VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

ÖFFENTLICHE DISKUSSION
Ungeklärte Fälle: Martin Bach, Tabita Cirvele, Heidi Dannhäuser, Anna E. (Herrieden), Sergej Enns, Nancy Förster, Denis Franke, Helga Frings, Monika Frischholz, Inga Gehricke, Leonie Gritzka, Jascha Hardenberg, Karl Erivan Haub, Felix Heger, Ines Heider, Ina K. (Gorleben), Anett Carolin Kaiser, Baris Karabulut, Elke Kerll, Inka Köntges, Katrin Konert, Ralf Kottmann, Leitner/Baumgartner, Monika Liebl, Wolfgang Loh, Danuta Lysien, Jennifer M. (Bühl/Bremen), Alexandra May, Maddie McCann, Lars Mittank, Tanja Mühlinghaus, Mandy Müller, Mine O. (Duisburg), Harald Oelschläger, Alexandra R. (Nürnberg), Birgit Rösing (gen. Storck), Petra Schetters, Dirk Schiller, Émile Soleil, Rosi Strohfus, Anton Thanner, Hartmut Weiske

Geklärte Fälle: Vera B. (Datteln), Liam Colgan, Fritz Hagedorn, Kevin Hantl, Maria Henselmann, Rondk Kaniwar, Birgit Keller, Malina Klaar, Timo Kraus, Mike Mansholt, Marc Otto, Rainer Schaller, Sophie Sherpa, Jeannette Stehr, Annika T. (Seelze-Lohnde), Lars Wunder
Komisar_Rex_
Beiträge: 230
Registriert: Montag, 22. April 2024, 17:39:31
Kronen:
Sterne:

Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

Ungelesener Beitrag von Komisar_Rex_ »

papaya hat geschrieben: Mittwoch, 03. Juli 2024, 15:47:18 Dass eine Auszubildende keine perfekten Artikel schreibt, ist völlig klar. Der ist nichts vorzuwerfen.

Aber in einer ernstzunehmenden Zeitung muss das natürlich jemand vor Drucklegung Korrektur lesen, ihr die Fehler erklären und den Artikel in Ordnung bringen, bevor er veröffentlicht wird.

Das ist in anderen Branchen ganz genau so.

Besser als der gründlich verunglückte Artikel der AA resümiert Infranken inzwischen treffend:


Quelle: https://www.infranken.de/lk/nuernberg/p ... rt-5854457
Wenn ich das jetzt richtig einordne, dann gibt es, ausser den Zeugenaussagen, keine Beweise oder Indizien dafür, dass die Angeklagten am Tag des Verschwindens, in Limbach oder Katzwang, waren.
Bitte korrigiert mich, wenn ich das, falsch, interpretiert habe.

Danke auch für die Quelle...
zwischen Neugierde und Sensationsgier, liegen manchmal Welten... :!: :!: :!:
Finanzierung

Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

Ungelesener Beitrag von Finanzierung »

Alex123 hat geschrieben: Mittwoch, 03. Juli 2024, 18:15:09 Ja nee, is klar. Geheime Konten.
Selbst in der Schweiz gibt es das strikte Bankgeheimnis seit 10 Jahren nicht mehr.
Und der eingesetzte Finanzverwalter wird alle Zuflüsse auf und Abflüsse von Alexandras bekannten Konten untersucht haben.
Seine Aussage war, dass das Fix-and-flip-Modell bei Alexandra nicht funktioniert hat, weil zu gierige Provisionen gefordert wurden.
Im Umkehrschluss heißt das, dass sich die finanzielle Situation von Alexandra vollkommen durch ihre Immobilenkäufe und -verkäufe und ihren Job bei der Postbank erklären lässt.
Weder der noch Du haben es verstanden. Mal abgesehen davon, dass im Gericht ein erstaunlich hohes Einkommen von über 6.500 Euro genannt wurde, hätten die Kredite nur bedient werden können, wenn *nichts* zum Leben übrig geblieben sondern alles in die Tilgung gestopft worden wäre.

Das ist natürlich komplett hanebüchen, wurde aber tatsächlich so theoretisch vorgerechnet.
Sronson
Moderatorin
Beiträge: 1516
Registriert: Sonntag, 07. April 2024, 14:22:56
Kronen: Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ
(ausgezeichnet mit einer Goldenen Krone für 1000 Beiträge)
Sterne:

Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

Ungelesener Beitrag von Sronson »

Alex123 hat geschrieben: Mittwoch, 03. Juli 2024, 18:15:09 Ja nee, is klar. Geheime Konten.
Selbst in der Schweiz gibt es das strikte Bankgeheimnis seit 10 Jahren nicht mehr.
Ein Konto ist so lange geheim, bis die Ermittlungsbehörden davon erfahren. Wenn Alexandra nirgends Hinweise auf ein Konto in bspw. Lettland, Tschechien oder Italien zu Hause hat rumliegen lassen, werden die Ermittler wohl nie von diesem erfahren. Oder meinst du, sie stellen in jedes Land dieser Erde ein Rechtshilfeersuchen, um mögliche Auslandskonten der Vermissten zu ermitteln? Mal davon abgesehen kann man noch immer völlig anonyme Offshore-Konten in Taiwan, Montenegro, Serbien, den Seychellen, Dubai und Hongkong eröffnen. Auch hier hätte Googlen dir einen Beitrag erspart.
papaya
Beiträge: 1063
Registriert: Dienstag, 26. März 2019, 11:20:01
Kronen:
Sterne:

Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

Ungelesener Beitrag von papaya »

Komisar_Rex_ hat geschrieben: Mittwoch, 03. Juli 2024, 18:15:42 Wenn ich das jetzt richtig einordne, dann gibt es, ausser den Zeugenaussagen, keine Beweise oder Indizien dafür, dass die Angeklagten am Tag des Verschwindens, in Limbach oder Katzwang, waren.
So habe ich das jetzt verstanden, abgesehen von dem möglicherweise platzierten Panzertape und Ohrring, der von einem Dutzend Zeugen übersehen worden sein müsste und mehrere Wochen lang in ein nicht verschlossenes Haus hätte gebracht werden können.

Es gibt auch weder Zeugen noch brauchbare Indizien dafür, dass sie in Hilpoltstein in der Lagerhalle war. Kein Besen, kein Funkmast.

Und in Oberhasling soll lediglich ihr Handy acht Minuten lang mit einem WLAN-Router Kontakt gehabt haben. Die Hunde wurden erst über 7 Monate nach dem Verschwinden eingesetzt, nach wissenschaftlichem Konsens sind menschliche Spuren aber nur ca. 48 Stunden lang einigermaßen zuverlässig von Hunden zu wittern. Damit ist auch die Behauptung, Hunde hätten ihre Spur in den Wald verfolgt, nicht beweisbar.
Turmfalke23
Beiträge: 869
Registriert: Freitag, 28. Juli 2023, 12:08:34
Kronen:
Sterne:

Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

Ungelesener Beitrag von Turmfalke23 »

Im Fall der verschwundenen Alexandra R. aus Katzwang standen erneut die feinen Nasen der Spürhunde im Mittelpunkt des Prozesses. Diesmal wurde deren Arbeit von einem Experten erheblich in Zweifel gezogen. Was können die Tiere und was nicht?

https://www.br.de/nachrichten/bayern/fa ... de,UHTfCrq

Über die rechtlichen Anforderungen der Hunde wurde bereits berichtet.
Erneut wieder ein zweifelhaftes Beweismittel ?
Komisar_Rex_
Beiträge: 230
Registriert: Montag, 22. April 2024, 17:39:31
Kronen:
Sterne:

Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

Ungelesener Beitrag von Komisar_Rex_ »

papaya hat geschrieben: Mittwoch, 03. Juli 2024, 19:26:19 So habe ich das jetzt verstanden, abgesehen von dem möglicherweise platzierten Panzertape und Ohrring, der von einem Dutzend Zeugen übersehen worden sein müsste und mehrere Wochen lang in ein nicht verschlossenes Haus hätte gebracht werden können.

Es gibt auch weder Zeugen noch brauchbare Indizien dafür, dass sie in Hilpoltstein in der Lagerhalle war. Kein Besen, kein Funkmast.

Und in Oberhasling soll lediglich ihr Handy acht Minuten lang mit einem WLAN-Router Kontakt gehabt haben. Die Hunde wurden erst über 7 Monate nach dem Verschwinden eingesetzt, nach wissenschaftlichem Konsens sind menschliche Spuren aber nur ca. 48 Stunden lang einigermaßen zuverlässig von Hunden zu wittern. Damit ist auch die Behauptung, Hunde hätten ihre Spur in den Wald verfolgt, nicht beweisbar.
Danke, Papaya.
Kein Ort, der in der Anklage steht, liefert also irgendwelche Indizien-noch 'Beweise dafür, dass die Angeklagten dort, mit Alexandra, waren...
Wir stehen wieder am Anfang....
Wenigstens ist die Variante, die gerade verhandelt wird, damit, vom Tisch...und vor allem ist sie während des Prozesses, mit vielen Kleinigkeiten, widerlegt worden...

Wer hat Schuld, am Verschwinden, einer schwangeren Frau?
Wer hatte noch ein Interesse daran, dass Alexandra verschwindet??
Ungesehen, unerkannt und so, dass niemand sie mehr finden kann???

Was ist nur mit ihr passiert?
Hoffentlich ist jetzt langsam mal Zeit, für die Wahrheit.... es ist ja schließlich nicht die Aufgabe, der Verteidigung, einen anderen Tathergang, zu ermitteln...
Aber die Polizei und die Staatsanwaltschaft, sind hoffentlich schon dabei, weiter zu ermitteln....

Das Schicksal von Alexandra und ihrem Baby, verdient es, aufgeklärt zu werden...

