2-FACH DOPPELMORD IM STAATSFORST GÖHRDE, NIEDERSACHSEN, 1989

ÖFFENTLICHE DISKUSSION
Fälle in Foren: Truus & Harry Langendonk (Doppelmord im Chiemgau)

Fälle in Themen: Göhrde-Morde, Der Tod von Kris Kremers u. Lisanne Froon, Doris Seyffarth, YOG'TZE-Fall
darkstar69
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Re: 2-FACH DOPPELMORD IM STAATSFORST GÖHRDE, NIEDERSACHSEN, 1989

Ungelesener Beitrag von darkstar69 »

Lucky Luciano hat geschrieben: Samstag, 21. Februar 2026, 15:15:58 Ja.

Du schreibst: "Du weißt also lebensnah und mehrseitig, wie es ist, jemanden in den Kopf zu schießen?"

Was stimmt denn mit Dir nicht @darkstar69??? Was schreibst Du denn hier???
Liest Du eigentlich, was Du schreibst und hörst Du, wie Du schreibst?

Ich habe konkreten Bezug auf Deinen Wortlaut genommen:
Lucky Luciano hat geschrieben: Samstag, 21. Februar 2026, 14:10:06 Deine Ausführungen zu Schüssen in den Kopf sind einseitig dargestellt und nicht lebensnah.
Könntest Du mir konkret und sachlich erläutern, was lebensnah für Dich bedeutet? Ich oute mich: Ich weiß nicht, wie es lebensnah ist, wenn man mir in den Kopf schießt oder wenn ich jemandem in den Kopf schieße oder durch Kopfschuss hinrichte. Aus Deinem Wortlaut entnehme ich, dass Du hingegen weißt, wie es lebensnah ist. Also, wie ist es in Wirklichkeit?
Hbs900
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Re: 2-FACH DOPPELMORD IM STAATSFORST GÖHRDE, NIEDERSACHSEN, 1989

Ungelesener Beitrag von Hbs900 »

Hbs....
Ich weiss schon, warum ich im Februar 2014 meinem damaligen wachsamen u. Kräftigen Hund Hund nicht zugemutet hatte, nach dem halt an der Forsthaus Bus Haltestelle in der goehrde auf den seitlichen kleinen Parkplatz anzuhalten U. Ihm einen Waldspaziergang Richtung Kellerberg zu. Gönnen..
Ich dachte damals...wer weiß was ich da im goehrde Wald .für einen eigenartigen, gefährlichlich denkenden Mann antreffen kann, der mir den Rückzug zu meinem Fahrzeug verhindert.
Wenn ich hier mitlese,,,,gerade die letzten Zeilen einzigartig....oder versucht
ein Profi Detektiv sein unbekanntes wissen mit aller Macht zu festigen.
Die goehrde Morde haben Geheimnisse hinterlassen.
Das fing schon damit an, das ich nie begriffen habe....das damals dort einst ein zweifacher Doppelmörder sein perverses leben in seiner Gedankenwelt erfüllte u. Im Zeitraum danach in den Autos seiner Opfer umherfuhr..in beiden Fällen passt kaum ein Motiv zum morden.
Noch etwas anderes
Mein jetziger Hund ist auch schon wieder 2;5 j. alt.
Er hat ein Fell ähnlich wie ein Schäferhund. Er verliert relativ viele Hundehaare....die an meiner wollhose U. Zb. An meinem cashmere Pullover aber auch z.b an einer Schurwolle Strickjacke wie ein Magnet extrem gut haften.....das gleiche passiert im Auto Zb. An Fußmatten oder velour stoffsitzen..
( Damals waren in den Opferautos zu 99 Prozent keine Ledersitze verbaut )

Nur mit viel fahrzeugpflege Zb. Langes aussagen, festes abbuersten...lassen sie sich die festsitzenden Haare mühevoll entfernen.
Das heißt für mich, wenn kww sein Hund 1989 noch mit ihm zusammen lebte, hätte er
mehr Hundehaare in den Fahrzeugen seiner Opfer verloren, wenn er sie persönlich noch genutzt hätte.....die der Polizei hätten aufgefallen waeren ...oder trug er nach Ermordung seiner Opfer glatte Berufsanzüge oder Papier einmal Anzüge. Ohne Anhaftung von Hundehaaren.
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Re: 2-FACH DOPPELMORD IM STAATSFORST GÖHRDE, NIEDERSACHSEN, 1989

Ungelesener Beitrag von Lucky Luciano »

Gast hat geschrieben: Sonntag, 22. Februar 2026, 09:56:03 Das alles ist das furchtbar traurig -und hätte nie passieren dürfen ! Ich denke da an das "Gesamtpaket", also Opfer, Hinter-
bliebene, auch die Ermittler, die vor solchen schwierigen Fällen stehen und nicht nicht wirklich - so scheint es jedenfalls der-
zeit- zu einem wirklichen Abschluss kommen , trotz aller Mühen.
Ob es im Bezug der Göhrde Morde noch zu einer Hauptverhandlung kommt, bleibt nach wie vor abzuwarten. Wenn ja, rechne ich jedenfalls nicht vor Ende diesen Jahres damit.
Gast hat geschrieben: Sonntag, 22. Februar 2026, 09:56:03Ob K.-W.W. der Täter war oder nicht, niemand hier sollte anderen "niedere Beweggründe" unterstellen, bei allen Spekulationen sollte daraus keine Feindschaft entstehen, das ist jedenfalls meine Meinung.

Gute Einstellung. Zudem hat ja jeder das Recht auf Irrtum.
Gast hat geschrieben: Sonntag, 22. Februar 2026, 09:56:03Dauernd neue "Dokus" und Podcasts zum Thema, im Grunde nichts Neues, nichts was wirklich weiterführen kann, mag sein das ich mich irre. Es ist allerdings teilweise wirklich hanebüchener Unsinn, was auf YT und in anderen Medien verbreitet wird, unseriös.
Wohl wahr!
Gast hat geschrieben: Sonntag, 22. Februar 2026, 09:56:03Und ja, ich hoffe immer noch auf das Buch von Lucky L. ! :)
Du wirst sicher nicht enttäuscht sein. ;-)
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Re: 2-FACH DOPPELMORD IM STAATSFORST GÖHRDE, NIEDERSACHSEN, 1989

Ungelesener Beitrag von Lucky Luciano »

Hbs900 hat geschrieben: Mittwoch, 25. Februar 2026, 05:18:54( Damals waren in den Opferautos zu 99 Prozent keine Ledersitze verbaut )
Es waren in beiden Autos Stoffsitze. Da liegst Du vollkommen richtig.

