MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Caris
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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GästinF hat geschrieben: Freitag, 30. Januar 2026, 14:00:37 Ich habe mich unpräzise ausgedrückt. Das Alter ist - für mich - grob ähnlich - wenn man berücksichtigt, dass Fabian durch Größe und Statur doch ein paar Jahre älter wirkt. (In der 5. Klasse sehen manche Jungs noch aus wie "Babys" und sind ziemlich klein).
Die Tage sah ich eine Doku über Ted Bunddy, dessen jüngste Opfer gerade mal 12 waren. Dass er pädophile Neigungen hatte, wurde nicht gesagt. Ich denke es auch nicht. Er war auf den Typ junges Mädchen fixiert und manche sind mit 12 körperlich schon reifer. (Mädels eher als Jungs).

Und sozioökonomisch gibt es Parallelen zwischen Yosef und Fabian sowie was den Fundort betrifft. Die Entfernung ist mir bewusst. Wenn ein Serienmörder es auf präpupertäre und pupertäre Jungs abgesehen hätte, die er an Waldseen ermordet, wäre es nicht so übel, dies an verschiedenen Orten zu tun. ;)

Ich habe den Eindruck, mit meiner Erwähnung eines toten, dunkelhäutigen Flüchtlingsjungen in Bezug auf einen hellen, vermutlich deutschen Jungen in ein Wespennest gestochen zu haben. (Nicht bei dir, bei anderen.) Sonst müssten ja nicht gleich wieder so abwertende Kommentare kommen, nur weil ich meine Gedanken hier teile. Es muss ja niemand d ´accord gehen und vielleicht hast du recht und der Täter im Fall des Teenagers ist bald gefasst. Es könnte sich ja einfach um einen anderen Jugendlichen / jungen Erwachsenen, respektive eine Gruppe, aus der gleichen Unterkunft handeln, zum Beispiel.
sozioökonomisch bzw. v.a. soziokulturell sehe ich da überhaupt keine Parallele. der 14-jährige kommt aus einem Bürgerkriegsland wo Grausamkeiten an der Tagesordnung sind. Dass man in Eritrea dunkelhäutig ist, ist für mich nicht relevant.- Fabian ist hier im friedlichen Deutschland aufgewachsen und sozialisiert worden. Bekannt ist leider auch, dass in Flüchtlingsunterkünften nicht nur Menschen unterkommen, die eben vor Gewalt im Heimatland geflüchtet sind, sondern auch die, die im Heimatland auf der Täterseite standen, so man dies so sagen kann. Es treffen dort u.a. auch verfeindete Bevölkerungsgruppen ungeschützt aufeinander. Ähnlich im Fall Fabian und dem 14-Jährigen ist vielleicht allenfalls noch, dass beide aufgrund verschiedener Gründe vermutlich erhöhte Verletzlichkeit aufwiesen.
Hinweise auf einen sexuell oder anderweitig motivierten Serienmörder lassen sich für mich in beiden Fällen nicht ableiten. Und ja, wahrscheinlich bei Yosef jemand aus derselben Unterkunft, seinem sozialen Nahfeld (ohne dass dies nun als Einladung verstanden wird, die Nazikeule zu schwingen). Da wird man abwarten müssen. Da er wohl schon ganz gut integriert war und sein soziales Umfeld deshalb auch über die Unterkunft hinausging, kommen auch Menschen außerhalb der Unterkunft, welcher Hautfarbe und Nationalität auch immer, in Frage.
Caris
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Caris hat geschrieben: Freitag, 30. Januar 2026, 14:26:28 sozioökonomisch bzw. v.a. soziokulturell sehe ich da überhaupt keine Parallele. der 14-jährige kommt aus einem Bürgerkriegsland wo Grausamkeiten an der Tagesordnung sind. Dass man in Eritrea dunkelhäutig ist, ist für mich nicht relevant.- Fabian ist hier im friedlichen Deutschland aufgewachsen und sozialisiert worden. Bekannt ist leider auch, dass in Flüchtlingsunterkünften nicht nur Menschen unterkommen, die eben vor Gewalt im Heimatland geflüchtet sind, sondern auch die, die im Heimatland auf der Täterseite standen, so man dies so sagen kann. Es treffen dort u.a. auch verfeindete Bevölkerungsgruppen ungeschützt aufeinander. Ähnlich im Fall Fabian und dem 14-Jährigen ist vielleicht allenfalls noch, dass beide aufgrund verschiedener Gründe vermutlich erhöhte Verletzlichkeit aufwiesen.
Hinweise auf einen sexuell oder anderweitig motivierten Serienmörder lassen sich für mich in beiden Fällen nicht ableiten. Und ja, wahrscheinlich bei Yosef jemand aus derselben Unterkunft, seinem sozialen Nahfeld (ohne dass dies nun als Einladung verstanden wird, die Nazikeule zu schwingen). Da wird man abwarten müssen. Da er wohl schon ganz gut integriert war und sein soziales Umfeld deshalb auch über die Unterkunft hinausging, kommen auch Menschen außerhalb der Unterkunft, welcher Hautfarbe und Nationalität auch immer, in Frage.
(Quelle meiner Aussagen: mehrfach Schilderungen von Flüchtlingen selbst, die Panik hatten, in einer gegebenen Unterkunft zu bleiben, weil sie von anderen Flüchtlingen bedroht wurden).
besondere Verletzlichkeit (u. tatsächlich Vergleichbarkeit): u.a. aufgrund Status als Kind alleinerziehender Mütter mit wohl eher wenig anderer verfügbarer familiärer Unterstützung.
Jane.Doe
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Caris hat geschrieben: Freitag, 30. Januar 2026, 12:41:04 darum finde ich das auch langsam fast bösartig, sich so zu entziehen. Es stiftet gezielt Verwirrung. -Es wurde auch bereits vor Kurzem darum gebeten, sich anzumelden, wenn man ohnehin regelmäßig schreibt. Dieser Gast verweigert dies und verweigert auch, nachvollziehbare Gründe für sein Verbleiben in der Nichtidentifizierbarkeit anzuführen.

