MORDFALL LIEBS -- Diskussion

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Scheich Manfred
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Scheich Manfred »

Iven hat geschrieben: Sonntag, 30. November 2025, 23:58:47 Deine Behauptungen in puncto "Versand der 1. SMS" seien Dir unbenommen.
Ich bleibe bei meiner Sicht (siehe entsprechenden Beitrag vom 20. April 2022), die mir vorher von einem erfahrenen Handy-Techniker bestätigt und zudem 1-2 Jahre später von einem m. E. sehr glaubwürdigen Mitglied namens HP1 durch praktische Tests bewiesen wurde.
Könntest das bitte verlinken bzw die Seite nennen mit dem Experiment von HP1? Finde das nicht auf die schnelle und möchte das gerne mit meinem Versuch vergleichen. Ich stelle HP s Resultate nicht in Abrede, ich selbst habe etwas anderes beobachtet, allerdings waren meine Testbedingungen anders.
Habe mit einem Kollegen aus seiner Handysammlung mit einem Nokia 3310 und einem Nokia 8850 getestet, ein 6230 stand uns leider nicht zur Verfügung.
Beim Absenden einer SMS abrupt den Akku entfernt und wenige Sekunden später wieder eingesetzt; beide Handymodelle setzten den Sendevorgang nicht fort. Das ganze nochmal und den Akku erst nach ein paar Minuten Wartezeit wieder eingesetzt, gleiches Ergebnis. Zusaätzlich hat sich das 3310, trotz Einbuchung in die Station, nicht selbständig Datum und Uhrzeit geholt, diese musste manuell eingegeben werden sowie die Sprache. Einmal hatte sich das 3310 komplett aufgehangen und musste neu gestartet werden. Alle Tests erfolgten bei deaktivierter SIM-PIN. Bei dem empfangenden Handy ist ein Teiltext der SMS nicht angekommen. Was wir nicht getestet hatten war die Bestätigung des Empfanges der SMS, es gab damals bei der Telekom einen Netzservice, bei dem man wiederum per SMS benachrichtigt werden konnte wenn die versendete SMS zugestellt wurde. Anmerken möchte ich noch, dass 2006 bereits der UMTS-Standard grossflächig eingeführt war, ob sich im Rahmen von 3G auch Übertragungsprotokolle im SMS-Versand wesentlich änderten, weiss ich leider nicht
Zum Ereignisablauf am 20.06. und die Bedeutung der SMS selbst; es gab für Frauke eigentlich keinen Grund noch im Pub eine solche SMS zu verfassen, dies macht frühestens beim Treffen mit ihrem späteren Mörder Sinn, vorausgesetzt das Handy konnte kurzzeit aktiviert werden. Das Handy taucht aber ab dem Verlassen des Pubs bis 00:49h nicht in einer Paderborner Station auf sondern erst wieder in Nieheim.
Gast

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Gast »

Hmmm, es ist immer schwer das Kontext los zu betrachten. Er muss physisch und psychisch stabil sein. Sonst begeht man die Tat doch nicht so. Man hält dann niemanden eine Woche fest, ernährt ihn und macht Spazierfahrten. Aber in Stresssituationen eben nicht mehr stabil.
Ich glaube schon er war Einzelgänger. Aber er hatte auch ein soziales Umfeld in das er einigermaßen integriert war. Sonst wären die Anrufe zu anderen Zeiten gekommen.
Wie gesagt, die versehentlich SMS ist möglich. Ich hatte dieses Handy auch.mein Ansatz ist ja ein anderer: Wie wahrscheinlich ist das? Ist es nicht wahrscheinlicher, das man nach dem Akkutausch für den kurzem Heimweg das Handy einschaltet? Ich würde das tun. Und ich glaube die meisten anderen auch. Aber es gab keinen Fix. Das Ding ist sofort wieder ausgegangen, ohne das es eine Buchung vornehmen konnte. Also tot. Ich halte das für plausibler, weil man da keine besonderen Hardwarezustände braucht. So einfach ist das gar nicht unabsichtlich zu erzeugen. Dennoch, auch diese Theorie ist gültig.
Scheich Manfred
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Scheich Manfred »