(Oder falls sie noch lebt, wünsche ich, Alexandra, Frieden , wo immer sie sein mag.. mit ihrem Baby und ohne Angst, vor drohenden Männern)...
zwischen Neugierde und Sensationsgier, liegen manchmal Welten... :!: :!: :!:
Sronson
Moderatorin
Beiträge: 1516
Registriert: Sonntag, 07. April 2024, 14:22:56
Kronen: Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ
(ausgezeichnet mit einer Goldenen Krone für 1000 Beiträge)
Sterne:

Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

Ungelesener Beitrag von Sronson »

Turmfalke23 hat geschrieben: Mittwoch, 03. Juli 2024, 20:11:35 Was können die Tiere und was nicht?
Die können nicht soviel, das muss man leider so sagen. Die Spur von Walter S. erschnupperten sie an der Werra, sie endete am Ufer. Die Ermittler schlussfolgerten, dass er und sein Hund Zeus dort ins Wasser gelangt und ertrunken waren. Viele Monate später fand man Hund und Herrchen erschossen im Wald, der eine Stunde Fußweg entfernt liegt. Das ist nur eines von vielen Beispielen, in denen Suchhunde Ermittler in die Irre führten.
Turmfalke23 hat geschrieben: Mittwoch, 03. Juli 2024, 20:11:35 Erneut wieder ein zweifelhaftes Beweismittel ?
Kann man durchaus so sagen.
Klugscheißer
Beiträge: 1484
Registriert: Mittwoch, 23. Juni 2021, 14:30:33
Kronen: Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ
(ausgezeichnet mit einer Goldenen Krone für 1000 Beiträge)
Sterne:

Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

Ungelesener Beitrag von Klugscheißer »

Komisar_Rex_ hat geschrieben: Mittwoch, 03. Juli 2024, 20:28:46
Hoffentlich ist jetzt langsam mal Zeit, für die Wahrheit.... es ist ja schließlich nicht die Aufgabe, der Verteidigung, einen anderen Tathergang, zu ermitteln...
Aber die Polizei und die Staatsanwaltschaft, sind hoffentlich schon dabei, weiter zu ermitteln....
Sobald die Anklage erstellt wurde und der Prozess begonnen hat, gehört es nicht mehr zu den Aufgaben der Staatsanwaltschaft, in alle Richtungen zu ermitteln.
Komisar_Rex_
Beiträge: 230
Registriert: Montag, 22. April 2024, 17:39:31
Kronen:
Sterne:

Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

Ungelesener Beitrag von Komisar_Rex_ »

Klugscheißer hat geschrieben: Mittwoch, 03. Juli 2024, 21:22:51 Sobald die Anklage erstellt wurde und der Prozess begonnen hat, gehört es nicht mehr zu den Aufgaben der Staatsanwaltschaft, in alle Richtungen zu ermitteln.
Sie werden nicht in alle Richtungen ermitteln... Aber vielleicht, mit dem, was sie haben, eine neuen Ansatz, finden....
Hoffentlich...
(Irgendwer muss ja die Schuld am Verschwinden, haben... wenn sie nicht selbst, daran beteiligt war...)
Nur weil der Prozess zu Ende ist, ist das Schicksal ja nicht geklärt. Mord verjährt nie.... -wenigstens ist das beruhigend zu wissen, denn sonst läuft da draussen ein Mörder frei rum und ich denke, dass sie Staatsanwaltschaft, da was dagegen hätte...

Ich hoffe nicht, dass die Ermittlungen eingestellt werden....
Warum auch?? Nur weil die Angeklagten es nicht gewesen sind, ist der Fall noch nicht gelöst...
zwischen Neugierde und Sensationsgier, liegen manchmal Welten... :!: :!: :!:
Klugscheißer
Beiträge: 1484
Registriert: Mittwoch, 23. Juni 2021, 14:30:33
Kronen: Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ
(ausgezeichnet mit einer Goldenen Krone für 1000 Beiträge)
Sterne:

Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

Ungelesener Beitrag von Klugscheißer »

Komisar_Rex_ hat geschrieben: Mittwoch, 03. Juli 2024, 22:08:10 Sie werden nicht in alle Richtungen ermitteln... Aber vielleicht, mit dem, was sie haben, eine neuen Ansatz, finden....
Hoffentlich...
(Irgendwer muss ja die Schuld am Verschwinden, haben... wenn sie nicht selbst, daran beteiligt war...)
Nur weil der Prozess zu Ende ist, ist das Schicksal ja nicht geklärt. Mord verjährt nie.... -wenigstens ist das beruhigend zu wissen, denn sonst läuft da draussen ein Mörder frei rum und ich denke, dass sie Staatsanwaltschaft, da was dagegen hätte...