@GästinF: ich nehme es zurück, dass Du den link vom 14-Jährigen geteilt hast, um gezielt abzulenken. Du hast es wahrscheinlich wirklich nur gut gemeint. Beim Gast sehe ich dies weiterhin anders. Das sind gezielte negative Handlungen, um in irgendeiner Weise aufzuwiegeln.
Ja, da geb ich Dir Recht. Das merkt man ja auch in der Weise wie der (oder eher diejenigen) alles und jeden angreifen um dann zwei Sätze weiter hinten lapidar das Gegenteil zu behaupten.

Scheinen sehr verletzliche Seelchen zu sein, es erregt beinahe mein Mitleid.

In Zukunft werd ich solche Beiträge ignorieren, das ist Zeitverschwendung.
Nikas
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Caris hat geschrieben: Freitag, 30. Januar 2026, 09:37:30 dem möchte ich mich anschließen. Bitte einfach mal was halbwegs Schlüssiges entwickeln, @Gast und genauso @GästinF die ihr offenbar die EB für dumm haltet.
Ich möchte hierzu mal widersprechen.
Ich gehe nicht davon aus, dass die von dir markierten User die EB für dumm halten.
Ich möchte gerade mal meine eigene Erfahrung kurz anmerken.
Ich habe gestern mit der Geschäftsstelle der hier bei mir ansässigen Schwurgerichtskammer länger gesprochen, da ich in nächster Zeit wahrscheinlich auch eine Zeugenaussage in einem Mordprozess tätigen muss.
Es war ein längeres Gespräch und es ging auch um die allgemeine Verfahrensweise, wann darf man dem Prozess beiwohnen, darf man die Anklageverlesung hören, wie viele Prozesstage wird es geben, etc. Ich hatte einige Fragen.
Und zu dem Thema Prozesstage sagte man mir „wir hatten dass hier auch schon, dass 10 Tage geplant waren, aber am 2. Tag hat sich die Zeugin plötzlich als die Mörderin erwiesen und dann waren alle Karten von vorne zu sortieren“

Da saß also jemand wegen Mordes auf der Anklagebank gesessen, vermutlich vorher mehrere Monate in U-Haft, sowohl StA als auch das Anklage zulassende Gericht war sich sicher, dass es zu einer Verurteilung kommen wird, und dann kommt raus, die angeklagte Person ist unschuldig.
Ich hatte noch keine Zeit zu recherchieren, um welchen Fall es da konkret ging.
Aber hier war man sich von Seiten der EB sicher und dann hat man doch geirrt.

