VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

ÖFFENTLICHE DISKUSSION
Ungeklärte Fälle: Martin Bach, Tabita Cirvele, Heidi Dannhäuser, Anna E. (Herrieden), Sergej Enns, Nancy Förster, Denis Franke, Helga Frings, Monika Frischholz, Inga Gehricke, Leonie Gritzka, Jascha Hardenberg, Karl Erivan Haub, Felix Heger, Ines Heider, Ina K. (Gorleben), Anett Carolin Kaiser, Baris Karabulut, Elke Kerll, Inka Köntges, Katrin Konert, Ralf Kottmann, Leitner/Baumgartner, Monika Liebl, Wolfgang Loh, Danuta Lysien, Jennifer M. (Bühl/Bremen), Alexandra May, Maddie McCann, Lars Mittank, Tanja Mühlinghaus, Mandy Müller, Mine O. (Duisburg), Harald Oelschläger, Alexandra R. (Nürnberg), Birgit Rösing (gen. Storck), Petra Schetters, Dirk Schiller, Émile Soleil, Rosi Strohfus, Anton Thanner, Hartmut Weiske

Geklärte Fälle: Vera B. (Datteln), Liam Colgan, Fritz Hagedorn, Kevin Hantl, Maria Henselmann, Rondk Kaniwar, Birgit Keller, Malina Klaar, Timo Kraus, Mike Mansholt, Marc Otto, Rainer Schaller, Sophie Sherpa, Jeannette Stehr, Annika T. (Seelze-Lohnde), Lars Wunder
AngRa
Beiträge: 6470
Registriert: Freitag, 24. Oktober 2014, 08:54:34
Kronen: ♔♔♔♔♔♔
(ausgezeichnet mit sechs Goldenen Kronen für 6000 Beiträge)
Sterne:

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von AngRa »

Zur Unfalltheorie gibt es unterschiedliche Berichte. Nach Daoust soll ein Unfall nach wie vor im Bereich des Möglichen liegen. In anderen Berichten wird sie ausgeschlossen.

So beispielsweise hier:
Die Richter gehen davon aus, dass Émile den Weiler nicht lebend verließ. Wissenschaftliche Untersuchungen, die nach dem Fund von Knochen im Frühjahr 2024 durchgeführt wurden, ergaben, dass sein Tod durch ein heftiges Gesichtstrauma verursacht wurde , das mit einem Schlag durch eine menschliche Hand oder sogar einen Gegenstand übereinstimmt . Als Ursache wurde eine kleine Verletzung in der Nähe des rechten Jochbeins des Kindes festgestellt, die nicht mit einer Verletzung durch einen Autounfall vereinbar ist. Trotz mehrerer Aufenthalte in Polizeigewahrsam wurde bisher keine Anklage erhoben.


https://www.midilibre.fr/2025/12/17/mor ... 117158.php


Der ehemalige Kommandeur der Nationalen Gendarmerie General Francois Daoust hat meiner Meinung nach auch keinen Einblick in die Ermittlungsakten. Seine Expertise hat aus diesem Grund auch kein besonderes Gewicht. Manchmal kommt er mir so vor wie ein französischer Axel Petermann, der sich gerne äußert.

Ich sehe es auch nicht so wie der General Daoust, dass die Nebenermittlungen der Großmutter in einem Ermittlungsverfahren etwas völlig Normales seien. Es mag ja sein, dass Zeugen ihre Theorie der Polizei vortragen. Ungewöhnlich ist aber nach meiner Meinung, dass Anwälte bei den Ermittlungen zugegen waren. Das ist ein Aufwand, den sich andere aus Kostengründen gar nicht leisten können. Die stundenlange Anwesenheit der Anwälte, die ja auch Personen der Justiz sind, empfinde ich als ungewöhnlich. Auf mich wirkt das sehr wie eine Inszenierung der Unschuld von jemandem der es sich leisten kann, weil Geld offenbar keine Rolle spielt. .

