VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

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Ungeklärte Fälle: Martin Bach, Tabita Cirvele, Heidi Dannhäuser, Anna E. (Herrieden), Sergej Enns, Nancy Förster, Denis Franke, Helga Frings, Monika Frischholz, Inga Gehricke, Leonie Gritzka, Jascha Hardenberg, Karl Erivan Haub, Felix Heger, Ines Heider, Ina K. (Gorleben), Anett Carolin Kaiser, Baris Karabulut, Elke Kerll, Inka Köntges, Katrin Konert, Ralf Kottmann, Leitner/Baumgartner, Monika Liebl, Wolfgang Loh, Danuta Lysien, Jennifer M. (Bühl/Bremen), Alexandra May, Maddie McCann, Lars Mittank, Tanja Mühlinghaus, Mandy Müller, Mine O. (Duisburg), Harald Oelschläger, Alexandra R. (Nürnberg), Birgit Rösing (gen. Storck), Petra Schetters, Dirk Schiller, Émile Soleil, Rosi Strohfus, Anton Thanner, Hartmut Weiske

Geklärte Fälle: Vera B. (Datteln), Liam Colgan, Fritz Hagedorn, Kevin Hantl, Maria Henselmann, Rondk Kaniwar, Birgit Keller, Malina Klaar, Timo Kraus, Mike Mansholt, Marc Otto, Rainer Schaller, Sophie Sherpa, Jeannette Stehr, Annika T. (Seelze-Lohnde), Lars Wunder
Gast

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von Gast »

Die Umstände von Emiles Tod werden immer klarer. Zweieinhalb Jahre nach Beginn der Untersuchung zeigt der anthropologische Bericht, der Anfang 2025 nach der Expertise des Schädels des Kindes veröffentlicht wurde, das im Juli 2023 in den Hautes-Alpes verschwand, eine Läsion neben dem rechten Jochbeich, dem Knochen am oberen Ende des Wangenbeins, wie BFMTV von einer dem Fall nahestehenden Quelle erfuhr, und bestätigt damit die Informationen von Le Parisien.
https://www.bfmtv.com/police-justice/mo ... 80533.html

Sieht stark nach einen Linkshänder aus.

Bild

https://www.parismatch.com/actu/societe ... ile-252331
AngRa
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Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von AngRa »

@gast

Das Verletzungsbild, das im Gutachten festgestellt worden ist, ( Verletzung neben dem rechten Jochbein, dem Knochen im oberen Wangenbereich) würde zu einem Linkshänder passen.


In dem Bericht unten ist noch ein Bild des Großvaters zu sehen, wo er mit der linken Hand eine Zigarette hält. Das deutet ebenfalls auf einen Linkshänder hin.

https://www.dailymail.co.uk/news/articl ... iller.html

Die Ermittlungsbehörden dürften die Linkshändigkeit auch im Hinterkopf haben. Das alte Bild mit der Kutte und das neue Bild mit der Zigarette deuten darauf hin, dass die linke Hand die bevorzugte Hand ist. Möglicherweise ist der Großvater aber nicht der einzige Linkshänder in der Familie. Vielleicht hat ein Sohn die Linkshändigkeit geerbt. Meine Tochter macht auch vieles mit der linken Hand, so wie ihr Großvater.
AngRa
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Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von AngRa »

Ich gehe davon aus, dass die Ermittler nicht nur minutiös den Zeitablauf vor dem Verschwinden des Kleinen rekonstruieren, sondern auch emsig nachforschen wo der Ort der Zwischenlagerung des Leichnams sich befindet.
Ein weiteres Element ist, dass die Analyse des Schädels des Kindes sowie die Untersuchung von „Keimen und Insekten“, die auf den Knochen des Opfers vorhanden waren und von ihnen stammten, ergeben, dass der Leichnam des Kindes bewegt, vor allem aber „viele Monate lang in einem geschlossenen Raum aufbewahrt wurde, der zwar vor den Elementen geschützt, aber nicht sehr luftdicht war“.
https://www.centrepresseaveyron.fr/2025 ... 119713.php

Ich glaube dass das Gutachten eine Menge Anhaltspunkte für die Nachforschungen enthält. "Keime und Insekten" auf den Knochen ist nur mal so etwas Allgemeines, was nun veröffentlicht worden ist.
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Gast A
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Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von Gast A »

Was mir nicht einleuchtet, ist die Ortsbegehung mit den Anwälten.
Sollte das ein Täuschungsmanöver sein, um den Anschein zu erwecken, dass man selbst nach Antworten sucht,
oder wissen die vier Familienmitglier wirklich nicht, was geschehen ist?
Oder macht nur Einer den Anderen etwas vor?

Warum lag die Kleidung in Nähe der des Schädels und warum wurde Émil entkleidet?
Gast

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von Gast »

Um Spuren zu verwischen und dann später die Kleidung wieder hinzulegen, damit es aussieht als wäre er selber entlaufen.


Wenn er vom Brunnentrog gestürrzt wäre hätte er sich vllt auch diese Verletzungen zu ziehen können.
AngRa
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Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von AngRa »

Ich gehe davon aus, dass es sich bei der Ortsbegehung um ein Täuschungsmanöver handelt. Mich würde interessieren, wie inzwischen das Verhältnis zu Émiles Eltern ist. Sehr wahrscheinlich galt die Demonstration der Ahnungslosigkeit auch ihnen. Sie werden gemerkt haben, dass die Polizei nicht locker lässt mit den Ermittlungen und am 9.12. 25 war es dann auch wieder soweit mit einer Vernehmung. Auch wenn sie als Nebenkläger vernommen worden sind, stelle ich mir solch eine Vernehmung vor einem französischen Ermittlungsrichter nicht lustig vor. Das ist kein Kaffeeklatsch. Zuvor wollten sie aber noch ihre Ahnungslosigkeit demonstrieren und dass sie den Ermittlungen der Polizei nicht alleine das Feld überlassen wollen.

