MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

ÖFFENTLICHE DISKUSSION
Jane.Doe

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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GästinF hat geschrieben: Sonntag, 25. Januar 2026, 09:02:35 Wie hätte sie sich denn deiner Meinung nach bezeichnen sollen?
Stiefmutter ist nun mal negativ konnotiert.
Ihre Äußerung korreliert doch mit Dorinas Bezeichnung als zweites Zuhause oder sie war ihm zugetan.

Ich habe den Eindruck, dass es Mütter gibt, die damit ein Problem haben, weil sie eifersüchtig auf eine Neue wären, die sich gut mit ihrem Kind versteht.
Stiefmutter ist nicht Ziehmutter. Eine Ziehmutter hat eine wesentlich positivere Konnotation, nicht einfach 'eingeheiratet' wie die Stiefmutter, sondern liebend, nährend, mehr im Sinne einer Amme, die ein Kind ernährt weil die Mutter es nicht kann. Das wird in diesem Bild suggeriert.

Wie sich meiner Meinung nach eine Frau, die eine verbrannte Kinderleiche des Sohnes ihres Expartners findet und dann an die Presse geht um ein Interview zu geben hätte äußern können?

Nicht als Ziehmutter.

Sie hätte ja äußern können, dass sie ihn geliebt hat, keine Frage. Sie hätte auch ihr Bedauern darüber äußern könnten, aber das fehlt. Stattdessen ging es um das Bild in IHREM Kopf.
Sie hätte den Eltern ihr Bedauern ausdrücken können, von denen einer ihr langjähriger Partner war, das fehlt auch.

Oder sie hätte den Begriff Ziehmutter auch einfach nicht verwenden müssen aus Respekt gegeüber der Mutter, denn er hatte eine Mutter und das weiß sie. Selbst wenn er oft bei ihnen war (zeitweise bis zum Kontaktverbot wohlgemerkt). Mir ist da keine Adoptionsurkunde bekannt, die sie als Ziehmutter/Stiefmutter ausweisen würde.

Sich als erweiterte "Mutter" zu bezeichnen finde Ich in diesem Kontext äußerst ungewöhnlich und befremdlich.
Jane.Doe

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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GästinF hat geschrieben: Sonntag, 25. Januar 2026, 09:02:35
Ich habe den Eindruck, dass es Mütter gibt, die damit ein Problem haben, weil sie eifersüchtig auf eine Neue wären, die sich gut mit ihrem Kind versteht.
Klar gibt's die. Genauso gibt es aber auch Mütter, die nicht eifersüchtig wären, wenn die neue Partnerin eine Bereicherung für ihr Kind darstellen würde.

Ob das so war, wage ich stark zu bezweifeln.

Oft gewinnt man den Eindruck, dass der gängige Tonus lautet, dass GH nur als Täterin betrachtet werden würde weil da viele eifersüchtig wären auf...

Ja. Worauf eigentlich?

Attraktivität? Es tut mir leid, das zu sagen, aber nur weil sie ein gewisses Alter hat und keine 200 Kilo wiegt ist sie noch lange kein Model (auch wenn sie das anders sieht)
Auf ihren Intellekt? Wohl eher nicht.
Auf ihren sozialen Status? Fehlanzeige.
Auf ihren reiterlichen Erfolg? Mittelmaß, und selbst da knapp darunter.
Auf ihre Wirkung bei Männern? Keiner von denen war imstande ihr oder auch nur sich selbst etwas aufzubauen, was über das Mindestmaß hinausginge.

Nun, worauf eigentlich?

Sicher gibt es diese Kategorie Menschen. Aber das ist nicht die Mehrheit.

