VERMISSTENFALL SCARLETT SALICE (26), BAD LIPPSPRINGE / TODTMOOS, 2020

ÖFFENTLICHE DISKUSSION
Ungeklärte Fälle: Martin Bach, Tabita Cirvele, Heidi Dannhäuser, Anna E. (Herrieden), Sergej Enns, Nancy Förster, Denis Franke, Helga Frings, Monika Frischholz, Inga Gehricke, Leonie Gritzka, Jascha Hardenberg, Karl Erivan Haub, Felix Heger, Ines Heider, Ina K. (Gorleben), Anett Carolin Kaiser, Baris Karabulut, Elke Kerll, Inka Köntges, Katrin Konert, Ralf Kottmann, Leitner/Baumgartner, Monika Liebl, Wolfgang Loh, Danuta Lysien, Jennifer M. (Bühl/Bremen), Alexandra May, Maddie McCann, Lars Mittank, Tanja Mühlinghaus, Mandy Müller, Mine O. (Duisburg), Harald Oelschläger, Alexandra R. (Nürnberg), Birgit Rösing (gen. Storck), Petra Schetters, Dirk Schiller, Émile Soleil, Rosi Strohfus, Anton Thanner, Hartmut Weiske

Geklärte Fälle: Vera B. (Datteln), Liam Colgan, Fritz Hagedorn, Kevin Hantl, Maria Henselmann, Rondk Kaniwar, Birgit Keller, Malina Klaar, Timo Kraus, Mike Mansholt, Marc Otto, Rainer Schaller, Sophie Sherpa, Jeannette Stehr, Annika T. (Seelze-Lohnde), Lars Wunder
laeuferin
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Re: VERMISSTENFALL SCARLETT SALICE (26), BAD LIPPSPRINGE / TODTMOOS, 2020

Ungelesener Beitrag von laeuferin »

Gast hat geschrieben: Mittwoch, 12. November 2025, 20:28:27 Tut mir echt Leid, aber anders als bei den anderen Fotos erkenne ich Scarlett im mittleren Foto kein Stück wieder.
Und ich erkenne zudem keine Alterung
Blanka
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Re: VERMISSTENFALL SCARLETT SALICE (26), BAD LIPPSPRINGE / TODTMOOS, 2020

Ungelesener Beitrag von Blanka »

XXX hat geschrieben: Mittwoch, 12. November 2025, 12:32:00 Ich verstehe nicht, warum man nicht stärker in der Umgebung des letzten verifizierten Lebenszeichens (also in Todtmoos) sucht, anstatt sich so lange auf den Wanderweg zu konzentrieren.
Es passt eben nichts zusammen, die Sichtung an der Wehrabrücke samt der Fährtenhunde die dort den Stein anhimmeln passt nicht mit dem Verbleib des Handys in der Todtmooser Funkzelle zusammen. Das ist dann eher mit einem Abgriff am Fundort der Sonnenbrille zu vereinbaren. Dass sie ihre Sonnenbrille vor Schwarzenbach verliert, ihr Handy noch vor Au (so weit soll ja die Todtmooser Funkzelle reichen) und dann noch bis zur Wehrabrücke wandert, um dort abgegriffen zu werden, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.
XXX

Re: VERMISSTENFALL SCARLETT SALICE (26), BAD LIPPSPRINGE / TODTMOOS, 2020

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Blanka hat geschrieben: Donnerstag, 13. November 2025, 19:34:56 Es passt eben nichts zusammen, die Sichtung an der Wehrabrücke samt der Fährtenhunde die dort den Stein anhimmeln passt nicht mit dem Verbleib des Handys in der Todtmooser Funkzelle zusammen. Das ist dann eher mit einem Abgriff am Fundort der Sonnenbrille zu vereinbaren. Dass sie ihre Sonnenbrille vor Schwarzenbach verliert, ihr Handy noch vor Au (so weit soll ja die Todtmooser Funkzelle reichen) und dann noch bis zur Wehrabrücke wandert, um dort abgegriffen zu werden, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.
Auf Zeugenaussagen und Hunde ist halt leider nicht immer Verlass. An der Brille lässt sich keine DNA mehr nachweisen, und auch die Fassung scheint nicht mehr eindeutig zuzuordnen zu sein.

