VERMISSTENFALL REBECCA REUSCH - Presseberichte

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Vindurroedd
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Re: VERMISSTENFALL REBECCA REUSCH - Presseberichte

Ungelesener Beitrag von Vindurroedd »

13.02.2021 "Der Westen"

https://www.derwesten.de/panorama/vermi ... 39587.html

Rebecca Reusch wird immer noch vermisst! In rund einer Woche jährt sich das traurige Verschwinden von Rebecca Reusch zum zweiten Mal.
Vater Bernd Reusch kritisiert, dass die Polizei sich von Tag eins auf Rebeccas Schwager Florian R. als Täter festgelegt habe. „Zeugen, die sich bei uns melden und berichten, sie hätten unsere Tochter nach dem 18. Februar gesehen, will die Polizei gar nicht hören. Auch nicht die Personen, die unseren Schwiegersohn entlasten. Stattdessen tauchen immer wieder unwahre Behauptungen in den Medien auf, die nur aus Polizeikreisen stammen können“, sagt er.

„So war es auch mit Florians Ehering, den er während der angeblichen Tat verloren haben soll. Dabei steckte der Ring am Tag seiner ersten Verhaftung in seiner Jacke, die an unserer Garderobe hing. Wir gaben sie der Polizei, und plötzlich soll der Ring verschwunden sein, behaupten die Ermittler.
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Re: VERMISSTENFALL REBECCA REUSCH - Presseberichte

Ungelesener Beitrag von Vindurroedd »

05.03.2021 Merkur

Rebecca Reusch vermisst: Kann das Rätsel um die Schülerin aus Berlin nun gelöst werden?

STEHT DER FALL VOR DER AUFKLÄRUNG?


Wie Bild weiter berichtet, soll die Google-Zentrale Anfang Februar 2021 mit einem positiven Bescheid geantwortet haben. Demnach sei den Ermittlern nun ein Datenträger zugespielt worden. Wie ein Ermittler gegenüber dem Portal offenbar bestätigt, soll auf diesem USB-Stick eine „riesige Datenmenge“ gespeichert sein. Diese Daten sollen unter anderem Nutzer-Konten bei Snapchat und Google beinhalten. Anhand dieser Daten wollen Ermittler offenbar nun rekonstruieren, wann welche Suchmaschine von den Benutzerkonten Rebeccas genutzt worden sein könnte. Auch Telefonnummern sollen auf diesem Stick gespeichert sein, genauso wie Suchanfragen, Sprachbefehle oder Kalendereinträge.


https://www.merkur.de/welt/rebecca-reus ... 29597.html
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Re: VERMISSTENFALL REBECCA REUSCH - Presseberichte

Ungelesener Beitrag von Agatha Christie »

Hier ein relativ aktueller Artikel aus der Berliner Morgenpost vom 19.11.2022
VERMISST IN BERLIN
Rebecca Reusch seit dreieinhalb Jahren verschwunden

Rebecca Reusch aus Neukölln verschwand 2019. Der Anfangsverdacht der Berliner Ermittler besteht weiterhin. News im Blog.

Berlin. Plötzlich war sie verschwunden: Der Vermisstenfall Rebecca Reusch löste vor mehr als dreieinhalb Jahren weit über die Grenzen Berlins hinaus tiefe Betroffenheit aus. Das erschütternde Schicksal des Mädchens beschäftigt weiterhin die Öffentlichkeit, noch immer sorgen die mysteriösen Umstände ihres Verschwindens für Spekulationen. Handfeste Beweise fehlen allerdings weiterhin.

Die damals 15 Jahre alte Schülerin aus Neukölln verschwand am 18. Februar 2019. Ermittler der Berliner Polizei suchten mit großem Aufwand wochenlang in Berlin und in Brandenburg nach der Vermissten – ohne Erfolg. Auch von ihrer Leiche fehlt noch immer jede Spur.

Unmittelbar nach ihrem Verschwinden rückte Rebeccas Schwager Florian R. in den Fokus der Ermittlungen von Mordkommission und Staatsanwaltschaft. Trotz Festnahme und Untersuchungshaft: Gerichtsfeste Beweise gegen ihn konnte die Polizei nicht vorlegen, er kam wieder auf freien Fuß. Rebeccas Familie hält Florian R. weiterhin für unschuldig. Hintergrund: Rebecca Reusch: Wie aus dem Fall eine bizarre Reality-Show wurde

Zu den Akten gelegt wurde der Vermisstenfall offiziell nie. Die Akte Rebecca ist weiterhin offen. Denn auch nach Jahren könne man Tötungsdelikte aufklären, darauf baue man auch in diesem Fall, so die Staatsanwaltschaft. Ein „cold case“ ist Rebeccas Fall also nicht. Doch die Hoffnung auf neue Erkenntnisse: sie schwindet von Tag zu Tag.

