MORDFALL LIEBS -- Diskussion
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StaffBro
Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
"Doch nun erinnert sie sich daran, dass Frauke kurz vor ihrem Verschwinden von einem neuen Bekannten erzählte. Von jemandem, der an Autos schraubte und der in Nieheim, östlich von Paderborn, eine Werkstatt besaß."
Das fällt Frau Liebs also 10 Jahre später wieder ein, als Dominik Stawski sie zu dem Höxter Horror-Pärchen befragt. Hmm..
Da frage ich mich doch direkt, wie das sein kann, wenn doch schon am Abend von Fraukes Verschwinden (oder im Restaurant) Nieheim ein Thema gewesen sein soll und darüber hinaus ja auch äußerst zeitnah (durch die erste SMS) ja bekannt wurde, dass Nieheim eine Rolle spielt..
Warum stammt diese Information also aus 2016 und nicht aus 2006?
Das fällt Frau Liebs also 10 Jahre später wieder ein, als Dominik Stawski sie zu dem Höxter Horror-Pärchen befragt. Hmm..
Da frage ich mich doch direkt, wie das sein kann, wenn doch schon am Abend von Fraukes Verschwinden (oder im Restaurant) Nieheim ein Thema gewesen sein soll und darüber hinaus ja auch äußerst zeitnah (durch die erste SMS) ja bekannt wurde, dass Nieheim eine Rolle spielt..
Warum stammt diese Information also aus 2016 und nicht aus 2006?
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Wiesenblume
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
@ StaffBro lies Dir bitte einmal die Seite 1043 hier im HET durch. Da wird eindeutig von Iven bestätigt, dass Trodats Aussage richtig ist. Frauke Liebs hat am Tag ihres Verschwindens nach Nieheim gefragt. Gastq, der wohl jetzt völlig woanders lebt, aber damals wohl Student in Paderborn war, hat hier auch geäußert, dass er es damals so gehört hat. Und er war hier einer der wenigen, die direkt mitbekamen, dass ein Mitstudent ihm erzählte, dass von einem Freund die Bekannte verschwunden sei. Das klingt erst mal, als wäre das um sehr viele Ecken. Aber so viele Ecken sind das nicht, wenn man es direkt in der UNI erfährt. ---Iven gibt auch an, dass es genau so war.--Trodat ging es genau um diesen Tag.--Ich hoffe, das wäre geklärt. Dieses Wort : Zuordnen - Was bedeutet es im kriminalistischen Sinn ganz genau ? Es wird von Östermann im Hinblick auf das gefundene Kreuz verwendet und von Iven auf den/die bei Fraukes Leiche aufgefundenen Gegenstand/e im Hinblick auf den Täter.
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DSC
Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Vielleicht verstehe ich deine Frage falsch, wenn dann Sorry dafür. Die Information stammt nicht aus 2016 nur weil sie 2016 in der Presse war, wie gesagt es gab 2007 Durchsuchungen von Werkstätten in Paderborn und auch in Nieheim, dass hängt definitiv mit dem Hinweis zum Schrauber zusammenStaffBro hat geschrieben: ↑Donnerstag, 12. Dezember 2024, 15:14:25 "Doch nun erinnert sie sich daran, dass Frauke kurz vor ihrem Verschwinden von einem neuen Bekannten erzählte. Von jemandem, der an Autos schraubte und der in Nieheim, östlich von Paderborn, eine Werkstatt besaß."
Das fällt Frau Liebs also 10 Jahre später wieder ein, als Dominik Stawski sie zu dem Höxter Horror-Pärchen befragt. Hmm..
Da frage ich mich doch direkt, wie das sein kann, wenn doch schon am Abend von Fraukes Verschwinden (oder im Restaurant) Nieheim ein Thema gewesen sein soll und darüber hinaus ja auch äußerst zeitnah (durch die erste SMS) ja bekannt wurde, dass Nieheim eine Rolle spielt..
Warum stammt diese Information also aus 2016 und nicht aus 2006?
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Trodat5203
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Natürlich hatte die Polizei die Info damals schon, dass Frauke von einem Schrauber in Nieheim erzählt hatte. Daraufhin wurde ja auch ein Schrauber aus Nieheim gründlich überprüft und sicher als Täter ausgeschlossen. Und einige Stunden vor ihrem Verschwinden ist eben auch "kurz" vor ihrem Verschwinden. Darin liegt doch kein Widerspruch. Und was die Medien teils aus gesprochenen Sätzen machen, das sollte wohl auch jedem klar sein.
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Mem
Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Hallo zusammen! Bisher habe ich nur mitgelesen, möchte aber aufgrund von der Frage von @Iven gern eine Idee bez. des Gegenstandes einbringen. Im Laufe der Jahre spielt durch die vielen Zufälle und Ungereimtheiten im Fall die Überlegung einer gewissen Inszenierung/Planung der Tat eine Rolle. Auch das Thema Geocaching wurde u.a. mehrfach erwähnt. Könnte es sich bei dem Gegenstand am Fundort um eine Geobox handeln? (Größe könnte doch passen) Oder ein Kompass (graviert?)