1989 waren es noch überwiegend die Fahrzeuge in den höheren Preisklassen, bei denen Lederausstattung üblich war. Du wirst Dich ja selber noch gut an Deine S-Klasse erinnern können, die vermutlich auch eine Lederausstattung besaß?! ;-)
Hbs900 hat geschrieben: Mittwoch, 25. Februar 2026, 05:18:54Nur mit viel fahrzeugpflege Zb. Langes aussagen, festes abbuersten...lassen sie sich die festsitzenden Haare mühevoll entfernen. Das heißt für mich, wenn kww sein Hund 1989 noch mit ihm zusammen lebte, hätte er mehr Hundehaare in den Fahrzeugen seiner Opfer verloren, wenn er sie persönlich noch genutzt hätte.....die der Polizei hätten aufgefallen waeren ...oder trug er nach Ermordung seiner Opfer glatte Berufsanzüge oder Papier einmal Anzüge. Ohne Anhaftung von Hundehaaren.
Die Idee mit den Hundehaare ist ja recht einfach zu verstehen. Findet man bei DNA Untersuchungen DNA Spuren eines Hundes bei mehreren Tötungsdelikten, die mit einer Hunde-DNA-Spur aus den Opferfahrzeugen der Göhrde Morde übereinstimmt, hofft man, im Bestfall, daraus einen Bezug zu Kurt Werner Wichmann als Täter herstellen zu können. Auch wenn ich die Idee als durchaus interessant einstufen würde, scheitert das vermutlich an mehreren Hürden.
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Re: 2-FACH DOPPELMORD IM STAATSFORST GÖHRDE, NIEDERSACHSEN, 1989

Ungelesener Beitrag von Lucky Luciano »

darkstar69 hat geschrieben: Sonntag, 22. Februar 2026, 16:47:46Liest Du eigentlich, was Du schreibst und hörst Du, wie Du schreibst?
Ich kann Dich beruhigen. Ich lese, was ich schreibe. Etwas zu schreiben, ohne es zu lesen, stelle ich mir auch schwierig vor. Wenn Du mich jedoch fragst, ob ich höre, wie ich schreibe, muss ich leider passen. Liegt vermutlich daran, dass mir dieses ungewöhnliche Talent verborgen blieb.
darkstar69 hat geschrieben: Sonntag, 22. Februar 2026, 16:47:46Ich habe konkreten Bezug auf Deinen Wortlaut genommen:
Nein, das hast Du nicht. Aber um das jetzt nochmal, auch für andere Leser, in einen logischen Zusammenhang zu bringen, fasse ich noch einmal Deinen Beitrag und die darauffolgenden Antworten von mir und Dir zusammen:

Ich zitiere: (darkstar69)

"Jemanden zu ermorden, ist eine Sache. jemanden aus nächster Nähe in den Kopf zu schießen, eine ganz andere. Eine solche Hinrichtung ist schon sehr aussagekräftig über den Täter. Das ist Ausübung von Leid, Qual und Macht, Dominanz, Kontrolle. Andere dabei zugucken zu lassen ist sehr gewalttätig und eine entsprechende Steigerung der Lust am Leid und Töten. Jemanden u.a. per Kopfverletzung zu erschlagen ist ebenso gewalttätig. usw usw usw"

Zitat Lucky Luciano:

"Deine Ausführungen zu Schüssen in den Kopf sind einseitig dargestellt und nicht lebensnah."

Zitat darkstar69:

"Du weißt also lebensnah und mehrseitig, wie es ist, jemanden in den Kopf zu schießen?"

Zitat Lucky Luciano:

"Was stimmt denn mit Dir nicht @darkstar69??? Was schreibst Du denn hier???"

Das war die Chronologie der Nachrichten.
darkstar69 hat geschrieben: Sonntag, 22. Februar 2026, 16:47:46Könntest Du mir konkret und sachlich erläutern, was lebensnah für Dich bedeutet?
Natürlich kann ich das. Lebensnah bedeutet, dass etwas den tatsächlichen Gegebenheiten des Lebens entspricht und sich am wirklichen Leben orientiert. Es beschreibt somit Inhalte und Konzepte, die realitätsnah oder wirklichkeitsnah sind und die Erfahrungen des Alltags oder des Lebens widerspiegeln.

Einseitigkeit und fehlende Lebensnähe habe ich Dir attestiert, weil Du die Beweggründe, in Deinem weiter oben von mir zitierten Beitrag, reduziert darstellst.

Bei einem Kopfschuss zeugt das beim Täter Deiner Aussage nach von "Ausübung von Leid, Qual und Macht, Dominanz und Kontrolle". Leid und Qual kann ich bei einem Kopfschuss nicht erkennen. Bei einem Kopfschuss ist das Opfer in den meisten Fällen sofort tot. Leid und Qual schreibe ich eher Maßnahmen zu, in denen Opfer über längere Zeit festgehalten, gefoltert und gequält werden. Das kann ich im Fall der Göhrde Morde aber nicht erkennen.

Macht und Dominanz kann ein Täter auch ganz anders und nicht minder wirkungsvoll ausführen, als durch die bloße Präsenz einer Schusswaffe. Körperliche Überlegenheit kann, vom Täter ausgehend, ebenso als Macht und Dominanz vom Opfer empfunden werden, wie auch verbale und nonverbale Elemente seines Handelns in Tateinheit. Hättest Du solche Aspekte angesprochen, hätte ich Dir folgen können.

Kontrolle sehe ich eher als Täterverhalten für das Führen einer Schusswaffe und im Zuge der Bedrohung von Opfern. Sie sorgt für Einschüchterung der oder des Opfers und verhindert häufig, dass das Opfer sich wehrt.

Zudem gibt es Kopfschüsse bei Tötungsdelikten, die gar nichts mit Macht und Dominanz zu tun haben. Es gibt also nicht "diese" Attribute (wie von Dir genannt), die bei Kopfschüssen auf den Täter hinweisen oder ihn sogar ausmachen. Deshalb habe ich es als einseitig und nicht lebensnah beschrieben.
darkstar69 hat geschrieben: Sonntag, 22. Februar 2026, 16:47:46Ich oute mich: Ich weiß nicht, wie es lebensnah ist, wenn man mir in den Kopf schießt oder wenn ich jemandem in den Kopf schieße oder durch Kopfschuss hinrichte. Aus Deinem Wortlaut entnehme ich, dass Du hingegen weißt, wie es lebensnah ist. Also, wie ist es in Wirklichkeit?
Natürlich weißt Du nicht, wie es ist, wenn Dir jemand in den Kopf schießt. Es hätte mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch zu Deinem Tod geführt.