Deshalb muss Todtmoos als möglicher Tatort genauso gründlich behandelt werden, wie man bislang von einem Unfall ausgegangen ist. Sollte sich bestätigen, dass Todtmoos der Tatort ist, hat dort mit hoher Wahrscheinlichkeit jemand etwas gesehen und diese Person schweigt bis heute, weil lange Zeit von einem Unfall ausgegangen wurde.

Ich würde mir einen Anwalt nehmen und Akteneinsicht beantragen.
Jolu65
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Re: VERMISSTENFALL SCARLETT SALICE (26), BAD LIPPSPRINGE / TODTMOOS, 2020

Ungelesener Beitrag von Jolu65 »

Ich würde ja sagen, dass es gar keinen Tatort gibt...
XXX

Re: VERMISSTENFALL SCARLETT SALICE (26), BAD LIPPSPRINGE / TODTMOOS, 2020

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Jolu65 hat geschrieben: Freitag, 14. November 2025, 17:36:39 Ich würde ja sagen, dass es gar keinen Tatort gibt...
Vielleicht siehst du es nach dieser Doku mit anderen Augen.
Hier sieht man gut wie unterschiedlich man an den Fall herangehen kann und was dabei herauskommt, wenn man alles ordentlich prüft und dafür auch die Zeit bekommt.

https://www.ardmediathek.de/video/der-m ... VNlbmR1bmc

Mehr davon gibt es auch in der Staffel 02, wobei viel Wiederholung aus Staffel 01 oder mit etwas anderen Details als Netflix Verfilmung.
z3001x
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Re: VERMISSTENFALL SCARLETT SALICE (26), BAD LIPPSPRINGE / TODTMOOS, 2020

Ungelesener Beitrag von z3001x »

Wenn man den Tod von Tanja Gräff betrachtet, findet man jedenfalls ein Beispiel dafür, wie Ermittler und Foren-Community über knapp ein Jahrzehnt schwer daneben lagen (wobei in Formen so viele Theorien kursierten, dass auch die richtige durchaus dabei war - aber eben nur als sehr randständige Version). Und ein Beispiel dafür, dass eine Vermisste jahrelang dort lag, wo man schon gesucht hatte.
Über Tanjas Leichnam hatte sich schon ein Mann der Rettungswache in einem Medienspekatakel aus dem Heli heraus abgeseilt, filmreif. Er war zuletzt nur wenige Meter über ihr. Und sah sie nicht.
Und 30 m oberhalb ihrer Leiche, am Kamm der Roten Felsen, hatte die Sprecherin der Polizei, Monika Peters, die Presse vor sich versammelt, um sie zum Ermittlungsverlauf upzudaten, ziemlich exakt an der Stelle, wo Tanja abgestürzt oder aber hinabgestoßen worden sein muss. Während Tanjas Leiche unentdeckt unterhalb von ihnen lag.
Wobei ich nicht sagen will, dass ich den Abschlussbericht, der nichts von Fremdverschulden wissen will, abkaufe. Aber die Hauptspuren (Peugeot-Fahrer) und die ganzen Sichtungen sonstwo waren in der Rückschau alle Unsinn. Und auch der Verdacht gegen den sehr harmlosen Kommilitonen Heiko war ungerechtfertigt und wurde trotz wasserdichtem Alibi aufrechterhalten. Und solche Vorher-Nachher-Konstellationen sind nicht einmal selten so.