Ich gehe davon aus, dass es mehrere Gründe geben könnte den Kleinen nach der Tat zu entkleiden. Man weiß nicht, wo er zuerst abgelegt worden ist. Ein sehr gutes Versteck wird aus Zeitmangel nicht gefunden worden sein. Gelb ist eine Signalfarbe und es hätte die Gefahr bestanden, dass er schnell gesehen und gefunden wird mit all den Möglichkeiten die Todesursache und weitere Spuren schnell festzustellen und nicht erst durch ein aufwändiges Gutachten. Zum anderen könnte beabsichtigt gewesen sein ein Sexualdelikt vorzutäuschen. Nacktheit deutet immer auch auf einen sexuellen Hintergrund hin.
AngRa
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Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von AngRa »

Hier der Vollständigkeit halber der Bericht zur Begehung mit den Anwälten vom 8.11.2025.
INFO BFMTV. Mort d'Émile: ses grands-parents de retour au Haut-Vernet pour la première fois depuis leurs gardes à vue


Quatre membres de la famille Vedovini, accompagnés de leurs avocats respectifs, se sont rendus ce samedi matin là où Émile s'est mystérieusement volatilisé le 8 juillet 2023. Sept mois après leur placement en garde à vue, les grands-parents de l'enfant, qui ne viennent plus dans leur maison de famille, désormais inhabitée, souhaitent que la justice resserre ses investigations dans des lieux précis. L'enquête est toujours active.
Ils n'avaient plus remis les pieds dans ce hameau depuis leur placement en garde à vue en mars dernier, à tel point que certains habitants pensaient que leur maison était en vente. Anne et Philippe Vedovini, accompagnés de deux de leurs enfants, se sont rendus au Haut-Vernet sur la commune du Vernet (Alpes-de-Haute-Provence) ce samedi 8 novembre a appris BFMTV. Ils sont restés sur place de 9 heures à 16 heures.


Selon nos informations, chaque membre de la famille était accompagné de son avocat respectif. Les proches d'Émile se sont déplacés à plusieurs endroits dans le village afin que leurs avocats puissent effectuer des constatations tout en prenant parfois des photos. Un drone a aussi été utilisé afin de schématiser plusieurs scénarios pouvant expliquer la descente du petit garçon dans le hameau.

"L’intérêt était aussi de permettre aux avocats non présents lors de la mise en situation d’avoir une vision précise de tous les lieux, explique à BFMTV maître Isabelle Colombani, avocate du grand-père d'Émile. Le déplacement va nous permettre de travailler sur des points et lieux précis et ensuite on sollicitera peut-être les magistrats. Il est trop tôt pour le dire, mais il est vrai que rien ne remplacera une enquête de terrain."

Outre la rue du Four, dans laquelle Émile s'est mystérieusement volatilisé le 8 juillet 2023, les grands-parents se sont aussi déplacés à l'église Saint-Martin et aux alentours de la chapelle Saint-Pancrace. Ils se sont également rendus à proximité de la colline de Ville-Vieille, là même où le crâne d'Émile a été découvert par une randonneuse le 30 mars 2024.

Les proches de l'enfant semblent également s'être déplacés sur les lieux de découverte des ossements et vêtements du petit garçon en utilisant deux voies d'accès possibles: celle venant du Haut-Vernet et l'autre, en provenance du col du Labouret. Enfin, ils se sont rapprochés de plusieurs granges et d'une ruine situées à proximité immédiate du hameau.

"Des endroits jusqu'à présent ignorés"
La volonté du couple Vedovini et de leurs avocats semble assumée: aller sur des sites qui n'ont pas été visités lors de la mise en situation du 28 mars 2024. "Nous nous sommes rendus à des endroits jusqu'à présent ignorés. Des lieux qui, après ce que nous avons appris lors des gardes à vue de mars, peuvent s'avérer intéressants. Il y a peut-être de nouvelles pistes à explorer", commente ce samedi soir maître Isabelle Colombani.



L'avocate de Philippe Vedovini et ses confrères vont-ils demander officiellement de nouveaux actes auprès des juges d'instruction d'Aix-en-Provence? "Nous allons de nouveau nous réunir pour définir sans doute la stratégie à venir. Cette question est prématurée mais nous ne nous interdisons rien", indique Isabelle Colombani.


En s'intéressant à des bâtiments agricoles dans des endroits difficiles d'accès, les avocats veulent-ils recentrer les investigations sur la possible implication d'un agriculteur pour expliquer la mort d'Émile?


"Ce qui nous intéresse surtout, c'est ce qu'il peut exister entre l'église Saint-Martin et l'endroit où les ossements de l'enfant ont été retrouvés", conclut l'avocate de Philippe Vedovini, sans en dire davantage.
Une dizaine d'enquêteurs toujours mobilisés
Le conseil d'Anne Vedovini, lui, se projette déjà sur la suite. "Il était nécessaire de replacer dans leur contexte les éléments issus du dossier, et plus particulièrement les résultats des investigations techniques conduites jusqu’à présent. Afin de les compléter, et dans l’espoir de répondre aux principales interrogations que nous avons isolées, nous adresserons prochainement une série de demandes au Juge d’instruction en charge de la procédure", exprime maître Julien Pinelli.




Anne et Philippe Vedovini, ainsi que leurs deux enfants présents ce samedi, ont été placés en garde à vue le 25 mars dernier pour homicide volontaire et recel de cadavre. Ils refusaient de retourner au Vernet depuis leur libération sans poursuites judiciaires.

Joint récemment par téléphone, Jean-Luc Blachon, le procureur de la République d'Aix-en-Provence a assuré que "l'enquête se poursuivait" et que la cellule nationale "menait encore des investigations". Selon nos informations, la cellule nationale d'enquête se déplace régulièrement au Vernet.

