MORDFALL LIEBS -- Diskussion

ÖFFENTLICHE DISKUSSION
Gast

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Gast »

Zane hat geschrieben: Samstag, 03. Januar 2026, 21:58:00 Also jetzt machst dus spannend. Ich hab zwar eine Vermutung was du meinst, könnte aber auch falsch liegen.
Nur mal 2 fragen (Vorrausgesetzt du kannst und willst dazu antworten).

1. die zwei Todesfälle, stehen die in naher Relation zueinander? (Zeitlich, Örtlich). Also trennen diese zwei Fälle, sich irgendwie stark Zeitlich oder Örtlich voneinander?
2. Was mich viel mehr Interessiert, weshalb würdest du gegen eine Forenregel verstoßen? Gegen welche denn? Du hast ja soweit ich weiß, diese Infos den Behörden weitergeleitet, aber die Spur scheint wohl nicht heiß genug zu sein, dass es zu Ermittlungen oder Ergebnissen führte. Somit ist es wie du sagst eine Spur, seit wann ist es verboten, Spuren, Theorien, Vermutungen hier zu schreiben?

Ausser meine Vermutung ist richtig und die Erklärung der Opfer, der möglichen Umstände würde selbst ohne ein Erwähnen eines Täternamens, direkt dazu führen, dass jeder direkt auf den möglichen Täter auf den du ansprichst kommen würde?
Wie ich sehe hast du ha eine eigene Website.
Interessant der Fall RR. Hatte der Schwager damals auch zuviel Grillgleisch im Teppich?

Aber warum hast du keinen Plan zum Frauke Fall?

Es geht hier darum,dass man in diesen Forum keine Namen von Verdächtigen oder Theorien klar ausschreiben sollte.Mit Klarnamen.

Natürlich weiss trotzdem jeder hier um wen es sich handelt!

...



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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Trodat5203 »

MB77 hat geschrieben: Donnerstag, 01. Januar 2026, 14:41:19 Was ist dir in Folge 5 denn aufgefallen? Gerne auch per PN ...
Und @Nesrin:

Gerne auch einfach Mal selbst genau rein hören in Folge 5 und überlegen was Sinn macht und was nicht, was komisch formuliert wurde, wo jemand ins Stocken gerät, was sich so an überflüssigen Informationen oder Worten darin befindet... Ihr schafft das ;-)
Ich gehe bergauf und bergab, aber ich bewege mich nicht. Was bin ich?
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Jolu65 »

Es gibt zwei Möglichkeiten für mich:
Entweder kommt eine Täterschaft aus dem engeren sozialen Umfeld in Frage oder es handelt sich um einen Psychopathen oder Psychopathin, welche planvoll vorgehen.

Zu Ersterem hatte ich mich schon geäußert und könnte mir eine Täterin vorstellen, die Chris und Frauke eins auswischen wollte und dann nicht mehr weiter wusste. Als Motiv kann man durchaus Eifersucht vermuten.
Andererseits fallen mir Parallelen zum Fall Tanja Mühlinghaus auf- warum eigentlich nur mir ?
Sowohl da als auch im konkreten Fall wird immer wieder von den Opfern betont, eine Suche sei nicht nötig, man komme ganz sicher zu einem auch konkret benannten Datum nach Hause. Bei Tanja Mühlinghaus war das zwar in Briefform so und bei FL war es eben das Handy. Aber das hat sicher etwas mit dem technischen Fortschritt zu tun.
Gast7469

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Gast7469 »

Hallo, ich beschäftige mich auch schon länger mit dem Fall Frauke Liebs und möchte ein paar Gedanken dazu loswerden.
Es ist vielleicht nicht viel Neues dabei und vielleicht werden auch einige von euch meine Meinung nicht teilen. Sorry, wenn alles etwas lang und durcheinander ist. Ich hoffe mein Beitrag kommt durch, gleich vorweg: ich verdächtige nicht N!

Ich bin sicher, dass Frauke nicht nach Hause gegangen wäre, wenn N. doch noch gegen 23 Uhr zum Pub gekommen wäre. Ich glaube, sie wäre mit ihm und den anderen weiter gezogen oder hätte sich etwas später von ihm zu Fuß nach Hause bringen lassen.

Im a. Forum schrieb mal ein User, es sei nicht unüblich, dass eine Frau einen Mann beim Feiern einfach mal so kurz auf den Mund küsst. Das sei ihm auch schon passiert und das hätte nichts zu bedeuten (Erinnerung: Frauke küsste ihren neuen Bekannten N in der Disco auf den Mund).
Das mag ja sein, aber wenn diese Frau Tage später den halben Sonntag alleine mit diesem Mann verbringt, sie sich erneut mit ihm verabredet, sein Name in den Briefchen auftaucht, die sie mit ihrer Freundin im Unterricht schreibt, er der Inhalt eines Gesprächs mit ihrer Mutter und ihrem Exfreund im Restaurant ist, im Pub mit ihm die ganze Zeit SMS schreibt, um ihn zu überreden, doch noch zu kommen und sich sogar (immer wieder) den Akku ihrer Freundin leiht, um mit ihm weiterschreiben zu können, dann würde ich sagen, hier ist echtes Interesse im Spiel.
Ich glaube, dass Frauke sich in N verliebt hatte und das vor allem- verzeiht, wenn ich das so schreibe- aufgrund der Tatsache, dass sein bester Freund sich umbrachte und er selbst noch nie eine Freundin hatte. Ich meine das auch nicht böse!
Aber ich glaube, das hat ihr Interesse geweckt.
"Als Mann ist er ganz schön kompliziert." Ich finde so etwas schreibt man nicht über jemanden, den man nur aufheitern will. Man verliebt sich oft vor allem in die Menschen, über die man viel nachdenkt und redet, die einen beschäftigen.
Und der Suizid und die Situation in der N sich befand, hat Frauke sehr beschäftigt, laut Aussage ihrer Mutter in der Nachtcafé Sendung.
Ich glaube, dass Frauke deshalb auch (wieder) ihren unauffälligen Kreuzanhänger (als Schutzsymbol) trug. Es muss einen Grund geben, warum keiner der Angehörigen diesen Kreuzanhänger bei Frauke gesehen hatte. Sie trug ihn mM nach erst seit ein paar Tagen (wieder), vielleicht seit Sonntag.
Mit verliebt meine ich verguckt, verknallt. Ich bin sicher, ihr Interesse hätte sich auch wieder abgeschwächt nach ner Weile und sie hätte N nur als Kumpel behalten wollen.

Als N im Stern Crime Podcast über Frauke sprach, klang es für mich teilweise, als wären das nicht seine eigenen Worte und Eindrücke, sondern etwas was andere ihm erzählt haben, im Sinne von: Du, die Frauke will nichts vor dir, die will nur ihr Helfersyndrom an dir ausleben.
Ich habe den Eindruck, dass er sehr unerfahren bei Frauen war, und auch eher uninteressiert an seine Mitmenschen im Allgemeinen und gar nicht einschätzen konnte, was echtes Interesse und nur Freundlichkeit war. Sinngemäß sagte er im Podcast recht lahm: Wie Bella sagte, war da eher von meiner Seite aus Interesse.
Also ich weiß ja nicht... Das klingt nachgesprochen.

Ich habe mich immer über den Satz von Exfreund und Mitbewohner C gewundert: "Hast du einen anderen Typen kennengelernt (als mich)?" bis mir klar wurde: der meinte sich selbst damit gar nicht. Er meine N! Hast du einen anderen Typen als N kennengelernt?

