MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995

ÖFFENTLICHE DISKUSSION
Fälle: Anja Aichele, Ayleen Ambs, Vierfachmord von Annecy 2012, Bärbel B. (Bremerhaven) u. Ingrid R. (Bremen), Annika Brill, Tristan Brübach, Christoph Bulwin, Anne D. (Lorch), Suzanne Eaton, Michaela Eisch, Victor Elling, Sonja Engelbrecht, Trude Espas, Regina Fischer, Abby G. & Libby W. (USA-Indiana), Maren Graalfs, Valeriia Gudzenko, Mara-Sophie H. (Kirchdorf), Marion & Tim Hesse, Jutta Hoffmann, Bärbel K. (Lübeck), Milina K. (Luckenwalde), Peggy Knobloch, Cindy Koch, Martina Gabriele Lange, Lola (FR-Paris), Karl M. (Berlin), Khadidja M. (Ingolstadt), Stefan M. (Salzgitter), Jelena Marjanović, Margot Metzger, Karin N. (Borchen), N. N. (Lampertheim), Gabby Petito, Heike Rimbach, Elmar Rösch, Gustav Adolf Ruff, Carina S. (Iserlohn), Hannah S. (Hamm), Lena S. (Wunsiedel), Gabriele Schmidt, Mord in Sehnde-Höver, Yasmin Stieler, Simone Strobel, Elisabeth Theisen, Karsten & Sabine U. (Wennigsen), Nicky Verstappen, Hanna W. (Aschau)
Dwarf
Beiträge: 96
Registriert: Mittwoch, 08. Dezember 2021, 23:37:08
Kronen:
Sterne:
Kontaktdaten:

Re: VERMISSTENFALL SONJA ENGELBRECHT, MÜNCHEN, 1995

Ungelesener Beitrag von Dwarf »

Widasedumi hat geschrieben: Dienstag, 05. April 2022, 15:01:42 Nach der Information von Dwarf, für die ich sehr dankbar bin, muss die Polizei also von dieser Szene gewusst haben. Dann hat sie intern wohl auch eine Hypothese mit kultischem Inhalt verfolgt, wenn diese letztlich auch nicht hinreichend belastbar war, da man keine Leiche hatte.

Ich könnte mir vorstellen, dass neue Ermittler, völlig unbefangen nochmal von Grund auf anfangen. Da wartet Arbeit, die zu einem erfolgreichen Ende führen könnte. Ich wünsche es den Angehörigen und uns auch.
Nein die Hypothese haben die damaligen Ermittler eigentlich nicht verfolgt. Zumindest haben sie es nicht den Engelbrechts gegenüber kommuniziert. Es war der Sektenbeauftragte der Münchner Polizei, der diese Hypothese verfolgt hat. Denn er hatte heraus gefunden, dass enge Freunde von Sonja Satanisten waren/sind und Kontakte in diese Szene hatten. Das schien den damaligen Ermittlern aber alles nicht so recht zu sein, dass der Sektenbeauftragte den Engelbrechts diese Infos gab und ihm wurde dann ein Maulkorb verpasst und er wurde versetzt.
Diese engen Freunde von Sonja wurden ja auch von der Polizei mal auf einem Friedhof erwischt.

In München soll zur damaligen Zeit mehrere Satanische Logen geben haben. Wie der heutige Stand ist weiß ich leider nicht.
Es gab doch auch mal ein Mädchen das Satanisten in München in den Selbstmord getrieben haben.
Dwarf
Beiträge: 96
Registriert: Mittwoch, 08. Dezember 2021, 23:37:08
Kronen:
Sterne:
Kontaktdaten:

Re: VERMISSTENFALL SONJA ENGELBRECHT, MÜNCHEN, 1995

Ungelesener Beitrag von Dwarf »

Gast hat geschrieben: Dienstag, 05. April 2022, 17:26:33 Das mit dem Satanismus wurde hier schon mal diskutiert ab
viewtopic.php?p=174609#p174609
Wenn dann sind ältere Satanisten auf den blonden Engel aufmerksam geworden und haben über die Jungen Kontakt zu ihr gesucht um sie einzuladen oder abzugreifen.

