TODESFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

ÖFFENTLICHE DISKUSSION
Fälle: Arian Arnold, Jenny Böken, Kirsten Heisig, Unbek. Junge (Oelsa/Osterzgebirge), Isabelle Kellenberger, Malina Klaar, Yolanda Klug, Elisa Lam, Paula Maaßen, Christian Morgenstern, Theresa Stahl, Georgeta Tapu
gastxyz..me

Re: MORDFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

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tatort "TATORT" - ein versuch zur klärung

03-10-2022 - 17-11-2022 (ca): 1ter tatort = kampenwandparkplatz (seilbahn)
GRUND :?: opfer-fundsachen (Ring, Jackengürtel Opfer) + teure Holzkern-Uhr
teure holzkern-uhr: der besitzer machte sich keine mühe, die mal eben aus dem plätscherbach zu holen. den abriss der uhr/mit verbogenen stiften muss (und hat) er bemerkt. merkwürdig.

17-11-2022 - 28-05-2023 (ca): 2ter tatort = kampenwandstraße 90
GRUND :?: "tatortzeugin" filmt den jogger auf der kampenwandstraße in der nähe hausnummer 90 ?
gebäude "Chiemgau Aufzugsdienst direkt vor abzweigung burgweg (jogger-haus).
diese 90 "geistert" durch presse/foren. faik(!) glaubt fassbinder1925 nicht, sich damals verhört zu haben.
wäre schwer erklärbar, wenn der jogger vom 1ten tatort kampenwandparkplatz dem filmenden mädchen entgegenkommt und sieht aus wie neu. tatort verlegt?


30-05-2023 - heute: 3ter tatort = kampenwandstraße 95/BRUECKERL
GRUND :?: opfer-handy ausgewertet und sie kam viel weiter, als angenommen
Catch22
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Re: MORDFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

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gastxyz..me hat geschrieben: Samstag, 10. Februar 2024, 09:55:19 … ich bin genauso groß + ziemlich genauso schwer wie der jogger. wenn ich jemanden 180cm+ auf den rücken springe, würden die sich schlapplachen...
Der Größenunterschied zwichen Täter und Opfer sei irrelevant, sagte Adamec:

Spoiler – hier klicken!

Auch den Größenunterschied lässt der Gutachter nicht gelten

Kann ein nicht einmal durchschnittlich groß gewachsener Heranwachsender eine 1,86 Meter große junge Frau zu Boden gerissen haben? Nichts, was von Gutachterseite auszuschließen ist. Auch Ricks Versuche, den Größenunterschied geltend zu machen, verfing[en] nicht – im Gegenteil. Professor Adamec streckte zur Demonstration die Arme aus: „Selbst wenn Sie 20 Zentimeter kleiner sind, sind Sie, wenn Sie die Hand ausstrecken, weit über dem Kopf des anderen.“ …

Rosenheim24.de am 30.01.2024
https://www.rosenheim24.de/rosenheim/ch ... 04682.html
http://hrg.chiemgau24.de/bayern/landkre ... 2.amp.html


gastxyz..me hat geschrieben: Samstag, 10. Februar 2024, 09:43:38
12-10-2022: GÜRTEL kampenwandparkplatz gefunden, wohl nicht im wasser, vielleicht ufer? …
Aus unscharfen Formulierungen der Medien sollten keine voreiligen Schlüsse gezogen werden. Zum Fundort der Uhr beispielsweise verlautbarte die Polizei am 14.10.2022: „im Bachlauf“. In der Presse erwuchsen daraus die abenteuerlichsten Formulierungen.
https://web.archive.org/web/20221014100 ... index.html

gastxyz..me hat geschrieben: Samstag, 10. Februar 2024, 09:43:38
tatortzeugin 17-11-2022
man kann sich auch fragen, ob zuerst die "tatort-zeugin" ausgesagt hat und die polizei DANN den "genauen tatort ermittelt" hat
Die genauere Bestimmung des Tatorts war erst nach Auswertung von Hannas Handy möglich. Also: erst nach Anklageerhebung!

gastxyz..me hat geschrieben: Samstag, 10. Februar 2024, 09:43:38
profiler 9-10-2022
was hat der eigentlich rausgefunden?
Nichts relevantes, das veröffentlicht worden wäre.

gastxyz..me hat geschrieben: Samstag, 10. Februar 2024, 09:43:38
interessant verhaftung jogger:
es gab 17.11. hausdurchsuchung, bei der man schwarze klamotten gefunden hat. haftbefehl!
Falsche Abfolge: erst Haftbefehl vollstreckt, dann Hausdurchsuchung.

gastxyz..me hat geschrieben: Samstag, 10. Februar 2024, 09:45:29
00.09:xx : letzte erfolgreiche Entperrung per Face-ID q050
01:00:xx : ? ("gegen 1 Uhr") letzte fehlgeschlagene(?) entsperrung per face-ID q100
Wie oft denn noch?

gastxyz..me hat geschrieben: Samstag, 10. Februar 2024, 09:45:29
02:32:54 : ALT hanna-handy ende NOTRUF festnetz/ ausgehender anrufversuch q450
Der 45-Sekunden-Datensatz bezieht sich auf den ersten Anrufversuch um 2.31 Uhr.

gastxyz..me hat geschrieben: Samstag, 10. Februar 2024, 09:45:29
02:35:30 : ("gegen 02:36") 180cm-braunhaarig-angetrunkener nähe hofbichl gesichtet (4zeugen-auto)
Wie kommt es zu der irreführend pseudogenauen Zeitangabe von 2:35:30 Uhr?

gastxyz..me hat geschrieben: Samstag, 10. Februar 2024, 09:45:29
02:36:xx : 4zeugen-auto biegt in schlossbergstraße ein (eiskeller kamera aufzeichnung)
Woher stammt die Erkenntnis, das Fahrzeug sei von einer Kamera des Eiskellers erfasst worden?

gastxyz..me hat geschrieben: Samstag, 10. Februar 2024, 09:45:29
02:32:17 : hanna-handy temperaturabfall mehrere grad (1ter wert, der 1st aufgezeichnete, laut experte) q400