Deswegen sind EB aber nicht dumm.

Ich sage damit nicht, dass das hier auch so passieren wird.

Aber ich finde den Ton, der hier mittlerweile herrscht, diese Überheblichkeit, als würde man die Wahrheit kennen und somit das Recht hat, allen Zweiflern ein Schild vor die Nase zu halten mit „wie kann man nur so naiv sein“, einfach nur noch ätzend.
Keks22
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Nikas hat geschrieben: Freitag, 30. Januar 2026, 17:01:18 Ich möchte hierzu mal widersprechen.
Ich gehe nicht davon aus, dass die von dir markierten User die EB für dumm halten.
Ich möchte gerade mal meine eigene Erfahrung kurz anmerken.
Ich habe gestern mit der Geschäftsstelle der hier bei mir ansässigen Schwurgerichtskammer länger gesprochen, da ich in nächster Zeit wahrscheinlich auch eine Zeugenaussage in einem Mordprozess tätigen muss.
Es war ein längeres Gespräch und es ging auch um die allgemeine Verfahrensweise, wann darf man dem Prozess beiwohnen, darf man die Anklageverlesung hören, wie viele Prozesstage wird es geben, etc. Ich hatte einige Fragen.
Und zu dem Thema Prozesstage sagte man mir „wir hatten dass hier auch schon, dass 10 Tage geplant waren, aber am 2. Tag hat sich die Zeugin plötzlich als die Mörderin erwiesen und dann waren alle Karten von vorne zu sortieren“

Da saß also jemand wegen Mordes auf der Anklagebank gesessen, vermutlich vorher mehrere Monate in U-Haft, sowohl StA als auch das Anklage zulassende Gericht war sich sicher, dass es zu einer Verurteilung kommen wird, und dann kommt raus, die angeklagte Person ist unschuldig.
Ich hatte noch keine Zeit zu recherchieren, um welchen Fall es da konkret ging.
Aber hier war man sich von Seiten der EB sicher und dann hat man doch geirrt.

Deswegen sind EB aber nicht dumm.

Ich sage damit nicht, dass das hier auch so passieren wird.

Aber ich finde den Ton, der hier mittlerweile herrscht, diese Überheblichkeit, als würde man die Wahrheit kennen und somit das Recht hat, allen Zweiflern ein Schild vor die Nase zu halten mit „wie kann man nur so naiv sein“, einfach nur noch ätzend.
Danke Nikas. Sehr gut dein Statement.
Fragjanur

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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GästinF hat geschrieben: Freitag, 30. Januar 2026, 10:13:14 Zur Vergleichbarkeit: Ähnliches Alter, da Fabian älter aussah und Yosef auf jeden Fall noch ein Kindergedicht hat (kein junger Mann). Beide hatten zwar scheinbar einen unterschiedlichen Hintergrund, aber auch wieder nicht, da in beiden Fällen prekär auf unterschiedliche Art und Weise. Beide waren viel unterwegs in Vereinen etc., Stichwort Gelegenheit.
Der Fundort ist von der Umgebung her sehr ähnlich.

Es muss aber natürlich nichts heißen. Es könnten unterschiedliche Täter sein, ein Trittbrettfahrer oder die Fundorte sind reiner Zufall.
Vielleicht ist es ja auch so üblich, dass Kinderleichen direkt an Waldseen abgelegt werden.
Welches ähnliche Alter? Fabian war 8 Jahre alt und Yosef 14. Ein Kind und ein Teenager. Wo genau siehst du Parallelen? Weil zwei junge Menschen, zwei sinnlose Tode gestorben sind? Weil beide ermordet wurden? Und was heißt, beide waren viel unterwegs in Vereinen? Fabian ging mit 8 Jahren in eine Einrichtung, die sich Jugendclub nennt. Es gibt viel Jugendzentren, die Kindern Schularbeitenbetreuung und Freizeitangebote anbieten. Diese sind aber von den Zeiten her ganz unterschiedlich zu denen der Jugendlichen, die dort auch verkehren können. Weil beide an einem Gewässer gefunden wurden?
Und was heißt, es können unterschiedliche Täter sein? Es sind zu 100% unterschiedliche Täter, schon alleine, weil Klein Upahl nicht in Dormagen liegt und anders herum.