Dein Denkfehler besteht darin, dass Du schreibst: "Aus Deinem Wortlaut entnehme ich...". Aber warum reduzierst Du es darauf, dass Du einen Umkehrschluss bildest, in dem Du sagst, wenn Du es nicht weißt, wie es lebensnah ist, dann muss ich das doch (aus eigener Erfahrung) wissen. So kam es jedenfalls bei mir an. Gibt es nur diese eine Option?

Lebensnahe Einschätzungen zu Tötungsdelikten, Motiven und der Tatausführung muss man nicht erlebt haben oder darin verwickelt gewesen sein, um sie lebensnah einschätzen zu können. Einen Realitätsbezug kann man auch erlangen, indem man sich damit vielschichtig und reflektiert auseinandersetzt. Und damit meine ich weit mehr als fundierte Fachliteratur zu lesen. Ich habe schon mehreren Leuten gegenüber gesessen, die Menschen getötet haben - auch per Kopfschuss. Verurteilte Straftäter, die ihre Strafen abgesessen haben und heute in Freiheit leben. Dieter C. aus Lüneburg z.B., von dem ich vor geraumer Zeit hier mal berichtete, der Streit mit einem Polizisten in Adendorf hatte, zu ihm nach Hause fuhr und seiner Frau an der Haustür aus unmittelbarer Nähe mit einem abgesägten Gewehr in den Kopf schoss. In meinen Gesprächen mit ihm dachte ich aber nicht an Dominanz oder Macht, sondern an Rücksichtslosigkeit, Gefühlskälte und Kaltblütigkeit. Dieser Mann war unberechenbar.

Aber man kann Täter, bei berechtigtem Interesse, auch im Gefängnis für ein Interview treffen. Solche Recherchen sind mir wichtig. Persönliche Gespräche mit verurteilten Straftätern (während oder nach deren Gefängnisaufenthalt), Hinterbliebenen, Nachbarn, Arbeitskollegen usw. und nicht Dokus, Podcasts oder YT Filme, die mehr Fehler, als Fakten enthalten.
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Re: 2-FACH DOPPELMORD IM STAATSFORST GÖHRDE, NIEDERSACHSEN, 1989

Ungelesener Beitrag von darkstar69 »

Lucky Luciano hat geschrieben: Freitag, 27. Februar 2026, 14:38:09

Ich zitiere: (darkstar69)

"Jemanden zu ermorden, ist eine Sache. jemanden aus nächster Nähe in den Kopf zu schießen, eine ganz andere. Eine solche Hinrichtung ist schon sehr aussagekräftig über den Täter. Das ist Ausübung von Leid, Qual und Macht, Dominanz, Kontrolle. Andere dabei zugucken zu lassen ist sehr gewalttätig und eine entsprechende Steigerung der Lust am Leid und Töten. Jemanden u.a. per Kopfverletzung zu erschlagen ist ebenso gewalttätig. usw usw usw"

Zitat Lucky Luciano:

"Deine Ausführungen zu Schüssen in den Kopf sind einseitig dargestellt und nicht lebensnah."

Zitat darkstar69:

"Du weißt also lebensnah und mehrseitig, wie es ist, jemanden in den Kopf zu schießen?"

Zitat Lucky Luciano:

"Was stimmt denn mit Dir nicht @darkstar69??? Was schreibst Du denn hier???"

Das war die Chronologie der Nachrichten.



Natürlich kann ich das. Lebensnah bedeutet, dass etwas den tatsächlichen Gegebenheiten des Lebens entspricht und sich am wirklichen Leben orientiert. Es beschreibt somit Inhalte und Konzepte, die realitätsnah oder wirklichkeitsnah sind und die Erfahrungen des Alltags oder des Lebens widerspiegeln.

Einseitigkeit und fehlende Lebensnähe habe ich Dir attestiert, weil Du die Beweggründe, in Deinem weiter oben von mir zitierten Beitrag, reduziert darstellst.

Bei einem Kopfschuss zeugt das beim Täter Deiner Aussage nach von "Ausübung von Leid, Qual und Macht, Dominanz und Kontrolle". Leid und Qual kann ich bei einem Kopfschuss nicht erkennen. Bei einem Kopfschuss ist das Opfer in den meisten Fällen sofort tot. Leid und Qual schreibe ich eher Maßnahmen zu, in denen Opfer über längere Zeit festgehalten, gefoltert und gequält werden. Das kann ich im Fall der Göhrde Morde aber nicht erkennen.

Macht und Dominanz kann ein Täter auch ganz anders und nicht minder wirkungsvoll ausführen, als durch die bloße Präsenz einer Schusswaffe. Körperliche Überlegenheit kann, vom Täter ausgehend, ebenso als Macht und Dominanz vom Opfer empfunden werden, wie auch verbale und nonverbale Elemente seines Handelns in Tateinheit. Hättest Du solche Aspekte angesprochen, hätte ich Dir folgen können.

Kontrolle sehe ich eher als Täterverhalten für das Führen einer Schusswaffe und im Zuge der Bedrohung von Opfern. Sie sorgt für Einschüchterung der oder des Opfers und verhindert häufig, dass das Opfer sich wehrt.

Zudem gibt es Kopfschüsse bei Tötungsdelikten, die gar nichts mit Macht und Dominanz zu tun haben. Es gibt also nicht "diese" Attribute (wie von Dir genannt), die bei Kopfschüssen auf den Täter hinweisen oder ihn sogar ausmachen. Deshalb habe ich es als einseitig und nicht lebensnah beschrieben.
Wenn Du mir nach deinen Ausführungen absprichst, lebensnah beurteilen zu können, wie es ist, wenn Menschen Durch Kopfschuss getötet werden, dann kannst du aber im Gegenzug lebensnah beurteilen, dass meine Gedanken dazu nicht zutreffen können? Wie passen deine Ausführungen, wie es im tatsächlichen Leben ist und im Alltag und in Wirklichkeit auf Dich? Wenn ich deine Ausführungen zugrunde lege, kann niemand, der nicht dabei war, jemanden anders absprechen, die Mordsituation deuten zu können.