Durch die Ablage im Felsspalt war sie gut versteckt aber jederzeit zugänglich.
In dem Artikel steht größtenteils Unsinn. Klatschpresse die Auflage machen möchte.
Sonjas Mutter hat keine Poster von der Wand gerissen, es wurde lediglich das Zimmer von Sonja ein bisschen umgestaltet als renoviert wurde. Den Engelbrechts war egal welche Musik Sonja hörte. Sicher haben sie selbst einen anderen Musikgeschmack, aber das ist wahrscheinlich bei fast allen Eltern so.
Woher sollte das ein Journalist wissen, wenn Sonjas Mutter Poster von der Wand gerissen hätte? Es gibt leider Journalisten, die einfach irgendwas schreiben das sie sich selbst ausgedacht haben um den Artikel interessanter zu gestalten. Die Engelbrechts kamen mehrmals am Kiosk vorbei und sahen dort Zeitungen mit Artikeln über sie, von Journalisten mit denen sie nie ein Wort gesprochen haben.

Sonja hat sich selten komplett schwarz gekleidet. Sie besuchte oft Donnerstags eine Disko namens Tilt. Da war es Gang und Gäbe das sich alle schwarz anzogen, also tat Sonja das auch. Eine richtige Waverin war sie nicht. Sie hörte Wave Music. Aber auch andere Musik wie Alternativ und Grunge.
Wenn man sich Fotos von ihr anschaut, dann gibt es nur die allseits bekannten mit Hotpants und hohen Schuhen auf denen sie so sexy aufgestylt aussieht. Das sind Fotos, die sie aus Spaß mit ihrer Schwester zusammen gemacht hat. Die Schwester hat sich ähnlich angezogen. Auch von ihr existieren die gleichen Fotos. Die Schwestern haben zu Hause "Model" gespielt. Das war aber kein Outfit, mit dem Sonja je auf der Strasse unterwegs war. Das Ringelshirt was sie trägt, das hat sie öfters getragen. Aber die Hotpants nicht. Das waren nicht mal ihre, sondern sie gehören ihrer Schwester.
Sonjas übliche Kleidung war eher Alternative-Schlaberlook. Keine Kurzen Röcke oder Kleider. Sie besaß gar kein Kleid oder einen Rock.
Die Engelbrecht haben damals einfach die neusten Fotos von Sonja genommen, die sie besaßen als sie sie bei der Polizei als vermisst gemeldet haben. Das waren die Fotos in den Hotpants. Sie haben sich nichts weiter dabei gedacht und wollten einfach nur das ihre Tochter gefunden wird. Vielleicht etwas naiv, aber wer will es ihnen verdenken? Sie hatten sicher gerade andere Sorgen, als darüber nachzudenken ob das die übliche Kleidung ihrer Tochter ist oder nicht. Sie konnten auch nicht voraussehen das sich 25 Jahre später Menschen im Internet darüber unterhalten werden und vielleicht falsche Schlüsse auf Grund der Kleidung ziehen.
Es erinnert mich ein bisschen an den Fall Rebecca Reusch. Da wurde auch ein Foto zur Fahndung benutzt, das stark bearbeitet war und ihr eigentlich gar nicht so ähnlich sah.

Sonjas Eltern haben sie auch mehr als ein Mal Nachts aus einer Disko abgeholt. Das war nicht nur 1 Mal wie es in dem Artikel steht.
GastGhost

Re: VERMISSTENFALL SONJA ENGELBRECHT, MÜNCHEN, 1995

Ungelesener Beitrag von GastGhost »

@Dwarf
Also kann man davon ausgehen das 80 + % der Zeitungsberichte über Sonja hochgepuscht waren und nicht die echte Sonja abbildeten das ist schon
krass und man hat sich Jahre lang über eine Menge Quatsch den Kopf zerbrochen .
Sonja hatte also wahrscheinlich mit der echten Ghotik Szene gar nix zu tun , in dunkler Erinnerung habe ich noch das es damals einen Alten Wasserturm
gab wo sich die Anhänger dieser Szene aufhielten und irgendwer der dort regelmäßig war zu irgendwem ( der Polizei ? ) sagte das Sonja ihm dort
niemals aufgefallen war .
Wer weiß über welchen Unsinn wir uns noch zum Teil mit anderen Usern gestritten haben .
Unter diesen Umständen war der Abend des 10 und die Nacht des 11 April 1995 für Sonja wirklich nur ein trockenes langweiliges Treffen mit für Sonja
drei uninteressanten Bubis wie @Widasedumi es schrieb.
Bleibt trotzdem die Frage warum sie sich mit denen überhaupt getroffen hat und interessanter Weise ihre Tilt Bekleidung anzog da hat sie sich doch
möglicherweise etwas ganz anderes unter dem Abend vorgestellt oder ihr wurde was anderes in Aussicht gestellt .
Widasedumi
Beiträge: 8966
Registriert: Donnerstag, 12. März 2020, 10:04:00
Kronen: ♔♔♔♔♔♔♔♔
(ausgezeichnet mit acht Goldenen Kronen für 8000 Beiträge)
Sterne:
Kontaktdaten:

Re: VERMISSTENFALL SONJA ENGELBRECHT, MÜNCHEN, 1995

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

Gast562 hat geschrieben: Dienstag, 05. April 2022, 18:18:17 Das verstehe ich nicht. War Sonja schon zu dem Zeitpunkt in Gefahr? Weshalb musste wer dafür sorgen, dass sie sicher nach Hause kommt? Kann mir das mal jemand näher erklären? Danke.
Du zitierst aus einem Posting vom Jan. 2019, das @Die Krähe eingestellt hatte. Es steht auf Seite 10 viewtopic.php?p=120237#p120237 Auf Seite 10 kann man sich vielleicht auch Bezüge erschließen, weil @Die Krähe hier sehr interessante Beobachtungen machte, da sie Sonja in einem Lokal schräg gegenüber gesessen hatte. Das kann man hier lesen: viewtopic.php?p=120126#p120126
DieKrähe hat geschrieben: Samstag, 19. Januar 2019, 15:27:15
Bezüglich des geänderten Verhaltens: es gab offensichtlich Personen die dafür gesorgt haben das Sonja in den Wochen vor dem Verschwinden sicher nachhause kommt, was aber angeblich vorher keiner gewusst und manche überrascht hat.
Ich empfehle, die gesamten Nachfolgebeiträge von Seite 10 zu lesen. Sie sind sehr interessant. Foristin @Die Krähe schreibt subjektiv ihre Eindrücke. Diese scheinen mir sehr solide zu sein. Zum Verhältnis Sonjas zu dem etwas jüngeren Begleiter hat @Die Krähe Beobachtungen gemacht. Sie wusste, dass sich die einzige Bedienung im Vollmond überhaupt nicht an das Quartett erinnern konnte, was komisch ist. Und sie kann über die 15jährigen etwas aussagen. Und wenn sich zur xy-Sendung Differenzen ergeben, dann neige ich eher dazu, der Foristin @Die Krähe Glauben zu schenken. Sie weiß auch von der Zeugenaussage einer Hausbewohnerin in der Schellingstraße, dass deren Angaben nicht mit den Angaben der veröffentlichten Geschichte und der Jugendlichen zusammen passen. Sie spricht von einem der beiden 15jährigen Ju. und Jo., der auch in xy zu Wort kam. Die Zeugenaussage der Hausbewohnerin würde eher den vereinzelten Überlegungen entgegenkommen, dass in der Schellingstraße etwas anders lief, und die veröffentlichte Darstellung mehr eine konstruierte Story für die Polizei war.

Ich möchte hier mal aufhören, weil ich mir dieses alles selbst gedanklich erst mal auf heutigem Stand ordnen muss. Möchte mich nun den Gedanken/Informationen von @Dwarf zuwenden, was den Sektenbeauftragten der Polizei anbelangt.
Irrtumsvorbehalt
Widasedumi
Beiträge: 8966
Registriert: Donnerstag, 12. März 2020, 10:04:00
Kronen: ♔♔♔♔♔♔♔♔
(ausgezeichnet mit acht Goldenen Kronen für 8000 Beiträge)
Sterne:
Kontaktdaten:

Re: VERMISSTENFALL SONJA ENGELBRECHT, MÜNCHEN, 1995

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

Dwarf hat geschrieben: Dienstag, 05. April 2022, 23:20:56 Nein die Hypothese haben die damaligen Ermittler eigentlich nicht verfolgt. Zumindest haben sie es nicht den Engelbrechts gegenüber kommuniziert. Es war der Sektenbeauftragte der Münchner Polizei, der diese Hypothese verfolgt hat. Denn er hatte heraus gefunden, dass enge Freunde von Sonja Satanisten waren/sind und Kontakte in diese Szene hatten. Das schien den damaligen Ermittlern aber alles nicht so recht zu sein, dass der Sektenbeauftragte den Engelbrechts diese Infos gab und ihm wurde dann ein Maulkorb verpasst und er wurde versetzt.
Diese engen Freunde von Sonja wurden ja auch von der Polizei mal auf einem Friedhof erwischt.

In München soll zur damaligen Zeit mehrere Satanische Logen geben haben. Wie der heutige Stand ist weiß ich leider nicht.
Es gab doch auch mal ein Mädchen das Satanisten in München in den Selbstmord getrieben haben.
@Dwarf

Dass es in München satanische Vereinigungen gab bzw. noch gibt, das glaube ich sofort. Wenn nicht in einer Großstadt, wo denn sonst? Der Sektenbeauftragte war von der Polizei, das ist bedeutsam. Er war nicht von einer Kirche oder einem Jugendamt oder dergleichen. Diese Sonderfunktionen haben ihren umrissenen Aufgabenbereich. Ich denke, dass es speziell weitergebildete Polizeibeamte sind. Kann mich aber auch irren, weil es ja auch Psychologen gibt, die nicht eine Polizeiausbildung durchlaufen haben. Aber alle Sonderfunktionen werden nach logischer Überlegung dem Hauptzweck der Verbrechensaufklärung nicht zuwider laufen, sondern haben ihn zu unterstützen bzw. dienen sie der Prävention.