Ce fut encore le cas en début de semaine, en présence du colonel Olivier Leblanc, le nouveau commandant de la section de recherches (SR) de Marseille. 28 mois après la disparition énigmatique du petit Émile Soleil, une dizaine d'enquêteurs chevronnés reste mobilisée quotidiennement pour tenter d'expliquer la mort du garçon.
Übersetzt:
BFMTV-Nachrichten. Tod von Émile: Seine Großeltern kehren zum ersten Mal seit ihrer Inhaftierung nach Haut-Vernet zurück.


Vier Mitglieder der Familie Vedovini begaben sich am Samstagmorgen in Begleitung ihrer Anwälte zu dem Ort, an dem Émile am 8. Juli 2023 spurlos verschwand. Sieben Monate nach seiner Inhaftierung fordern die Großeltern des Kindes, die das nun unbewohnte Elternhaus nicht mehr besuchen, die Behörden auf, ihre Ermittlungen auf bestimmte Orte zu konzentrieren. Die Ermittlungen dauern an.
Sie hatten den Weiler seit ihrer Verhaftung im vergangenen März nicht mehr betreten, sodass einige Bewohner bereits vermuteten, ihr Haus stünde zum Verkauf. Wie BFMTV erfuhr, reisten Anne und Philippe Vedovini am Samstag, dem 8. November, in Begleitung zweier ihrer Kinder nach Haut-Vernet in der Gemeinde Le Vernet (Alpes-de-Haute-Provence). Sie hielten sich dort von 9 bis 16 Uhr auf.


Unseren Informationen zufolge wurde jedes Familienmitglied von seinem jeweiligen Anwalt begleitet. Émiles Angehörige besuchten mehrere Orte im Dorf, damit ihre Anwälte Beweise sammeln und teilweise Fotos machen konnten. Außerdem wurde eine Drohne eingesetzt, um Diagramme verschiedener Szenarien zu erstellen, die den Abstieg des kleinen Jungen in den Weiler erklären könnten.

„Ziel war es auch, den Anwälten, die bei der Simulation nicht anwesend waren, einen genauen Überblick über alle Schauplätze zu verschaffen“, erklärt Isabelle Colombani, Anwältin von Émiles Großvater, gegenüber BFMTV. „Der Besuch ermöglicht es uns, an bestimmten Punkten und Orten zu arbeiten, und anschließend können wir die Richter konsultieren. Es ist noch zu früh, um etwas Genaues zu sagen, aber es stimmt, dass nichts eine Untersuchung vor Ort ersetzen kann.“

Neben der Rue du Four, wo Émile am 8. Juli 2023 auf mysteriöse Weise verschwand, besuchten die Großeltern auch die Kirche Saint-Martin und die Gegend um die Kapelle Saint-Pancrace. Sie fuhren außerdem in die Nähe des Ville-Vieille-Hügels, genau dort, wo Émiles Schädel am 30. März 2024 von einem Wanderer gefunden wurde.

Die Angehörigen des Kindes scheinen ebenfalls zu dem Ort gereist zu sein, an dem die Knochen und die Kleidung des Jungen gefunden wurden. Sie nutzten dafür zwei mögliche Zugangswege: einen von Haut-Vernet und den anderen vom Col du Labouret. Schließlich näherten sie sich mehreren Scheunen und einer Ruine in unmittelbarer Nähe des Weilers.

„Bisher ignorierte Orte“
Das Ehepaar Vedovini und ihre Anwälte scheinen eine bewusste Absicht zu verfolgen: Orte zu besuchen, die während der Simulation am 28. März 2024 nicht aufgesucht wurden. „Wir waren an Orten, die uns bisher unbekannt waren. Orte, die sich nach den Erkenntnissen aus den Sorgerechtsverhandlungen im März als interessant erweisen könnten. Es könnten sich neue Spuren ergeben“, kommentierte Anwältin Isabelle Colombani am Samstagabend.

Werden Philippe Vedovinis Anwältin und ihre Kollegen offiziell weitere Ermittlungsmaßnahmen bei den Untersuchungsrichtern in Aix-en-Provence beantragen? „Wir werden uns erneut treffen, um unser weiteres Vorgehen festzulegen. Diese Frage ist noch verfrüht, aber wir schließen nichts aus“, so Isabelle Colombani.

Versuchen die Anwälte durch die Fokussierung auf landwirtschaftliche Gebäude an schwer zugänglichen Orten, die Ermittlungen auf die mögliche Beteiligung eines Landwirts an der Aufklärung von Émiles Tod zu lenken?

„Was uns am meisten interessiert, ist, was sich zwischen der Kirche Saint-Martin und dem Ort, an dem die Knochen des Kindes gefunden wurden, befinden könnte“, schloss der Anwalt von Philippe Vedovini, ohne weitere Angaben zu machen.

Rund zehn Ermittler sind noch im Einsatz.
Die Anwälte von Anne Vedovini blicken ihrerseits bereits nach vorn. „Es war notwendig, die Elemente der Akte, insbesondere die Ergebnisse der bisherigen technischen Ermittlungen, in den Kontext einzuordnen. Um diese zu ergänzen und in der Hoffnung, die von uns identifizierten Kernfragen zu beantworten, werden wir in Kürze eine Reihe von Anträgen an den zuständigen Untersuchungsrichter richten“, erklärt Anwalt Julien Pinelli.

Anne und Philippe Vedovini wurden zusammen mit ihren beiden Kindern, die am Samstag anwesend waren, am 25. März wegen Totschlags und Leichenverheimlichung festgenommen . Seit ihrer Freilassung ohne Anklageerhebung weigerten sie sich, nach Le Vernet zurückzukehren.

Jean-Luc Blachon, Staatsanwalt von Aix-en-Provence, bestätigte kürzlich telefonisch, dass die Ermittlungen andauern und die nationale Sonderkommission weiterhin Untersuchungen durchführt. Unseren Informationen zufolge besucht die nationale Sonderkommission Le Vernet regelmäßig.

