MORDFALL LIEBS -- Diskussion

ÖFFENTLICHE DISKUSSION
HP1
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

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Trodat5203 hat geschrieben: Freitag, 06. Februar 2026, 11:13:31 Wenn ich mich richtig erinnere, hatte Chris VORHER versucht Frauke zu erreichen. Dann kam die SMS
Deshalb "Chris gibt an, auch danach..." ;)
Ich weiß, dass er es davor versucht hatte, ein mMn nicht unbedeutendes Detail.
Zebra
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

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ABC123 hat geschrieben: Freitag, 06. Februar 2026, 12:53:56 I. gehört doch zu seinen "alten" Freunden. Er war doch auch zum vortrinken vor einem Capitol Besuch höchstwahrscheinlich bei F. Zuhause weil sie da noch verschiedene Outfits präsentiert hat was sie davon anziehen soll.

Ja, für mich ist das ganz normal, da ich aus dem gleichen Jahrgang komme und das ganze Partyleben in OWL zu der Zeit auch mitgemacht hab.

I. hat ein kurzes Video in der Disko gefilmt, wahrscheinlich gibt es noch viele kürzere Aufzeichnungen aus der Zeit. Mit Handys überhaupt filmen zu können war damals noch "ziemlich neu". Für mich ist das absolut harmlos aber ich bin auch zu der Zeit aufgewachsen und da hat man nicht von "Strafanzeigen" gesprochen weil die Freundin ein kurzes Video in der Disko filmt. Gäbe es dieses Video nicht, hätten wir auch nie von dem Kuss erfahren und den Erinnerungslücken von N. und I. diesbezüglich.
Ich bin 1984 geboren. Ich fand Belästigung noch nie normal. Aber so unterschiedlich sind Menschen des selben Jahrgangs dann wohl. Mir würde nie in den Sinn kommen, jemanden einen Kuss aufzudrängen, der offensichtlich seine Ruhe will. Jedenfalls nicht dann, wenn es sich dabei nicht um meinen Partner oder Ehemann handelt.
HHmoin

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

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Ich glaube mittlerweile das die beteiligten (ich glaube ja an eine Verkettung von Ereignissen) auch über ihre eigenen Umstände etwas verblüffendes erfahren würden wenn sie endlich reden würde..

So nach dem Motto..
Er: "du hast mich betrogen es ist offensichtlich"
Sie:"Nein habe ich nicjt ich kann es mir auch nicht erklären"

Dabei war es nur ein Irrtum eine Verwechslung.. zumindest was das betrifft.
JohnLemon
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