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Wiesenblume
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
10 Jahre Bilster Berg --"2023 ist ein besonderes Jahr für den BILSTER BERG . Denn vor 10 Jahren ,am 1. Juni 2013, wurde der BILSTER BERG nach einer fast siebenjährigen Planungs- und Bauzeit von knapp 20 Monaten offiziell eröffnet.Die erste neue Rundstrecke im Westen Deutschlands seit über 80 Jahren. In diesen 10 Jahren hat sich BILSTER BERG in Europa als Test- und Präsentationstrecke etabliert und entwickelt." Die Planungsphase beginnt also ungefähr 2006 für den Bilster Berg. Wer waren die Befürworter ? Wer die Gegner des neuen Projekts ? Ich will hier keinesfalls behaupten, dass die Entwicklung dieser Rennstrecke etwas mit Fraukes Tod zu tun hat. Die Planung beginnt nur zeitgleich. Und der Bilster Berg liegt in der Funkzelle Nieheim.
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reim_partei
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Letztendlich ist aber die Frage noch nicht beantwortet, ob es sich bei dem einen Schrauber, wo man 2007 durchsucht hatte, um "den" Schrauber handelte, den FL angab, kennengelernt zu haben. Sonst wäre Frau Liebs damals um 2016 herum in den Medien so nicht aufgetreten. Wenn man irgendwie sicher war, 2007 bei dem Richtigen gewesen zu sein, wäre das Thema - sicher auch nach Rücksprache mit den Ermittlern - abgehakt.Trodat5203 hat geschrieben: ↑Donnerstag, 12. Dezember 2024, 17:18:36 Natürlich hatte die Polizei die Info damals schon, dass Frauke von einem Schrauber in Nieheim erzählt hatte. Daraufhin wurde ja auch ein Schrauber aus Nieheim gründlich überprüft und sicher als Täter ausgeschlossen. Und einige Stunden vor ihrem Verschwinden ist eben auch "kurz" vor ihrem Verschwinden. Darin liegt doch kein Widerspruch. Und was die Medien teils aus gesprochenen Sätzen machen, das sollte wohl auch jedem klar sein.
Letztendlich müsste es ja irgendeine Verbindung von FL zu dem Typen, bei dem man durchsucht hatte, gegeben haben. Man könnte also, wenn das aber nicht gegeben wäre, z.B. vermuten, dass (i) der wahre Schrauber noch nicht identifiziert wurde, oder (ii) eine 'falsche' Spur nach Nieheim gelegt wurde.
Kennt man inzwischen den wahren Schrauber? Falls nicht, kann man sich ausmalen, was das bedeuten könnte.
Andersherum: Wer wußte z.B. noch davon, dass FL eine Bekanntschaft mit einem Schrauber mit Werkstätten in Nieheim hatte? Hätte diese Information vom Täter als Ablenkung genutzt werden können?
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beyourselftonite
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Wenn es heißt "kurz vor ihrem Verschwinden" sind nicht wenige Stunden oder noch derselbe Tag gemeint, sondern Tage oder Wochen vor dem Ereignis.
- ChatGPT 4o miniDie Formulierung „Doch nun erinnert sie sich daran, dass Frauke kurz vor ihrem Verschwinden von einem neuen Bekannten erzählte“ deutet darauf hin, dass Frauke **kurz vor ihrem Verschwinden**, also in einem Zeitraum von **einigen Tagen oder Wochen** vor dem tatsächlichen Verschwinden, von diesem neuen Bekannten gesprochen hat. Es ist nicht explizit der gleiche Tag des Verschwindens gemeint, sondern eher ein Zeitraum in der Nähe, also in den Tagen oder Wochen vor dem Ereignis.
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caro
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Mich würden eure Einschätzungen interessieren, ob der Täter den Ablageort nicht nur wegen der Einfahrt, sondern auch aufgrund des Bombentrichters ausgewählt haben könnte, also ob er den Bombentrichter gekannt haben könnte und nicht zufällig auf ihn gestossen ist.
Mein Eindruck bislang ist, dass der Bombentrichter von der Tanne überdeckt wurde und dieser von aussen gar nicht zu sehen war.
Aber wenn man ab dem Ablagezeitpunkt mehrere Jahre zurück rechnet, sagen wir zehn, also so um 1996.
Wie könnte sich der Bombentrichter damals präsentiert haben, als es die Tanne und die umliegenden Bäume noch nicht gab?
Könnte es mal eine einprägsame Stelle gewesen sein, wie auf dem Foto hier?
Oder war er schon immer eher unscheinbar?
Man könnte so abschätzen, ob die Stelle dem Täter noch aus Kindheits-/Jugendtagen in Erinnerung geblieben sein könnte.
Mein Eindruck bislang ist, dass der Bombentrichter von der Tanne überdeckt wurde und dieser von aussen gar nicht zu sehen war.
Aber wenn man ab dem Ablagezeitpunkt mehrere Jahre zurück rechnet, sagen wir zehn, also so um 1996.
Wie könnte sich der Bombentrichter damals präsentiert haben, als es die Tanne und die umliegenden Bäume noch nicht gab?
Könnte es mal eine einprägsame Stelle gewesen sein, wie auf dem Foto hier?
Oder war er schon immer eher unscheinbar?
Man könnte so abschätzen, ob die Stelle dem Täter noch aus Kindheits-/Jugendtagen in Erinnerung geblieben sein könnte.
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Klugscheißer
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Ich versuche es mal aus meiner Erinnerung heraus zu schildern.HP1 hat geschrieben: ↑Donnerstag, 12. Dezember 2024, 04:36:32
Aus dem Stern 2016:
"Immer hielt es Ingrid Liebs für ausgeschlossen, dass Frauke, nachdem sie den Pub verlassen hatte, zu einem ihr unbekannten Mann ins Auto stieg. Doch nun erinnert sie sich daran, dass Frauke kurz vor ihrem Verschwinden von einem neuen Bekannten erzählte. Von jemandem, der an Autos schraubte und der in Nieheim, östlich von Paderborn, eine Werkstatt besaß. "Sie fragte mich damals, wo Nieheim liegt. Sie kannte das vorher nicht." Nieheim ist der Standort jener Funkzelle, aus der damals Frauke ihre erste SMS versandte."