Die Ermittlungsbehörden sind bestrebt alles dafür zu tun, damit es später ein faires Gerichtsverfahren geben kann ohne offizielle Vorverurteilungen im Vorfeld. Darin sehe ich den Grund für die Zurückhaltung mit Äußerungen und auch mit Informationen. Ich glaube aber schon, dass die eine oder andere Information nach außen an die Presse gelangt. Die neuen intensiven Ermittlungen erkläre ich mir eher mit dem Ergebnis der Untersuchungen, dass Emile durch einen Schlag auf den Kopf getötet worden ist und dass ein Unfall somit ausgeschlossen werden kann.

Es ist meiner Meinung nach auch bemerkenswert, dass die Ermittlungen immer vor großen christlichen Festen an Schwung aufnehmen. Die Mise en situation fand vor Ostern statt, die neuen Beschlagnahmen und die Vernehmungen fanden vor Weihnachten statt. Vor diesen großen christlichen Festen sind Katholiken angehalten ihr Gewissen zu erforschen und auch zu beichten.
Benutzeravatar
Gast A
Beiträge: 517
Registriert: Dienstag, 13. Juni 2017, 07:21:45
Kronen:
Sterne:

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von Gast A »

Wir wissen nicht, wie die Stimmung jetzt innerhalb der Familie ist.
Stehen wirklich alle Familienmitglieder so eng beisammen, dass keine Briefmarke dazwischen passt?
Wer weiß alles, was wirklich geschehen ist, falls innwerhalb der Familie überhaupt etwas geschehen ist?
Weiß Frau V. etwas, oder hat sie einen Verdacht?
Wusste der Beichtvater was geschehen ist und konnte mit diesem Wissen nicht mehr leben?
AngRa
Beiträge: 6470
Registriert: Freitag, 24. Oktober 2014, 08:54:34
Kronen: ♔♔♔♔♔♔
(ausgezeichnet mit sechs Goldenen Kronen für 6000 Beiträge)
Sterne:

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von AngRa »

Ich vermute, dass durch die polizeilichen Maßnahmen in der Vorweihnachtszeit Druck aufgebaut werden sollte, von dem man sich vielleicht auch Auswirkungen auf die Stimmung innerhalb der Familie erhofft haben könnte. Die Fahrräder und die sonstigen Gegenstände hätten auch früher schon beschlagnahmt werden können, denn sie standen sicher schon länger herum. Aber sie wurden erst vor Weihnachten beschlagnahmt. In Erinnerung hatte man womöglich, dass die Mise en situation ebenfalls Druck ausgelöst haben könnte, der zur Verlagerung der Knochen und somit letzten Endes zum Leichenfund geführt hat.

Der Suizid des Beichtvaters steht auch im Raum. Über Hintergründe kann man nur spekulieren. Wegen der veröffentlichung eines Bildes von Émile soll es zum Streit mit dem Großvater gekommen sein und er soll dafür gesorgt haben, dass der Pfarrer seinen Kirchenposten verliert. Von außen erkennbar ist der große Einfluss den der Großvater innerhalb der Kirche haben muss. Er scheint ein angesehener Mann zu sein auf den die Oberen hören. Der offiziell bekannt gegebene Grund für den Streit kommt mir jedenfalls vorgeschoben vor.
AngRa
Beiträge: 6470
Registriert: Freitag, 24. Oktober 2014, 08:54:34
Kronen: ♔♔♔♔♔♔
(ausgezeichnet mit sechs Goldenen Kronen für 6000 Beiträge)
Sterne:

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von AngRa »

Nochmals zu der Frage, die hier neulich aufgekommen ist, warum Émile die Kleidungsstücke ausgezogen worden sind. Die Untersuchungen hatten ergeben, dass der Körper nicht in den gefundenen Kleidungsstücken gelbes T-Shirt und Hose verwest ist. Die Kleidungsstücke müssen also separat aufbewahrt worden sein und dann neben den Knochen platziert worden sein.


