MORDFALL LIEBS -- Diskussion
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Gastq
Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Ich habe mal eine Frage, bei der mir ein Ur-Paderborner weiterhelfen könnte. Wann hat der Red Club auf der Mühlenstraße entgültig zugemacht? Im Jahr 2007 war dort schon ein neuer Club drin. Ich versuche eine Erinnerung von jemandem zeitlich einzuordnen. Hat nur indirekt etwas mit dem Fall zu tun aber vermutlich mit einer Person aus dem letzten Stawski Podcast. Evtl. kann Bastian dazu ja etwas sagen?
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StaffBro
Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Ja wenn doch alles nur so einfach wäre... MMn. allerdings ziemlich platt und eher tendenziös konstruiert.HP1 hat geschrieben: ↑Montag, 16. Juni 2025, 13:45:58 Ich meine, am Dienstag wurde ihr definitiv nicht vorgegeben, was sie genau sagen soll (wäre bei Länge und Verlauf des Gesprächs gar nicht möglich gewesen), am Dienstag verliert sie mehrfach mehr oder weniger die Fassung, antwortet affektiv statt kontrolliert, und dennoch keine Preisgabe zu ihrer Situation außer dem "ja, nein, nein" (Ausrutscher, sofort korrigiert) und dem "ich lebe noch" (mMn eine spontan affektive Antwort auf "wir räumen auch dein Zimmer" - gemeint als "wir lassen dich in Ruhe", von ihr in ihrer mentalen Derangiertheit in Korrelation zu ihrer tatsächlichen Lage missverstanden als "wir räumen dein Zimmer leer").
Eine "nette" und oberflächliche Interpretation eines Satzes, den es so, allerdings nie gegeben hat!
Richtig lautet die betreffende Kommunikationspassage übrigens:
Karen:
"Wir räumen auch die Wohnung, und keiner fragt dich,
was passiert ist. Komm doch wieder."
Frauke
"Das geht nicht, ich lebe noch!"
Und da würde ich tatsächlich gänzlich anders analysieren und interpretieren. Nämlich so, dass sich Fraukes erster Teil der Antwort, "Das geht nicht" eben auf Karens Aufforderung und Wunsch "Komm doch wieder" bezog und auch das daran angefügte "ich lebe noch" sich ebenfalls einzig und allein auf Karens Wunsch "Komm doch wieder" bezogen hat.
Eine Antwort und zugleich vielsagendes Statement, einer Intelligenten Frauke!
Karens Satz "Wir räumen auch die Wohnung" wird Frauke jedenfalls schon genau so verstanden haben, wie dieser von ihrer Schwester auch gemeint war. Weshalb selbigen zu kommentieren oder darauf einzugehen, an dieser Stelle für Frauke offensichtlich nicht so wichtig erschien, wie es ihr bei Ihrer Antwort auf Karens Frage "Komm doch wieder", der Fall war.
Interessanterweise kommt Frauke allerdings bei der darauffolgenden Frage von Karen, indirekt und unaufgefordert wieder darauf zurück und weiß damit abermals einen weiteren Hinweis auf Ihre Situation preiszugeben:
Karen:
"Bist du mit einer oder mehreren Personen zusammen?"
Frauke
"Bitte frag mich nicht. Ich würde gerne bei euch sein. Ich
würde gerne nach Hause."
Es gibt in @HP1 Beitrag zwar vieles wo ich unwidersprochen mitgehen würde, allerdings aber auch ebenso viele Punkte, die ich gänzlich anders und sehr viel differenzierter betrachte. Dies also lediglich von mir hier beispielhaft und exemplarisch "herausgepickt" um auch mal einer gegensätzlichen Betrachtungsweise Raum zu geben.
Wie schnell sich sowas doch verselbständigt..Trodat5203 hat geschrieben: ↑Montag, 16. Juni 2025, 22:07:16 Schwester Karen sagt zwar, dass das letzte Telefonat für sie wie ein Abschied klang aber sagte in diesem Gespräch: "Komm doch nach Hause, wir räumen auch dein Zimmer und keiner fragt dich was passiert ist".