02:37:28 : hanna-handy temperaturabfall (2ter wert, andere datenquelle, wohl später aufgezeichnet) q400
Der zweite Wert ist mittlerweile offenbar obsolet und trägt nur zur Verwirrung bei.

gastxyz..me hat geschrieben: Samstag, 10. Februar 2024, 09:45:29
02:36:xx–02:37:59 : hanna-handy: 2 anrufe von nachbar-p, gehen nicht durch / temporär kein Netz q300 q160alt
Über die Zeitpunkte der Anrufe des Nachbarn P. gibt es widersprüchliche Angaben.

gastxyz..me hat geschrieben: Samstag, 10. Februar 2024, 09:45:29
00:30:xx + 13:30:xx : 1ter hundeführer mit schuh: mantrailer läuft eiskeller bis parkplatz kampenwandstr, dann verliert er die spur. später werden 2 mantrailer gleichzeitig losgeschickt, ein 3ter später, weitere info in q900
Wichtige Kernelemente fehlen (z. B. an Parkbank gekreist, dann zögerlich entlang des Bärbachs).

gastxyz..me hat geschrieben: Samstag, 10. Februar 2024, 09:45:29
- 31.01.2024 gericht schließt beweisaufnahme ab q3200
Nein! Die Beweisaufnahme wird ggf. weiter fortgesetzt, Beweisanträge sind noch offen und weitere folgen vielleicht noch. (Aus Sicht des Gerichts sei lediglich die von Amts wegen vorgesehene Beweisaufnahme abgeschlossen, hieß es. Faktisch wurde die Beweisaufnahme durch das Gericht jedoch noch nicht endgültig beendet! Vgl. § 244 StPO.)


Dein Bemühen um eine chronologische Dokumentation will ich gar nicht in Abrede stellen. Leider ist aber auch Kritik angebracht: Der „Farbkasten“ stört gewaltig, vor allem wenn dunkelgraue Schrift auf schwarzem Hintergrund zugemutet wird. Und wer mag sich noch durch das unnötig aufgeblähte Quellenverzeichnis der Timeline quälen?


gastxyz..me hat geschrieben: Samstag, 10. Februar 2024, 10:02:42 … auf dem bild in rot sind wohl die üblicherweise stärksten treibverletzungen gekennzeichnet …
Treibverletzungen wurden nie in Frage gestellt, sondern sogar als äußerst wahrscheinlich erachtet. Lediglich für die umstrittenen Verletzungen (Kopfwunden und Schulterdachfrakturen) wurde eine Verursachung in der Strömung von Bärbach und Prien von Malcherek und Adamec als unwahrscheinlich bewertet.


gastxyz..me hat geschrieben: Samstag, 10. Februar 2024, 10:28:02 noch ein "fakt", den man mal bei gericht erfragen könnte: …
Wer ist „man“? Liest Du die Antworten auf Deine Beiträge nicht oder verstehst Du sie nicht?

viewtopic.php?p=243969#p243969


gastxyz..me hat geschrieben: Samstag, 10. Februar 2024, 10:52:03 … denn "schwarze kleidung" + stirnlampe wurden bei der hausdurchsuchung gefunden und deshalb wurde er verhaftet …
Falsch! Siehe oben (erst Haftbefehl vollstreckt, dann Hausdurchsuchung).


gastxyz..me hat geschrieben: Samstag, 10. Februar 2024, 12:10:42 tatort … - ein versuch zur klärung

03-10-2022 - 17-11-2022 (ca):
1ter tatort = kampenwandparkplatz …
Der Zeitraum ist viel zu kurz gefasst. Er dauerte bis zur Auswertung des Handys. Neben Ring, Gürtel und Uhr trugen vermutlich auch der Schrei und die Suche mit den Mantrailern dazu bei, den Tatort auf dem Seilbahnparkplatz anzunehmen.

gastxyz..me hat geschrieben: Samstag, 10. Februar 2024, 12:10:42
17-11-2022 - 28-05-2023 (ca):
2ter tatort = kampenwandstraße 90
… "tatortzeugin" filmt den jogger auf der kampenwandstraße in der nähe hausnummer 90 ?
Ein Jogger auf der Kampenwandstraße führt dazu, dort den Tatort anzunehmen!? Weil ein Jogger auf der Hauptstraße nicht zu einem Tatort auf dem Parkplatz passt!?

Wo bitte taucht die Hausnummer 90 in den Medien auf? Den wenig fakten-, aber stark erlebnisbasierten Erzählungen eines „berichtenden“ Laien vertraue ich diesbezgl. nicht. Wo genau der ominöse Videoclip um 2.40 Uhr entstanden sein soll, wurde überdies von Rosenheim24 gar nicht erwähnt.

gastxyz..me hat geschrieben: Samstag, 10. Februar 2024, 12:10:42
30-05-2023 - heute:
3ter tatort = kampenwandstraße 95/BRUECKERL
… opfer-handy ausgewertet und sie kam viel weiter, als angenommen
Das pitschnasse Handy wurde gewiss nicht sofort unter Spannung gesetzt und ausgewertet. So dämlich sind die Forensiker nicht. Also lag die Auswertung erst deutlich später vor. Kernpunkt der Erkenntnis: Die letzten genauen GPS-Daten verwiesen offenbar nicht auf den Seilbahnparkplatz, sondern auf das Brückerl. Leider wurde über die betreffenden GPS-Koordinaten nie berichtet – obwohl im Zusammenhang mit dem Einbringen in den Bärbach immer wieder von „letzten genauen GPS-Daten“ die Rede war!

Eine ganz wesentliche Information zum Tatort aus der Presse:

Berichtigung

In einer früheren Fassung des Textes war die Rede davon gewesen, dass die Staatsanwaltschaft den Tatort auf dem Parkplatz der Kampenwandbahn verorte. Das war lediglich in einem früheren Stadium der Ermittlungen der Fall gewesen. Tatsächlich hat sich die Gewalttat nach Ansicht der Ermittler wohl zwischen Kampenwandstraße und Bärbach ereignet.