Und in der Tat ist dein letzter Satz einfach geschmacklos!

Vielleicht vergegenwärtigst du dir noch einmal wirklich, dass hier reale Fälle besprochen werden. ************************************************************************************************************ Hier sind zwei junge Menschen sinnlos zu Tode gekommen. Ihnen und ihren Eltern ist reales Leid wiederfahren. Vergiss das nicht, auch wenn das Textfeld sehr geduldig ist.

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Ich finde es sehr verwirrend, wenn hier die Fälle miteinander vermischt werden. Auch schon Seiten zuvor, als es um den Mord an Luise ging. Vielleicht kann man das in den entsprechenden Fällen diskutieren. Jemand steigt darauf ein und ein anderer denkt, die Inhalte beziehen sich auf den aktuellen Fall, zu dem man eigentlich schreibt.



Persönliche Angriffe wurden entfernt, um den Diskussionsfokus auf sachliche Inhalte zu wahren.
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Sronson »

Nikas hat geschrieben: Freitag, 30. Januar 2026, 17:01:18 Ich möchte hierzu mal widersprechen.
Ich gehe nicht davon aus, dass die von dir markierten User die EB für dumm halten.
Ich möchte gerade mal meine eigene Erfahrung kurz anmerken.
Ich habe gestern mit der Geschäftsstelle der hier bei mir ansässigen Schwurgerichtskammer länger gesprochen, da ich in nächster Zeit wahrscheinlich auch eine Zeugenaussage in einem Mordprozess tätigen muss.
Es war ein längeres Gespräch und es ging auch um die allgemeine Verfahrensweise, wann darf man dem Prozess beiwohnen, darf man die Anklageverlesung hören, wie viele Prozesstage wird es geben, etc. Ich hatte einige Fragen.
Und zu dem Thema Prozesstage sagte man mir „wir hatten dass hier auch schon, dass 10 Tage geplant waren, aber am 2. Tag hat sich die Zeugin plötzlich als die Mörderin erwiesen und dann waren alle Karten von vorne zu sortieren“

Da saß also jemand wegen Mordes auf der Anklagebank gesessen, vermutlich vorher mehrere Monate in U-Haft, sowohl StA als auch das Anklage zulassende Gericht war sich sicher, dass es zu einer Verurteilung kommen wird, und dann kommt raus, die angeklagte Person ist unschuldig.
Ich hatte noch keine Zeit zu recherchieren, um welchen Fall es da konkret ging.
Aber hier war man sich von Seiten der EB sicher und dann hat man doch geirrt.

Deswegen sind EB aber nicht dumm.

Ich sage damit nicht, dass das hier auch so passieren wird.
Vielleicht findest du eine Quelle zu dem Fall, denn ich würde sehr gern mehr darüber lesen.

Auch im vorliegenden Fall könnte sich noch eine entsprechende Wende ergeben. Eine Tatbeteiligung bislang nicht beschuldigter Personen wurde ja schon öfter diskutiert. In Anbetracht der vorliegenden Informationen ist das eine nachvollziehbare These.
Nikas
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Sronson hat geschrieben: Freitag, 30. Januar 2026, 17:31:10 Vielleicht findest du eine Quelle zu dem Fall, denn ich würde sehr gern mehr darüber lesen.

Auch im vorliegenden Fall könnte sich noch eine entsprechende Wende ergeben. Eine Tatbeteiligung bislang nicht beschuldigter Personen wurde ja schon öfter diskutiert. In Anbetracht der vorliegenden Informationen ist das eine nachvollziehbare These.
Ich dachte zunächst es ginge um den Mordfall Jürgen Volke. Das passt aber nicht ganz, denn der ursprünglich Angeklagte wurde wegen Beihilfe verurteilt, nicht freigesprochen.
Täterin selbst war seine Freundin.