Wenn man doch schon Zitate in Anführungszeichen setzt, dann bitte -der Sorgfalt halber- echte Zitate im originalem Wortlaut verwenden!
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Owler
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Ja schwierig ich finde nur folgendesGastq hat geschrieben: ↑Montag, 16. Juni 2025, 23:10:04 Ich habe mal eine Frage, bei der mir ein Ur-Paderborner weiterhelfen könnte. Wann hat der Red Club auf der Mühlenstraße entgültig zugemacht? Im Jahr 2007 war dort schon ein neuer Club drin. Ich versuche eine Erinnerung von jemandem zeitlich einzuordnen. Hat nur indirekt etwas mit dem Fall zu tun aber vermutlich mit einer Person aus dem letzten Stawski Podcast. Evtl. kann Bastian dazu ja etwas sagen?
„ Im April 2007 baute Nicolas Schiffer die leer stehende Disco mit viel Eigenarbeit und der Hilfe zahlreicher Freunde zum »Cube« um“
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Morph
Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Mal in die Position eines Täters reinversetzt, dem das Ganze wirklich entglitten ist und das Ganze geschehen lässt, um Familie und EB von keinem Fremdverschulden zu überzeugen, ergo Einstellen der anfänglichen Maßnahmen, in etwa so wie der eine „Gast“ es schilderte:
Was müsste passieren, damit ihr als Täter zu 100% überzeugt seid, dass das Opfer von dem ganzen Geschehen nichts erzählt, zur Polizei geht etc. ?
Ich glaube das war am Ende die mentale Hürde, er oder sie konnte sich dessen nie wirklich sicher sein, weshalb es das tragische Ende geben musste.
Was müsste passieren, damit ihr als Täter zu 100% überzeugt seid, dass das Opfer von dem ganzen Geschehen nichts erzählt, zur Polizei geht etc. ?
Ich glaube das war am Ende die mentale Hürde, er oder sie konnte sich dessen nie wirklich sicher sein, weshalb es das tragische Ende geben musste.
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Trodat5203
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Hast du Recht. Danke für die Korrektur. Spielt für mich aber auch keine wesentliche Rolle, ob sie Zimmer oder Wohnung sagte, denn an dieser Stelle gehe ich voll mit dir mit. Ich interpretiere das ebenso, dass sich sowohl das "Das geht nicht" als auch das "ich lebe noch" auf die Bitte von Karen nach Hause zu kommen bezog. Das "ICH LEBE NOCH" sollte mMn zudem aufzeigen, dass sie sich in einer lebensbedrohlichen Lage befindet und fürchtet nicht mehr lebend nach Hause zu kommen.StaffBro hat geschrieben: ↑Dienstag, 17. Juni 2025, 00:58:21
Wie schnell sich sowas doch verselbständigt..
Wenn man doch schon Zitate in Anführungszeichen setzt, dann bitte -der Sorgfalt halber- echte Zitate im originalem Wortlaut verwenden!
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HHmoin
Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Und das mit den Dreiecken hab ihr euch angeschaut?
Es gibt ja auch Liebesdreiecke meistens ist in solchen Konstellationen mind. eine Person eifersüchtig.
Ich überlege ob es ein Reinigungsritual gegeben hat um die Seele zu säubern..
Es gibt ja auch Liebesdreiecke meistens ist in solchen Konstellationen mind. eine Person eifersüchtig.
Ich überlege ob es ein Reinigungsritual gegeben hat um die Seele zu säubern..
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Avi
Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Ich denke vielleicht ist an dem Abend irgendetwas passiert, was er so nicht wollte, hat sie vergewaltigt oder er versucht. Oder sie aus welchen Gründen auch immer geschlagen, vielleicht hatte sie ein blaues Auge oder sonst was, dass er sie erst nicht gehen lassen konnte.Morph hat geschrieben: ↑Dienstag, 17. Juni 2025, 13:09:16 Mal in die Position eines Täters reinversetzt, dem das Ganze wirklich entglitten ist und das Ganze geschehen lässt, um Familie und EB von keinem Fremdverschulden zu überzeugen, ergo Einstellen der anfänglichen Maßnahmen, in etwa so wie der eine „Gast“ es schilderte:
Was müsste passieren, damit ihr als Täter zu 100% überzeugt seid, dass das Opfer von dem ganzen Geschehen nichts erzählt, zur Polizei geht etc. ?