Woher hast du "mehrere Wochen"? Ingrid Liebs sprach von "kurz vor ihrem Verschwinden". Oder ist das nur eine kreative Ergänzung, um sich argumentativ möglichst vom "am selben Tag" zu distanzieren?
Da war also diese sms aus Nieheim bei Chris eingegangen. Aber keiner, weder Chris noch Frau Liebs konnten sich irgendeinen Bezug zu Nieheim erklären.
Dann kam der Mai 2016. Im April war das Höxteraner Paar festgenommen worden. Stern-TV platzierte eine Sendung mit Steffen Hallaschka und lud dazu Frau Liebs, Karen und Chris ein. Chris vertrat die These, diese beiden hätten etwas Frauke zu tun, Frau Liebs meinte eher nein, berief sich hierbei auf Östermann. Die Überraschung war, dass sich Frau Liebs nun urplötzlich wieder daran erinnerte, wie Frauke sie mal gefragt hatte, wo denn Nieheim läge und als sie nachfragte erfuhr, es solle dort einen Schrauber geben.
Interessant ist, dass dieses Video aber ganz schnell wieder gelöscht worden ist, schon nach wenigen Wochen.
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Klugscheißer
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Also findet sich diese Schrauber-Info einmal bei Stawski und dann bei Hallaschek.StaffBro hat geschrieben: ↑Donnerstag, 12. Dezember 2024, 15:14:25 "Doch nun erinnert sie sich daran, dass Frauke kurz vor ihrem Verschwinden von einem neuen Bekannten erzählte. Von jemandem, der an Autos schraubte und der in Nieheim, östlich von Paderborn, eine Werkstatt besaß."
Das fällt Frau Liebs also 10 Jahre später wieder ein, als Dominik Stawski sie zu dem Höxter Horror-Pärchen befragt. Hmm..
Da frage ich mich doch direkt, wie das sein kann, wenn doch schon am Abend von Fraukes Verschwinden (oder im Restaurant) Nieheim ein Thema gewesen sein soll und darüber hinaus ja auch äußerst zeitnah (durch die erste SMS) ja bekannt wurde, dass Nieheim eine Rolle spielt..
Warum stammt diese Information also aus 2016 und nicht aus 2006?
Warum 2016? weil sich Frau Liebs erst da wieder an diesen Schrauber erinnert.
Dass Frauke diesen Schrauber gekannt haben soll, das sagt Frau Liebs im Stern-Interview aber nicht.
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HP1
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Zu der Frage, ob/dass Fraukes Frage nach Nieheim am selben Abend stattfand:
Iven hat das klipp und klar als 100% zutreffend bestätigt.
Nun ist (mir) Iven absolut nicht verdächtig, sich hier irgendwo mit Behauptungen weit aus dem Fenster zu lehnen, im Gegenteil. Gleichzeitig sehe ich weder allgemein noch im damaligen Kontext (letzten Sommer hier im Forum) irgendeinen plausiblen Grund, warum dies eine, sagen wir mal "taktische Behauptung" gewesen sein könnte. Und Iven hat/hatte nunmal Kontakt zu so einigen Personen rund um den Fall, weiß nunmal einiges, was öffentlich (auch hier im Forum) so nicht bekannt ist.
Also an der Stelle, da habe ich keinerlei Anlass, diese Bestätigung von Iven in Frage zu stellen.
Auf der anderen Seite, wieder mal Wortklauberei um irgendwelche Darstellungen und Formulierungen in den Medien.
Ja, die Stern-Dokus sind nicht schlecht und jedenfalls mit Abstand die gehaltvollste Informationsquelle für die Öffentlichkeit. Aber dass hier keinesfalls alles erstens 1:1 akkurat zutreffend und zweitens vollständig dargestellt wird, sollte doch klar sein, bzw. ist offensichtlich. "True crime" ist ein Unterhaltungsformat, keine Fallakte. Seitens Stern besteht der Sinn der Dokus darin, der Öffentlichkeit Lesestoff zu verkaufen, und nicht darin, irgendwelche Hobbyermittler mit exakten gesicherten Fakten zu versorgen.
Wir erinnern uns:
Die Darstellung des Ablaufs abends im Pub wurde immer wieder in Frage gestellt. Jedes Detail, jede Äußerung und Regung von Bella (sie berichtet dazu im Interview, Stern 2021) wurde auf die logische Goldwaage gelegt, hinterfragt, teils in Frage gestellt. Manche wurden nicht müde, daraus eine Hypothese rund um eine (Mit-)täterschaft Bellas zusammenzupopeln. Als sie dann noch irgendwo beiläufig erwähnte, ihr Mann (damaliger Freund) sei mit dabei gewesen, kochte die Begeisterung bei manchen vollends über. Mittzwanziger, britischer Militärpolizist - der muss doch garantiert das kriminalistische Mastermind hinter Fraukes fraglos bösartig wie genial exekutierten Verschwindens gewesen sein. Natürlich völliger Bullshit, aber mein damaliger Einwand, auch der Stern sei nur Unterhaltungsjournalismus und bzgl. "Goldwaage" mit Vorsicht zu genießen, wurde sehr wortreich weggebügelt.