caro hat geschrieben: Montag, 01. Dezember 2025, 16:04:47 Hatte etwas gedauert, den Beitrag dann aber doch gefunden. Für alle die es interessiert.
(In seinen ersten Beiträgen zu dieser Thematik hatte HP1 die Möglichkeit noch ausgeschlossen, dass eine SMS beim späteren Wiederaufladen "automatisch" versendet werden kann.)
Danke! Hatte genau danach gesucht.

@Iven
Meine Anfrage hat sich erledigt, Caro hat die entsprechende Passage von HP1 geposted.
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Iven
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Iven »

caro hat geschrieben: Montag, 01. Dezember 2025, 16:04:47 Hatte etwas gedauert, den Beitrag dann aber doch gefunden. Für alle die es interessiert.
(In seinen ersten Beiträgen zu dieser Thematik hatte HP1 die Möglichkeit noch ausgeschlossen, dass eine SMS beim späteren Wiederaufladen "automatisch" versendet werden kann.)

Danke, Caro!
Es gibt, glaube ich, noch einen weiteren, vielleicht noch etwas verständlicheren Beitrag von HP1 zu diesem Thema, insbesondere zum automatischen (versehentlichen) Versand der SMS. Muss ich nachher mal schauen, ob ich den finde.
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Trodat5203 »

Scheich Manfred hat geschrieben: Montag, 01. Dezember 2025, 16:31:11 Das Handy taucht aber ab dem Verlassen des Pubs bis 00:49h nicht in einer Paderborner Station auf sondern erst wieder in Nieheim.
Das wissen wir gar nicht. Vllt hat die Polizei noch einen Zeitstempel nach Verlassen des Pubs. Wie gesagt, es wäre auch möglich, dass Frauke sich zum Zeitpunkt des Schreibens noch in derselben Funkzelle befand.
Ich gehe bergauf und bergab, aber ich bewege mich nicht. Was bin ich?
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Scheich Manfred »

Trodat5203 hat geschrieben: Montag, 01. Dezember 2025, 18:15:05 Das wissen wir gar nicht. Vllt hat die Polizei noch einen Zeitstempel nach Verlassen des Pubs. Wie gesagt, es wäre auch möglich, dass Frauke sich zum Zeitpunkt des Schreibens noch in derselben Funkzelle befand.
Hast recht, wir wissen es nicht genau. Habe mich auf die Aussagen vom Oestermann berufen und im weiteren Verlauf auf die Veröffentlichung der anderen Verbindungsdaten. Welcher Grund hätte dabei vorliegen können, eine eventuelle Einbuchung des Handys zwischen Pub und Borchener Str. nicht zu veröffentlichen? Gehen wir mal von der goldenen Mitte aus und Frauke trifft auf ihren Entführer ungefähr in der Mitte ihres Heimweges und gehen wir auch mal davon aus, dass dieser Mensch tatsächlich einen Ladeadapter im Auto hatte und Frauke kalkuliert ein zeitlich sehr begrenztes Wegbleiben ein. Würde sie sofort zum Handy greifen und versuchen, den Mitbewohner zu informieren anstatt die paar hundert Meter noch nach Hause zu fahren, vor Ort bescheid geben und bei dieser Gelegenheit noch ihren Schlüsel mitnehmen? Bei dieser Frage kam ich von Anfang nicht voran.
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Iven
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Iven »

Hier ist nun der andere, vielleicht noch etwas verständlichere Beitrag von HP1, von dem ich vorhin sprach:

HP1 hat geschrieben: Samstag, 02. September 2023, 00:49:58 [...]