Dies war auch Anfang dieser Woche der Fall, in Anwesenheit von Oberst Olivier Leblanc, dem neuen Leiter der Ermittlungsabteilung (SR) in Marseille. Achtundzwanzig Monate nach dem rätselhaften Verschwinden des jungen Émile Soleil sind weiterhin ein Dutzend erfahrener Ermittler täglich im Einsatz, um den Tod des Jungen aufzuklären.

https://www.bfmtv.com/bfm-dici/mort-d-e ... 80392.html
AngRa
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Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von AngRa »

Hier ergänzend ein Bericht über die Vernehmung beim Ermittlungsrichter vom 9.12.2025
INFO BFMTV. Mort d’Émile: les grands-parents, un oncle et une tante auditionnés par les juges d’instruction



Philippe et Anne Vedovini étaient accompagnés de leurs avocats respectifs ce mardi après-midi. Deux de leurs enfants ont aussi été convoqués par les juges d’instruction. Le fond du dossier a été évoqué durant plusieurs heures et les parties civiles sont ressorties du tribunal d'Aix-en-Provence avec une certitude: l’enquête se poursuit et de nouvelles investigations seront menées prochainement.
Les grands-parents du petit Émile ont été convoqués devant les juges d’instruction du pôle criminel d’Aix-en-Provence ce mardi 9 décembre a appris BFM TV. Selon nos informations, Philippe et Anne Vedovini, ainsi que deux de leurs enfants, ont été entendus en qualité de partie civile.



C’est la première fois que les deux magistrates en charge de l’affaire auditionnaient ces quatre proches de l’enfant depuis leur garde à vue le 25 mars 2025. Placés à cette époque en garde à vue pour homicide volontaire et recel de cadavre, Philippe, Anne, Maximin et Marthe Vedovini étaient ressortis libres sans aucune poursuite.

Depuis, l’ensemble des oncles et tantes du petit Émile se sont constitués partie civile dans ce dossier. Les quatre auditions ce mardi étaient des auditions classiques d’environ une heure chacune.



"Une étape très importante"
Les avocats respectifs des personnes convoquées les accompagnaient durant ces interrogatoires. C’est d’abord le grand-père d’Émile qui a été entendu, puis son épouse face à une juge d’instruction. Dans le même temps, le fils puis la fille du couple étaient auditionnés par la seconde magistrate.



Si le fond du dossier a été abordé par les juges, les parties civiles ont aussi pu évoquer leurs convictions, leurs sentiments et la vie qu’ils mènent depuis la disparition, puis la mort de l’enfant. "C’était une étape très importante pour ma cliente qui a pu s’exprimer en toute transparence", déclare maître Julien Pinelli, l’avocat d’Anne Vedovini. Contactée également ce mardi soir, maître Isabelle Colombani, qui assure la défense de Philippe Vedovini, n’a fait aucun commentaire suite à cette audition.

S’ils savent que la piste familiale n’est toujours refermée par les juges et les enquêteurs pour expliquer la mort d’Émile, les avocats des parties civiles entendent poursuivre pleinement leur collaboration avec les magistrats. Selon nos informations, un dossier d’une centaine de pages pourrait prochainement être déposé par les avocats sur le bureau des deux juges.



Le procureur confirme que "l'enquête se poursuit"
Il s’agit là de notes et d’observations formulées telles des demandes d’actes nouveaux. Requêtes qui sont le fruit du dernier déplacement des parties civiles au Vernet. Le samedi 8 novembre dernier, les grands-parents de l’enfant, accompagnés de leurs avocats, s’étaient rendus dans ce village des Alpes-de-Haute-Provence, là où Émile s’est mystérieusement volatilisé le 8 juillet 2023. Là aussi où une partie de son cadavre a été retrouvé le 30 mars 2024.



Un mois après, les avocats ont rédigé des demandes d’actes. Ils attendaient la tenue des auditions ce mardi avant de déposer leur dossier auprès des juges d’instruction, probablement au cours du premier trimestre 2026. Pour les avocats de la famille Vedovini, il ne s’agit pas "d’une contre-enquête" mais bien d’un "complément d’enquête" pouvant entraîner la manifestation de la vérité dans ce dossier.

Joint récemment par téléphone, le procureur de la république d’Aix-en-Provence s’est refusé au moindre commentaire sur cette initiative ou sur la convocation des grands-parents d’Émile. "L’enquête se poursuit et des investigations sont régulièrement menées", a simplement confirmé Jean-Luc Blachon.



Übersetzt:

BFMTV-Nachrichten. Tod von Émile: Großeltern, Onkel und Tante von den Untersuchungsrichtern befragt.



Philippe und Anne Vedovini wurden am Dienstagnachmittag von ihren jeweiligen Anwälten begleitet. Zwei ihrer Kinder wurden ebenfalls von den Untersuchungsrichtern vorgeladen. Der Sachverhalt wurde mehrere Stunden lang erörtert, und die Kläger verließen das Gerichtsgebäude in Aix-en-Provence mit der Gewissheit: Die Ermittlungen dauern an, und weitere Untersuchungen werden in Kürze durchgeführt.
Die Großeltern des kleinen Émile wurden am Dienstag, dem 9. Dezember, von den Untersuchungsrichtern des Strafgerichts in Aix-en-Provence vorgeladen, wie BFM TV erfahren hat. Unseren Informationen zufolge wurden Philippe und Anne Vedovini sowie zwei ihrer Kinder als Nebenkläger vernommen.

Dies war das erste Mal, dass die beiden mit dem Fall betrauten Richter die vier Angehörigen des Kindes seit ihrer Inhaftierung am 25. März 2025 befragten . Philippe, Anne, Maximin und Marthe Vedovini waren damals wegen Totschlags und Leichenverheimlichung inhaftiert worden, wurden aber ohne Anklageerhebung freigelassen.

Seitdem haben sich alle Onkel und Tanten des kleinen Émile dem Verfahren als Nebenkläger angeschlossen. Die vier am Dienstag abgehaltenen Anhörungen verliefen routinemäßig und dauerten jeweils etwa eine Stunde.

