Gast1722 hat geschrieben: ↑Samstag, 09. April 2022, 19:00:28
Das hatte ich noch falsch in Erinnerung. Ich hatte mir die Engelbrecht-Seite vor ein paar Jahren angesehen, das muss ich mit einem anderen Fall verwechseln. Das Problem bleibt, warum hat sie erst die Mutter angesprochen? Das bleibt ein Rätsel. Und vermutlich hat die Zeugin den Ermittlern auch nicht wirklich etwas Neues erzählt, O-Saft-Trinken wird es sicher nicht gewesen sein. Und – wenn es wirklich nicht stimmen sollte und sie waren früher in der Wohnung – werden die Ermittler schon bei der Befragung der Jungen erkannt haben, dass es wohl kein zufälliges Treffen war. Wie gesagt, die Ermittler wussten doch, dass die Jungs nicht so ganz die Wahrheit sagten. Wenn man da drei Leute getrennt befragt, erkennen erfahrende Ermittler schon recht leicht, was man glauben kann und was nicht. Außerdem gab es sicher einige Dinge, die Überprüfbar waren (z.B. Aussehen des Trambahnführers, Uhrzeit, wann er diese gefahren hat).
Ist es deiner Meinung nach normal, dass 3 Zeugen lügen wenn eine Freundin von ihnen spurlos verschwunden ist? Es geht dabei nicht darum ob sie O-Saft getrunken haben oder etwas anderes. Aber sie sagten ja nachweislich mehrmals die Unwahrheit. Z.b. behauptete Julian ja, dass niemand in seiner Wohnung telefoniert hatte. Später gab Robert aber den Anruf bei Maria von Julians Wohnung aus zu. Wozu verschweigt man sowas, wenn es ein harmloser Scherzanruf war? Warum gibt Josef an die Sonja erst an diesem Abend kennengelernt zu haben, obwohl er auf ihrer Geburtstagsparty anwesend war und sein Geburtsdatum zu Hause bei Sonja im Zimmer auf einem Zettel stand?
Die Aussage der Nachbarin ist doch recht bedeutsam, denn immerhin ist sie die einzige neutrale Person die Sonja an diesem Abend noch gesehen haben will. Und zwar zu einer Uhrzeit, zu der Sonja laut den 3 Jungs im Vollmond gewesen sein soll.
Der Trambahnfahrer wurde ja von der Polizei ausfindig gemacht. Er konnte Roberts Aussage aber eben nicht bestätigen.
Und dieses "Pech" hat Robert ja scheinbar mit allen seinen Aussagen bezüglich Zeugen.
Die englischsprachigen Touristen, die er nach der Uhrzeit gefragt haben will wurden nie gefunden.
Den Polizeiwagen den er am Stiglmaierplatz zusammen mit Sonja gesehen haben will, konnte nie ausfindig gemacht werden. Dabei kann es nicht schwierig sein herauszufinden, welche Polizisten am fraglichen Tag um die fragliche Uhrzeit in München Dienst hatten und in der Gegend um den Stiglmaierplatz unterwegs waren. Da kommt sowieso nur eine sehr geringe Anzahl an Polizisten in Frage. Zumal alle Polizisten zu Dienstende Protokolle über ihre Einsätze schreiben müssen.
Den Trambahnfahrer hat er auch nicht ausführlich beschreiben können. Er gab nur an das dunkle Haare hatte. Das war alles was zu seiner Beschreibung sagte. Unter einer richtigen Personenbeschreibung würde ich etwas anderes verstehen. Z.b. wie alt der Trambahnfahrer ungefähr war. War er alt, oder war er eher jung? War er dick oder dünn? Trug er einen Bart? Oder eine Brille? Hatte er irgendwas markantes an sich?
Dunkle Haare ist eine sehr sehr dürftige Beschreibung.
Gast1722 hat geschrieben: ↑Samstag, 09. April 2022, 19:00:28
Das sagte ich doch schon, wenn überhaupt dann kommt nur ein ganz kleiner Personenkreis in Frage. Ja ein sehr naher Verwandter ist möglich. Ein „Kumpel“ wird es nicht gewesen sein.
Der Auffindeort spricht jedenfalls nicht für einen gebürtigen Münchner, der Verbringer (oder Täter) muss dort Wurzeln haben. Wie die Verwandtschaft der 3 Jungs aussieht, wissen wir natürlich nicht. , Aber ich sagte ja schon, wenn die Jungs involviert waren (z.B. bei einem Drogen-Unfall), wird der Fall demnächst auch gelöst sein. Ich schieb doch, dass man dann Geduld haben müsste.