Ich habe überlegt, ob ihm vielleicht die Sachen ( Hose , gelbes T Shirt ) vor dem Mittagsschlaf ausgezogen worden sind und er wegen der Hitze nur mit Windel bekleidet den Mittagsschlaf halten sollte, damit er nicht übermäßig schwitzt und das Ausziehen vielleicht zur Prozedur vor dem Schlafen gehört hat. Zum Zudecken hatte er vielleicht eine ganz dünne Decke, ähnlich einem Laken. Im Bett hat er womöglich keine Ruhe gegeben, weil er am ersten Urlaubstag bei den Großeltern sehr aufgedreht war und ist vielleicht immer wieder aufgestanden und in der Windel umher gelaufen, vielleicht nicht nur im Haus sondern auch nach draußen in die Garage , wo er dann für sein Umherlaufen also für sein Ungehorsam, bestraft worden sein könnte . Der Zeuge, der ihn nach 17 Uhr im gelben T Shirt auf der Straße gesehen haben will, müsste sich unter diesen Umständen geirrt haben. Zeugenaussagen sind oft falsch und als schwächstes Glied in der Indizienkette bekannt.

Später hat man seine Knochen dann hoch in den Wald gebracht und die Klamotten daneben gelegt, damit es so aussah, als sei er von alleine weggelaufen und oben im Wald verdurstet. Man hat sich schon immer darüber gewundert, dass die Schnürsenkel der Wanderschuhe offen waren, als sie oben gefunden worden sind. Das war zwar eine offiziell nicht bestätigte Information, aber dementiert worden ist die Infoiramation auch nie.

Die Schnürsenkel wären offen gewesen, weil man ihm die Schuhe vor dem Mittagsschlaf ausgezogen hat.

Diese Erklärung für die ausgezogene Kleidung wäre die einfachste und nach meiner Meinung auch die plausibelste. Die Aussage des Nachbarn zur Sichtung müsste dann auf einem Irrtum beruhen. Vielleicht hat er ihn so am Morgen so draußen gesehen mit dem gelben T Shirt und das dann verwechselt, weil alle zunächst davon ausgegangen sind, dass der Kleine kurz vor der Suchaktion das Anwesen verlassen hat und eigenständig weggelaufen ist. An ein Verbrechen hat zunächst niemand gedacht.
HP1
Beiträge: 992
Registriert: Samstag, 05. Februar 2022, 23:01:41
Kronen:
Sterne:

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von HP1 »

AngRa hat geschrieben: Montag, 05. Januar 2026, 04:24:49 (...)
Diese Erklärung für die ausgezogene Kleidung wäre die einfachste und nach meiner Meinung auch die plausibelste. Die Aussage des Nachbarn zur Sichtung müsste dann auf einem Irrtum beruhen. Vielleicht hat er ihn so am Morgen so draußen gesehen mit dem gelben T Shirt und das dann verwechselt, weil alle zunächst davon ausgegangen sind, dass der Kleine kurz vor der Suchaktion das Anwesen verlassen hat und eigenständig weggelaufen ist. An ein Verbrechen hat zunächst niemand gedacht.
Heißt, er wäre zu der angegebenen Zeit gar nicht gesehen worden? Oder er wäre da gesehen worden, aber nur mit Windel oder anderer Kleidung?