"Ein sehr wichtiger Schritt"
Die jeweiligen Anwälte der Geladenen begleiteten diese bei den Vernehmungen. Zuerst wurde Émiles Großvater befragt, dann seine Frau vor einem Untersuchungsrichter. Gleichzeitig wurden der Sohn und anschließend die Tochter des Paares vom zweiten Richter vernommen.

Während die Richter sich mit den inhaltlichen Aspekten des Falles befassten, konnten die Nebenparteien auch ihre Überzeugungen, Gefühle und ihr Leben seit dem Verschwinden und dem Tod des Kindes schildern. „Dies war ein sehr wichtiger Schritt für meine Mandantin, die sich völlig offen äußern konnte“, erklärte Julien Pinelli, der Anwalt von Anne Vedovini. Isabelle Colombani, die Philippe Vedovini vertritt, lehnte am Dienstagabend eine Stellungnahme nach der Anhörung ab.

Obwohl den Richtern und Ermittlern noch nicht klar ist, dass familiäre Hintergründe im Zusammenhang mit Émiles Tod eine Rolle spielen könnten, beabsichtigen die Anwälte der Nebenkläger, weiterhin uneingeschränkt mit den Richtern zu kooperieren. Unseren Informationen zufolge könnten die Anwälte den beiden Richtern in Kürze ein hundertseitiges Dossier vorlegen.

Der Staatsanwalt bestätigt, dass die Ermittlungen noch andauern.
Dies sind Notizen und Beobachtungen, die als Anträge auf weitere Ermittlungen formuliert wurden. Diese Anträge gehen auf den jüngsten Besuch der Nebenkläger in Le Vernet zurück. Am Samstag, dem 8. November, reisten die Großeltern des Kindes in Begleitung ihrer Anwälte in das Dorf in der Region Alpes-de-Haute-Provence, wo Émile am 8. Juli 2023 auf mysteriöse Weise verschwand. Dort wurde am 30. März 2024 auch ein Teil seiner Leiche gefunden.

Einen Monat später formulierten die Anwälte Anträge auf Ermittlungsmaßnahmen. Sie warteten die Anhörungen am darauffolgenden Dienstag ab, bevor sie ihren Fall den Untersuchungsrichtern vorlegen würden, voraussichtlich im ersten Quartal 2026. Für die Anwälte der Familie Vedovini handelt es sich nicht um eine „Gegenermittlung“, sondern um eine „ergänzende Ermittlung“, die zur Aufklärung der Wahrheit in diesem Fall beitragen könnte.

Auf telefonische Anfrage lehnte der Staatsanwalt von Aix-en-Provence kürzlich eine Stellungnahme zu dieser Initiative sowie zur Vorladung von Émiles Großeltern ab. „Die Ermittlungen laufen noch, und es werden regelmäßig Nachforschungen angestellt“, bestätigte Jean-Luc Blachon lediglich.


https://www.bfmtv.com/bfm-dici/info-bfm ... 90934.html
AngRa
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Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von AngRa »

Entscheidend ist, dass die polizeilichen Ermittlungen fortgeführt werden und dass die vier Familienmitglieder auch nach Jahren nicht völlig vom Verdacht entlastet sind.


"Tous les quatre restent des suspects" "Alle vier bleiben Verdächtige."


https://www.bfmtv.com/replay-emissions/ ... 90268.html


Im Gegensatz zu früheren Berichten steht nun aber fest, dass Émile nicht durch einen Unfall sondern durch ein Verbrechen ums Leben gekommen ist. Anfangs hieß es immer, dass die Polizei in alle Richtungen ermittelt, auch ein Unfall sei nicht auszuschließen.

Diese aufwändigen "ergänzenden Ermittlungen" bzw. "Gegenermittlungen" der Familienmitglieder werden von der Polizei nicht kommentiert.


Die Fokussierung bei der Begehung auf landwirtschaftlich genutzte Gebäude könnte mit den Hinweisen zur Lagerung aus dem Gutachten herrühren.

Par ailleurs, les investigations menées sur les pollens et les insectes ont également révélé que le corps du petit garçon aurait été entreposé pendant « de longs mois dans un endroit clos, à l’abri des intempéries, mais assez peu hermétique ». Un lieu agricole, comme une grange ou une vieille étable, pourrait ainsi correspondre à ces données.
Übersetzt_:
Die Pollen- und Insektenanalysen ergaben außerdem, dass der Leichnam des kleinen Jungen „viele Monate in einem geschlossenen Raum aufbewahrt worden war, geschützt vor Witterungseinflüssen, aber nicht sehr luftdicht“. Eine landwirtschaftliche Umgebung, wie beispielsweise eine Scheune oder ein alter Stall, könnte daher dieser Beschreibung entsprechen.
https://www.sudouest.fr/faits-divers/mo ... 150409.php


Zugang zu solchen Gebäuden könnten auch die Familienmitglieder haben.
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Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von Gast A »

Der Gedanke an ein vogetäuschtes Verbrechen kam mir auch schon.
Hab ihn aber wieder verworfen, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass jemand in einer solchen Situation so rational und vorasusschauend handelt.
Das wäre eiskalt und abgebrüht.
Das Zeitfenster von 7-15 Minuten nach 17.00h ist m.M.n. nicht sicher.
Weiß jemand, welche Haarfarbe der damals sechsjörige Junge hat?
Ob er an diesem Nachmittag ebenfalls ein gelbes Shirt trug?
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Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von AngRa »

Die Zeugenaussage, die in den aktuellen Berichten erwähnt wird, ist meiner Meinung nach nur in Fragmenten an die Öffentlichkeit gegeben worden. Sie lässt sich ohne Hintergrundwissen beispielswese darüber, was sich in der "Mise en situation" an Widersprüchen ergeben hat, nicht einordnen. Der Zeuge hat den Kleinen auf der Straße laufen sehen und ihm gefolgt sind sein Großvater, seine Tante und sein Onkel, die dann aber umgekehrt sind und schnell in Richtung Haus gegangen sind. Was wurde aus Émile? Wurde er eingeholt? Wurde er mitgenommen? Welche Rolle spielen der Friedhof und die Kapelle, die vor einiger Zeit nach einem anonymen Hinweis akribisch abgesucht worden sind? Hat er es bis dahin geschafft?