Hierzu habe ich viel getestet mit zwei Handys (Nokia 6230 und 6230i) und mehreren Akkus unterschiedlichen Gebrauchszustands und Alters, von neu bis ausgelutscht.

1. Geht das Handy wegen "leerem Akku" aus, lässt es sich danach manchmal wieder einschalten. Insbesondere wenn das Gerät unter höherer Last (Senden/Empfangen von SMS, Telefonat) ausgeht, ist die Restspannung etwas höher und das erneute Einschalten gelingt immer. Ist technisch begründet und konnte ich vielfach reproduzieren. Auch bleibt das Gerät dann auf jeden Fall lang genug an, um eine SMS dieser Länge zu verfassen. Beim Absenden geht in den meisten Fälle allerdings das Handy wieder aus, ohne dass die SMS versandt wurde.

//Soweit wäre also das Szenario ohne technische Unwahrscheinlichkeit möglich, in dem Frauke nach dem Pub das Handy anschaltet, die SMS verfasst, der Versand jedoch erfolglos bleibt. Und das ohne Auflademöglichkeit oder Leihakku.
Der Vollständigkeit halber: Gleiches gilt auch dafür, sie habe die SMS erst 0.49 in der FZ Nieheim-Entrup verfasst, ohne Lademöglichkeit/Leihakku. Allerdings wäre an der Stelle der erfolgreiche Versand zwar möglich, aber nach meinen Versuchen unwahrscheinlich. Je nach Akku ging das bei mir nur einmal von fünf Versuchen (neuer Akku), oder überhaupt nicht (die anderen Akkus).//

2. Das Handy hat keinen persistenten Arbeitsspeicher, die noch nicht archivierte unversandte SMS im Arbeitsspeicher würde ohne Stromversorgung verschwinden. Allerdings hält die Restspannung des "leeren" Akkus den Speicher aufrecht. Die unversandte SMS ist also noch da, wenn zwischenzeitlich der Akku (z.B. wegen Akkutausch) nicht entfernt wird, sonst ist sie weg. Auch den automatischen Versand bei erneutem Einschalten konnte ich reproduzieren (mit Netz und ausreichend Stromversorgung, hatte den Akku dazwischen etwas geladen).

//Es ist also ohne technische Unwahrscheinlichkeit möglich, dass eine zuvor verfasste, jedoch nicht versandte SMS um 0.49 Uhr beim Einschalten des Geräts unbeabsichtigt rausging.//
Quelle: viewtopic.php?p=231944#p231944
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Trodat5203 »

Scheich Manfred hat geschrieben: Montag, 01. Dezember 2025, 18:51:03 Hast recht, wir wissen es nicht genau. Habe mich auf die Aussagen vom Oestermann berufen und im weiteren Verlauf auf die Veröffentlichung der anderen Verbindungsdaten. Welcher Grund hätte dabei vorliegen können, eine eventuelle Einbuchung des Handys zwischen Pub und Borchener Str. nicht zu veröffentlichen? Gehen wir mal von der goldenen Mitte aus und Frauke trifft auf ihren Entführer ungefähr in der Mitte ihres Heimweges und gehen wir auch mal davon aus, dass dieser Mensch tatsächlich einen Ladeadapter im Auto hatte und Frauke kalkuliert ein zeitlich sehr begrenztes Wegbleiben ein. Würde sie sofort zum Handy greifen und versuchen, den Mitbewohner zu informieren anstatt die paar hundert Meter noch nach Hause zu fahren, vor Ort bescheid geben und bei dieser Gelegenheit noch ihren Schlüsel mitnehmen? Bei dieser Frage kam ich von Anfang nicht voran.
Ich vermute, das liegt vllt daran, weil man nicht genau sagen kann wann Frauke den Pub verließ. Es kann kurz vor 23 Uhr gewesen, es kann aber auch 23 Uhr gewesen sein. Das würde eine Rolle spielen, weil es sich sowieso bei ein und derselben Funkzelle nur um wenige Gehminuten handeln kann.