Wenn man einem Menschen eine Pistole an den Kopf hält, um ihn dann zu erschießen, dann verursacht das kein Leid und keine Qual bei diesem Menschen? Dann drückt das keine Machtposition und Dominanz des Täters aus? Doch!

In meinen Augen werden den Opfern durch solche Ausführungen ihre Gefühle und Ängste abgewertet. Die Tat und Verantwortung des Täters wird mAn mit solchen Ansichten verharmlost. Ich habe da konkret andere Haltungen. Ich möchte, dass der Täter, den den Opfern solches leid und solche Qual zugefügt hat, seine Verantwortung übernimmt und dafür einsteht und im Besten Fall dafür bestraft und verurteilt wird.

Sprichst Du damit auch den Fallanalytikern ihre Expertise und Kompetenz ab? In der ZDF-Dokumentation vom September 2025 https://www.zdf.de/play/dokus/true-crim ... affel=2025 wird über das Täterprofil und das Motiv des Göhrde-Mörders gesprochen. Da bewerten u.a. die Fallanalytiker aufgrund der vorliegenden Fakten der Morde, wie sich die Konstellation zwischen Opfern und Täter ergibt und welches Profil sie daraus erstellt haben. Dies ist u.a. ab ca Minute 11:30 und ab ca Minute 21:30 und ca ab Minute 31:00 der Fall.

Dort wird ganz klar von Macht, Dominanz, Kontrolle, usw gesprochen.
Ich beziehe mich darauf und teile diese Ansichten zum Täterprofil und zum Motiv des Göhrde-Mörders.
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Re: 2-FACH DOPPELMORD IM STAATSFORST GÖHRDE, NIEDERSACHSEN, 1989

Ungelesener Beitrag von Assis »

darkstar69 hat geschrieben: Sonntag, 01. März 2026, 11:55:24 Da bewerten u.a. die Fallanalytiker aufgrund der vorliegenden Fakten der Morde, wie sich die Konstellation zwischen Opfern und Täter ergibt und welches Profil sie daraus erstellt haben. Dies ist u.a. ab ca Minute 11:30 und ab ca Minute 21:30 und ca ab Minute 31:00 der Fall.

Dort wird ganz klar von Macht, Dominanz, Kontrolle, usw gesprochen.
Ich beziehe mich darauf und teile diese Ansichten zum Täterprofil und zum Motiv des Göhrde-Mörders.
Es gibt nur sehr sehr wenige Morde, bei denen Macht, Dominanz, Kontrolle keine Rolle spielen, aber das erwähnen diese 'Fallanalytiker' naturlich nicht!
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Re: 2-FACH DOPPELMORD IM STAATSFORST GÖHRDE, NIEDERSACHSEN, 1989

Ungelesener Beitrag von darkstar69 »

Assis hat geschrieben: Sonntag, 01. März 2026, 12:43:11 Es gibt nur sehr sehr wenige Morde, bei denen Macht, Dominanz, Kontrolle keine Rolle spielen, aber das erwähnen diese 'Fallanalytiker' naturlich nicht!
Die Fallanalytiker beziehen sich konkret und ausschließlich auf die Doppelmorde in der Göhrde. Sie analysieren diese Fälle und nichts anderes. Daher ist es für diese Aussagen in der ZDF-Doku vom September 2025 mMn nicht wichtig, ob es andere, viele oder wenige Fälle gibt, in denen Macht, Dominanz und Kontrolle eine Rolle spielen. Diese Fallanalyse gilt ausschließlich dem Täterprofil und dem Tätermotiv der Doppelmorde in der Göhrde.

Deshalb ist es mMn um so wesentlicher, auch zu benennen, dass in den Doppelmorden in der Göhrde diese Phänomene eine große und relevante Rolle gespielt haben.
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Re: 2-FACH DOPPELMORD IM STAATSFORST GÖHRDE, NIEDERSACHSEN, 1989

Ungelesener Beitrag von Lucky Luciano »

darkstar69 hat geschrieben: Sonntag, 01. März 2026, 11:55:24Wenn Du mir nach deinen Ausführungen absprichst, lebensnah beurteilen zu können, wie es ist, wenn Menschen Durch Kopfschuss getötet werden, dann kannst du aber im Gegenzug lebensnah beurteilen, dass meine Gedanken dazu nicht zutreffen können?
Ich sagte nicht, dass sie nicht zutreffen. Ich halte sie für einseitig in der Darstellung und für "zu absolut" und ausschließlich.
darkstar69 hat geschrieben: Sonntag, 01. März 2026, 11:55:24Wie passen deine Ausführungen, wie es im tatsächlichen Leben ist und im Alltag und in Wirklichkeit auf Dich?
Verstehe die Frage nicht.
darkstar69 hat geschrieben: Sonntag, 01. März 2026, 11:55:24Wenn ich deine Ausführungen zugrunde lege, kann niemand, der nicht dabei war, jemanden anders absprechen, die Mordsituation deuten zu können.
Der Satz passt denklogisch irgendwie nicht, oder ich verstehe ihn nicht?!
darkstar69 hat geschrieben: Sonntag, 01. März 2026, 11:55:24Wenn man einem Menschen eine Pistole an den Kopf hält, um ihn dann zu erschießen, dann verursacht das kein Leid und keine Qual bei diesem Menschen?
Nein. Das löst Todesangst aus. Für einen kurzen Moment, bis der Täter schießt. Leid und Qual erleben im Anschluss die Hinterbliebenen. Was Leid und Qual bei Tötungsdelikten m.E. auslöst, hatte ich aber auch weiter oben schon beschrieben. Folterungen, Gefangenschaft, Schlafentzug, mangelnde Versorgung mit Essen und Trinken bei Entführungen usw. Das löst Qualen und Leid aus.
darkstar69 hat geschrieben: Sonntag, 01. März 2026, 11:55:24Dann drückt das keine Machtposition und Dominanz des Täters aus? Doch!
Das trifft auch auf Situationen zu, wo Opfer mit einem Messer, einer Eisenstange, einem Baseballschläger oder was auch immer bedroht, respektive angegriffen werden. Macht und Dominanz ist doch nichts, was explizit auf Kopfschussmorde zutrifft.
darkstar69 hat geschrieben: Sonntag, 01. März 2026, 11:55:24In meinen Augen werden den Opfern durch solche Ausführungen ihre Gefühle und Ängste abgewertet.