Lesen Sie hier chronologisch sortiert alle Nachrichten zum Verschwinden Rebeccas. Auch aktuelle News und Reaktionen lesen Sie an dieser Stelle, der Artikel wird fortlaufend aktualisiert.

https://www.morgenpost.de/berlin/articl ... eiche.html
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Re: VERMISSTENFALL REBECCA REUSCH - Presseberichte

Ungelesener Beitrag von Agatha Christie »

VERMISSTENFALL 06.12.2022

Vermisste Rebecca Reusch aus Berlin: Der Stand der Ermittlungen

Rebecca Reusch ist nun seit über drei Jahren vermisst.

Seit über drei Jahren ist Rebecca Reusch mittlerweile vermisst. Es handelt sich um einen der mysteriösesten Kriminalfälle in Deutschland. So ist der Stand der Ermittlungen.

Meist wird der Fall nur "Rebecca" genannt, offiziell handelt es sich um den "Vermisstenfall Rebecca Reusch". Dieser stellt bis heute einen der mysteriösesten Kriminalfälle in Deutschland dar. Seit mehr als drei Jahren fehlt nun jede Spur des Teenagers, der mit 15 Jahren am 18. Februar 2019 zum letzten Mal lebend gesehen wurde. Immer wieder wurde der Fall neu aufgerollt, gelöst ist er bis heute nicht. Ein Überblick über den Stand der Ermittlungen.

Chronologie: Der Vermisstenfall Rebecca Reusch

Am 17. Februar 2019 verbrachte Rebecca Reusch den Abend und die Nacht bei ihrer älteren Schwester Jessica, die in Berlin-Britz wohnte. Sie wollte am nächsten Morgen von dort direkt zur Schule aufbrechen, doch in der Schule kam sie am nächsten Tag nicht an. Sie soll auf dem Sofa im Wohnzimmer geschlafen und sich am nächsten Morgen um 7.46 Uhr zum letzten Mal in das WLAN bei ihrer Schwester eingeloggt haben. Jessica hatte das Haus bereits gegen 7.00 Uhr mit ihrer Tochter verlassen und angegeben, dass sie nicht noch einmal nach Rebecca gesehen hatte.

Spannend war von Beginn an die Rolle von Jessicas Mann Florian. Dieser kam erst in den frühen Morgenstunden heim, da er auf einer Feier war. Rebeccas Mutter Brigitte Reusch hatte Florian angerufen, nachdem sie Rebecca bei Anrufen um 7.15 Uhr und 8.25 Uhr nicht erreicht hatte. Florian drückte Brigitte Reusch weg, rief aber weniger später zurück und teilte ihr mit, dass Rebecca sich nicht mehr im Haus befindet. Um 8.42 Uhr schickte Brigitte ihrer Tochter dann noch eine WhatsApp-Nachricht, die zugestellt, aber nicht mehr gelesen wurde. Am Nachmittag meldeten Rebeccas Eltern ihre Tochter als vermisst. Bis heute ohne Erfolg. Mit Rebecca sind auch persönliche Gegenstände von ihr verschwunden. Darunter ihr Handy, ihr Geldbeutel, ihr Schulrucksack, eine Tasche und eine rosafarbene Polaroid-Kamera. Aus dem Haushalt von Jessica und Florian fehlte außerdem eine lilafarbene Decke.

Die Verdächtigen im Fall Rebecca

Von Beginn an stand Rebeccas Schwager Florian im Zentrum der Ermittlungen. Das ergibt sich schon aus der Konstellation, da er der Einzige war, der am Morgen mit Rebecca im Haus war. Verdächtig machen den Schwager auch Teile seiner Aussagen, die den Ermittlungsergebnissen widersprechen. Er gab beispielsweise an, am Morgen geschlafen zu haben. Die Polizei fand aber heraus, dass er im Internet war.