Im Hinterkopf muss man auch behalten, dass der Pfarrer, der den Kleinen getauft hat, Selbstmord begangen hat. Was hat er gewusst? Womit ist er nicht fertig geworden? Hat es mit Wissen um Émiles Tod zu tun?
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Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

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Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

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Von der Polizei wurden Gegenstände beschlagnahmt und zwar dort an dem Ort, wo Émile verschwunden ist. Die Anwältin Colombiani lehnte eine Stellungnahme ab. .

https://www.bfmtv.com/police-justice/in ... 20572.html
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Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

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Einem neuen Bericht zufolge sind u. a. zwei Fahrräder aus dem Haus der Großeltern beschlagnahmt worden.
Mort du petit Émile : deux vélos ont été saisis chez ses grands-parents
Le 16 décembre, les enquêteurs ont perquisitionné la maison des grands-parents au Haut-Vernet où le petit garçon avait disparu en juillet 2023, rapporte BFM TV.
Près de trente mois après la disparition du petit Emile Soleil, dont le crâne avait été découvert en 2024, les enquêteurs sont retournés à deux reprises, les 16 et 22 décembre derniers, sur les lieux de sa disparition, au Haut-Vernet (Alpes-de-Haute-Provence), a révélé BFM TV lundi, évoquant la saisie d'un « objet volumineux ». Ce mardi, la chaîne affirme que deux vélos ont été saisis le 16 décembre lors d'une perquisition dans la maison des grands-parents, d'où avait disparu le petit garçon de deux ans et demi le 8 juillet 2023. Ils vont être expertisés.

Übersetzt:
Tod des kleinen Émile: Zwei Fahrräder im Haus seiner Großeltern beschlagnahmt
Am 16. Dezember durchsuchten Ermittler das Haus der Großeltern in Haut-Vernet, wo der kleine Junge im Juli 2023 verschwunden war, berichtet BFM TV.
Fast dreißig Monate nach dem Verschwinden des kleinen Emile Soleil, dessen Schädel 2024 gefunden wurde, kehrten Ermittler am 16. und 22. Dezember zweimal zum Ort seines Verschwindens in Haut-Vernet (Alpes-de-Haute-Provence) zurück, wie BFM TV am Montag berichtete . Dabei wurde ein sperriger Gegenstand sichergestellt . Am Dienstag meldete der Sender, dass am 16. Dezember bei einer Durchsuchung des Hauses der Großeltern, aus dem der zweieinhalbjährige Junge am 8. Juli 2023 verschwunden war, zwei Fahrräder beschlagnahmt wurden . Sie werden nun von Experten untersucht.
https://www.ledauphine.com/faits-divers ... ds-parents

Es wundert mich nicht, dass angesichts dieser Entwicklungen seitens der Anwälte der Familienmitglieder für das neue Jahr Erklärungen vorbereitet worden sind. Auch die privaten Suchmaßnahmen sehe ich im Zusammenhang mit den neuen Ermittlungen und stufe sie als Ablenkungsmanöver ein. Ist aber nur meine persönliche Meinung. Der Aufwand wundert mich dennoch etwas , denn die Anwälte, die immer anwesend waren und das über Stunden kosten viel Geld, da sie sicher über Honorarvereinbarung stundenweise bezahlt werden und man kann davon ausgehen, dass eine Stunde mehrere hundert Euros kosten wird. Das wird in Frankreich nicht anders sein als bei uns.

Das alles erinnert mich auch an den plötzlichen Schädelfund kurz nach der Mise en situation. Da kam auch Bewegung auf, weil sicher befürchtet worden ist, dass der Leichenablageort kurz vor der Auffindung stand und so noch schnell die Knochen, vor allem der Schädel umgelagert werden mussten. Der Schädel lag bekanntlich nach den forensisch - kriminaltechnischen Untersuchungen nur kurz vor der Auffindung im Gebiet des Fundortes.
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Gast A
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Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von Gast A »

Falls auch nur eine Person mit dem Fahrrad am Fundort war, um den Schädel sdort abzulegen, hätte es Spuren gegeben, auf dem matschigen Weg.

Daher vermute ich eher ein Unfallgeschehen mit einem Fahrrad und anschliessender Vertuschung.
AngRa
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Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von AngRa »

Seit das Ergebnis der forensischen Untersuchungen bekannt ist, nämlich dass Émile durch einen Schlag gegen den Kopf gestorben ist, gehe ich von einer gezielten Tat und nicht mehr von einem Unfallgeschehen aus. Ein Unfall mit einem Fahrzeug oder ein Sturz wurden als Todesursache ausgeschlossen.

Hier nochmals nachzulesen:
Deux ans et demi après le début de l'enquête, l'expertise de la boîte crânienne du petit garçon a révélé une lésion à côté du zygomatique droit, l'os situé en haut de la pommette, liée à un coup volontaire porté potentiellement avec un objet. Cette lésion écarte donc la possibilité d'un choc avec un véhicule, d'une intervention animale ou d'une chute accidentelle d'Émile.
Übersetzt:
Zweieinhalb Jahre nach Beginn der Ermittlungen ergab die Untersuchung des Schädels des kleinen Jungen eine Verletzung neben seinem rechten Jochbein, dem Knochen am oberen Ende des Wangenknochens. Diese Verletzung könnte durch einen vorsätzlichen Schlag mit einem Gegenstand verursacht worden sein. Daher schließt diese Verletzung einen Zusammenstoß mit einem Fahrzeug, einen Tierangriff oder einen Sturz von Émile aus.