Rosenheim24.de am 09./10.11.2023
https://www.rosenheim24.de/rosenheim/ch ... 64787.html
http://hrg.chiemgau24.de/bayern/landkre ... 7.amp.html



Unsinnige oder halbgare Theorien aufgrund falscher Annahmen oder missverstandener Fakten lesen zu müssen, ist nicht nur zeitraubend und ermüdend, sondern führt manchen Leser auch in die Irre. Es wäre wünschenswert, wenn sich dergleichen vermeiden ließe. Dennoch ein Dankeschön für Dein Bemühen!
Johann 33
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Re: MORDFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

Ungelesener Beitrag von Johann 33 »

Ganze Romane stehen hier? Der Holzkern Besitzer ist Heimlich dorthin gefahren wo es ihm gefallen hat ,und hat zufällig auf dem Parkplatz Hanna getroffen, das Schicksal nahm dann seinen Verlauf!
Gast-Fassbinder

Re: MORDFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

Ungelesener Beitrag von Gast-Fassbinder »

Fassbinder vom anderen Forum hier.

Ich habe mal ein paar Anmerkungen zu machen, damit es nicht zu Missverständnissen kommt.

Ich wurde hier so zitiert von einem User, bzw. konnte man es vllt so verstehen, dass ich im anderen Forum gesagt hätte, man kann zur Geschäftsstelle oder zum Protokollführer gehen und bekommt dann das Urteil ausgehändigt. Das ist kein Vorwurf an den User, aber ist nicht richtig.

In dem Beitrag habe ich gesagt, dass man das Plädoyer sicher nicht bekommt, weil es nicht mal bei Gericht protokolliert wird. Weiter habe ich nie gesagt, dass man einen rechtlichen Anspruch als Bürger hat, jederzeit sicher das Urteil ausgehändigt zu bekommen. Ich habe gesagt, dass in der Theorie nichts dagegen spricht und es auch nicht total abwegig ist, es ausgehändigt zu bekommen. Es ist ja ein öffentliches Urteil und nicht vertraulich. Akademische Arbeiten kann man ja auch einsehen als Bürger.

Nicht dass noch jemand wegen mir hundert Kilometer weit fährt und dann umsonst auf den Protokollführer zustürmt.


Weiter kam es ja oben zu Diskussionen wegen meiner genannten Nummer. Liest ja nicht jeder überall, deswegen will ich auch nochmal darlegen was es damit auf sich hat.

Ich habe die 90 verstanden. Ich weiß nicht, ob es ein Verhörer von mir war, ob es durchaus so gemeint war, oder ob es ein Versprecher vom Zeugen war. Eine Nummer wurde sicher genannt, wurde aber wohl von den Medien nicht schriftlich dargelegt.

Tatsächlich hat Baumgärtl in seinem Beweisantrag davon gesprochen, dass der Tatort von der Staatsanwaltschaft wohl gegenüber des Burghotels angenommen wird.

Ansonsten will ich in dem Zuge, noch was bezüglich meinen Texten und der Presse sagen. Ich kann dem Vorposter, der ein bisschen kritisch ist, sogar nur beipflichten. Ich finde, dass meine Texte sogar ernster genommen werden, als ich das ursprünglich wollte und gedacht habe. Ich sehe es absolut als Laienhaftes Hobby, in erster Linie dient es mir sogar als eine Art Tagebuch. Wobei ich natürlich absolut einverstanden bin, wenn damit gearbeitet wird und den Großteil kann man schon für bare Münze nehmen.

Was aber die Profis angeht ist es auch so eine Sache. Ich habe schon das Gefühl, dass da ein bisschen ein verzerrtes Bild herrscht. Gerichtsreporter ist kein geschützter Beruf den man erlernen kann. Es sind in erster Linie Journalisten und sicher auch nicht alle studierte. Wo tatsächlich durchaus schon ein bisschen Eitelkeit mitschwingt, ich denke ich habe teilweise sogar mehr Erfahrung mit der Thematik als manche der Reporter. Ich mache das schon seit zehn Jahren und habe schon vor Beginn meines Studiums BGH-Urteile gewälzt. Diese Eitelkeit bezieht sich aber nicht darauf, dass meine Texte besser sein sollen, sondern eher der Leidenschaft und meines durchaus bescheidenen Wissens. Da bin ich aber nur ein Beispiel, das gilt auch für die Gerichtsrentner. Worauf ich aber eigentlich hauptsächlich raus will und das meine ich nicht bashend, auch die Presse macht Fehler. Das gilt nicht mal in erster Linie für den Prozess. Am Besten wäre natürlich wenn man sich selbst vor Ort ein Bild macht, ansonsten kann ich die Berichterstattung der SZ sehr empfehlen. Aber ich bin durchaus Dankbar, dass die Presse so kontinuierlich berichtet und ich würde auch sagen sie macht insgesamt weniger Fehler als ich, aber nicht weil da nur erfahrene Gerichtsreporter sitzen würden, viele natürlich schon. Aber man sollte schauen was man liest, ihr seht sie ja nicht.

Bis dahin. Und ich hoffe ich konnte vllt Unklarheiten aufklären.
Gast

Re: MORDFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

Ungelesener Beitrag von Gast »

Bin mir auch sehr sehr sicher dass es mit Sicherheit welche gab...die doch Beobachtungen machten...kann ja nicht sein..an so einem belebten Ort wie der Club..ein kKommen und Gehen...die geben das bloss nicht preis..um nicht hineingezogen zu werden und Scherereien zu bekommen..sehr feige..und nicht akzeptabel..es veht hier um ein Menschenleben, das sinnlos ausgeloescht wurde und es verdient, die Umstaende zu klaeren...der Verstorbenen gegenueber und deren Angehoerigen und auch dem Verdaechtigen und dessen Familie...Verschwiegenheit ist hier vollkomen fehl am Platz
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Re: MORDFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

Ungelesener Beitrag von Catch22 »

Gast-Fassbinder hat geschrieben: Samstag, 10. Februar 2024, 21:15:58 … Weiter habe ich nie gesagt, dass man einen rechtlichen Anspruch als Bürger hat, jederzeit sicher das Urteil ausgehändigt zu bekommen. Ich habe gesagt, dass in der Theorie nichts dagegen spricht und es auch nicht total abwegig ist, es ausgehändigt zu bekommen. Es ist ja ein öffentliches Urteil und nicht vertraulich. …
Ein Bürger, der eine Abschrift eines Urteils erhalten möchte, muss zum einen ein berechtigtes Interesse daran glaubhaft machen und zum anderen die je nach Seitenumfang nicht ganz unerheblichen, im GKG geregelten Kosten dafür tragen. Zuständig ist der Urkundsbeamte der betreffenden Geschäftsstelle des Gerichts (siehe Aktenzeichen).