Nun, heute wissen wir, dass die Gruppe an jenem Abend noch mindestens(!) drei (oder warens vier?) weitere Personen umfasste, und dass die Aufbruchssituation nach 23 Uhr eine völlig andere war als 2021 im Stern dargestellt. Lag mit Sicherheit nicht daran, dass Bella da eigenmächtig Unsinn erzählt hätte, ohne besseres Wissen von Stawski (ist klar, wenn man mal zwei Sekunden drüber nachdenkt). Ne, da wurde einfach nur eine runde Geschichte fürs Publikum benötigt, und zwar ohne auch nur die Existenz weiterer Anwesender zu offenbaren. Die haben ein Recht auf Anonymität, und einige männliche, jedoch anonyme Personen, die hätten an der Stelle der Story doch jede Aufmerksamkeit, jedes Verdächtigen durchs Publikum wie ein Magnet gebunden. Wäre dramaturgisch völlig verkackt gewesen. Deshalb anschauliche Story von einer Verabschiedung Fraukes durch Bella am Pubausgang, just that simple.
Dass spätestens da, mit dem Auftritt einiger weiterer Personen in der Pubgruppe (thanks @ Mr. Fish...), dieser unsägliche Quark rund um eine verschwörerische Täterschaft von Bella+co ihr logisches Ende finden musste, Gott sei Dank!
Auch die Darstellung, wie Ingrid Liebs ihre Tochter zum letzten Mal sieht, winkend, nachdem sie am Pub abgesetzt wurde - kann genau so und genau dort wie dargestellt nicht stattgefunden haben, aufgrund Bebauung/Verkehrsführung vor Ort.
Könnte es vielleicht sein, dass hier im Stern einfach nur eine eingängige, dem Leser gut vorstellbare Geschichte erzählt wird? An einer Stelle, bei der es zumindest im Rahmen eines True Crime - Formats überhaupt nicht auf Akkuratesse ankommt?
Sich angesichts dieser (und noch zwei oder drei anderer) offensichtlicher Hinweise darauf, dass die Stern-Dokus ein Erzählformat sind, dann darum zu kloppen, ob ein von Frau Liebs geäußertes oder ihr einvernehmlich in den Mund gelegtes "kurz vor..." nun auch "selbigen Tages" oder aber auch ein "vor einigen Wochen" meinen könnte - vöiilg lächerlich.
Was noch dazukommt, ist der menschliche Hang, das zu sehen/verstehen, was man sehen/verstehen will.
Stichwort "Anrufprotokolle":
- Donnerstag, Frauke ruft Chris an, dieser nach eigener Darstellung aufgeregt, als er sieht wer anruft. Absolut kein Gespräch, das er direkt danach wörtlich protokolliert hätte. Was auf jeden Fall fehlt, seine an anderer Stelle benannten, von Frauke nicht beantworteten Fragen. Wie waren die genau? Hat Frauke da gar nicht, also mit Schweigen reagiert? Oder abwimmelnd, oder ausweichend? Und Fraukes Text, sehr fraglich, ob sie den tatsächlich so runtergebetet hat, wie es in diesem "Protokoll" den Anschein hat. Nein, das ist einfach nur eine sinngemäße Wiedergabe dessen, was Frauke in dem Gespräch inhaltlich gesagt hat, von Chris wohl am nächsten Tag aus der Erinnerung bei der Polizei wiedergegeben. Erst durch den Aufschrieb dort wird überhaupt ein "Protokoll" draus. Wirklich als wörtlich ist hier nur eins zu nehmen, nämlich dass Frauke ihn mit "Christos" statt mit dem üblichen "Chris" ansprach, das hat er explizit bemerkt und geäußert.
- Gehen wir zu Freitag, das Telefonat mit Bruder Frank. Der will Frauke "den Kopf gewaschen" haben, eine Standpauke gehalten haben in der Annahme, sie sei freiwillig weg, weil sie irgendeinen Mist gebaut habe. Von dieser Standpauke im "Protokoll" keine Spur, ebenso wenig natürlich, ob/wie Frauke darauf irgendwie reagiert habe. Was sich findet, sind lediglich ein paar Zeilen, die wiedergeben, was Frauke gesagt habe. Die beigefügten Frank-Fragen ebenso wie die Frauke-Antworten völlig schematisch, fast stichwortartig. Wer da meint, das wäre ein wörtliches Protokoll, der hat echt noch nie anderen Menschen oder sich selbst beim kommunizieren zugehört.
- Samstag genauso, das ist keinesfalls wörtlich und vollständig. Das Detail dreimaligen "bin in Paderborn" mag wohl so zutreffen. Aber vielleicht wars auch nur zweimal, oder fünfmal, oder die mehreren Male verteilt auf zwei Stellen im Gespräch. Ich meine, Chris wird da nicht mit einem Klicker mitgezählt haben, oder?
- Sonntag: Ich wünschte mir sehr, das wäre belastbar ein wörtliches Protokoll. Warum? Weil die Phrase "Erkläre ich dir, wenn ich zu Hause bin" dann mMn ziemlich eindeutig belegen würde, dass Frauke zu dem Zeitpunkt tatsächlich an die Möglichkeit einer Heimkehr glaubte. Kein nur ausweichendes "erkläre ich dir später", sondern aktiv die Vorstellung des Heimkehrens verwendend. Nur, auch hier gibt es keinerlei Hinweis oder gar Bestätigung, dass dieses "Protokoll" wörtlich oder vollständig wäre. Im Gegenteil, ein bisschen liest es sich so (in meinen Augen), als hätte hier ein Geschichtenschreiber aus dramaturgischen Gründen die Wortwahl etwas variiert. An der Stelle: Das sind Abdrucke in der Stern-Story, nicht zwangsläufig identisch mit dem, was die EB als Gedächtnisprotokolle in den Akten hat, just to say.