Ich glaube das war am Ende die mentale Hürde, er oder sie konnte sich dessen nie wirklich sicher sein, weshalb es das tragische Ende geben musste.
Wahrscheinlich hat er ihr nicht geglaubt , dass sie nichts sagt und dann doch so entschieden.
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Es gab keinerlei Entwarnung in den Medien. Am Tag nach dem 1. Anruf informierte die Polizei die Presse über diesen Anruf und erklärte, die Ermittlungen fortzusetzen.Shadow hat geschrieben: ↑Montag, 16. Juni 2025, 11:42:32
[...]
Faktor 1 / Der erste Telefonanruf:
da sind wir uns fast alle einig , galt zur Beruhigung der Polizei.
Durch Öffentliche Zeitungsartikel gab es Entwarnung-
Nach dem 1. Anruf hätte er einfach abtauchen können , um alle Zeit der Welt zu haben.
[...]
In der "Neuen Westfälischen" vom 24.6.2006 (Printausgabe, die also schon am Freitagabend, den 23.6.2006 gedruckt wurde) war unter der Überschrift "Vermißte 21-Jährige meldet sich" zu lesen:
"Am Donnerstagabend hat sich die seit Dienstagabend
vermisste 21-jährige Frauke Liebs aus Paderborn per Handy bei einem
Bekannten gemeldet.
Befürchtungen der Angehörigen, der Vermissten könnte etwas zugestoßen
sein, hätten sich damit nicht bestätigt, sagte Polizeisprecher Michael
Biermann. Der Aufenthaltsort der jungen Frau sei allerdings auch weiterhin
unbekannt.
Auch blieben die Gründe des Verschwindens der als zuverlässig geltenden
Auszubildenden vorerst ungewiss. Da der plötzliche Kontaktabbruch zu
Angehörigen und Bekannten bislang nicht erklärt werden könne, werde weiter
in alle Richtungen ermittelt, um die Umstände aufzuklären, sagte Biermann."
Weitere Informationen in den Medien über den Stand der polizeilichen Ermittlungen gab es in den Tagen von Fraukes Entführung nicht.
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
HP1 hat geschrieben: ↑Montag, 16. Juni 2025, 13:45:58
[...]
Der "Elefant im Raum" ist doch das Warum. Klar kann Frauke einfach nur ihre Heimkehr ankündigen (wiederholt, ohne dass dies tatsächlich stattfindet...), aber die eigentliche Frage, die das Umfeld 24/7 beschäftigt (so lange sie tatsächlich nicht zurückgekommen ist) und deren Beantwortung einzig geeignet wäre, hier zu beruhigen, ist das Warum.
Ein Täter mit Kontrolle darüber, was Frauke sagt, der hätte sie doch garantiert irgendeine Erklärung abgeben lassen. Nicht detailliert (und wohl schnell als BS identifizierbar), sondern irgendwas mit "Auszeit, Pause, jemand von früher getroffen, was Großes dazwischen gekommen", wie auch immer. Auch wenn das Umfeld dann tatsächlich genauso schlau wäre wie vorher, wäre der implizit oder explizit allgegenwärtigen Frage an Frauke "Warum" Genüge getan und die Perspektive eröffnet, dass sich letztendlich schon alles aufklären würde. Egal wie unbestimmt und dünn, es wäre beruhigender als die Frage wieder und wieder unbeantwortet zu lassen, während ein ums andere Mal die angekündigte Heimkehr nicht stattfindet. Aus Tätersicht erscheint mir das unmittelbar nahe liegend, dafür braucht es keinerlei besondere Überlegung oder Erkenntnisse. Die irritierende Leere des unbeantworteten "Warum" ist doch überpräsent, ohne dass man da viel überlegen muss.
