Beitrag aus einem anderen Forum. Ich habe viel an einen Jäger, Wanderer, Vogelkundler, Waldarbeiter, Pfadfinder gedacht, der genau wusste, wann er dort etwas ungesehen ablegen konnte. Aber dieser o.a. Beitrag hat die Möglichkeit angezeigt, dass es bestimmt auch einige andere Gruppen gibt, aus denen der Täter stammen könnte. Auch Sonja war in der Gothic-Szene unterwegs. Vielleicht doch ein sehr, sehr flüchtiger Bekannter aus dieser Szene, der Verbindung zu Kipfenberg hatte?So ein Bisschen zweifle ich dran. Dumme Frage aber ist irgendwer hier mal in den 90ern sehr früh oder sehr spät (sprich, frühe Morgen- bzw späte Abenddämmerung) durch Wälder gelaufen?
Ja, ich recht häufig, wenn auch nicht allein. (Ich war in der Gothic-Szene unterwegs). Wir waren häufig zu Spaziergängen spät abends, nachts oder früh morgens in Wäldern unterwegs.
MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995
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Gast562
Re: MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995
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Gast562
Re: MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995
Das Leichenpaket könnte aus einer Wohnung, in der gerade renoviert wurde, sehr leicht herausgetragen werden. Mit viel Folien und Abfall meiner Meinung nach kein Problem. GGF. sollte die Decke auch noch das Paket etwas verbergen. Möglicherweise hat er sie ja noch in der Nacht in sein Auto verfrachtet und erst später abtransportiert.Alex123 hat geschrieben: ↑Sonntag, 05. März 2023, 14:50:24 Möglich. Täter oder Ableger hätten dann Glück gehabt, dass in diesem dicht besiedelten Innenstadtbereich niemandem das Leichenpaket aufgefallen ist, das aus dem Haus und zum Auto gebracht wurde.
Ändert in Bezug auf die Ermittlung des Täters nichts. Dazu braucht man auch in diesem Szenario Zeugen oder Mitwisser, die der Polizei Hinweise geben.
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Gast562
Re: MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995
D
Dazu kommt noch, dass es sich um einen Staatsforst handelt, was bedeutet, dass dort zumindest keine einheimischen Jäger unterwegs waren.
Noch ein Beitrag aus einem anderen Forum. Es gibt soviele Möglichkeiten, mit der Gegend vertraut gewesen zu sein. Ich denke, dass dort dann regelmässig Geographiestudenten unterwegs waren, mit Sicherheit auch welche die in München wohnten. Jede Person, nicht nur Geologiestudenten, durften gewusst haben, dass während der Woche dort nicht viel los war.ies sind so meine Überlegungen, da ich damals im Geographiestudium dort im weiteren Umfeld zu einem Geländepraktikum im Sommer 1996 unterwegs war ... uns sind unter der Woche dort kaum Spaziergänger begegnet bei unserer Geländearbeit, bei der wir auch die ein oder andere geologische Spalte untersucht hatten (diese jedoch nicht) ... heute schon ein bißchen spooky zu wissen, was in etwa 500 m Entfernung von unserem damaligen Untersuchungsraum so alles versteckt war ...
Dazu kommt noch, dass es sich um einen Staatsforst handelt, was bedeutet, dass dort zumindest keine einheimischen Jäger unterwegs waren.
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Alex123
Re: MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995
Verfolgenswert schon, aber man muss dafür bei der Polizei keine Extraschichten fahren und keine Prozesse umgehen.Gast hat geschrieben: ↑Montag, 06. März 2023, 05:53:37 Diese Logik erschließt sich mir nicht. Weil also
etwas sein könnte, was man nicht weiss, lässt mans gleich bleiben? Nur weil also eine Spur sich verlaufen könnte, ist sie nicht verfolgenswert?
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Alex123
Re: MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995
Wenn sich ein entsprechender Tatverdacht ergeben hätte, wären die auf den gefundenen Gegenständen gefundenen DNA-Spuren doch schon mit der DNA des Tatverdächtigen abgeglichen worden.Gast562 hat geschrieben: ↑Montag, 06. März 2023, 06:55:28 Ich denke, dass die Polizei - sollte diese Person tatsächlich bei ihnen gewesen sein - der Sache auf jeden Fall auf den Grund geht. Wenn die verdächtigte Person jedoch leugnet, so kann die Polizei dieser ohne MIthilfe der Bevölkerung nichts nachweisen. Aber wenn wirklich eine DNA-Spur vorliegt, so könnte man sie mit derjenigen dieser Person vergleichen.
Also hat es entweder gar keinen Hinweis bei der Polizei gegeben oder es hat sich bei der Überprüfung des Hinweises kein Tatverdacht ergeben.
Hätte sich ein Tatverdacht ergeben und der DNA-Abgleich wäre negativ gewesen, wäre der Tatverdacht als weitere Spur bei XY erwähnt worden.