Bei Scarlett kann schon auch ein Unfall vorliegen, wo irgendwelche sehr ungewöhnlichen "Parameter" zusammentreffen, die sie unauffindbar machen.
Frag mich echt wann sich in diesem Fall mal etwas tut. Aber das ist natürlich Zufall. Es kann morgen, in 3 Jahren, oder auch nie soweit sein.
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Re: VERMISSTENFALL SCARLETT SALICE (26), BAD LIPPSPRINGE / TODTMOOS, 2020

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Blanka hat geschrieben: Donnerstag, 13. November 2025, 19:34:56 Es passt eben nichts zusammen, die Sichtung an der Wehrabrücke samt der Fährtenhunde die dort den Stein anhimmeln passt nicht mit dem Verbleib des Handys in der Todtmooser Funkzelle zusammen.
Hab gestern ein "Shorts"-Video ausgegraben, wo die Leiterin der K9-Hundestaffel stolz berichtet, dass sie 17 Stunden am Stück im Einsatz waren, an diesem Findlings-Tag im Wehratal. Das sagt eigentlich sehr viel aus, darüber, wie diese Findlings/Parkplatz-Spur entstehen konnte.
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Re: VERMISSTENFALL SCARLETT SALICE (26), BAD LIPPSPRINGE / TODTMOOS, 2020

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Nun liegt hier der Fall etwas anders als bei Tanja Gräff, die betrunken eine Böschung hinabstürzte und die keinen größeren Rucksack mit sich führte.
Aber natürlich kann im Schwarzwald auch jemand so verloren gehen, dass man ihn nicht finden wird, wenn etwa der Hauptweg verlassen werden würde. So wie ich das aber sehe ist genau das bei SS nicht zu erwarten. Sie war ja- wie anzunehmen ist - keine Botanikerin oder Geologin, sondern Wanderin mit klarem Ziel, so dass ein Abweichen vom Weg nicht zu erwarten war. Außerdem war sie an dem Tag ziemlich spät dran, um die Etappe bis zum frühen Abend zu bewältigen.
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z3001x hat geschrieben: Samstag, 15. November 2025, 00:46:30 Hab gestern ein "Shorts"-Video ausgegraben, wo die Leiterin der K9-Hundestaffel stolz berichtet, dass sie 17 Stunden am Stück im Einsatz waren, an diesem Findlings-Tag im Wehratal. Das sagt eigentlich sehr viel aus, darüber, wie diese Findlings/Parkplatz-Spur entstehen konnte.
Wie meinst du das?
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Re: VERMISSTENFALL SCARLETT SALICE (26), BAD LIPPSPRINGE / TODTMOOS, 2020

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Jolu65 hat geschrieben: Samstag, 15. November 2025, 08:05:57 Nun liegt hier der Fall etwas anders als bei Tanja Gräff, die betrunken eine Böschung hinabstürzte und die keinen größeren Rucksack mit sich führte.
Aber natürlich kann im Schwarzwald auch jemand so verloren gehen, dass man ihn nicht finden wird, wenn etwa der Hauptweg verlassen werden würde. So wie ich das aber sehe ist genau das bei SS nicht zu erwarten. Sie war ja- wie anzunehmen ist - keine Botanikerin oder Geologin, sondern Wanderin mit klarem Ziel, so dass ein Abweichen vom Weg nicht zu erwarten war. Außerdem war sie an dem Tag ziemlich spät dran, um die Etappe bis zum frühen Abend zu bewältigen.
Mir spuken halt immer ihre Fotos an Abgründen im Kopf herum.
Gewagt.
Und im Moment ganz nah am Abgrund an einer schönen Aussicht bekommt sie durch den schweren Rucksack einen Schub und stürzt.
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Re: VERMISSTENFALL SCARLETT SALICE (26), BAD LIPPSPRINGE / TODTMOOS, 2020

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laeuferin hat geschrieben: Samstag, 15. November 2025, 22:57:02Wie meinst du das?
Hunde, die 17 Stunden im Einsatz sind, sind hinüber. Wahrscheinlich habe die an dem Stein angeschlagen, um endlich von der Marter erlöst zu werden.
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Re: VERMISSTENFALL SCARLETT SALICE (26), BAD LIPPSPRINGE / TODTMOOS, 2020

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z3001x hat geschrieben: Samstag, 15. November 2025, 23:27:51 Hunde, die 17 Stunden im Einsatz sind, sind hinüber. Wahrscheinlich habe die an dem Stein angeschlagen, um endlich von der Marter erlöst zu werden.
Ah ok. Stimmt. Meine würden es für ein Leckerli machen !!!