In den Ermittlungen kam auch heraus, dass Florian am Vormittag des 18. Februar und am Abend des 19. Februar auf einer Autobahn Richtung Polen unterwegs war. Er machte keine Angaben über den Grund seiner Fahrten. "Die ganze Nummer hängt mit einer anderen Sache zusammen, die ich aber nicht sagen darf", sagte Rebeccas Vater Bernd Reusch in einem Interview mit RTL, was die Sache noch mysteriöser macht. Es gibt Spekulationen, dass Florian in Drogengeschäfte in Polen verwickelt war. Beweise dafür gibt es aber nicht.

Im Februar und März 2019 wurde Florian zweimal von der Polizei festgenommen. Aus Mangel an Beweisen folgte aber nur wenig später wieder die Freilassung. Es gab immer wieder Hinweise wie den, dass das Auto von Florian und Jessica am 18. Februar bei einem Waldstück gesehen wurde und dort auch ein verdächtiger Mann auffiel. Doch Beweise fand die Polizei gegen Florian nicht.

Neben dem Schwager von Rebecca gilt eine Internetbekanntschaft des Mädchens als Verdächtiger. Es handelt sich um einen Jungen, der damals in Rebeccas Alter war und Max heißt. Es gab die Vermutung, dass sich Rebecca und Max am 18. Februar heimlich trafen, anstatt in die Schule zu gehen. Max löschte nach dem Bekanntwerden des Verschwindens seine Social-Media-Profile. Die Spur wurde von der Polizei verfolgt, doch der Teenager konnte als Verdächtiger ausgeschlossen werden.

Vermisstenfall Rebecca: Aktueller Stand der Ermittlungen

Der Vermisstenfall wurde von der Polizei immer wieder nach neuen Hinweisen aufgerollt. Es gab beispielsweise Zeugen, die Rebecca gesehen haben wollen. Die Zeugenaussagen führten aber zu nichts. Weiterhin fehlt jede Spur von Rebecca. Die Ermittler gehen aktuell aber davon aus, dass der Teenager tot ist. Rebecca wäre mittlerweile 18 Jahre alt und damit erwachsen. Die Ermittlungen sind weiterhin nicht beendet, doch im Februar 2022 teilte die Staatsanwaltschaft mit: "Es gibt leider keine Neuigkeiten in dieser Sache."

Die Eltern von Rebecca glauben hingegen noch daran, dass ihre Tochter lebend zurückkommt. Im Dezember 2021 trat die Familie öffentlich in einem Gespräch mit RTL-Moderatorin Nazan Eckes auf. Zum dritten Jahrestag des Verschwindens im Februar 2022 äußerte sich dann der Anwalt der Familie Reusch gegenüber der Bild. Es sei nicht nur ein "Kampf gegen das Verzweifeln", erklärte Khubaib Ali Mohammed. Es sei vielmehr eine "elterliche Pflicht, ihre Tochter nicht aufzugeben, weiterhin Hoffnung zu schöpfen und daran zu glauben, dass es ihrem Kind bald wieder mit ihnen gut geht".

Die Staatsanwaltschaft hat im Jahr 2020 eine Stellungnahme abgegeben, zu der es keinen neuen Stand gibt. "Wir gehen weiterhin davon aus, dass Rebecca das Haus des Schwagers nicht lebend verlassen hat. Sämtliche Alternativgeschehen (...) können wir nach den Ermittlungen ausschließen. Für ein freiwilliges Verlassen der häuslichen Umgebung gibt es überhaupt keine Hinweise", sagte ein Sprecher der dpa. Eine Entführung aus dem Haus oder auf dem Weg der Schule schließt die Polizei aus. Allerdings fand die Polizei im Haus und im Auto keine Spuren, die auf ein Verbrechen hinweisen. Trotzdem ist Florian weiter der Hauptverdächtige. "Wir ermitteln weiter gegen den Mann", erklärte Staatsanwalt Martin Steltner im Februar 2022 gegenüber der Bild. An den Verdachtsmomenten gegen den jungen Mann habe sich nichts geändert.

Die Familie von Rebecca ist aber weiterhin davon überzeugt, dass der Schwager ihrer Tochter unschuldig ist. "Sowohl vor den Augen des Gesetzes als auch in den Augen der Eltern gilt für den Beschuldigten die Unschuldsvermutung. Bisher wurden keine Beweise bekannt, die die Vermutung erschüttern könnten", sagte Anwalt Ali Mohammed.

https://www.augsburger-allgemeine.de/pa ... 56801.html
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Re: VERMISSTENFALL REBECCA REUSCH - Presseberichte

Ungelesener Beitrag von Yanell »

"von Eva Johanna Onkels
29.09.2021 - 15:51 Uhr
Rebecca Reusch: Polizei wertet Unmengen von Videomaterial aus – das verrät es über den Verbleib der Vermissten

Der Fall Rebecca Reusch bewegt auch heute noch die Menschen in ganz Deutschland.