[...]
Welche Erklärung wäre denn wirklich glaubwürdig gewesen? Eine Behauptung Fraukes, sie habe sich am späten Abend auf ihrem Nachhauseweg spontan entschlossen, eine "Auszeit" zu nehmen (und sei dann abgetaucht, ohne sich noch eben in ihrer Wohnung Zahnbürste, Nacht- und Unterwäsche, Wechselkleidung etc. zu holen), wäre nach meiner Ansicht jedenfalls völlig unglaubwürdig gewesen.
Ich sehe nicht, dass der Täter Frauke eine überzeugende Erklärung hätte geben lassen können. Jeder Versuch, ihr Verschwinden durch detaillierte Angaben zu begründen, hätte nach meiner Ansicht für den Täter die potentielle Gefahr bedeutet, gerade dadurch umso größeren Argwohn zu erregen und den Verdacht eher zu bestätigen, dass Frauke nicht freiwillig fernblieb. Ein Täter, der Frauke nicht nahe stand, hätte doch die Glaubwürdigkeit einer „Erklärung“ nicht zuverlässig einschätzen können. (Und einen Frauke nahe stehenden Täter schließe ich nach dem Scheitern der Mordermittlungen unter Östermann aus.)
Ich sehe auch nicht, dass bei allen Anrufen das „Warum“ im Vordergrund stand.
Bei dem ersten Anruf wirkte Frauke sehr benommen und ihre Stimme klang verwaschen – je weniger sie sagte, desto besser unter diesen Umständen. Aber das Wenige, das sie Chris mitteilte, enthielt durchaus das, was die Familie einigermaßen hätte beruhigen können.
Nach Chris' Gedächtnisprotokoll sagte Frauke beim 1.Anruf:
„Hallo Christos, ich wollte sagen, dass es mir gut geht und dass ich bald nach Hause komme. Sage Mama und Papa und den anderen Bescheid."
Von dem „Christos“ (dessen Bedeutung der Täter nach meiner Vermutung zu diesem Zeitpunkt nicht verstand) abgesehen, war weniger das, was Frauke sagte oder nicht sagte, beunruhigend, sondern wie sie es sagte – benommen und mit verwaschener Stimme. Aber darauf hatte der Täter offenbar keinen Einfluss – jedenfalls nicht kurzfristig.
Beim zweiten Gespräch am Samstag, das sie mit ihrem Bruder führte und bei dem sie normal klang, war der Grund ihres Verschwindens zweitrangig angesichts ihrer Ankündigung, noch „heute“ nach Hause zu kommen.
Frank: „Frauke, was machst Du, wann kommst Du nach Hause?"
Frauke: „Ich komme heute nach Hause, auch nicht zu spät. Ich bin in Paderborn, frag nicht, ich komme nach Hause."
Frank: „Wo bist Du denn?"
Frauke: „Kann ich nicht sagen."
Interessant finde ich hier, dass Frauke erklärt, in Paderborn zu sein. Auch in dem Gespräch mit Chris am Samstag, in dem sie ihre Versicherung wiederholt, „heute“ nach Hause zu kommen, betont sie (laut Gesprächsprotokoll) sogar dreimal, in Paderborn zu sein.
Das dreimalige „Ich bin in Paderborn“ legt nach meiner Auffassung die Vermutung sehr nahe, dass dem Täter diese Behauptung sehr wichtig war. Nach meiner Meinung gäbe es dafür einen plausiblen Grund: Wenn der Täter mit der Aussicht auf Fraukes baldige Heimkehr Sorgen beschwichtigen wollte, konnte dieser Effekt durch die „Tatsache“, wieder in Paderborn, also (nach dem Aufenthalt in Nieheim) schon fast zu Hause zu sein, verstärkt werden.