Dann der merkwürdige Kuss zw. N und Frauke, an den sich scheinbar weder I noch N erinnern konnte. Isabella hatte dieser Kuss unvorbereitet erwischt und das Filmen sofort abgebrochen. Damit hatte sie nicht gerechnet. Sie hatte den Kuss hinterher vergessen, weil sie ihn vergessen wollte. Ich könnte mir vorstellen dass ihr dieser Kuss so gar nicht gefallen hatte und sie eifersüchtig war, auch wenn sie von Niels nichts wollte. Und ich bin sicher, sie war nicht die einzige, die diesen Kuss, diese Annäherung als unangebracht, als Tabubruch empfand.

Ich finde es auch seltsam, dass N so spontan den Pubbesuch absagte, und lieber mit seinem Arbeitskollegen A nach Paderborn fuhr um Billard zu spielen. Obwohl nicht nur seine neue gute Bekannte Frauke sondern auch seine beste Freundin I und andere Freunde und Bekannte von ihm dort waren. Wurde er gewarnt nach dem Motto: Du, die Frauke ist doch bisschen komisch. Was will die eigentlich von dir? Pass lieber auf bei der, triff dich lieber nicht mehr mit ihr?

Wir wissen nicht, warum Ns Freund sich umbrachte. Soweit ich weiß, gab es keinen Abschiedsbrief, keine Erklärung. Liebeskummer oder eine unerwiderte Liebe wären Spekulation, sind aber statistisch wohl die häufigsten Suizidgründe bei Männern in dem Alter.

Frauke war eine selbstsichere, kontaktfreudige junge Frau, die großes Interesse an andere Menschen hatte, die andere kennenlernen wollte und sich womöglich gar nicht viele Gedanken darüber machte, was sie tat und sagte. Ich glaube, sie konnte sich nicht vorstellen, dass ihr Verhalten auf Leute, die nicht so locker, unbekümmert und gesellig waren wie sie (und vor allem nicht so psychisch stabil!) auf Ärger und Misstrauen stoßen könnte. Ich glaube, dass das so einigen aus Ns Freundes- und Bekanntenkreis nicht gefallen hat und sich da ungute Gefühle auftaten a la Was wanzt die sich an ihn ran?

Worauf ich hinaus will:
Ich glaube, igendeine psychisch angeschlagene Person, die N und seinen verstorbenen Freund T kannte und/ oder vielleicht ebenfalls erst kürzlich einen Angehörigen oder jmd Nahestehenden durch Suizid verloren hatte, vielleicht sogar auch den eigenen Sohn (evt Auslöser unerwiderte Liebe, Liebeskummer) könnte das Verhalten von Frauke sauer aufgestoßen sein und sich gedacht haben: Die spielt mit ihm, die spielt mit den Männern, macht ihnen Hoffnung und hat keine Ahnung was sie mit ihrem Verhalten (einfach so auf den Mund küssen) anrichtet.
Ist natürlich Quatsch, aber einer psychische angeschlagene Person in einer psychischen Ausnahmesituation könnte so gedacht haben.

Ich glaube, dass der Täter, der zu dem Zeitpunkt ja noch keiner war und meiner Meinung nach auch keiner werden wollte, zum Pub gefahren ist, um N beim Pub abzufangen und verhindern wollte, dass N und Frauke alleine Zeit verbringen. Vielleicht auch nur dort sein, um Frauke unauffällig kennenzulernen und schauen, wie sie so drauf ist und was sie für Absichten hat. Eventuell auch um Frauke alleine abzupassen, sie zu Rede zu stellen, sie bitten N in Ruhe zu lassen, nicht mehr vom Suizid zu sprechen, sich um ihren eigenen Kram zu kümmern, sich aus Ns Clique herauszuhalten.

Ich glaube, wenn N doch noch zum Pub gekommen wäre, wäre auch Frauke nicht schon gegen 23 Uhr nach Hause gegangen und hätte Mitbewohner C dieselbe SMS geschrieben, sie komme später mit demselben Inhalt, exakt genauso. So weit ich weiß, blieb C sowieso öfter länger auf und hätte Frauke auch noch nicht schon kurz nach Spielende zurück erwartet.

Da aber N nicht mehr kam, bin ich sicher, dass Frauke tatsächlich nach Hause wollte, weil sie nicht mehr in Stimmung war weiterzufeiern, sie auch tatsächlich müde war und C nicht warten lassen wollte. Sie hatte mM nach nichts mehr geplant und auch keine Verabredung.

(Mir fällt gerade auf, der Täter hätte wissen müssen, wie sie aussieht, sonst hätte er sie nicht als Frauke erkannt.)
Der Täter parkte also gegen 23 Uhr sein Auto auf einem Parkplatz in der Nähe des Pubs, sah von Weitem wie Frauke sich vor dem Pub von I und ihren Freunden verabschiedet und I mit den anderen weiterzog. Der Täter fing Frauke ab, stellte sich vielleicht als Freund von N vor und fragte, ob N schon angekommen wäre. Frauke klärte ihn auf, dass N nicht mehr kommen werde und er zum Billard spielen nach Schloss Neuhaus gefahren war. (Wusste sie den Ort eigentlich)?

Warum stieg Frauke also jetzt zu ihm ins Auto?
Er muss ihr etwas vorgeschlagen haben, dass sie ihre Meinung nach Hause zu gehen ändern ließ, ihr die Müdigkeit egal wurde und auch C und sein Warten egal wurde.

An wen und was hatte Frauke das meiste Interesse an dem Abend? An N und an dem Suizid seines Freundes!

Der Täter könnte gesagt haben, er könne Frauke zu N bringen und er kannte Ns Freund, der sich suizidierte und hat mehr Informationen über ihn, die er ihr während der Fahrt zu N erzählen könne inkl. eigene Mutmaßungen über den Grund des Suizids.
N wusste davon natürlich nichts. Er hatte keine Ahnung, dass der Täter ihn und das Schicksal seines Freundes benutzte, um Frauke zu ködern damit sie zu ihm ins Auto steigt.
Ich könnte mir auch vorstellen, dass der Täter sich eine falsche Identität zulegte, sich als Freund oder Verwandter von N ausgab, obwohl er nur oberflächlicher Bekannter war.

Frauke war sofort begeistert, die Müdigkeit wie weggeblasen und auch C. vergessen. Der Täter könnte ihr versprochen haben, sie nach dem Überraschungsbesuch bei N. in der Nähe ihrer Wohnung abzusetzen so kurz vor/ nach Mitternacht.

Ich gehe davon aus, dass Frauke die erste SMS selbst und aus freien Stücken geschrieben hatte und zwar kurz nachdem sie auf den Täter getroffen war, diese aber deutlich verzögert zugestellt wurde, weil das Netz zu dem Zeitpunkt überlastet war.

Ich glaube, es hieß Fraukes Akku war annähernd leer. Sie schrieb später weil sie selbst nicht wusste wann sie genau kommt. Frauke teilte dem Täter also mit, dass ihr Mitbewohner C Zuhause auf sie wartet und sie ihm nur noch schnell schreiben müsse, dass sie später komme.
Frauke schreibt mit dem Restakku die SMS an C und geht davon aus, dass die SMS ihm sofort zugestellt wird, was aber nicht der Fall ist. Sie schaltet ihr Handy aus, weil der Akku eh bald leer ist und sie auch keine weiteren Erklärungen an C abgeben will und steigt ein.
Irgendwann während der Autofahrt kippt die Stimmung, es dämmert Frauke das hier etwas absolut nicht stimmt, sie gar nicht zu N gefahren wird, der Täter keine guten Absichten mit ihr hat. Vielleicht fordert Frauke eine Erklärung, fordert, herausgelassen zu werden. Vielleicht beginnt sie im Auto zu randalieren, um den Täter zu zwingen anzuhalten. Es kommt vielleicht zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Vielleicht wird sie heftig geschlagen, blutet, ist bewusstlos.

