MORDFALL LIEBS -- Diskussion

ÖFFENTLICHE DISKUSSION
HP1
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von HP1 »

@Wiesenblume

Oha, das ist ja ein regelrechtes Drehbuch!

Du meinst also, wenn dein Täter da bereits falsche Spuren in Richtung Asselner Brüder gelegt hat, dann war er auch der anonyme Zeuge "DerGast", nachdem Jahre später immer noch kein Verdacht auf den/die gefallen war?
Wild, aber nicht ohne innere Logik ;)
Was würdest du sagen - hat der Täter da den Asselner Bruder nur als Strohpuppe installieren wollen, um selbst nicht erwischt zu werden, oder hat er auch grad dem was anhängen wollen, zwei Fliegen mit einer Klappe sozusagen?
Wiesenblume hat geschrieben: ↑Montag, 09. Dezember 2024, 12:04:28 (...)So kurz, dass sich Frauke noch nicht kundig gemacht hatte, wo Nieheim liegt. Und dann beim Restaurantbesuch ihre Mutter gefragt hat, wo denn Nieheim läge. Nieheim muss kurz zuvor eine Rolle gespielt haben, da die Operativen Fallanalytiker die Nieheim Hypothese entwickelten. Es kam an dem Tag des Verschwindens einfach doppelt vor.(...)
Ja, solche Punkte gibts bei dem Fall einige, wo man eigentlich (mehr oder weniger) kaum an einen Zufall glauben kann oder die als Zufall Hergang und vorhandene Hinweise maßgeblich beeinflussten:

Das Kaff Nieheim als Fraukes am früheren Abend gezeigter Ort von Interesse, im geäußerten Zusammenhang mit irgendeinem Typ, den sonst keiner aus ihrem Umfeld kannte. Und gleichzeitig die spätere SMS an Chris aus der Gegend eben dieses Ortes, zu dem Frauke abgesehen von der Frage am früheren Abend keinerlei irgendwem bekannten Bezug hatte - ihre Frage zeigte im Grunde ja auch, dass ihr Nieheim ansonsten nicht geläufig gewesen war.

Der WG-Schlüssel, von Chris vergessen und deswegen von Frauke geliehen. Wäre Frauke mit eigenem Schlüssel in der Tasche vielleicht doch noch mit den anderen mitgegangen? Wäre Niels vielleicht doch noch dazugestoßen, wenn Frauke länger geblieben wäre? Wäre Frauke dann (später) auch allein nach Hause, wäre sie zu einem späteren Zeitpunkt auch dem Täter begegnet? Oder andererseits, hätte sie Chris überhaupt geschrieben, dass es später würde (selbstbestimmtes Verfassen der SMS mal angenommen), wenn er nicht wegen des Schlüssels auf sie gewartet hätte? Wäre es ohne diese SMS überhaupt zu den folgenden Anrufen gekommen?

Der nächste Punkt mal aus Sicht von Fraukes damaligem "neuen Bekannten" Niels betrachtet: Er verliert seinen allerbesten Freund ("Doppelpack") auf tragische Weise (Suizid), zieht sich innerlich zurück, lernt Frauke kennen, die sich für ihn und seine Situation empathisch interessiert. Gemeinsames picknicken, vielleicht aufkeimendes Interesse an Vertiefung dieser neuen Bekanntschaft, angeregtes Chatten per SMS - und dann, keinen Monat (wenn ichs grad richtig weiß) nach seinem Freund, verschwindet und stirbt auch Frauke auf unnatürliche, gewaltsame und statistisch höchst unwahrscheinliche Weise.
Das wäre doch ein ausgesprochen unwahrscheinliches zufälliges Zusammenkommen zweier unnatürlich-gewaltsamer Tode, einmal der langjährig beste Freund, dann die neue Bekannte, zu der sich gerade ein vertrautes Verhältnis entwickelt. Aus Niels´ Perspektive doch wie absurd, als hätte ihm das Schicksal (nein, Fraukes Täter) nochmal eins reinwürgen wollen.

Oder dass ihr Handyakku leer war. Ansonsten hätte man per Providerdaten ihren Weg nach Verlassen des Pubs nachzeichnen können. Hätte feststellen können, wann und wo sie vielleicht verweilt hat, wann und wo sie vom Heimweg abgewichen ist und in welche Richtung, wann und wo (wenn überhaupt) ihr Handy dann ausgegangen wäre, wohl durch die Hand des Täters. Und für diejenigen, für die eine mögliche tatsächliche Ankunft Fraukes in ihrer WG diskutabel erscheinen mag - auch das wäre damit nachzuweisen oder widerlegen gewesen.
Natürlich war das Zufall, wie hätte ein Täter denn Fraukes leeren Akku einplanen oder gar herbeiführen können? Aber es ist nunmal so, mit eingeschaltetem Handy auf dem Heimweg hätte es da jedenfalls einige Details zum Hergang (wann+wo) gegeben. Gut möglich, dass in dem Fall der Fall schnell gelöst worden wäre, uU Frauke gar noch am Leben wäre.