Aber obgleich zuerst Fraukes Ankündigung, „heute“ nach Hause zu kommen, bei ihrer Familie und ihren Freunden für immense Erleichterung sorgte, nahmen mit der Enttäuschung Angst und Verzweiflung bei ihnen wieder zu.
Aber hier stellt sich nach meiner Ansicht die Frage: Worum ging es dem Täter denn bei den Anrufen? Wollte er Fraukes Familie und Chris beruhigen – oder nicht vor allem die Polizei von ihrem Verdacht auf ein Verbrechen abbringen?
Die erste Reaktion von Frauke nach der 1. SMS aus Nieheim, die gegen 1 h in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch geschrieben, kam am späteren Donnerstagabend – wenige Stunden, nachdem die Polizei öffentlich erklärt hatte, Ermittlungen aufgenommen zu haben.
Und im Unterschied zu Fraukes Familie und Chris gelang es dem Täter bei der Polizei, sie mit den ersten Anrufen von einem freiwilligen Verschwinden Fraukes zu überzeugen. Das war für den Täter entscheidend – nicht die Angst der Angehörigen, die ohne Unterstützung der Polizei hilflos waren.
Nach meiner Überzeugung ist es sehr wichtig, die Anrufe in ihrer Wirkung auf die Polizei zu sehen. Von diesen Reaktionen der Polizei war allerdings in den Medien nichts zu erfahren.
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Hamburger
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Eine Entführung bzw. Freiheitsberaubung ist ein Schwerverbrechen. Die Art, wie das Opfer behandelt wurde, hat zwar Einfluss auf das Gerichtsurteil, aber eine "halbwegs gute" Behandlung reicht keineswegs aus, um den Täter glimpflich davon kommen zu lassen. Zudem kann es, glaube ich, keinen Zweifel daran geben, dass es für Frauke qualvoll gewesen sein muss, dem Täter tage- und nächtelang völlig hilflos ausgeliefert zu sein - auch wenn ihr Vergewaltigungen und andere Torturen erspart blieben.HP1 hat geschrieben: ↑Montag, 16. Juni 2025, 17:27:42
Ein Täter, der Frauke halbwegs gut behandelt und wo ihre Freilassung tatsächlich eine echte Option oder gar anfangs der Plan ist, der hätte doch eher eine geringere Hemmschwelle das (tatsächliche oder gefühlte) Entdeckungsrisiko der Anruffahrten wiederholt einzugehen, oder nicht?
Welchen einleuchtenderen Grund gäbe es, täglich aufs Neue zum Anrufen aufzubrechen, wo Frauke dann ihre baldige Heimkehr ankündigt, als wenn diese Heimkehr tatsächlich vorgesehen ist und man bzgl. der Anrufe/Inhalte gar nicht über den nächsten Tag hinaus überlegen müsste? Andernfalls könnte man sie doch einfach sagen lassen "ich meld mich in ein paar Tagen wieder" und das Auto übers Wochenende in der Garage lassen, oder?
Mit Blick auf die Reaktionen der Polizei hat es sich jedenfalls für den Täter gelohnt, in den ersten Tagen der Anrufe das Auto nicht in der Garage zu lassen.
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Hast No
Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
@HP1
… schon mal bei Deinen ganzen schlauen Ergüssen hier darüber nachgedacht, welche Implikationen es gehabt haben könnte, wenn der Entführer kein oder nur schlechtes Deutsch sprach bzw. verstand?
Und vielleicht erst später, im Anschluss, über einen „Rückkanal“ erfahren hat, was Frauke genau in den Telefonaten gesagt hat?
Oder wenn der Entführer ein dumber Trottel war, der nur eins kannte zur Durchsetzung seiner Triebe: Gewaltanwendung - so ein bekloppter Hirni ähnlich dem primitiven Pünktchenmann: Nicht f…. wollen, dann gibts halt eins in die Fresse?
Und: Was hier immer wieder - auch von Dir - ausgeblendet wird: Die Anrufe könnten auf Initiative von Frauke selbst entstanden sein. Sie hat den Entführer so lange bequascht, bis der sie hat telefonieren lassen.
