Ich überlege, wenn ich mit leerem Akku (dessen war sie sich völlig bewusst) aus dem Pub gehe und dann auf jemanden treffe, mit dem ich unerwartet doch noch etwas Zeit verbringen möchte, unter welchen Umständen würde ich denn dann eine SMS überhaupt schreiben? Doch nur, wenn ich wüsste, dass sie auch verschickt wird und noch raus geht. Also muss ihr ja jemand einen Akkutausch angeboten haben und sie muss noch in der Lage gewesen sein, die SMS zu verschicken und das auch gewusst haben.
Ich bin mir sicher, dass dem Täter schwer auf den Zeiger ging, dass Nieheim ins Visier rückte und er das gerade rücken wollte mit den ständigen Aufenthalten in Paderborn und dass das so nicht geplant war. Also kann man ausschließen, dass sie die SMS zum Zeitpunkt 0.49 aus der Funkzelle aktiv gesendet hat, das hätte der Täter 1. nicht zugelassen und 2. hätte Frauke C niemals so lange warten lassen.
Also hat sie die SMS früher geschrieben. Ich denke, sie wird zum Täter gesagt haben: Ich schreib noch eben C, dafür reicht mein Akku noch aus, dann weiß er, dass ich etwas später komme. --> Die SMS schrieb sie, bemerkte aber vllt gar nicht, dass sie gar nicht versendet wurde. Er später als der Täter ihr Handy geladen hat und eingeschaltet, geht die SMS dann raus. Das und nur das ist der Auslöser dafür, dass er in den folgenden Tagen ein Problem hat und mit ihr durch die Gegend fährt.
Vielleicht hat der Täter ihr da schon gesagt, sie solle aber nicht schreiben, dass sie mit ihm Zeit verbringt, "sonst reden die Leute wieder über uns oder sowas in der Art, behalte das mal für dich, ich will nicht, dass Gerüchte entstehen." Denn, dass sie nicht schreibt, wo sie ist oder mit wem, das sieht ihr ja dann doch nicht ganz ähnlich, während der Rest der SMS sehr authentisch ist und absolut nach ihr klingt und bestimmt von ihr formuliert wurde. Sie wirkt auch glücklich und gelöst, d.h. sie wird auf jemanden gestoßen sein, den sie sehr gerne mochte. Da gab es so viele Männer ja gar nicht zu dieser Zeit, auf die das zutraf.
Frauke war ja mitteilungsbedürfitg und offen, sie informiert sogar C über den Spielausgang und das nachfolgende Match und sowas. Es ist sehr untypisch, dass sie aber die zwei wichtigsten Dinge in ihrer SMS an C nicht mitteilt: 1. wohin sie mit wem geht und 2. wann sie plant nach Hause zu kommen.
Mindestens 2. wäre für ihn ja die wichtigste Information gewesen, die sie ihm vorenthält. Weshalb könnte sie ihm verschwiegen haben, wieso sie später kommt und wann sie nach Hause zu kommen plant?
Typischerweise würde man schreiben: Ich bleib noch ne Stunde/ich zieh mit I noch weiter/die Anderen wollen noch hier hin/glaub ich geh da noch mit/brauche noch ne halbe Stunde/beeil mich, bin Mitternacht daheim/sei nicht sauer, bei mir wirds später, weil... Stattdessen schreibt sie völlig offen "komme später" und das bereist vermeintlich um kurz nach 23 Uhr.
Mit eigenem Schlüssel könnte man das abhaken. Aber sie wusste, dass er auf sie wartet.
MORDFALL LIEBS -- Diskussion
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Trodat5203
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Ach HHmoin, dass das gerade von dir kommtHHmoin hat geschrieben: ↑Mittwoch, 04. März 2026, 08:16:20 @Trodat5203
Das hätte man auch normal formulieren können..
sɹǝpuɐ lɐɯ ǝƃuıp ǝıp ǝʇɥɔɐɹʇǝq
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Gast11111
Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Also wie ich es verstanden habe kam ihr letzter Ex aus Schwalenberg? Was ja nur 19 min von Nieheim entfernt ist.
Hat sie ihn an dem Abend spontan getroffen? Und deswegen in der SMS nicht geschrieben mit wem sie noch unterwegs ist.
Vielleicht wollte er sich noch aussprechen oder konnte nicht akzeptieren, dass Schluss ist und dann ist irgendwas eskaliert...
Leider weiß man nichts über ihn, warum haben sie sich getrennt usw...
Ich denke jedenfalls immer noch, dass es jemand war den sie kannte.
Hat sie ihn an dem Abend spontan getroffen? Und deswegen in der SMS nicht geschrieben mit wem sie noch unterwegs ist.
Vielleicht wollte er sich noch aussprechen oder konnte nicht akzeptieren, dass Schluss ist und dann ist irgendwas eskaliert...
Leider weiß man nichts über ihn, warum haben sie sich getrennt usw...
Ich denke jedenfalls immer noch, dass es jemand war den sie kannte.
Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Hätte ihr letzter Ex- oder ExEx sie hin und wieder mal kontaktiert, weil er sich aussprechen wollte, hätte sie davon sicherlich jemandem erzählt. Das hätte ihre Schwestern, Freundin und Mutter gewusst. Frauke hätte sich nicht spontan um 23 Uhr entschlossen, sich noch mit einem Ex auszusprechen, der in ihrem Leben gar keine Rolle mehr spielte und dafür C. warten lassen.
Natürlich war es jemand, den sie kannte, aber auch jemand, der ihr am Herzen lag und der es ihr wert war, in diesem Moment unzuverlässig zu sein und C warten zu lassen.