Das späte Auffinden der Überreste. Man kann sicher darüber streiten, ob mehr oder weniger wahrscheinlich - aber ich bin mir sehr sicher, dass das späte Auffinden keine hoch wahrscheinliche oder gar zwangsläufige Folge des gewählten Ablageortes war. Nein, das war Zufall. Und bei einem frühen Auffinden hätte es mit Sicherheit fremde DNA-Spuren an Fraukes Kleidung und/oder Körper gegeben, oder auch andere Spuren, die nach monatelanger Witterung nicht mehr zu sichern waren. Auch Spuren im Gelände denkbar - Reifen, Fußabdrücke (mit 60kg extra ziemlich eindrücklich, im Wortsinn), was auch immer. Und natürlich wäre die Todesursache zunächst noch feststellbar oder zumindest stark eingrenzbar gewesen.
Aber nein, die Überreste blieben lang unentdeckt, letztlich zufällig.

Ebenfalls eine Besonderheit, welche die bisherige Nicht-Lösbarkeit des Falls einschlägig beeinflusst haben könnte: Frauke war ausgesprochen kontaktfreudig, ging auf Leute zu, kam schnell in Bekanntschaft mit Menschen, kannte viele Menschen aus unterschiedlichen Lebensbereichen, inklusive dem Internet. Für einen Ermittler, der zuallererst mal das soziale Umfeld durchkämmt, mehr als nur eine Herausforderung, da die Personen zumindest weitgehend vollständig zu erfassen. Ich nehme an, dass da eine ganze Menge Personen, mit denen Frauke in persönlicher Bekanntschaft stand, durchs Raster gerutscht sein müssen. Bei Menschen mit ausgeprägt aktivem und niederschwelligem Kontaktverhalten ist es auch so, dass die Bekanntschaften untereinander in der Regel vergleichsweise wenig vernetzt sind, sich kaum oder auch gar nicht kennen. Sternförmige soziale Netzwerkkarte, übrigens auch ein signifikantes Merkmal bei Menschen mit klinischer Depression oder Borderline-Störung laut einer Studie, an der ich vor Längerem mitgearbeitet habe. Nur am Rande, hat nichts mit Fraukes Fall zu tun. In ihrem Fall stattdessen eine mMn zwangsläufige Folge, wenn man oft und ohne notwendigerweise gegebenen gemeinsamen sozialen Kontext (gemeinsame Freunde, Verein...) Bekanntschaften schließt.
Jedenfalls in Kürze, Fraukes Kennenlern-Verhalten bedingt zwangsläufig eine nennenswerte Zahl möglicher (Bekanntschafts-)Täter und nur eingeschränkte Möglichkeiten, die auch alle zu erfassen.
Wiesenblume
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Wiesenblume »

Ja HP1, es klingt wie ein Drehbuch. Aber es ist schlimmer. Bei einem Drehbuch erwartet der Zuschauende, dass der Fall in sich stimmig aufgebaut ist und dass er im Laufe des Abends von den gescheiten Kripobeamten oder dem verwegenem Kommissar gelöst wird. Hier werden seit 18 Jahren Theorien mit dem Vorhandensein von leider wenigen Fakten produziert. Ohne irgendeine Sicht auf eine Lösung. Ich hatte mir zig mal alle mir zugänglichen Geschichten und auch Aussagen von "der Gast" durchgelesen oder angehört . Ich bin irgendwann, nicht zuletzt durch Ivens`Intervention, dass der Gegenstand nicht verloren wurde, auf diese Version gekommen.--Und Du hast recht. Alles, was Du aufgezählt hast, stellt eine Frage in den Raum.--
Wiesenblume
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

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Das ist vielleicht eine ganz komische Frage aber ich stelle sie dennoch mal : Können Gefangene, wenn sie nicht mit sehr gefährlichen Taten im Gefängnis einsitzen, eine Ausgangserlaubnis oder "Urlaub" für solche Großereignisse wie z.B. eine WM bekommen ? Hat da jemand Ahnung ? Und wenn ja, ginge das über mehrere Tage ?
Bastian
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Bastian »

Wiesenblume hat geschrieben: ↑Montag, 09. Dezember 2024, 19:11:01 Das ist vielleicht eine ganz komische Frage aber ich stelle sie dennoch mal : Können Gefangene, wenn sie nicht mit sehr gefährlichen Taten im Gefängnis einsitzen, eine Ausgangserlaubnis oder "Urlaub" für solche Großereignisse wie z.B. eine WM bekommen ? Hat da jemand Ahnung ? Und wenn ja, ginge das über mehrere Tage ?
Nein, dein Gedanke wäre zu einfach. Das könnte man nachvollziehen, wer hatte Ausgang und würde ins Raster fallen. Sollte diese Möglichkeit bestehen und es bis Dato nicht aufgelöst worden sein, dann falle ich vom Glauben ab. Interpretiere ich dich richtig?
Wiesenblume
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Wiesenblume »

HP1 hat geschrieben: ↑Montag, 09. Dezember 2024, 01:17:43 Mal was ganz anderes - ein Gedankenexperiment, das ich vor einiger Zeit mal per PN mit einem geschätzten Forenmitglied hier andiskutiert habe.
Es geht dabei mehr um die kreative Leistung jedes Einzelnen, um in Gesamtheit einen plausiblen Raum der Möglichkeiten auszuloten, weniger um eine (folgende) Diskussion um "richtig oder falsch".