Der Täter bekommt Panik, denn so war das nicht geplant. Er weiß nicht, was er machen soll. Er kann Frauke nicht einfach zum Arzt/ ins Krankenhaus bringen oder sie zu Hause abladen, auch nicht einfach irgendwo draußen liegen lassen, da sie ja sein Gesicht gesehen hat und evt auch sagen kann, wer er ist. Er fährt weiter, will Frauke erst einmal verstecken, vlt sie selbst verarzten.
Ich glaube nicht, dass Nieheim und Umgebung sein Zuhause oder der Festhalteort war. Ich glaube der Täter hat dort Hilfe bei jmd gesucht, dem er Vertraute so nach dem Motto: Ich habe große Scheiße gebaut. Die Frauke liegt jetzt verletzt in meinem Auto, was mache ich denn jetzt?
Der Zweittäter war mM nach ruhiger und besonnenen. Frauke wurde verarztet und vorübergehend dort ersteckt, ihr Handy an den Strom gesteckt und angeschaltet. Ich glaube, dass in diesem Moment die SMS abgeschickt wurde an C. Vielleicht liest der Täter die letzte SMS auch, vergisst sie aber wieder, da nichts belastendes drinsteht.

Ich bin sicher, dass der oder die Täter Frauke nicht kannten, im Sinne von, sie wussten nichts über sie. Ich glaube, sie waren überrascht, dass Frauke so schnell vermisst wurde und ihre Freunde und ihre Familie sofort alarmiert waren, zur Polizei gingen und Suchplakate aufhingen.
Wenn der Täter Frauke nicht kannte, dann wird auch Frauke den Täter nicht gekannt haben. Deshalb brauchte der Täter auch nie Angst haben, das Frauke seinen (vollen) Namen verrät, seine Adresse, einen Beruf etc. Weil sie schlicht nichts über ihn wusste, außer vielleicht seinen Vornamen/ Spitznamen, mit dem er sich ihr vorgestellt hatte, und das wenige, was er ihr erzählte, bevor die Situation kippte und es vorbei war mit der Freiwilligkeit.

Ich kannte Frauke nicht, aber der einzige Grund, den ich mir vorstellen kann, warum Frauke freiwillig zu einem Fremden ins Auto gestiegen wäre und das nachts gegen 23 Uhr, obwohl sie müde war, am nächsten Tag früh raus musste, und C auf sie wartete, ist der oben dargelegte.

Ich denke der/ die Täter waren älter als Frauke. Ende 20, eher Anfang 30 bis Anfang 40.
Wenn es nur ein Täter war, dann muss er alleine und eher isoliert gelebt haben und ich vermutete zu der Zeit arbeitslos oder arbeitsunfähig gewesen sein evt aufgrund psychischer Probleme krankgeschrieben.
Wenn es zwei Täter waren, dann waren sie mit Sicherheit verwandt, vlt auch verheiratet.

Mich würde interessieren:
Wer hat gewusst, dass N und Frauke Dienstagabend gegen 23 Uhr im Pub verabredet waren? Bzw dass N nach Spielende zu Frauke in den Pub kommen wollte? Wer war schlecht auf Frauke zu sprechen, weil sie sich zu sehr für N und den Suizid interessierte? Wer alles bekam mit (live oder hinterher), dass Frauke Kontakt zu N suchte, sich mit ihm traf, ihn in der Disco küsste. Wer hatte sich negativ über sie und ihr Verhalten geäußert? Wer hatte ein Problem mit ihrer "Beziehung" zu N?

Der Täter könnte jmd sein, der N und seinen Freund T. oder auch I (da sie ja eher gesprächig war und bestimmt von Frauke erzählt haben dürfte) kannte, vielleicht Arbeitskollegen/innen von N, Bekannte von seinem Eltern/ der Freunde, evt Teilnehmer einer Selbsthilfegruppe, deren Kinder sich suizidiert haben, Hinterbliebene eines Suizids (nicht T), irgendjemand aus dem selben Ort, der N lange oder seit der Kindheit kannte, oberflächliche Bekanntschaften, vielleicht auch aus seiner ehemaligen Schule, Ausbildung, Arbeit usw.

Laut Polizei sind I, N und sein Arbeitskollege A von der Täterschaft ausgeschlossen und haben nichts mit allem zu tun. Davon bin auch ich überzeugt! Aber nur weil z.B N ausgeschlossen ist, heißt das nicht, dass alle aus seinem (Arbeits)umfeld, aus dem Freundes- und Bekanntenkreis, also alle die ihn oder seinen Freund T kennen und kannten, ebenso unverdachtig sind und auf keinen Fall Täter sein können.
Sorry, aber wenn man so denkt, dann findet man den oder die Täter nie.

(Erklärung: Ich hatte in dem anderen Forum den Eindruck dass einige sofort abblocken, und sich gedanklich gar nicht damit beschäftigen wollen, sobald man was in der Richtung andeutet. Dann hieß es immer Wie kannst du nur? N wurde ausgeschlossen! Lass ihn in Ruhe! Und sprecht ja nicht über T!)

Ich glaube, die ganze Tat und das Festhalten Fraukes war nicht geplant und auch nicht gewollt
Ich glaube nicht, dass ein sexuelles Motiv hier zugrunde liegt oder jemand in Frauke verliebt war und sie entführte, weil er sie toll fand und begehrte. Ich glaube auch nicht, dass Rache an C oder an den Angehörigen der Grund für die Entführung oder die Kontaktaufnahmen war. Ich glaube auch nicht an einen sadistischen Täter, der eine Frau oder speziell Fraukes leiden sehen wollte.

Der Täter war für Frauke sehr gefährlich, von dem Moment an, wo sie von ihm gefangen gehalten wurde, aber nicht weil er offen aggressiv, gewaltbereit, sadistisch, besonders mitleidlos oder psychopathisch war, sondern weil er mM nach dazu neigt, Unangenehmes zu verdrängen, aufzuschieben, abzuwarten, passiv zu bleiben, sich aus "Selbstschutz" nicht mehr mit etwas zu beschäftigen, etwas passiv aggressiv zu "vergessen."



Anmerkung: Eigentlich ist das Thema "N." bei uns im Forum absolut tabu. Da Du diese Person aber in keinster Weise verdächtigst und zudem sehr viel Mühe und Zeit in diesen Beitrag investiert hast, haben wir ihn ausnahmsweise trotzdem freigegeben.
Gast

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Gast »

Bei dem Fall Tanja würde mich eher interessieren, ob es für den Anruf den die Mutter in der Früh erhalten hatte Zeugen gibt.

Bei den Briefen von Tanja finde ich sieht ihre Unterschrift so aus,als hätte man dafür mehrere Anläufe gebraucht.
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Iven »

Zane hat geschrieben: Samstag, 03. Januar 2026, 21:58:00 [...]

1. die zwei Todesfälle, stehen die in naher Relation zueinander? (Zeitlich, Örtlich). Also trennen diese zwei Fälle, sich irgendwie stark Zeitlich oder Örtlich voneinander?

Diese Frage kann ich Dir leider nicht beantworten.