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Alex123
Re: MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995
Das sehe ich anders. Die Abmessungen des Leichenpakets wichen von den Abmessungen normalen Renovierungsabfalls (jeweils ein einzelner zugebundener Müllsack) markant ab.Gast562 hat geschrieben: ↑Montag, 06. März 2023, 07:55:51 Das Leichenpaket könnte aus einer Wohnung, in der gerade renoviert wurde, sehr leicht herausgetragen werden. Mit viel Folien und Abfall meiner Meinung nach kein Problem. GGF. sollte die Decke auch noch das Paket etwas verbergen. Möglicherweise hat er sie ja noch in der Nacht in sein Auto verfrachtet und erst später abtransportiert.
Der Täter oder Ableger kann Glück gehabt haben. Aber das Risiko, dass ein Zeuge etwas bemerkt hätte, war groß.
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Gast562
Re: MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995
Angenommen der Mord wäre tatsächlich in einer Wohnung passiert, dann wäre dem Täter aber nichts anderes übriggeblieben. GGf. konnte er die Leiche auch in einer Schubkarre überdeckt mit Folien und Bauschutt bis zum Auto schaffen. Möglich ist denk ich mal alles.Alex123 hat geschrieben: ↑Montag, 06. März 2023, 10:29:21 Das sehe ich anders. Die Abmessungen des Leichenpakets wichen von den Abmessungen normalen Renovierungsabfalls (jeweils ein einzelner zugebundener Müllsack) markant ab.
Der Täter oder Ableger kann Glück gehabt haben. Aber das Risiko, dass ein Zeuge etwas bemerkt hätte, war groß.
Was mir mehr Sorge bereitet, dass der Täter lt. Kripo anscheinend noch 2 x am Tatort war. Es stellt sich nun die Frage "Wann". War das bald nach dem Mord oder erst viel später? Nur 2 x ? Warum gar nicht oder öfters? Das könnte bedeuten, dass der Täter entweder verzogen oder verstorben ist.
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Laimer1
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Re: MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995
Kriminalhauptkommissar Roland Baader sagt in XY lediglich, dass der Täter vor und auch nach der Ablage am Fundort gewesen sein muss. Er sagt nicht, wie oft der Täter danach noch dort war.Gast562 hat geschrieben: ↑Montag, 06. März 2023, 11:36:59
Was mir mehr Sorge bereitet, dass der Täter lt. Kripo anscheinend noch 2 x am Tatort war. Es stellt sich nun die Frage "Wann". War das bald nach dem Mord oder erst viel später? Nur 2 x ? Warum gar nicht oder öfters? Das könnte bedeuten, dass der Täter entweder verzogen oder verstorben ist.
"Danach" bedeutet für mich, dass der Täter etwas zurück gelassen hat, was er im April 1995 noch nicht haben konnte (aus der Botanik (?) oder von dem Verpackungsmaterial her). Er hat sich also davon überzeugt, ob der Leichnam noch gut versteckt war und die Tarnung mit irgendwas nach gebessert.
Da der Ablageort zudem noch sehr "speziell" (kein Wanderer, kein Schwammerlsuche) ist, kommt das für mich in den Formulierungen der Kripo so rüber, dass der Täter in der Umgebung von Kipfenberg wahrscheinlich auch wohnen muss.
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Gast
Re: MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995
Profil
Der Täter dürfte zum Zeitpunkt der Tat zwischen 20 und 40, vielleicht 50 Jahre alt gewesen sein, älter eher nicht. Er hatte Ortskenntnis über den Ablageort und hat demnach den Tod seines Opfers von vornherein eingeplant. Er hat sich darüber vergewissert- wo und wie er die Leiche verschwinden lassen kann. Er hat sich über die unbemerkte Anfahrt, den Weg zum Felsen, die Art und Weise des Transportes evtl. schon länger Gedanken gemacht. Er dürfte damals eher Typ Incel/Single sein, ggf. zurückgezogen und bisher unauffällig allein oder bei Eltern gelebt haben. Er ist bis dato kein Serientäter und nicht einschlägig polizeibekannt. Er hat ein Fahrzeug, und entsprechende Fahrerfahrung soweit, dass er es nicht scheut, in absoluter Dunkelheit Feldwege zu befahren und ggf. etwas unwegsames Gelände hinsichtlich der Befahrbarkeit einzuschätzen.
Vor der Tat
Ich denke man kann daher auch davon ausgehen, dass auch das „Einfangen“ des Opfers genau durchdacht war, und der Täter das Risiko entdeckt zu werden oder Aufmerksamkeit zu erregen gut überlegt hat. Ein Täter aus dem engeren sozialen Umfeld wurde ausgeschlossen. Es ist unklar, ob es einen „heimlichen“ oder „flüchtigen“ Bezug zur Sonja gab, oder ob die Auswahl von Sonja als Opfer rein aufgrund der Gelegenheit und Zufall beruhte. Es ist denkbar, dass der Täter bereits mehrfach sich auf den Weg gemacht hat, seinen Plan umzusetzen, z.B. nächtelang herumfuhr, aber erst bei Sonja „alles passte“. Ich gehe weiter davon aus, dass unmittelbar nachdem der Täter die Gewalt über Sonja hatte, er diese betäubt oder intensiv gefesselt und geknebelt hat, d.h. die dafür notwendigen Mittel vorbereitet hat und bei sich hatte. Ein Risiko durch allzu lange Gegenwehr, Schreien oder Gesehen werden, war maximal zu reduzieren, zumal eine längere Autofahrt anstand.