Jedenfalls, die Frage muss mit Vorannahmen gesetzt werden, geht nicht ohne:
Wir gehen mal von einem Täter aus, der den Plan fasst, eine junge Frau in seine Gewalt zu bringen und ihrer für eine gewisse Zeit -lebendig- habhaft zu sein.
Kein völlig verquerer Weirdo mit Größenwahn oder ausgeprägten Sonderinteressen wie Sadismus oder Faszination für den kriminellen Abgrund, eher so der erfolglose Typ, dessen Frustration sich in sexuellen Erfüllungszwang reingesteigert hat, vielleicht garniert mit misogynen Zügen, weil sich die angebetete holde Weiblichkeit trotz seiner aufrichtigen Bemühungen nie willig zeigt. Also eher notgeiler und mangels Erfolg auch übergriffsbereiter Wichser als irgendein per se ausgekochter Mister Evil.
Dies nicht, weil das vielleicht genau so wahrscheinlich zutreffend gewesen wäre (oder auch nicht), sondern wegen der gelingenden Perspektivübernahme, dem zumindest im Ansatz Hineinversetzen-Können. Letztlich geht es eigentlich auch gar nicht ums Motiv, sondern um die Herangehensweise, ganz praktisch. Wem da das bösartige Mastermind näher liegt, der kann auch gerne damit arbeiten. Und wem das Ganze zu distanzlos oder sonstwie zu unangenehm ist, der kann es ja auch bei einer Ebene der Nachvollziehbarkeit belassen, oder halt einfach nicht mitmachen.

Jedenfalls da dann die Frage, wie würdet ihr selbst an dessen Stelle nach allgemein gefasstem Tatentschluss (oder auch noch als ernsthafte Gedankenspielerei) die Sache planerisch angehen? Was wäre euch wichtig, was müsste berücksichtigt, welche Schwierigkeiten gelöst werden? Wie würdet ihr selbst so eine Tat begehen?
Wie gesagt, wer sich da nicht hineinbegeben kann oder will, lässt es halt einfach. Aber wenns geht an der Stelle bitte keine große Metadiskussion darum, einfach mitmachen oder bleiben lassen ;)

Ich selbst hab da natürlich schon einige Vorstellungen dazu entwickelt, will hier aber nicht gleich was vorgeben - schreibe ich in den nächsten Tagen mal runter. Und auch nur, wenn sich Interesse zeigt, wenn es da Austausch mit jeweils eigenen Beiträgen gibt.
Ich bin zwar eine Frau. Versuche aber dennoch einmal die Sichtweise einzunehmen. Als erstes würde ich mich auf einer Kontakt-Börse anmelden Ich würde mir die Frauen ansehen und wenn mich eine ganz besonders in Wallung bringt, würde ich ihr Profil hoch und runter studieren. Dann würde ich mir überlegen, womit ich in meiner Vita, halbwegs glaubwürdig , ein Profil erstellen kann, auf das die Angebetete abfährt. Ich schreibe mir ein Probeprofil und korrigiere solange an diesem herum, dass es auf der emotionalen und auch der Wunschebene zu dem der angebeteten Frau passt. Dann erstelle ich das tollste Bild von mir, was mir möglich ist. (Ich würde wirklich ein altersentsprechendes Bild nehmen) Ich übe eine lächelnden, wohlwollenden und unvoreingenommenen Gesichtsausdruck auf dem Bild zu haben. Nun gebe ich Bild und Text in`s Netz. Mit diesem Profil im Hintergrund schreibe ich nach eine Wartezeit von ca 3 Wochen meine Angebetete mal unverfänglich an. Bei einem Gespräch versuche ich ihre Wünsche absolut zu verstehen und als realisierbar hin zu stellen. Ich verstehe sie natürlich in unangenehmen Situationen. Und zeige ihr ,dass es mir ähnlich geht. Erstaunlicher Weise finde ich ihre Hobbys auch toll.(Das alles würde ich eher zurückhaltend und ein wenig verschämt ausdrücken).......Ich höre hier mal auf. Im Endeffekt wäre es in etwa das, was jeder Narzisst machen würde, der sein Opfer um den Finger wickeln will.Aber das bin ja nun nicht ich, sondern das ist meine Vorstellung , wie ich als notgeiler Mann bei einer Angebeteten zum Ergebnis kommen würde.---Was das jetzt bringt, lieber HP1, weiß ich nicht. Aber ich hab es versucht.
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Oliver Cromwell »

Bastian hat geschrieben: ↑Montag, 09. Dezember 2024, 19:29:05 Nein, dein Gedanke wäre zu einfach. Das könnte man nachvollziehen, wer hatte Ausgang und würde ins Raster fallen. Sollte diese Möglichkeit bestehen und es bis Dato nicht aufgelöst worden sein, dann falle ich vom Glauben ab. Interpretiere ich dich richtig?
Bedingt. Ich kann mich lebhaft an einen Fall in Niedersachsen erinnern, da hatte ein Gewaltverbrecher auch mehrere Tage Hafturlaub bekommen. Diesen nutze er dazu, eine Anhalterin zu ermorden. Er tauchte damals auch nicht auf dem Radar der EB auf.

