Absolut ! Dieser hat mich gelehrt was es heißt seine eigenen Überzeugungen immer wieder zu hinterfragen. Mein Einstieg ins Eiskeller-Forum war der Bildzeitungs Artikel "Killer hält Freundin Messer an den Hals". Für mich ganz klar der Täter, heißblütig verachtet. Rausgegangen bin ich genau anders rum. Aber nicht wegen wilder Spekulationen, abstruser Theorien, Verschwörungstheorien usw. sondern der Erkenntnis, dass bei beweisarmen Indizienprozessen eine Indizienkette enorm hohen Ansprüchen genügen muss und Indizien "In sich und untereinander stimmig" sein müssen (MECE Prinzip) und diese Kette "nur" diese eine Geschichte erzählen darf, und kein weiteres Szenario vernünftig und naheliegend die gleiche Kette aufnehmen kann. Einem Impuls zu widerstehen "aber es sehen doch alle so" ist schwierig.-JohnDoe- hat geschrieben: ↑Donnerstag, 18. Dezember 2025, 16:09:51 Exactly! Volle Zustimmung..
Auch und gerade der Hinweis auf den Eiskeller Prozess (und derer Justizskandale und Justizversagen gibt es nicht wenige), sei dem ein oder anderen hier im Thread wirklich mal wärmstens ans Herz gelegt! Eigentlich eine Pflichtlektüre und mahnendes Beispiel!
Evtl. trägt eine intensivere Einarbeitung in genau diesen Eiskeller Fall -bei dem einen oder anderen- ja dazu bei, die eigene Objektivität noch mal etwas zu schärfen oder eben auch gänzlich einmal selbst zu hinterfragen, um gegebenenfalls anschließend eine Novellierung der eigenen Objektivität vorzunehmen...
Vor allem wurde ich belehrt, dass es bei Indizienprozessen eine Verteidigung nicht nur einfach Zweifel sääen muss wo immer es geht, sondern eine konkrete Gegengeschichte so plausibel selbst ermittelt und so nachvollziehbar ALLE aufgebrachten Indizien genauso abbilden kann, dass dieses Alternativszenario der Anklage das Wasser vollständig abgraben kann. Von wegen man muss seine Unschuld nicht beweisen ! (auch so ein Ideal) Es gilt nicht um sonst die Volksweisheit: Wer unschuldig ist, braucht den besten Anwalt.
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