Woher kennst Du denn die Gefühle und Ängste der Opfer? Wir reden hier m.W. über Todesopfer?! Und was ist Deines Erachtens eine Abwertung, wenn ich Deine pauschal getätigte Aussage zu Tätermerkmalen bei Kopfschussmorden differenziere?
darkstar69 hat geschrieben: Sonntag, 01. März 2026, 11:55:24Die Tat und Verantwortung des Täters wird mAn mit solchen Ansichten verharmlost.

Entschuldigung, bei allem Respekt, aber das ist jetzt Unsinn. Weder die Tat noch die Verantwortung des Täters, wird hier in irgendeiner Weise verharmlost.
darkstar69 hat geschrieben: Sonntag, 01. März 2026, 11:55:24Ich habe da konkret andere Haltungen. Ich möchte, dass der Täter, den den Opfern solches leid und solche Qual zugefügt hat, seine Verantwortung übernimmt und dafür einsteht und im Besten Fall dafür bestraft und verurteilt wird.

Also wenn ich jetzt Deinen Täterschaftsvorstellungen folge, in denen Du Kurt Werner Wichmann für den Göhrde Mörder und den Täter in zahlreichen anderen Fällen hältst, wird Deine Haltung keine Erfüllung finden. Wie wir alle wissen, ist Kurt Werner Wichmann bereits tot.
darkstar69 hat geschrieben: Sonntag, 01. März 2026, 11:55:24Sprichst Du damit auch den Fallanalytikern ihre Expertise und Kompetenz ab?
Die Kompetenz kann ich denen gar nicht absprechen. Ich kenne die nicht persönlich.
darkstar69 hat geschrieben: Sonntag, 01. März 2026, 11:55:24In der ZDF-Dokumentation vom September 2025 https://www.zdf.de/play/dokus/true-crim ... affel=2025 wird über das Täterprofil und das Motiv des Göhrde-Mörders gesprochen. Da bewerten u.a. die Fallanalytiker aufgrund der vorliegenden Fakten der Morde, wie sich die Konstellation zwischen Opfern und Täter ergibt und welches Profil sie daraus erstellt haben. Dies ist u.a. ab ca Minute 11:30 und ab ca Minute 21:30 und ca ab Minute 31:00 der Fall.
Hat die Öffentlichkeit irgendeine Überprüfbarkeit zu dem, was dort bzgl. Kurt Werner Wichmann gesagt wurde? Du hörst das und dann ist das so. Verstehe ich das richtig? Das kann man so machen. Ich mache das aber nicht so.

Wie ist denn das psychologische Gutachten über ihn entstanden? Ohne die zu untersuchende Person selbst? Die war ja schon tot.
darkstar69 hat geschrieben: Sonntag, 01. März 2026, 11:55:24Dort wird ganz klar von Macht, Dominanz, Kontrolle, usw gesprochen.
Ich beziehe mich darauf und teile diese Ansichten zum Täterprofil und zum Motiv des Göhrde-Mörders.
Es bleibt Dir doch unbenommen Dich darauf zu beziehen und die Ansichten ungeprüft zu übernehmen. Das ist allein Deine Entscheidung. Du wirst aber sicher auch Verständnis dafür haben, dass ich das nicht tue.
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Re: 2-FACH DOPPELMORD IM STAATSFORST GÖHRDE, NIEDERSACHSEN, 1989

Ungelesener Beitrag von Lucky Luciano »

Assis hat geschrieben: Sonntag, 01. März 2026, 12:43:11 Es gibt nur sehr sehr wenige Morde, bei denen Macht, Dominanz, Kontrolle keine Rolle spielen, aber das erwähnen diese 'Fallanalytiker' naturlich nicht!
Ja, das kommt ja noch erschwerend hinzu. Es verallgemeinert oder verwässert somit die Aussage der Fallanalytiker bzgl. der Göhrde Morde.
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Re: 2-FACH DOPPELMORD IM STAATSFORST GÖHRDE, NIEDERSACHSEN, 1989

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Lucky Luciano hat geschrieben: Sonntag, 01. März 2026, 13:28:10 Ich sagte nicht, dass sie nicht zutreffen. Ich halte sie für einseitig in der Darstellung und für "zu absolut" und ausschließlich.

Verstehe die Frage nicht.

Der Satz passt denklogisch irgendwie nicht, oder ich verstehe ihn nicht?!
Du hast mit Deinen Ausführungen dargelegt, weshalb Du der Ansicht bist, ich könne das nicht beurteilen und deuten.
Das ist deine Denklogik.


[quote="Lucky Luciano" post_id=324375 time=1772368090 user_id=8374



Nein. Das löst Todesangst aus. Für einen kurzen Moment, bis der Täter schießt. Leid und Qual erleben im Anschluss die Hinterbliebenen. Was Leid und Qual bei Tötungsdelikten m.E. auslöst, hatte ich aber auch weiter oben schon beschrieben. Folterungen, Gefangenschaft, Schlafentzug, mangelnde Versorgung mit Essen und Trinken bei Entführungen usw. Das löst Qualen und Leid aus.
...
Das trifft auch auf Situationen zu, wo Opfer mit einem Messer, einer Eisenstange, einem Baseballschläger oder was auch immer bedroht, respektive angegriffen werden. Macht und Dominanz ist doch nichts, was explizit auf Kopfschussmorde zutrifft.
...
Und was ist Deines Erachtens eine Abwertung, wenn ich Deine pauschal getätigte Aussage zu Tätermerkmalen bei Kopfschussmorden differenziere?
...
Entschuldigung, bei allem Respekt, aber das ist jetzt Unsinn. Weder die Tat noch die Verantwortung des Täters, wird hier in irgendeiner Weise verharmlost.

[/quote]

Ein kurzer Monet stellt kein Leid und keine Qual dar?
Von Gefangenschaft, Schlafentzug, mangelnde Versorgung usw hab ich nie gesprochen. Wenn man jemanden droht, ermordet zu werden sind es ohne Schlafentzug und Gefangennahme usw also keine Leiderfahrungen und keine Qualerfahrungen?
Ich sehe das eindeutig anders.

Wenn man eine Mord, in dem Menschen mit Kopfschuss getötet werden, nicht als quälende Leiderfahrung der Opfer darstellt und das auf einen "kurzen Moment" reduziert, bin ich irritiert. Ich sehe das eindeutig anders.

ich sehe durchaus eine Abwertung darin, dass man Opfern von Kopfschussmorden, die nur einen "kurzen Moment" an "Todesängsten" leiden müssen und sich daher deinen Ausführungen gemäß weniger quälen müssen. Im Umkehrschluss hieße das für mich, es sei besser mit Kopfschuss hingerichtet zu werden, als mit Messer erstochen oder Baseballschläger erschlagen zu werden, um Deine Beispiele aufzugreifen. Und wenn Opfer weniger leiden müssen, weil man so gnädig war, sie schnell hinzurichten, hat das Auswirkung auf die Verantwortung der Tat. Das empfinde ich als unpassend.