Es kann sein, dass diese Information an die Eltern vielleicht versehentlich nicht mit dem Ermittlerteam abgestimmt war. Das wäre dann ein Fehler gewesen, den man dann seitens der Polizei ausbügeln musste, weil es eben die Ermittlungen gestört haben dürfte. Es sind da eben auch rechtliche Grenzen gesteckt. Die Polizei darf präventiv eine Szene beobachten, aber ohne konkrete Anhaltspunkte, die einen Verdacht begründen, muss sie m.E. wegen des Vorwurfs einer "amtlichen Gerüchteverbreitung" (wenn es sowas geben sollte) vorsichtig sein.

Der Glauben ist bekanntlich frei. Man kann auch an Satan glauben. Aber Rituale zum Nachteil von Menschen gegen ihren Willen, sei es Körperverletzung oder Tod, sind illegal. Leider gibt es das im Geheimen doch, und die Teilnehmer von schwarzen Messen sollen nicht nur aus der Unterschicht stammen, wie ich im Fall des Serienmörders Marc Dutroux gelesen habe. Ob sich eine Gruppe nun ausdrücklich nach Luzifer benennt oder nicht, wenn rituelle Handlungen/Opferungen vorgenommen werden, ist es eine teuflische Sache. Es gibt nur zwei geistige Reiche: Das Reich Gottes und das Reich des Teufels. Gott will keine Menschenopfer oder Tieropfer, weil sich durch das Opfer seines Sohnes das Alte Testament erfüllt hat, und Gott jegliche Opferungen ablehnt. Es gab und gibt jedoch Völker und (Baals)Religionen, wo rituelle Opferungen leider stattfanden und stattfinden. Dass hierauf die Polizei ein Auge hat und präventiv arbeitet, ist sehr zu begrüßen.

Auch wenn es ein Fehler des Sektenbeauftragten war, so muss an der Sache was dran gewesen sein. Da Gefühle wie Neid, Eifersucht und Hass ebenfalls vom Teufel zum Triggern benutzt werden, könnte es sehr wohl in der Jugendszene Spannungen untereinander gegeben haben, welche sich eben auch gegen jemanden verschworen haben könnten, warum auch immer. Gefühle kann man leicht triggern, und jemand, der von der Natur bevorzugt wurde, kann ohne weiteres Neidgefühle hervorrufen. Sonja muss jedoch nach dem Eindruck von @Die Krähe eher zurückhaltend gewesen sein, also das Gegenteil von einer Angeberin. Sie sei immer gleich den Signalen ihres Begleiters nachgekommen, wie man auf Seite 10 lesen kann.

Ich denke, dass die damaligen Freundinnen und Freunde noch manches wissen. Genau dieses Wissen, wenn es ein Geheimwissen war, wird nicht vergessen, weil es sich als Geheimwissen gar nicht auslöschen oder verdrängen lässt. Es kann verblassen, oder der Wissensträger kann versuchen es abzutun, oder sich selbst auszureden, aber das gelingt nicht, weil das Verdrängte immer mit dem Tod von Sonja assoziiert ist. Es ist deshalb eingegraben, und gerade jetzt nach dem Auffinden des Skeletts von Sonja kommt es wieder hervor. Dass sich das Geheimwissen im Gedächtnis tief eingraben konnte, dafür sorgte sowohl das Ermittlungsverbot gegen die Eltern, aber auch die Auftritte der Eltern bzw. der Mutter in Fernsehsendungen. Jedesmal, bei jedem Auftritt, wurde das Geheimwissen aufgefrischt, und ich bin sicher, alle die Freundinnen und Freunde von Sonja haben diese Sendungen verfolgt.