Warum ist der Fall eigentlich noch in der Rubrik "Vermisste"?
AngRa
Beiträge: 6470
Registriert: Freitag, 24. Oktober 2014, 08:54:34
Kronen: ♔♔♔♔♔♔
(ausgezeichnet mit sechs Goldenen Kronen für 6000 Beiträge)
Sterne:

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von AngRa »

Meiner Meinung nach konnte Émile gegen 17 Uhr nicht mehr vom Zeugen gesehen werden, weil er zu dem Zeitpunkt schon tot war.
Benutzeravatar
Gast A
Beiträge: 517
Registriert: Dienstag, 13. Juni 2017, 07:21:45
Kronen:
Sterne:

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von Gast A »

AngRa hat geschrieben: Montag, 05. Januar 2026, 04:24:49 Nochmals zu der Frage, die hier neulich aufgekommen ist, warum Émile die Kleidungsstücke ausgezogen worden sind. Die Untersuchungen hatten ergeben, dass der Körper nicht in den gefundenen Kleidungsstücken gelbes T-Shirt und Hose verwest ist. Die Kleidungsstücke müssen also separat aufbewahrt worden sein und dann neben den Knochen platziert worden sein.


Ich habe überlegt, ob ihm vielleicht die Sachen ( Hose , gelbes T Shirt ) vor dem Mittagsschlaf ausgezogen worden sind und er wegen der Hitze nur mit Windel bekleidet den Mittagsschlaf halten sollte, damit er nicht übermäßig schwitzt und das Ausziehen vielleicht zur Prozedur vor dem Schlafen gehört hat. Zum Zudecken hatte er vielleicht eine ganz dünne Decke, ähnlich einem Laken. Im Bett hat er womöglich keine Ruhe gegeben, weil er am ersten Urlaubstag bei den Großeltern sehr aufgedreht war und ist vielleicht immer wieder aufgestanden und in der Windel umher gelaufen, vielleicht nicht nur im Haus sondern auch nach draußen in die Garage , wo er dann für sein Umherlaufen also für sein Ungehorsam, bestraft worden sein könnte . Der Zeuge, der ihn nach 17 Uhr im gelben T Shirt auf der Straße gesehen haben will, müsste sich unter diesen Umständen geirrt haben. Zeugenaussagen sind oft falsch und als schwächstes Glied in der Indizienkette bekannt.

Später hat man seine Knochen dann hoch in den Wald gebracht und die Klamotten daneben gelegt, damit es so aussah, als sei er von alleine weggelaufen und oben im Wald verdurstet. Man hat sich schon immer darüber gewundert, dass die Schnürsenkel der Wanderschuhe offen waren, als sie oben gefunden worden sind. Das war zwar eine offiziell nicht bestätigte Information, aber dementiert worden ist die Infoiramation auch nie.

Die Schnürsenkel wären offen gewesen, weil man ihm die Schuhe vor dem Mittagsschlaf ausgezogen hat.

Diese Erklärung für die ausgezogene Kleidung wäre die einfachste und nach meiner Meinung auch die plausibelste. Die Aussage des Nachbarn zur Sichtung müsste dann auf einem Irrtum beruhen. Vielleicht hat er ihn so am Morgen so draußen gesehen mit dem gelben T Shirt und das dann verwechselt, weil alle zunächst davon ausgegangen sind, dass der Kleine kurz vor der Suchaktion das Anwesen verlassen hat und eigenständig weggelaufen ist. An ein Verbrechen hat zunächst niemand gedacht.
Das ist genau das, was ich ebenfalls denke.
An die lange Siesta glaube übrigens auch nicht.
AngRa
Beiträge: 6470
Registriert: Freitag, 24. Oktober 2014, 08:54:34
Kronen: ♔♔♔♔♔♔
(ausgezeichnet mit sechs Goldenen Kronen für 6000 Beiträge)
Sterne:

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von AngRa »

Es gibt einen neuen Bericht vom 8.1.2026 über den Priester Claude Gilliot, der Émile getauft hat und der sich später am 15.3.2025 das Leben genommen hat. In dem Bericht kommt Arthur Herlin vom Paris Match zu Wort, der damals auch mit dem Pfarrer gesprochen hatte. Die Zeitschrift hatte außerdem vom Pfarrer bereits kurz nach Émiles Verschwinden Bilder von Émile bekommen. . Über Arthur Herlin erfährt man beim Googeln, dass er als Kirchen und Vatikan-Experte gilt.