Unklar ist, ob, wann und wo genau, Sonja evtl. „abgepasst“ oder „gestalkt“ wurde, ob Sie „per Anhalter“ selbst aktiv um eine Mitfahrgelegenheit suchte, angesprochen wurde, oder gewaltsam in ein Fahrzeug gezerrt wurde. Das „wo“ war irgendwo zwischen Stigelmeierplatz und ihrem Wohnort, bzw. auf dem Weg zu Verkehrsmitteln dorthin, vermutlich zwischen 2.30 Uhr 4.00 Uhr morgens. Sollte Sie durch einen „heimlichen Verehrer“ abgepasst worden sein, hätte dieser Täter wohl eher vor ihrem Haus gewartet, woher sollte der Täter sonst den Verlauf des Abends vorhersagen können. Innerhalb München sie zu verfolgen, und dann am Stiglmeierplatz „zufällig“ zu treffen, ist unwahrscheinlich
Während der Tat
Auch die Durchführung der Tat hat der Täter im Ablauf als auch örtlich in seiner Phantasie immer wieder durchgespielt. Unklar, aber sehr wahrscheinlich ist ein sexuelles Vergehen. Es ist vorstellbar, dass es für den Täter die erste Tat war. Die eigentliche Tat fand nicht in einem PKW Fahrzeug statt, sondern entweder in einem größeren Transporter, Wohnmobil o.ä. – oder, was ich als am wahrscheinlichsten beurteile, in einem Gebäude. Der eigene Wohnort ist unwahrscheinlich, allenfalls in einem Nebengebäude. Dann wäre der Ort eher ein abgelegenes Haus oder ein Hof, Schuppen o.ä. Hier könnte auch der Zusammenhang zu den Farbspuren / Renovierung entstehen. Der Täter hat diese Örtlichkeit von vornherein geplant und festgelegt. Ein umherfahren und suchen einer geeigneten Örtlichkeit ist unwahrscheinlich.
Es ist wahrscheinlich, dass der Täter Sonja vollständig entkleidete und nicht sie sich selbst. Zwar wäre durch Zwang (Ggf. Waffe, Gewalt- oder Tötungsandrohung) dies denkbar, allerdings müsste der Täter sie dann zumindest von Fesseln befreien und eine Gegenwehr riskieren. Das wäre für den Täter dann ggf. akzeptabel wenn es sehr abgelegen ist. Vermutlich war Sie aber während dem Entkleiden betäubt, oder bereits tot. Inwieweit das Entkleiden vorbereitend zur Vergewaltigung zunächst teilweise, dann vollständig oder auch ohne Vergewaltigung erst nach dem Tod stattfand, ist unklar.
Nach der Tat
Die nackte Leiche löst Stress, vielleicht sogar Panik, in jedem Fall starke Emotionen und Schuldgefühle aus. Jegliche sexuelle Erregung – sofern überhaupt vorhanden gewesen – verfliegt. Er kann sie nicht mehr ansehen und versucht seine Schuld durch Abdecken zu mindern. Er braucht Zeit sich zu beruhigen, eine unerträgliche Stille, vielleicht sogar mehrere Stunden. Die Leiche wird verpackt. Es ist unklar was mit der Kleidung passiert ist (entsorgt, behalten, ggf. teilweise als „Trophäe“). Jedoch ist davon auszugehen, dass auch dies geplant und Teil der vorab-Phantasien war. Der Täter hat die Möglichkeit, die Leiche genauso unbemerkt aus der Örtlichkeit zu verbringen wie er Sonja noch lebend aber ggf. betäubt ins Gebäude getragen hat.
Motive
Die Polizei geht von einem „Triebtäter“ aus, der sich an Sonja sexuell vergeht, und Sie entweder vorher, währenddessen, oder im Nachgang tötet um die Tat zu vertuschen und sich einer Verfolgung zu entziehen.
Als ein weiteres Motiv könnte aber auch die Tötungsabsicht selbst im Vordergrund stehen, kein oder ein eher indirekt sexuelles Verlangen primär vorhanden sein. Dabei wäre z.B. ein „Femizid“ i.S. von „wenn ich dich nicht haben kann, darf auch niemand anders dich haben“ möglich, oder aber auch ein eher hass- und racheerfülltes Motiv, als eine Art von Stellvertreterinnen – Tötung, als Konsequenz eines generellen „Hass gegen Frauen“ z.B. aus eigener Demütigungs- oder Enttäuschungserfahrung(en) in Bezug auf eine verflossene Frau, häufige Zurückweisungen, Unfähigkeit der Kommunikationsaufnahme, eine oder mehrere gescheiterte Beziehungen etc.
Affektorientierte Motive (Streit, Wut etc.) oder finanzielle Motive kann man ausschließen.
Die Decke
Auf der am Ablageort gefundenen Decke ist als Bildmotiv ein romantisches Schattenbild eines Pärchens auf einer Bank - einander verliebt zugewandt - dargestellt. Der Mann streicht der Frau mit dem Finger über das Kinn, es geht um Liebe, Romantik und positive Gefühle. An den Ecken des Bildes ranken sich Pflanzen und Blumen. Die Decke ist als „Kuscheldecke“ gedacht als Tagesdecke für Couch, Bett, gerade groß genug sich darunter gemeinsam zu wärmen.