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Fassen wir doch mal die - auf Basis uns vorliegenden öffentlichen Informationen - zusammen:
  • Zwischen Frauke und N. lief etwas. Was genau, das konnte N. nicht wirklich beschreiben. Er konnte sich zum aktuellen Zeitpunkt nichts "festes" vorstellen, "später" aber schon. Von "Ablenkung" und "Zurückholen ins Leben" wird gesprochen, betrifft den Verlust von N. Freund T.
  • Beide hatten einen Zugang, beide hatten Spaß zusammen. Laut Aussage von I. wollte Frauke für N. nur ein Freund sein.
  • Unseren Infos nach war der Kontakt zwischen Frauke und N. sehr intensiv. Viel Schreiberei (via SMS), gemeinsame(r) (Disco-) Abend(e) bis hin zu einem via Handycam aufgenommenem Kuss in einer Discothek.
  • N. und sein Arbeitskollege/Kumpel geben an, nach Feierabend zum Snookern und anschließendem Döneressen gefahren zu sein. Snookern in Schloss Neuhaus, Dönermann in Paderborn. Feierabend um 22.15 Uhr.
  • N. gibt an sich nach dem Döneressen von A. getrennt zu haben, die Uhrzeit konnte nicht mehr exakt benannt werden.
  • N. gibt an um 02-03 Uhr im Bett gewesen zu sein.
  • Es gibt darüber hinaus weder von der Spielothek, noch vom Dönermann oder externen Personen entsprechende Alibis, was wiederum natürlich am zwischenzeitlich vergangenen Zeitfenster liegen kann. Auch gibt es keinerlei Aufzeichnungen wie Überwachungskameras, da diese zwischenzeitlich ebenso überschrieben wurden.
  • Weitere Gegenprüfungen der gemachten Angaben sind öffentlich nicht bekannt. Gegenprüfungen können unabhängig voneinander Fragen zu Details der Abendplanung bzw. dem Abendverlauf gewesen sein. Das können Details hinsichtlich dem bestellten Essen beim Dönermann sein mit entsprechender Verifizierung durch das Kassenjournal. Selbiges betrifft der Besuch in der Spielothek: Anzahl der Snooker-Runden, Gewinner/Verlierer, Anzahl anwesende Gäste (wurden hier Gäste nachträglich befragt hinsichtlich der Anwesenheit zu N. und A.?) bis hin zum Kassen-Zahlungsprotokoll. Es gibt hierüber hinaus jede Menge (Fang-) Fragen - ob und in welcher Breite bzw. Tiefe die Polizei hier agiert hat, das wissen wir nicht.
  • Die exakten Fahrtwege wissen wir nicht. Ebenso sind die Aussagen nicht eindeutig hinsichtlich der PKW-Anzahl: mit einem oder doch mit zwei PKWs gefahren?
  • Hinsichtlich dem Thema Zeiterfassung/Stempelkarte im Betrieb: je nach Betriebsgröße, Arbeitsintensität (Metallverarbeitung als Beispiel Instandsetzung vs. Produktion) & Auslastung, uvm. gab es - insbesondere vor 20 Jahren - noch deutlich größere Spielräume, die Erfassung zu umgehen und/oder auch recht simpel zu manipulieren. Das war teils Gang & Gäge: wie geschrieben - je nach Betrieb sehr unterschiedlich.
  • Im Podcast spricht N. teils recht abwertend über Frauke: "Samariter-Effekt", etc. - das wirkt nicht gut und hat in der Konstellation einen Negativeffekt auf Zuhörer, insbesondere die Tonlage.
  • Es ist nicht bekannt, wie das Verhalten von N. nach dem Verschwinden von Frauke gewesen ist. Hat er, als aktuell einer der am nahe stehenden Personen in Fraukes Umfeld, sich an den Suchmaßnahmen beteiligt und wie war er während dieser Zeit drauf? War er bei der Beerdigung anwesend?
  • Die Motivlage kann vielseitig sein. Von verschmähter Liebe bis hin zu einem Übergriff mit einer nicht mehr kontrollierbaren Situation ist alles möglich. Selbst eine Tat mit zwei involvierten Tätern ist vorstellbar, damit wäre dann A. im Boot.
  • Zu möglichen Festhalteorten gibt es hier viel Spekulationsspielraum, da viel zu wenig rund um N. und auch A. bekannt ist. Ob die Kripo hier überhaupt angesetzt hat, das weiß niemand.
  • Anrufe und regionale Überschneidungen: Hövelhof (Funkzelle erster Anruf) nähe Wohnort von N., mehrfach Anrufe aus dem Gewerbegebiet "auf dem Dören" unmittelbar zu dem Friedhof, wo sich N. des Öfteren nachts am Grab von T. aufgehalten hat.
  • Zum Thema A.: er gibt N. das entsprechende Alibi mit ihm unterwegs gewesen zu sein. Er ist "quasi" sein Zeuge - so seine Aussage/O-Ton im Podcast.
  • Bezug Nieheim: Thema zwischen Frauke und N., ggf. während des Picknicks, da N. bekanntermaßen Maschinentechniker ist und das Thema "Schrauben an Fahrzeugen/Maschinen" sicher ein Thema hätte sein können. Aufschnappen dieser Information zwecks Legen falscher Fährte ist genauso gut möglich.
All diese uns vorliegenden und nicht vorliegenden Fakten geben eine Menge (zurecht oder unrecht) Spekulationsräume. Die Betonung liegt hier auf zu UNRECHT. Denn laut Kripo ist N. schlichtweg ausgeschlossen worden.

An N. seiner Stelle würde ich viel mehr Details in die Öffentlichkeit bringen, um seine Unschuld klar heraus zu stellen. Dazu fehlt es aus meiner Sicht und auch im Hinblick auf die nur begrenzt vorhandenen Fragmente von Informationen, gepaart mit einem recht unglücklichen Auftritt im Podcast, doch sehr. Vielleicht war N. sein unangekündigter Auftritt (erste Aufeinandertreffen von Stawski, I. und N.) genau dieser Ansatz - der aus meiner Sicht aber nach hinten los gegangen ist. Denn so prominent wie nach Veröffentlichung des Podcast war er zuvor nicht präsent.