Zum Schutz der Persönlichkeitsrechte muss das Urteil vor Herausgabe einer solchen Abschrift aufwendig anonymisiert werden – im Hinblick auf alle darin genannten Personen (Angeklagte, Geschädigte, Zeugen, Sachverständige und Richter). Dass die zugrundeliegende Hauptverhandlung öffentlich war, ändert daran nichts.

Dies gilt für Urteile. Andere Aktenteile sind einem unbeteiligten Bürger meines Wissens überhaupt nicht zugänglich.

Gast-Fassbinder hat geschrieben: Samstag, 10. Februar 2024, 21:15:58 … Tatsächlich hat Baumgärtl in seinem Beweisantrag davon gesprochen, dass der Tatort von der Staatsanwaltschaft wohl gegenüber des Burghotels angenommen wird. …
Gegenüber dem Burghotel (Kampenwandstr. 94) ist mit Bestimmtheit eine ungerade Hausnummer anzutreffen, niemals die 90!

Gast-Fassbinder hat geschrieben: Samstag, 10. Februar 2024, 21:15:58 … Ich habe die 90 verstanden. Ich weiß nicht, ob es ein Verhörer von mir war, ob es durchaus so gemeint war, oder ob es ein Versprecher vom Zeugen war. Eine Nummer wurde sicher genannt …
Durch logisches Denken ließe sich das mit anderen Angaben aus dem Verfahren abgleichen und auflösen, z. B. mit der o. a. Aussage Baumgärtls. Vielerlei Verwirrung bliebe dadurch erspart.

Gast-Fassbinder hat geschrieben: Samstag, 10. Februar 2024, 21:15:58 … Ich kann dem Vorposter, der ein bisschen kritisch ist, sogar nur beipflichten. …
Kritisches Denken und vor allem ein Bewusstsein für die Fakten können in einem Kriminalforum nicht schaden, oder?
Catch22
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Re: MORDFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

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Warum nun Strate und Püschel?

Im Fokus von Malcherek und Adamec standen die Kopfverletzungen und die Schulterdachfrakturen. (Zahlreiche weitere Verletzungen werden sehr wohl als Treibverletzungen gesehen.) Nicht ergänzend dazu befragt werden konnte die Ärztin Mützel, die terminlich am LG Ingolstadt gebunden ist. Ein Manko. Denn eine schriftliche „Befragung“, die Mützel anerboten hatte, scheidet wegen des Mündlichkeitsgrundsatzes im Strafprozess aus.

Bei einem Rechen an einem Kraftwerk geht Malcherek davon aus, dass die Schulterdächer dort aufgrund der Abstände der Stäbe nicht hätten brechen können. Dies aber setzt voraus, dass die Frakturen gleichzeitig erfolgt wären. Könnten die Frakturen nicht auch zu verschiedenen Zeitpunkten an unterschiedlichen Orten an mehrerlei Hindernissen in der Prien verursacht worden sein? Sicher wäre dies ein großer Zufall, noch dazu angesichts der Symmetrie. Unmöglich aber wäre das nicht. Und wären exakt symmetrische Frakturen nicht auch bei einer Gewalttat ein großer Zufall?

Malcherek schloss eine Verursachung der Kopf- und Schulterverletzungen in Bärbach und Prien nicht aus, sondern beurteilte sie als unwahrscheinlich. Der Nebenklagevertreter Holderle irrt, wenn er daraus folgert, ein Unfall sei nunmehr gänzlich vom Tisch.

Was jeder Logik zuwider läuft: Selbst wenn man die Entstehung jener Verletzungen in der Strömung völlig ausschlösse, berechtigt dies nicht zu dem Schluss, auch ein Unfall müsse ausgeschlossen sein. Denn dafür müsste erst geklärt werden, welche Verletzungen ein Sturz in den Bärbach hätte hervorrufen können. Diese Frage wurde vor Gericht noch nicht einmal tangiert!

In vermutlich diese Richtung zielt RAin Rick, wenn sie nun versucht, den Hamburger Rechtsmediziner Klaus Püschel ins Spiel zu bringen, der auch schon in den Badewannen-Fall involviert war.

Bevorzugt als Zickigkeit wird die kleinteilige Hartnäckigkeit von RAin Rick in den Medien interpretiert. Übersehen wird dabei, dass gerade kleinteilige Hartnäckigkeit das Erfolgsrezept des Hamburger RAs Gerhard Strate ist. Komisch nur, dass man eine Rick dafür abstraft, wofür ein Strate gefeiert wird.

Nur zum Spaß war RA Strate gewiss nicht im Chiemgau. Möglicherweise nutzte er eine Gelegenheit, um sich einen ersten Eindruck von dem Verfahren und seinen Beteiligten zu verschaffen – für den Fall einer bevorstehenden Revision.

Was kleinteilige Hartnäckigkeit auch bedeutet: hochkonzentriertes, monatelanges Durcharbeiten von Akten, Exzerpte daraus zu erstellen, winzige Details nach weiteren Hunderten von Aktenseiten nicht vergessen zu haben und sie mit anderen winzigen Details in Zusammenhang zu bringen – bis Erkenntnisse erwachsen, die eine strategische Zielgerade entstehen lassen. Diese Seite der Arbeit sieht die Öffentlichkeit im Gerichtssaal nicht.
Gast Fassbinder

Re: MORDFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

Ungelesener Beitrag von Gast Fassbinder »

Ein Bürger, der eine Abschrift eines Urteils erhalten möchte, muss zum einen ein berechtigtes Interesse daran glaubhaft machen und zum anderen die je nach Seitenumfang nicht ganz unerheblichen, im GKG geregelten Kosten dafür tragen. Zuständig ist der Urkundsbeamte der betreffenden Geschäftsstelle des Gerichts (siehe Aktenzeichen).