- Zuletzt das letzte Telefonat mit Chris und Karen am Dienstag.
Tja, was soll ich sagen? Explizit langsam und mit gesprächstypischen kleinen Pausen eingesprochen dauert dieser Protokolltext nichtmal halb so lang wie die gut fünf Minuten, die das Gespräch laut Providerdaten dauerte. Könnte es sein, dass das Dienstag-Protokoll erheblich verkürzt, zusammengefasst und vor allem nicht vollständig ist?
Karen berichtet, sie und Chris haben sich direkt im Anschluss gemeinsam drangemacht, das Telefonat niederzuschreiben. Sie gibt an, man sei sich stellenweise über Äußerungen/Formulierungen nicht einig gewesen, es würden Teile fehlen (schau an...).
Im Klartext heißt das: Bis auf ein paar markante Stellen (Ja, nein, nein! / 3x Mama / ich lebe noch!) ist dieses Protokoll keinesfalls als gesichert wörtlich anzusehen, fehlen Stellen, stimmt vielleicht hier und da die Reihenfolge nicht, waren manche Äußerungen tatsächlich gar keine direkte Reaktion/Antwort auf das, was im Protokoll in der Zeile darüber steht. Wenn Teile fehlen, dann bedeutet das ja zwangsläufig, dass im Protokoll Dinge direkt hintereinander stehen müssen, die nicht direkt hintereinander gesagt wurden.
Aber dennoch, von manchen wird da immer wieder massiv Wortklauberei betrieben, als ginge es um das Lösen eines Kreuzworträtsels. Dass eventuelle Schreibfehler im Protokoll nicht als mögliche sprachliche Auffälligkeit im Gespräch interpretiert wurden, ist grad alles.
Face it, die ganze buchstabengetreue Analyse der Gesprächsprotokolle, insbesondere natürlich bzgl. des letzten Gesprächs, die geht qualitativ(!) weit über das hinaus, was diese Protokolle tatsächlich herzugeben vermögen.
Aber schon klar, stand ja so im Stern, also wurde das exakt so gesagt, nicht anders und fehlen tut auch nichts. Irgendwo ist darin bestimmt der entscheidende versteckte Hinweis zu finden, man muss nur phantasievoll genug lesen und dran glauben. Jaja, behandelt es weiter wie ein Knobelrätsel, ich bin da jedenfalls raus.
So, das wars von meiner Seite zum Thema "Stern-Dokus". Sicher gute Darstellungen, sicher im Großen und Ganzen geeignet, sich ein differenziertes Bild zu machen, aber keinesfalls eine Fallakte für Hobbydetektive, nichtmal im Ansatz.
Iven hat das klipp und klar als 100% zutreffend bestätigt.
Nun ist (mir) Iven absolut nicht verdächtig, sich hier irgendwo mit Behauptungen weit aus dem Fenster zu lehnen, im Gegenteil. Gleichzeitig sehe ich weder allgemein noch im damaligen Kontext (letzten Sommer hier im Forum) irgendeinen plausiblen Grund, warum dies eine, sagen wir mal "taktische Behauptung" gewesen sein könnte. Und Iven hat/hatte nunmal Kontakt zu so einigen Personen rund um den Fall, weiß nunmal einiges, was öffentlich (auch hier im Forum) so nicht bekannt ist.
Also an der Stelle, da habe ich keinerlei Anlass, diese Bestätigung von Iven in Frage zu stellen.
Auf der anderen Seite, wieder mal Wortklauberei um irgendwelche Darstellungen und Formulierungen in den Medien.
Ja, die Stern-Dokus sind nicht schlecht und jedenfalls mit Abstand die gehaltvollste Informationsquelle für die Öffentlichkeit. Aber dass hier keinesfalls alles erstens 1:1 akkurat zutreffend und zweitens vollständig dargestellt wird, sollte doch klar sein, bzw. ist offensichtlich. "True crime" ist ein Unterhaltungsformat, keine Fallakte. Seitens Stern besteht der Sinn der Dokus darin, der Öffentlichkeit Lesestoff zu verkaufen, und nicht darin, irgendwelche Hobbyermittler mit exakten gesicherten Fakten zu versorgen.
Wir erinnern uns:
Die Darstellung des Ablaufs abends im Pub wurde immer wieder in Frage gestellt. Jedes Detail, jede Äußerung und Regung von Bella (sie berichtet dazu im Interview, Stern 2021) wurde auf die logische Goldwaage gelegt, hinterfragt, teils in Frage gestellt. Manche wurden nicht müde, daraus eine Hypothese rund um eine (Mit-)täterschaft Bellas zusammenzupopeln. Als sie dann noch irgendwo beiläufig erwähnte, ihr Mann (damaliger Freund) sei mit dabei gewesen, kochte die Begeisterung bei manchen vollends über. Mittzwanziger, britischer Militärpolizist - der muss doch garantiert das kriminalistische Mastermind hinter Fraukes fraglos bösartig wie genial exekutierten Verschwindens gewesen sein. Natürlich völliger Bullshit, aber mein damaliger Einwand, auch der Stern sei nur Unterhaltungsjournalismus und bzgl. "Goldwaage" mit Vorsicht zu genießen, wurde sehr wortreich weggebügelt.