Und das war sehr viel später, als sie dort liefen, richtig?
Und vermutlich ist der Vater/ die Mutter die Strecke zwischenzeitlich auch gelaufen?
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Re: VERMISSTENFALL SCARLETT SALICE (26), BAD LIPPSPRINGE / TODTMOOS, 2020

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Jolu65 hat geschrieben: Samstag, 15. November 2025, 08:05:57 Nun liegt hier der Fall etwas anders als bei Tanja Gräff, die betrunken eine Böschung hinabstürzte und die keinen größeren Rucksack mit sich führte.
Ich wollte nicht suggerieren, dass Tanja Gräff und Scarlett irgendwie besonders vergleichbare Fälle wären. Wobei ein Sturz bei Scarlett denkbar ist.
Die denkbare Parallele, die ich ja ansprach (hab's geschrieben) ist, dass Fälle, wenn sie mal gelöst sind, oft komplett anders gelagert sind, als man das vor dem Fund der Toten annimmt. Ich hoff zwar, dass es bei Scarlett keine Tote zu beklagen gibt, aber es ist ja schon nicht so komplett abwegig, auch wenn es schöner wäre wenn nicht, und bislang ist ja noch alles offen. Und ich vermute, wenn es mal aufgeklärt wird, weil man sie findet, dass dann der Fall komplett anders erscheint als jetzt. Das ist einfach ein häufiger Effekt. Bei Yolanda Klug ähnlich.

Was TG angeht, auch wenn es hier OT ist: Es ist ein bewusst gestreuter Mythos, dass Tanja Gräff sehr betrunken gewesen sei. Tatsächlich hatte sie mäßig getrunken an dem Abend (das ist quasi lückenlos belegt, was sie wann mit wem machte, und wo auf 10 m² genau sie sich aufhielt, von 20 Uhr bis 4:10) und sie war um 4:10, als man sie zuletzt sah, noch völlig klar. Mehrere Zeugen sprachen da noch mit ihr, die sie gut kannten. Diese paar Kurzen, die man bei ihr fand, (Berentzen Saurer Apfel) hatte sie gar nicht selbst getrunken, sondern an ihre gesamte Clique verteilt, und das schon um 20 Uhr. Die Fläschen hatte sie aber wieder eingesammelt zwecks Wiederverwendung.
Diese "haltlose" Tanja, die betrunken und im Liebeskummer abstürzt, evtl. sogar in Suizidabsicht, haben die Trierer Ermittler erfunden, um ihr Komplett-Versagen insbesondere bei der Klärung der Identität der letzten Begleiter, von denen einer ja sehr besitzergreifend aggressives Verhalten gezeigt hatte, und die womöglich dabei waren, als sie starb und womöglich darin involviert waren - weil sie das verbockt haben. Und es besteht Anlass zur Annahme, dass das nicht einfach banales Sich-Vertun war, sondern gewollt. Weil es Hinweise gibt, dass dieser Begleiter ein Richtersohn ist, den Papa schon oft schützen musste, wg seiner schlechten Selbstkontrolle.
"Claire Sandberg - Tanja Gräff - ein ungeklärter Fall" [1] ist dazu sehr zu empfehlen. Da kommt man aus dem Staunen nicht heraus. Und noch weniger aus der Empörung.