Hier erhebt sich die Frage, ob die Wahl dieser Decke mit einem derartigen Motiv, die wohl als Unterlage, Abdeckung oder als Transporthilfe der Leiche diente, ein bloßer Zufall – weil gerade verfügbar –ist, oder ob dem Bildmotiv eine Bedeutung im Zusammenhang mit der Tat oder den Lebensumständen des Täters beizumessen ist.
Das Bildmotiv steht im krassen Kontrast zur Tat und kann eigentlich nur als zynisch oder als verquere Inszenierung interpretiert werden. Es ist unklar, ob Sonja darauf ihr Schicksal erlitt, darin eingewickelt wurde, und dann in Folie eingewickelt war oder die Decke separat abgelegt wurde. So oder so könnte es ein Hinweis auf eben diese „heimlich/flüchtige“ Bekanntschaft sein, der Sonja ggf. einen Korb gab, eine Zurückweisung, die derjenige nicht wahrhaben wollte und sich in diese Phantasiewelt flüchtete an dessen Ende Sonja für immer ihm gehört.
Der Täter dürfte zum Zeitpunkt der Tat zwischen 20 und 40, vielleicht 50 Jahre alt gewesen sein, älter eher nicht. Er hatte Ortskenntnis über den Ablageort und hat demnach den Tod seines Opfers von vornherein eingeplant. Er hat sich darüber vergewissert- wo und wie er die Leiche verschwinden lassen kann. Er hat sich über die unbemerkte Anfahrt, den Weg zum Felsen, die Art und Weise des Transportes evtl. schon länger Gedanken gemacht. Er dürfte damals eher Typ Incel/Single sein, ggf. zurückgezogen und bisher unauffällig allein oder bei Eltern gelebt haben. Er ist bis dato kein Serientäter und nicht einschlägig polizeibekannt. Er hat ein Fahrzeug, und entsprechende Fahrerfahrung soweit, dass er es nicht scheut, in absoluter Dunkelheit Feldwege zu befahren und ggf. etwas unwegsames Gelände hinsichtlich der Befahrbarkeit einzuschätzen.
Vor der Tat
Ich denke man kann daher auch davon ausgehen, dass auch das „Einfangen“ des Opfers genau durchdacht war, und der Täter das Risiko entdeckt zu werden oder Aufmerksamkeit zu erregen gut überlegt hat. Ein Täter aus dem engeren sozialen Umfeld wurde ausgeschlossen. Es ist unklar, ob es einen „heimlichen“ oder „flüchtigen“ Bezug zur Sonja gab, oder ob die Auswahl von Sonja als Opfer rein aufgrund der Gelegenheit und Zufall beruhte. Es ist denkbar, dass der Täter bereits mehrfach sich auf den Weg gemacht hat, seinen Plan umzusetzen, z.B. nächtelang herumfuhr, aber erst bei Sonja „alles passte“. Ich gehe weiter davon aus, dass unmittelbar nachdem der Täter die Gewalt über Sonja hatte, er diese betäubt oder intensiv gefesselt und geknebelt hat, d.h. die dafür notwendigen Mittel vorbereitet hat und bei sich hatte. Ein Risiko durch allzu lange Gegenwehr, Schreien oder Gesehen werden, war maximal zu reduzieren, zumal eine längere Autofahrt anstand.
Unklar ist, ob, wann und wo genau, Sonja evtl. „abgepasst“ oder „gestalkt“ wurde, ob Sie „per Anhalter“ selbst aktiv um eine Mitfahrgelegenheit suchte, angesprochen wurde, oder gewaltsam in ein Fahrzeug gezerrt wurde. Das „wo“ war irgendwo zwischen Stigelmeierplatz und ihrem Wohnort, bzw. auf dem Weg zu Verkehrsmitteln dorthin, vermutlich zwischen 2.30 Uhr 4.00 Uhr morgens. Sollte Sie durch einen „heimlichen Verehrer“ abgepasst worden sein, hätte dieser Täter wohl eher vor ihrem Haus gewartet, woher sollte der Täter sonst den Verlauf des Abends vorhersagen können. Innerhalb München sie zu verfolgen, und dann am Stiglmeierplatz „zufällig“ zu treffen, ist unwahrscheinlich
Während der Tat
Auch die Durchführung der Tat hat der Täter im Ablauf als auch örtlich in seiner Phantasie immer wieder durchgespielt. Unklar, aber sehr wahrscheinlich ist ein sexuelles Vergehen. Es ist vorstellbar, dass es für den Täter die erste Tat war. Die eigentliche Tat fand nicht in einem PKW Fahrzeug statt, sondern entweder in einem größeren Transporter, Wohnmobil o.ä. – oder, was ich als am wahrscheinlichsten beurteile, in einem Gebäude. Der eigene Wohnort ist unwahrscheinlich, allenfalls in einem Nebengebäude. Dann wäre der Ort eher ein abgelegenes Haus oder ein Hof, Schuppen o.ä. Hier könnte auch der Zusammenhang zu den Farbspuren / Renovierung entstehen. Der Täter hat diese Örtlichkeit von vornherein geplant und festgelegt. Ein umherfahren und suchen einer geeigneten Örtlichkeit ist unwahrscheinlich.