Und wenn der Entführer geistig minderbemittelt war - so wie der Pünktchenmann - hat vielleicht sogar Frauke selbst den Hinweis in die Gespräche eingebaut, dass sie bald zurückkommt. So eine Art „make-belief“ würden die Amis sagen, um den Entführer in diese Richtung zu bewegen, sie wieder frei zu lassen.
… schon mal bei Deinen ganzen schlauen Ergüssen hier darüber nachgedacht, welche Implikationen es gehabt haben könnte, wenn der Entführer kein oder nur schlechtes Deutsch sprach bzw. verstand?
Und vielleicht erst später, im Anschluss, über einen „Rückkanal“ erfahren hat, was Frauke genau in den Telefonaten gesagt hat?
Oder wenn der Entführer ein dumber Trottel war, der nur eins kannte zur Durchsetzung seiner Triebe: Gewaltanwendung - so ein bekloppter Hirni ähnlich dem primitiven Pünktchenmann: Nicht f…. wollen, dann gibts halt eins in die Fresse?
Und: Was hier immer wieder - auch von Dir - ausgeblendet wird: Die Anrufe könnten auf Initiative von Frauke selbst entstanden sein. Sie hat den Entführer so lange bequascht, bis der sie hat telefonieren lassen.
Und wenn der Entführer geistig minderbemittelt war - so wie der Pünktchenmann - hat vielleicht sogar Frauke selbst den Hinweis in die Gespräche eingebaut, dass sie bald zurückkommt. So eine Art „make-belief“ würden die Amis sagen, um den Entführer in diese Richtung zu bewegen, sie wieder frei zu lassen.
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Bastian
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Geschlossen wurde der Red Club wegen eines Brandes oder Wasserschaden. Erinnere mich nicht mehr genau. Das war 2006 oder 2007.Gastq hat geschrieben: ↑Montag, 16. Juni 2025, 23:10:04 Ich habe mal eine Frage, bei der mir ein Ur-Paderborner weiterhelfen könnte. Wann hat der Red Club auf der Mühlenstraße entgültig zugemacht? Im Jahr 2007 war dort schon ein neuer Club drin. Ich versuche eine Erinnerung von jemandem zeitlich einzuordnen. Hat nur indirekt etwas mit dem Fall zu tun aber vermutlich mit einer Person aus dem letzten Stawski Podcast. Evtl. kann Bastian dazu ja etwas sagen?
Hab hier eine Facebook Gruppe gefunden die eventuell weiterhelfen könnte:
https://www.facebook.com/groups/1425477 ... cale=de_DE
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Gastq
Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Vielen Dank für die Antwort. Ich vermute es war 2005 oder 2006. Wenn ich den Monat rausbekommen könnte wäre das hilfreich. Ich höre mich mal weiter um. Danke aber trotzdem.
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Fragjanur
Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Da ich davon ausgehe, dass ihr der Täter bekannt und sämtliche Geschehen in der Woche ihres Verschwindens und die laufenden Aktionen, also ob Ermittlungen stattfinden und wie die Familie, Chris und Co. vorgeht bekannt war, dass er sie genau damit bedroht hat.Morph hat geschrieben: ↑Dienstag, 17. Juni 2025, 13:09:16
Was müsste passieren, damit ihr als Täter zu 100% überzeugt seid, dass das Opfer von dem ganzen Geschehen nichts erzählt, zur Polizei geht etc. ?
Ein Foto der Eltern beim Verlassen der Wohnung, Foto von Chris oder so, mit der Androhung ihnen etwas anzutun. So, wie er sie in seiner Gewalt hatte. Lediglich das würde ich als Möglichkeit betrachten, dass sie bis zum letzten Atemzug seinen Namen nicht preisgab.
Irgendwie hörten die Anrufe auf, als ein Diktiergerät besorgt werden sollte. Ewig hätte er dieses Anruf/SMS Katz und Maus Spiel nicht führen können.