Die Ermittler gehen davon aus, dass die Schülerin nicht mehr lebt. Die Eltern glauben hingegen fest daran, dass Rebecca Reusch noch lebt. Nun hat die Polizei neue Erkenntnisse.

Die damals 15-jährige verschwand am 18. Februar 2019, nachdem sie die Nacht bei ihrer Schwester verbracht hatte. Der folgende Tag war ein Schultag – doch in der Schule kam Rebecca nie an.

Nun hat die Polizei erneut Videomaterial ausgewertet, wie die Bild berichtet.

Die Ermittler sahen sich die Videoaufzeichnungen sämtlicher Buslinien an, die an der Haltestelle aufgenommen wurden, wo Rebecca hätte in den Bus steigen sollen.

Zudem zeigt die Kamera einer nahegelegenen Bäckerei genau auf die Haltestelle. Rebecca hätte also an irgendeinem Punkt zu sehen sein müssen.

Aber: Fehlanzeige. Weder auf den Aufnahmen aus den Bussen, noch die Kamera in der Bäckerei zeigen zu irgendeinem Zeitpunkt die junge Berlinerin.

Gegenüber der Bild sagt Martin Glage, leitender Staatsanwalt, dass die Bilder gleich mehrfach überprüft worden seien.

Rebecca Reusch: Spur verläuft im Sande
Damit verläuft eine weitere Spur erst einmal im Sand – liefert aber einen weiteren Hinweis darauf, dass Rebecca Reusch nicht in den Bus eingestiegen ist, mit dem sie zur Schule hätte fahren sollen.

Die Ermittler sind natürlich auch Hinweisen nachgegangen, die Schülerin könne sich an einem anderen Ort aufhalten – doch auch diese entpuppten sich als falsch

Rebecca Reusch in Berlin vermisst: Die Chronologie der Suche
18. Februar 2019: Rebecca Reusch (15) aus Berlin verschwindet spurlos. Sie hatte bei ihrer älteren Schwester und deren Familie im Stadtteil Britz übernachtet. In der Schule kam sie morgens nie an.
19. Februar: Die Polizei veröffentlicht eine Vermisstenanzeige.
21. Februar: Die Polizei geht mit der Suche an die Öffentlichkeit. Ihre Schwester wendet sich im Internet an die Bevölkerung und bittet um Hilfe
23. Februar: Die Polizei veröffentlicht Fotos und Infos über die Kleidung. Eine Gewalttat gegen die Jugendliche wird nicht mehr ausgeschlossen. Eine Mordkommission wird eingerichtet.
26. Februar: Mit Flugblätter suchen Schwester und Freunde im Stadtteil Rudow.
28. Februar: Der 27-jährige Schwager von Rebecca wird von der Polizei als Verdächtiger festgenommen.
1. März: Die Spurensicherung durchsucht das Haus der Schwester. Der Schwager kommt wieder frei. Ein Tatverdacht besteht nach Ansicht des Richters nicht.
4. März: Der Schwager wird nun doch verhaftet. Ein Haftbefehl liegt wegen des dringenden Verdachts des Totschlags vor. Der 27-Jährige kommt in Untersuchungshaft.
6. März: Die Polizei veröffentlich Fotos des Schwagers und seines Autos. Der Wagen wurde nach dem Verschwinden von Rebecca und am Abend des nächsten Tages auf der Autobahn A 12 zwischen Berlin und Frankfurt (Oder) von Kameras erfasst. Die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ befasst sich mit dem Fall.
7.-9. März: Die Polizei durchkämmt mit einer Hundertschaft und Hunden ein Waldgebiet nahe dem Ort Kummersdorf südöstlich von Berlin. Auch Leichenspürhunde und Suchhunde für lebende Menschen sind im Einsatz.
12./13. März: Bei dem Ort Rieplos nahe der Autobahn suchen Kriminaltechniker mit Unterstützung des Technischen Hilfswerks (THW). Sie vergleichen Reifenspuren.
16. März: Die Polizei sucht mit Hunden entlang der Autobahn zwischen Berlin und der Grenze zu Polen.
18./19. März: Die Mordkommission nimmt sich den Wolziger See südlich der Autobahn vor. Hundeführer aus Nordrhein-Westfalen fahren mit Leichenspürhunden auf einem Boot über den See. Die Hunde können Leichen durch aufsteigende Verwesungsgase riechen.
20. März: Die Polizei sucht den Grund des Sees mit einem Echolot von einem Boot aus ab. Taucher steigen ins Wasser.
21. März: Erneut werden Spürhunde an der Autobahn eingesetzt.
22. März: Der Schwager von Rebecca kommt wieder frei. Der Haftbefehl wird aufgehoben.
2. April: Nun sind auch Hellseher an dem Fall dran. Viel dazu beitragen können sie aber nicht.
10./11. April: Nach längerer Pause suchen Leichenspürhunde und Hubschrauber am Herzberger See im Südosten von Berlin
17. April: Führt die Spur nach Polen? Rebeccas Eltern bekamen immer wieder Hinweise, dass ihr Kind in Krakau gesehen wurde. Bislang verdichteten sich die Gerüchte nicht.
Ende April: Die Polizei stellt die Suche nach dem Mädchen vorerst ein



