Lucky Luciano hat geschrieben: ↑Freitag, 06. Februar 2026, 14:25:39
In Ordnung.
Ja, ich gehe zumindest davon aus, dass ich Tatumstände, Hintergründe und mögliche Tatbeteiligte kenne. Zumindest haben sie eine hohe Indizwirkung.
Wann oder unter welchen Umständen würdest Du einer Quelle denn das Prädikat "seriös" verleihen?
Vielleicht? Möglich. Ich kenne die Dokumentationen dazu nicht.
Sofern das fotografisch festgehalten wurde, sollten sich Veränderungen erkennen lassen.
Vor allem Besucher. Ehemalige Bewohner können ja nicht mehr wirklich befragt werden. Nur noch der Bruder Kurt Werner Wichmanns. Besucher gibt es hingegen noch einige, die noch am Leben sind. Also ich kenne eine kleine zweistellige Zahl, die dort öfter waren.
Sie befand sich in einer Weste. Mehr sage ich dazu aber nicht.
Ja, natürlich. Ein Sachbuch lebt ja von der Nachweisbarkeit recherchierter Informationen. Auch wenn manches Grenzen hat. Es gibt Personen, die nun mal nur mit mir offen sprechen, sofern ihre Identität anonym bleibt. Und ganz ehrlich? Das sind oftmals genau die, die etwas zu sagen haben. Daher werden Namen als "Thomas P." abgekürzt, als Fantasienamen dargestellt oder eben umschrieben, wie "ein ehemaliger Kripo Beamter der Moko, der im FK1 tätig war" usw. . Gerade ehemalige Beamte haben ein hohes Interesse ihre Pensionsansprüche nicht durch den Umstand des möglichen Geheimnisverrats zu gefährden. Das ist auch verständlich, oder?
Auch wenn ich grad das Gefühl habe, dass Deine Frage wirklich ernst gemeint ist, löst alles, was ich dazu schreibe, immer wieder kontroverse Reaktionen aus. Daher halte ich mich dazu einfach bedeckt.
Warum denkst Du, dass es meine Aufgabe wäre irgendetwas für Strafverfolgungsbehörden "sicherzustellen?" Ich bin kein Ermittler und arbeite auch für keine Ermittlungsbehörde. Ich recherchiere für einen ungeklärten, zweifachen Doppelmord und möchte die Ergebnisse veröffentlichen. Mehr nicht. Ich bin weder verpflichtet recherchierte Informationen an Ermittlungsbehörden weiterzuleiten, noch suche ich die Nähe zu den Strafverfolgungsbehörden. Im Rahmen notwendiger Recherche-Anfragen ja. Aber genau da hört es dann auch auf.
Das ist recht einfach. Ich beschäftige mich ja mittlerweile so viele Jahre mit den Göhrde Morden, dass Hinweise zu Tatumständen und Hintergründen recht leicht demaskierbar sind, wenn sie mit gesicherten Informationen kollidieren. Ich mache mal ein Bsp. Es gab mal die Theorie, dass Köpping auf der Liste krimineller Akteure war, weil er als Lotto-Bezirksleiter Lottogewinne für die Geschäfte mit sich führte und man es eigentlich darauf absah. Es ist nur ein Bsp. ... Wenn ich durch die Lotto-Gesellschaft in Hannover und durch Frau Köpping weiß, dass ein Bezirksleiter nicht mit Bargeld für die Geschäfte unterwegs war, brauche ich mich mit dieser Theorie nicht weiter zu beschäftigen. Heiße Luft.
Wenn mir aber in mehreren Gesprächen von verschiedenen Personen ein Name genannt wird, der im Göhrde Fall vernommen wurde, wo es aber (früher) für einen "Haftbefehl nicht reichte" und diese Personen etwas sagen, was sie bisher nicht sagten, werde ich hellhörig. Verstärkt wird das dann, wenn die POL LG zudem noch eine DNA-Abgabe anordnete (2024). Das ist aber ganz normale Recherche-Arbeit.