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Avi
Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Ich wohne in NRW es ist stockhell hier grad... fahre grad hier entlang... ich denke die Anrufe waren so spät wegen der Abenddämmerung ich denke nicht wegen einer Schichtarbeit. Einfach weil es dann dunkel wurde am Samstag gab es etwas warum es nicht später ging...
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NinJa
Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Vielen Dank @HP1,
(wollte jetzt nicht deinen ganzen Text hier nochmal einstellen)
sehr schön deine, mal wieder, deine durchaus logischen Schlussfolgerungen hier zu lesen, hattestn dich ja schon länger nicht mehr hier so ausführlich gemeldet!
Deine Theorie erklärt tatsächlich einiges, auch wenn sie zu einem guten Teil auf der Gesprächsführung basiert, die wir ja leider nicht 1 zu 1 vorliegen haben und wir uns nur auf die nachträglichen Schilderungen von Chris, Frank und Karen verlassen müssen.
Habe mir jetzt den Teil aus deiner Antwort herausgepickt den ich zur Stützung/Ergänzung von @HP1 heranziehen möchte.
Das würde ja auch zu Frau Liebs Einschätzung passen da sei etwas aus dem Ruder gelaufen. Va die Ergänzung (Fettdruck von mir) stützt mE diese These.
(wollte jetzt nicht deinen ganzen Text hier nochmal einstellen)
sehr schön deine, mal wieder, deine durchaus logischen Schlussfolgerungen hier zu lesen, hattestn dich ja schon länger nicht mehr hier so ausführlich gemeldet!
Deine Theorie erklärt tatsächlich einiges, auch wenn sie zu einem guten Teil auf der Gesprächsführung basiert, die wir ja leider nicht 1 zu 1 vorliegen haben und wir uns nur auf die nachträglichen Schilderungen von Chris, Frank und Karen verlassen müssen.
@Trodat5203Trodat5203 hat geschrieben: ↑Montag, 16. Juni 2025, 15:24:26 @HP1
...
Was kann das bedeuten? Gab es vllt doch 2 Täter mit unterschiedlicher "Strenge", die Frauke telefonieren ließen, was ihre unterschiedlichen Verfassungen und die variierende "Gesprächigkeit" erklärt? Einen Täter der nachsichtiger oder gütiger mit ihr war? Bzw. einen Täter, der kein Motiv ihr gegenüber hatte, sondern dem anderen Täter half und letztlich mit einer Tötung einverstanden war, da er sich mit strafbar gemacht hatte?
Oder aber war der Täter jemand, der ordentlich nen Nagel im Kopp hat und dachte, er könne sich eine Frau beschaffen, sie besitzen und sie davon überzeugen freiwillig bei ihm zu bleiben und ihn zu lieben und diese Utopie wurde zerstört als Frauke bejahte, dass sie festgehalten wird? Sie revidierte zwar mit einem "Nein, nein" aber im Nachhinein könnte den Täter das vllt doch aus dem Konzept gebracht haben und dazu kommt dann noch das am Ende erwähnte: " Ich wäre jetzt gerne bei euch, ich würde gerne nach Hause." Das schmeckt so einem Freak bestimmt nicht, der erwartet, dass Frauke nur bei ihm sein will.
....
Habe mir jetzt den Teil aus deiner Antwort herausgepickt den ich zur Stützung/Ergänzung von @HP1 heranziehen möchte.
Das würde ja auch zu Frau Liebs Einschätzung passen da sei etwas aus dem Ruder gelaufen. Va die Ergänzung (Fettdruck von mir) stützt mE diese These.
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NinJa
Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Irgendwie fällt es mir ja schwer an die 2 Täter Theorie zu glauben, aber einfach nur weil ich es mir selbst nicht vorstellen kann dass sich 2 Menschen finden die sich für soetwas absprechen. Aber klar, sowas ist ja nun auch schon des öfteren vorgekommen, fällt mir wie gesagt schwer, ist aber mein perönliches Ding.Trodat5203 hat geschrieben: ↑Montag, 16. Juni 2025, 15:24:26 @HP1
...