Die Polizei hofft nun, über die Social-Media-Profile der Jugendlichen weitere Hinweise zu erhalten. Auch die Auswertung der angefragten Daten von Google stehe noch aus.

Der bisher einzige Verdächtige in dem Fall ist der Schwager der 15-Jährigen.(evo)"

https://www.derwesten.de/panorama/vermi ... 59439.html
No one actually thinks all men.
Just too many men.
Just enough men to be afraid.
Just enough men that all women have experienced it.
Just enough men to make it a social problem not a personal one.
Jalet

Re: VERMISSTENFALL REBECCA REUSCH - Presseberichte

Ungelesener Beitrag von Jalet »

Profiler Axel Petermann spricht im WELT-Interview über die neuen Ermittlungen im Fall Rebecca Reusch. Warum er das Vorgehen der Polizei kritisch sieht, weshalb es auch ohne Leiche zu einer Anklage kommen könnte – und welche Spuren selbst nach Jahren noch entscheidend sein können.
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-09:58
Seit mehr als sechs Jahren ist Rebecca Reusch aus Berlin-Neukölln verschwunden – trotz umfangreicher Suchen, auch in Waldgebieten in Brandenburg. Die Ermittler gehen davon aus, dass die damals 15-Jährige getötet wurde. Hauptverdächtiger ist ihr Schwager. Der öffentliche Druck ist groß, den Fall aufzuklären, der bundesweit für Aufsehen sorgte und dies noch immer tut. Bereits 3000 Hinweise gingen in mehr als sechs Jahren bei den Ermittlern ein.
Montag und Dienstag suchte die Berliner Polizei plötzlich wieder mit einem Großeinsatz in Brandenburg nach dem Leichnam oder Spuren von Rebecca. Warum ausgerechnet jetzt, bleibt unklar. Die Antworten von Polizei und Staatsanwaltschaft sind unbefriedigend. Der Fall sei insgesamt noch mal überarbeitet worden, erklärt der Sprecher der Staatsanwaltschaft Michael Petzold.
Es habe neue Erkenntnisse ergeben, die einen richterlichen Durchsuchungsbeschluss für die Grundstücke im brandenburgischen Tauche und in Herzberg der Großeltern des Hauptverdächtigen ermöglichten. Die Akte sei erneut geöffnet worden. Doch wie sehen diese Erkenntnisse aus? Hinweise aus der Bevölkerung sollen jedenfalls nicht den Anlass zur Suche auf dem Grundstück gegeben haben. Aus „ermittlungstaktischen Gründen“ könne nicht mehr gesagt werden, auch wollte er keine Auskunft darüber geben, ob ein neues Ermittlerteam auf den Fall angesetzt worden sei.
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21.10.2025, Brandenburg, Tauche: Ein Leichenspürhund durchsucht ein Grundstück in Tauche (Landkreis Oder-Spree). Im Fall der seit mehr als sechs Jahren vermissten Rebecca aus Berlin-Neukölln sucht die Polizei auf einem Grundstück in Brandenburg nach Beweismitteln wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts. (zu dpa: «Sogar den Wassertank leergepumpt - Polizei sucht Rebecca») Foto: Christophe Gateau/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Ressort:Panorama
Fall Rebecca
Kindheitsorte des Schwagers im Fokus – Polizei prüft neues Gelände in Brandenburg auf Spuren