Natürlich war es jemand, den sie kannte, aber auch jemand, der ihr am Herzen lag und der es ihr wert war, in diesem Moment unzuverlässig zu sein und C warten zu lassen.
Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Wenn ihr Zeit habt, schaut euch bitte auf Netflix die neue Dokumentation “Ein Freund, ein Mörder” an. Es geht um einen Fall aus Dänemark.
Der Täter ist recht attraktiv, hat einen Freundeskreis, feiert gerne, geht aus, bleibt aber immer desinteressiert an Frauen/Beziehungen.
Er entführt und tötet im Alter von 32 eine junge Frau, eine weitere wird nach Entführung noch lebend gefunden. Ich möchte gar nicht spoilern, darum geht es gar nicht, sondern um den Charakter des Täters in diesem Fall. Bei mir ruft es starke Assoziationen mit einem TV hervor.
Aus dem Freundeskreis konnte sich später niemand vorstellen, dass er so etwas getan hatte. Auch erscheint nicht klar, weshalb er sich junge Frauen/Jugendliche Mädchen suchte, im echten Leben aber an Frauen völlig desinteressiert war und noch nie eine Beziehung hatte und scheinbar auch keine wollte. Zwischenmenschliches scheint ihm völlig fremd. Außer: Sein bester Freund, an ihm klammerte er sehr.
Er quälte die Mädchen sadistisch und hielt sie wohl einige Tage bei sich im Haus gefangen. Nach den Entführungen fuhr er die Mädchen wohl einige Stunden in seinem Kofferraum herum und verhielt sich währenddessen relativ unscheinbar. Es wurde vermutet, er fuhr direkt mit einem gerade entführten Mädchen im Kofferraum auf eine Party und sie lag die ganze Zeit über einfach im Auto. Seine Freunde benutzte er oft als Alibi für seine Taten. Bezeichnet wurde sein Leben auch als die perfekte soziale Tarnung. Wenn er nach einer Tat zu einem Freund fuhr, konnte er später aussagen: Wie sollte das denn gegangen sein? Soll ich jemanden entführen und 15 Minuten später mit meinem Freund ein Bier trinken gehen und das Mädchen liegt dann stundenlang in meinem Kofferraum?
Das geht doch nicht, denkt man. Und meint, das sei ein Alibi. Aber es ging ja doch.
Hätte es keine Videoaufnahmen gegeben (von überwiegend Privatpersonen und dem Bahnhof) hätte man den Täter übrigens bestimmt niemals gefunden. Am Opfer verfügbare DNA konnte damals auch nicht mehr verwendet werden. Obwohl 650 Personen vernommen wurden, gab es keinen Anhaltspunkt außer zufällig zwei, drei Videosequenzen, die über die Jahre ein Bild ergaben. Er wäre bis heute unentdeckt, im kleinen Dänemark, hätte es kein Filmmaterial gegeben hätte man ihn niemals überführen können.
Ist eine spannende Doku, wenn ihr Zeit habt, schaut rein, mich würde euer Eindruck interessieren. Ich musste die ganze Zeit an Frauke denken.
Der Täter ist recht attraktiv, hat einen Freundeskreis, feiert gerne, geht aus, bleibt aber immer desinteressiert an Frauen/Beziehungen.
Er entführt und tötet im Alter von 32 eine junge Frau, eine weitere wird nach Entführung noch lebend gefunden. Ich möchte gar nicht spoilern, darum geht es gar nicht, sondern um den Charakter des Täters in diesem Fall. Bei mir ruft es starke Assoziationen mit einem TV hervor.
Aus dem Freundeskreis konnte sich später niemand vorstellen, dass er so etwas getan hatte. Auch erscheint nicht klar, weshalb er sich junge Frauen/Jugendliche Mädchen suchte, im echten Leben aber an Frauen völlig desinteressiert war und noch nie eine Beziehung hatte und scheinbar auch keine wollte. Zwischenmenschliches scheint ihm völlig fremd. Außer: Sein bester Freund, an ihm klammerte er sehr.
Er quälte die Mädchen sadistisch und hielt sie wohl einige Tage bei sich im Haus gefangen. Nach den Entführungen fuhr er die Mädchen wohl einige Stunden in seinem Kofferraum herum und verhielt sich währenddessen relativ unscheinbar. Es wurde vermutet, er fuhr direkt mit einem gerade entführten Mädchen im Kofferraum auf eine Party und sie lag die ganze Zeit über einfach im Auto. Seine Freunde benutzte er oft als Alibi für seine Taten. Bezeichnet wurde sein Leben auch als die perfekte soziale Tarnung. Wenn er nach einer Tat zu einem Freund fuhr, konnte er später aussagen: Wie sollte das denn gegangen sein? Soll ich jemanden entführen und 15 Minuten später mit meinem Freund ein Bier trinken gehen und das Mädchen liegt dann stundenlang in meinem Kofferraum?
Das geht doch nicht, denkt man. Und meint, das sei ein Alibi. Aber es ging ja doch.
Hätte es keine Videoaufnahmen gegeben (von überwiegend Privatpersonen und dem Bahnhof) hätte man den Täter übrigens bestimmt niemals gefunden. Am Opfer verfügbare DNA konnte damals auch nicht mehr verwendet werden. Obwohl 650 Personen vernommen wurden, gab es keinen Anhaltspunkt außer zufällig zwei, drei Videosequenzen, die über die Jahre ein Bild ergaben. Er wäre bis heute unentdeckt, im kleinen Dänemark, hätte es kein Filmmaterial gegeben hätte man ihn niemals überführen können.
Ist eine spannende Doku, wenn ihr Zeit habt, schaut rein, mich würde euer Eindruck interessieren. Ich musste die ganze Zeit an Frauke denken.
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