Erst viele Jahre später (2005) konnte ihm die Tat, sowie eine weitere, zufällig durch eine DNA-Auswertung nachgewiesen werden.

Solche Einschätzungen sind daher sehr mit Vorsicht zu genießen.
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Nuschka »

Wiesenblume hat geschrieben: ↑Montag, 09. Dezember 2024, 09:09:26 Ich vermute, dass der Täter im westlichen Teil von Paderborn gewohnt hat. Er ist sportlich unterwegs.
Wieso vermutest Du das ?
Interessante Theorie übrigens!
Versuch macht klug!
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Bastian »

Nuschka hat geschrieben: ↑Montag, 09. Dezember 2024, 20:04:29 Wieso vermutest Du das ?
Interessante Theorie übrigens!
Wenn der Anruf aus Mönkeloh vom "Am Atlaswerk" kam, dann kennen diese Straße nicht viele. Dieser Ort lässt mich auch immer an einen Bezug Westlich zu Paderborn denken.
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Trodat5203 »

HP1 hat geschrieben: ↑Sonntag, 08. Dezember 2024, 23:11:12

Genau das. Die Anruforte "funktionieren" genauso, wenn man das "Nieheim" von Dienstag Nacht einfach mal weglässt.
Was dann erstmal unbeantwortet bleibt ist allerdings die Frage, was die Durchführung der Anrufe denn hinreichend motiviert haben könnte, wenn "Ablenkung von Nieheim" wegfällt. Ich meine, das Stattfinden der Anrufe als solches (mal ganz ohne genauer auf Inhalt, Orte und Frequenz zu schauen) ist ja das absolut Bemerkenswerte an diesem Fall, so ohne weiteres Beispiel aus anderen Fällen. Das braucht eine gute Erklärung, mehr als nur ein "war halt eine gute/nahe liegende Idee" oder unspezifisches "Suchbemühungen bremsen". Wäre das hinreichend, käme sowas hier und da auch bei anderen Fällen von Freiheitsberaubung vor (erpresserische Entführungen mit Kontakten zur Übermittlung von Forderungen und "Lebenszeichen" mal außen vor). Oder anders gesagt, ohne die Kontaktaufnahmen wäre Fraukes Fall nichts weiter als das: Frau verschwindet spurlos auf abendlichem Heimweg, Überreste werden ohne verwertbare Spuren irgendwann deutlich später irgendwo 20km entfernt im Wald gefunden. Punkt, Ende, und der Fall wäre wohl ziemlich schnell als unlösbar abgehakt und vergessen gewesen seitens Öffentlichkeit ebenso wie seitens EB.
Deshalb, das Stattfinden der Anrufe bedarf einer gründlichen und überzeugenden Erklärung, wenn man in dem Fall irgendwie weiterkommen will - von irgendwelchen sporadischen anonymen "Hinweisen" mal abgesehen, die (oder deren Autoren...) natürlich auch beachtet werden wollen.....
Wenn man eine Ablenkung von Nieheim nicht als Grund sieht, dann gibt es für mich nur 2 weitere Begründungen für die Telefonate:
1. Fremdtäter, der vermutete mit Frauke auf irgendeiner Videoaufzeichnung gelandet zu sein und Zeit schinden wollte, damit die Aufzeichnungen bis sie Relevanz bekommen nicht mehr existieren oder der hoffte, potenzielle Zeugen könnten sich nach einigen Tagen nicht mehr an ihn oder sein Fahrzeug erinnern (denn das es keinerlei Zeugen geben würde, war ja keinesfalls absolut sicher für den Täter). Die fehlende Glaubwürdigkeit der Gesprächsinhalte für die Angehörigen dürfte ihm in diesem Fall scheißegal gewesen sein. Es ging lediglich darum, die Polizei zu beschwichtigen. Der Einsatz von Sedativa könnte für ihn einen Reiz dahingehend geboten haben, dass er die völlige Hilflosigkeit und Schwäche seines Opfers erleben wollte.

2. Ein Täter, den man klar mit Frauke in Verbindung bringen kann und der wusste, dass man ggf. recht zeitig vor seiner Tür stehen würde. Dabei ziehe ich auch in Betracht, dass es die Verbindung in Wirklichkeit eben gar nicht so klar gab, möglicherweise Frauke aber so schlau gewesen ist und ihm genau das aber weiss gemacht hat. Möglicherweise war er dadurch verunsichert und ließ sich darauf ein sie anrufen zu lassen. Die fehlende Glaubwürdigkeit der Gesprächsinhalte wäre dann vermutlich der nicht vorhandenen Planung geschuldet und dass er sich erstmal darin versuchen musste die Situation und Frauke zu kontrollieren. Der Einsatz von Sedativa könnte es ihm erleichtert haben die Situation und Frauke zu kontrollieren und ein geringeres Risiko einzugehen.