Ich habe Kopfschussmorde nicht explizit gegenüber Mord durch Erschlagen oder Erstechen gestellt. Ich habe auch nie geschrieben, dass Kopfschussmorde mehr Anteil an Dominanz, Macht oder Kontrolle hätten als Morde durch Messer oder Baseballschläger. Das ändert aber gar nichts daran, dass Kopfschussmorde durch die Nähe zum Opfer und diese explizite Tötungsabsicht darin diese Phänomene (genauso) beinhalten. Wenn man jemanden eine Pistole an den Kopf hält beinhaltet das nun mal eine besondere Demonstration und eine besondere Auswahl der Tötungsabsicht.
Das ändert also auch rein gar nichts an dem Täterprofil und den Tätermotiven in den Göhrde-Morden. Auch wenn andere Mörder in anderen Fällen andere Tatwaffen mit gleichem Motiv wählen.


Lucky Luciano hat geschrieben: Sonntag, 01. März 2026, 13:28:10
Die Kompetenz kann ich denen gar nicht absprechen. Ich kenne die nicht persönlich.

Wie ist denn das psychologische Gutachten über ihn entstanden? Ohne die zu untersuchende Person selbst? Die war ja schon tot.
Mit dem unteren Satz widerlegst Du den oberen.

Es geht um ein Täterprofil und dessen Motive der Fallanalytiker zu den Göhrde-Morden. Sie haben sich nie auf einen Täter oder Tatverdächtigen bezogen. Ich habe mich rein auf diese Worte der Analytiker bezogen.
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Re: 2-FACH DOPPELMORD IM STAATSFORST GÖHRDE, NIEDERSACHSEN, 1989

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darkstar69 hat geschrieben: Sonntag, 01. März 2026, 13:15:05 Die Fallanalytiker beziehen sich konkret und ausschließlich auf die Doppelmorde in der Göhrde. Sie analysieren diese Fälle und nichts anderes. Daher ist es für diese Aussagen in der ZDF-Doku vom September 2025 mMn nicht wichtig, ob es andere, viele oder wenige Fälle gibt, in denen Macht, Dominanz und Kontrolle eine Rolle spielen. Diese Fallanalyse gilt ausschließlich dem Täterprofil und dem Tätermotiv der Doppelmorde in der Göhrde.

Deshalb ist es mMn um so wesentlicher, auch zu benennen, dass in den Doppelmorden in der Göhrde diese Phänomene eine große und relevante Rolle gespielt haben.
Jeder hat das Recht auf seine eigene Meinung.

Wenn, wie es hier offenbar der Fall ist, Profiler ein Täterprofil auf Grundlage von angenommen Verhalten, die nahezu bei jedem Mordfall zusehen sind erstellen und dieses dann auch noch mit einem Motiv verknüpfen, habe ich ernsthafte Zweifel. Denn das erstellte Täterprofil enthält praktisch nichts, was konkret auf KWW hindeutet. Absolut nichts.

Darüber hinaus haben sich diese Profiler, wie sie selbst zugeben, ausschließlich auf KWW konzentriert, nachdem DNA in einem der Fahrzeuge des Opfers gefunden wurde. Meiner Meinung nach ist dies nicht Aufgabe der OFA, sondern normale Polizeiarbeit.

Sie, die OFA, waren viel zu einseitig und haben sich ausschließlich auf KWW konzentriert, wobei sie klare Hinweise ignoriert haben, die KWW als Täter ausschließt. KWW war ein Autoliebhaber der oft mit seinen eigenen Fahrzeugen unterwegs war ... aber nein, bei den Göhrde Morde dachte KWW: Weißt du was, heute werde ich zum Spaß mal den Fahrzeugen meiner Opfer nutzen und meine DNA darin hinterlassen!! Obwohl ich, KWW, früher Anhalterinnen ins Visier hatte, suche ich mir jetzt zur Abwechslung mal Paare aus!

Noch etwas zum Thema DNA, Anklagen und Verurteilungen.

Kürzlich wurde in der Schweiz ein Spanier verurteilt (Mordfall Laupen), weil seine DNA an Tatorten und sogar an der Kleidung eines der Opfer gefunden wurde.

Der Angeklagte leidet an Psoriasis, die zu starkem Hautschuppenverlust führt. Als Bekannter der Opfer gab er vor Gericht an, sie zu kennen und gelegentlich besucht zu haben. Er lieferte jedoch keine Erklärung dafür, warum seine DNA an den Hosenbeinen der Opfer gefunden wurde. Der Angeklagte hatte zum Zeitpunkt der Morde aber ein Alibi, das ihn entlastete.

Die Staatsanwaltschaft argumentierte, dass die DNA des Angeklagten auf die Hosenbeine gelangt sein müsse, als er, der Angeklagte, das Opfer angeblich bewegt hat, und der Richter glaubte dies, ohne die Staatsanwaltschaft zu fragen, ob die DNA auch auf anderem Wege auf die Hosenbeine gelangt sein könnte!

Das Alibi des Spaniers wurde durch die gefundenen DNA-Spuren widerlegt, und er wurde zu lebenslanger Haft verurteilt.

Meiner Meinung nach ein einseitiger Prozess. Hätte der Richter dem Staatsanwalt kritische Fragen gestellt, hätte er möglicherweise herausgefunden, dass die fragliche DNA an den Hosenbeinen des Opfers auch beim An- und Ausziehen der Hose, als die Hosenbeine den Boden berührten (wo sich auch Hautschuppen befinden), auf diese gelangt sein könnte. Aber nein, gefundene DNA reicht aus, unabhängig davon, wie oder wann sie hinterlassen wurde, um jemanden zu verurteilen, selbst wenn er ein Alibi hat, das ihn entlastet, wie bei KWW der Fall ist.
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Re: 2-FACH DOPPELMORD IM STAATSFORST GÖHRDE, NIEDERSACHSEN, 1989

Ungelesener Beitrag von Lucky Luciano »

Assis hat geschrieben: Sonntag, 01. März 2026, 14:40:13 Jeder hat das Recht auf seine eigene Meinung.