Ich hoffe nicht, dass die Ermittlungen eingestellt werden....
Warum auch?? Nur weil die Angeklagten es nicht gewesen sind, ist der Fall noch nicht gelöst...
Wo ist denn der Prozess zuende?
Willst du nicht erst mal abwarten, ob es nicht zu einer Verurteilung wegen Mordes kommt?
papaya
Beiträge: 1063
Registriert: Dienstag, 26. März 2019, 11:20:01
Kronen:
Sterne:

Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

Ungelesener Beitrag von papaya »

Heute wurde vor Gericht ein Experte zu den Hunden in Oberhasling gehört.
Ein unabhängiger Gutachter wurde deswegen eingeschaltet: Der österreichische Experte Leopold Slotta-Bachmayr. Er hält es für unwahrscheinlich, dass die Hunde nach Monaten noch eine Geruchsspur aufgenommen haben und dieser gefolgt seien

"Die Erfolgschancen liegen nach einer Woche bei null", resümiert der Experte.

Die Aussagen des Biologen sind ein Rückschlag für die Staatsanwaltschaft, die davon ausgeht, dass der Ex von Alexandra R. und sein Geschäftspartner die Frau entführt und ermordet haben.
Quelle: https://www.br.de/nachrichten/bayern/fa ... de,UHTfCrq
Komisar_Rex_
Beiträge: 230
Registriert: Montag, 22. April 2024, 17:39:31
Kronen:
Sterne:

Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

Ungelesener Beitrag von Komisar_Rex_ »

Klugscheißer hat geschrieben: Mittwoch, 03. Juli 2024, 22:26:00 Wo ist denn der Prozess zuende?
Willst du nicht erst mal abwarten, ob es nicht zu einer Verurteilung wegen Mordes kommt?
Nö... für mich sieht es nicht mehr danach aus, dass die Angeklagten, etwas mit dem Verschwinden zu tun haben...
Für mich, sieht es eher so aus, als ob es neue Ermittlungen geben muss... weil eben alles ganz anders gewesen sein kann...

Die Beweisaufnahme ist vorbei und da wir in einem Rechtsstaat leben, sieht alles danach aus, dass das Urteil, ''im Zweifel für die Angeklagten'', lauten wird... Alles andere macht keinen Sinn... .
Alle Anträge kommen von der Verteidigung. Ein Ass, wird die Staatsanwaltschaft, nicht mehr im Ärmel stecken haben...
zwischen Neugierde und Sensationsgier, liegen manchmal Welten... :!: :!: :!:
Fränkin
Beiträge: 366
Registriert: Donnerstag, 02. Februar 2023, 01:16:46
Kronen:
Sterne: 🤘

Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

Ungelesener Beitrag von Fränkin »

Komisar_Rex_ hat geschrieben: Mittwoch, 03. Juli 2024, 22:38:53 Nö... für mich sieht es nicht mehr danach aus, dass die Angeklagten, etwas mit dem Verschwinden zu tun haben...
Für mich, sieht es eher so aus, als ob es neue Ermittlungen geben muss... weil eben alles ganz anders gewesen sein kann...

Die Beweisaufnahme ist vorbei und da wir in einem Rechtsstaat leben, sieht alles danach aus, dass das Urteil ''im Zweifel für die Angeklagten'' lauten wird... Alles andere macht keinen Sinn... .
Alle Anträge kommen von der Verteidigung. Ein Ass, wird die Staatsanwaltschaft, nicht mehr im Ärmel stecken haben...
Die Soko geht davon aus, dass sie dort völlig richtig ermittelt haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Soko die richtigen Indizien geliefert hat (und lässt mitunter auch Leute verhaften, die was erzählen, was nicht ihre Meinung widerspiegelt). Relativ zielführende Anträge der Verteidigung nach erneuten Zeugenbefragungen werden reihenweise abgelehnt. Einige bisher nicht untersuchte Asservate werden (so wie es derzeit aussieht) wohl noch nachuntersucht. Das dauert. Daher hat der vorsitzende Richter bereits Termine bis Ende September angekündigt, im August werde es wohl eine urlaubsbedingte Gerichtspause geben.
Mit dem heutigen Verhandlungstag sind auch noch die Hundespuren vom Tisch. Ein Gutachter, der sich seit fast 30 Jahren mit dem Können der Spürnasen beschäftigt, hat anhand verschiedener wissenschaftlicher Arbeiten heute dargelegt, dass es völlig unmöglich war, dass Hunde nach Monaten (und sogar bereits nach einer Woche) noch eine Spur gefunden haben, zudem der Gutachter meinte, dass eine Geruchsprobe, wenn sie für den Hund funktionieren soll, auch vom Hundeführer abgenommen werden sollte.
Leider nimmt das Medieninteresse auch gewaltig ab. Heute Nachmittag war nur noch einer der zahlreichen für die Pressevertreter reservierten Stühle besetzt.