Die Pünktchenstory hat seine Schwächen und ich glaube ebenfalls nicht, dass darin alles wahr ist, was wahr sein soll. Muss es aber auch nicht sein. Gerade wenn er der Täter wäre, würde mich eine astreine und 100% stimmige und aufrichtige Version eher irritieren. Es kommt doch eher selten vor, dass Täter den wirklichen Ablauf und ihr Motiv Preisgeben wollen. Aus Scham oder aus einem Machtbedürfnis oder oder...
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Vindurroedd »

Bastian hat geschrieben: ↑Montag, 09. Dezember 2024, 20:23:12 Wenn der Anruf aus Mönkeloh vom "Am Atlaswerk" kam, dann kennen diese Straße nicht viele. Dieser Ort lässt mich auch immer an einen Bezug Westlich zu Paderborn denken.
Liegt doch direkt an der Borchenerstrasse Richtung Stadt.
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Wiesenblume »

@MB77 Die Munition war 2006 aus dem Gebiet vom Bilster Berg restlos verschwunden ? Oder könnten dort noch geheime Restvorkommen illegal gelagert worden sein ? Könnte man das Gelände zum Drogenanbau genutzt haben ? Irgendwie finde ich das ,entschuldigt, Kaff Nieheim langweilig, während ich von diesem Gelände nicht los komme. Wäre doch dieselbe Funkzelle.
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

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Trodat5203 hat geschrieben: ↑Montag, 09. Dezember 2024, 22:14:14 Wenn man eine Ablenkung von Nieheim nicht als Grund sieht, dann gibt es für mich nur 2 weitere Begründungen für die Telefonate:
1. Fremdtäter, der vermutete mit Frauke auf irgendeiner Videoaufzeichnung gelandet zu sein und Zeit schinden wollte, damit die Aufzeichnungen bis sie Relevanz bekommen nicht mehr existieren oder der hoffte, potenzielle Zeugen könnten sich nach einigen Tagen nicht mehr an ihn oder sein Fahrzeug erinnern (denn das es keinerlei Zeugen geben würde, war ja keinesfalls absolut sicher für den Täter). Die fehlende Glaubwürdigkeit der Gesprächsinhalte für die Angehörigen dürfte ihm in diesem Fall scheißegal gewesen sein. Es ging lediglich darum, die Polizei zu beschwichtigen. Der Einsatz von Sedativa könnte für ihn einen Reiz dahingehend geboten haben, dass er die völlige Hilflosigkeit und Schwäche seines Opfers erleben wollte.

2. Ein Täter, den man klar mit Frauke in Verbindung bringen kann und der wusste, dass man ggf. recht zeitig vor seiner Tür stehen würde. Dabei ziehe ich auch in Betracht, dass es die Verbindung in Wirklichkeit eben gar nicht so klar gab, möglicherweise Frauke aber so schlau gewesen ist und ihm genau das aber weiss gemacht hat. Möglicherweise war er dadurch verunsichert und ließ sich darauf ein sie anrufen zu lassen. Die fehlende Glaubwürdigkeit der Gesprächsinhalte wäre dann vermutlich der nicht vorhandenen Planung geschuldet und dass er sich erstmal darin versuchen musste die Situation und Frauke zu kontrollieren. Der Einsatz von Sedativa könnte es ihm erleichtert haben die Situation und Frauke zu kontrollieren und ein geringeres Risiko einzugehen.

Die Pünktchenstory hat seine Schwächen und ich glaube ebenfalls nicht, dass darin alles wahr ist, was wahr sein soll. Muss es aber auch nicht sein. Gerade wenn er der Täter wäre, würde mich eine astreine und 100% stimmige und aufrichtige Version eher irritieren. Es kommt doch eher selten vor, dass Täter den wirklichen Ablauf und ihr Motiv Preisgeben wollen. Aus Scham oder aus einem Machtbedürfnis oder oder...
Ja, Zeit zwischen etwaige Videoaufnahmen oder Zeugenbeobachtungen und Ermittlung zu bringen macht Sinn, selbst wenn es nichtmal allzu konkret wäre, also nur aus einer unguten Befürchtung, Verunsicherung heraus. So eine Angst-Überreaktion, die Aktionismus über das Bedürfnis zu stellen vermag, unter dem Radar zu bleiben, weitere Risiken (Fahrt mit Frauke) zu vermeiden. Bleibt trotzdem gleichzeitig ein praktisch einzigartiges Verhalten und ich komme nicht über den Eindruck hinweg, dass "gute Idee" oder "für notwendig halten" zu dünn sind.

Der ihr bekannte Täter, der damit rechnet, dass man möglicherweise bald vor seiner Tür stehen würde. Der hätte aufkommende Panik, könnte so eine Aktion starten, ja. Gleichzeitig würde man trotz Anrufen genauso vor seiner Tür stehen, vielleicht halt ein paar Tage später. Das müsste dem da genauso bewusst gewesen sein, und da frage ich mich, ob dann so ein Anruf-Aktionismus immer noch naheliegend wäre. Ich meine, hat auch sonst kein Nahfeld-Täter in anderen Fällen so gemacht. Die haben schön die Füße still gehalten, sind entweder abgehauen oder haben sich um ein vermeintlich wasserdichtes Alibi bemüht. Aber freiwilliges Fernbleiben durch Anrufe des Opfers vortäuschen? Hm.