Wenn nicht, dann ist es leuider wahrscheinlioch, dass er ungelöst bleibt. Aber vielleicht hat der Täter dorch etwas verloren, was die Zeit überstanden hat und einen Identifikation ermöglciht, aber sehr wahrscheinlich ist das nicht.
Sehe ich nicht so. Der oder die Täter müssen keine Wurzeln in Kipfenberg haben. Es handelt sich sicher um jemand, der die Gegend in Kipfenberg gut kennt. So weit gehe ich mir dir d'accord. Aber deshalb muss der Täter nicht in Kipfenberg leben oder gelebt haben. Es kann auch ein Münchener sein. Oder jemand der weder in München, noch in Kipfenberg lebt.
Gast1722 hat geschrieben: ↑Samstag, 09. April 2022, 19:00:28
Da muss ich Dir entschieden widersprechen. Das kleinste Behältnis hat für einen solchen Zettel Platz. Sie wird ja auch irgendwo eine Fahrkarte o.ä. aufbewahrt haben, vermutlich eine Streifenkarte. Natürlich hatte sie Platz für einen solchen Zettel.
Auch ich habe damals ein Adressbuch gehabt (Handies/Smartphones gabe es noch nicht), wo ich die Adressen der Bekannten/Verwandten aufgeschrieben hatte. Die wichtigsten Nummern hatte man im Kopf und die übrigen wichtigen waren eben irgendwo aufgeschrieben.
Wer trägt so ein Zettelsammelsurium mit sich rum? Ich bin auch in den 90ern ohne Handy aufgewachsen, aber ich hätte mir nicht 20 kleine Zettelchen auf den Telefonnummern stehen in die enge Hosentasche gequetscht. Wie umständlich wäre das? Zumal solche Zettel ja auch nicht besser dadurch werden, wenn man sie ungeschützt in der Hosentasche rumträgt. Nach dem man sie ein paar Mal mehrere Stunden lang herum getragen hätte, wären sie vermutlich ziemlich zerknittert und bekämen wahrscheinlich auch Risse. Fraglich ob man dann überhaupt noch die entsprechenden Telefonnummern lesen könnte.
Wenn ich von mir ausgehe, ich habe unterwegs keine Telefonnummern benötigt. Die wichtigsten (Eltern, nahe Verwandte, beste Freunde) kannte man auswendig. Andere brauchte ich nicht unterwegs.
Die Monatskarte die Sonja dabei hatte, ist etwas anderes. Sie ist durch Plastik geschützt. Die geht nicht so schnell in der Hosentasche kaputt.
Gast1722 hat geschrieben: ↑Samstag, 09. April 2022, 19:00:28
Da wäre ich mir nicht so sicher, die Schwester hätte sie sich auch erstmal bei sich bis zum Morgen unterbringen können.
Sonjas Schwester hat damals in einer kleinen 2-Zimmer Wohnung zusammen mit einer Freundin gewohnt. Auch damals waren die Mietpreise in München schon sehr hoch, so das sie sich während des Studiums nur eine kleine Wohnung leisten konnte. Ein Zimmer bewohnte die Freundin, das andere Zimmer bewohnte Sonjas Schwester und ihre kleine Tochter. Viel Platz für einen Übernachtungsgast wird dort sicher nicht gewesen sein.
Hinzu kommt noch folgendes: Sonja wusste das ihre Schwester auch desöfteren bei ihrem damaligen Freund übernachtete und das es also sehr gut sein konnte, dass ihre Schwester gar nicht in ihrer Wohnung erreichbar ist.
Trotzdem soll Sonja laut Robert mehrmals gesagt haben "ich rufe meine Schwester an, sie soll mich abholen kommen". Müsste Sonja nicht gesagt haben, ich
VERSUCHE mal meine Schwester anzurufen und schaue mal ob sie zu Hause ist und ob sie mich abholen würde?
Sonja soll es ja mehrmals gesagt haben. Und es war ja wohl auch noch ausreichend Zeit um über den ganzen Sachverhalt zu sprechen, denn Robert will ja auch noch gefragt haben ob Sonjas Schwester ihn nicht auch mitnehmen würde.
Warum hat er auch überhaupt nicht in Frage gestellt, warum Sonja plötzlich ihre Schwester anrufen will? Auch das erscheint mir ein eher ungewöhnliches Verhalten zu sein. Es war ja eigentlich vereinbart, dass die beiden auch wieder gemeinsam zum Hauptbahnhof zurück fahren. Wenn dann plötzlich jemand seine Pläne ändert, dann fragt man doch mal nach warum, oder nicht?