GH ist in U-Haft, und das nicht ohne Grund, ob sie es nun alleine war, oder nicht.
GastausanderemForum

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Gast hat geschrieben: Sonntag, 25. Januar 2026, 01:06:06 (Das Interview muss sie gar nicht autorisiert haben. Hier traue ich J.S. zu, informelle O-Tone ungefragt zu veröffentlichen)
Über den Punkt habe ich auch nachgedacht zumal JS im Lifestream selbst gesagt hat, dass er sie beim Abstellen des Autos angesprochen hat und sie zuerst nicht mit ihm reden wollte.
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Jane.Doe hat geschrieben: Sonntag, 25. Januar 2026, 10:01:37 Stiefmutter ist nicht Ziehmutter. Eine Ziehmutter hat eine wesentlich positivere Konnotation, nicht einfach 'eingeheiratet' wie die Stiefmutter, sondern liebend, nährend, mehr im Sinne einer Amme, die ein Kind ernährt weil die Mutter es nicht kann. Das wird in diesem Bild suggeriert.

Wie sich meiner Meinung nach eine Frau, die eine verbrannte Kinderleiche des Sohnes ihres Expartners findet und dann an die Presse geht um ein Interview zu geben hätte äußern können?

Nicht als Ziehmutter.

Sie hätte ja äußern können, dass sie ihn geliebt hat, keine Frage. Sie hätte auch ihr Bedauern darüber äußern könnten, aber das fehlt. Stattdessen ging es um das Bild in IHREM Kopf.
Sie hätte den Eltern ihr Bedauern ausdrücken können, von denen einer ihr langjähriger Partner war, das fehlt auch.

Oder sie hätte den Begriff Ziehmutter auch einfach nicht verwenden müssen aus Respekt gegeüber der Mutter, denn er hatte eine Mutter und das weiß sie. Selbst wenn er oft bei ihnen war (zeitweise bis zum Kontaktverbot wohlgemerkt). Mir ist da keine Adoptionsurkunde bekannt, die sie als Ziehmutter/Stiefmutter ausweisen würde.

Sich als erweiterte "Mutter" zu bezeichnen finde Ich in diesem Kontext äußerst ungewöhnlich und befremdlich.
ja, genau. --Eine Ziehmutter ist jemand der sich um ein Kind kümmert dessen Mutter/Bezugspersonen nicht in der Lage sind, sich ausreichend um es zu kümmern. Somit eine Entwertung von Fabians Mutter und völlig diskrepant zu dem, was eine Ziehmutter ist: sich sorgend, kümmernd, Anteil nehmend. Das Wohl des Ziehkindes im Vordergrund eben. Also alles was sie nicht ist.
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Caris hat geschrieben: Sonntag, 25. Januar 2026, 10:44:49 ja, genau. --Eine Ziehmutter ist jemand der sich um ein Kind kümmert dessen Mutter/Bezugspersonen nicht in der Lage sind, sich ausreichend um es zu kümmern. Somit eine Entwertung von Fabians Mutter und völlig diskrepant zu dem, was eine Ziehmutter ist: sich sorgend, kümmernd, Anteil nehmend. Das Wohl des Ziehkindes im Vordergrund eben. Also alles was sie nicht ist.
in diesem Zusammenhang bietet es sich an, auch auf eine weitere sprachliche Unstimmigkeit hinzuweisen: Die Oma der TV gab an, es sei "klar wie dicke Tinte" , dass ihre Enkelin es nicht gewesen sei. -"Klar wie dicke TInte" ist jedoch ironisch und bedeutet eigentlich das Gegenteil, nämlich überhaupt nicht klar, verwirrend. Im Englischen entspricht dies "clear as mud": so klar wie Schlamm. Auch hier, im Statement der Oma, fehlt dazu auch wieder jeglicher Ausdruck von Mitgefühl für Fabian und/oder seine Mutter.
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Caris hat geschrieben: Sonntag, 25. Januar 2026, 10:50:14 in diesem Zusammenhang bietet es sich an, auch auf eine weitere sprachliche Unstimmigkeit hinzuweisen: Die Oma der TV gab an, es sei "klar wie dicke Tinte" , dass ihre Enkelin es nicht gewesen sei. -"Klar wie dicke TInte" ist jedoch ironisch und bedeutet eigentlich das Gegenteil, nämlich überhaupt nicht klar, verwirrend. Im Englischen entspricht dies "clear as mud": so klar wie Schlamm. Auch hier, im Statement der Oma, fehlt dazu auch wieder jeglicher Ausdruck von Mitgefühl für Fabian und/oder seine Mutter.
Ich bin mir sicher, dass die Oma sich nicht ironisch äußern wollte, sondern den Ausdruck lediglich falsch verwendet hat; mglw., weil er regional so üblich ist. Als echte Thüringer Rostbratwurst kann ich dir versichern, dass wir „Ossis“ im Alltag einige Floskeln benutzen, die in keinem Duden stehen und über die jeder Deutschlehrer die Hände überm Kopf zusammenschlagen würde.

