VERMISSTENFALL SYBILLE LARS - Diskussion

ÖFFENTLICHE DISKUSSION
darkstar69
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Re: VERMISSTENFALL SYBILLE LARS - Diskussion

Ungelesener Beitrag von darkstar69 »

Ich betrachte den Fall Sybille Lars als Femizid.

Denn ich gehe davon aus, dass Sybille die Nacht ihres Verschwindens nicht überlebte und in dieser Nacht getötet wurde. Sie musste meiner Vermutung nach sterben, weil sie sich nicht dem Willen eines Mannes und seiner Idee davon, wie Frauen sich zu verhalten und zu fügen haben, unterwarf. Er war gekränkt in seiner Männlichkeit und seiner Vorstellung von Beziehung zwischen Mann und Frau. Sybille wollte sich offenbar trennen. Es ging ihm einzig und alleine um seine eigenen Belange.

Es gab einen Beschuldigten im Fall Sybille Lars.
Sybille und ihr Ehemann hatten keine harmonische Ehe. Die Kinder wurden vom Ehemann auch nicht immer gut behandelt.
Es gab viel Alkohol. Es gab Aggressionen und Frustration.

Am Verschwindeabend, dem Gründonnerstag 8.4.2004, gab es Konflikte zwischen den Eheleuten.
Sybille hat später eine Freundin besucht. Das hat dem Ehemann nicht gefallen.
Dort hat sie mit einem Mann SMS geschrieben. Später habe ein Mann sie bei der Freundin aus der Wohnung gezerrt, gegen ihren Willen. Dieser Mann war beiden Frauen bekannt. Ein Zeuge sah, wie Sybille in ein Auto (3er BMW) einstieg, gegen ihren Willen. Danach wurde Sybille nie wieder gesehen, ihre Leiche wurde nie gefunden.

https://www.podcast.de/episode/67129398 ... er-fall-73

https://www.podcast.de/episode/67587271 ... tlungen-74

Der Sohn ist noch heute sehr von diesem Schicksal der Mutter und damit auch der Familie geprägt. Er versucht weiterhin, das Schicksal und das Leiden und den Verbleib seiner Mutter zu klären. Er sucht seine Mutter. Er möchte, dass seine Mutter und ihr Schicksal nicht vergessen werden. Er möchte sie beerdigen, vernünftig bestatten und eine letzte Ruhestätte für die Mutter. Dort wo er trauern und abschließen kann, seinen Frieden findet.

Auch heute ist der Ablageort von Sybilles Leichnam nicht bekannt. Sybille ist irgendwo, wo weiß nur der Täter. Er hat die Kontrolle und Macht über Sybille behalten.

Sybille hat Schwestern, Kinder und heute Enkelkinder, Neffen und Nichten. Wie geht es ihnen mit dem Schicksal von Sybille, dem Femizid an Sybille?

Eine von Sybilles Schwestern hat das Gespräch mit dem Sohn gesucht und ihn erst darauf gebracht, über die Familie und deren Dynamik nachzudenken, die Situation und das Geschehen neu zu beurteilen, alles zu hinterfragen. Diese Schwester hat ihn darauf gebracht, dass Sybilles Ehemann eine tragende Rolle spielen könnte. Der Sohn steht also in der Familie nicht alleine da, mit der Ansicht, dass sein Stiefvater der Täter am Femizid und der mutmaßliche Mörder seiner Mutter sein könnte.

Der Ehemann, hat Sybille nicht als vermisst melden wollen, er hat nicht nach ihr gesucht, hat sich bei den Vernehmungen in Widersprüche verwickelt, hat sich für andere irrational verhalten, hat den Stiefsohn aus der Wohnung geworfen, hat alternative Theorien zu Sybilles Schicksal entwickelt, hat für einen Anwalt und Schweigen gegenüber der Polizei gesorgt. Er hat sich um seine Sicherheit gekümmert, nicht um die Sicherheit der beiden Kinder und um den Verbleib von Sybille.

Wie ist die Familie damit umgegangen über all diese Jahre? Wurde das Thema aufgearbeitet und reflektiert? Wurde das Thema offen in der Familie oder mit der Polizei besprochen und analysiert? Offenbar nicht. Der Elefant steht im Raum und keiner spricht darüber? Die Familie spricht nicht miteinander? Aber die Tante hat den Sohn dennoch angesprochen. Das Thema ist also präsent.