Es ist wahrscheinlich, dass der Täter Sonja vollständig entkleidete und nicht sie sich selbst. Zwar wäre durch Zwang (Ggf. Waffe, Gewalt- oder Tötungsandrohung) dies denkbar, allerdings müsste der Täter sie dann zumindest von Fesseln befreien und eine Gegenwehr riskieren. Das wäre für den Täter dann ggf. akzeptabel wenn es sehr abgelegen ist. Vermutlich war Sie aber während dem Entkleiden betäubt, oder bereits tot. Inwieweit das Entkleiden vorbereitend zur Vergewaltigung zunächst teilweise, dann vollständig oder auch ohne Vergewaltigung erst nach dem Tod stattfand, ist unklar.
Nach der Tat
Die nackte Leiche löst Stress, vielleicht sogar Panik, in jedem Fall starke Emotionen und Schuldgefühle aus. Jegliche sexuelle Erregung – sofern überhaupt vorhanden gewesen – verfliegt. Er kann sie nicht mehr ansehen und versucht seine Schuld durch Abdecken zu mindern. Er braucht Zeit sich zu beruhigen, eine unerträgliche Stille, vielleicht sogar mehrere Stunden. Die Leiche wird verpackt. Es ist unklar was mit der Kleidung passiert ist (entsorgt, behalten, ggf. teilweise als „Trophäe“). Jedoch ist davon auszugehen, dass auch dies geplant und Teil der vorab-Phantasien war. Der Täter hat die Möglichkeit, die Leiche genauso unbemerkt aus der Örtlichkeit zu verbringen wie er Sonja noch lebend aber ggf. betäubt ins Gebäude getragen hat.
Motive
Die Polizei geht von einem „Triebtäter“ aus, der sich an Sonja sexuell vergeht, und Sie entweder vorher, währenddessen, oder im Nachgang tötet um die Tat zu vertuschen und sich einer Verfolgung zu entziehen.
Als ein weiteres Motiv könnte aber auch die Tötungsabsicht selbst im Vordergrund stehen, kein oder ein eher indirekt sexuelles Verlangen primär vorhanden sein. Dabei wäre z.B. ein „Femizid“ i.S. von „wenn ich dich nicht haben kann, darf auch niemand anders dich haben“ möglich, oder aber auch ein eher hass- und racheerfülltes Motiv, als eine Art von Stellvertreterinnen – Tötung, als Konsequenz eines generellen „Hass gegen Frauen“ z.B. aus eigener Demütigungs- oder Enttäuschungserfahrung(en) in Bezug auf eine verflossene Frau, häufige Zurückweisungen, Unfähigkeit der Kommunikationsaufnahme, eine oder mehrere gescheiterte Beziehungen etc.
Affektorientierte Motive (Streit, Wut etc.) oder finanzielle Motive kann man ausschließen.
Die Decke
Auf der am Ablageort gefundenen Decke ist als Bildmotiv ein romantisches Schattenbild eines Pärchens auf einer Bank - einander verliebt zugewandt - dargestellt. Der Mann streicht der Frau mit dem Finger über das Kinn, es geht um Liebe, Romantik und positive Gefühle. An den Ecken des Bildes ranken sich Pflanzen und Blumen. Die Decke ist als „Kuscheldecke“ gedacht als Tagesdecke für Couch, Bett, gerade groß genug sich darunter gemeinsam zu wärmen.
Hier erhebt sich die Frage, ob die Wahl dieser Decke mit einem derartigen Motiv, die wohl als Unterlage, Abdeckung oder als Transporthilfe der Leiche diente, ein bloßer Zufall – weil gerade verfügbar –ist, oder ob dem Bildmotiv eine Bedeutung im Zusammenhang mit der Tat oder den Lebensumständen des Täters beizumessen ist.
Das Bildmotiv steht im krassen Kontrast zur Tat und kann eigentlich nur als zynisch oder als verquere Inszenierung interpretiert werden. Es ist unklar, ob Sonja darauf ihr Schicksal erlitt, darin eingewickelt wurde, und dann in Folie eingewickelt war oder die Decke separat abgelegt wurde. So oder so könnte es ein Hinweis auf eben diese „heimlich/flüchtige“ Bekanntschaft sein, der Sonja ggf. einen Korb gab, eine Zurückweisung, die derjenige nicht wahrhaben wollte und sich in diese Phantasiewelt flüchtete an dessen Ende Sonja für immer ihm gehört.
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Gast562
Re: MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995
Dann habe ich da etwas missverstanden. Ich war mir bisher sicher, dass von 2 x die Rede war. Dass er zuvor schon mal dort gewesen ist, ist eigentlich klar. Ansonsten hätte er diese Örtlichkeit nicht gewählt. Aber ich glaube nicht, dass er diese Örtlichkeit schon zuvor für seine Tat ausgesucht hat. Ich glaube eher, dass sie ihm nach der Tat ieder eingefallen eingefallen ist.Laimer1 hat geschrieben: ↑Montag, 06. März 2023, 13:27:14 Kriminalhauptkommissar Roland Baader sagt in XY lediglich, dass der Täter vor und auch nach der Ablage am Fundort gewesen sein muss. Er sagt nicht, wie oft der Täter danach noch dort war.