Zu einem weiteren und damit auch für mich erstmal abschließenden Punkt - folgendes Szenerie halte ich mittlerweile für denkbar:

Ich halte es für ebenso realistisch, dass N. selbst Opfer des Täters (auch Plural möglich!) geworden ist und z. B. die Anruforte bewusst gewählt wurden, weil man a) wusste wo N. wohnt und b) N. sich des Öfteren aufgehalten hat. Der Täter wollte vlt. bewusst die Tatverbindung auf N. lenken.

Das Motiv könnte hier der Tod/Suizid von T. gewesen sein, denn der Todestag (ja, es ist der Geb-Tag von N.!) ist doch sehr ungewöhnlich. Der Täter kann also sehr gut Jemand Drittes sein, der die Schuld des Suizid bei N. sucht und ausgemacht hat. Parallel hierzu stößt es dem Täter massiv auf, dass N. sichtbar "schnell" aus diesem Trauer-Tief heraus kommt. Vielleicht empfindet er gerade diese Entwicklung derart pietätlos, sodass er N. sein Glück zerstören möchte und a) Frauke als N. sein "neues" Glück wegnimmt und/oder b) den Tatverdacht auf N. lenkt.

Dass N. nach dem Verschwinden nicht kontaktiert wurde, passt zur Theorie, dass der Täter den Verdacht auf N. lenken wollte.
caro
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

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Zebra hat geschrieben: Freitag, 06. Februar 2026, 12:04:09 Ich bin mir sicher, er hätte von Frauke haben können, was er wollte, wenn er gewollt hätte. Er musste sie nicht drängen, mit ihm Zeit zu verbringen, sie war interessiert an ihm, mehr als umgekehrt.
Ich finde deine Überlegungen auch gut, stimme dir in vielem zu.
Aber einen dieser Punkte würde ich eher anzweifeln.
Meinem Eindruck nach ist Frauke der erfahrenere Part.
Sie hatte schon (relativ früh, im Vergleich zu N.) eine mehrjährige Beziehung.
Zebra
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Zebra »

JohnLemon hat geschrieben: Freitag, 06. Februar 2026, 13:39:16
Ich halte es für ebenso realistisch, dass N. selbst Opfer des Täters (auch Plural möglich!) geworden ist und z. B. die Anruforte bewusst gewählt wurden, weil man a) wusste wo N. wohnt und b) N. sich des Öfteren aufgehalten hat. Der Täter wollte vlt. bewusst die Tatverbindung auf N. lenken.

Das Motiv könnte hier der Tod/Suizid von T. gewesen sein, denn der Todestag (ja, es ist der Geb-Tag von N.!) ist doch sehr ungewöhnlich. Der Täter kann also sehr gut Jemand Drittes sein, der die Schuld des Suizid bei N. sucht und ausgemacht hat. Parallel hierzu stößt es dem Täter massiv auf, dass N. sichtbar "schnell" aus diesem Trauer-Tief heraus kommt. Vielleicht empfindet er gerade diese Entwicklung derart pietätlos, sodass er N. sein Glück zerstören möchte und a) Frauke als N. sein "neues" Glück wegnimmt und/oder b) den Tatverdacht auf N. lenkt.

Dass N. nach dem Verschwinden nicht kontaktiert wurde, passt zur Theorie, dass der Täter den Verdacht auf N. lenken wollte.
Für mich sehr schlüssig. Dass N. so wenig reden wollte, in sich gekehrt war, konnte auch anderen Personen negativ aufgestoßen sein. Er wollte gar nicht mehr über T. reden, nicht dauernd gefragt werden, vielleicht aber gab es Personen, die sich mit ihm über T. unterhalten wollten, die ganz viele offene Fragen hatten zum Ablauf des Abends, an dem er sich das Leben genommen hatte, aber denen er vielleicht nichts mehr sagen wollte oder konnte. Stattdessen: Snooker, Arbeit, Disko, Weiterleben.
Das stört jene, die nichts mehr haben, an dem sie sich erfreuen oder mit dem sie sich ablenken können, weil ihr Verlust überwiegt.

Dazu dann noch Frauke, die plötzlich auch dauernd alles wissen wollte. N. wurde von allen Seiten gelöchert und sollte ständig irgendwem Fragen beantworten, nehme ich an.
JohnLemon
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von JohnLemon »

Ich habe mal eine ganz andere Frage:

Kennt hier Jemand eine Plattform oder Anbieter, bei denen man auf historische Satellitenbilder zurückgreifen kann?

