_Gast hat geschrieben: ↑Samstag, 16. Mai 2026, 22:53:54
Fabian war 6 alt, als er das erste mal den
JugendClub (!) besuchte, dass schrieb @Kalle in dem Beitrag, auf welchen ich dann ja auch mein betreffendes Antwort.-Posting verfasst habe.
Du hängst dich viel zu sehr an dem Wort „Jugendclub“ auf und tust ja beinahe so, als wäre er dort das einzige Kind in dem Alter gewesen.
Ich gehe mal davon aus, dass du dir ein Bild von dem Club gemacht hast und gesehen hast, was dort für Aktivitäten für Kinder angeboten werden. Im Übrigen stehen die Kinder und Jugendlichen da natürlich unter Aufsicht von Erwachsenen.
Hier wird ja so getan, als wäre dies ein falsches Milieu für Kinder - ein dunkler Ort des Grauens.
Das ! hinter dem Wort „Jugendclub“, soll also wofür genau für dich stehen?
Das ist kein Club in dem Sinne, wo 14-jährige Silvester feiern und nicht mehr lebend rauskommen.
_Gast hat geschrieben: ↑Samstag, 16. Mai 2026, 22:53:54
Allerdings bleiben meine Fragestellungen bezüglich Fabians Abmeldung dennoch die Selben und haben keineswegs primär, etwas mit der Differenz zwischen dem Alter von 6 und 8 1/2 Jahren zu tun!
Kekse backen, Fußball spielen, Basteln, Singen, Umweltprojekte, Kochen, Sport, Werkeln, Naturausflüge usw.
Unterliegen diese Sachen neuerdings einer Altersbegrenzung?
Kinder von sechs Jahren sind keine Babys mehr - die können bei diesen harmlosen Sachen tatsächlich mitmachen.
Ich hab in der Vergangenheit schon mal geschrieben, dass seit zig Jahren beklagt wird, dass es zu wenig Freizeitangebote für Kids gibt.
Und dort machen sich Menschen Gedanken, schaffen Angebote, fördern Kinder und dann ist’s auch wieder nicht richtig.
Vielleicht sollte sich die Einrichtung in Kinder- und Jugendclub umbenennen, damit jedem klar wird, dass da keine kriminellen Geschäfte oder sonst was laufen, was man scheinbar nur der bösen Jugend zutraut.
Hier sind so manche völlig verwundert, über die Freizeitgestaltungen bei Kindern.
Sind sie doch schon kurz nach Schulschluss in Sportvereinen unterwegs, bei ehrenamtlichen Organisationen, Kirchengemeinden usw. Alles bereits teilweise sogar schon im Kindergartenalter möglich und immer unter Aufsicht von erwachsenen Betreuern und oft ohne ablenkende Eltern.
Mich nervt genau diese Polemik - als wären alle Rabeneltern, die ihrem Nachwuchs kindgerechte Freizeitaktivitäten außerhalb von Computerspielen ermöglichen.
Ja, Fabian hat blöde Handyspiele gespielt. Sein bester Kumpel aber auch. Und zehntausende andere Kinder auch.
Wir saßen damals doch sicherlich alle vor den dicken PC-Bildschirmen und haben Schießspiele gezockt und Sims-Figuren im Pool die Leiter geklaut.
Fabian ist aber zusätzlich viel Fahrrad gefahren, hatte Freude und Freunde im Jugendclub und er spielte im Fußballverein.
Er war also scheinbar kein Stubenhocker und wusste, was ihm Spaß macht - und dort hielt er sich auch gerne auf.
Und anscheinend hatte er mehr Freude im Club als im Hort. So what?
Und schaut endlich mal über den Tellerrand und projiziert nicht „das Böse“ in ältere Kids.
Auch Kinder lernen von Kindern – gemeinsam und keineswegs nur Negatives.
Dafür muss man nicht nur gleichaltrige Freunde haben. Sein zweiter Kumpel, der aussagte, ist 11 Jahre alt. Bestimmt ein Freund aus der „Alten Molkerei“. Kleine schauen gerne auf die Großen.
In vielen Vereinen ist es völlig normal, dass Größere die Kleinen an die Hand nehmen, ihnen Dinge erklären oder sogar Patenschaften übernehmen. Das bietet beiden Seiten einen enormen Lerneffekt und Mehrwert.
Also zusammenfassend: Ich verstehe diese ganzen Diskussionen um Hort und Jugendclub einfach nicht.