Ginas Oma kann ihr Mitgefühl an anderer Stelle ausgedrückt haben, zum Beispiel telefonisch oder per Karte. Vielleicht hat sie es sogar in diesem Interview getan, es wurde jedoch (absichtlich) herausgeschnitten, um ein gewisses Bild zu erzeugen.

Wer es nicht gewöhnt ist, Interviews zu geben, drückt sich sicherlich etwas unglücklich aus. Ein gutes Beispiel ist der Zeuge Olaf, dessen jedes einzelne Wort auseinandergenommen wurde, um ihm etwas anzudichten.
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Sronson hat geschrieben: Sonntag, 25. Januar 2026, 11:03:17 Ich bin mir sicher, dass die Oma sich nicht ironisch äußern wollte, sondern den Ausdruck lediglich falsch verwendet hat; mglw., weil er regional so üblich ist?

Ginas Oma kann ihr Mitgefühl an anderer Stelle ausgedrückt haben, zum Beispiel telefonisch oder per Karte. Vielleicht hat sie es sogar in diesem Interview getan, es wurde jedoch (absichtlich) herausgeschnitten, um ein gewisses Bild zu erzeugen.

Wer es nicht gewöhnt ist, Interviews zu geben, drückt sich sicherlich etwas unglücklich aus. Ein gutes Beispiel ist der Zeuge Olaf, dessen jedes einzelne Wort auseinandergenommen wird, um ihm etwas anzudichten.
ja, Du hast Recht. --Dass sie es nicht absichtlich ironisch gemeint hat, denke ich auch und an ein Herausschneiden im Interview hatte ich auch gedacht.
Sicherlich im Gesamtkontext aber eine unglückliche bzw. unbewusst passende Äußerung.
Bei dem Zeugen Olaf ist mir nichts Unstimmiges aufgefallen. Der war halt sprachlich nur etwas ungelenk.
Die Oma möchte ich nun aber auch nicht weiter analysieren. Das steht einem nicht, zu wenig Info und auch keinerlei Verdacht auf Mittäterschaft o.ä.
GastausanderemForum

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Caris hat geschrieben: Sonntag, 25. Januar 2026, 11:13:32 ja, Du hast Recht. --Dass sie es nicht absichtlich ironisch gemeint hat, denke ich auch und an ein Herausschneiden im Interview hatte ich auch gedacht.
Sicherlich im Gesamtkontext aber eine unglückliche bzw. unbewusst passende Äußerung.
Bei dem Zeugen Olaf ist mir nichts Unstimmiges aufgefallen. Der war halt sprachlich nur etwas ungelenk.
Die Oma möchte ich nun aber auch nicht weiter analysieren. Das steht einem nicht, zu wenig Info und auch keinerlei Verdacht auf Mittäterschaft o.ä.

Wenn Reimershausen fuer Fabian wie ein zweites Zuhause für ihn war, ist doch anzunehmen, dass auch die Grosseltern den Jungen gekannt haben. Selbst Fabians Mutter hat laut ihrer Mutter geäußert, der Schock sei auch deshalb so gross gewesen, weil sie Gina H
dem Jungen gegenüber eigentlich als zugewandt erlebt hätte. Wenn das auch der Eindruck der Großmutter war, ist es doch verständlich, wenn sie ihrer Enkelin die Tat nicht zutraut.