Es muss ein anderer Fall gewesen sein; ich suche weiter.

Aber auch der Fall Jürgen Volke zeigt, dass die EB zunächst den „falschen Täter“ angeklagt haben.
Sronson
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Sronson »

Nikas hat geschrieben: Freitag, 30. Januar 2026, 17:37:01 Ich dachte zunächst es ginge um den Mordfall Jürgen Volke. Das passt aber nicht ganz, denn der ursprünglich Angeklagte wurde wegen Beihilfe verurteilt, nicht freigesprochen.
Täterin selbst war seine Freundin.

Es muss ein anderer Fall gewesen sein; ich suche weiter.

Aber auch der Fall Jürgen Volke zeigt, dass die EB zunächst den „falschen Täter“ angeklagt haben.
Auch hier hat sich die vermeintliche Zeugin später als Täterin entpuppt: https://www.derwesten.de/staedte/duisbu ... 91711.html
Gast

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Sronson hat geschrieben: Freitag, 30. Januar 2026, 17:31:10 Vielleicht findest du eine Quelle zu dem Fall, denn ich würde sehr gern mehr darüber lesen.

Auch im vorliegenden Fall könnte sich noch eine entsprechende Wende ergeben. Eine Tatbeteiligung bislang nicht beschuldigter Personen wurde ja schon öfter diskutiert. In Anbetracht der vorliegenden Informationen ist das eine nachvollziehbare These.
Es gibt nicht wenige Fälle mit derart spektakulären Wendungen, hier auf die Schnelle mal vier mehr oder weniger aktuelle Beispiele:

01. Der Fall Veaceslav A. (Berlin): Ein prominentes Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit ist ein Prozess in Berlin. Der Hauptzeuge im Mordfall an einem Bauunternehmer legte vor Gericht ein Geständnis ab, selbst der Mörder zu sein, was eine spektakuläre Wende darstellte.

02. Der Fall Jessie L. (Leipzig): Im Fall des verschwundenen 19-Jährigen Jessie L. geriet dessen Freund Max D., der als letzte Kontaktperson der Polizei verschiedene Versionen der Ereignisse schilderte und schließlich den Ermittlern den Ablageort der Leiche zeigte, in den Fokus der Ermittlungen und wurde schließlich überführt

03. Fall Marco (Bremen, 2026 aufgearbeitet): In diesem Fall versuchte ein Mieter (Markus), die Schwester des Opfers durch gefälschte Nachrichten in die Irre zu führen und gab vor, das Opfer sei lediglich verreist. Erst durch Zeugenaussagen über einen Streit und die Beobachtung eines Jägers im Wald konnten die Täter, die sich als harmlose Renovierer ausgaben, überführt werden.

04. Brendan Banfield (2026): In einem aktuellen Prozess in den USA wird Brendan Banfield beschuldigt, den Mord an seiner Frau und einem Unbekannten als Notwehr getarnt zu haben. Er behauptete zunächst, als Zeuge dazugekommen zu sein und den Angreifer seiner Frau erschossen zu haben. Die Staatsanwaltschaft sieht darin jedoch ein detailliert geplantes Komplott

Eine solche Konstellation fasziniert und spaltet die Gemüter zugleich, weil sie das Vertrauen in die Rolle des unparteiischen Zeugen untergräbt und zeigt, dass Täter oft näher am Geschehen sind als zunächst angenommen.
Nikas
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Nikas »

Gast hat geschrieben: Freitag, 30. Januar 2026, 18:00:18 Es gibt nicht wenige Fälle mit derart spektakulären Wendungen, hier auf die Schnelle mal vier mehr oder weniger aktuelle Beispiele:

01. Der Fall Veaceslav A. (Berlin): Ein prominentes Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit ist ein Prozess in Berlin. Der Hauptzeuge im Mordfall an einem Bauunternehmer legte vor Gericht ein Geständnis ab, selbst der Mörder zu sein, was eine spektakuläre Wende darstellte.