Nehmen wir an Niels wäre noch in den Pub gekommen, dann wäre dies nicht vor 23 Uhr gewesen. Dann wäre Frauke nicht schon in etwa um 23 Uhr gegangen. Sie hätte doch sicherlich dann noch eine Weile bleiben wollen um mit Niels zu quatschen. Heißt für mich, sie wäre eigentlich nicht vor Mitternacht Zuhause gewesen oder nicht viel davor. Nun trifft sie aber noch jemanden und man macht vllt direkt was aus, z.b. den McDonald in Bad Driburg um noch ne Cola, nen Shake zu trinken oder ein Eis zu essen. Dann hat Frauke schonmal Hin- und Rückfahrt eingeplant plus noch Zeit nen bisschen zu quatschen. Da könnte ein "Komme später" sich einfach auf schlappe 15 oder 20 Minuten bezogen haben. Und dann braucht man auch keinen Schlüssel vorher holen. Aber gut, sicher bin ich da auch nicht, weil sie ja auch nicht schrieb : "Komme etwas später" .

Generell bleibe ich aber dabei, dass die SMS durch ihren Inhalt nicht zur Uhrzeit von 00:49 Uhr passt.
Sie klingt, als habe Frauke sie in dem Moment kurz nach Ende des Spiels verfasst. Und auch ansonsten ist der lapidare Inhalt nicht passend, wenn man beachtet, dass sie ggf. die Zeit verbummelt hat und Chris sie ja schon versucht hatte per Anruf zu erreichen. Keine Entschuldigung, keine Info wo sie ist, keine Erwähnung über die vergangenen 2 Std., keine Angabe wann in etwa Chris mit ihr rechnen darf.
Ich gehe bergauf und bergab, aber ich bewege mich nicht. Was bin ich?
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Trodat5203 »

Iven hat geschrieben: Montag, 01. Dezember 2025, 19:35:04 Hier ist nun der andere, vielleicht noch etwas verständlichere Beitrag von HP1, von dem ich vorhin sprach:


Quelle: viewtopic.php?p=231944#p231944
Danke, Iven!
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Miss_Erfolg »

Scheich Manfred hat geschrieben: Montag, 01. Dezember 2025, 18:51:03 Würde sie sofort zum Handy greifen und versuchen, den Mitbewohner zu informieren anstatt die paar hundert Meter noch nach Hause zu fahren, vor Ort bescheid geben und bei dieser Gelegenheit noch ihren Schlüsel mitnehmen? Bei dieser Frage kam ich von Anfang nicht voran.
Vielleicht sollte/durfte der Mitbewohner nicht wissen, mit wem Frauke zusammen ist? Z.b ein/e gemeinsame/r Freund/in, die sie "zufällig" traf und der/die dringend jemand zum Reden brauchte. Die bitte,es soll keiner davon erfahren hätte vermutlich gereicht. Darum hat Frauke sich vielleicht auch bei Chris gemeldet,aber keine genauer Angaben gemacht, wann genau sie zurück kommt.
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Re: April 2024: Nieheim (Höxter) - Akt. Zeugenaufruf im Mordfall Frauke Liebs

Ungelesener Beitrag von Hamburger »

Trodat5203 hat geschrieben: Sonntag, 30. November 2025, 09:03:44 Das war weder ein Profi noch ein Volltrottel. Das war jemand, der sich situativ planend verhalten hat und dem man nicht auf die Schliche kam, weil die Ermittlungsführung von damals nicht bereit war über seinen Tellerrand hinaus zu blicken. Die Ansichten des damaligen KHK zu einigen Dingen sprechen da Bände. Die Fehler seitens der Polizei ebenso. Dadurch wird mEn die fehlende Professionalität des Täters kompensiert.
Das entspricht auch meiner Einschätzung. Ich halte den Täter nicht für dumm und sehe keine Hinweise für ein panisch unüberlegtes Handeln. Aber ich glaube, er entkam der Polizei nur dank der unzulänglichen Ermittlungen. Das lässt mich aber hoffen, der Täter könnte bei einer Wiederaufnahme der Ermittlungen sogar heute noch gefasst werden.
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Hamburger »