2. Was mich viel mehr Interessiert, weshalb würdest du gegen eine Forenregel verstoßen? Gegen welche denn?

Wenn Du die Forenregeln einmal aufmerksam liest, kommst Du vielleicht darauf.

Du hast ja soweit ich weiß, diese Infos den Behörden weitergeleitet, aber die Spur scheint wohl nicht heiß genug zu sein, dass es zu Ermittlungen oder Ergebnissen führte.

Nein, ich habe die Infos zu dieser Spur nicht an die Behörden weitergeleitet, das tat jemand anderes (erst kürzlich). Es handelt sich dabei auch nicht um eine meiner Spuren, ich habe an dieser nur relativ wenig mitgearbeitet. Sie lässt sich auch nur dann korrekt bewerten, wenn man über Insiderwissen verfügt. Ich habe es, daher würde ich sie, wenn man mich fragt, als sehr gut bis heiß einschätzen.

Ausser meine Vermutung ist richtig und die Erklärung der Opfer, der möglichen Umstände würde selbst ohne ein Erwähnen eines Täternamens, direkt dazu führen, dass jeder direkt auf den möglichen Täter auf den du ansprichst kommen würde?

Das wäre vielleicht möglich, ja.
Attention, attention! Fighters against left-wing fascists.
Avi

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Avi »

Jolu65 hat geschrieben: Sonntag, 04. Januar 2026, 10:00:25 Es gibt zwei Möglichkeiten für mich:
Entweder kommt eine Täterschaft aus dem engeren sozialen Umfeld in Frage oder es handelt sich um einen Psychopathen oder Psychopathin, welche planvoll vorgehen.

Zu Ersterem hatte ich mich schon geäußert und könnte mir eine Täterin vorstellen, die Chris und Frauke eins auswischen wollte und dann nicht mehr weiter wusste. Als Motiv kann man durchaus Eifersucht vermuten.
Andererseits fallen mir Parallelen zum Fall Tanja Mühlinghaus auf- warum eigentlich nur mir ?
Sowohl da als auch im konkreten Fall wird immer wieder von den Opfern betont, eine Suche sei nicht nötig, man komme ganz sicher zu einem auch konkret benannten Datum nach Hause. Bei Tanja Mühlinghaus war das zwar in Briefform so und bei FL war es eben das Handy. Aber das hat sicher etwas mit dem technischen Fortschritt zu tun.
Die Parallelen sind mir auch schon aufgefallen.
Beide Städte sind ja auch in NRW und auch wenn die Tanja auf den Fotos mehr geschminkt wirkt, vom Typ Frau her finde ich sie trotzdem etwas ähnlich, Schulterlange braune Haare, braune Augen...
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Miss_Erfolg »

Hallo @Gast7469
Ich finde,dass du einige interessante Gedankengänge hast. Besonders die Überlegung, dass der Täter quasi umgehend nach Hilfe suchte, und deswegen in Nieheim landete, ist mir bisher noch gar nicht in den Sinn gekommen. Aber ja, möglich ist das durchaus.
Dass die Aussagen von N im Podcast irgendwie so wirken, als habe er sich ( im Nachhinein?) eher wie ein soziales Projekt von Frauke gefühlt, fand ich auch auffällig. Und das könnte ihm natürlich durch andere Menschen eingeredet worden sein, bzw. die eigene Unsicherheit in eine Richtung verstärkt haben.
Ich denke aber, dass eine Person die glaubte, er müsse jemanden vor Frauke "schützen", nicht im größeren Umfeld zu suchen wäre. Zumindest fällt es mir schwer zu glauben, dass eine eher lockere oder zufällige Begegnung ( z.b. in einer Selbsthilfegruppe) reicht um an genügend Informationen zu gelangen und zusätzlich einen so starken "Beschützerinstinkt" zu wecken.
Gast

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Gast »

@Gast7469

Danke für deinen Beitrag!

Warum glaubst du,dass I. den Kzss unabsichtlich gefilmt hat? Was wollte sie denn filmen? War es nicht dass erste Zusammentreffen von Frauke und N. ?

Kennst du das Video? Ist es öffentlich?

Also ich kenne es nicht, natürlich kann man mal so in die Runde Filmen,aber es erscheint mir doch auch etwas komisch. Fast wie eine "Challenge:.
(Also zB. heitere diesen Tyoen auf.)

Und dann dass man sich nicht erinnern kann,das gefilmt zu haben. Wo wurde das dann gepostet?

Ja ich denke zwischen F. und N. Ja...Sicher war irgendwas...in dem Alter kommt das sicher häufig vor,dass man unbeschwert flirtet sich kennen lernt was auch immer.

Zum Glück wird danach nicht jede Frau tot im Wald aufgefunden.

Was N. Damals fühlte kann man schwer sagen, er wusste rs vllt selber nicht, da er vom Selbdtmord seines Freundes völlig traumatisiert war. Sowas muss nan wohl selber durchleben um es nachzuvollziehen.
Vllt macht es einem auch emotional etwas kalt,man durchlebt da sicher alles.

Ich denke auch nicht,dass N.irgenwas mit dem Ganzen zu tun hatte.
Der war doch einfach fertig.

Und was man über 10 Jahre später in einem Interview sagt,sollte man nicht mehr auf due Goldwaage legen.

Was bleibt ist natürlich dieses Video und warum es entstanden und in die Öffentlichkeit geraten ist.
HP1
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von HP1 »

@Gast7469

Deine Aufzählung von Punkten bzgl. Fraukes Engagement in Sachen Niels fand ich sehr gut und stimmig, überzeugend. Vielen Dank dafür.

Auch dass sich im letzten Telefonat Chris´ Frage sowie Fraukes Antwort von wegen "anderem Typen" (sofern das jeweils auch wörtlich so geäußert wurde und in dem unvollständigen Gedächtnisprotokoll hierzu auch kein Kontext fehlt) auf Niels bezogen haben könnte ist sehr stimmig, viel nahe liegender als irgendwelche Phantasien um einen latent eifersüchtigen Chris, die als Vermutungen (leider auch hier) immer wieder mal aus dem Keller hochkrabbeln.

Dass über eine sich vielleicht anbahnende romantische Beziehung zwischen Frauke und Niels im Nachgang und bis heute nichts geäußert wird bzw. entsprechende Nachfragen verneint werden, das braucht nach meiner Einschätzung dann allerdings keine großen Erklärungen mit einem unerfahrenen, fremdbeeinflussten Niels oder einer irgendwie eifersüchtigen Bella, die den Kuss vergessen hätte, weil sie ihn vergessen wollte.
Nein, Niels war offiziell Hauptverdächtiger, und auch offiziell entlastet im Nachgang wurde hier ebenso wie anderswo und sicher auch in seinem eigenen weiteren Umfeld immer wieder über seine mögliche Täterschaft spekuliert, tatsächliche wie vermeintliche persönliche Eigenschaften von ihm respektlos negativkritisch ausgewalzt usw. Ich bin mir auch sicher, dass Personen seines Umfelds wie auch er selbst wiederholt mit genau solchen Verdächtigungen und Zuschreibungen angegangen wurden.
Jedenfalls würde ich da annehmen, dass man da bereits frühzeitig besprochen und vereinbart hatte, eine solche romantische Annäherung (so sie denn tatsächlich stattgefunden hatte) nicht öffentlich zu äußern oder zu bestätigen, einfach um dem unguten Bohei um Niels nicht noch mehr Nahrung zu geben. Das würde auch erklären, dass sich entsprechende Äußerungen von ihm oder anderen vielleicht etwas stereotyp, unauthentisch anhören.