Affaire Émile : "Le prêtre soupçonnait le...", glaçantes révélations sur l’islamologue qui l’a baptisé avant de disparaitre
Le patriarche soupçonné par Claude Gilliot qui avait baptisé son petit-fils
À l'antenne, l'animatrice Aurélie Casse lui a alors posé une question cruciale : "Il avait déjà dit qu'il soupçonnait le grand-père ?". Ce à quoi Arthur Herlin a répondu : "Oui. (...) Dès le début, il m'a expliqué que Philippe pouvait être quelqu'un qui pourrait être ferme, voir un peu agressif avec ses enfants, qu'il l'avait déjà surpris mettre une fessée violente à l'un d'eux. S'il me l'a dit, je pense qu'il en a parlé à un paroissien ou une personne de confiance, et Phillippe l'a su. Ayant su que le Père m'avait accueilli et avait donné une photo à Paris Match, ça a provoqué sa colère. Une colère noire". Particulièrement agacé, Philippe Vedovini l'aurait d'ailleurs "insulté de tous les noms".

Le patriarche soupçonné par Claude Gilliot qui avait baptisé son petit-fils
À l'antenne, l'animatrice Aurélie Casse lui a alors posé une question cruciale : "Il avait déjà dit qu'il soupçonnait le grand-père ?". Ce à quoi Arthur Herlin a répondu : "Oui. (...) Dès le début, il m'a expliqué que Philippe pouvait être quelqu'un qui pourrait être ferme, voir un peu agressif avec ses enfants, qu'il l'avait déjà surpris mettre une fessée violente à l'un d'eux. S'il me l'a dit, je pense qu'il en a parlé à un paroissien ou une personne de confiance, et Phillippe l'a su. Ayant su que le Père m'avait accueilli et avait donné une photo à Paris Match, ça a provoqué sa colère. Une colère noire". Particulièrement agacé, Philippe Vedovini l'aurait d'ailleurs "insulté de tous les noms".

"Il ne savait plus vers qui se tourner..."
"Il lui a dit qu'il ne le reverra plus et qu'il fera tout pour le renvoyer de la paroisse, ce qu'il a réussi à faire (...)", a précisé Arthur Herlin, interloqué que les autorités l'aient interrogé sur le tard, "en février 2024". Difficile pour lui d'accepter que le diocèse ait nié son suicide en évoquant une "mort naturelle". "Après sa mise au banc(...), il n'avait pas de raisons concrètes de sa mise à pied. L'évêque ne l'a même jamais reçu. Ça lui faisait énormément de mal, parce qu'il avait célébré la messe du baptême d'Émile... Le mariage de Marie et Colomban, il était dans cette paroisse depuis vingt ans. (...)", a renchéri le journaliste. "Il ne savait plus vers qui se tourner, il me l'a dit au mois de janvier dernier. Il commençait même à s'inquiéter de ne plus pouvoir célébrer la messe dans sa région d'origine dans le Nord"
Übersetzt:
Der Fall Émile: „Der Priester verdächtigte…“, erschreckende Enthüllungen über den islamischen Gelehrten, der ihn taufte und dann verschwand.
Der Patriarch, der von Claude Gilliot verdächtigt wurde, weil er seinen Enkel getauft hatte
Live stellte Moderatorin Aurélie Casse ihm dann eine entscheidende Frage: „ Hatte er schon gesagt, dass er den Großvater verdächtigt?“ Worauf Arthur Herlin antwortete: „Ja. (...) Er erklärte mir von Anfang an, dass Philippe jemand sein könne, der streng , ja sogar etwas aggressiv mit seinen Kindern umgehe , und dass er ihn schon einmal dabei erwischt habe, wie er eines von ihnen heftig geschlagen habe. Wenn er mir das erzählt hat, denke ich, dass er mit einem Gemeindemitglied oder einer Vertrauensperson gesprochen hat, und Philippe hat es erfahren. Zu wissen, dass der Priester mich willkommen geheißen und Paris Match ein Foto gegeben hatte, entfachte seinen Zorn. Eine rasende Wut .“ Besonders verärgert soll Philippe Vedovini ihn aufs Übelste beschimpft haben .
„Er wusste nicht mehr, an wen er sich wenden sollte…“
„ Er sagte ihm, er würde ihn nie wiedersehen und alles tun, um ihn aus der Gemeinde zu entfernen, was ihm auch gelang “, erklärte Arthur Herlin, verwundert darüber, dass die Behörden ihn erst so spät, im Februar 2024, befragten. „Es fiel ihm schwer zu akzeptieren , dass das Bistum seinen Selbstmord mit der Begründung ‚ natürlicher Ursachen ‘ bestritten hatte .“ „ Nach seiner Suspendierung gab es keine konkreten Gründe für seine Entlassung. Der Bischof hatte ihn nie getroffen. Das verletzte ihn sehr, denn er hatte Émiles Taufmesse gefeiert … Maries und Colombans Hochzeit; er war zwanzig Jahre lang in dieser Gemeinde gewesen “, fügte der Journalist hinzu. „ Er wusste nicht mehr, an wen er sich wenden sollte; das sagte er mir letzten Januar. Er machte sich sogar Sorgen, in seiner Heimatregion im Norden keine Messe mehr feiern zu können .“