Aber hier geht es ja um Scarlett Salice.
Jolu65 hat geschrieben: Samstag, 15. November 2025, 08:05:57Aber natürlich kann im Schwarzwald auch jemand so verloren gehen, dass man ihn nicht finden wird, wenn etwa der Hauptweg verlassen werden würde. So wie ich das aber sehe ist genau das bei SS nicht zu erwarten. Sie war ja- wie anzunehmen ist - keine Botanikerin oder Geologin, sondern Wanderin mit klarem Ziel, so dass ein Abweichen vom Weg nicht zu erwarten war. Außerdem war sie an dem Tag ziemlich spät dran, um die Etappe bis zum frühen Abend zu bewältigen.
Erwarten und wahrscheinlich finden kann man ja vieles. Aber darin liegt ein Problem, wenn das Ergebnis "Spurlos verschwunden" lautet und das ja völlig unerwartet ist. Da muss dann irgendwo etwas in der Ereigniskette von banaler Alltag mit Einkaufen und Telefonieren hin zum völligen Verschwinden entgegen aller Erwartung abgelaufen sein. Und da weißt du nicht, ob es die Wegführung war und seltsame Begebenheiten im Gelände (Karstloch, Mulden, Felsschächte), eine riskante Bewegung an einem Abhang, eine zufällige Begegnung mit einem bösen Mann, eine falscheingeschätzte Verabredung, oder ein bewusster Plan der Verschwundenen, ein anderes Leben zu führen / eine andere Identität anzunehmen.
"Der Legionär", Thomas Gast, hatte sich mal irgendwo nicht weit abseits des Schluchtensteigs-Pfads versteckt, im Dickicht, und den Leuten vorher gesagt: jetzt sucht mich mal. Die haben ihn nicht gefunden. Will damit nur sagen. Auch wenn super intensiv und umfangreich gesucht wurde, das wurde es ja ganz eindeutig, es kann trotzdem ein merkwürdiger Umstand dafür sorgen, dass jemand verborgen bleibt. Nicht wahrscheinlich. Nicht erwartbar. Aber möglich. Und alles was möglich ist, auch ohne erwartbar im Sinne von wahrscheinlich zu sein, kann die Erklärung sein.
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Re: VERMISSTENFALL SCARLETT SALICE (26), BAD LIPPSPRINGE / TODTMOOS, 2020

Ungelesener Beitrag von z3001x »

laeuferin hat geschrieben: Samstag, 15. November 2025, 23:50:23 Ah ok. Stimmt. Meine würden es für ein Leckerli machen !!!

Und das war sehr viel später, als sie dort liefen, richtig?
Und vermutlich ist der Vater/ die Mutter die Strecke zwischenzeitlich auch gelaufen?
Wenn ich mich richtig erinnere, gab es sogar zwei solche Anläufe und die waren irgendwie 6 oder 9 Monate später und der zweite über ein Jahr (mit Vorbehalt, aber jedenfalls extrem über der Zuverlässigkeitsgrenze von 24 Stunden). Aber gut. Wenn man der Hundeführerin zuhört, hört es sich irgendwie gar nicht so komplett schräg an. Die sprach immer von Geruchskorridoren, die sich in dem verschlossenen ruhigen Wehratal besonders lange halten würden ;)
Ja, die Eltern waren zu diesem Zeitpunkt schon diesen Weg gelaufen.

Apropos Leckerli, irgendwo hab ich den Spruch aufgeschnappt, dass Hunde nicht irgendwelche Leichen oder Menschengerüche erschnuppern wollen, was ihre Motivation betrifft, sondern dass sie ihrem Führer gefallen wollen, die wollen den bzw. sie zufrieden stellen und gelobt und belohnt werden (sozusagen wie Menschen). Das ist wahrscheinlich des Personensuchhunds Kern hier. Spur gefunden, alle happy.
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Re: VERMISSTENFALL SCARLETT SALICE (26), BAD LIPPSPRINGE / TODTMOOS, 2020

Ungelesener Beitrag von laeuferin »

z3001x hat geschrieben: Samstag, 15. November 2025, 23:58:55 Wenn ich mich richtig erinnere, gab es sogar zwei solche Anläufe und die waren irgendwie 6 oder 9 Monate später und der zweite über ein Jahr (mit Vorbehalt, aber jedenfalls extrem über der Zuverlässigkeitsgrenze von 24 Stunden). Aber gut. Wenn man der Hundeführerin zuhört, hört es sich irgendwie gar nicht so komplett schräg an. Die sprach immer von Geruchskorridoren, die sich in dem verschlossenen ruhigen Wehratal besonders lange halten würden ;)
Ja, die Eltern waren zu diesem Zeitpunkt schon diesen Weg gelaufen.