Ansonsten bin ich gerade fast etwas amüsiert. Ich hatte gerade eine längere private Nachricht im Austausch mit einem Forenmitglied geschrieben, bevor ich dann deinen Beitrag gelesen habe. Amüsiert deshalb, weil ich in dieser PN ebenfalls ein Szenario skizziert hatte, bei dem es um Niels ebenfalls natürlich nicht als Täter, sondern als "Zielperson" bei der Tat an Frauke ging. War in der PN übrigens nur eine Art Randnotiz, eigentlich nicht zu den besprochenen Themen gehörig.
Jedenfalls ist mir deine Hypothese nun Anlass genug, diese Skizze hier auch öffentlich zu machen.

Wie war Fraukes Verschwinden und Tod eigentlich aus Sicht von Niels?

Es ist frappierend. Er hatte seinen besten Freund, wohl damals seine wichtigste Bezugsperson (Bella: "Die beiden gabs nur im Doppelpack") tragisch durch dessen Suizid verloren. Er lernt Frauke kennen, sie interessiert sich für ihn und seine Situation, verbringt Zeit mit ihm, ist für ihn da, ist auf einmal präsent in seinem Leben. Romantische Ambitionen lasse ich offen, würde hier aber deine obige Annahme dazu ergänzen wollen.
Und dann, nur wenige Wochen nach dem Verlust des besten Freundes und noch etwas kürzer nachdem er sie kennengelernt hat, verschwindet und stirbt Frauke als Opfer eines Verbrechens. Dass die soweit bekannten Fakten nicht unbedingt dafür sprechen, dass Frauke nur als zufälliges Opfer zur falschen Zeit am falschen Ort war, möchte ich hier ergänzen, jedoch an dieser Stelle nicht näher begründen/diskutieren, das würde zu umfangreich werden. Ist nicht entscheidend, ob die Fakten nun diese Sicht nahe legen oder nicht.

Aus Sicht von Niels eine grausame Wiederholung, Erneuerung und wahrscheinlich auch Potenzierung des kürzlich erlittenen Traumas. So unfassbar, das muss wie ein maximal übler Scherz des Schicksals gewirkt haben, völlig surreal. War es aber nicht, es war real.

Und aus Sicht der Statistik und Wahrscheinlichkeit - da muss man natürlich aufpassen, wonach man genau fragt. Klar, Menschen sterben. An Alter, Krankheit, Verkehrsunfällen, oder Verkettung unglücklicher Umstände. Deutlich seltener nimmt sich jemand das Leben, und sehr selten wird jemand Opfer eines Verbrechens, insbesondere wenn man Totschlag im Affekt als "sozialen Unfall" mal ausnimmt und nur über geplanten oder in Kauf genommenen Tod, also Mord spricht.
Wie wahrscheinlich ist es nun, dass nach dem unnatürlichen Tod einer nahen Bezugsperson sehr zeitnah eine weitere nahe Person zufällig gewaltsam (und im Tatkontext definitiv nicht zufällig) ebenfalls ums Leben kommt? Richtig, das sind zwei so extreme und hinreichend ähnliche Ereignisse, dass es absolut legitim ist über eine mögliche sach-/wirklogische Verknüpfung nachzudenken und zumindest auf Basis des sehr zeitnahen gemeinsamen Auftretens eine reine Zufälligkeit in Frage zu stellen.

Zurück bei Niels´ Erleben, erkenne ich in dem Gesamtbild weniger ein mögliches Motiv, ihn vor Frauke schützen zu wollen, sondern viel nahe liegender ein mögliches Motiv, ihm durch den neuerlichen Verlust massiv schaden zu wollen. Sein so schmerzlicher kürzlicher Verlust des Freundes mag da zum einen quasi "Ideengeber" gewesen sein, zum anderen aber auch in Summe beider Verluste eine maximale Wirkung beim Verlust von Frauke garantiert haben, also jetzt aus Tätersicht motivseitig formuliert.
Und in diesem Zusammenhang liegt dann eben auch die Verknüpfung, die die eigentlich extreme Unwahrscheinlichkeit beider sehr zeitnaher und gewissermaßen ähnlicher Verluste als unabhängige Ereignisse aufhebt.

Könnte es sein, dass jemand Niels maximal eins reinwürgen wollte? Vielleicht nicht mal mit dem Plan, Frauke im Rahmen der Entführung zu töten, sondern sie lediglich für eine Zeit verschwinden zu lassen, um ihn in Angst und Panik zu versetzen, vielleicht auch mit der Aussicht, dass er zudem sofort als verantwortlich für ihr Verschwinden verdächtigt würde? Dass Frauke möglicherweise zunächst tatsächlich wieder freikommen sollte, wird ja aufgrund der Anrufe und ihrer Inhalte auch an anderer Stelle diskutiert.

Wer könnte denn sowas machen? Man neigt gern zum Überinterpretieren und sucht an der Stelle schnell nach einem vermeintlichen "Erzfeind", oder will unbedingt eine Verbindung zum Suizid des Freundes herstellen. Irgendwer sieht Niels da als (mit)verantwortlich an und will ihn bestrafen, so in etwa. Will ich hier jetzt nicht wegdiskutieren, meine aber, solche Verknüpfungen braucht es da nicht unbedingt.
Ich habe da eine andere, natürlich völlig wild spekulative Szene vor Augen:
Ein paar junge Kerle, in meiner Vorstellung sind sie zu dritt, so der Typ mobbingaffines Arschloch, sitzen zusammen, saufen vielleicht und machen sich über das Leid von Niels wegen seines toten Freundes lustig. Sie kennen ihn z.B. vom RaceCar-Verein, er ist da sehr engagiert und erfolgreich, vielleicht mögen sie den etwas sonderbaren Eigenbrödler gerade deshalb auch überhaupt nicht. Könnten aber auch Arbeitskollegen sein. Im Zuge des gegenseitigen Anstachelns und im selbstbesoffenem Größenwahn phantasieren sie sich gemeinsam hinein in eben diese Schnapsidee, die offenkundig neue/erste Freundin des verlustgeschädigt leidenden Niels einfach mal für zwei oder drei Tage verschwinden zu lassen, um "noch eins draufzusetzen" (nicht so gemeint, dass sie mit dem Suizid irgendwas zu tun gehabt hätten, natürlich). Woher sie von Frauke wissen, sie etwa auch identifizieren können - keine Ahnung, mir geht es an der Stelle nicht darum, eine Geschichte zu erzählen, wie es im Detail genau so gewesen sein könnte. Es geht da nur darum zu illustrieren, auf was für (erstmal nur) Ideen solche Typen, die es ohne Zweifel gar nicht so selten gibt, kommen könnten.
Detailfragen zum Ablauf und warum es dann letztlich (in dieser Skizze nicht so geplant) zu Fraukes Tod geführt hätte mal außen vor, wie gesagt, ist nur eine Skizze und keine Hypothese, die alles bis ins Detail erklären müsste.

Die hohe Unwahrscheinlichkeit liegt halt in dem Moment, wo die Typen im Nachgang wirklich zur Tat schreiten. So wie von mir ausgemalt, wären da natürlich gruppendynamische Verstärker anzunehmen. Und diesen Punkt der Unwahrscheinlichkeit hat nun im Prinzip auch jeder andere planende Täter, er muss tatsächlich tätig werden, oder eben auch nicht. Wir hätten hier weit mehr Verbrechen, wenn jeder seine Ideen und Phantasien auch ausführen würde, oder nicht?