Ich wunderte mich eher, dass Fabians Mutter so schnell von ihr als Täterin überzeugt war.
Djuke

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Caris hat geschrieben: Sonntag, 25. Januar 2026, 10:50:14 in diesem Zusammenhang bietet es sich an, auch auf eine weitere sprachliche Unstimmigkeit hinzuweisen: Die Oma der TV gab an, es sei "klar wie dicke Tinte" , dass ihre Enkelin es nicht gewesen sei. -"Klar wie dicke TInte" ist jedoch ironisch und bedeutet eigentlich das Gegenteil, nämlich überhaupt nicht klar, verwirrend. Im Englischen entspricht dies "clear as mud": so klar wie Schlamm. Auch hier, im Statement der Oma, fehlt dazu auch wieder jeglicher Ausdruck von Mitgefühl für Fabian und/oder seine Mutter.
Das von dir zitierte Ergebnis gleicht dem Ergebnis von der Google KI.

Dieser alte Spruch hat/kann aber eine andere Bedeutung, wenn man etwa länger sucht.
- etwas ist klar / evident / offensichtlich / deutlich
Zudem kann dicke Tinte nicht gelöscht, übersehen oder überschrieben werden.
GästinF
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Jane.Doe hat geschrieben: Sonntag, 25. Januar 2026, 10:21:04 Klar gibt's die. Genauso gibt es aber auch Mütter, die nicht eifersüchtig wären, wenn die neue Partnerin eine Bereicherung für ihr Kind darstellen würde.

Ob das so war, wage ich stark zu bezweifeln.

Oft gewinnt man den Eindruck, dass der gängige Tonus lautet, dass GH nur als Täterin betrachtet werden würde weil da viele eifersüchtig wären auf...

Ja. Worauf eigentlich?

Attraktivität? Es tut mir leid, das zu sagen, aber nur weil sie ein gewisses Alter hat und keine 200 Kilo wiegt ist sie noch lange kein Model (auch wenn sie das anders sieht)
Auf ihren Intellekt? Wohl eher nicht.
Auf ihren sozialen Status? Fehlanzeige.
Auf ihren reiterlichen Erfolg? Mittelmaß, und selbst da knapp darunter.
Auf ihre Wirkung bei Männern? Keiner von denen war imstande ihr oder auch nur sich selbst etwas aufzubauen, was über das Mindestmaß hinausginge.

Nun, worauf eigentlich?

Sicher gibt es diese Kategorie Menschen. Aber das ist nicht die Mehrheit.

GH ist in U-Haft, und das nicht ohne Grund, ob sie es nun alleine war, oder nicht.
Ob Gina zu Recht oder Unrecht in U Haft sitzt, kannst du nicht wissen, außer du verfügst über die außerordentlich seltene Begabung hellseherische Fähigkeiten zu haben.
Fehler kommen in allen Berufen vor. Nur wird komischerweise von einigen angenommen, dass Ermittler und Staatsanwälte unfehlbar sind, während das niemand zB von einem Politiker behaupten würde, echt interessant. :lol:
Da es aber keine anderen Argumente gibt, um ihre Schuld eindeitig zu beweisen, muss hier immer wieder mit der U-Haft argumentiert werden.