https://www.bfmtv.com/police-justice/in ... 30442.html


Die Untersuchungen haben lange gedauert und sind nun offenbar mit ein Anlass für weitere Ermittlungen, die hoffentlich im neuen Jahr zur Aufklärung der Tat führen werden.
Gast

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von Gast »

Zum Umlagern des Schädels könnte ein Fahrrad benutzt worden sein und zu dem Zeitpunkt solls ja matschig gewesen sein.
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Gast A
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Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von Gast A »

Gesegnete und friedvolle Weihnachten für alle 🙏
AngRa
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Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von AngRa »

Hier ein neuer Bericht zum Stand der Ermittlungen (La Dépêche du Midi vom 25.12.2025) mit einem Interview des ehemaligen Kommandeurs der Nationalen Gendarmerie General Francois Daoust:

ENTRETIEN. Mort d’Émile : après la saisie des vélos, où va l’enquête ? "La thèse de l’accident est toujours à l’étude"



De "nouveaux éléments" ont été saisis par les enquêteurs au domicile des grands-parents du petit Émile Soleil, en ce début de semaine. Le général François Daoust, ancien commandant du pôle judiciaire de la gendarmerie nationale, décrypte les récentes avancées de l’enquête.


La Dépêche du Midi : De nouvelles saisies "d’éléments" ont eu lieu en ce début de semaine au domicile des grands-parents du petit Émile. Quel regard portez-vous sur l’évolution de l’enquête ?

Général François Daoust : L’enquête suit une logique méthodique : il s’agit de fermer des portes au fur et à mesure. Les enquêteurs avancent pas à pas, et cherchent à mettre en cohérence les témoignages, les indices matériels et les résultats d’expertises. Les éléments d’enquête avaient montré que le corps de l’enfant avait été déplacé après sa mort : les enquêteurs sont ainsi à la recherche d’un objet qui aurait pu permettre de dissimuler le corps du petit Émile. Il pourrait s’agir tout aussi bien d’une malle, d’une cantine, voire d’un sac à dos.

Les enquêteurs sont aussi en quête d’un objet qui aurait pu provoquer le "traumatisme facial violent" qui a été détecté sur le crâne de l’enfant. Dans ce cadre, deux vélos ont été saisis par les enquêteurs : ils seront soumis à expertise.


Que peut-on attendre de ces expertises ?

Les objets saisis – comme ces vélos – sont envoyés en laboratoire. L’objectif, c’est de rechercher d’éventuelles traces ADN de l’enfant. Si des traces sont trouvées, il faut ensuite les expliquer. Ces traces sont-elles le fruit d’un simple contact de l’enfant avec l’objet ? Ou traduisent-elles un impact, peut-être accidentel ? Un vélo qui tombe – par exemple – sur la tête d’un petit enfant, peut provoquer une fracture. Tout ce qui peut être lié, directement ou indirectement, à la blessure observée sur le crâne de l’enfant est expertisé.


L’expertise de ces vélos pourrait également s’attarder sur les pneus : des traces appartenant à des deux roues auraient pu être détectées à proximité de l’endroit où les ossements du petit Émile ont été retrouvés.


Ces saisies ont eu lieu au domicile des grands-parents du petit Émile : la thèse d’une responsabilité familiale est toujours à l’étude ?

En vérité, cette piste n’a jamais été totalement écartée : même si les grands-parents sont ressortis libres de la garde à vue qui avait été menée en mars 2025, cette piste reste à l’étude. Si des éléments matériels apparaissent, d’autres perquisitions pourraient suivre. Bien sûr, d’autres pistes sont envisagées : l’hypothèse d’un tiers ayant causé accidentellement la mort de l’enfant, puis dissimulé le corps, reste elle aussi ouverte.


La piste de l’accident reste donc toujours sur la table ?

Elle reste tout à fait crédible. Globalement, plusieurs éléments permettent de dire si des lésions qui sont observées sur un ossement correspondent à une blessure volontaire ou non. Si plusieurs traces d’impacts sont détectées, cela peut signifier qu’il y a eu des coups répétés. Dans le cas du petit Émile, on parle d’une lésion au niveau du zygomatique droit. Difficile de dire si le coup qui a provoqué ce traumatisme facial était volontaire ou non.



L’avocat d’Anne Vedovini, la grand-mère d’Émile, a indiqué qu’elle avait réalisé un "complément d’enquête" en réunissant des "notes" et des "réflexions" sur le dossier. Cette dernière souhaite par ailleurs réaliser une "demande d’actes complémentaires" d’ici janvier. Est-ce une démarche habituelle ?



Oui, c’est une pratique courante. Des personnes impliquées dans une affaire, même sans être soupçonnées dans une enquête, peuvent mener leur propre réflexion et vouloir la transmettre au magistrat. Par ailleurs, l’avocat peut solliciter le juge d’instruction pour mener des expertises supplémentaires ou des analyses plus poussées. Cela permet parfois d’éclaircir un point resté flou ou de vérifier certaines hypothèses. Ces demandes sont fréquentes dans les affaires complexes.



Comment l’enquête va-t-elle évoluer dans les prochaines semaines ?

On sait aujourd’hui qu’une vingtaine d’enquêteurs restent mobilisés sur cette enquête, effectuant perquisitions et saisies, aussi bien chez les proches du petit Émile que chez des personnes citées dans ce dossier. Le but à terme ce sera d’affiner le travail anthropologique et de dire si les lésions qui ont été observées sur le crâne du petit Émile sont le fruit de coups volontaires ou non. Bien sûr, il s’agira de savoir quel objet a provoqué ce traumatisme facial et enfin, de chercher à identifier le lieu exact où le drame a eu lieu.