Hier noch der Link zum neusten Artikel des BR: https://www.br.de/nachrichten/bayern/fa ... de,UHTfCrq
Fall Alexandra R.: Erhebliche Zweifel an Arbeit der Spürhunde
Im Fall der verschwundenen Alexandra R. aus Nürnberg-Katzwang standen erneut die feinen Nasen der Spürhunde im Mittelpunkt des Prozesses. Diesmal wurde deren Arbeit von einem Experten erheblich in Zweifel gezogen. Was können die Tiere und was nicht?
Komisar_Rex_
Beiträge: 230
Registriert: Montag, 22. April 2024, 17:39:31
Kronen:
Sterne:

Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

Ungelesener Beitrag von Komisar_Rex_ »

Fränkin hat geschrieben: Mittwoch, 03. Juli 2024, 23:09:32 Die Soko geht davon aus, dass sie dort völlig richtig ermittelt haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Soko die richtigen Indizien geliefert hat (und lässt mitunter auch Leute verhaften, die was erzählen, was nicht ihre Meinung widerspiegelt). Relativ zielführende Anträge der Verteidigung nach erneuten Zeugenbefragungen werden reihenweise abgelehnt. Einige bisher nicht untersuchte Asservate werden (so wie es derzeit aussieht) wohl noch nachuntersucht. Das dauert. Daher hat der vorsitzende Richter bereits Termine bis Ende September angekündigt, im August werde es wohl eine urlaubsbedingte Gerichtspause geben.
Mit dem heutigen Verhandlungstag sind auch noch die Hundespuren vom Tisch. Ein Gutachter, der sich seit fast 30 Jahren mit dem Können der Spürnasen beschäftigt, hat anhand verschiedener wissenschaftlicher Arbeiten heute dargelegt, dass es völlig unmöglich war, dass Hunde nach Monaten (und sogar bereits nach einer Woche) noch eine Spur gefunden haben, zudem der Gutachter meinte, dass eine Geruchsprobe, wenn sie für den Hund funktionieren soll, auch vom Hundeführer abgenommen werden sollte.
Leider nimmt das Medieninteresse auch gewaltig ab. Heute Nachmittag war nur noch einer der zahlreichen für die Pressevertreter reservierten Stühle besetzt.

Hier noch der Link zum neusten Artikel des BR: https://www.br.de/nachrichten/bayern/fa ... de,UHTfCrq
Ich glaube auch, dass die Soko richtig ermittelt hat...
Also vor der Verhandlung, sah alles auch danach aus....
Aber auch Ermittler sind nur Menschen...
Vielleicht haben sie den Wald, vor lauter Bäumen nicht gesehen...
Sie haben sich auf die Zeugenaussagen, eingelassen und dann noch die dazugehörigen Video-Sequenzen bekommen.
Ein Motiv, hatten sie auch. Quasi auf dem Silbertablett..
Allerdings so finde ich, war die Ermittlung, wohl etwas zu sehr auf den finanziellen Aspekt (den es ja offensichtlich auch gibt), konzentriert.

Das die Angeklagten, verdächtig waren, dass ist nicht von der Hand zu weisen...
Seit der Vermisstenmelung waren die ERmittler alarmiert, dass A.R., entführt wurde...
(B.R. hat das so in seiner Aussage vor Gericht auch nochmal bestätigt).
Er hat sofort D.B. in Verdacht gehabt und die ERmittler haben sich auch, sehr schnell an D.B. gewandt und ihn gebeten ins Revier, zu kommen...

Die Ermittler sind ja keine Gutachter, die Videomaterial oder Handy-Ortungspunkte, analysieren und auswerten können...
Die Anklageschrift, hätte, wenn sie die nötigen Indizien geliefert hat, so standhalten können...
Jetzt sieht es allerdings so aus, als ob selbst die Staatsanwaltschaft, getäuscht wurde...

Im Stich gelassen, von den Zeugenaussagen und den Indizien, die letztendlich keine sind... (Warum auch immer, aber irgendwie würde mich wirklich interessieren, wie die Polizei es geschafft hat, überhaupt, zu ihren Indizien, zu kommen... aber das wird wohl im Dunkeln bleiben... )

Ich vertraue dem Gericht und auch darauf, dass die Gerechtigkeit, siegen wird...
zwischen Neugierde und Sensationsgier, liegen manchmal Welten... :!: :!: :!:
Fränkin
Beiträge: 366
Registriert: Donnerstag, 02. Februar 2023, 01:16:46
Kronen:
Sterne: 🤘

Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

Ungelesener Beitrag von Fränkin »