Ja, die Pünktchenstory.
Dass der die als echter Täter keinesfalls 100% vollständig und korrekt darstellen muss keine Frage, wäre auch eher nicht zu erwarten.
Nein, es ist die erzählerische Parallele zu den Foreninhalten hier, die mich misstrauisch macht.
Schreibe ich jetzt nicht wieder was dazu, das ginge wenn, dann nur recht ausführlich.
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

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Wiesenblume hat geschrieben: ↑Montag, 09. Dezember 2024, 19:34:49 Ich bin zwar eine Frau. Versuche aber dennoch einmal die Sichtweise einzunehmen. Als erstes würde ich mich auf einer Kontakt-Börse anmelden Ich würde mir die Frauen ansehen und wenn mich eine ganz besonders in Wallung bringt, würde ich ihr Profil hoch und runter studieren. Dann würde ich mir überlegen, womit ich in meiner Vita, halbwegs glaubwürdig , ein Profil erstellen kann, auf das die Angebetete abfährt. Ich schreibe mir ein Probeprofil und korrigiere solange an diesem herum, dass es auf der emotionalen und auch der Wunschebene zu dem der angebeteten Frau passt. Dann erstelle ich das tollste Bild von mir, was mir möglich ist. (Ich würde wirklich ein altersentsprechendes Bild nehmen) Ich übe eine lächelnden, wohlwollenden und unvoreingenommenen Gesichtsausdruck auf dem Bild zu haben. Nun gebe ich Bild und Text in`s Netz. Mit diesem Profil im Hintergrund schreibe ich nach eine Wartezeit von ca 3 Wochen meine Angebetete mal unverfänglich an. Bei einem Gespräch versuche ich ihre Wünsche absolut zu verstehen und als realisierbar hin zu stellen. Ich verstehe sie natürlich in unangenehmen Situationen. Und zeige ihr ,dass es mir ähnlich geht. Erstaunlicher Weise finde ich ihre Hobbys auch toll.(Das alles würde ich eher zurückhaltend und ein wenig verschämt ausdrücken).......Ich höre hier mal auf. Im Endeffekt wäre es in etwa das, was jeder Narzisst machen würde, der sein Opfer um den Finger wickeln will.Aber das bin ja nun nicht ich, sondern das ist meine Vorstellung , wie ich als notgeiler Mann bei einer Angebeteten zum Ergebnis kommen würde.---Was das jetzt bringt, lieber HP1, weiß ich nicht. Aber ich hab es versucht.
Vielen Dank, ich finde das sehr aufschlussreich :!:

Allzu viel will ich da jetzt gar nicht reagieren, sonst schreib ich eh nur wieder hauptsächlich ausführlich über meine eigenen Gedanken zu der Frage.
Nur so viel, du bist die dritte Person (geschlechtsunabhängig), die nicht losziehen und eine optisch geeignete Frau von der Straße abgreifen würde.
Sondern du würdest dein Opfer erstens gründlich aussuchen, ggf. erstmal kennenlernen wollen.
Zweitens dich zu diesem Zweck an die Person ranwanzen, dich verstellen und versuchen, sie von dir zu überzeugen.
Da, wo du aufhörst zu erzählen, käme dann die Freiheitsberaubung, die eigentliche Tat. Nicht vergessen: Das gesetzte Ziel war ja, des Opfers für einen Zeitraum habhaft zu werden, sie in deine Gewalt zu bringen.

Meine These:
Wer geplant eine Frau entführt, um sie für einen Zeitraum in seiner Gewalt zu haben, sei es aus basal sexuellen Motiven, oder Sadismus, Machtausübung, whatever, der schubst nicht die nächstbeste Hübsche vom Gehweg in seinen Kofferraum.
Sondern der geht anonym und mit falscher Identität dort hin, wo eine niederschwellige Annäherung an Frauen möglich ist und wo er nicht Gefahr läuft, von jemandem erkannt zu werden. Der Rest sollte klar sein. Es besteht der Anspruch eines "passenden" Opfers über den äußeren Anschein hinaus. Der kritische Zeitpunkt des "Zugriffs" wird dabei vom riskant-stressigen öffentlichen Raum in eine kontrolliert-sichere, herbeigeführte Situation verlagert, in der das Opfer arglos ist.

Meine zweite These:
Frauke war mit ihrer aufgeschlossenen und interessierten Art genau der Typ, der einem solchen Täter als geeignet erschienen wäre, bzw. wo so ein Vorgehen Aussicht auf Erfolg gehabt hätte.

Nicht abgedeckt ist dabei natürlich die Version, wo sich der Tatentschluss bereits auf eine bestimmte, dem Täter bekannte Person bezieht. Aber danach hatte ich ja auch nicht gefragt ;)

Und an die Mitleser an den heimischen Endgeräten, wie würdet ihr es anstellen? Besonders gerne natürlich auch grundlegend andere Ansätze :!:
Keks22

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Keks22 »

Ich kann mich weiterhin nur mit der Theorie einer ungeplanten Tat anfreunden. Dabei glaube ich aber nicht an ein Zufallstreffen. Ich bin eher kein Verfechter der Zufallstheorie sondern gehe davon aus das jedem auch noch so schlimmen und tragischem Ereignis Ursache und Wirkung vorausgehen.