Ist natürlich eine wahnwitzige Vorstellung und ich behaupte keinesfalls, dieser Hergang wäre wahrscheinlich, geschweige denn von mir favorisiert.
Nur, es bleibt die Irritation über die so zeitnahen, großen und in ihrer Art unwahrscheinlichen Verluste in Niels´ Leben. Wenn, dann ein wirklich extremer Zufall.
Gast

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Gast »

@HP1

Also MmN hat das eine mit dem anderen nichts zu tun. Und hier wäre man wieder bei der Geschichte mit dem Betrunkenen der seine Schlüssel unter der Straßenlaterne sucht.

Das eine eine eng verbundenen Freundschaft über Jahre.

Und dann Frauke: kannten sich ein paar Tage. Bzw. Waren sich gerade am kennen lernen.
Ja wenn man Frajkes Tod wie Selbstmord aussehen hätte lassen, wäre das sehr makaber gewesen.Aber dem war ja nicht so.

Wer war N. dass man ihn so schädigen wollte?
Aber zu N. wurde nach Fraukes Verschwinden nie kontaktiert. Das wäre ja die Möglichkeit gewesen um ihn eins reinzueürgen,wenn man ihn angerufen hätte...aber nein.

Sorry, völlig utopisch.... und auf der anderen Seite gibt es noch die Theorie, dass man C. und Frauke eines reinwürgen wollte.
Ja wer sollte das dann gewesen sein?

Im übrigen haben C. und N. das ganze Trauma überlebt!

Nur Frauke "musste sterben". Sehr traurig.

Meine Frage:" Wenn Frauke den Entführer dazu gebracht hätte sie telefonieren zu lassen, warum konnte sie ihn nicht dazu überreden sie freizulasssen?"
Zane
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Zane »

Gast hat geschrieben: Samstag, 03. Januar 2026, 23:24:44 Wie ich sehe hast du ha eine eigene Website.
Interessant der Fall RR. Hatte der Schwager damals auch zuviel Grillgleisch im Teppich?

Aber warum hast du keinen Plan zum Frauke Fall?

Es geht hier darum,dass man in diesen Forum keine Namen von Verdächtigen oder Theorien klar ausschreiben sollte.Mit Klarnamen.

Natürlich weiss trotzdem jeder hier um wen es sich handelt!

[
Naja hab halt einen Youtube Kanal das ist alles xD.
Kp was diese Aussage jetzt soll, wenn du dir das Video angeschaut hättest, statt nur den Titel zulesen, wüsstest du das ich Kritisch diesem Teppich Thema gegenüber war und es nicht als vermeintliche Spur angesehen habe.

Ja aber Iven hätte ja auch keinen Namen nennen müssen. Aber Iven hat ja erklärt, dass man auch ohne Namen sofort darauf kommen könnte. Und da versteh ich dann, dass er es hier nicht erwähnen kann.

@Iven falls du jemals drüber reden magst, weil es mich schon brennend Interessieren würde, kannst mir gerne jederzeit eine PN schreiben. Natürlich mit dem Versprechen, dass daraus KEIN Video entsteht!!! Aber neugierig bin ich eben trotzdem. Was es da für heiße Spuren bzw. Hinweise gibt. Und ob ich mit meiner Vermutung richtig liege. Weil ich das schon lange denke, aber letztlich keinen Beweis dafür finde, wie man es nachweisen kann.
MB77
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von MB77 »

Trodat5203 hat geschrieben: Samstag, 03. Januar 2026, 23:36:40 Und @Nesrin:

Gerne auch einfach Mal selbst genau rein hören in Folge 5 und überlegen was Sinn macht und was nicht, was komisch formuliert wurde, wo jemand ins Stocken gerät, was sich so an überflüssigen Informationen oder Worten darin befindet... Ihr schafft das ;-)
Ich höre nochmal rein, aber viele Aussagen wirken auf mich sowieso wie 'Geschichten aus dem Paulaner Garten'. Darum ist es schwierig für mich, da überhaupt was herauszuziehen was Sinn ergibt. Vermutlich gar nichts ...
Gast

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Gast »

MB77 hat geschrieben: Sonntag, 04. Januar 2026, 22:08:16 Ich höre nochmal rein, aber viele Aussagen wirken auf mich sowieso wie 'Geschichten aus dem Paulaner Garten'. Darum ist es schwierig für mich, da überhaupt was herauszuziehen was Sinn ergibt. Vermutlich gar nichts ...
Genauso unnütze wie die Gedächtnissprotokolle der Anrufe!

Daraus könnte nan eine spannenden Kriminalfall schreibe ...tut halt aber nichts zu dem was damals wirklich geschehen ist.

Und ja das Video von I.würde mich schon interessieren...aber tut wahrscheinlich auch nicht viel zur Sache.
Gast

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Gast »

@ alle Hobbyermittler hier im Raum.

Für mich ist auch eine wichtige Frage:"Warum glaubt ihr,war nach dem letzten Telefonat Stille? Warum kam danach kein Lebenszeichen mehr?

Wer hatte danach ein Alibi?
Ich finde das alles ziemlich eindeutig.
Natürlich gibt es keinen Beweis mehr für die Tat.

Obwohl ich das Gespräch mit dem Bruder schon sehr in Frage stelle. In 20 Sekunden, kann sich das gar nicht ausgehen.
Und dann klingt Frauke aufeinander eieder normal?
Aber bei C. Immer verwaschen?

Also was soll das ganze Schmierentheater Frage ich mich?
So wird man den Fall nie aufklären!
Soll doch wenigstens Frank mal sich dazu äußern!
So kann es einfach nicht gewesen sein! mMn
nussschnecke

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von nussschnecke »

Wieso kein Lebenszeichen mehr kam? Nun, mit sehr großer Wahrscheinlichkeit, weil Frauke nach dem letzten Anruf nicht mehr lebte. Wie hätte sie da weiter anrufen und ihre Rückkehr ankündigen können? Sie war ja tot.

Deine Frage bzgl des Bruders verstehe ich nicht. Was geht sich in 20 Minuten nicht auf?
caro
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von caro »

@HP1

In diesem Zusammenhang auch noch mal der Hinweis auf die Sendung im SWR Nachtcafe, in der Ingrid Liebs den Suizid des Freundes als ein sehr bedeutsames Thema am Tag von Fraukes Verschwinden anspricht:

https://youtu.be/N7ATesQpdF4?t=1484
HP1
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von HP1 »

Gast hat geschrieben: Sonntag, 04. Januar 2026, 21:02:00 @HP1

Also MmN hat das eine mit dem anderen nichts zu tun. Und hier wäre man wieder bei der Geschichte mit dem Betrunkenen der seine Schlüssel unter der Straßenlaterne sucht.

Das eine eine eng verbundenen Freundschaft über Jahre.

Und dann Frauke: kannten sich ein paar Tage. Bzw. Waren sich gerade am kennen lernen.
Ja wenn man Frajkes Tod wie Selbstmord aussehen hätte lassen, wäre das sehr makaber gewesen.Aber dem war ja nicht so.

Wer war N. dass man ihn so schädigen wollte?
Aber zu N. wurde nach Fraukes Verschwinden nie kontaktiert. Das wäre ja die Möglichkeit gewesen um ihn eins reinzueürgen,wenn man ihn angerufen hätte...aber nein.

Sorry, völlig utopisch.... und auf der anderen Seite gibt es noch die Theorie, dass man C. und Frauke eines reinwürgen wollte.
Ja wer sollte das dann gewesen sein?