Komisar_Rex_ hat geschrieben: Donnerstag, 04. Juli 2024, 01:16:24 Die Ermittler sind ja keine Gutachter, die Videomaterial oder Handy-Ortungspunkte, analysieren und auswerten können...
Die Anklageschrift, hätte, wenn sie die nötigen Indizien geliefert hat, so standhalten können...
Die Gutachten waren eigentlich alle bis zur Anklageerhebung fertig. Man hätte sie nur lesen müssen.
Komisar_Rex_ hat geschrieben: Donnerstag, 04. Juli 2024, 01:16:24 Ich vertraue dem Gericht und auch darauf, dass die Gerechtigkeit, siegen wird...
Naja, zumindest mein Vertrauen in dieses Gericht ist deutlich geschwunden.
Aktuell ein Beispiel eines seiner "gerechten" Urteile:
https://www.nn.de/nuernberg/abgebrannte ... 1.14328266 (Paywall - hier in Auszügen:)
Nach dem verheerenden Brand in einem Kita-Neubau in Nürnberg im Mai 2022 hatte das Amtsgericht Nürnberg einen Bauarbeiter wegen Brandstiftung verurteilt - angeblich hatte er eine Kippe weggeworfen. Nun stellt sich heraus: Der Mann war Nichtraucher.
...
Der zentrale Beweis: Ein Video mit einer Geste, die höchstens eine Sekunde zu sehen war - im ersten Stock des Gebäudes an der Nürnberger Grünewaldstraße wurde irgendetwas aus dem Fenster geworfen, später begann es unter diesem Fenster zu glimmen.
...
Im Januar 2024 verhängte das Nürnberger Amtsgericht gegen den Trockenbauer wegen fahrlässiger Brandstiftung eine Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu jeweils 20 Euro, insgesamt 800 Euro sollte der 22-Jährige zahlen. Ein Urteil, das er nicht akzeptierte.
...
Tatsächlich hätten ihn - nach einem rechtskräftigen Urteil - die zivilrechtlichen Konsequenzen sehr viel härter getroffen. Er musste damit rechnen, dass sich die Versicherungen an ihn wenden würden, um sich selbst schadlos zu halten.
...
Am Ende der Beweisaufnahme hat die höhere Instanz "aus tatsächlichen Gründen", wie Gerichtssprecherin Tina Haase bestätigt, den Bauarbeiter nun freigesprochen und das Urteil der ersten Instanz aufgehoben....
Komisar_Rex_
Beiträge: 230
Registriert: Montag, 22. April 2024, 17:39:31
Kronen:
Sterne:

Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

Ungelesener Beitrag von Komisar_Rex_ »

Fränkin hat geschrieben: Donnerstag, 04. Juli 2024, 07:09:02 Die Gutachten waren eigentlich alle bis zur Anklageerhebung fertig. Man hätte sie nur lesen müssen.

Naja, zumindest mein Vertrauen in dieses Gericht ist deutlich geschwunden.
Aktuell ein Beispiel eines seiner "gerechten" Urteile:
https://www.nn.de/nuernberg/abgebrannte ... 1.14328266 (Paywall - hier in Auszügen:)
Stimmt, mit den Gutachten... dann drück ich es anders aus. Die Ermittler sind keine Sachverständigen oder Gutachter.
Wenn die Staatsanwaltschaft, die Gutachter und Sachverständigen, zu ihrer Einschätzung befragt, dann heisst das am Ende nicht, dass diese Gutachten auch zulässig sind. Wie jetzt geschehen.

Meine Einschätzung zu der Unschuld, der Angeklagten, im Fall Alexandra, fusst jedenfalls auf der Begründung, dass nichts bisher nachgewiesen werden konnte.

Wenn ein Täter, zur gleichen Uhrzeit, an unterschiedlichen Stellen und von Zeugen gesehen worden sein soll, sich Lügen und Vertuschungsabsichten bei wichtigen Zeugen, abzeichnen oder Zeugen, wie Schauspieler wirken (der Typ, der mit den Angeklagten ein Rennen fahren wollte, wegen seiner Gabe, sich Gesichter merken zu können), Zeugen, die sich vor Gericht plötzlich nicht mehr erinnern können, welche Aussagen sie noch bei der Polizei gemacht haben usw... all das was vor der Verhandlung, als Indiz galt, ist mitlerweile widerlegt.

Ich frage mich auf welcher Grundlage, da ein Schuldspruch, gefällt werden soll...

Nichts deutet, nach der Beweisaufnahme darauf hin, dass die Angeklagten, die ihnen zur Last gelegten Taten, so begangen haben können... Nichts deutet darauf hin, dass Alexandra in Sindersdorf, Limbach oder in sonst einem erwähnten Ort, war. Nichts deutet darauf hin, dass das Klebeband oder der Ohrstecker, an diesem Tag dort von den Angeklagten, liegen gelassen wurde. Nichts deutet darauf hin, dass die Angeklagten sie entführt haben.
Nichts deutet darauf hin, dass Alexandra tot ist und es gibt keine Spuren, die das auch nur ansatzweise, beweisen können.

Das konnte auch die staatsanwaltschaft, so nicht vorhersehen.

Dafür gibt es ja Gerichtsverhandlungen. Dort wird unparteiisch, geurteilt.
Nach Fakten, Beweisen und nach Tatsachen.