02. Der Fall Jessie L. (Leipzig): Im Fall des verschwundenen 19-Jährigen Jessie L. geriet dessen Freund Max D., der als letzte Kontaktperson der Polizei verschiedene Versionen der Ereignisse schilderte und schließlich den Ermittlern den Ablageort der Leiche zeigte, in den Fokus der Ermittlungen und wurde schließlich überführt

03. Fall Marco (Bremen, 2026 aufgearbeitet): In diesem Fall versuchte ein Mieter (Markus), die Schwester des Opfers durch gefälschte Nachrichten in die Irre zu führen und gab vor, das Opfer sei lediglich verreist. Erst durch Zeugenaussagen über einen Streit und die Beobachtung eines Jägers im Wald konnten die Täter, die sich als harmlose Renovierer ausgaben, überführt werden.

04. Brendan Banfield (2026): In einem aktuellen Prozess in den USA wird Brendan Banfield beschuldigt, den Mord an seiner Frau und einem Unbekannten als Notwehr getarnt zu haben. Er behauptete zunächst, als Zeuge dazugekommen zu sein und den Angreifer seiner Frau erschossen zu haben. Die Staatsanwaltschaft sieht darin jedoch ein detailliert geplantes Komplott

Eine solche Konstellation fasziniert und spaltet die Gemüter zugleich, weil sie das Vertrauen in die Rolle des unparteiischen Zeugen untergräbt und zeigt, dass Täter oft näher am Geschehen sind als zunächst angenommen.
Interessant ist vor allem dein erstes Beispiel, da kam es bis zum Prozess und erst dann hat sich das Blatt gewendet.
Ich denke das ist seltener als in Fällen, bei denen sich das Blatt noch vor Abschluss der Ermittlungen / Eröffnung des Hauptverfahrens wendet.
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Gast hat geschrieben: Freitag, 30. Januar 2026, 18:00:18 Es gibt nicht wenige Fälle mit derart spektakulären Wendungen, hier auf die Schnelle mal vier mehr oder weniger aktuelle Beispiele:

01. Der Fall Veaceslav A. (Berlin): Ein prominentes Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit ist ein Prozess in Berlin. Der Hauptzeuge im Mordfall an einem Bauunternehmer legte vor Gericht ein Geständnis ab, selbst der Mörder zu sein, was eine spektakuläre Wende darstellte.

02. Der Fall Jessie L. (Leipzig): Im Fall des verschwundenen 19-Jährigen Jessie L. geriet dessen Freund Max D., der als letzte Kontaktperson der Polizei verschiedene Versionen der Ereignisse schilderte und schließlich den Ermittlern den Ablageort der Leiche zeigte, in den Fokus der Ermittlungen und wurde schließlich überführt

03. Fall Marco (Bremen, 2026 aufgearbeitet): In diesem Fall versuchte ein Mieter (Markus), die Schwester des Opfers durch gefälschte Nachrichten in die Irre zu führen und gab vor, das Opfer sei lediglich verreist. Erst durch Zeugenaussagen über einen Streit und die Beobachtung eines Jägers im Wald konnten die Täter, die sich als harmlose Renovierer ausgaben, überführt werden.

04. Brendan Banfield (2026): In einem aktuellen Prozess in den USA wird Brendan Banfield beschuldigt, den Mord an seiner Frau und einem Unbekannten als Notwehr getarnt zu haben. Er behauptete zunächst, als Zeuge dazugekommen zu sein und den Angreifer seiner Frau erschossen zu haben. Die Staatsanwaltschaft sieht darin jedoch ein detailliert geplantes Komplott

Eine solche Konstellation fasziniert und spaltet die Gemüter zugleich, weil sie das Vertrauen in die Rolle des unparteiischen Zeugen untergräbt und zeigt, dass Täter oft näher am Geschehen sind als zunächst angenommen.
Könntest du bitte noch Quellen zu diesen Fällen angeben?
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Sronson hat geschrieben: Freitag, 30. Januar 2026, 19:35:33 Könntest du bitte noch Quellen zu diesen Fällen angeben?
https://www.tagesspiegel.de/berlin/der- ... 43609.html