Im übrigen haben C. und N. das ganze Trauma überlebt!

Nur Frauke "musste sterben". Sehr traurig.

Meine Frage:" Wenn Frauke den Entführer dazu gebracht hätte sie telefonieren zu lassen, warum konnte sie ihn nicht dazu überreden sie freizulasssen?"
Danke für deine Antwort.

Ich halte es selbst für insgesamt unwahrscheinlich, wie gesagt. Kein Anspruch, damit irgendeine "tolle Idee" verbreiten zu wollen.
Keine mir zum Fall bekannten Fakten deuten gerade in diese Richtung und es ist/sind auch soweit keine Person/en bekannt, die konkret in Frage kämen - in sofern alles völlig spekulativ, nur ein Gedankengang, eine Skizze. Ohne den Anknüpfungspunkt des anderen Gastbeitrags mit Niels als motivrelevant hätte ich das hier gar nicht öffentlich gepostet.

Allerdings wüsste ich jetzt auch kein Detail, das eine solche Motivlage widerlegen bzw. klar auf ein anderes Motiv hindeuten würde. Rein hypothetisch betrachtet erscheint es mir als Gesamtbild stimmig - wie gesagt, ohne jetzt jedes Detail im Einzelnen auszuarbeiten auf der Suche nach einem "genau so" oder einem "genau deshalb so nicht".

Ich meine, das Stattfinden der Anrufe, deren Inhalte und Fraukes Auftreten dabei (soweit das anhand Protokollen und Äußerungen dazu nachvollziehbar ist) legen die Möglichkeit nahe, dass Frauke zunächst eine zutreffende oder vermeintliche Aussicht auf Freilassung gehabt haben könnte. Warum das, kann ich gern mal wieder aufschreiben, wurde hier aber in der Vergangenheit auch schon mehrfach diskutiert. Ist und bleibt halt zum guten Teil auch eine Deutungsfrage, ebenso wie bei anderen Ansichten dazu.
In dem Fall wäre neben der allseits bekannten Hypothese einer ungeplanten Tat, wo ein ihr bekannter Täter nach missglücktem Annäherungsversuch übergriffig wurde, sie dann wegen der drohenden Konsequenzen "erstmal" nicht gehen lassen kann/will und erst im Verlauf realisiert, dass er sie (gerade auch weil er sie fortgesetzt festgehalten hat) nicht mehr gehen lassen kann, auch ein maximal derber "Scherz" ein Szenario mit vergleichbarer Dynamik und (mir) plausibel denkbarem Anlass und Bereitschaft für das Stattfinden der Anrufe.

Dass es grundsätzlich solche Typen gibt, die sich für solche "krassen Ideen" begeistern können und die sich da gerade gemeinschaftlich gruppendynamisch süffisant reinsteigern können, keine Frage. Ist halt zunächst immer nur als Idee, als krankhaft belustigendes Gedankenspiel gemeint und bleibt in der Regel dabei. Da in Richtung "und wenn wir es wirklich machen würden?" umzuschwenken und das tatsächlich weiter verfolgen? Sicher die Ausnahme, aber denkbar, kommt vor. Letztlich entscheidet sich jeder planende Täter ja an einem Punkt dafür, seine "krasse Idee" zu konkretisieren und umzusetzen. Irgendwer hat aus irgendwelchen Gründen auch bei Frauke krasse und statistisch unwahrscheinliche Entscheidungen getroffen. Wenn man einen solchen "Scherz" ohne anfängliche Tötungsabsicht annimmt, mag die Hemmschwelle niedrig genug sein, niedriger als bei einem planenden Täter mit völlig "ernsten" Absichten, mit Tötungsabsicht. Müssten halt ziemlich krasse Schweine sein - wie jeder andere planende Täter auch.
Der Punkt ist eben, dass müsste nicht unbedingt jemand mit bekanntem "beef" mit Niels sein, ob nun im Zusammenhang mit dem Suizid des Freundes oder anderweitig. Ich hatte es geschrieben, Mobbingmentalität und Gruppendynamik, um sich da gemeinsam in eine kranke Begeisterung für so eine Phantasie/Idee reinzusteigern, gruppendynamisch bestimmt dann auch der unwahrscheinliche Schritt, es tatsächlich zu tun - daher auch meine Vorstellung von drei Personen, könnten auch zwei sein. Und der damalige Niels? Wird als eigenbrödlerisch beschrieben, mit Anfang/Mitte 20 noch keine Freundin gehabt, im Gesamtbild eher eine soziale Randfigur mit wenig engen Kontakten. Einen besten Freund T. ("Doppelpack"), hinreichend schräg für einen Suizid, eine beste Freundin Bella seit der Kindheit (Nachbarschaft?), einen nahen Bezug zu deren einem Bruder wegen des gemeinsamen Hobbys Race Car. Ist natürlich nur ein Bild, das ich mir da von ihm mache. Aber ich sehe da eine Figur, die sich in ihrer Art als Zielscheibe für Mobbingaktionen vielleicht anbietet, die in so ein Szenario als Opfer reinpasst. Wie gesagt, nur ein Bild, das ich mir aufgrund der Infos zu seiner damaligen Person mache, kannte und kenne ihn ja nicht. Es sind halt meistens die Außenseiter, die nicht so gut ankommen (oder sich auch gar nicht darum bemühen), die im sozialen Umfeld wenig Lobby (Freundschaften, Bezüge) haben.
Ja, es sind (uns) keine Personen bekannt, die sich hierbei für die Täterrolle anbieten würden. Aber wurde in dieser Richtung sein weiteres Umfeld abgeklopft? Wären solche Typen ohne konkreten "beef" mit ihm aufgefallen? Wenn ja, wüsste die Öffentlichkeit/wir davon, wenn da jemand aufgefallen wäre? An der Stelle deutet nichts uns Bekanntes auf so einen Hergang hin, gleichzeitig ist das auch kein Argument dagegen.

Du hast völlig recht, Niels´ Bezug zum Suizidopfer und zu Frauke war unterschiedlich. Beim einen langjährig etabliert, was bei Frauke vielleicht eher mit "Potential" beschrieben werden könnte. Dennoch war sie zu der Zeit und in den wenigen Wochen zuvor zu einer präsenten und nahen Person in seinem nicht unbedingt beziehungsreichen Leben geworden, und gerade von außen gesehen auffällig, dass der Niels auf einmal offenbar eine Freundin hat - völlig unabhängig, ob da tatsächlich (beidseitige) Ambitionen bestanden oder nicht.
Und dass die Täter in diesem Szenario mit ihrem Tod den Suizid hätten nachstellen müssen bzw. dass so ein Vorgehen dann überhaupt wahrscheinlich gewesen wäre, sehe ich gar nicht. In der Idee ihnen vielleicht nahe liegend, aber auch nur, wenn man überhaupt eine Tötungsabsicht von vornherein annimmt. Und da tendiere ich klar eher zum "Scherz", zu einem Plan, sie lediglich einige wenige Tage festzuhalten. Kein kapitales Verbrechen (aus ihrer Wahrnehmung), "nur" Niels in Angst und Panik versetzen. Viel geringere Hemmschwelle als bei einem Mordplan, sonst wäre auch das umrissene Motiv für einen Tatentschluss kaum ausreichend, jedenfalls weit unwahrscheinlicher. Es geht um den unmittelbaren Effekt, kranke Machtausübung über das negative Befinden anderer, Mobbing. Nicht um das Schaffen neuer endgültiger Tatsachen. Auf die Füße gefallen mag dann den Tätern die schnell einsetzende Suche nach Frauke als Entführungsopfer sein, oder sie hat, anders als vorgesehen, einen (oder mehrere) der Täter erkannt oder unbeabsichtigt Informationen zu dessen/deren Identität mitbekommen, wie auch immer.
Also nein, dass Fraukes Tod kein inszenierter Suizid war, halte ich für kein valides Gegenargument.