Die ganzen finanziellen Angelegenheiten, muss meiner Meinung nach, ein anderer Prozess, klären.
Denn auch in dieses Motiv, ist anzuzweifeln und bewiesen ist auch da noch nichts.
Alexandra wäre bei einer GErichtsverhandlung, um die ''unberechtigten Forderungen'', in einem Boot mit den Angeklagten gesessen.
Der dubiose Geschäftsstil der GmbH, wäre spätestens bei diesem Prozess aufgeflogen.
Alexandra wäre genauso mit dran gewesen, wie ihre Geschäftspartner.
Durch die Geschäfte, vor der Trennung und vor der Sperrung der Konten für D.B, wäre sie aber genauso in Erklärungsnot gekommen, wenn sie bei Gericht die Forderung der Angeklagten, widerlegen wollte.
Ausserdem halte ich nachwievor, es für sehr wichtig, dass die Angeklagten bei dem Tatvorwurf der STA, sich bestimmt nicht mit falschen SMS bei den Freunden und dem Lebenspartner, von Alexandra, gemeldet hätten. Schon gar nicht, mit dem Text, dass sie zurück zu D.B. geht.
Damit hätte die Polizei sofort sie im Verdacht gehabt, weil D.B. wusste bei seiner Vernehmung nicht, wo A.R. sein kann.

Wer also ist so dumm, plant alles so sorgfältig; -mit gefakten Prepaid Karten, vier Autos und einem Plan der vollkommen planlos ist, um sich dann mit einer angeblichen SMS, von Alexandra, sofort selbst in die Schusslinie zu bringen???

Würden die Indizien, der STA sich beweisen, hätten die ERmittler alles richtig gemacht. Sie sind den Spuren nachgegangen, die es gab.

Aber in diesem Fall, ist das mitlerweile normal. Von Anfang an gibt es nur Ungereimtheiten.
Vieles was vor dem Prozess in der Presse verbreitet wurde, hat sich jetzt, nach der Beweisaufnahme, als Fake, bewiesen.

Jetzt hätten die STA und auch die ERmittler, die Chance, erneut zu überprüfen, was wirklich passierte.
Vielleicht sollte man nochmal alle Beteiligten hören. Nur in einem anderen Prozess und vor allem, mit einem ganz anderen Motiv...

Sich jetzt immernoch auf die Anklage zu stützen, ist meiner Meinung nach, ziemlich festgefahren und bringt für die Angehörigen, keine Gewissheit.


(Die Gründe hierfür hab ich schon mehrmals genannt).
zwischen Neugierde und Sensationsgier, liegen manchmal Welten... :!: :!: :!:
Kalle

Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

Ungelesener Beitrag von Kalle »

Komisar_Rex_ hat geschrieben: Donnerstag, 04. Juli 2024, 07:49:59 Die Ermittler sind keine Sachverständigen oder Gutachter.
Wenn die Staatsanwaltschaft, die Gutachter und Sachverständigen, zu ihrer Einschätzung befragt, dann heisst das am Ende nicht, dass diese Gutachten auch zulässig sind. Wie jetzt geschehen.
Das sehe ich (und dann wohl auch das Gericht) etwas anders.
Gutachter müssen mit einer sauberen Fragestellung beauftragt werden, die eine Voreingenommenheit praktisch ausschließen kann.
Die Tatsache einer Befangenheit ist nicht alleinig (wenn auch überwiegend) die "Schuld" des Sachverständigen, sondern auch von demjenigen, der ein Gutachten falsch oder bewusst lenkend in Auftrag gibt und z.B. tendenziöse ggf. einseitige Vorinformationen als Grundlage für die Begutachtung vorgibt. Der Sachverständigenbeweis lebt, wie jeder andere Beweis auch, von seiner Beweiskraft. Diese ist umso schwächer je beliebiger eine Aussage wird. Das muss ein StA und Ermittler unabhängig von der fachlichen-inhaltlichen Thematik erkennen.

Vielleicht habe ich zu viele Krimis gesehen, aber das beste Beispiel ist eben die Gegenüberstellung ("Nummer 1 bitte vortreten"). Man stelle sich folgendes vor: Zeuge bekommt den Angeklagten präsentiert und Zeuge bekommt 5 ähnlich aussehende Personen, und muss sich auf eine festlegen, ohne Wissen wer nun der Hauptverdächtige ist. Welches Szenario hat nun mehr Beweiskraft für den Zeugenbeweis ?

Es ist die ureigenste Aufgabe von Ermittlung und Anklage vorab zu beurteilen, ob Indizien, Beweise vor Gericht Bestand haben. Das gilt auch für Gutachten. Die Tatsache, dass man nicht die Fachexpertise hat, befreit niemanden vom gesunden Menschenverstand welche Frage die als Ermittler stelle, am Ende auch welche Qualität an Antwort liefern kann. Und wenn man sich nicht wundert wie man mit ein paar Farbpixeln plötzlich wie durch Zauberei den Bezug zu einer konkreten Person herstellen kann, wenn man sich nicht die Brille einer Verteidigung aufsetzt, dann ist man schlichtweg nicht der richtige Ermittler oder StA und braucht sich auch nicht wundern, wenn einem das dann alles um die Ohren fliegt.