Zum Schutz der Persönlichkeitsrechte muss das Urteil vor Herausgabe einer solchen Abschrift aufwendig anonymisiert werden – im Hinblick auf alle darin genannten Personen (Angeklagte, Geschädigte, Zeugen, Sachverständige und Richter). Dass die zugrundeliegende Hauptverhandlung öffentlich war, ändert daran nichts.

Dies gilt für Urteile. Andere Aktenteile sind einem unbeteiligten Bürger meines Wissens überhaupt nicht zugänglich.
Ja, danke dass du es so genau darlegst. Ändert ja aber nichts an meiner Richtigstellung, was ich geschrieben habe und dass ich die Leute „vorwarne“, nicht sicher davon auszugehen. Also ist es unter gewissen Umständen auch für den normalen Bürger möglich und es kostet halt.
Durch logisches Denken ließe sich das mit anderen Angaben aus dem Verfahren abgleichen und auflösen, z. B. mit der o. a. Aussage Baumgärtls. Vielerlei Verwirrung bliebe dadurch erspart.
Nein. Weil ich nicht voraus greife und nicht für die „Allgemeinheit“ Ermittlungen anstelle, nur weil ich über die Prozesstage berichte. Noch dazu habe ich sonst außer einmal hier nie geschrieben und im anderen Forum kann man ohnehin keine Beiträge im Nachhinein bearbeiten und im Text richtig stellen, das bleibt dann. Auch war der Bericht vom 12.10 und der Beweisantrag am Donnerstag. Was bei Maps steht kann ja jeder selbst nachschauen und dann verbessern. Außerdem gilt ja meine Aussage über die Zeugenaussage ,woher ich das habe und was die Ursachen dafür sein könnten trotzdem. Eine Variante würde dann wahrscheinlich eher wegfallen.
Kritisches Denken und vor allem ein Bewusstsein für die Fakten können in einem Kriminalforum nicht schaden, oder?
Deshalb habe ich eigentlich gesagt, dass ich dir beipflichte.
Catch22
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Re: MORDFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

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Gast Fassbinder hat geschrieben: Sonntag, 11. Februar 2024, 00:52:53 … Ändert ja aber nichts an meiner Richtigstellung … und dass ich die Leute „vorwarne“, nicht sicher davon auszugehen. …
Wie einem Stück nasser Seife ist der Leser solcher Aussagen einem wortreichen Nichtwissen ausgeliefert.

Gast Fassbinder hat geschrieben: Sonntag, 11. Februar 2024, 00:52:53 … Also ist es unter gewissen Umständen auch für den normalen Bürger möglich und es kostet halt. …
Der Begriff der „gewissen Umstände“ hält die Seife feucht und motiviert scharenweise zu Geschwurbel.

Gast Fassbinder hat geschrieben: Sonntag, 11. Februar 2024, 00:52:53 … Was bei Maps steht kann ja jeder selbst nachschauen und dann verbessern. …
Falls Du mit „verbessern“ an die Intelligenz des Lesers appellierst, lädt der unscharfe Jargon wieder nur zum seifigen Ratespiel ein.

Gast Fassbinder hat geschrieben: Sonntag, 11. Februar 2024, 00:52:53 … Nein. Weil ich nicht voraus greife und nicht für die „Allgemeinheit“ Ermittlungen anstelle, nur weil ich über die Prozesstage berichte. …
Zusammenhänge zu erkennen und sie für den Leser aufzuzeigen, hat nichts mit „Ermittlungen“ zu tun. Der Leser will griffig in einen Bericht eintauchen, ohne auf nasser Seife auszurutschen. Auf den ersten Blick klar wirkende Aussagen werden im nächsten Atemzug abgeschwächt und oft bis zur Unkenntlichkeit relativiert, angereichert mit leeren Floskeln und Füllseln. Die Ängstlichkeit des Autors springt dem Leser förmlich ins Gesicht. Nasse Seife at it's best!

Gast Fassbinder hat geschrieben: Sonntag, 11. Februar 2024, 00:52:53 … Deshalb habe ich eigentlich gesagt, dass ich dir beipflichte.
„Eigentlich“?
Gast Fassbinder

Re: MORDFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

Ungelesener Beitrag von Gast Fassbinder »

Wie einem Stück nasser Seife ist der Leser solcher Aussagen einem wortreichen Nichtwissen ausgeliefert.
Hoffe du bist nicht zu hart aufgestoßen. Ich habe nie gesagt, dass ich die genauen Umstände weiß. Ich habe verbessert, weil ich missverständlich zitiert wurde. Und drauf beharrt, dass ich keine falsche Info geliefert habe. Das ist auch nach wie vor so. Vielleicht solltest du dich lieber über den Ursprung der Geschichte informieren, bevor du hier rumkritisierst.
Falls Du mit „verbessern“ an die Intelligenz des Lesers appellierst, lädt der unscharfe Jargon wieder nur zum seifigen Ratespiel ein.
Ich appelliere an gar nichts, ich habe es haargenau so gemeint, wie ich es geschrieben habe.


Zusammenhänge zu erkennen und sie für den Leser aufzuzeigen, hat nichts mit „Ermittlungen“ zu tun. Der Leser will griffig in einen Bericht eintauchen, ohne auf nasser Seife auszurutschen. Auf den ersten Blick klar wirkende Aussagen werden im nächsten Atemzug abgeschwächt und oft bis zur Unkenntlichkeit relativiert, angereichert mit leeren Floskeln und Füllseln. Die Ängstlichkeit des Autors springt dem Leser förmlich ins Gesicht. Nasse Seife at it's best!
Wie ich meinen Text gestalte und mit welcher Intensität wirst du mir schon selbst überlassen müssen. Du bist nicht in dem Forum wo diese Berichte auftauchen noch zahlst du mir 6000 € im Monat. Jeder kann sich sein Medium selbst aussuchen und Berichte für zu schlecht empfinden, aber du hast keine Ansprüche an mich zu stellen, noch mir irgendwas aufzuerlegen. Du warst als solches gar nicht angesprochen, ich habe nur Bezug auf dich genommen um zu sagen, dass auch Gerichtsteporter keine Profis sind, die das von der Pike auf gelernt haben.
Und ich wollte euch die Stelle im Antrag darlegen, falls ihr es nicht wisst. Jeder halbwegs normal denkende Mensch würde sich dafür bedanken, anstatt da irgendwie rum zu lamentieren.