Mit GoogleEarthPro ist das zwar möglich, aber bis in das Jahr 2006 doch nur mit sehr wenigen Aufnahmen.
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von ABC123 »

@JohnLemon Alles sehr gute Punkte von dir bis auf den letzten Satz. Es wäre viel ungewöhnlicher wenn Frauke sich bei einem erst dreiwöchigen Bekannten melden würde oder dürfte.

Ich frage mich oft, warum nur Chris kontaktiert wurde. Anfangs ergibt das ja Sinn, Sie wohnte mit ihm zusammen, hatte keinen Schlüssel und wollte ihm einfach Bescheid geben, dass sie später kommt. Aber wieso durfte sie nicht ein einziges Mal ihre Mutter anrufen, um sie zu beruhigen? Ich stelle mir vor, der psychische Druck wäre da extrem viel höher. Bei der eigenen Mutter bricht man wahrscheinlich komplett zusammen, kann sich nicht mehr „zusammenreißen“. Beim letzten Gespräch hat sie ja gefragt, ob Mama und Papa da sind. Sie hätte mit Sicherheit gerne noch mit ihrer Mutter gesprochen, dies war leider nicht möglich.

Kurz zur Ladekabel-Theorie: Wenn die erste SMS wirklich kurz nach dem Pub geschrieben wurde aber das Handy direkt wieder ausging, hatte sie die ganze Zeit im Hinterkopf, dass Chris auf sie wartet. Das Erste, was man in so einer Situation fragt, ist doch „Hast du ein Ladekabel im Auto?“ weil sie sicherstellen wollte, dass Chris die Nachricht noch bekommt und weiß, dass es später wird.

Ich glaube nicht, dass ihr Handy in Nieheim aufgeladen wurde (auch nicht vom Täter, der nicht wusste dass da noch ne SMS im Postausgang festhängt). Sie hat wahrscheinlich öfters versucht ihr Handy einzuschalten, es hat kurz funktioniert, die 00:49 SMS ging automatisch raus und zack, war es wieder tot.

Natürlich wurde ihr Handy danach im ausgeschaltetem Zustand aufgeladen, damit sie telefonieren kann und Lebenszeichen absetzen kann.
caro
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von caro »

JohnLemon hat geschrieben: Freitag, 06. Februar 2026, 13:39:16 All diese uns vorliegenden und nicht vorliegenden Fakten geben eine Menge (zurecht oder unrecht) Spekulationsräume. Die Betonung liegt hier auf zu UNRECHT. Denn laut Kripo ist N. schlichtweg ausgeschlossen worden.
Ja, gute und ausführliche Zusammenfassung.

Für mich allerdings klingt es im Podcast so, dass N. lediglich für die Anrufe, die von Frauke aus den Industriegebiete kamen, ausgeschlossen werden konnte.
Seine Arbeitszeiten waren nicht in Einklang zubringen mit den Anrufzeiten von Frauke (am Donnerstag schon um 22:30, nicht zu schaffen bei einem Feierabend um 22:15 zum Beispiel)
Allerdings (und wie gesagt, ich kenne dazu ja auch nur die Schilderungen aus dem Podcast) gibt es für den entscheidenen ersten Abend nur ein sehr dünnes Alibi.

Folgendes Szenario bleibt denkbar:
N. trifft nach 23 Uhr noch auf Frauke. Es kommt zum Streit, etwas "läuft aus dem Ruder".
Dann kommt der Mittwoch, noch kein Anruf von Frauke.
Überlegungen/Vorbereitungen werden getroffen, jemand anderes wird ins Boot geholt, der die Anrufe "übernimmt".
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

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JohnLemon hat geschrieben: Freitag, 06. Februar 2026, 14:04:35 Ich habe mal eine ganz andere Frage:

Kennt hier Jemand eine Plattform oder Anbieter, bei denen man auf historische Satellitenbilder zurückgreifen kann?