Gleiches gilt für die Spürhund-Thematik.
papaya
Beiträge: 1063
Registriert: Dienstag, 26. März 2019, 11:20:01
Kronen:
Sterne:

Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

Ungelesener Beitrag von papaya »

Komisar_Rex_ hat geschrieben: Donnerstag, 04. Juli 2024, 01:16:24 Ich vertraue dem Gericht und auch darauf, dass die Gerechtigkeit, siegen wird...
Das ist schön. Ich nehme an, du hast diese Liste schon gelesen?

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von ... tsprechung
Komisar_Rex_
Beiträge: 230
Registriert: Montag, 22. April 2024, 17:39:31
Kronen:
Sterne:

Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

Ungelesener Beitrag von Komisar_Rex_ »

papaya hat geschrieben: Donnerstag, 04. Juli 2024, 10:10:56 Das ist schön. Ich nehme an, du hast diese Liste schon gelesen?

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von ... tsprechung
Nein, diese Liste kannte ich noch nicht. Da ich allerdings selbst schon als Zeugin bei Gericht war und dieser Fall, in meinen Augen, auch anders hätte entschieden werden können, sind mir ''ungerechte Urteile'', auch durch meine eigene Erfahrung, bewusst.

Auch ein Richter ist ein Mensch.
Überall, wo Menschen arbeiten passieren leider auch Fehler und Irrtümer.
(Auch der zuständige Richter, im Fall Alexandra, wird das wissen. Wenn er schon Zeugen, in deren Aussage, darauf hinweisen muss, nicht die Zeitungsartikel, zu zitieren oder wenn Gutachter, als ''befangen'', eingestuft werden)...

NOchmal meine Frage:
Was genau soll die Angeklagten überführen?
-NIchts von den vorgetragenen Behauptungen, stimmt. Also zumindest nichts, was bewiesen ist.

Wenn es in diesem Prozess, einen Schuldspruch gibt, dann ist es so.
Anzweifeln und vor allem, in Revision gehen, dass müssen dann andere.

Ich geb hier nur meine Sichtweise und Meinung des Prozesses wieder und auch wenn ich das Urteil, in dem Prozess, indem ich als Zeugin ausgesagt habe, ungerecht fand, war es nicht meine Aufgabe, darüber zu entscheiden und irgendwie hat es mir geholfen, zu wissen, dass ich alles getan habe, was meine Pflicht war. Die Wahrheit erzählen und nicht meine eigenen Empfindungen oder meine Wut, dafür zu missbrauchen, damit das Urteil, gerechter wird.

Ich sage ja auch nicht, dass die Angeklagten, brave Männer sind, die nichts zu verbergen hätten.
Wie Du immer so schön sagst, den Angeklagten muss ihre Schuld, auch nachgewiesen werden.
Sie müssen niemanden beweisen, dass sie unschuldig sind.

Die jetzt, widerlegten Indizien, sprechen für sie. Ohne das sie nur ein Wort, dazu gesagt haben.
Vielleicht erleben wir ja auch noch eine große Überraschung und einer der beiden Angeklagten, schildert seine Sicht, auf den 09.12. und einen Grund, warum jemand anderes, für das Verschwinden verantwortlich gemacht werden kann.
Immerhin haben die Angeklagten das letzte Wort.
Ich hoffe, dass sie wenn sie was sagen, nur ein paar Sätze sind: Wie z.B.-
''Ein Menschenleben- noch dazu von einer Mutter und Schwangeren ist mehr wert, als alles Geld oder Imobilien der Welt'' .

(Das Verbrechen das sie begangen haben sollen, ist schon sehr kriminell und teuflisch. Da wird auch ein Richter, genau hinschauen und sein Urteil nicht übereilt oder unüberlegt, fällen.)
zwischen Neugierde und Sensationsgier, liegen manchmal Welten... :!: :!: :!:
Turmfalke23
Beiträge: 869
Registriert: Freitag, 28. Juli 2023, 12:08:34
Kronen:
Sterne:

Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

Ungelesener Beitrag von Turmfalke23 »

Fränkin hat geschrieben: Donnerstag, 04. Juli 2024, 07:09:02
Die Gutachten waren eigentlich alle bis zur Anklageerhebung fertig. Man hätte sie nur lesen müssen.

Hätte deiner Meinung nach das Gericht die Anklage nicht zulassen sollen ?

Wahrheitsfindung ist auch ein zentraler Gegenstand eines Strafverfahrens.
Die Wahrheitsermittlung ist damit das oberste Ziel der richterlichen Tätigkeit 
eines Strafgerichts, welches die Schwurgerichtskammer nun mal ist.
Die Urteilsbegründung bzw. deren Erklärung sind meiner Meinung nach auch ihre Aufgabe, egal ob Freispruch oder Verurteilung.

Weder Staatsanwaltschaft noch Ermittler können hier, ein Urteil diesbezüglich fällen.
Bei Unzufriedenheit des Urteils gibt es noch den BGH zur Nachprüfung. Oder ?
Antworten