Die Rekonstruktion der Ermittler: Rebecca übernachtete in der Nacht zum 18. Februar 2019 bei ihrer Schwester und deren Mann in Britz. In den frühen Morgenstunden kehrte Rebeccas Schwager von einer Feier zurück, die Schwester ging früh zur Arbeit. Als die Mutter anrief, um das Mädchen zum Schulbesuch zu wecken, erreichte sie die Tochter nicht. Der Schwager drückte den Anruf erst weg, sagte dann, das Mädchen sei schon zur Schule gegangen, wo sie nie ankam. Am selben Tag und tags darauf wurde das Auto der Familie, ein himbeerfarbener Twingo, auf der A12 Richtung Polen mithilfe eines Kennzeichenerfassungssystems erfasst – laut Staatsanwaltschaft auch in der Nähe von Tauche und Herzberg, den Orten, die vor wenigen Tagen durchsucht wurden. Außer Rebeccas Schwager hatte nach den Ermittlungen niemand Zugriff auf den Twingo. Eine plausible Erklärung für die Fahrt gab er nicht ab. Er wurde festgenommen, kam aber schnell wieder frei, weil der Ermittlungsrichter keinen dringenden Tatverdacht feststellen konnte. Die Staatsanwaltschaft akzeptierte das nicht und erreichte, dass der Verdächtige in Untersuchungshaft kam, aus der er nach drei Wochen wegen eines fehlenden Tatverdachts entlassen wurde. Rebeccas Schwager blieb aber im Visier der Ermittler.
WELT sprach mit Profiler und Bestsellerautor Axel Petermann über den Fall Rebecca Reusch. Petermann arbeitete 40 Jahre bei der Mordkommission in Bremen und befasste sich mit der Tatmotivation von Mördern. Seit den 1990er-Jahren studierte er dazu die Methoden des FBI.
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WELT: Der Fall ist mehr als sechs Jahre alt. Nun wurden Areale durchsucht, auf denen die Großeltern des Hauptverdächtigen lebten, nicht weit entfernt von dort, wo nach dem Verschwinden Rebeccas sein Auto erfasst wurde. Warum erst jetzt?
Axel Petermann: Das kann ich nicht von außen beurteilen. Aber es ist schon verwunderlich, dass es sechs Jahre brauchte, um herauszufinden, wo die Großeltern des Hauptbeschuldigten gelebt haben oder Liegenschaften besitzen. Doch man hat es zumindest jetzt untersucht. Das ist auch erst mal schon gar nicht so schlecht.
Profiler Axel Zimmermann ist der Ansicht, die Polizei hätte auch früher das Gelände der Großeltern des Hauptverdächtigen untersuchen können
Profiler Axel Zimmermann ist überzeugt, die Polizei hätte auch früher das Gelände der Großeltern des Hauptverdächtigen untersuchen könnenQuelle: Ralf Gemmecke
WELT: Allerdings gingen Polizei und Staatsanwaltschaft Berlin keinen neuen Hinweisen nach, sondern erklärten, man habe die Akte erneut geöffnet. Warum kommt man jetzt erst zu dem Schluss, dort zu suchen?
Petermann: Wir wissen nicht, wer die Akte geöffnet hat, ob letztendlich der Grund ist, dass neue Ermittler auf den Fall angesetzt wurden, ob es möglicherweise eine Fallanalyse gegeben hat oder neue Ermittler zuständig sind, die noch nicht mit der Aufklärung von Rebeccas Verschwinden befasst waren. Diese müssten das Vorliegende neu bewerten, um gegebenenfalls andere Ansätze bei den Ermittlungen zu bilden. Aus meiner Sicht ist es immer ratsam, bei ungelösten Fällen eine Neubewertung durch bisher noch nicht involvierte Kriminalisten durchzuführen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass diese Methode stets neue Versionen zum Tatgeschehen zeigen und sich dadurch auch weite Ermittlungsansätze ergeben.
Hätte man zum Zeitpunkt von Rebeccas Verschwinden schon von den Liegenschaften in Brandenburg gewusst, die Verwandten gehören, dann hätten diese Durchsuchungen auch schon damals erfolgen können.
WELT: Es ist schwer vorstellbar, dass den Ermittlern der Sachverhalt entgangen sein könnte, dass die Großeltern in Herzberg und in Tauche lebten, zumal man in der Nähe schon einmal gesucht hatte.
Petermann: Es kann ja auch sein, dass dies nicht entgangen ist, sondern, dass man es nicht für nötig erachtete, diese Orte zu untersuchen. Darüber kann man als Außenstehender nur spekulieren. Grundsätzlich sollte man sich als Ermittler gründlich mit der Biografie eines Verdächtigen auseinandersetzen. Dazu gehört, bei Mordermittlungen nachzuforschen, an welchen Orten ein Verdächtiger möglicherweise einen Leichnam, persönliche Gegenstände des Opfers oder auch die Tatwaffe gebracht haben könnte. Man weiß, dass der Hauptverdächtige in diesem Fall ganz offensichtlich nach dem Verschwinden von Rebecca von zu Hause in Richtung polnische Grenze gefahren ist und anschließend wieder zurückfuhr; das ist nicht allzu weit weg von den beiden durchsuchten Orten der letzten Tage, diese liegen südlich von der A12, wo das Auto erfasst wurde.
Der brombeerfarbene Renault Twingo wurde von Rebeccas Schwager am Tag ihres Verschwindens und danach auf der A12 erfasst, die nördlich von dem jetzt durchsuchten Gebiet verläuft
Der brombeerfarbene Renault Twingo wurde von Rebeccas Schwager am Tag ihres Verschwindens und danach auf der A12 erfasst, die nördlich von dem jetzt durchsuchten Gebiet verläuftQuelle: ---/Polizei Berlin/dpa