Das Schicksal von Sybille ist in der Familie demnach auch nicht aufgearbeitet? Ist Sybille noch präsent oder nur der mutmaßliche Täter?

Ich denke, wenn man Sybille finden und ihr Schicksal klären möchte, muss man an diesem Punkt ansetzen. Man muss das Geschehen in der Nacht zum 9.4.2004 und in den Folgetagen ergebnisoffen und realistisch aufarbeiten. Nur wenn man den mutmaßlichen Tatverdächtigen als Täter konkret und tragfähig ausschließen kann und wenn man konkrete und tragfähige Hinweise für andere Ansätze findet, kommt man weiter oder man überführt den Tatverdächtigen als Täter. Nur so kann der Tatverdächtige/Beschuldigte entlastet oder belastet werden. Beides wäre gut, so kommt man weiter. Stillstand ist nicht gut. Das alleinige Ziel muss die Aufklärung von Sybilles Leid und Verbleib sein und dass Sybille Gerechtigkeit widerfährt. Die Aufmerksamkeit und das Beistehen gehören Sybille.

Was kann die Familie tun, um Sybille zu finden?
Was kann die Polizei tun, um Sybille zu finden?

Ich denke, nicht nur der Sohn, sondern auch die Tochter und das damals ungeborene Enkelkind, und eben auch Sybilles Schwestern haben ein großes Interesse daran, Sybille zu finden und zu klären, was damals am 8. auf den 9. April 2004 wirklich passierte. Das muss dann ehrlich und aus heutiger Sicht neu beleuchtet werden.

Die Familie kann das gemeinsam mit der Polizei sachlich tun und beide können sich gemeinsam unvoreingenommen mit dem Geschehen auseinandersetzen. Beide haben ein Interesse daran, die wirkliche Wahrheit und Sybille zu finden.

Die Polizei kann neue und moderne Methoden anwenden, um neue Ermittlungsansätze zu generieren oder um Ermittlungsergebnisse zu erhalten. So könnte der wahre Täter belastet werden, wer immer er auch ist. So könnte Sybille gefunden werden, und das wäre auch schon ein wesentlicher Erfolg.

Die Polizei könnte eine neutrale operative Fallanalyse durchführen lassen und so neue Einblicke zum Fall gewinnen und Blickwinkel erweitern oder bestärken oder einen neuen Fokus setzen.

Aber der Dreh- und Angelpunkt im Schicksal, Leid und Verbleib von Sybille und damit im Schicksal und Leide der Familie, besonders der Kinder und Enkelkinder ist für mich, das Geschehen am Tattag und die damit verbundene Be- oder Entlastung des tatverdächtigen Ehemannes. Wenn man an diesem Punkt nicht weiterarbeitet, wird sich nichts mehr tun. Dann hat Sybille verloren. Dann hat die Familie Sybille für immer verloren.

Wie kann man diesen Punkt voranbringen und Antworten finden? Sybille finden?
Anonym

Re: VERMISSTENFALL SYBILLE LARS - Diskussion

Ungelesener Beitrag von Anonym »

Woher hast du die ganzen Informationen, kanntest du die Familie persönlich?
darkstar69
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Re: VERMISSTENFALL SYBILLE LARS - Diskussion

Ungelesener Beitrag von darkstar69 »

Anonym hat geschrieben: Sonntag, 19. April 2026, 23:34:48 Woher hast du die ganzen Informationen, kanntest du die Familie persönlich?
Guten Morgen

Danke Dir für die Nachfrage. Welche genauen Informationen meinst Du?

Die meisten Informationen habe ich aus dem Podcast, da spricht ja der Sohn selbst.
Dann aus Aktenzeichen xy und den Medien.

Teilweise ist es selbstverständlich meine subjektive Einordnung. Habe ich dabei einen Fehler gemacht?
Siehst Du etwas anders?
darkstar69
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Re: VERMISSTENFALL SYBILLE LARS - Diskussion

Ungelesener Beitrag von darkstar69 »

@Anonym
Ergänze oder verbessere meine Ausführungen ruhig. Ich bin auch dankbar für Anregungen zur Diskussion, wie man Sybille finden kann. Was kann man dafür tun?

Ich denke, das Ziel sollte sein, Sybille zu finden und sie zu beerdigen, damit die Familie abschließen, trauern und Ruhe finden kann, Sybille an einem Ort ist, den der Täter nicht ausgesucht hat.