Und Gina ist objektiv betrachtet schon ziemlich attraktiv (ich bin eine heterosexuelle Frau). Ob man Tatoos mag oder blondierte Haare ist natürlich persönlicher Geschmack.
Klar könnten da einige neidisch sein - das meintest du sicherlich mit eifersüchtig ;).
GästinF
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von GästinF »

GastausanderemForum hat geschrieben: Sonntag, 25. Januar 2026, 11:27:22 Wenn Reimershausen fuer Fabian wie ein zweites Zuhause für ihn war, ist doch anzunehmen, dass auch die Grosseltern den Jungen gekannt haben. Selbst Fabians Mutter hat laut ihrer Mutter geäußert, der Schock sei auch deshalb so gross gewesen, weil sie Gina H
dem Jungen gegenüber eigentlich als zugewandt erlebt hätte. Wenn das auch der Eindruck der Großmutter war, ist es doch verständlich, wenn sie ihrer Enkelin die Tat nicht zutraut.

Ich wunderte mich eher, dass Fabians Mutter so schnell von ihr als Täterin überzeugt war.

Das geht mir genauso. Wobei man fairerweise sagen muss, dass Großeltern (oder Eltern) idR nicht objektiv sind.

Aber, dass mit D wundert mich auch. Ich habe noch keine Erklärung dafür gefunden.
(Vielleicht, dass es ihr eine andere Person suggeriert hätte...).

Wir wissen auch nicht, warum sie sich als Ziehmutter bezeichnet hat. Das hat zwar laut Duden in der Tat die Bedeutung einer Pflegemutter oder Mentorin. Aber niemand, außer vielleicht den Ermittlern, kann bisher beurteilen, ob es nicht einen Grund gab, genau diesen Ausdruck zu wählen.
Vielleicht liegt hier ja sogar ein Zusammenhang zu der Tatsache, dass sie über einen langen Zeitraum den Kontakt zu Fabian aufrechterhielt, obwohl keiner zum Vater bestand.
Gast

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Der Mutter war ja über Jahre sehr bewusst und wurde von ihr geduldet und akzeptiert, dass ihr Sohn sehr sehr viel Zeit mit Gina verbringt. Und dieser Frau traut sie direkt dem Mord an ihrem Kind zu. Ich finde das auch ganz eigenartig, denn da hätte ich doch niemals mein Kind gelassen, wenn ich sowas von einem Menschen denke.
Mir fällt in meinem ganzen Umfeld gar niemand ein, dem ich ad hoc einen Mord - einen Kindermord noch dazu - zutrauen würde.
weaselW
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von weaselW »

Kalle hat geschrieben: Samstag, 24. Januar 2026, 15:15:10 Zum Inselsee an die Ortskundigen: ist man da im Oktober eher allein? Wäre Gs Auto (wo geparkt) aufgefallen?
Wenn du den Bereich der Schöninselseebrücke meinst - das ist ganzjährig eine beliebte Gassi- und auch Joggerstrecke.
Man kommt von Wohngebiet zu Wohngebiet, was viele Hundebesitzer durch diesen Naturweg gerne nutzen. Also abseits der vielen Häuser.
Es führt ein Weg am See entlang u.a. bis zum Pfahlweg der Südstadt. (Wird übrigens, ich glaube, seit dem Spätsommer als Fahrradweg ausgebaut.)
Parken kann man von der L17 ab Nähe dem Kreisverkehr Bauhof oder man fährt bis zur Schöninselseebrücke.
Von der anderen Seite kommend, kann man im Pfahlweg parken und in Richtung Brücke laufen.
Also von Passanten viel mehr frequentiert als die Strecke am Tümpel.
Gastleser

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Gastleser »

GästinF hat geschrieben: Sonntag, 25. Januar 2026, 08:43:30 Hast du den verlinkten Artikel richtig durchgelesen?
...dem eine Straftat vorgeworfen wird.

Vorwerfen bedeutet, dass ihm etwas mitgeteilt wurde.

Zumal es sich hier anders liest bzw festgehalten wird, dass der Begriff nicht einheitlich verwendet wird:

https://www.lecturio.de/mkt/jura-magazi ... g-anchor-0
Ja, das ist soweit richtig.
Habe das sehr Fall-spezifisch und aus Behördenperspektive beantwortet, der Bezug war ursprünglich die von euch beiden diskutierte Wortwahl des Oberstaatsanwalts, “Beschuldigte”, und dessen Interpretation.