Mit GoogleEarthPro ist das zwar möglich, aber bis in das Jahr 2006 doch nur mit sehr wenigen Aufnahmen.
Kenne nur diese hier, die aber auch keine Aufnahmen von 2006 hat:

https://www.tim-online.nrw.de/tim-online2/
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von ABC123 »

JohnLemon hat geschrieben: Freitag, 06. Februar 2026, 14:04:35 Ich habe mal eine ganz andere Frage:

Kennt hier Jemand eine Plattform oder Anbieter, bei denen man auf historische Satellitenbilder zurückgreifen kann?

Mit GoogleEarthPro ist das zwar möglich, aber bis in das Jahr 2006 doch nur mit sehr wenigen Aufnahmen.
Das sagt Grok:

Hier die wichtigsten Anbieter für historische Satellitenbilder (inkl. 2006) in kurzer Übersicht:
USGS EarthExplorer
Offizielle Quelle, vollständigste Landsat-Archive (seit 1972), sehr gute Abdeckung 2006, 15–30 m Auflösung, kostenlos nach Registrierung.
Sentinel Hub EO Browser
Kostenlos, ohne Login sofort nutzbar, Landsat 5/7 für 2006, Zeitstrahl, einfache Vorschau, 15–30 m Auflösung.
ESA Copernicus SciHub
Kostenlos nach Registrierung, Landsat-Daten + Sentinel, gute historische Abdeckung für 2006, Download möglich.
Google Earth Pro
Einfach zu bedienen, aber nur wenige Aufnahmen aus 2006 (oft nur 1–2 pro Ort), 15 m Auflösung bei guten Daten.
Planet Explorer
Hochauflösend (3–5 m), aber für 2006 nur sehr wenige Aufnahmen verfügbar, teils kostenpflichtig.
Apollo Mapping
Kommerziell, sehr gute historische Luft-/Satellitenbilder (auch GeoEye/IKONOS), kostenpflichtig, aber Probeansichten gratis.
Beste kostenlose Starter: USGS EarthExplorer und Sentinel Hub EO Browser.
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von JohnLemon »

Noch eine weitere Frage:

der Abend wurde ja im Irish Pub - THE AULD TRIANGLE - verbracht.

Es sollen ja, natürlich aufgrund des Fußballspiels England-Schweden, sehr viele stationierte Engländer anwesend gewesen sein.

Ich gehe mal davon aus, dass aufgrund der sprachlichen Barriere und teils auch nicht längerfristigen Stationierungen, einige der damals stationierten Engländer überhaupt kaum bis gar nichts vom Fall Frauke Liebs mitbekommen haben.

Hier wäre ja mal ein Ansatz: womöglich kann sich dann doch noch Jemand an jenen Abend und an Frauke oder aber auch ein Aufeinandertreffen von Frauke mit dem Täter erinnern.

Hier wäre es interessant, ob es "Gruppen" (z. B. Facebook oder dergleichen) gibt - eine Art Community von ehemals stationierten Soldaten hinsichtlich Befragung.
caro
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von caro »

JohnLemon hat geschrieben: Freitag, 06. Februar 2026, 14:40:58 Noch eine weitere Frage:

der Abend wurde ja im Irish Pub - THE AULD TRIANGLE - verbracht.

Es sollen ja, natürlich aufgrund des Fußballspiels England-Schweden, sehr viele stationierte Engländer anwesend gewesen sein.

Ich gehe mal davon aus, dass aufgrund der sprachlichen Barriere und teils auch nicht längerfristigen Stationierungen, einige der damals stationierten Engländer überhaupt kaum bis gar nichts vom Fall Frauke Liebs mitbekommen haben.

Hier wäre ja mal ein Ansatz: womöglich kann sich dann doch noch Jemand an jenen Abend und an Frauke oder aber auch ein Aufeinandertreffen von Frauke mit dem Täter erinnern.

Hier wäre es interessant, ob es "Gruppen" (z. B. Facebook oder dergleichen) gibt - eine Art Community von ehemals stationierten Soldaten hinsichtlich Befragung.
Ja, es gibt auf reddit mit ca. 15000 Mitgliedern diese Gruppe hier:

https://www.reddit.com/r/britisharmy/


Seit dem letzten Hinweis auf diese Gruppe sind ja hier einige neue Forenmitglieder hinzugekommen.
Bei mir (und ein paar anderen) ist es bislang (unter anderem) am fehlenden technischen Verständnis dieser Plattform gescheitert.
Aber vielleicht findet sich ja jetzt jemand, der dort mit den Admins in Kontakt tritt und einen Zeugenaufruf starten könnte.
Else
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(ausgezeichnet mit drei Goldenen Sternen für ihre ständige Berichterstattung aus dem Gerichtssaal zum Höxter-Prozess)