"Danach" bedeutet für mich, dass der Täter etwas zurück gelassen hat, was er im April 1995 noch nicht haben konnte (aus der Botanik (?) oder von dem Verpackungsmaterial her). Er hat sich also davon überzeugt, ob der Leichnam noch gut versteckt war und die Tarnung mit irgendwas nach gebessert.
Da der Ablageort zudem noch sehr "speziell" (kein Wanderer, kein Schwammerlsuche) ist, kommt das für mich in den Formulierungen der Kripo so rüber, dass der Täter in der Umgebung von Kipfenberg wahrscheinlich auch wohnen muss.
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Laimer1
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Re: MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995
Ich habe die Sendung auf Festplatte und mir deswegen heute morgen den genauen Wortlaut von Herrn Baader nochmal angeschaut, dabei ist es in der Auslegung natürlich möglich, dass der Täter tatsächlich auch noch öfter später am Fundort war.Gast562 hat geschrieben: ↑Montag, 06. März 2023, 17:21:27 Dann habe ich da etwas missverstanden. Ich war mir bisher sicher, dass von 2 x die Rede war. Dass er zuvor schon mal dort gewesen ist, ist eigentlich klar. Ansonsten hätte er diese Örtlichkeit nicht gewählt. Aber ich glaube nicht, dass er diese Örtlichkeit schon zuvor für seine Tat ausgesucht hat. Ich glaube eher, dass sie ihm nach der Tat ieder eingefallen eingefallen ist.
Was ich eigentlich nicht so recht verstehe, warum ließ der Täter auch die Familie und die Angehörigen so lange im Ungewissen und im Leid ? Unabhängig von den einzelnen Verjährungsfristen hätte er doch spätestens so ab 2000 durch einen anonymen Hinweis sein Gewissen zumindest etwas erleichtern können.
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Alex123
Re: MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995
"und auch wahrscheinlich danach die Örtlichkeit nach der Ablage von Sonja Engelbrecht wieder aufgesucht hat" waren die Worte, die in der Sendung verwendet hat.Gast562 hat geschrieben: ↑Montag, 06. März 2023, 17:21:27 Dann habe ich da etwas missverstanden. Ich war mir bisher sicher, dass von 2 x die Rede war. Dass er zuvor schon mal dort gewesen ist, ist eigentlich klar. Ansonsten hätte er diese Örtlichkeit nicht gewählt. Aber ich glaube nicht, dass er diese Örtlichkeit schon zuvor für seine Tat ausgesucht hat. Ich glaube eher, dass sie ihm nach der Tat ieder eingefallen eingefallen ist.
Sicher ist sich die Polizei also nicht, dass der Täter an den Ablageort zurückgekommen ist.
Vielleicht gab es an einem Müllsack/an einer Plane Vermoosung an der Unterseite eines Stücks, was sich nur erklären lies, wenn es nach einer Weile umgedreht wurde.
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Pony
Re: MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995
Hi,Alex123 hat geschrieben: ↑Montag, 06. März 2023, 20:14:06 "und auch wahrscheinlich danach die Örtlichkeit nach der Ablage von Sonja Engelbrecht wieder aufgesucht hat" waren die Worte, die in der Sendung verwendet hat.
Sicher ist sich die Polizei also nicht, dass der Täter an den Ablageort zurückgekommen ist.
Vielleicht gab es an einem Müllsack/an einer Plane Vermoosung an der Unterseite eines Stücks, was sich nur erklären lies, wenn es nach einer Weile umgedreht wurde.
Es gibt einen Zeitungsartikel, in dem geschrieben steht, dass die Polizei (der Zeitung) bestätigt hat, dass sie glaubt, dass der Täter noch zweimal(!) zur Ablagestelle zurückgekehrt ist.
https://www.abendzeitung-muenchen.de/mu ... art-883507Die Polizei glaubt, dass der Mörder nachdem er die nackte, tote 19-Jährige in den Felsspalt geworfen hat, später noch zweimal zum Versteck der Leiche zurückkehrte. Das wurde der AZ am Donnerstag bestätigt. Weitere Details wollte ein Sprecher aus ermittlungstechnischen Gründen nicht machen.
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Acrylium
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Re: MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995
Wenn das zutreffend ist, dass er noch zwei- oder mehrmals am Ablageort war, dann gibt's dafür nicht viele mögliche Erklärungen außer, dass er sich vergewissern wollte, dass die sterblichen Überreste weiterhin gut versteckt waren oder aber dass er sich daran ergötzt hat, in welcher Form auch immer.
Die Erfahrungen mit anderen Straftätern dieser Art zeigen, dass diese Leute keinerlei Gedanken an das Leid der Angehörigen ihrer Opfer verschwenden. Die sind denen schlichtweg egal. Auch ein Gewissen welches man erleichtern müssten haben die nicht, da ihnen meistens auch jegliche Fähigkeit zu Mitgefühl fehlt - entsprechend auch kein Gewissen vorhanden ist, welches sie belasten könnte. Das Einzige was solche Typen belastet sind zwei Dinge: Der Drang mehr von solchen Taten zu brauchen und unglücklich zu sein wenn sie nicht wieder morden und/oder vergewaltigen können; und die Angst doch noch überführt zu werden. Die weisen meist einen extrmen Egoismus auf, der weit über das Alltagserleben normaler Menschen hinausgeht.Laimer1 hat geschrieben: ↑Montag, 06. März 2023, 18:08:23 Was ich eigentlich nicht so recht verstehe, warum ließ der Täter auch die Familie und die Angehörigen so lange im Ungewissen und im Leid ? Unabhängig von den einzelnen Verjährungsfristen hätte er doch spätestens so ab 2000 durch einen anonymen Hinweis sein Gewissen zumindest etwas erleichtern können.