Hier ist zu unterscheiden zwischen Innen- und Aussenverhältnis, deshalb hatte ich geschrieben
“….. Bereits der Anfangsverdacht gegenüber einer Person ist hinreichend, wenn es Anhaltspunkte für eine zu verfolgende Straftat gibt, um diese Person als “Beschuldigte” zu führen. …..”

Du erinnerst dich, dass der Rechtsanwalt Unmut zur späten Einstufung als Tatverdächtige, im Aussenverhältnis, geäußert hat?
Strittig ist die Frage, ab wann dem TV im Laufe eines Ermittlungsverfahrens zu eröffnen ist, dass er Tatverdächtig sei, um seine eigenen Rechte zu wahren, ohne den Erfolg des Ermittlungsverfahren zu gefährden.
Der Haftbefehl wurde angeblich am Abend nach AZXY unterschrieben, aber in der Zeit davor wurde die TV im Innenverhältnis vermutlich bereits länger als Tatverdächtige geführt, vormals mit Anfangsverdacht geführt.
Seit dem Anfangsverdacht ist diese im Innenverhältnis eine Beschuldigte, ein “Aussenverhältnis” gibt es in dem Status gewissermaßen nicht, da die Ermittlungen regelmäßig intern sind.

Wann der Anfangsverdacht entstanden ist, in Bezug auf die Straftat, ist nicht eindeutig. Bereits vor dem Auffinden ist wohl davon auszugehen, dass aus dem Vermisstenfall heraus Initiativermittlungen gestartet sind, aufgrund eines Anfangsverdacht (…. gegen mehrere Personen).
Jane.Doe

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Jane.Doe »

GästinF hat geschrieben: Sonntag, 25. Januar 2026, 11:43:59 Ob Gina zu Recht oder Unrecht in U Haft sitzt, kannst du nicht wissen, außer du verfügst über die außerordentlich seltene Begabung hellseherische Fähigkeiten zu haben.
Fehler kommen in allen Berufen vor. Nur wird komischerweise von einigen angenommen, dass Ermittler und Staatsanwälte unfehlbar sind, während das niemand zB von einem Politiker behaupten würde, echt interessant. :lol:
Da es aber keine anderen Argumente gibt, um ihre Schuld eindeitig zu beweisen, muss hier immer wieder mit der U-Haft argumentiert werden.

Und Gina ist objektiv betrachtet schon ziemlich attraktiv (ich bin eine heterosexuelle Frau). Ob man Tatoos mag oder blondierte Haare ist natürlich persönlicher Geschmack.
Klar könnten da einige neidisch sein - das meintest du sicherlich mit eifersüchtig ;).
Nee, die Ermittler sind nicht unfehlbar, aber niemand kommt einfach so un U-Haft, die noch zweimal erfolglos überprüft wird., ich bitte Dich. Was denkst Du, wozu ist unser Justizsystem da? Weil es in 90 von 100 Fällen versagt?

Und ich bin auch ne heterosexuelle Frau < 40 und objektiv betrachtet, würde jemand wie Gina in einer Großstadt vermutlich kaum auffallen. Sie ist ich nicht mehr oder weniger attraktiv als ein Großteil der Menschen, die man so beim Einkaufen sieht und nach 5 Minuten wieder vergisst.

Als alleinstehender älterer Herr in einem 20 Seelen Dorf mag das anders aussehen. Aber dieses Neidargument geht m.E. einfach so nicht auf, auch wenn Du das gerne hättest um eine Entlastung zu erreichen.
Gastleser

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Caris hat geschrieben: Sonntag, 25. Januar 2026, 10:50:14 in diesem Zusammenhang bietet es sich an, auch auf eine weitere sprachliche Unstimmigkeit hinzuweisen: Die Oma der TV gab an, es sei "klar wie dicke Tinte" …..
Nein, dass war nicht die Äußerung von TV’s Großmama.
Djuke hat geschrieben: Sonntag, 25. Januar 2026, 11:35:04 Das von dir zitierte Ergebnis gleicht dem Ergebnis von der Google KI.
Dieser alte Spruch hat/kann aber eine andere Bedeutung, …..
Danke für den Hinweis.
KI-Beiträge und KI-Ergebnisse sollten eindeutig gekennzeichnet werden.