https://www.nextplz.fr/societe/526505-a ... ter-la-vie


Die Chronologie der Ereignisse, der enge zeitliche Bezug zwischen Émiles Beerdigung, dem anonymen Brief, der Beschlagnahme des Blumenkübels, der Selbstmord des Pfarrers, die Verfatung der Großeltern und zwei ihrer Kinder spricht dafür, dass es diese Verdächtigungen seitens des Priesters gab.Emiles Beerdigung fand am 8.2.2025 statt und wurde im Fernsehen übertragen. Das könnte den Priester wieder an seinen Verdacht und an den Streit mit dem Großvater erinnert haben . Er hatte Émile getauft, aber er durfte ihn nicht beerdigen. Unmittelbar vor seinem Selbstmord am 15.3.2025 könnte er den anonymen Brief verfasst haben, der am 13.3. 2025 dazu geführt hat, dass ein Blumenkübel und andere Gegenstände aus dem Bereich der Kapelle beschlagnahmt worden sind. Die Kapelle hatten ausschließlich die Vs genutzt und sie hatten auch einen Schlüssel zur Kapelle. Unmittelbar nach seinem Tod erfolgte auch die Verhaftung der vier Vs, die aber dann wieder freigelassen worden sind. Zum damaligen Zeitpunkt stand aufgrund von Untersuchungsergebnissen zwar fest, dass Émiles Leichnam kurz vor dem Fund umgelagert worden war, aber es fehlte noch an einer eindeutigen Todesursache, dem Schlag gegen das Jochbein. Es war also damals die Unfalltheorie nicht auszuschließen und es war der Lagerungsort nicht bekannt. Für eine Täterschaft sprachen damals vor allem wohl die Persönlichkeit des Großvaters und widersprüchliche Aussagen zum Ablauf vor dem Verschwinden, die Grund für die Mise en situation waren.

Der Fall kann meiner Meinung nach nur aufgeklärt werden, wenn die Ermittlungsbehörden den Ort finden an dem Émiles Leichnam über Monate hinweg gelagert worden ist. Ich gehe davon aus, dass die Behörden den Ort finden. Die Großmutter V. hat nun eigene Ermittlungen zum Ort angestellt. Auch sie scheint zu wissen, dass der Ort der Lagerung das letzte Puzzleteil im Fall ist und zur Überführung des Täters führen wird. Daher die kostspieligen Bemühungen durch Einschalten der Rechtsanwälte den Ort zu präsentieren. .
Ichhier
Beiträge: 19
Registriert: Samstag, 13. Dezember 2025, 16:01:04
Kronen:
Sterne:

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von Ichhier »

@AngRa wie schätzt Du denn die Großmutter ein? Würde sie sich gegen ihren Mann stellen? Ich könnte mir vorstellen, sollte innerhalb der Familie etwa passiert sein, was zum Tod von E geführt hat, sich Sichtweisen ändern können.