Hier wäre die Quelle zum ersten Fall den Gast genannt hat.
Kurz vorm Urteil dann die Wendung.
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Nikas hat geschrieben: Freitag, 30. Januar 2026, 19:53:50 https://www.tagesspiegel.de/berlin/der- ... 43609.html

Hier wäre die Quelle zum ersten Fall den Gast genannt hat.
Kurz vorm Urteil dann die Wendung.
Dann bin ich mal so frei, eine Quelle für den zweiten Fall anzubringen:

https://www.l-iz.de/leben/faelle-unfael ... ter-510069#
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von seppel »

Gast hat geschrieben: Freitag, 30. Januar 2026, 18:00:18 03. Fall Marco (Bremen, 2026 aufgearbeitet): In diesem Fall versuchte ein Mieter (Markus), die Schwester des Opfers durch gefälschte Nachrichten in die Irre zu führen und gab vor, das Opfer sei lediglich verreist. Erst durch Zeugenaussagen über einen Streit und die Beobachtung eines Jägers im Wald konnten die Täter, die sich als harmlose Renovierer ausgaben, überführt werden.

04. Brendan Banfield (2026): In einem aktuellen Prozess in den USA wird Brendan Banfield beschuldigt, den Mord an seiner Frau und einem Unbekannten als Notwehr getarnt zu haben. Er behauptete zunächst, als Zeuge dazugekommen zu sein und den Angreifer seiner Frau erschossen zu haben. Die Staatsanwaltschaft sieht darin jedoch ein detailliert geplantes Komplott

Eine solche Konstellation fasziniert und spaltet die Gemüter zugleich, weil sie das Vertrauen in die Rolle des unparteiischen Zeugen untergräbt und zeigt, dass Täter oft näher am Geschehen sind als zunächst angenommen.

Fall 3
https://www.butenunbinnen.de/nachrichte ... n-100.html

Fall4
https://www.rtl.de/news/usa-brasilianis ... 44596.html
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Nikas hat geschrieben: Freitag, 30. Januar 2026, 17:01:18 Ich möchte hierzu mal widersprechen.
Ich gehe nicht davon aus, dass die von dir markierten User die EB für dumm halten
Gott bewahre. Außerdem sind die sich intern auch oft nicht so einig wie es nach außen scheint. Ich zitiere mal aus einem taz-Artikel zum Mordfall Weimar im September 1981.
Kein „off limits“ für Journalisten in Phillipstal
■ Im Mordfall Carola und Melanie Weimar ermittelt jetzt auch die Regenbogenpresse / Belagerungszustand im nordhessischen Philippstal Bei der „Wahrheitsfindung“ spielt Geld keine Rolle / Behördenstreit um die Tatverdächtigen / Auch Juristen wittern Karriere–Chancen
17.9.1986 0:00 Uhr Aus Fulda Eva Machnitzke [...]

Der Leiter der Sonderkommission (Soko), die in dem Mordfall ermittelt, ließ inzwischen durchsickern, daß er die Eltern nicht für die Täter halte. Er setzte sich damit in Gegensatz zur Staatsanwaltschaft.
https://taz.de/Kein-off-limits-fuer-Jou ... /!1877612/

Ich merke an, dass der Leiter der SOKO Weimar nicht etwa damit wiedergegeben wird, er halte Reinhard Weimar nicht für den Täter sondern er halte die Eltern nicht für die Täter. Auch wenn der Schwager Raymond Eliott durchaus in einem frühen Stadium der Emittlungen im Visier der Ermittler war, bedarf es keiner alternative Theorie, um zu diesem Schluss zu kommen. Wenn zu wenig vorliegt, wird es nicht dadurch ausreichend, dass man gerade keine andere Idee hat. Herr Becker hat auch mal geäußert, der Fall sei zwar juristisch geklärt, aber kriminalistisch nicht ausermittelt.
Hauptkommissar Rolf Becker, der damalige Leiter der "SOKO Weimar", hält den Fall zwar für juristisch abgeschlossen. Kriminalistisch "ausermittelt" sei er aber keineswegs.
https://osthessen-news.de/n1141587/phil ... n-ard.html