Wenn man schon versucht, anhand von Nuancen in der Wortwahl dieser eloquenten Zeugen und weiterer Akteure in diesem Fall, zu spekulieren, dann mit dem richtigen Zitat.

“ …… Die Großmutter der Ex-Freundin des Vaters weist jeden Verdacht entschieden zurück. Auf die Frage, ob ihre Enkelin etwas mit dem Verschwinden des Jungen zu tun haben könnte, sagte sie: „Niemals, das steht fest wie dicke Tinte.“ ……”
https://www.nordkurier.de/regional/gues ... am-4019180
Jane.Doe

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Caris hat geschrieben: Sonntag, 25. Januar 2026, 10:50:14 in diesem Zusammenhang bietet es sich an, auch auf eine weitere sprachliche Unstimmigkeit hinzuweisen: Die Oma der TV gab an, es sei "klar wie dicke Tinte" , dass ihre Enkelin es nicht gewesen sei. -"Klar wie dicke TInte" ist jedoch ironisch und bedeutet eigentlich das Gegenteil, nämlich überhaupt nicht klar, verwirrend. Im Englischen entspricht dies "clear as mud": so klar wie Schlamm. Auch hier, im Statement der Oma, fehlt dazu auch wieder jeglicher Ausdruck von Mitgefühl für Fabian und/oder seine Mutter.
Sagte sie nicht "das steht fest wie dicke Tinte"?
Gast

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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GästinF hat geschrieben: Sonntag, 25. Januar 2026, 08:32:54 Diebstähle sind keine Vorstufe zu Tötungsdelikten. Auch wenn das für einige schwer zu verdauen scheint, sind die meisten Diebe genauso wenig Mörder wie die meisten Nicht-Diebe.
Aber Tierquälerei schon (das ist das, was psychopatische Mörder alle eint, hab ich nal gelesen) und Gewalt kann es sein, muss es aber nicht. Es hängt auch von der Schwere der Gewalt ab und von anderen Faktoren.
; )

Der Beitrag bezog sich auf den Fall mit der Erzieherin, wo sich gerade mehrere Risikofaktoren abzeichnen.
Wenn du hingehst, das aus dem Zsmhang reißt, um auf einzelne Punkte zu reagieren, ist natürlich klar,
dass das Gesagte doof rüberkommt
Sronson
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(ausgezeichnet mit einer Goldenen Krone für 1000 Beiträge)
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Sronson »

Djuke hat geschrieben: Sonntag, 25. Januar 2026, 11:35:04 Das von dir zitierte Ergebnis gleicht dem Ergebnis von der Google KI.

Dieser alte Spruch hat/kann aber eine andere Bedeutung, wenn man etwa länger sucht.
- etwas ist klar / evident / offensichtlich / deutlich
Zudem kann dicke Tinte nicht gelöscht, übersehen oder überschrieben werden.
MMn ist es irrelevant, wie die noch immer fehleranfällige KI die Aussage der Oma interpretiert. Im Fall des Nachbarn, der über Gina sagte, sie könne nicht richtig sprechen, müsste man vermuten, dass sie einen Sprachfehler hat oder unter selektivem Mutismus leidet. Tatsächlich meinte er aber nach meinem Verständnis umgangssprachlich, dass ihn Gina nicht grüßt.
Gast

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Vielleicht hat die Oma auch einfach ein Sprichwort falsch verwendet oder ist nicht die hellste Kerze auf der Torte. Das weiß doch niemand. Zynismus traue ich ihr jedenfalls nicht zu in ihrer Lage.
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