Angst? Vor wem ? Vor Leuten vor dem Computer aus dem Krimiforum? Vor dir persönlich ? Der war gut. Ich wage eher zu bezweifeln, ob du dich trauen würdest mir in real so bissig zu kommen, wenn du mich live vor dir stehen hast. Da habe ich meinem Leben schon mit Anderen Leuten zu tun gehabt. Nur weil ich höflich und vorsichtig schreibe, hat das ganz sicher mit Angst zu tun. Das ist eigentlich gern gesehen. Viel mehr zeigt die Erfahrung, dass Leute die im Internet auf direkt und stark machen, in ihrem sozialen Umfeld null Komma null zu sagen haben. Auch meinen Habitus darfst du mir selbst überlassen. Und was das logische Denken angeht, vllt kann ich es ja nicht besser? Vllt bin ich lernbehindert, wer weiß? Dann kann ich mich ja trotzdem in Berichten versuchen. Ergo, du hast keine Ansprüche daran zu stellen, was ich in einem anderen Forum treibe oder unterlasse.
Eigentlich“?

Zumindest im süddeutschen Raum bedeutet „Deshalb habe ich dir eigentlich beigepflichtet“ so viel wie „Ja habe dir doch sogar Recht gegeben, deshalb verstehe ich deinen Kommentar nicht.“ Hat nichts mit einem relativierenden Eigentlich in Bezug auf die Aussage zu tun. Dass du mir mit so einer Litanei dann kommst, obwohl wir nur einen Satz Kontakt hatten, wo ich dir einfach nur zugestimmt habe, ich kann das nämlich, finde ich sehr bedenklich und seltsam. Wenn dir das direkt genug ist.
GastN

Re: MORDFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

Ungelesener Beitrag von GastN »

Catch22 hat geschrieben: Samstag, 10. Februar 2024, 22:57:05 Gegenüber dem Burghotel (Kampenwandstr. 94) ist mit Bestimmtheit eine ungerade Hausnummer anzutreffen, niemals die 90!
Je nachdem wie man es betrachtet, 90 wäre auch möglich.
Meine ich mit gegenüber das Haus was da liegt wenn ich die Kampenwandstr überquere, dann dürftest du richtig liegen mit ungerade Hausnummer.

Die 94 liegt aber an der Ecke Burgweg/Kampenwandstr.
Steht man an der nord-nordöstlichen Seite des Hauses und schaut quer über die Kurve der Kampenwandstr. Richtung Norden, schaut man „über den Burgweg“ drüber auf die Kampenwandstr. 90.

Das wäre doof ausgedrückt mit „gegenüber“, liegt aber auch auf der anderen Seite der Straße (nachdem man den Burgweg überquert hat).
andi55
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Re: MORDFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

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In Sonneberg in Thüringen ist eine Frau nach einer Faschingsparty in einem Fluß/Bach ertrunken. Sie ging sogar in Begleitung nach Hause. Die Begleitung hat sich nur kurz weggedreht und die Frau war verschwunden. So viel zu der Unterstellung von einigen hier, dass wiederum einige andere hier im Forum behaupten würden Hanna wäre schnurstracks in den Bach marschiert, nur weil man über ein Unfallgeschehen diskutiert. Niemand behauptet, dass es ein Unfall war, aber es muss nach wie vor möglich sein, darüber zu sprechen ohne gleich angegangen zu werden.
Gast0815

Re: MORDFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

Ungelesener Beitrag von Gast0815 »

@Gast Fassbinder

Lass Dich nicht irritieren, ich lese Deine Beiträge im anderen Forum sehr gerne (wobwei man den Rest der dortigen Beiträge meist vergessen kann, der ist zhäufig Hass-Getrieben). Sind sind sehr neutral gehalten und Du versuchst auch nicht Partei im Bericht in irgendeine Richtung zu ergreifen. Das ist sehr viel Wert. Nur so erhält man wirklich Information, welche man in der Presse meist nicht lesen kann. In der Presse wird in diesem Fall in einer extremen Weise zum Nachteil des Angeklagten und seiner Verteidiger gefiltert. Das will man gerade nicht haben.

Weiter so!
Gast2351

Re: MORDFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

Ungelesener Beitrag von Gast2351 »

@ Fassbinder: ich bin sowohl hier als auch drüben in deinen Forum stiller Mitleser, habe in beiden Foren alle Kommentare bisher vollumfänglich gelesen! Und bin dir sehr dankbar für deine Bemühungen, kann mich dem "Weiter so" des Users zuvor nur anschließen! Warum Catch dich hier so unnötig mit "Seifensprache" etc angeht, erschließt sich nicht. Geh doch einfach nicht drauf ein, geh nicht in Resonanz!
VG
lawine
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Re: MORDFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

Ungelesener Beitrag von lawine »

Gast Fassbinder hat geschrieben: Sonntag, 11. Februar 2024, 15:43:24Was aber die Profis angeht ist es auch so eine Sache. Ich habe schon das Gefühl, dass da ein bisschen ein verzerrtes Bild herrscht. Gerichtsreporter ist kein geschützter Beruf den man erlernen kann. Es sind in erster Linie Journalisten und sicher auch nicht alle studierte. Wo tatsächlich durchaus schon ein bisschen Eitelkeit mitschwingt, ich denke ich habe teilweise sogar mehr Erfahrung mit der Thematik als manche der Reporter. Ich mache das schon seit zehn Jahren und habe schon vor Beginn meines Studiums BGH-Urteile gewälzt. Diese Eitelkeit bezieht sich aber nicht darauf, dass meine Texte besser sein sollen, sondern eher der Leidenschaft und meines durchaus bescheidenen Wissens.
....