Apropos Leckerli, irgendwo hab ich den Spruch aufgeschnappt, dass Hunde nicht irgendwelche Leichen oder Menschengerüche erschnuppern wollen, was ihre Motivation betrifft, sondern dass sie ihrem Führer gefallen wollen, die wollen den bzw. sie zufrieden stellen und gelobt und belohnt werden (sozusagen wie Menschen). Das ist wahrscheinlich des Personensuchhunds Kern hier. Spur gefunden, alle happy.
Ehrlich , das kann mir keiner sagen, dass so eine Spur sechs Monate später noch vorliegt. No way. Und dann sind zwischenzeitlich noch Verwandte dort gelaufen?!
Das hat doch mehr Hellseher Charakter dann.

Aber die von mehreren Hunden NICHT entdeckte Spur kurze Zeit nach ihrem Verschwinden zum Einstieg Schluchtensteig soll wiederum nicht relevant sein. Das soll mal einer verstehen.
XXX

Re: VERMISSTENFALL SCARLETT SALICE (26), BAD LIPPSPRINGE / TODTMOOS, 2020

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Zuerst die Hypothesen testen, die mit den klarsten Fakten verbunden sind. Die Unfallhypothese wurde bisher nicht bestätigt!

Daher auch am naheliegendsten:
"Hypothese: Todtmoos als Tatort bzw. Ort des Verschleppens"

1. Victimology (potentielle Opferanalyse)
FRAGE: Passt die Hypothese zum Opferprofil?
ANTWORT: JA, jung weiblich hübsch alleine kontaktfreudig...

2. Forensic Evidence (Forensik)
Welche Hypothese ist mit harten Fakten vereinbar (DNA, Spurenlage, Zeitablauf usw.)?
ANTWORT: Überwachungskamera, Videotelefonie, Handydaten (Timeline), Handy aus in Todtmoos, Letzter Funkmast, keine Zeugen auf Etappe 6 bis Wanderparkplatz, keine Hundevorwärtsspur in den ersten Tagen!

3. Crime Scene Analysis (Tatortanalyse)
FRAGE: Klären die beobachteten Spuren die Hypothese?
ANTWORT: NEIN, ES GIBT KEINE!!!

Daher stellt sich die Frage, wie hätte es sein können, dass jemand spurlos aus Todtmoos verschwindet???

WELCHE HANDYS WAREN ZEITGLEICH NOCH IM FUNKMAST EUBGELOGGT

WAR EIN AUTO IM SPIEL...
WURDEN ALLE KAMERAS IN TODTMOOS AUSGEWERTET? (PARKPLATZ SCHMIDTS MARKT, EIN UND AUSFAHRTEN TODTMOOS)

WURDEN MÖGLICHE ZEUGEN INNERHALB TODTMOOS INTENSIV BEFRAGT? VON TÜR ZU TÜR AUF DEM WEG!
SUPERMARKT, STELLPLATZ, PARKBESUCHER, WEGGEFÄHRTEN
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Re: VERMISSTENFALL SCARLETT SALICE (26), BAD LIPPSPRINGE / TODTMOOS, 2020

Ungelesener Beitrag von z3001x »

XXX hat geschrieben: Sonntag, 16. November 2025, 14:10:00WELCHE HANDYS WAREN ZEITGLEICH NOCH IM FUNKMAST EUBGELOGGT
Das wurde wohl nicht erfasst. Eine Funkzell-Abfrage ist bei Tötungsdelikten oder Verdacht darauf eine Standard-Massnahme. Bei Vermisstenfällen mit Hauptannahme: im Gelände verunglückt, allerdings nicht. Und später, wenn man die Bewertung neu justiert, und evtl. auch ein Verbrechen erwägt, sind die Daten dann halt alle schon gelöscht. Private Massendaten absaugen ohne Limit und Kontrolle dürfen eben nur Google, Meta, Amazon und die amerikanische NSA, aber nicht die deutsche Kripo. Wir haben eben unsere Werte und Prioritäten.
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Re: VERMISSTENFALL SCARLETT SALICE (26), BAD LIPPSPRINGE / TODTMOOS, 2020

Ungelesener Beitrag von z3001x »

laeuferin hat geschrieben: Sonntag, 16. November 2025, 00:13:22 Ehrlich , das kann mir keiner sagen, dass so eine Spur sechs Monate später noch vorliegt. No way. Und dann sind zwischenzeitlich noch Verwandte dort gelaufen?!
Das hat doch mehr Hellseher Charakter dann.