Wenn, wie es hier offenbar der Fall ist, Profiler ein Täterprofil auf Grundlage von angenommen Verhalten, die nahezu bei jedem Mordfall zusehen sind und dieses dann auch noch mit einem Motiv verknüpfen, habe ich ernsthafte Zweifel. Denn das erstellte Täterprofil enthält praktisch nichts, was konkret auf KWW hindeutet. Absolut nichts.

Darüber hinaus haben sich diese Profiler, wie sie selbst zugeben, ausschließlich auf KWW konzentriert, nachdem DNA in einem der Fahrzeuge des Opfers gefunden wurde. Meiner Meinung nach ist dies nicht Aufgabe der OFA, sondern normale Polizeiarbeit.

Sie, die OFA, waren viel zu einseitig und haben sich ausschließlich auf KWW konzentriert, wobei sie klare Hinweise ignoriert haben, die KWW als Täter ausschließt. KWW war ein Autoliebhaber der oft mit seinen eigenen Fahrzeugen unterwegs war ... aber nein, bei den Göhrde Morde dachte KWW: Weißt du was, heute werde ich zum Spaß mal den Fahrzeugen meiner Opfer nutzen und meine DNA darin hinterlassen!! Obwohl ich, KWW, früher Anhalterinnen ins Visier hatte, suche ich mir jetzt zur Abwechslung mal Paare aus!
Das sehe ich genauso.
Assis hat geschrieben: Sonntag, 01. März 2026, 14:40:13Noch etwas zum Thema DNA, Anklagen und Verurteilungen.

Kürzlich wurde in der Schweiz ein Spanier verurteilt (Mordfall Laupen), weil seine DNA an Tatorten und sogar an der Kleidung eines der Opfer gefunden wurde.

Der Angeklagte leidet an Psoriasis, die zu starkem Hautschuppenverlust führt. Als Bekannter der Opfer gab er vor Gericht an, sie zu kennen und gelegentlich besucht zu haben. Er lieferte jedoch keine Erklärung dafür, warum seine DNA an den Hosenbeinen der Opfer gefunden wurde. Der Angeklagte hatte zum Zeitpunkt der Morde aber ein Alibi, das ihn entlastete.

Die Staatsanwaltschaft argumentierte, dass die DNA des Angeklagten auf die Hosenbeine gelangt sein müsse, als er, der Angeklagte, das Opfer angeblich bewegt hat, und der Richter glaubte dies, ohne die Staatsanwaltschaft zu fragen, ob die DNA auch auf anderem Wege auf die Hosenbeine gelangt sein könnte!

Das Alibi des Spaniers wurde durch die gefundenen DNA-Spuren widerlegt, und er wurde zu lebenslanger Haft verurteilt.

Meiner Meinung nach ein einseitiger Prozess. Hätte der Richter dem Staatsanwalt kritische Fragen gestellt, hätte er möglicherweise herausgefunden, dass die fragliche DNA an den Hosenbeinen des Opfers auch beim An- und Ausziehen der Hose, als die Hosenbeine den Boden berührten, auf diese gelangt sein könnte. Aber nein, gefundene DNA reicht aus, unabhängig davon, wie oder wann sie hinterlassen wurde, um jemanden zu verurteilen, selbst wenn er ein Alibi hat, das ihn entlastet, wie bei KWW der Fall ist.
Da kann man nur hoffen, dass sein Anwalt in Berufung geht. In DE gibt es jedenfalls mittlerweile genug Fälle, die erstinstanzlich wegen einer DNA zu einer Verurteilung führten, im Berufungsverfahren von der nächst höheren Instanz aber wieder eingefangen wurden. Das ist auch wichtig, denn wenn eine DNA keinen Tatbezug aufweist oder wie bei dem von Dir beschriebenen Fall ein stichhaltiges Alibi außer Acht gelassen wird, ist das anfechtungswürdig.
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Re: 2-FACH DOPPELMORD IM STAATSFORST GÖHRDE, NIEDERSACHSEN, 1989

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Lucky Luciano hat geschrieben: Sonntag, 01. März 2026, 14:56:48 In DE gibt es jedenfalls mittlerweile genug Fälle, die erstinstanzlich zu einer Verurteilung führten, im Berufungsverfahren von der nächst höheren Instanz aber wieder eingefangen wurden.
Im Mordfall Volkenschwand wurde meiner Meinung nach ebenfalls jemand zu Unrecht zu lebenslanger Haft verurteilt.

Vielleicht ist es an der Zeit, Richter hinsichtlich DNA-Spuren und deren Bedeutung nachzuschulen.
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Re: 2-FACH DOPPELMORD IM STAATSFORST GÖHRDE, NIEDERSACHSEN, 1989

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Assis hat geschrieben: Sonntag, 01. März 2026, 15:01:54 Im Mordfall Volkenschwand wurde meiner Meinung nach ebenfalls jemand zu Unrecht zu lebenslanger Haft verurteilt.

Vielleicht ist es an der Zeit, Richter hinsichtlich DNA-Spuren und deren Bedeutung nachzuschulen.
Naja, die verlassen sich zumeist auf Gutachten. Aber gerade in der Schweiz setzt da eigentlich ein Umdenken ein. Dank des RA Mark Schweizer (Buch: Beweiswürdigung und Beweismaß). Dort untersucht er mit Methoden der Wahrscheinlichkeits- und Entscheidungstheorie das praktisch wichtige Thema der freien Beweiswürdigung. Er kontrastiert die rationale Tatsachenfeststellung mit der tatsächlichen, intuitiven Überzeugungsbildung der Richter. Er argumentiert, dass der Grad richterlicher Überzeugung, der notwendig ist, ehe ein Richter eine tatsächliche Behauptung als wahr akzeptieren darf (Beweismaß), gesenkt werden sollte. Sehr lesenswertes Buch.

Er schult Gutachter in der Schweiz, was sich positiv auf die Beweiswürdigung auswirkt.
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Re: 2-FACH DOPPELMORD IM STAATSFORST GÖHRDE, NIEDERSACHSEN, 1989

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Lucky Luciano hat geschrieben: Sonntag, 01. März 2026, 15:15:06 Naja, die verlassen sich zumeist auf Gutachten. Aber gerade in der Schweiz setzt da eigentlich ein Umdenken ein. Dank des RA Mark Schweizer (Buch: Beweiswürdigung und Beweismaß). Dort untersucht er mit Methoden der Wahrscheinlichkeits- und Entscheidungstheorie das praktisch wichtige Thema der freien Beweiswürdigung. Er kontrastiert die rationale Tatsachenfeststellung mit der tatsächlichen, intuitiven Überzeugungsbildung der Richter. Er argumentiert, dass der Grad richterlicher Überzeugung, der notwendig ist, ehe ein Richter eine tatsächliche Behauptung als wahr akzeptieren darf (Beweismaß), gesenkt werden sollte.