Miss_Erfolg hat geschrieben: Montag, 01. Dezember 2025, 19:44:24 Vielleicht sollte/durfte der Mitbewohner nicht wissen, mit wem Frauke zusammen ist? Z.b ein/e gemeinsame/r Freund/in, die sie "zufällig" traf und der/die dringend jemand zum Reden brauchte. Die bitte,es soll keiner davon erfahren hätte vermutlich gereicht. Darum hat Frauke sich vielleicht auch bei Chris gemeldet,aber keine genauer Angaben gemacht, wann genau sie zurück kommt.
Ich kann da keinen Zusammenhang erkennen. Frauke hätte Chris durchaus einen Zeitpunkt für ihre Heimkehr nennen können, ohne irgendeine Begründung mitzuliefern. Sie war Chris keine Rechenschaft schuldig.

Eine SMS gegen 1 h mit der lapidaren Bemerkung "Komme später" jedoch wäre rücksichtslos gewesen - und das passt nach allem, was wir über Frauke wissen, nicht zu ihr.
Hätte sie den Zeitpunkt ihrer Rückkehr noch nicht abschätzen können, hätte sie zumindest Chris auffordern können, nicht auf sie zu warten. Sie hätte ihn bitten können, sein Handy neben sein Bett zu legen, damit sie ihn anrufen könnte, sobald sie vor der Tür stünde.

I
Gast

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

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Nein, sie war ihm keine Rechenschaft schuldig. Aber sie war höflich und respektvoll und nicht egoistisch und hätte doch jemanden, der auf sie wartet, weil sie keinen Schlüssel hat, nicht mit "Komme später" vertröstet.
Der Täter sah. dass C. bei ihr angerufen hatte und formulierte dann die SMS, so meine Theorie. Damit war für ihn auch klar, wer auf sie wartete und dass sie sich dort "abmelden" muss.
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

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Scheich Manfred hat geschrieben: Sonntag, 30. November 2025, 20:17:07 [...]
Die erste SMS kam wohl tatsächlich aus Nieheim, zumindest lässt die Technik da keinen Zweifel. Aber auch hier gibt es einen Stolperstein. Das Handy kann in Nieheim ortsfest gewesen sein oder beim Absenden durchfuhr man den Ort. Liess sich schon damals nicht beantworten, leider.
Soweit ich weiß, hat die Polizei sich nie öffentlich dazu geäußert, wie lange Fraukes Handy in der Nieheimer Funkzelle eingeloggt war.

Aber als die Mordermittlungen aufgenommen wurden, lehnten sich Polizei und Staatsanwaltschaft sehr weit aus dem Fenster und behaupteten mit ziemlicher Bestimmtheit, Frauke sei in Nieheim festgehalten worden. (Die Fallanalyse des LKA, die als Prämisse der Ermittlungen übernommen wurde, ging davon aus, Frauke sei freiwillig mit einer ihr näher bekannten Person nach Nieheim gefahren und dort sei "etwas aus dem Ruder gelaufen".)

Daher vermute ich, dass die Polizei eine bloße Durchfahrt durch die Nieheimer Funkzelle ausschloss und Grund zu der Annahme hatte, dass Frauke freiwillig mit nach Nieheim gefahren war und sich dort zunächst auch etwas länger freiwillig aufgehalten hatte, weil Fraukes Handy dort über einen längeren Zeitraum eingeloggt war und dort auch (bis zu dem 1. Anruf) ausgeschaltet wurde.