Dennis K berichtet ja darüber, dass er Frieden finden möchte. Er schildert, wie die Situation ihn belastet und was er sich wünscht. Er möchte seine Mutter finden und abschließen. Es geht ihm gar nicht so sehr um den Täter, der aufgrund der Verjährung sowieso nicht mehr verurteilt werden würde. Es geht ihm nur um die Wahrheit und den Frieden, wo seine Mutter ist.

Der Täter hat Dennis K aber sehr viel Leid zugefügt und sein gesamtes Leben verändert, als er ihm die Mutter nahm. Er hat über die gesamte Familie viel Leid gebracht. Die Kinder mussten alleine erwachsen werden und zurecht kommen, die Enkel müssen nun ohne Oma aufwachsen. Sybille fehlt überall.

Mir ist wichtig, die Wahrheit zu finden, damit der wirkliche Ort an dem Sybille ist, gefunden und das wahre Schicksal von Sybille geklärt wird. Dennis K und die Familie haben das Interesse, diese Wahrheiten zu kennen und sie haben es verdient. Dafür fehlen aber die Aussagen von einem oder mehreren Hinweisgebern/Zeugen oder das Geständnis des Täters. (Diese könnten sich diskret oder anonym an das HET - Forum wenden oder an den Sohn oder oder. Sie hätten heute ja aufgrund der Verjährung keinerlei Risiko, sich zu äußern).

Deswegen ist mir wichtig, dass die Ermittlungen wieder aufgenommen werden, um Hinweisgeber bzw Zeugen zu finden, Sybille zu finden oder den Täter zum Reden zu bewegen. (Wenn sie sich nicht von selbst melden) Die Ermittlungen sollten offen in alle Richtungen ermitteln, um die Wahrheit und Sybille zu finden. Das beinhaltet aber auch, dass die Wahrheit tatsächlich offen gesucht werden muss. Dennis K möchte die Wahrheit wissen.

Der Täter ist feige und unehrlich. Gegenüber sich selbst, gegenüber Sybille, gegenüber Dennis K und gegenüber der Familie. Er schuldet es Dennis K und der Familie, den Ort, an dem Sybille ist, preis zu geben. Das hat nicht er zu entscheiden, das hat die gesamte Familie gemeinsam zu entscheiden, wo Sybille beerdigt ist. Er hat das über den Kopf der Familie hinweg für sich und gegen den Willen von Sybille entschieden. Er hat über den Kopf von Sybille hinweg entschieden, ob und wie sie leben darf. Ein klassischer Femizid.

Der Täter hat viele Entscheidungen über den Kopf der Familie hinweg getroffen. Er sollte ihnen wenigstens die Wahrheit zum Schicksal und Verbleib von Sybille gönnen, so ehrlich sollte er sich und der Familie gegenüber sein. Diese Eier sollte er haben. Er hat entschieden, Sybille das Leben und der Familie Sybille zu nehmen. Er sollte sie der Familie zurück geben und zu seinem Fehler stehen. Ihm passiert doch sowieso nichts mehr. Dann wenigstens das. Offenbar fühlt er sich Manns genug, der Familie die Mutter, Oma, Tante, Schwester zu nehmen, ist aber nicht Manns genug, sie ihnen zurück zu geben. Es ist Zeit, dass er endlich Verantwortung übernimmt.

Egal, wer denn der Täter ist, das sollte er heute wenigstens tun, wenn er denn heutzutage schon unbehelligt weiter leben darf. Sollte tatsächlich der Ehemann/Stiefvater der Täter sein, dann hat er erst recht die Pflicht und Schuldigkeit Dennis K und der Familie, also seiner eigenen Familie, gegenüber ehrlich zu sein und ihnen die Mutter, Oma, Schwester, Tante zurück zu geben. Dennis K und die Familie sind genauso wie Sybille für immer behelligt. Dennis K hat sehr eindrücklich geschildert, wie er gelitten hat und heute noch leidet. Das Leid wird für alle erst ein Ende haben, wenn diese Ungewissheit weg ist, die Trauer abgeschlossen werden konnte, Frieden eingekehrt ist, Sybille würdig beerdigt ist.