Was kann das bedeuten? Gab es vllt doch 2 Täter mit unterschiedlicher "Strenge", die Frauke telefonieren ließen, was ihre unterschiedlichen Verfassungen und die variierende "Gesprächigkeit" erklärt? Einen Täter der nachsichtiger oder gütiger mit ihr war? Bzw. einen Täter, der kein Motiv ihr gegenüber hatte, sondern dem anderen Täter half und letztlich mit einer Tötung einverstanden war, da er sich mit strafbar gemacht hatte?
...
Aber möglich, vA wie du es schilderst.
Ob die Tötung durch zumindest einem von beiden notwendig erschien ist dabei erstmal egal. Aberr so könnte es sich auch abgespielt haben.
Da ja bekanntermassen an F`s Überresten kein Hinweis auf Gewalt (mehr) gefunden werden konnte neige auch ich zu der Möglichkeit den Tod als "Unfall" zu interpretieren. Oder unterlassene Hilfeleistung, dehydrierung, verhungern etc.
Der fehlende Zahn ist zwar nicht geklärt, aber bei einem Schlag ins Gesicht wäre der Unter- durch den Oberkiefer geschützt. Und selbst im OK würde ein Zahn eher abbrechen als komplett ausfallen (eigene Erfahrung)
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Hamburger
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Das vermute ich auch. @MauriceMüller hatte hier mal eine interessante Überlegung vorgestellt.Avi hat geschrieben: ↑Mittwoch, 18. Juni 2025, 21:54:12 Ich wohne in NRW es ist stockhell hier grad... fahre grad hier entlang... ich denke die Anrufe waren so spät wegen der Abenddämmerung ich denke nicht wegen einer Schichtarbeit. Einfach weil es dann dunkel wurde am Samstag gab es etwas warum es nicht später ging...
Er hatte sich angesehen, wann an den Tagen der Anrufe in der Paderborner Gegend die Abenddämmerung begann, und dann, ausgehend von der Hypothese, dass der Täter erst bei Beginn der Dunkelheit mit Frauke losfuhr, den Radius bestimmt, innerhalb dessen Fraukes Festhalteort liegen müsste.
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
@AviHamburger hat geschrieben: ↑Freitag, 20. Juni 2025, 00:16:31 Das vermute ich auch. @MauriceMüller hatte hier mal eine interessante Überlegung vorgestellt.
Er hatte sich angesehen, wann an den Tagen der Anrufe in der Paderborner Gegend die Abenddämmerung begann, und dann, ausgehend von der Hypothese, dass der Täter erst bei Beginn der Dunkelheit mit Frauke losfuhr, den Radius bestimmt, innerhalb dessen Fraukes Festhalteort liegen müsste.
@Hamburger
Ja, man kann sich in diesen Tagen noch mal in Erinnerung rufen, wie "hell" es zu den Zeitpunkten einiger Anrufe noch gewesen ist.
(in Paderborn und beispielsweise Hamburg müsste es recht ähnlich aussehen)
Zwei davon, der erste am Donnerstag und der am Sonntag, waren jeweils gegen halb elf.
Also noch nicht (stock-)dunkel.
Und wenn man von Nieheim als Festhalteort ausgeht, hätte es ja einen 30 bis 40 minütigen Anfahrtsweg gegeben, so dass man im Hellen losgefahren sein müsste.
Auch der Samstag zeigt, dass die Dämmerung/Dunkelheit für den Täter eine untergeordnete Rolle gespielt hat.
Auffällig finde ich die circa halbstündigen Unterschiede in den Anrufzeiten.
Und das sie zeitlich mehrheitlich statt fanden, an den Frauke am Dienstag zu Hause erwartet wurde.
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MauriceMüller
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Heute, am 20. Juni, jährt sich erneut das Verschwinden von Frauke Liebs. Auch nach all den Jahren bleibt der Fall ungeklärt und bewegt viele Menschen weiterhin. Ich persönlich möchte die Hoffnung auf Klärung noch nicht aufgeben.
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