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Gast562
Re: MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995
So ganz schließe ich jedoch noch nicht aus, dass die Tat nicht geplant war. Es könnte ohne weiteres etwas eskaliert sein. Sonja wurde sexuell belästigt, fing an zu schreien, es wurde Mund zugehalten usw,. Da gibt es viele Möglichkeiten. Dann könnte der Täter natürlich große Reue verspüren, ohne sich zu stellen, weil er Familie hat und diese nicht zerstören will. Möglich, dass er dann auch zum Tatort zurückkehrt, um eventuell sogar Blumen abzulegen oder sogar eine Kerze anzuzünden. Blumen würden verrotten? Würde man da jemals noch Reste davon finden? Anders wäre es bei einer Kerze. Davon könnte möglicherweise ein Rest übrigbleiben. Ich weiss, sehr weit hergeholt. Aber wir wissen eigentlich gar nichts.Acrylium hat geschrieben: ↑Dienstag, 07. März 2023, 08:32:12 Wenn das zutreffend ist, dass er noch zwei- oder mehrmals am Ablageort war, dann gibt's dafür nicht viele mögliche Erklärungen außer, dass er sich vergewissern wollte, dass die sterblichen Überreste weiterhin gut versteckt waren oder aber dass er sich daran ergötzt hat, in welcher Form auch immer.
Die Erfahrungen mit anderen Straftätern dieser Art zeigen, dass diese Leute keinerlei Gedanken an das Leid der Angehörigen ihrer Opfer verschwenden. Die sind denen schlichtweg egal. Auch ein Gewissen welches man erleichtern müssten haben die nicht, da ihnen meistens auch jegliche Fähigkeit zu Mitgefühl fehlt - entsprechend auch kein Gewissen vorhanden ist, welches sie belasten könnte. Das Einzige was solche Typen belastet sind zwei Dinge: Der Drang mehr von solchen Taten zu brauchen und unglücklich zu sein wenn sie nicht wieder morden und/oder vergewaltigen können; und die Angst doch noch überführt zu werden. Die weisen meist einen extrmen Egoismus auf, der weit über das Alltagserleben normaler Menschen hinausgeht.
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Re: MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995
Glaube ich ehrlicherweise absolut nicht. Menschen die eine Frau bei einem wie auch immer missratenen Anmachversuch umbringen, verspüren danach keine Reue. Die habe nur Angst, erwischt zu werden. Ihnen ist das Leben ihrer Opfer und deren Angehöriger völlig egal - für die zählt nur ihr eigenes. Ich glaube nicht, dass es in der Geschichte der Kriminologie schon mal einen Mörder gab, der Blumen an den Ablageort seiner Opfer gebracht hätte.
Falls es sich um eine Art Unfall gehandelt haben sollte und der Täter ein schlechtes Gewissen hätte, hätte er sich längst jemandem aus seinem Umfeld anvertraut. Zumal Totschlag inzwischen verjährt wäre, also könnte er dies auch gefahrlos machen und hätte keine Strafe mehr zu befürchten.
Ne Du, ich bin überzeugt dass der Täter in diesem Fall ein Mörder mit einer krassen geistigen Störung ist und - metaphorisch gesprochen - sehr kleinem Schwanz ohne Eier. Kein richtiger Mann, sondern ein Lebens-Versager wie aus dem Lehrbuch, der niemals zu dem stehen kann was er getan hat - dafür ist er viel zu ängstlich. Schau Dir mal den Mörder Rick J. an, der auch in den 90ern gemordet hat bevor er 2018 endlich gefasst wurde. Das ist auch so einer krasser Vollversager in allen Lebensbereichen, und genauso stelle ich mir auch den Täter im Fall Sonja vor.
Falls es sich um eine Art Unfall gehandelt haben sollte und der Täter ein schlechtes Gewissen hätte, hätte er sich längst jemandem aus seinem Umfeld anvertraut. Zumal Totschlag inzwischen verjährt wäre, also könnte er dies auch gefahrlos machen und hätte keine Strafe mehr zu befürchten.
Ne Du, ich bin überzeugt dass der Täter in diesem Fall ein Mörder mit einer krassen geistigen Störung ist und - metaphorisch gesprochen - sehr kleinem Schwanz ohne Eier. Kein richtiger Mann, sondern ein Lebens-Versager wie aus dem Lehrbuch, der niemals zu dem stehen kann was er getan hat - dafür ist er viel zu ängstlich. Schau Dir mal den Mörder Rick J. an, der auch in den 90ern gemordet hat bevor er 2018 endlich gefasst wurde. Das ist auch so einer krasser Vollversager in allen Lebensbereichen, und genauso stelle ich mir auch den Täter im Fall Sonja vor.