Deswegen hat Dennis K und haben Sybilles Tochter, Enkel, Schwestern, Neffen/Nichten ein Recht auf und ein Interesse an der wirklichen Wahrheit.
Dazu müssen alle Wege genutzt werden, Sybilles Schicksal zu klären, mögliche Tatverdächtige zu entlasten oder zu überführen oder den wahren Täter zu belasten und zu überführen (wenn er nicht selbst redet). Die Ermittlungen, Sybille zu finden, kommen nur voran, wenn der wahre Täter spricht oder Hinweisgeber endlich aussagen. Wenn der TV nicht der Täter ist, muss mit allen Mitteln daran gearbeitet werden, dass er entlastet und nach dem wahren Täter gesucht wird, gerade weil dieser heute nichts mehr zu befürchten hat. Dafür braucht es Ermittlungen. Ohne Ermittlungen, ohne Aussagen, ohne Sybille zu finden, bleibt alles beim Alten, nur Leid und Fragen und Spekulationen, nur Ungewissheit. Das Ziel muss bleiben, davon wegzukommen und den Stillstand zu beenden, dass Sybille gefunden wird und das Leid ein Ende hat. So kann Sybille angemessen und würdig beerdigt werden und alle, also die gesamte Familie, kann sie besuchen und an diesem Ort gemeinsam trauern und Abschied nehmen. Das hat Sybille verdient, das würde endlich Sybilles Gedenken gerecht. Sybille sollte stets im Fokus stehen. Ihr gebühren das Andenken und der Beistand.
alias69
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Re: VERMISSTENFALL SYBILLE LARS - Diskussion

Ungelesener Beitrag von alias69 »

Ja, diese Tat war ein Femizid und ja, SL lebt sicherlich seit dieser Nacht nicht mehr!

Und ja, der Täter ist feige und besitzt nicht "die Eier", die Verantwortung für seine Handlungen zu übernehmen, und ist "nicht Manns genug", SL ihr Recht auf eine ordentliche Beerdigung zuzugestehen und DK den Ort zu nennen, an dem er seine Mutter findet.

Und ja, die Familie hat das Recht darauf, SL dort zu begraben, wo sie es zusammen auswählen. Und ja, die Kinder haben ein Recht darauf, SL wieder zu bekommen und die Enkel haben ein Recht darauf, von ihrer Oma zu erfahren und sie zu besuchen.

Und ja, es ist eine Schande, dass der Täter heutzutage ungeschoren davon kommt. Da könnte er sich mal äußern, z.B. über einen Anwalt. Aber auch Mitwisser haben nichts mehr zu befürchten und melden sich hoffentlich endlich.

Ich finde, die Polizei müsste nochmal alle Familienmitglieder befragen und diese aus heutiger Sicht beschreiben lassen, was damals und bis heute passiert ist. Ich finde es besonders schade, dass die Familie nicht zusammen daran arbeitet, "die Wahrheit" über die vermisste SL herauszufinden. Ich glaube wirklich, die "Wahrheit" könnte gerade heute noch gefunden werden. SL könnte dann durch ihre Familie begraben werden. Darauf kommt es doch an!
darkstar69
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Re: VERMISSTENFALL SYBILLE LARS - Diskussion

Ungelesener Beitrag von darkstar69 »

@Anonym
Wenn Du Fragen oder Anmerkungen haben solltest, frag ruhig oder merke an. Auch gerne als PN.

Ich frage mich ja, ob es Mitwisser gibt. Oder ob es jemanden gibt, der oder die ahnt, was passiert ist und sich nicht traut, es auszusprechen.
Eigentlich bin ich mir sicher, dass es da jemanden geben könnte. Mindestens eine Person, die das Verhalten des Täters damals sehr merkwürdig fand und daher ahnt oder es gar weiß, wer er ist. Vielleicht ahnt diese Person dann sogar, wo Sybille ist. Ich kann es mir sehr gut vorstellen, dass es da mindestens eine Person geben könnte.

Vielleicht hat der Täter sich offenbart oder eine besonders eng stehende Person hat irgendwelche Einblicke erhalten oder macht sich Gedanken.

Sybilles Schwester macht sich ja offenbar auch so ihre Gedanken und hat diese mit dem Sohn geteilt, wodurch er angeregt wurde, den Fall neu zu überdenken. Ich weiß nicht, was innerhalb der Familie besprochen wird, was passiert sein könnte. Aber eine Mutter oder Oma oder Schwester usw fehlt ja überall, da wird auch mal offen an Sybille gedacht und über ihr Schicksal gesprochen werden. Oder?
Der Sohn sagte ja, er habe weiter keinen Kontakt mehr. Mit ihm wird also nicht gesprochen? Wir wissen es nicht.