Aber auch wenn Fraukes Handy längere Zeit in Nieheim eingeloggt war, ist das kein Beweis, dass Frauke sich dort freiwillig aufhielt (wenn überhaupt). Die Fallanalyse des LKA entwarf das vor Ermittlungsbeginn wahrscheinlichste Szenario, das aber nach meiner Ansicht mit dem Scheitern der Ermittlungen ziemlich unwahrscheinlich geworden ist.
Hamburger
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Hamburger »

Gast hat geschrieben: Montag, 01. Dezember 2025, 22:47:08 Nein, sie war ihm keine Rechenschaft schuldig. Aber sie war höflich und respektvoll und nicht egoistisch und hätte doch jemanden, der auf sie wartet, weil sie keinen Schlüssel hat, nicht mit "Komme später" vertröstet.
Der Täter sah. dass C. bei ihr angerufen hatte und formulierte dann die SMS, so meine Theorie. Damit war für ihn auch klar, wer auf sie wartete und dass sie sich dort "abmelden" muss.
Ich glaube, Du hast mich missverstanden.
Ich bezog mich auf die Vermutung eines Users, nach der Frauke Chris keinen Zeitpunkt für ihre Rückkehr hätte nennen können, weil die Person, mit der sie zum Zeitpunkt der SMS zusammen war, nicht die näheren Umstände erwähnt wissen wollte. In diesem Zusammenhang habe ich lediglich darauf hingewiesen, dass Frauke durchaus einen Zeitpunkt ohne jede Begründung hätte angeben können.

Ich teile Deine Meinung völlig. Auch nach meiner Ansicht passt eine solche gegen 1 h versandte Nachricht mit dem lapidaren "Komme später" überhaupt nicht zu dem, was wir über Frauke wissen.
Gast

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Gast »

Gast hat geschrieben: Montag, 01. Dezember 2025, 22:47:08 Nein, sie war ihm keine Rechenschaft schuldig. Aber sie war höflich und respektvoll und nicht egoistisch und hätte doch jemanden, der auf sie wartet, weil sie keinen Schlüssel hat, nicht mit "Komme später" vertröstet.
Der Täter sah. dass C. bei ihr angerufen hatte und formulierte dann die SMS, so meine Theorie. Damit war für ihn auch klar, wer auf sie wartete und dass sie sich dort "abmelden" muss.
Wenn man sich abmelden will , sagt man doch eher "komme heute nicht mehr,bis morgen". Und nicht komme später.
Hat C. Je erwähnt, dass es zwischen 23 - 00.49 bei ihr angerufen hat? Und wenn das Handy dann aus ist? Und due Person nicht nicht zu Hause? Ab wann würdet ihr euch da Sorgen machen? Überhaupt wenn es sich um eine Frau handelt? Ruft nan da nicht mal bei den Personen an mit denen sie unterwegs war ( falls nan due Nummer hat). Oder man ruft im Pub an. Oder macht sich einfach doch mit dem Auto auf due Suche nach ihr.
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Hamburger »

Gast hat geschrieben: Montag, 01. Dezember 2025, 22:47:08 [...]
Der Täter sah. dass C. bei ihr angerufen hatte und formulierte dann die SMS, so meine Theorie. Damit war für ihn auch klar, wer auf sie wartete und dass sie sich dort "abmelden" muss.
Ich glaube mich zu erinnern, dass Chris sagte, als er Frauke in der Nacht ihrer Entführung anzurufen versuchte, sei ihr Handy immer ausgeschaltet gewesen. Dann hätte der Täter also nicht wissen können, dass Chris sie zu erreichen versuchte.
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Hamburger »

Gast hat geschrieben: Sonntag, 30. November 2025, 10:40:27 [...]
Wenn der Täter sie kannte, konnte er ihren Schreibstil imitieren und wusste um das gute Verhältnis zu C. So ganz üblich wäre es für Frauke nämlich nicht gewesen, nur mitzuteilen, sie komme später. C. musste für sie aufstehen, sie ohne Schlüssel, so egoistisch wäre sie nicht gewesen. Da hätte sie ihm doch ne Zeit genannt wann sie zu Hause gewesen wäre.
[...]
Andererseits war der Inhalt der 1. SMS so vertraut und voller Insider, das hätte man schlecht wissen können, dass die beiden vorher noch zusammen spekuliert haben, wer wohl gegen England ran muss. Außer man hätte das vorher gehört. Für so geschickt halte ich den Täter nicht, dass er in der Lage war so ne vertraute unauffällige SMS zu formulieren in dem ganzen Stress, den er da hatte.
Leider kann ich da für mich zu keinem Ergebnis kommen.
[...]