Wie ich meinen Text gestalte und mit welcher Intensität wirst du mir schon selbst überlassen müssen. Du bist nicht in dem Forum wo diese Berichte auftauchen noch zahlst du mir 6000 € im Monat. Jeder kann sich sein Medium selbst aussuchen und Berichte für zu schlecht empfinden, aber du hast keine Ansprüche an mich zu stellen, noch mir irgendwas aufzuerlegen. Du warst als solches gar nicht angesprochen, ich habe nur Bezug auf dich genommen um zu sagen, dass auch Gerichtsteporter keine Profis sind, die das von der Pike auf gelernt haben.
Und ich wollte euch die Stelle im Antrag darlegen, falls ihr es nicht wisst. Jeder halbwegs normal denkende Mensch würde sich dafür bedanken, anstatt da irgendwie rum zu lamentieren.
soviel zu Eitelkeit... dazu fand sich auch im anderen Beitrag genug (10 Jahre GErichtslaienreporter...)
ich lese deine Beiträge drüben auch, finde sie aber viel zu sehr mit persönlichen ""Eindrücken"" angereichert. Mit wem du sympathisierst, ist mehr als deutlich.
Ich kann nicht alles als ""Fakt" ansehen denn es ist mir zu parteiisch. Mir sind die Journalisten lieber , die schreiben nicht über ihre Befindlichkeiten oder darüber, ob ein anderer studiert hat....
Gast-Fassbinder

Re: MORDFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

Ungelesener Beitrag von Gast-Fassbinder »

soviel zu Eitelkeit... dazu fand sich auch im anderen Beitrag genug (10 Jahre GErichtslaienreporter...)
ich lese deine Beiträge drüben auch, finde sie aber viel zu sehr mit persönlichen ""Eindrücken"" angereichert. Mit wem du sympathisierst, ist mehr als deutlich.
Ich kann nicht alles als ""Fakt" ansehen denn es ist mir zu parteiisch. Mir sind die Journalisten lieber , die schreiben nicht über ihre Befindlichkeiten oder darüber, ob ein anderer studiert hat....
Also auch wenn es netterweise geheißen hat, ich soll mich nicht irritieren oder provozieren lassen, solange es nicht aufhört, dass mir ständig Worte falsch in den Mund gelegt werden oder Dinge in mich hineininterpretiert werden, muss und werde ich darauf reagieren. Ist vllt auch für die anderen User nicht so angenehm.

Erstens habe ich mich nie als „10 Jahre Laiengerichtsreporter“ bezeichnet, weil ich das schlicht nicht bin. Das ist einer der Ersten Berichte die ich schreibe, ich gehe seit 10 Jahren zu Gerichtsverhandlungen. Das ist ein Unterschied. Das war vllt sogar noch von mir missverständlich ausgedrückt.

Was aber regelrechter Unfug ist, dass ich mit jemandem sympathisiere. Mit wem denn? Ich weiß es selbst nämlich nicht. Ich nehme gerne an, wenn du sagst, dass dir meine Berichte zu einseitig sind oder dir der kommentierende Stil nicht gefällt, aber du kannst nicht einfach was als Tatsache hinstellen was nicht ist.

Sobald jemand sich in meinen Augen seltsam und ungut verhält benenne ich es so. Falls du auf den Staatsanwalt anspielst, wirst du merken dass ich das Erste Dutzend Verhandlungstage kein schlechtes Wort verloren habe, was kann ich dafür wenn sich das anders herauskristallisiert? Ich glaube meine Berichte würden sich auch anders Lesen wenn die Rollen vertauscht wären. In meinem Bericht über den Ingolstädterfall habe ich zum Beispiel mich über die Sitzungsverfügungen irritiert gezeigt und den Verteidiger einer Angeklagten kritisiert. Mit wem symphatisiere ich da jetzt? Wahrscheinlich mit dem anderen Angeklagten, oder? Hat doch mit der Sache überhaupt nichts zu tun. Aber deswegen stelle ich nichts falsch dar. Ich kennzeichne das wenigstens durch die Ich-Form.

Außerdem sollte man im eigenen Interesse vllt mal endlich akzeptieren, dass man meine Berichte nicht mit Zeitungsartikel vergleichen kann. Wollte ich nie, auch wenn du es jetzt schon wieder so darstellen willst, meine Aussage über die Gerichtsreporter galt auch nicht im Vergleich zu meinen Berichten, aber das habe ich eigentlich deutlich genug gemacht. Natürlich schildere ich meine persönlichen Eindrücke, weil ich ganz ursprünglich ausdrücklich darum gebeten wurde. Weiter schreibe ich bewusst keine Zeitungsartikel, weil das schon 15 wirkliche Presseleute machen, käme ich mir dumm vor. Oder warum denkst du, schreibe ich über das Gerichtsgebäude?

Dieser Studienkommentar ist auch so dermaßen lächerlich. Ich habe geschrieben, dass die Reporter Journalismus studiert haben und nicht „Gerichtsreportage“ und manche auch keine studierten Journalisten sein werden, sondern irgendwas anderes. In Bezug darauf, dass das kein erlernbaren Beruf ist. Natürlich steht das nicht in Zeitungsartikel über den Fall. Warum auch? Steht in meinen Eindrücken aber auch nicht. Es ging wieder nur darum, mir irgendwas schlechtes in den Mund zu legen und in deinem Kommentar unterzubringen?

Du hättest es auch einfach dabei belassen können, zu sagen, dass dir die Artikel aus der Presse oder deren Schreibstil mehr liegen. Aber nein, man muss es fälschlicherweise als Tatsache darlegen, dass ich mit irgendjemandem Sympathisiere und irgendeinen Quatsch verzerren und zusammenwürfeln.
Gast0815

Re: MORDFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

Ungelesener Beitrag von Gast0815 »

Gast-Fassbinder hat geschrieben: Montag, 12. Februar 2024, 05:59:49 Du hättest es auch einfach dabei belassen können, zu sagen, dass dir die Artikel aus der Presse oder deren Schreibstil mehr liegen. Aber nein, man muss es fälschlicherweise als Tatsache darlegen, dass ich mit irgendjemandem Sympathisiere und irgendeinen Quatsch verzerren und zusammenwürfeln.
Wahrscheinlich geht es hier mehr darum, dass man etwas hört, was man nicht hören will. Die Sache mit dem StA ist ja auch in der normalen Presse überdeutlich. So hat z.B. Frau Rick den Gutachter höchstpersönlich fragen wollen, ob die erhaltenen Daten wirklich die originalen Daten sind. Da funkte der StA dazwischen, und meinte er müsse etwas Frau Rick „erklären“. Es stellte sich dann heraus, dass die StA Frau Rick nicht das Original gegeben hatte, sondern bearbeitete Daten.