Frauke ist im Pup oder in unmittelbarer Umgebung bei Antreten ihres Heimweges auf ihren Täter getroffen. Sie kannte ihn vom Sehen, auch eine vorangegangene Internetbekanntschaft schließe ich nicht aus. Maximal war der Vorname oder Nickname bekannt. Ein geringes Vertrautheitsgefühl war vorhanden, entweder durch immer wieder flüchtige Begegnungen oder regelmäßiges Chatten. Kurzes Grüßen oder Smaltalk bei vorausgehenden Begegnungen haben an diesem Abend dazu geführt das Frauke das Angebot annahm das der Täter sie zu Hause absetzen wollte. Eventuell hat sie sich noch zu einer Spritztour überreden lassen.
Irgendwann wurde die Person übergriffig und die Situation eskalierte.
Den Täter würde ich einschätzen als eher kein Frauentyp vom Aussehen her. Vom Wesen her eher etwas grob, wenig Achtung vorm weiblichen Geschlecht daher auch kaum Chancen eine Feste Freundin zu finden.
Wohnhaft in paderborn evtl noch bei Mutti und Vati oder Eltern wohnen auf dem Lande und Täter hat seine erste eigen Wohnung in Paderborn.
Beruflich evtl im Bereich Sicherheitsdienste beschäftigt. Daher auch keine Auffälligkeiten bei den abendlichen Fahrten und der Täter könnte sich daher auch in seinem Firmenfahrzeug und seiner Uniform sicher vor Kontrollen gefühlt haben. Einsatzgebiete hauptsächlich die Industriegebiete zb immer die Zahlreichen Lidllmärkte im Objektschutz betreuen , aber auch Sicherheits Dienste im Krankenhaus z.b Eingangsbereiche und daher Kontakt zu Frauke.
Ohne jemandem zu Nahe zu treten, aber vereinzelt haben Beschäftigte in diesem Berufssektor ein überzogenes Kontrollbedürfnis und möchten Sicherheit suggerieren und in geringem Maße auch Macht ausüben.
Auch ein Job als Auslieferungsfahrer oder Taxifahrer käme noch in Betracht.
Täter fahrt auf jeden Fall gerne und viel Auto und kennt sich gut in der Umgebung in Paderborn aus und kannte auch vorher schon die Ablagestelle.
DasTöten von Frauke war die einzig mögliche Befreiung aus dieser Situation der im Vorfeld nicht geplanten Freiheitsberaubung. Dem Täter waren sein Ansehen in der Gesellschaft wichtiger als das Leben von Frauke.

Also Schluss endlich würde ich sagen der Täter wenn er nicht durch Krankheit, Unfall oder Selbstmord ums Leben kam ist weiterhin noch unter uns und durch das Raster der polizeilichen Ermittlungen gerutscht.
beyourselftonite
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von beyourselftonite »

Ich habe selbst keine Idee, wie der Fall sich abgespielt haben könnte. Ich habe in der Vergangenheit "interessante" Theorien in Gedanken gewälzt, bin aber zu dem Schluss gekommen, dass man dazu neigt, die Fehlstellen des Wisssens um den Ablauf des Tatgeschehens mehr oder weniger phantastisch zu konstruieren oder sie auf den bekannten privaten Bereich von Frauke zu projizieren.
Ich könnte mir aber tatsächlich vorstellen, dass die Tat, oder besser die Gesamtheit der Taten sich als solche gar nicht als geplante Taten am Anfang gezeigt haben, sondern dass sich das sehr schnelle Handeln der Mutter durchaus ungünstig ausgewirkt haben könnte, in dem Sinne, dass sich der Ablauf eskalierend entwickelte und zwar letztlich so sehr, dass der Täter für sich keine Chance mehr sah, Frauke freizulassen ohne strafrechtlich belangt zu werden. Wie gesagt, meine derzeitige Einschätzung/Vermutung, whatever.
Meine eigenen Theorien habe ich natürlich von der KI überprüfen lassen - kurz und gut, sie lagen alle bei 5-10% Wahrscheinlichkeit...
Bastian
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Bastian »

Vindurroedd hat geschrieben: ↑Montag, 09. Dezember 2024, 22:18:23 Liegt doch direkt an der Borchenerstrasse Richtung Stadt.
Das stimmt, aber sollte der Anruf von hier gekommen sein (https://maps.app.goo.gl/eD3QMAYgrgTDQFwHA) dann kennen den wirklich nur die eingefleischten die diese Firmen ansteuern, oder dort mal zu Fuß lang laufen.
HP1
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von HP1 »

@keks22 @beyourselftonite
Bin da ganz bei euch, ich würde mein Geld auch auf jeden Fall auf "ungeplante Tat" setzen.

