Die Decke ist auf Vorder- und Rückseite komplementär gefärbt. Sieht man auch an dem intakten Vergleichsstück in Schwarz-rot im verlinkten Bilderthread. Was du als Schwarz eingefärbt siehst, ist ein Bild der Decken-Rückseite, die eben nicht Blau-schwarz sondern schwarz-blau ist. Tatsächlich hat die Decke groß keine sichtbaren Verfärbungen, Ausbleichung höchstens mäßig und gleichmäßig.Uleb hat geschrieben: ↑Donnerstag, 08. Januar 2026, 01:26:35 Die Decke ist komplett zerfressen und stellenweise schwarz eingefärbt, vermutlich von Biomasse des sich zersetzenden Körpers. Das Material, aus dem sie überwiegend bestand, ist Acryl. Das braucht normalerweise Jahrzehnte, um sich zu zersetzen.
Passt also eher nicht zu deiner Theorie, sie könnte erst beim Nachbessern, wenige Monate vor Entdeckung, beigefügt worden sein.
Denke nicht, dass der Täter da was groß umgepackt hat. Vermutlich hat er mit dem neuen Material die Spalte nur erneut verfüllt. Da war ja nach so langer Zeit sicher einiges zusammengesackt.
Deckenmaterial "Acryl" (laut Einnäher) ist Polyacrylnitril, daraus können woll- und fleeceartige Textilstoffe hergestellt werden. Heute nimmt man dafür eher Polyester, soweit ich weiß.
Ob das Material unter dem langfristigen chemischen und biologischen Einfluss von Zersetzungsflüssigkeiten so farbecht bleibt, keine erhebliche Umfärbung stattfindet, weiß ich nicht, würde ich aber eher bezweifeln als vermuten. Entsprechende Tests oder Vergleichsstücke gibt es wohl keine. Das kann wohl höchstens ein Chemiker aus der Branche wirklich beantworten.
Jedenfalls wäre die Decke im Paket mit der Leiche dann vollständig durchtränkt worden und entsprechend wohl relativ gleichmäßig angegriffen/zersetzt worden. Die Beschädigung entsprechend der Bilder betrifft jedoch etwa 2/3 der Decke, die einfach nicht mehr da ist, während das letzte Drittel noch recht intakt mit Löchern ist. Für mich sieht das ganz klar viel eher nach Fraßspuren oder anderen mechanischen Einflüssen aus als nach gleichmäßiger Zersetzung. Tiere holen sich Textilfasern zum Nestbau, aber nur dort, wo sie auch drankommen. Je nachdem, wie die Decke geknüllt war oder gelegen hat, könnte da von einer Seite "abgebaut" worden sein, während das Restsück bis auf einzelne Fraßlöcher noch relativ intakt ist.
Auf einem Bild ist ein Paket in klarer/weißer Folie, das (im Kontext) ziemlich eindeutig einen eingepackten Körper beherbergt (bzw. zu dem Zeitpunkt der Aufnahme das, was davon übrig ist). Die Form ist zusammengebeugt, aber erst nach dem Einwickeln zur Rolle. Auf einem anderen Bild ist ein Paket aus grauer Folie zu sehen, das der Form nach eben jene zusammengebeugte Rolle beherbergt. Die Übereinstimmung der Form ist eindeutig.
Meine Gedanken oben über den jeweiligen Verwitterungsgrad der Folien sind natürlich wenig belastbar. Die weiße Folie, bzw. das da verwendete Klebeband, sieht halt aus wie etwas, was jahrelang im Freien gelegen hat. Kann natürlich auch im durch Verwesungsflüssigkeit entstanden sein, innerhalb einer weiteren Verpackung.
Die graue Folie und das dort verwendete Klebeband dagegen war dem Aussehen nach wohl keine 25+ Jahre der Wittterung ausgesetzt, würde ich meinen.
Mit diesen Eindrücken, der Aussage der Polizei, der Täter habe den Ort jedenfalls erneut aufgesucht und der Überlegung, dass es wenig Sinn machen würde, vor der Verbringung die Leiche zuerst einzurollen und dann in anderer, schlechter zu tragender Form ein weiteres Mal zu verpacken, komme ich zu der Vermutung wie oben beschrieben:
Verpackt als Rolle in der weißen Folie, Verbringung, erneute Umverpackung des alten, dafür "zusammengefalteten" Pakets vor Ort und zu einem mutmaßlich deutlich späteren Zeitpunkt.
Von "umgepackt" im Sinne von aus- und wieder eingepackt habe ich nicht geredet, bitte genau lesen.
"Mit dem neuen Material die Spalte nur neu verfüllt" verstehe ich nicht, wie meinst du das? Dass er da einfach einen zusammengeklebtes Knäuel grauer Folie mit zufällig vergleichbarer Form oben drauf geworfen hat?
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