Telefongespräche am 17. und 18. Oktober deuten auf Wissen über belastende Umstände hin, deren Inhalt jedoch nicht bekannt ist.

Verhalten nach der Tat
Am Tag nach der Tat führte die Angeklagte Gespräche über ein mögliches Alibi — zu einem Zeitpunkt, als außer dem Täter noch niemand wusste, dass das Opfer tot und nicht lediglich vermisst war. Am 13. Oktober führt sie nachts zwei Männer zur Leiche — sie weiß exakt, wo sie liegt, an einem Ort, den laut Nachbarn kein Mensch einfach so anläuft, 13 Kilometer von ihrem Dorf entfernt. Einer der Männer fühlt sich später ausgenutzt. Sie versucht außerdem, Schuhe bei ihm zu deponieren — möglicherweise Schuhe mit Tatortabdrücken, denn Fußspuren des Opfers und der Täterin wurden an mehreren Stellen rund um den Tatort gefunden. Am 14. Oktober führt sie eine Freundin dorthin und inszeniert eine zufällige Entdeckung. Die Freundin besteht auf die Polizei — das nimmt Gina die Kontrolle aus der Hand.
Bei der Auffindung äußerte sie gegenüber Polizisten, dass ihre Spuren am Tatort zu finden sein würden.

Die einzige Gegenstory der Verteidigung
Die einzige Gegenstory der Verteidigung ist, der Jäger Christian D. habe ihr gesagt, am Tümpel liege eine Plastik- oder Sexpuppe — weshalb sie dorthin gefahren sei. Selbst wenn das stimmt, erklärt es nicht eine einzige der oben genannten Spuren. Nicht die neun Minuten in der Schweriner Straße. Nicht das Handy. Nicht den Zeugen bei Zehna. Nicht die Fasern unter dem Daumennagel. Nicht die Googlesuchanfragen vor der offiziellen Vermisstenmeldung. Nicht Olaf L. und seinen Mitarbeiter auf dem Tümpelweg. Und nicht die 500 bis 600 Milliliter, die in ihrer Grillanzünderflasche fehlen.

Fehlende Entlastung
Die Angeklagte hat mehrfach angekündigt oder angedeutet, entlastende Beweise vorlegen zu können — etwa einen „gleichen" Pullover ihres Sohnes, Fahrten für die Großeltern zur Bank oder ein Alibi. Keine dieser Behauptungen wurde je belegt oder entsprechendes Material vorgelegt. Darüber hinaus weisen die Angaben der Angeklagten zahlreiche innere Widersprüche auf. Sie konnte kein Alibi nachweisen. Zeugenaussagen ihres sozialen Umfelds — darunter der Vater und die Großmutter des Opfers — sowie Erkenntnisse zu ihrer psychischen Erkrankung runden das Bild ab.

Ein Alternativtäter ist nicht konstruierbar. Es gibt keine Person auf der Welt, die gleichzeitig Fabians Vertrauen besaß, seinen Aufenthaltsort kannte, diesen abgelegenen Tümpel kannte, ihre Fasern auf ihm hinterlassen hat — und spurlos verschwunden ist.
Die Indizienkette hat keine Lücke mehr. Das Gericht müsste jeden einzelnen Punkt gleichzeitig als Zufall, Irrtum oder Missverständnis werten. Das ist nicht möglich.
Der Prozess ist die formale Bestätigung von dem, was die Beweise seit Monaten sagen.
Toller Beitrag, lesenswert und gut ausformuliert.

„Wenn du Hufgetrappel hörst, denk an Pferde, nicht an Zebras“

Nicht immer ist die Lösung eines Rätsels abstrakt und versteckt.
Gerne würde ich einen ähnlich strukturierten Beitrag lesen (und auch würdigen), von den Foristen, die einen anderen Täter vermuten.
„Ein Geständnis ist nur das Eingeständnis, dass man schlecht gelogen hat.“
-Saul Goodman-
Linchen
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Registriert: Freitag, 29. Mai 2026, 14:02:15
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Linchen »

Die letzten beiden Verhandlungstage wurde viel über die großflächige Verbrennung gesprochen. Da hätte ich noch eine Frage bzgl der Polyesterfaser. Vielleicht kann die mir einer beantworten.
Laut Bericht soll nur eine Hand und ein Teil des Gesichts keine oder gerine Verbrennung aufweisen. Das Feuer wird mindestens 1,5 Std gebrandt haben. Wie kann da eine Polyesterfaser von der Reithose am Ärmelbündchen überleben? Hätte die Hitze aus den angrenzenden Bereichen nicht gereicht, dass die Faser schmilzt ohne direkten Feuerkontakt? Wurde darüber gesprochen, dass die Faser erst nach dem Brand dort hingekommen sein muss? Oder ist das tatsächlich möglich, dass die Faser so große indirekte Hitze übersteht?
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