Aber falls eure Beiträge als Reaktion/Antwort auf meine Nachfrage gemeint waren:
Da gehts nicht darum, welchen Rahmen Täter/Motiv/Hergang man für am Wahrscheinlichsten hält, sondern wie ein angenommener Täter mit Absicht, eine Frau zu entführen und über einen Zeitraum festzuhalten (keine, die er bereits vor Entschluss und Plan sowieso schon kennt), die Sache angehen würde.
Ein "für wahrscheinlich halten" eines solchen Täters spielt keine Rolle.
Eine Passung mit den bekannten Details ist nicht gefragt. (Eher im Gegenteil. Vielleicht ergibt sich ja, dass man einen solchen Täter mit den faktischen Details kaum zusammenbringen kann?)
Es geht auch nicht darum ausgiebig zu erörtern, was so ein Täter denn wunder weiß alles getan oder gelassen haben könnte.
Stattdessen ist die Frage, wie man selbst es angehen würde, möglichst konkret. Keine vagen oder aber überkonstruierten Zuschreibungen an eine hypothetische Tatperson, die irgendwie ein Mix aus "Böser Täter Prototyp" und eigener Anschauung darstellt. Kein "für wahrscheinlich halten", nur um die eigene Vorstellung mit den bekannten Fakten/Details phantasievoll in Deckung zu bringen.
Ne, einfach nur die Aufgabe, plant mal hypothetisch drauflos, wie ihr realistisch eine junge Frau (keine vorab festgelegte) in eure Gewalt bringen und einige Zeit (eine Woche...) festhalten würdet. Wie gesagt, wem das too much ist, der macht einfach nicht mit ;)
Keks22

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Keks22 »

HP1 hat geschrieben: ↑Dienstag, 10. Dezember 2024, 11:29:45 @keks22 @beyourselftonite
Bin da ganz bei euch, ich würde mein Geld auch auf jeden Fall auf "ungeplante Tat" setzen.

Aber falls eure Beiträge als Reaktion/Antwort auf meine Nachfrage gemeint waren:
Da gehts nicht darum, welchen Rahmen Täter/Motiv/Hergang man für am Wahrscheinlichsten hält, sondern wie ein angenommener Täter mit Absicht, eine Frau zu entführen und über einen Zeitraum festzuhalten (keine, die er bereits vor Entschluss und Plan sowieso schon kennt), die Sache angehen würde.
Ein "für wahrscheinlich halten" eines solchen Täters spielt keine Rolle.
Eine Passung mit den bekannten Details ist nicht gefragt. (Eher im Gegenteil. Vielleicht ergibt sich ja, dass man einen solchen Täter mit den faktischen Details kaum zusammenbringen kann?)
Es geht auch nicht darum ausgiebig zu erörtern, was so ein Täter denn wunder weiß alles getan oder gelassen haben könnte.
Stattdessen ist die Frage, wie man selbst es angehen würde, möglichst konkret. Keine vagen oder aber überkonstruierten Zuschreibungen an eine hypothetische Tatperson, die irgendwie ein Mix aus "Böser Täter Prototyp" und eigener Anschauung darstellt. Kein "für wahrscheinlich halten", nur um die eigene Vorstellung mit den bekannten Fakten/Details phantasievoll in Deckung zu bringen.
Ne, einfach nur die Aufgabe, plant mal hypothetisch drauflos, wie ihr realistisch eine junge Frau (keine vorab festgelegte) in eure Gewalt bringen und einige Zeit (eine Woche...) festhalten würdet. Wie gesagt, wem das too much ist, der macht einfach nicht mit ;)
Ein bisschen Too much ist das schon . Man könnte schon seiner Phantasie freien Raum lassen. Aber ob dieser Fall FL dafür den richtigen Raum bietet mag ich zu bezweifeln. Wir wollen ja hier helfen den Täter zu ermitteln mit den uns zur Verfügung stehenden Informationen.
glinda

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von glinda »

Hallo zusammen, eigentlich lese ich nur still mit, jedoch haben mein Freund und ich in den letzten Tagen erneut den Podcast gehört und uns die Frage gestellt: was wenn der Fall schon längst gelöst ist? Nicht nur alle, aber für Frau Liebs? Sie bittet den Täter um Aufklärung und spricht davon, dass es ihr nicht um Bestrafung geht. Was, wenn der Täter sich nach der letzten Folge, in der sich F.L. ganz explizit an ihn richtet, bei ihr gemeldet hat? Vielleicht anonym per Telefon oder schriftlich.
Wiesenblume
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Registriert: Samstag, 26. Januar 2019, 15:09:20
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Wiesenblume »

Ich stelle meine Frage noch einmal . Weiß jemand, was 2006 auf dem Bilster Berg genau los war. 2010 war er ein Lost Place. Wie es scheint eingezäunt.Verfallene Bauten und Überwachungstürme. Gab es dort einen oder mehrere Geo-Caches ? Hier stelle ich meine Frage an die Paderborner Cacher oder andere in der Umgebung. Könnte noch illegal Munition dort gelagert worden sein ? Oder etwa Rauschgift angebaut worden sein ?--Mir ist klar , dass die ehrliche Antwort auf die letzten Fragen immer noch riskant sein kann.---Wenn so etwas mit der 1. SMS in Bezug auf Fraukes Entführung und Tod in ZH stände, wären die komischen Anruffahrten, die dann von Bilster Berg hätten ablenken sollen, auch absolut verständlich. ---Im Gebiet um Jüterbog brennt es in jedem Sommer. Die Russen haben ihre Munition auch größtenteils vor Ort gelassen. Da fährt kein Löschfahrzeug in`s ehemalige Militärgebiet um Treuenbrietzen, wenn es brennt. Wäre lebensgefährlich für die Feuerwehr. ---Vielleicht hat sich hier auch jemand oder eine Gruppe was an Munition abgezweigt, was Frauke dann hätte ausplaudern können.
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