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Else »

Zebra hat geschrieben: Freitag, 06. Februar 2026, 11:26:35 Ich weiß. Aber es ist eben wieder so, dass die beiden Mädels ihn aktiv gefragt und sich aufgedrängt haben. Für mich ist das eine Reaktion von ihm, vielleicht eine deswegen besonders derbe Reaktion, weil er eigentlich auch hier wieder vor allem seine Ruhe wollte. Er versuchte doch gar nicht erst besonders höflich, flirty oder charmant zu sein.
Was ich hingegen auffallend finde, auch beim Kuss-Video, dass er keinen Bock hatte und - man stelle sich mal vor die Rollen seien umgekehrt - würde das jeder hier verurteilen, weil es dann so wäre, dass ein Mann eine Frau dauernd bedrängt, ihr nen Kuss aufdrängt, sie per SMS belästigt, sich reinsteigert in was, wo auf der Gegenseite nichts zu sein scheint, zum Tanzen überredet und so weiter.
Er wollte nicht, das ist aus jeder Faser seines Handels für mich erkennbar. Er war genervt.

Was würden wir sagen, wenn N. sich wie Frauke und umgekehrt verhalten hätte? Wenn Frauke hätte ihre Ruhe haben wollen auf der Tanzfläche und er sie überredet und ihr nen Kuss aufgedrängt hätte?
Ich empfinde das Verhalten von Frauke und vllt. auch von I. teilweise als belästigend und grenzüberschreitend. Das Filmen des Videos ist nur die Krönung. Ich weiß, es wird dann meist geschrieben, na, so war Frauke eben mit ihrer offenen und direktne Art. Nur, dass das auch mal Menschen abkriegen, die gar keinen Bock darauf haben, das wird etwas unter den Tisch gekehrt, weil man über Frauke selbst eben nur Positives zu berichten hat.

Ich schreibe das als Frau: Für mich tönt hier deutlich mit, dass der Mann ja immer begeistert und dankbar sein müsse, wenn er die Ehre hat, dass eine Frau sich für ihn interessiert und er hat zu dulden, wenn sie übergriffig wird, denn: Er will sie ja eigentlich eh. Dass N. überhaupt keinen Bock auf Frauke hatte, wird total ausgeblendet. Und, wenn ich das noch ergänzen darf: Hier sehe ich auch ein Motiv.

Ich stimme dir voll und ganz zu.

N. fühlte sich bedrängt. Er hatte keinen Bock auf Frauke. Ebenso wollte er nicht betüttelt werden.

Evtl. traf er sich nur I. zuliebe mit Frauke zum Picknick.
Danach hatte er die Nase voll. Er wollte nicht mehr therapiert werden und sagte das Treffen am Dienstag ab.
Wiesenblume
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Wiesenblume »

Zebra hat geschrieben: Freitag, 06. Februar 2026, 11:26:35 Ich weiß. Aber es ist eben wieder so, dass die beiden Mädels ihn aktiv gefragt und sich aufgedrängt haben. Für mich ist das eine Reaktion von ihm, vielleicht eine deswegen besonders derbe Reaktion, weil er eigentlich auch hier wieder vor allem seine Ruhe wollte. Er versuchte doch gar nicht erst besonders höflich, flirty oder charmant zu sein.
Was ich hingegen auffallend finde, auch beim Kuss-Video, dass er keinen Bock hatte und - man stelle sich mal vor die Rollen seien umgekehrt - würde das jeder hier verurteilen, weil es dann so wäre, dass ein Mann eine Frau dauernd bedrängt, ihr nen Kuss aufdrängt, sie per SMS belästigt, sich reinsteigert in was, wo auf der Gegenseite nichts zu sein scheint, zum Tanzen überredet und so weiter.
Er wollte nicht, das ist aus jeder Faser seines Handels für mich erkennbar. Er war genervt.

Was würden wir sagen, wenn N. sich wie Frauke und umgekehrt verhalten hätte? Wenn Frauke hätte ihre Ruhe haben wollen auf der Tanzfläche und er sie überredet und ihr nen Kuss aufgedrängt hätte?
Ich empfinde das Verhalten von Frauke und vllt. auch von I. teilweise als belästigend und grenzüberschreitend. Das Filmen des Videos ist nur die Krönung. Ich weiß, es wird dann meist geschrieben, na, so war Frauke eben mit ihrer offenen und direktne Art. Nur, dass das auch mal Menschen abkriegen, die gar keinen Bock darauf haben, das wird etwas unter den Tisch gekehrt, weil man über Frauke selbst eben nur Positives zu berichten hat.