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Gast562
Re: MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995
Aber wenn er keine Reue zeigte, weshalb sollte er dann an den Ablageart zurückgekehrt sein. Nur um sich zu vergewissern, dass noch alles im grünen Bereich lag? Auch möglich. Aber wie konnte man davon ausgehen, dass er in all den Jahren zumindest ausgerechnet 2 x noch dort gewesen sein muss. Ich kann es einfach nicht nachvollziehen.Acrylium hat geschrieben: ↑Dienstag, 07. März 2023, 10:22:32 Glaube ich ehrlicherweise absolut nicht. Menschen die eine Frau bei einem wie auch immer missratenen Anmachversuch umbringen, verspüren danach keine Reue. Die habe nur Angst, erwischt zu werden. Ihnen ist das Leben ihrer Opfer und deren Angehöriger völlig egal - für die zählt nur ihr eigenes. Ich glaube nicht, dass es in der Geschichte der Kriminologie schon mal einen Mörder gab, der Blumen an den Ablageort seiner Opfer gebracht hätte.
Falls es sich um eine Art Unfall gehandelt haben sollte und der Täter ein schlechtes Gewissen hätte, hätte er sich längst jemandem aus seinem Umfeld anvertraut. Zumal Totschlag inzwischen verjährt wäre, also könnte er dies auch gefahrlos machen und hätte keine Strafe mehr zu befürchten.
Ne Du, ich bin überzeugt dass der Täter in diesem Fall ein Mörder mit einer krassen geistigen Störung ist und - metaphorisch gesprochen - sehr kleinem Schwanz ohne Eier. Kein richtiger Mann, sondern ein Lebens-Versager wie aus dem Lehrbuch, der niemals zu dem stehen kann was er getan hat - dafür ist er viel zu ängstlich. Schau Dir mal den Mörder Rick J. an, der auch in den 90ern gemordet hat bevor er 2018 endlich gefasst wurde. Das ist auch so einer krasser Vollversager in allen Lebensbereichen, und genauso stelle ich mir auch den Täter im Fall Sonja vor.
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Laimer1
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Re: MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995
Gesetzt den Fall dieser empathielose Drecks.... wohnt tatsächlich in dieser Gegend, also wo Jeder Jeden kennt, so muss er doch dort auffallen.
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Alex123
Re: MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995
Das ist widersprüchlich in sich. Zum einen glauben, also nicht sicher sein ob überhaupt, zum anderen das konkrete zweimal.Pony hat geschrieben: ↑Montag, 06. März 2023, 23:34:59 Hi,
Es gibt einen Zeitungsartikel, in dem geschrieben steht, dass die Polizei (der Zeitung) bestätigt hat, dass sie glaubt, dass der Täter noch zweimal(!) zur Ablagestelle zurückgekehrt ist.
https://www.abendzeitung-muenchen.de/mu ... art-883507
Ich halte ein Missverständnis für wahrscheinlich, sodass gemeint war zweimal im Sinne von bei der Ablage der Leiche und danach erneut.
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Stefan der Wolf
Re: MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995
Ich stimme Acrylium zu. Wenn er gesellschaftlich und beruflich etabliert wäre, hätte er es nicht nötig, Frauen mit Gewalt zu etwas zu zwingen. Kontakte zu "paarungsbereiten Weibchen" kommen im Alltags- und Berufsleben erfahrungsgemäß ganz automatisch zustande, in erheblicher Anzahl. Voraussetzung dazu ist eine gewisse Kommunikationsfähigkeit, Auftreten und Erscheinung. Wenn er in einer größeren Firma beschäftigt wäre, hätte er massenhaft soziale Kontakte. Er würde als Aussenseiter dort unausweichlich auffallen. Er ist ein kontaktschwacher, wenig sozialisierter Einzelgänger, der in einer bedeutungslosen "Handwerksklitsche" arbeitet. In meiner Vorstellung ist er aber kein Volltrottel, ohne eine systematische Planung und Vorbereitung mit Logik und Blick über den Tellerrand wäre die Tat nicht durchführbar, ohne dass am nächsten Tag die Pol dasteht.
Noch was anderes: Das Klebeband ist der prädestinierte Fingerprintspeicher. Mit Handschuhen kann man das Zeug nicht verarbeiten. Auf den Bildern der Pol ist es in sehr gutem Erhaltungszustand. Durch die elektrostatische Aufladung beim Verarbeiten saugt es massenhaft Genträger-geeignete Partikel an sich. Würde mich interessieren, ob man da was gefunden hat! Aber die Pol wird nicht alles sofort veröffenlichen... Schöne Grüße an euch alle
Stefan der Wolf
Noch was anderes: Das Klebeband ist der prädestinierte Fingerprintspeicher. Mit Handschuhen kann man das Zeug nicht verarbeiten. Auf den Bildern der Pol ist es in sehr gutem Erhaltungszustand. Durch die elektrostatische Aufladung beim Verarbeiten saugt es massenhaft Genträger-geeignete Partikel an sich. Würde mich interessieren, ob man da was gefunden hat! Aber die Pol wird nicht alles sofort veröffenlichen... Schöne Grüße an euch alle
Stefan der Wolf
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