Er schult Gutachter in der Schweiz, was sich positiv auf die Beweiswürdigung auswirkt.
Dauber weiß ich nichts,sorry.

Ich weiß nur, dass es im bereits erwähnten Schweizer Mordfall (dem Mord an dem Paar in Laupen), den ich verfolgt habe, sehr auffällig war, dass der Verdächtige aufgrund der angeblich erdrückenden DNA-Spuren fast 15 Monate in Untersuchungshaft verbrachte!!

Du wirst es nicht glauben, aber Ende Mai 2025 fragte ich den Staatsanwalt nach dem Stand der Ermittlungen in Mordfall Laupen und ob bald ein Prozess stattfinden würde … zwei Wochen später wurde dieser Prozess in den Medien angekündigt, ja echt :-)

Wie ich bereits sagte, bin ich überzeugt, den Verantwortlichen für diese Morde und andere Morde zu kennen. Das ist keine Angeberei; ich habe ihn einfach am richtigen Ort gesucht und gefunden. Man muss kein Profiler sein, und ich bin es ganz sicher nicht, aber wenn man weiß, wer es ist, lassen sich die Taten und andere Handlungen dieses Mörders sehr leicht erklären und deshalb kann ich auch behaupten, dass KWW, der im Mordfall an dem Paar in Volkenschwand verurteilte Mann, und auch der im Mordfall Laupen verurteilte Spanier, nicht die Täter sind.
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Re: 2-FACH DOPPELMORD IM STAATSFORST GÖHRDE, NIEDERSACHSEN, 1989

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Assis hat geschrieben: Sonntag, 01. März 2026, 15:40:53 Dauber weiß ich nichts,sorry.

Ich weiß nur, dass es im bereits erwähnten Schweizer Mordfall (dem Mord an dem Paar in Laupen), den ich verfolgt habe, sehr auffällig war, dass der Verdächtige aufgrund der angeblich erdrückenden DNA-Spuren fast 15 Monate in Untersuchungshaft verbrachte!!

Du wirst es nicht glauben, aber Ende Mai 2025 fragte ich den Staatsanwalt nach dem Stand der Ermittlungen in Mordfall Laupen und ob bald ein Prozess stattfinden würde … zwei Wochen später wurde dieser Prozess in den Medien angekündigt, ja echt :-)

Wie ich bereits sagte, bin ich überzeugt, den Verantwortlichen für diese Morde und andere Morde zu kennen. Das ist keine Angeberei; ich habe ihn einfach am richtigen Ort gesucht und gefunden. Man muss kein Profiler sein, und ich bin es ganz sicher nicht, aber wenn man weiß, wer es ist, lassen sich die Taten und andere Handlungen dieses Mörders sehr leicht erklären und deshalb kann ich auch behaupten, dass KWW, der im Mordfall an dem Paar in Volkenschwand verurteilte Mann, und auch der im Mordfall Laupen verurteilte Spanier, nicht die Täter sind.
Wir bleiben diesbezüglich ja noch in Kontakt. ;-)
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Re: 2-FACH DOPPELMORD IM STAATSFORST GÖHRDE, NIEDERSACHSEN, 1989

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Lucky Luciano hat geschrieben: Sonntag, 01. März 2026, 16:29:07 Wir bleiben diesbezüglich ja noch in Kontakt. ;-)
Du weißt, wen ich meine. Falls du ihn jemals siehst, geh ihm so schnell wie möglich aus dem Weg. :shock:
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Re: 2-FACH DOPPELMORD IM STAATSFORST GÖHRDE, NIEDERSACHSEN, 1989

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Assis hat geschrieben: Sonntag, 01. März 2026, 16:48:08 Du weißt, wen ich meine. Falls du ihn jemals siehst, geh ihm so schnell wie möglich aus dem Weg. :shock:
Läuft... ;-)
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Re: 2-FACH DOPPELMORD IM STAATSFORST GÖHRDE, NIEDERSACHSEN, 1989

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Assis hat geschrieben: Sonntag, 01. März 2026, 14:40:13 Jeder hat das Recht auf seine eigene Meinung.

Wenn, wie es hier offenbar der Fall ist, Profiler ein Täterprofil auf Grundlage von angenommen Verhalten, die nahezu bei jedem Mordfall zusehen sind erstellen und dieses dann auch noch mit einem Motiv verknüpfen, habe ich ernsthafte Zweifel. Denn das erstellte Täterprofil enthält praktisch nichts, was konkret auf KWW hindeutet. Absolut nichts.

Darüber hinaus haben sich diese Profiler, wie sie selbst zugeben, ausschließlich auf KWW konzentriert, nachdem DNA in einem der Fahrzeuge des Opfers gefunden wurde. Meiner Meinung nach ist dies nicht Aufgabe der OFA, sondern normale Polizeiarbeit.

Sie, die OFA, waren viel zu einseitig und haben sich ausschließlich auf KWW konzentriert, wobei sie klare Hinweise ignoriert haben, die KWW als Täter ausschließt. KWW war ein Autoliebhaber der oft mit seinen eigenen Fahrzeugen unterwegs war ... aber nein, bei den Göhrde Morde dachte KWW: Weißt du was, heute werde ich zum Spaß mal den Fahrzeugen meiner Opfer nutzen und meine DNA darin hinterlassen!! Obwohl ich, KWW, früher Anhalterinnen ins Visier hatte, suche ich mir jetzt zur Abwechslung mal Paare aus!
Ich kann mich nicht erinnern, dass die Fallanalytiker in der Doku des ZDF vom September 2025 sich im Täterprofil auf KWW bezogen oder sich auf diesen konzentriert hätten oä. Das Täterprofil ist meiner Ansicht nach nicht auf KWW bezogen.

Aber es passt eben durchaus auf das Persönlichkeitsprofil, das von KWW erstellt wurde. Beide Profile wurden nach dem DNA-Fund miteinander verglichen. Das haben sie dann an die Polizeiermittler weitergegeben.

Weshalb sollte jemand, der seine Nachbarin würgt und Polizisten mit Waffen bedroht und dann eine Anhalterin vergewaltigt, nicht Jahre später auch Paare überfallen? 1989 wird er da noch nicht an DNA gedacht haben.
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