WELT: Wie gehen zuverlässige Ermittler vor, wenn sie einen Hauptverdächtigen eines mutmaßlichen Mordes im Visier haben?
Petermann: Man steigt in die Biografie des Täters ein und überprüft die Orte, von denen man weiß, dass er sich dort auskennt und dort aufgehalten hat. Jemand, der einen Menschen verschwinden lassen will, wird dabei kein Risiko eingehen wollen, sondern dort hingehen, wo er sich auskennt und wo möglichst wenig Öffentlichkeit hingelangt. Um Anhaltspunkte auf diese Orte zu bekommen, werden seine früheren Kontakte festgestellt und ein Bewegungsprofil dieser Person erstellt. Wo lebte sie und zu wem hatte sie Kontakt? Sicherlich eine Sisyphus-Aufgabe, jedoch eine erforderliche, die auch gemacht werden sollten.
Polizisten durchsuchen das Grundstück in Herzberg, wo einst die Großeltern des Tatverdächtigen gelebt haben
Polizisten durchsuchen das Grundstück in Herzberg, wo einst die Großeltern des Tatverdächtigen gelebt habenQuelle: Christophe Gateau/dpa
WELT: Es gibt einen Hauptverdächtigen und Indizien, eine Rekonstruktion des Morgens. Unvorstellbar, dass es keine Spuren gibt, DNA oder Ähnliches.
Petermann: Rebeccas Spuren werden im ganzen Haus zu finden gewesen sein; auch Haare und Fingerabdrücke. Das besagt aber noch nicht, dass das tatrelevant ist. Auch mögliche Spuren des Schwagers in ihrem Zimmer, vielleicht sogar dort, wo sie übernachtet hat, besagen nichts. Die beiden sollen ja ein gutes Verhältnis zueinander gehabt haben. Da kann man schon mal jemandem gute Nacht wünschen und dabei berühren. Nach der Rekonstruktion der Polizei dürfte die Tat nicht blutig gewesen sein. Das muss sie ja auch nicht. Es gibt viele Delikte der Nähe, bei denen ein Opfer erwürgt oder erdrosselt wird, und Spuren wie etwa Blut fehlen. Sollte Rebecca tatsächlich nicht das Haus ihrer Schwester verlassen haben, so ist nicht auszuschließen, dass nach ihrem Tod aufgrund eines Kontrollverlustes der Täter relativ schnell wieder klare Gedanken fasst, den Leichnam zu einem unbekannten Ort bringt und dabei unbemerkt bleibt.
WELT: Solange der Leichnam oder entsprechende Spuren nicht gefunden werden, wird sich in diesem Fall nichts mehr bewegen, sehen Sie das ähnlich?
Petermann: Das ist nicht gesagt. Es gibt auch reine Indizienprozesse ohne Leiche. Wenn jedes einzelne Indiz für sich allein genommen zwar nicht dazu ausreichen würde, die Schuld zu beweisen, so kann jedoch die Gesamtschau der Indizien ergeben, dass nur der Angeklagte ein Motiv und die Gelegenheit hatte, die vermisste Person zu töten.
Hobbydetektive behindern Polizeiermittlungen
Der Fall der 2019 vermissten Rebecca Reusch animiert immer mehr Hobbyermittler und YouTuber dazu, auf eigene Faust zu ermitteln. „Wir wollten Leute erreichen, die sich aus Angst nicht bei der Polizei gemeldet hatten“, erklärt Hobbydetektiv Jörg.
Quelle: WELT TV
WELT: Im Fall Rebecca Reusch wurden die Indizien für unzureichend bewertet, auch ein Motiv noch nicht deutlich genug herausgestellt. Nicht nur der Leichnam ist verschwunden, sondern auch Kleidung. Wie lange halten sich mögliche Spuren noch für eine Beweisaufnahme?
Petermann: Es hängt von der Art des Beweismittels ab: Würde Rebeccas Leiche gefunden worden sein, dann gäbe es die Gewissheit, dass sie nicht mehr lebt. Die Todesart, also Erstechen, Erschießen, Erschlagen, könnte ebenso wie das Tatwerkzeug festgestellt werden; auch der ungefähre Todeszeitpunkt – lange zurückliegend oder erst kürzlich. Haare oder Fasern an der Leiche könnten zur Identifizierung der Person oder des Textils führen. Auch der Bekleidungszustand könnte etwas über die Tatumstände und zum sogenannten Nachtat-Verhalten aussagen, und auch, ob eventuell ein Sexualverbrechen vorliegt.
Ob sich allerdings noch Verletzungen, wie Zungenbeinbrüche feststellen lassen, hängt sehr vom Einzelfall ab. Unterm Strich sollte man nicht allzu pessimistisch sein, dass man auch nach mehr als sechs oder sieben Jahren noch verwertbare Spuren findet, sollte der Leichnam gefunden werden. Zwei Morde, die ich bearbeitet habe, konnten erst nach 20 beziehungsweise fast 40 Jahren geklärt werden.
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HANDOUT - 25.02.2019, Berlin: Ein Porträt der vermissten 15-Jährigen aus dem Neuköllner Ortsteil Britz. Die 15-Jährige war am Morgen des 18. Februar bei Familienangehörigen im Maurerweg aufgebrochen - in ihrer Schule in der Fritz-Erler-Allee kam sie laut Polizei nicht an. (zu dpa «15-Jährige auf Schulweg verschwunden - Polizei geht Hinweisen nach» vom 24.02.2019) Foto: ---/Polizei Berlin/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung - nur bis zum Ende der Öffentlichkeitsfahndung der Polizei - und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++
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Schwager unter Verdacht
So geht es heute im Fall Rebecca weiter – „Man findet keine Worte“, sagen Anwohner fassungslos