Nun, heute wissen wir, dass die Gruppe an jenem Abend noch mindestens(!) drei (oder warens vier?) weitere Personen umfasste, und dass die Aufbruchssituation nach 23 Uhr eine völlig andere war als 2021 im Stern dargestellt. Lag mit Sicherheit nicht daran, dass Bella da eigenmächtig Unsinn erzählt hätte, ohne besseres Wissen von Stawski (ist klar, wenn man mal zwei Sekunden drüber nachdenkt). Ne, da wurde einfach nur eine runde Geschichte fürs Publikum benötigt, und zwar ohne auch nur die Existenz weiterer Anwesender zu offenbaren. Die haben ein Recht auf Anonymität, und einige männliche, jedoch anonyme Personen, die hätten an der Stelle der Story doch jede Aufmerksamkeit, jedes Verdächtigen durchs Publikum wie ein Magnet gebunden. Wäre dramaturgisch völlig verkackt gewesen. Deshalb anschauliche Story von einer Verabschiedung Fraukes durch Bella am Pubausgang, just that simple.
Dass spätestens da, mit dem Auftritt einiger weiterer Personen in der Pubgruppe (thanks @ Mr. Fish...), dieser unsägliche Quark rund um eine verschwörerische Täterschaft von Bella+co ihr logisches Ende finden musste, Gott sei Dank!
Auch die Darstellung, wie Ingrid Liebs ihre Tochter zum letzten Mal sieht, winkend, nachdem sie am Pub abgesetzt wurde - kann genau so und genau dort wie dargestellt nicht stattgefunden haben, aufgrund Bebauung/Verkehrsführung vor Ort.
Könnte es vielleicht sein, dass hier im Stern einfach nur eine eingängige, dem Leser gut vorstellbare Geschichte erzählt wird? An einer Stelle, bei der es zumindest im Rahmen eines True Crime - Formats überhaupt nicht auf Akkuratesse ankommt?
Sich angesichts dieser (und noch zwei oder drei anderer) offensichtlicher Hinweise darauf, dass die Stern-Dokus ein Erzählformat sind, dann darum zu kloppen, ob ein von Frau Liebs geäußertes oder ihr einvernehmlich in den Mund gelegtes "kurz vor..." nun auch "selbigen Tages" oder aber auch ein "vor einigen Wochen" meinen könnte - vöiilg lächerlich.
Was noch dazukommt, ist der menschliche Hang, das zu sehen/verstehen, was man sehen/verstehen will.
Stichwort "Anrufprotokolle":
- Donnerstag, Frauke ruft Chris an, dieser nach eigener Darstellung aufgeregt, als er sieht wer anruft. Absolut kein Gespräch, das er direkt danach wörtlich protokolliert hätte. Was auf jeden Fall fehlt, seine an anderer Stelle benannten, von Frauke nicht beantworteten Fragen. Wie waren die genau? Hat Frauke da gar nicht, also mit Schweigen reagiert? Oder abwimmelnd, oder ausweichend? Und Fraukes Text, sehr fraglich, ob sie den tatsächlich so runtergebetet hat, wie es in diesem "Protokoll" den Anschein hat. Nein, das ist einfach nur eine sinngemäße Wiedergabe dessen, was Frauke in dem Gespräch inhaltlich gesagt hat, von Chris wohl am nächsten Tag aus der Erinnerung bei der Polizei wiedergegeben. Erst durch den Aufschrieb dort wird überhaupt ein "Protokoll" draus. Wirklich als wörtlich ist hier nur eins zu nehmen, nämlich dass Frauke ihn mit "Christos" statt mit dem üblichen "Chris" ansprach, das hat er explizit bemerkt und geäußert.
- Gehen wir zu Freitag, das Telefonat mit Bruder Frank. Der will Frauke "den Kopf gewaschen" haben, eine Standpauke gehalten haben in der Annahme, sie sei freiwillig weg, weil sie irgendeinen Mist gebaut habe. Von dieser Standpauke im "Protokoll" keine Spur, ebenso wenig natürlich, ob/wie Frauke darauf irgendwie reagiert habe. Was sich findet, sind lediglich ein paar Zeilen, die wiedergeben, was Frauke gesagt habe. Die beigefügten Frank-Fragen ebenso wie die Frauke-Antworten völlig schematisch, fast stichwortartig. Wer da meint, das wäre ein wörtliches Protokoll, der hat echt noch nie anderen Menschen oder sich selbst beim kommunizieren zugehört.
- Samstag genauso, das ist keinesfalls wörtlich und vollständig. Das Detail dreimaligen "bin in Paderborn" mag wohl so zutreffen. Aber vielleicht wars auch nur zweimal, oder fünfmal, oder die mehreren Male verteilt auf zwei Stellen im Gespräch. Ich meine, Chris wird da nicht mit einem Klicker mitgezählt haben, oder?