Übersetzt:
INTERVIEW. Tod von Émile: Wie geht die Untersuchung nach der Beschlagnahme der Fahrräder weiter? „Die Unfalltheorie wird noch geprüft.“

Ermittler beschlagnahmten Anfang der Woche im Haus von Émile Soleils Großeltern „neue Beweismittel“. General François Daoust, ehemaliger Kommandeur der Justizabteilung der Nationalen Gendarmerie, erläutert die jüngsten Entwicklungen in den Ermittlungen.

La Dépêche du Midi: Anfang dieser Woche wurden im Haus der Großeltern des kleinen Émile erneut Gegenstände beschlagnahmt. Wie beurteilen Sie den Fortschritt der Ermittlungen?

General François Daoust : Die Ermittlungen werden methodisch geführt: Es geht darum, Spuren systematisch zu verwerfen. Die Ermittler gehen Schritt für Schritt vor und versuchen, Zeugenaussagen, Spuren am Tatort und Gutachten abzugleichen. Erste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass die Leiche des Kindes nach seinem Tod bewegt wurde; die Ermittler suchen daher nach einem Gegenstand, der zum Verstecken der Leiche des kleinen Émile verwendet worden sein könnte. Dies könnte ein Koffer, eine Brotdose oder auch ein Rucksack sein.

Die Ermittler suchen außerdem nach einem Gegenstand, der die schweren Gesichtsverletzungen am Schädel des Kindes verursacht haben könnte. Im Rahmen dieser Ermittlungen wurden zwei Fahrräder sichergestellt und werden nun von Experten untersucht.


Was können wir von diesen Expertenbewertungen erwarten?

Die beschlagnahmten Gegenstände – wie beispielsweise diese Fahrräder – werden in ein Labor geschickt. Dort wird nach Spuren der DNA des Kindes gesucht. Werden Spuren gefunden, müssen diese analysiert werden. Stammen diese Spuren von einem einfachen Kontakt zwischen dem Kind und dem Gegenstand? Oder deuten sie auf einen Aufprall hin, möglicherweise einen Unfall? Ein Fahrrad, das beispielsweise auf den Kopf eines kleinen Kindes fällt, kann einen Bruch verursachen. Alles, was direkt oder indirekt mit der am Schädel des Kindes festgestellten Verletzung in Verbindung stehen könnte, wird untersucht.

Die Analyse dieser Fahrräder könnte sich auch auf die Reifen konzentrieren: Spuren von zwei Rädern könnten in der Nähe des Fundorts der Knochen des kleinen Émile entdeckt worden sein.

Diese Anfälle ereigneten sich im Haus der Großeltern des kleinen Émile: Wird die Theorie der familiären Verantwortung noch untersucht?

Tatsächlich wurde diese Spur nie völlig ausgeschlossen: Obwohl die Großeltern im März 2025 aus der Haft entlassen wurden, wird diese Möglichkeit weiterhin untersucht. Sollten physische Beweise auftauchen, könnten weitere Suchaktionen folgen. Selbstverständlich werden auch andere Wege verfolgt: Die Hypothese, dass ein Dritter den Tod des Kindes versehentlich verursacht und die Leiche anschließend versteckt hat, bleibt ebenfalls bestehen.

Die Möglichkeit eines Unfalls wird also weiterhin in Betracht gezogen?

Es bleibt absolut glaubwürdig. Insgesamt können mehrere Faktoren dazu beitragen, festzustellen, ob Knochenverletzungen auf eine vorsätzliche Verletzung zurückzuführen sind oder nicht. Werden mehrere Aufprallspuren festgestellt, könnte dies auf wiederholte Schläge hindeuten. Im Fall des kleinen Émile handelt es sich um eine Verletzung am rechten Jochbein. Es ist schwer zu sagen, ob der Schlag, der dieses Gesichtstrauma verursacht hat, vorsätzlich war oder nicht.

Anne Vedovinis Anwältin, die Großmutter von Émile, gab an, eine „ergänzende Untersuchung“ durchgeführt zu haben, indem sie „Notizen“ und „Überlegungen“ zu dem Fall sammelte. Sie beabsichtigt außerdem, bis Januar einen „Antrag auf weitere Ermittlungsmaßnahmen“ einzureichen. Ist dies ein übliches Vorgehen?


Ja, das ist gängige Praxis. Personen, die mit einem Fall befasst sind, auch wenn sie nicht unter Verdacht stehen, können eigene Analysen erstellen und diese dem Richter vorlegen. Darüber hinaus kann ein Anwalt beantragen, dass der Untersuchungsrichter zusätzliche Gutachten oder detailliertere Analysen anordnet. Dies kann mitunter Unklarheiten beseitigen oder bestimmte Hypothesen bestätigen. Solche Anträge sind in komplexen Fällen häufig.


Wie werden die Ermittlungen in den kommenden Wochen voranschreiten?

Wir wissen nun, dass rund zwanzig Ermittler weiterhin an den Ermittlungen beteiligt sind und sowohl in den Wohnungen von Émiles Angehörigen als auch in den Wohnungen der im Fall genannten Personen Durchsuchungen und Beschlagnahmungen durchführen. Ziel ist es, die anthropologischen Untersuchungen zu verfeinern und festzustellen, ob die Verletzungen an Émiles Schädel durch vorsätzliche Schläge verursacht wurden. Selbstverständlich muss auch der Gegenstand identifiziert werden, der diese Gesichtsverletzungen verursacht hat, und schließlich der genaue Tatort ermittelt werden.




https://www.ladepeche.fr/2025/12/25/ent ... 129362.php

Nach diesem Bericht wird die Unfalltheorie nicht ausgeschlossen.

Interessant ist, dass der General als Versteck für das Kind auch einen Rucksack erwähnt. Das lässt an einen der Onkel von Émile denken, der mit einem Rucksack auf dem Weg in die Berge gesehen worden ist.
papaya
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Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von papaya »

Vielen Dank AngRa für den Artikel.

Cantine ist hier von Google etwas seltsam mit Brotdose übersetzt. Es ist eher ein großer Transportkoffer, siehe zB

https://www.sori.fr/produit/malle-canti ... 30-can970/
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