Zwar wird es so sein, dass die StA nicht bewusst die bearbeiteten Daten gegeben hat, sie wusste es wahrscheinlich nicht besser. Aber warum grätscht die StA Frau Rick bei einer Anfrage einfach rein? Ohne dieses Zwischenrufs wäre die Sache nicht aufgefallen, Frau Rick hätte die originalen Daten erhalten und hätte weitere Erkundigungen machen können und gut ist. Durch diesen Zwischenruf wird erst deutlich, dass die StA Frau Rick nicht alle Daten übergeben hatte, was definitiv ein Fehler der StA war. Und ja, die StA macht in diesem Verfahren wirklich einen schlechten Eindruck. Das ergibt sich allein aus den geschilderten Vorfällen, und nicht danach, zu wem man sympathisiert. Sollen nach @lawine diese Dinge einfach weggelassen werden? Das macht nicht mal die Presse.
andi55
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Re: MORDFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

Ungelesener Beitrag von andi55 »

@Gast-Fassbinder
Jetzt lass dich doch nicht so provozieren!!!! Mir unterstellt man auch ich würde an Verschwörungen glauben und ich hätte ein Faible für Schwerstverbrecher, obwohl ich fast jeden Beitrag damit begonnen habe, dass ich weder von Schuld noch Unschuld des Angeklagten überzeugt bin.
Mir wird auch von bestimmten Usern komplett das Wort im Mund umgedreht und mit Absicht Dinge mißverstanden. Man hat das subjektive Gefühl das sind Leute die mehr über die Persönlichkeit des Angeklagten wissen, aber dann sollen sie sich öffentlich in den Zeugenstand setzen , so wie Philipps Mutter die ausgesagt hat, Sebastian hätte im Kindergarten die anderen Kinder geärgert. Gibts noch mehr zu der anscheinend krankhaften Persönlichkeit des Angeklagten zu berichten? Dann öffentlich raus damit und nicht anonym in einem Forum hetzen . Und wenn @lawine deine Berichte nicht mag, warum werden sie dann gelesen? @lawine-steht jemand mit der Knarre hinter dir und zwingt dich laut vorzulesen? Brauchst du Hilfe?
@Gast-Fassbinder
ich hatte übrigens auch niemals das Gefühl , dass du auf Seite des Angeklagten stehst, genauso wenig wie ich. Aber eben auch nicht umgekehrt. Wir sind neutral, diese Sebastian-Hasser schlagen einfach nur wild um sich. Wenn es Gründe dafür gibt, dann bitte öffentlich raus mit der Sprache.
Kalle

Re: MORDFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

Ungelesener Beitrag von Kalle »

Ich würde es bevorzugen bitte diejenigen die substantiell beitragen, in welchem Forum auch immer, hier nicht übertrieben kleinlich anzugehen. Ohne die Fassbinder Berichte bleibt ja nur noch die Presse. Sachliche Kritik, so ist mein Eindruck, wird vom Berichterstatter auch sachlich angenommen.

Niemand ist verpflichtet irgendwas zu glauben oder nicht. Das ganze scheint leider die Sachebene verlassen zu haben. Ich empfinde es als sehr außergewöhnliche Möglichkeit mal direkt die Infos aus dem Gerichtssaal zu bekommen und parallel dazu Presseberichte zu lesen. Das ist nach meinem bisherigen Empfinden ein immenser Mehrwert der nicht selbstverständlich ist. Alles ist immer subjektiv, fehlerbehaftet, vielleicht auch mit Eindrücken ergänzt. Natürlich kennt man keine potentiellen Interessen, aber ich sehe bisher in diesen Berichten - im Gegensatz zur Presse keine Tendenz. Ich fühle mich nicht manipuliert.

Ich bin mit der SZ unzufrieden, das sehe ich etwas anders, auch hier ist mir noch zuviel medialer Hype, zuviel "Story".

Einschränkende, relativierende Aussagen finde ich eher als hilfreich, diese als "ängstlich" zu bezeichnen, nun ja. Selbstbewusster Quatsch bleibt Quatsch, da ist mir das Benennen einer eigenen Unsicherheit lieber, dann kann man damit umgehen. Wenn sich jemand nicht sicher ist, soll er es doch auch so beschreiben. Mal ist es akustisch schwierig, manchmal ist man dem Thema nicht zugeneigt, manchmal fehlen die Hintergründe, die Sicht ist schlecht was auch immer. Was ist auch die Option ? Weglassen, verschweigen, deuten, so tun als ob es klar ist ? Voreilige Schussfolgerungen, die vor allem einer Emotionalisierung und der damit verbundenen Auflage/Aufmerksamkeit/Klicks eines Presseorgans dienen, haben wir ja zur Genüge.

Es steckt eine Menge Zeitaufwand, Arbeit und Konzentration in den Berichten. Das gilt es zu respektieren, gerade wenn es schon fast "gemeinnützig" bzw. ehrenamtlich ist. Man kann sie lesen oder es lassen. Kritik hilft allen, Wortklauberei eher weniger. Ich lese sie gerne, es ist wie eine "Zweitmeinung" zu den medialen Berichterstattern aus der ich mehr rausziehe als aus den Live-Tickern. Und dass es bei den meist wahrscheinlich freiberuflich am Hungertuch-schreibenden, intellektuell nicht immer so hoch hergeht, hat man ja schon bei der BR-Stotterliese gesehen. Vielleicht wäre der Berufszweig "Gerichtsreporter" wirklich mal eine Zusatzqualifikation wert, die dann eben auch ihr Gehalt wert ist.
Gast

Re: MORDFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

Ungelesener Beitrag von Gast »

Das ist ja jetzt echt schade dass Fassbinder, der mal kurz ein Ausflug hier rüber macht, auf Egozentriker trifft von denen man gewohnt ist, dass sie sich in kleinste Kleinigkeiten hineinsteigern und Leute scharf angehen.

Man muss die immer mal auflaufen lassen, so dass sie sich in ihrer Überheblichkeit selbst aufbocken.
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