Ich glaube auch, dass es für den Täter kein Problem gewesen wäre, Fraukes Schreibstil für diese zwei kurzen Sätze zu imitieren, wenn er Zeit gehabt hätte, auf ihrem Handy andere von ihr verfasste Nachrichten an Chris zu lesen.

"Nicht gegen England" ist allerdings ein "Insider", für den es aber nach meiner Ansicht eine Erklärung geben könnte.


Ich nehme an, dass Frauke freiwillig in das Auto des Täters stieg (weil er ihr angeboten hatte, sie nach Hause zu fahren), aber keineswegs freiwillig Paderborn verließ.
Es ist aber nicht anzunehmen, dass Frauke ein solches Angebot von einem ihr völlig unbekannten Mann angenommen hätte. Nach meiner Ansicht musste der Täter ihr aus irgendeinem Grund vertrauenswürdig erscheinen, gehörte aber nicht zu ihrem Bekanntenkreis (sodass sich bei den auf Fraukes Freundes- und Bekanntenkreis konzentrierten Ermittlungen kein Hinweis auf ihn fand.)

Ich gehe (auch aus anderen Gründen) davon aus, dass der Täter ein Bekannter von Chris war (dessen vollkommene Unschuld und Ahnungslosigkeit außer Frage steht). Bekannten oder Freunden eines Freundes bringt man unwillkürlich mehr Vertrauen entgegen, auch wenn man ihnen nur mal kurz begegnet ist. Der Täter hätte sie auf diese Weise flüchtig kennenlernen und schließlich einiges über sie erfahren können, ohne ein (verräterisches) Interesse an ihr zeigen zu müssen.

Wenn Frauke freiwillig in das Auto des Täters stieg, muss es vorher eine (kurze) Small-Talk-Phase zwischen ihnen gegeben haben. Bei einem Bekannten von Chris fände ich die Frage „Hat sich Chris das Fußballspiel nicht angesehen?“ ziemlich naheliegend, und es wäre auch nicht unwahrscheinlich, dass Frauke geantwortet hätte: „Nein, er wollte lieber noch für die Uni lernen. Ihm war nur wichtig, dass wir nicht gegen England spielen müssen.“
caro
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von caro »

Hamburger hat geschrieben: Montag, 01. Dezember 2025, 23:48:40 Ich glaube mich zu erinnern, dass Chris sagte, als er Frauke in der Nacht ihrer Entführung anzurufen versuchte, sei ihr Handy immer ausgeschaltet gewesen. Dann hätte der Täter also nicht wissen können, dass Chris sie zu erreichen versuchte.
Es gab wohl damals schon die Funktion, über verpasste Anrufe bei ausgeschalteten Handy per SMS benachrichtigt zu werden.
Ob bei Frauke's Mobilfunkanbieter so eine Funktion möglich war oder dieser Dienst aktiviert war, ist nicht bekannt.
Möglich wäre es gewesen.

Diese Angaben hier von ChatGPT:


T-Mobile (D1) – „Anrufinfo“

- Dienstname: T-Mobile AnrufInfo per SMS

- Funktion: Wenn das Handy ausgeschaltet oder nicht erreichbar war, bekam man beim nächsten Einbuchen ins Netz eine SMS mit Datum/Uhrzeit und Rufnummer der Person, die versucht hatte anzurufen.