Und bei der Frage nach der Wahrscheinlichkeit, da hatte ich ja schon bei meinem ersten Beitrag etwas darauf herumgekaut. Man kann nicht einfach zwei Ereignisse gleichsetzen und die (Un-)wahrscheinlichkeit ihres gemeinsamen (bzw. sehr zeitnahen) Auftretens betrachten, nur weil sie in einigen Punkten ähnlich sind. Das wäre eine Milchmädchenrechnung. Und eine einfache Frage nach Wahrscheinlichkeiten, bei der die Ereignisse gleichgesetzt wären, müsste ja auch nach einem beiden gemeinsamen Anlass/Auslöser fragen. Das macht hier natürlich keinen Sinn, den Suizid des Freundes dem Frauke-Täter 1:1 in die Schuhe schieben zu wollen.
Dennoch, mein Aufhänger war ja Niels´ Sicht. Aus seiner Perspektive(!) hatte Fraukes Verschwinden und Tod klare Merkmale einer Wiederholung - nicht in den Details zum Hergang, sondern motivhaft in der Wirkung für ihn - Verlust, Schmerz. Und bleiben wir da bei seiner Perspektive, dann ist es extrem unwahrscheinlich, in so kurzem Zeitabstand erneut den Tod eines nahen Menschen zu erleben - statistisch gesehen dann insbesondere, wenn man nicht gerade Duzende Menschen zum Kreis "naher Menschen" zählt und es sich nicht um eine Person handelt, die etwa wegen Alter oder Krankheit exponiert gewesen wäre. Wäre Frauke etwa verunfallt oder anderweitig nachvollziehbar zufällig, aufgrund unglücklicher Umstände ums Leben gekommen - ja, dann wäre das eindeutig ein sehr unwahrscheinlicher, schicksalhafter Zufall. Aber genau das ist ja nicht gegeben, sie kam nicht zufällig oder anderweitig aus erwiesenermaßen(!) von Niels unabhängigen Gründen ums Leben. Der tatsächliche Zufall also nicht erwiesen, das "sehr unwahrscheinlich" als Einschätzung für voneinander unabhängige Ereignisse bleibt aber stehen.
Im Szenario meiner Skizze wird Fraukes Verschwinden und Tod zu einem vom Suizid des Freundes abhängigen Geschehen. Nicht im Sinne einer irgendwie notwendigen Folge natürlich. Ich hatte es so bezeichnet, der Suizid sei "Ideengeber" gewesen, seine Wirkung auf Niels Anlass für die Idee einer Wiederholung, indem man Frauke verschwinden lässt. Das hebt, in Wahrscheinlichkeiten gesprochen, die Unwahrscheinlichkeit zweier unabhängiger, zufällig so zeitnah im Leben von Niels auftretender Ereignisse ähnlicher Art und Wirkung auf, erfordert dafür die Existenz entsprechend handelnder Tatpersonen. Klar klingt es irgendwo wahnwitzig, absurd, bin ja selbst alles andere als überzeugt davon. Aber irgendwer muss aus irgendwelchen Gründen Frauke entführt und getötet haben, und Niels zweimaliger Verlust auf diese Weise innerhalb weniger Wochen ist ein krasser Zufall, oder eben auch nicht.

Noch zu deinen Einwänden:

Hätte man Frauke Niels statt Chris anrufen lassen? Wäre vielleicht eine Steigerung gewesen, hätte aber vielleicht auch bedeutet dass wer drauf kommt, was Sache ist, Entdeckungsrisiko. Und die Anrufe an Chris wären möglicherweise auch eher im Zusammenhang geplanter tatsächlicher Freilassung zu sehen, bzw. als Reaktion auf die unerwartet frühen und hohen Such- und Ermittlungsaktivitäten. In dem Sinne, die Anrufe also gar nicht erst tatmotivseitig begründet.
Auch eine Form von Schlüssel/Laterne, wenn man jedem Detail eine objektiv nahe liegende und möglichst plakative Bedeutung zuschreiben und dann alle anderen Optionen für unwahrscheinlich halten will, nicht wahr? Shakespeare wäre stolz drauf. reality? not so much ;)

Ja, Chris schaden, Chris und Frauke schaden... in der Richtung gabs natürlich auch einige Anläufe. Aber wenn du das gleichsetzen und damit als gleich unwahrscheinlich/absurd abtun (oder sagen, könnte genauso auch so gewesen sein?) willst, hast du den springenden Punkt meiner Skizze nicht verstanden.
Aller Wahrscheinlichkeit nach wäre niemand auf die Idee gekommen, Frauke zu entführen und ermorden, um Niels eins reinzuwürgen. Das ist genauso völlig unverhältnismäßig wie ein entsprechendes Motiv bzgl. Chris, sofern man nicht jeweils von einer krankhaft explizit auf Niels bzw. Chris bezogen hasserfüllten Tatperson ausgeht, die dann mit Sicherheit als solche auch bekannt gewesen bzw. aufgefallen wäre.
Der springende Punkt liegt in dem "auf die Idee gekommen, Frauke zu entführen". So ziemlich jeder in Niels´ Umfeld hatte von seinem kürzlichen Verlust erfahren oder davon erfahren können. Gibt genug Leute, die da nicht anteilnehmend, sondern innerlich spöttisch und herablassend reagieren, wenn sie jemanden nicht leiden können. Die Idee, da noch eins draufzusetzen in einer inszenierten Wiederholung (im Bezug auf sein Erleben, sein Leid), ist einerseits völlig krank, andererseits für einen so krankhaften Geist auch wieder so belustigend, dass es für "geil" und "genial" gehalten werden kann, er sich gedanklich gern hineinsteigert. Ich habs ja mehrfach beschrieben, zusammen mit Gruppendynamik (Einzeltäter halte ich da für recht unwahrscheinlich) und als Plan, sie "nur" ein paar Tage verschwinden zu lassen für die unmittelbare Schockwirkung bei Niels, da wäre mir so ein Hergang plausibel und ein tatsächlicher Handlungsentschluss hinreichend denkbar.
Bei Chris gab es keinen solchen "Ideengeber", kein Motiv, auf so eine Idee zu kommen und sie krankhaft genial zu finden. Von Chris habe ich kein deutliches Bild, aber er passt nach meinem Eindruck weniger in die Rolle als Opfer solcher Typen wie Niels, das aber wie gesagt nur ein persönlicher, wenig belastbarer Eindruck. Bei Chris gab es kein anderes hinreichend ähnliches und selten-unwahrscheinliches Ereignis wie bei Niels. Kein Anlass sich zu fragen, ob seine Person vielleicht die Klammer für beide Ereignisse sein könnte.
HHmoin

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von HHmoin »

@Gast
Dein Beitrag finde ich um es mit einem Wort zu beschreiben.. brutal.
Gast

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Gast »

Ja, das ganze tragische Ereignis , der Tod l(Mord?) dieser jungen ,hübschen Frau eignet sich als Stoff für mehrere
Filme mit unterschiedlichem Ende. Mein persönliches
Drehbuch endet mit einer eifersüchtigen weiblichen Person als Mittäterin. Namen werden nicht genannt.
Antworten