Ich schreibe das als Frau: Für mich tönt hier deutlich mit, dass der Mann ja immer begeistert und dankbar sein müsse, wenn er die Ehre hat, dass eine Frau sich für ihn interessiert und er hat zu dulden, wenn sie übergriffig wird, denn: Er will sie ja eigentlich eh. Dass N. überhaupt keinen Bock auf Frauke hatte, wird total ausgeblendet. Und, wenn ich das noch ergänzen darf: Hier sehe ich auch ein Motiv.
Das habe ich von Anfang an auch so empfunden. Isa bittet Frauke, Niels nicht auf den Selbstmord seines Freundes anzusprechen. Frauke macht es trotzdem. Das war sicherlich ihrer jugendlichen Selbstüberschätzung zuzusprechen. Und dann dieses Hin- und Her bei Frauke. Er ist ja ganz süß, so als Freund.So schüchtern wäre er gar nicht. Als Mann aber zu kompliziert. Und das per Zettel durch die halbe Mädchenschulklasse. --Ich bin eine Frau. Aber ich wäre ,ob nun Mann oder Frau, einfach nur genervt.-- Aber ,um jemanden ganz aus dem Verkehr zu ziehen ??? Da müsste man ja viel mehr Sprengstoff in sich gelagert haben.
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von ABC123 »

Wow bin ziemlich schockiert wie viele Leute hier auf einmal alle gegen Frauke schießen und Niels als kleines, unterdrücktes Opfer darstellen. Unmöglich ist das und verschlägt mir die Sprache. :o
ABC123
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von ABC123 »

Wiesenblume hat geschrieben: Freitag, 06. Februar 2026, 16:17:19 Das habe ich von Anfang an auch so empfunden. Isa bittet Frauke, Niels nicht auf den Selbstmord seines Freundes anzusprechen. Frauke macht es trotzdem. Das war sicherlich ihrer jugendlichen Selbstüberschätzung zuzusprechen. Und dann dieses Hin- und Her bei Frauke. Er ist ja ganz süß, so als Freund.So schüchtern wäre er gar nicht. Als Mann aber zu kompliziert. Und das per Zettel durch die halbe Mädchenschulklasse. --Ich bin eine Frau. Aber ich wäre ,ob nun Mann oder Frau, einfach nur genervt.-- Aber ,um jemanden ganz aus dem Verkehr zu ziehen ??? Da müsste man ja viel mehr Sprengstoff in sich gelagert haben.
Eine schreibt I. hat N. überredet mit F. zu picknicken und hier wird kritisiert dass man sich Zettelchen schreibt???

So viel Frauen-Bashing von Frauen?? Na, zum Glück hatte sie am besagten Tag keinen kurzen Rock an. Das gibt's doch nicht was in den letzten Posts alles steht.
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von JohnLemon »

Else hat geschrieben: Freitag, 06. Februar 2026, 16:15:13 Ich stimme dir voll und ganz zu.

N. fühlte sich bedrängt. Er hatte keinen Bock auf Frauke. Ebenso wollte er nicht betüttelt werden.

Evtl. traf er sich nur I. zuliebe mit Frauke zum Picknick.
Danach hatte er die Nase voll. Er wollte nicht mehr therapiert werden und sagte das Treffen am Dienstag ab.
Ironie-Modus ist jetzt off?
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Wiesenblume »

Iven hat geschrieben: Freitag, 06. Februar 2026, 12:08:16 Sehr gute Analyse. Jetzt müsste man nur noch wissen, warum er keinen Bock auf Frau...ke hatte. ;)
Hmmmm. Wir denken das, was , die Hälfte der User hier denkt.
Trelleborg

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Trelleborg »

ABC123 hat geschrieben: Freitag, 06. Februar 2026, 16:22:33 Wow bin ziemlich schockiert wie viele Leute hier auf einmal alle gegen Frauke schießen und Niels als kleines, unterdrücktes Opfer darstellen. Unmöglich ist das und verschlägt mir die Sprache. :o
Danke, sehe ich auch so.
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