- Status: In den meisten Verträgen standardmäßig aktiviert.

- Bemerkung: Sehr zuverlässig, weit verbreitet.



Vodafone (D2) – „Vodafone AnrufInfo“

- Dienstname: Vodafone AnrufInfo / Rückrufservice

- Funktion: SMS bei Anrufversuchen während Nicht-Erreichbarkeit.

- Status: Standardmäßig aktiv, konnte aber deaktiviert werden.

- Bemerkung: Wurde oft automatisch deaktiviert, wenn die Mailbox eingeschaltet war und der Anrufer eine Mailboxnachricht hinterließ.



E-Plus – „Rückruf-SMS“

- Dienstname: E-Plus Rückruf SMS

- Funktion: SMS-Benachrichtigung bei ausgeschaltetem Handy oder keinem Empfang.

- Status: Meist automatisch aktiv, insbesondere bei Prepaid (BASE, Simyo).

- Bemerkung: Bekannt dafür, dass häufig keine SMS kam, wenn der Anrufer aufgelegt hat, bevor das Netz die Erreichbarkeit geprüft hatte.



o2 – „o2 Info-SMS / Anrufinfo“

- Dienstname: o2 Info-SMS (Anrufinfo)

- Funktion: SMS nach dem Wiedereinschalten mit Hinweis auf verpasste Anrufe.

- Status: Aktiv, aber teils vom Tarif abhängig.

- Bemerkung: o2 war bekannt dafür, dass der Dienst manchmal unzuverlässig war, besonders in Gebieten mit damals schwächerem Netz.
Gast

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Gast »

Der Täter war ein Profi....der suchte Frauen für perverse spiele ..die freiwillig nur schwer anzutreffen sind U. Zahlen wollte er sicherlich nicht.....zuviel Geld weg...Zb sm Frauen...hatte sich die Polizei sehr gut mit diesen Wilfried w. Befasst .. ...
Oder konnte er sie täuschen
Hobby Werkstatt . Zb..ohne kundenverkehr....im Landkreis ..alte Scheune mit Bühne.....kannte Zb nienand
Der Täter kaufte Zb. Alte VW Busse. Transporter mit Mängel auf .hatten fast alle viele Mängel nach Zb 150000km


...reparierte sie in seiner Hobby Werkstatt...neuer TÜV...usw.
Meldete sie an, nahm sie danach mit Hause und verkaufte sie vion
zu hause aus ...Paderborn .schlangen..
Von nieheim direkt ..niemals ..Landkreis.faellt weniger
Auf

Dieser Wilfried w. War in 2006 ===36j alt
Imposante erscheinung...über 1,90m gross....mögen viele Frauen...






warum auch immer.
Der Typ arbeitete nicht in einer fa.mmm.sondern murmelte fuer sich selberm
Er betrieb einen Kiosk....Geschäftszeiten bis 22uhr. Oder nur 21uhr....
Danach Freizeit.
Er suchte offensichtlich Outdoor im Straßenbild von Städten..
Ortschaften nach frauen ......die er für sich Sex brauchte
Wahrscheinlich keine selbstbewussten Stöckelschuhe Frauen im Lederrock etc ..die sind vorsichtig mit fremden Männern ...selbst bewusst..zeigefreudig...in Wirklichkeit höchst kompliziert
W. War gelernter kfz Mechaniker. Frauen verstarben in seiner Obhut mehr als übel......
Er wohnte in der Nähe von Paderborn...,2006
Er kannte sich aus...mit Schlafmitteln usw ... i
Festsetzen von Frauen in seinem Haus.
Er tötete sie nicht unbedingt ...
Verstarben entkräftet.
Der einzigartige Frauenschreck von Ostwestfalen ...der jeden Tag Druck hatte ..
War Frauke doch sein Opfer?????
Hbs
Der dürfte auch mehrere Handys u. Ladegeräte gehabt haben .warum .gebrauchte Artikel in seinem kios,
Hbs



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