WELT: Die Staatsanwaltschaft untersucht derzeit Funde der letzten Durchsuchungen. Was lassen sich generell für Rückschlüsse ziehen?
Petermann: Haare an der Leiche könnten Rückschlüsse ermöglichen, auch der Bekleidungszustand könnte etwas beweisen. Die Todesursache und ob ein Sexualverbrechen vorliegt, könnten festgestellt werden. Frakturen, Schädelverletzungen und Zungenbeinbrüche, die beim Erdrosseln entstehen können – ob so etwas noch erkennbar ist, bezweifle ich allerdings.
WELT: Was bedeutet es für den Hauptverdächtigen, wenn sich erneut nichts ergibt?
Petermann: Dies würde seine Position stärken, auch die Unterstützung der Familie womöglich noch untermauern. Die Polizei hat seit mehr als sechs Jahren Indizien gesammelt, die aber nicht ausreichen, um einen dringenden Tatverdacht gegen ihn zu begründen. Andererseits ist es für ihn und auch die Rechtsstaatlichkeit in unserem Land unabdingbar, dass er entlastet und rehabilitiert wird, sollte er unschuldig sein. Machen wir uns doch nichts vor: Er gilt in der Öffentlichkeit als Rebeccas Mörder, egal, wie sehr er beteuert, es nicht zu sein.

https://www.welt.de/vermischtes/plus68f ... uchen.html
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