Jede einzelne Person in der Familie wird ja eine Art Theorie haben, was Sybille zugestoßen und passiert ist. Vielleicht gibt es darüber hinaus auch eine Person, die mehr weiß?
darkstar69
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Re: VERMISSTENFALL SYBILLE LARS - Diskussion

Ungelesener Beitrag von darkstar69 »

Stilstand ist nicht gut, um Sybille zu finden. Stillstand hilft Sybille nicht. Stillstand hilft ausschließlich dem Täter.

Was können diejenigen, die keinen Stillstand wollen, tun, um diesen zu beenden oder zu verhindern?

Ich denke, es beginnt mit Kommunikation.
Es müssen die richtigen Fragen gestellt werden, um die richtigen Antworten zu bekommen.
Wenn man keine Antworten sucht, wird sich nichts ändern und der Täter kann zufrieden weiter leben, während Sybille irgendwo versteckt verscharrt liegt. Dann wird die Familie Sybille nicht finden. Ich gehe davon aus, die Familie möchte Sybille finden und an einem Ort beerdigen, den nicht der Täter ausgesucht und unter Kontrolle hat.

Sybille musste sterben, weil sie nicht wollte, was der Täter wollte. Sie musste sterben, weil sie eine Frau war und sich der Macht des Täters entziehen, keine Kontrolle mehr erdulden und sich trennen wollte.
Denn Jahre später änderte die Freundin ihre Aussage bei der Polizei und gab an, dass Sybille Lars von einem Mann aus der Wohnung in der Vahr gezerrt worden sei. Ein Zeuge will zudem gesehen haben, wie eine Frau in einen schwarzer 3er-BMW gezerrt worden sei, der dann davonfuhr. War es ihr Ehemann?

Doch was dieser gegenüber seinem Stiefsohn erzählte, war wiederum anders: Er sei am Abend des Verschwindens seiner Frau irgendwann im Wohnzimmer vor dem Fernseher eingeschlafen. Am nächsten Morgen habe er mit der Freundin von Sybille telefoniert, nachdem sie nicht nach Hause gekommen war. Die Freundin soll behauptet habe, Sybille habe bei ihr übernachtet und würde noch schlafen. Bis heute ist unklar, was sich in der Nacht wirklich abgespielt hat.
Für Dennis Krückemeyer bleiben viele offene Fragen. Er erzählt im Podcast "Licht ins Dunkel", dass der beschriebene BMW auf den Wagen seines Stiefvaters zutraf. Auch sei das Verhalten seines Stiefvaters nach dem Verschwinden seiner Mutter "sehr suspekt" gewesen. Der Ehemann geriet ins Visier der Ermittlungen, galt als tatverdächtig. Doch zu einer Anklage kam es nie.
Dennis Krückemeyer gibt nicht auf. Er will wissen, was mit seiner Mutter passiert ist. Auch wenn er nicht glaubt, dass sie noch lebt. Im Frühjahr hat er eine Spendenkampagne gestartet, um Geld zu sammeln. Er will mithilfe einer speziellen Leichenspürhund-Staffel nach Sybille Lars' sterblichen Überresten suchen lassen. Auch offiziell ist der Fall nicht abgeschlossen.
https://bremen.t-online.de/region/breme ... mord-.html

Dennis Krückemeyer stellt Fragen und möchte Antworten! Er möchte seine Mutter zurück. Der Täter verwehrt es ihm.

Kommunikation und Fragen zu stellen ist der Weg, Sybille zu finden. Fragen an den Täter, Fragen an die Polizei. Fragen an die Familie. Antworten für alle.

Ich denke, ohne Kommunikation kommt man nicht weiter. Dann bleibt Stillstand.
Alle bisherigen Thesen müssen ehrlich und offen neu beleuchtet werden. Wenn man Thesen bestärken oder verwerfen kann, wird Platz für neue Thesen. Wenn man Tatverdacht bekräftigen oder entlasten kann, kommt man weiter, wird Stillstand vermieden. Wer Stillstand sucht, ist verdächtig.
Wer keine Antworten sucht, hilft dem Täter. Antworten können entlasten und belasten. Wen man Tatverdächtige entlastet, kann man den wahren Täter finden. Wer keine Antworten sucht, kann nicht entlastet werden. Der Täter sucht keine Antworten. Der Täter sucht Stillstand, Schweigen, Vergessen. Sybille ist nicht vergessen.
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