- Sonntag: Ich wünschte mir sehr, das wäre belastbar ein wörtliches Protokoll. Warum? Weil die Phrase "Erkläre ich dir, wenn ich zu Hause bin" dann mMn ziemlich eindeutig belegen würde, dass Frauke zu dem Zeitpunkt tatsächlich an die Möglichkeit einer Heimkehr glaubte. Kein nur ausweichendes "erkläre ich dir später", sondern aktiv die Vorstellung des Heimkehrens verwendend. Nur, auch hier gibt es keinerlei Hinweis oder gar Bestätigung, dass dieses "Protokoll" wörtlich oder vollständig wäre. Im Gegenteil, ein bisschen liest es sich so (in meinen Augen), als hätte hier ein Geschichtenschreiber aus dramaturgischen Gründen die Wortwahl etwas variiert. An der Stelle: Das sind Abdrucke in der Stern-Story, nicht zwangsläufig identisch mit dem, was die EB als Gedächtnisprotokolle in den Akten hat, just to say.
- Zuletzt das letzte Telefonat mit Chris und Karen am Dienstag.
Tja, was soll ich sagen? Explizit langsam und mit gesprächstypischen kleinen Pausen eingesprochen dauert dieser Protokolltext nichtmal halb so lang wie die gut fünf Minuten, die das Gespräch laut Providerdaten dauerte. Könnte es sein, dass das Dienstag-Protokoll erheblich verkürzt, zusammengefasst und vor allem nicht vollständig ist?
Karen berichtet, sie und Chris haben sich direkt im Anschluss gemeinsam drangemacht, das Telefonat niederzuschreiben. Sie gibt an, man sei sich stellenweise über Äußerungen/Formulierungen nicht einig gewesen, es würden Teile fehlen (schau an...).
Im Klartext heißt das: Bis auf ein paar markante Stellen (Ja, nein, nein! / 3x Mama / ich lebe noch!) ist dieses Protokoll keinesfalls als gesichert wörtlich anzusehen, fehlen Stellen, stimmt vielleicht hier und da die Reihenfolge nicht, waren manche Äußerungen tatsächlich gar keine direkte Reaktion/Antwort auf das, was im Protokoll in der Zeile darüber steht. Wenn Teile fehlen, dann bedeutet das ja zwangsläufig, dass im Protokoll Dinge direkt hintereinander stehen müssen, die nicht direkt hintereinander gesagt wurden.
Aber dennoch, von manchen wird da immer wieder massiv Wortklauberei betrieben, als ginge es um das Lösen eines Kreuzworträtsels. Dass eventuelle Schreibfehler im Protokoll nicht als mögliche sprachliche Auffälligkeit im Gespräch interpretiert wurden, ist grad alles.
Face it, die ganze buchstabengetreue Analyse der Gesprächsprotokolle, insbesondere natürlich bzgl. des letzten Gesprächs, die geht qualitativ(!) weit über das hinaus, was diese Protokolle tatsächlich herzugeben vermögen.
Aber schon klar, stand ja so im Stern, also wurde das exakt so gesagt, nicht anders und fehlen tut auch nichts. Irgendwo ist darin bestimmt der entscheidende versteckte Hinweis zu finden, man muss nur phantasievoll genug lesen und dran glauben. Jaja, behandelt es weiter wie ein Knobelrätsel, ich bin da jedenfalls raus.
So, das wars von meiner Seite zum Thema "Stern-Dokus". Sicher gute Darstellungen, sicher im Großen und Ganzen geeignet, sich ein differenziertes Bild zu machen, aber keinesfalls eine Fallakte für Hobbydetektive, nichtmal im Ansatz.
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caro
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
@HP1
kurze Zwischenfrage; ich weiß, du redest von den Gesprächsprotokollen.
Ist denn der genaue Wortlaut der SMS's als gesichert anzunehmen?
kurze Zwischenfrage; ich weiß, du redest von den Gesprächsprotokollen.
Ist denn der genaue Wortlaut der SMS's als gesichert anzunehmen?
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HP1
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Das weiß ich natürlich letztlich nicht.
Aber erstens lagen die SMS-Texte (gab ja zwei, am Freitag noch) ja im Gegensatz zum Gesprächsverlauf exakt vor.
Und zweitens war und ist gerade bei der Nieheim-SMS die Frage der Umstände, ob von Frauke selbstbestimmt verfasst oder nicht, nach wie vor nicht eindeutig klar und für die Ermittlung des Hergangs und der Rahmenbedingungen der Tat von großer Bedeutung.
Deswegen würde ich schon annehmen, dass hier der Text akkurat wiedergegeben wurde, auch weil sich an der Stelle sicher jemand zu Wort gemeldet hätte, der es besser wüsste, wenn der SMS-Text im Stern fehlerhaft wäre.
In sofern, wissen tu ichs nicht, und drauf wetten würde ich an der Stelle... vielleicht eine kleinere Summe, immerhin
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HP1
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Ja.Klugscheißer hat geschrieben: ↑Donnerstag, 12. Dezember 2024, 18:57:50 Also findet sich diese Schrauber-Info einmal bei Stawski und dann bei Hallaschek.
Warum 2016? weil sich Frau Liebs erst da wieder an diesen Schrauber erinnert.
Dass Frauke diesen Schrauber gekannt haben soll, das sagt Frau Liebs im Stern-Interview aber nicht.
Und selbst wenn Frauke wegen einer Spendenaktion des Nieheimer Käsemuseums gefragt hätte, wäre das zweimalige Auftreten des Kaffs Nieheim an jenem Tag irritierend.
Völlig beliebiges Kaff, nichtmal explizit nah an PB, keiner wüsste sonst eine irgendwie etablierte Verbindung Fraukes zu Nieheim (sonst hätte sie wohl auch gewusst, wo es liegt...). Aber sie fragt danach, und ein paar Stunden später, im Rahmen des Hergangs um ihr Verschwinden, kommt ihre SMS von eben dort.