Aber die von mehreren Hunden NICHT entdeckte Spur kurze Zeit nach ihrem Verschwinden zum Einstieg Schluchtensteig soll wiederum nicht relevant sein. Das soll mal einer verstehen.
Jo, so seh ich es auch. Ich glaub da hat der sehr lobenswerte Wunsch endlich eine Spur zu finden und den Eltern einen Anhaltspunkt zu geben, was mit ihrer Tochter geschah und wo das geschah, dazu geführt, dass die Hundeführerin und durch sie ihre Hunde alles taten, um endlich ein vermeintliches Licht ins Dunkel zu bringen. Die haben einfach gemerkt, heute müssen wir was liefern. Vermutung.
Aber es ist einfach zu weit außerhalb aller Zuverlässigkeit. Wahrscheinlich hat man sich auch gedacht, man lässt nichts unversucht, an sich ja auch löblich, aber man kann eben Trugspuren kreieren auf die Art, wenn auch gut gemeinte. Hätte man das K9-Team abgelehnt, weil zu spät, hätte es natürlich auch Kritik gegeben. Insofern nachvollziehbar, dass man so gehandelt hat.

Ich finde die Hundespuren hier generell einfach nicht brauchbar. Warum auch immer, die so zustande kamen wie es berichtet wird, wobei die Infos dazu ja mW auch nur "informell" sind. Gibt ja mW kein Statment der Pol WT oder FiB zu den Hundesuchen.
Speziell merkwürdig, dass nicht einmal die Spur vom Edeka zum Kurpark / Steinlabyrinth (bzw. dem Ort wo sie wirklich war, Steinlabyrinth ist ja nur eine Annahme) nachverfolgt werden konnte. Und da weiß man ja eigentlich, dass es die geben muss.
Und auch wenn sie nicht weit gekommen sein sollte, danach, sie kann im Kurpark selbst nicht in ein Auto gestiegen sein (weil da keine fahren (können)). Sie muss sich innerhalb von Todtmoos jedenfalls irgendwo hinbewegt haben. Vll zum exakt-offiziellen Beginn der E6 am Hotel Waldeck (also eine kurzer Rückweg), oder sie hat abgekürzt und ist hinterm Friedhof, den Pfad im Hang hoch auf die Schwarzenbacher, also direkt zur Reha. Aber jedenfalls wurde auch diese Spur, egal wo die verlief, nicht erkannt. Und irgendeine Spur muss es geben, sonst wäre sie im Kurpark weggeflogen. Aber das heißt eben nur, dass die Hunde ihre wahre Spur nicht wirklich aufgenommen haben.
Höchstens sie war gar nicht im Kurpark, sondern blieb direkt vor dem Edeka auf dem Parkplatz und stieg da in ein Auto. Das wäre zumindest die Erklärung für das ganze Hundespurschlamassel, und warum die alle nichts zu taugen scheinen. Aber man hat sich schon so an die Steinlabyrinth-Theorie gewöhnt, obwohl sie ja auf sehr wenig, bis gar keinem (gemeinhin bekannten) Hardfact gründet.
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Re: VERMISSTENFALL SCARLETT SALICE (26), BAD LIPPSPRINGE / TODTMOOS, 2020

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z3001x hat geschrieben: Sonntag, 16. November 2025, 21:27:07 Jo, so seh ich es auch. Ich glaub da hat der sehr lobenswerte Wunsch endlich eine Spur zu finden und den Eltern einen Anhaltspunkt zu geben, was mit ihrer Tochter geschah und wo das geschah, dazu geführt, dass die Hundeführerin und durch sie ihre Hunde alles taten, um endlich ein vermeintliches Licht ins Dunkel zu bringen. Die haben einfach gemerkt, heute müssen wir was liefern. Vermutung.
Aber es ist einfach zu weit außerhalb aller Zuverlässigkeit. Wahrscheinlich hat man sich auch gedacht, man lässt nichts unversucht, an sich ja auch löblich, aber man kann eben Trugspuren kreieren auf die Art, wenn auch gut gemeinte. Hätte man das K9-Team abgelehnt, weil zu spät, hätte es natürlich auch Kritik gegeben. Insofern nachvollziehbar, dass man so gehandelt hat.