Ja. Sorry. Das passiert mitunter, dass mir kurz nach dem Veröffentlichen dann doch noch was Ergänzendes einfällt.
Du sagtest oben, du kennst die Tatumstände und Hintergründe und mögliche Tatbeteiligte in den Mordfällen an BM und den Göhrde-Opfern. Jetzt weichst du das doch deutlich auf. Was kennst Du denn genau bzw welche konkreten und belastbaren Kenntnisse hast Du denn?
Ich sehe seriöse Quellen als nachvollziehbar und belegbar an. Man muss vielleicht nicht immer sämtliche Namen nennen und Quellen ggf auch mal schützen, aber wenn man gar keine Nachweise hat, dann wirds irgendwann auch unseriös. Seriöse Quellen sind auch solche, deren Aussagen und Hinweise und Angaben und Dokumente usw auch überprüfbar sind. Es darf eben nicht im Bereich der Spekulation verbleiben. Aussagen müssen schon über Indizien hinausgehen, wenn man Indizien und nachweisbare Ansätze der Polizei bzw Staatsanwaltschaft und Ermittlungen bzw deren Ansätze und Ergebnisse allgemein widerlegen möchte. Seriöse Quellen ziehen nicht nur in Zweifel, sondern bieten fundierte und belegbare Ansätze und gesicherte Argumente und Beweise. Seriöse Quellen schüren keine Zweifel der Zweifel wegen oder Verschwörungstheorien, um Zweifel zu schüren.
Ich habe gar nichts gegen Indizien, die man verfolgen sollte. Ich bin stets dafür, dass man Hinweise und Verdachtsmomente erhärten oder entkräften bzw. ausschließen oder belegen sollte. Aber wen man die offiziellen und privaten Ermittlungen in Frage stellen und ad absurdum führen möchte, dann braucht es mehr als nur Zweifel und Indizien.
Daher warte ich tatsächlich ernsthaft auf Dein Buch. Ich würde es wirklich gerne lesen und es sogar kaufen, womit du dann Geld bekämst, um eine umfassende Sichtweise zum Geschehen zu bekommen. Ich erhoffe mir ein Buch, das ergebnisoffen grundlegende Hinweise und Beweise beleuchtet, neue fundierte Argumente und Beweise aufzeigt, die wirkliche Wahrheit sucht und sich dieser und gutem Journalismus verpflichtet. Damit möchte ich für mich der wirklichen Wahrheit näher kommen und belegbare Argumentationen, Beweise und Nachweise bekommen und das Geschehen reflektieren. Allerdings bin ich skeptisch, ob Dir das gelingt. Um so mehr bin ich gespannt.
Ich sehe es so, dass solche Recherchen und deren Ergebnisse unbedingt den Opfern helfen sollten, dem Opferschutz dienen und die Täter überführen. Damit ist es für mich einerseits selbstverständlich, dass man den Ermittlern nichts vorenthält, was ihre Arbeit unterstützen könnte, und somit die Täter schützen würde. Andererseits bewegt man sich in solchen Recherchen eben möglicherweise auch immer am Rande der Strafvereitelung, wenn man konkrete und belegbare Hinweise und Beweise sucht, die den/die Täter belasten würden. Da steht es für mich außer Zweifel, dass ein seriöser Journalismus die Opfer und die Polizei unterstützt und keine Täter oder Mittäter oder Mitwisser schützt. Wenn ein Tatverdächtiger zurecht entlastet werden kann, dann sollte das auch konkret und wahrheitsgetreu geschehen und mit allen verfügbaren Mitteln unterstützt werden, zB mit Gegenständen an denen sich Spuren befinden könnten oder Aussagen zu Alibis.
HJW war doch Bewohner im Streitmoor und oder Besucher? Damit kann er doch Zeugenaussagen dazu abgeben, wie sich die Baulichkeiten und der Garten usw dort verändert haben. Weitere Freunde, Bekannte und Verwandte der Wichmanns und von AW und später Rudloff könnten das sicherlich auch. Wenn die Aussagen Tatverdacht gegen wen auch immer bestätigen oder entkräften wäre das immer gut.