Ich meine, ich hab schonmal völlig zufällig meine Nachbarn am Strand in Portugal getroffen, aber trotzdem...
Was nun genau dahinter steckte, warum Frauke nach Nieheim fragte, wäre natürlich einerseits absolut entscheidend für eine mögliche Lösung des Falls. Andererseits ist es bzgl. der maximalen Auffälligkeit der Parallele nicht von Belang, das genau zu wissen. Sie könnte einen echten "Schrauber" kennengelernt haben, genauso gut könnte das eine reine Phantasieantwort gewesen sein, weil sie ihrer Mutter den tatsächlichen Anlass ihrer Nachfrage nicht offenbaren wollte. Geheimnis -> Verbrechen, eh? Wer will, kann sich dazu natürlich gern eine phantastische Geschichte ausdenken, die dann natürlich "sehr wahrscheinlich" genau so war
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Trodat5203
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
@HP1 Danke, sehr treffend ausgeführt.


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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Zu den Berichterstattungen und den Schilderungen lässt sich noch sagen, dass auch Aktenzeichen XY gerne mal die Abläufe und den Wortlaut ändert und diese anders geschildert werden. Ist also nix Ungewöhnliches.
Zu dem Schrauber: wenn dieser Schrauber eine längere Bedeutung gehabt hätte oder noch hätte, dann wäre man dem nach Ausschluss dieses einen Schraubers weiter nachgegangen und würde dem immernoch nachgehen. Dann hätte es bestimmt dahingehend mehr Einsatz und konkretere Zeugenaufrufe seitens der Polizei gegeben.
Zu dem Schrauber: wenn dieser Schrauber eine längere Bedeutung gehabt hätte oder noch hätte, dann wäre man dem nach Ausschluss dieses einen Schraubers weiter nachgegangen und würde dem immernoch nachgehen. Dann hätte es bestimmt dahingehend mehr Einsatz und konkretere Zeugenaufrufe seitens der Polizei gegeben.
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Alles klar, danke für deine Einschätzung.HP1 hat geschrieben: ↑Donnerstag, 12. Dezember 2024, 21:02:49 Das weiß ich natürlich letztlich nicht.
Aber erstens lagen die SMS-Texte (gab ja zwei, am Freitag noch) ja im Gegensatz zum Gesprächsverlauf exakt vor.
Und zweitens war und ist gerade bei der Nieheim-SMS die Frage der Umstände, ob von Frauke selbstbestimmt verfasst oder nicht, nach wie vor nicht eindeutig klar und für die Ermittlung des Hergangs und der Rahmenbedingungen der Tat von großer Bedeutung.
Deswegen würde ich schon annehmen, dass hier der Text akkurat wiedergegeben wurde, auch weil sich an der Stelle sicher jemand zu Wort gemeldet hätte, der es besser wüsste, wenn der SMS-Text im Stern fehlerhaft wäre.
In sofern, wissen tu ichs nicht, und drauf wetten würde ich an der Stelle... vielleicht eine kleinere Summe, immerhin![]()
Du sprichst die Nieheim-SMS an; zu der hatte ich noch vor meine Einschätzung zu schreiben. Das aber zu einem anderen Zeitpunkt oder an anderer Stelle.
Zum Dienstag-Protokoll:
Karen hat das Gespräch, so wie ich das in Erinnerung habe, als Abschiedsgespräch aufgefasst. Ich stelle mir dann die Stimmung als absolut niederschmetternd vor. Langes Schweigen, betretene Stille im Gespräch der Dreien. Dazu werden sie versucht haben ihre Fragen bedacht/wohlüberlegt zu stellen.
Könnte Täterwissen noch ein Grund für eine mögliche Kürzung des Protokolls sein? Vielleicht konnte Frauke doch irgendeinen Hinweis auf ihr Versteck preisgeben.
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008
Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Schade, dass der Wikipedia Eintrag zum Fall nach der ganzen Zeit, in der sich unzählige Leute intensiv mit dem Fall beschäftigen, fehlerhaft ist.
"Unmittelbar nach dem Telefonat am Freitag gelang Frauke Liebs’ Bruder ein kurzer Rückruf."
"Unmittelbar nach dem Telefonat am Freitag gelang Frauke Liebs’ Bruder ein kurzer Rückruf."
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HP1
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Klar könnte das sein.caro hat geschrieben: ↑Donnerstag, 12. Dezember 2024, 21:58:20 Zum Dienstag-Protokoll:
Karen hat das Gespräch, so wie ich das in Erinnerung habe, als Abschiedsgespräch aufgefasst. Ich stelle mir dann die Stimmung als absolut niederschmetternd vor. Langes Schweigen, betretene Stille im Gespräch der Dreien. Dazu werden sie versucht haben ihre Fragen bedacht/wohlüberlegt zu stellen.
Könnte Täterwissen noch ein Grund für eine mögliche Kürzung des Protokolls sein? Vielleicht konnte Frauke doch irgendeinen Hinweis auf ihr Versteck preisgeben.
Oder das Gespräch ist noch weit mehr ziellos herumgeeiert als es im Protokoll steht, und die emotional stark aufgewühlten Chris und Karen waren danach schlicht nicht in der Lage, das auch nur halbwegs vollständig zusammenzubringen.
Weiß man nicht. Man könnte aber erkennen, dass das so wie es dasteht keinesfalls ein adäquates, d.h. vollständiges, wortgetreues und richtig geordnetes Protokoll des damaligen Telefonats ist.
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