Ich finde die Hundespuren hier generell einfach nicht brauchbar. Warum auch immer, die so zustande kamen wie es berichtet wird, wobei die Infos dazu ja mW auch nur "informell" sind. Gibt ja mW kein Statment der Pol WT oder FiB zu den Hundesuchen.
Speziell merkwürdig, dass nicht einmal die Spur vom Edeka zum Kurpark / Steinlabyrinth (bzw. dem Ort wo sie wirklich war, Steinlabyrinth ist ja nur eine Annahme) nachverfolgt werden konnte. Und da weiß man ja eigentlich, dass es die geben muss.
Und auch wenn sie nicht weit gekommen sein sollte, danach, sie kann im Kurpark selbst nicht in ein Auto gestiegen sein (weil da keine fahren (können)). Sie muss sich innerhalb von Todtmoos jedenfalls irgendwo hinbewegt haben. Vll zum exakt-offiziellen Beginn der E6 am Hotel Waldeck (also eine kurzer Rückweg), oder sie hat abgekürzt und ist hinterm Friedhof, den Pfad im Hang hoch auf die Schwarzenbacher, also direkt zur Reha. Aber jedenfalls wurde auch diese Spur, egal wo die verlief, nicht erkannt. Und irgendeine Spur muss es geben, sonst wäre sie im Kurpark weggeflogen. Aber das heißt eben nur, dass die Hunde ihre wahre Spur nicht wirklich aufgenommen haben.
Höchstens sie war gar nicht im Kurpark, sondern blieb direkt vor dem Edeka auf dem Parkplatz und stieg da in ein Auto. Das wäre zumindest die Erklärung für das ganze Hundespurschlamassel, und warum die alle nichts zu taugen scheinen. Aber man hat sich schon so an die Steinlabyrinth-Theorie gewöhnt, obwohl sie ja auf sehr wenig, bis gar keinem (gemeinhin bekannten) Hardfact gründet.
Das Handy war im Bereich des Steinlabyrinths eingeloggt, aber dies ist wohl keine sichere Ortsangabe sondern nur ein Bereich. Wie weit geht dieser Radius?
Mit Handy-Daten kenne ich mich Null aus.
War da nicht eine Aufnahme vom call mit Joey , die vermuten ließ, dass der Standort am Steinlabyrinth war?

Sie haette auch am Parkplatz bei der Touristinfo einsteigen können nach dem Telefonat.
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Re: VERMISSTENFALL SCARLETT SALICE (26), BAD LIPPSPRINGE / TODTMOOS, 2020

Ungelesener Beitrag von Jolu65 »

Das Naheliegende ist naheliegend.....
Wenn es keine Spuren, Zeugensichtungen oder Handyortungen nach Todtmoos gibt, dann wird ihre Wanderung dort zu Ende gegangen sein. Warum soll man das nicht annehmen, wenn alles daraufhindeutet.
Dann gibt es ja die Frage wohin ist sie verschwunden ist und ob das freiwillig geschah. Zeugen, die am hellichten Tag hätten etwas bemerken hätten können, gibt es nicht. Sowohl bei einem freiwilligen als auch unfrewilligen Verschwinden, ist es ratsam zur Spurenvermeidung das Handy auszuschalten - hilft nicht weiter.
Ich denke, dass aufgrund der Persönlichkeit von SS auch an ein freiwilliges Verschwinden gedacht werden könnte.
Was wahrscheinlicher ist, bleibt Abwägungssache.
Bekanntlich hat SS viele Kontakte geknüpft auf der Wanderung- ob vielleicht einer dieser Kontakte mit einem Verschwinden freiwillig oder unfreiwillig etwas zu tun hatte, würde ich vermuten. Eine eventuelle polizeiliche Ermittlungsarbeit sollte sich darauf konzentrieren. Das immer währende Absuchen von Gelände hat nichts und wird m.E. auch nichts bringen.
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