Um zum Fall Fabian zurück zu kommen. Sollte die Angeklagte Gina H. verurteilt werden, hoffe ich nicht, dass das auf so schwachen Indizien basiert und wir möglicherweise in 36 Jahren eine RTL-Doku sehen können, in der angedeutet wird, dass alles ganz anders gewesen sein kann.
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Sronson hat geschrieben: Freitag, 30. Januar 2026, 17:59:59 Auch hier hat sich die vermeintliche Zeugin später als Täterin entpuppt: https://www.derwesten.de/staedte/duisbu ... 91711.html
aber das ist doch genau das Szenario, dass wir hier auch haben. Die Zeugin sitzt nun als dringend Tatverdächtige in Haft, hat sich ebenfalls wiederholt in Widersprüche verstrickt. Auf diese Weise wäre nun ja kein Fehler der EB mehr möglich.
(und, auch wenn es langsam nervt, auch hier wieder von psychopathischen Zügen der Täterin auszugehen, hoher Grad an Instrumentalisierung anderer, Lüge und Täuschung über lange Zeit aufrechterhalten, besondere Ausnutzung der Verletzlichkeit der dementen Frau) Arglosigkeit und Wehrlosigkeit des Opfers (bzw. der zwei Opfer) ausgenutzt.
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Gast hat geschrieben: Freitag, 30. Januar 2026, 18:00:18 Es gibt nicht wenige Fälle mit derart spektakulären Wendungen, hier auf die Schnelle mal vier mehr oder weniger aktuelle Beispiele:

01. Der Fall Veaceslav A. (Berlin): Ein prominentes Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit ist ein Prozess in Berlin. Der Hauptzeuge im Mordfall an einem Bauunternehmer legte vor Gericht ein Geständnis ab, selbst der Mörder zu sein, was eine spektakuläre Wende darstellte.

02. Der Fall Jessie L. (Leipzig): Im Fall des verschwundenen 19-Jährigen Jessie L. geriet dessen Freund Max D., der als letzte Kontaktperson der Polizei verschiedene Versionen der Ereignisse schilderte und schließlich den Ermittlern den Ablageort der Leiche zeigte, in den Fokus der Ermittlungen und wurde schließlich überführt

03. Fall Marco (Bremen, 2026 aufgearbeitet): In diesem Fall versuchte ein Mieter (Markus), die Schwester des Opfers durch gefälschte Nachrichten in die Irre zu führen und gab vor, das Opfer sei lediglich verreist. Erst durch Zeugenaussagen über einen Streit und die Beobachtung eines Jägers im Wald konnten die Täter, die sich als harmlose Renovierer ausgaben, überführt werden.

04. Brendan Banfield (2026): In einem aktuellen Prozess in den USA wird Brendan Banfield beschuldigt, den Mord an seiner Frau und einem Unbekannten als Notwehr getarnt zu haben. Er behauptete zunächst, als Zeuge dazugekommen zu sein und den Angreifer seiner Frau erschossen zu haben. Die Staatsanwaltschaft sieht darin jedoch ein detailliert geplantes Komplott

Eine solche Konstellation fasziniert und spaltet die Gemüter zugleich, weil sie das Vertrauen in die Rolle des unparteiischen Zeugen untergräbt und zeigt, dass Täter oft näher am Geschehen sind als zunächst angenommen.
siehe mein anderer post gerade. Diese Wende, wo sich die Zeugen als Mörder herausstellen, hätten wir ja bereits genommen. Die initiale Zeugin ist die dringend Tatverdächtige.
Dass Täter sich als Zeugen präsentieren scheint, betrachtet man allein die Beispiele die du angeführt hast, nicht ungewöhnlich. Bei mir spaltet sich da kein Gemüt. Ich erkläre es mir mit den Persönlichkeitszügen derartiger Täter.
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Nikas
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Nikas »

seppel hat geschrieben: Freitag, 30. Januar 2026, 22:30:21 R.F. Live


https://www.tiktok.com/@raffaelafernand ... s_homepage
Gabs da was interessantes zu hören?
Ist nicht mehr da das Video
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