Zuerst steht wohl im Vordergrund, möglichst weiteren Schaden abzuwenden, die Familie zusammenzuhalten, keine weiteren Kinder durch Abwendung zu verlieren usw.

Die Situation wird für alle unerträglich sein und ohne Aufklärung wird sich das auch nicht ändern. Da kann ich mir schon vorstellen, dass ein Familienmitglied seine Meinung ändert und aussagt.
AngRa
Beiträge: 6470
Registriert: Freitag, 24. Oktober 2014, 08:54:34
Kronen: ♔♔♔♔♔♔
(ausgezeichnet mit sechs Goldenen Kronen für 6000 Beiträge)
Sterne:

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von AngRa »

@Ichhier

Ich schätze Großmutter V. als starke Persönlichkeit ein. Hier hat mal jemand geschrieben, dass von ihrer Seite das Geld kam. Die Familie ist ihr ganzer Lebensinhalt und daher würde sie sich auch nicht gegen ihren Mann stellen. Wenn die Familie auseinanderbricht und das würde sie, wenn Großvater V. sich verantworten müsste ( vermutlich würden die Eltern auch das Sorgerecht für die minderjährigen Kinder verlieren, wenn aufkommt, dass der Vater zuschlägt und die Mutter es duldet). Die Kinder wurden von ihr zumindest zeitweise in den unteren Klassen unterrichtet, denn in Frankreich gibt es keine Schulpflicht sondern eine Bildungspflicht, der man nicht zwangsläufig durch einen Schulbesuch nachkommen muss. Also sind die Kinder völlig auf die Eltern fixiert. Die haben absoluten Gehorsam gelernt und das geht nur, wenn der eigene Wille gebrochen worden ist. Ausschließen möchte ich es nicht, dass irgendwann mal jemand redet, beispielsweise wenn eines der Kinder mal einen Partner hat, der anders ist weil er nicht so streng erzogen worden ist. Momentan ist es aber nicht sehr wahrscheinlich, dass jemand redet.
Ichhier
Beiträge: 19
Registriert: Samstag, 13. Dezember 2025, 16:01:04
Kronen:
Sterne:

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von Ichhier »

Meine Gedanken: es wird seit dem Verschwinden von E kein normaler Alltag/Familienleben mehr möglich sein. Es scheint ja auch so, dass bereits ein Bruch zw E Eltern und der restlichen Familie vorliegen. Evtl äußern sich weitere Kinder kritisch, hinterfragen usw.
Da könnte ich mir durchaus vorstellen, dass die Mutter mit ihrem Mann bricht, um nicht die anderen Kinder auch noch zu verlieren.
AngRa
Beiträge: 6470
Registriert: Freitag, 24. Oktober 2014, 08:54:34
Kronen: ♔♔♔♔♔♔
(ausgezeichnet mit sechs Goldenen Kronen für 6000 Beiträge)
Sterne:

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von AngRa »

@Ichhier

Ja, das war zu lesen, dass das Verhältnis zwischen Eltern und Großeltern belastet ist. Die Polizei soll es durch Abhöraktionen mitbekommen haben. Ich könnte mir vorstellen, dass Émiles Vater vielleicht mal spricht, weil er anders aufgewachsen ist als seine Frau und deren Geschwister. Es war auch zu lesen, dass Großvater V. ihm vorgeworfen haben soll den Sohn nicht richtig erzogen zu haben. Émile galt ja wohl in der Großeltern-Familie mütterlicherseits als nicht zu bändigen. Das ist aber alles Hörensagen aus den Zeitungen.
Antworten