Es ist jetzt eine Chance da, damit sich die damaligen Jugendlichen, die mehr gewusst haben, als sie sagten, entlasten. Sie könnten sich davon befreien. Das wird ihnen sein, wie ein Stein der von ihrer Brust fällt. Ich gehe davon aus, dass es neue Ermittlungen und Befragungen geben wird.
Irrtumsvorbehalt
Widasedumi
Beiträge: 8966
Registriert: Donnerstag, 12. März 2020, 10:04:00
Kronen: ♔♔♔♔♔♔♔♔
(ausgezeichnet mit acht Goldenen Kronen für 8000 Beiträge)
Sterne:
Kontaktdaten:

Re: VERMISSTENFALL SONJA ENGELBRECHT, MÜNCHEN, 1995

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

Dwarf hat geschrieben: Dienstag, 05. April 2022, 23:20:56 Es gab doch auch mal ein Mädchen das Satanisten in München in den Selbstmord getrieben haben.
@Dwarf

Ich habe einen Artikel aus der "Welt am Sonntag" aus 2003 gefunden. Das war jedoch nicht München, sondern Waldmünchen.
Hier sind es 5 Jugendliche. Ich weiß nicht, ob du diesen Fall meinst? Auch wenn nicht der Begriff "Satanisten" gebraucht wird, so halte ich doch
die Handlungsweise, wie in den Vorwürfen beschrieben, für satanisch, denn es gibt nun mal nur ein Entweder/Oder.
Stadt der lebensmüden Mädchen
Im bayerischen Waldmünchen alarmiert eine Serie von Selbstmorden unter Jugendlichen die Polizei. Es geht um einen Dealer - und ein fatales Geflecht aus Drogen, erzwungenem Sex und Erpressung
https://www.welt.de/print-wams/article1 ... dchen.html
Irrtumsvorbehalt
Widasedumi
Beiträge: 8966
Registriert: Donnerstag, 12. März 2020, 10:04:00
Kronen: ♔♔♔♔♔♔♔♔
(ausgezeichnet mit acht Goldenen Kronen für 8000 Beiträge)
Sterne:
Kontaktdaten:

Re: VERMISSTENFALL SONJA ENGELBRECHT, MÜNCHEN, 1995

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

Vom Leben in einer satanischen Sekte informiert dieser Bericht: https://bistum-osnabrueck.de/rituelle-gewalt/
(leider kein Datum gefunden)

Hier noch ein Bericht aus einer türkischen Communitiy, ebenfalls ein Suizid im satanischen Umfeld (Istanbul)
https://www.tagesspiegel.de/gesellschaf ... 86094.html (Jan. 2002)
Irrtumsvorbehalt
Gast562

Re: VERMISSTENFALL SONJA ENGELBRECHT, MÜNCHEN, 1995

Ungelesener Beitrag von Gast562 »

@widasedumi

Danke für den Tip.
Gab es ja. Möchte ich aber momentan nichts weiter dazu sagen.
So wurde damals die Frage beantwortet, was es für einen Grund gab, weshalb man darauf achtete, dass Sonja wohlbehalten zu Hause ankam.
Man könnte jetzt in zig Richtungen spekulieren, natürlich auch in Richtung Satanismus, aber das bringt ja absolut nichts. Weshalb öffentlich "Satanismus" nie in den Mund genommen wurde, irritiert mich jetzt etwas. Es wurde von Menschenhandel, Serientäter usw. gesprochen, aber von Satanismus nicht. War das doch eine heiße Spur? Wenn ja, wäre es nicht ein Leichtes zu ermitteln gewesen, ob Freunde oder Bekannte damit zu tun hatten und ob diesbezüglich an bestimmten Orten Treffen stattfanden? Weshalb wurde dieser Sektenbeauftragte gleich versetzt? Hat er durch seine nicht abgeklärte Weitergabe von Informationen die Ermittlungen gefährdet oder wurde ihm einfach nur zur Last gelegt, sich nicht an den Datenschutz gehalten zu haben? Auch nicht auszuschließen wäre, wenn er den Friedhofsbesuch der Freunde dramatisiert und damit mit einer eventuell ursprünglich harmlosen Aktion von Jugendlichen der Familie unnötig Angst eingejagt hätte. Man weiß es nicht. Abgesehen davon haben wir als Jugendliche auch Friedhöfe besucht und wir hatten mit Satanismus nichts am Hut. Es war einfach gruselig und ein besonderer Kick, aber hatte für uns keine tiefergehenden Gründe.
Gast

Re: VERMISSTENFALL SONJA ENGELBRECHT, MÜNCHEN, 1995

Ungelesener Beitrag von Gast »

Man liest sie wäre auch im Pulverturm gewesen.
http://www.pulverturm.de/images/pulverturm-01.jpg
Wie waren die Schwarzen damals so drauf
https://scontent-frx5-2.xx.fbcdn.net/v/ ... e=62729345

Der hat bestimmt nur der Puppe seiner kleinen Schwester damals ein Bein rausgerissen weil er so ein T shirt hat.
http://www.pulverturm.de/fotos-210504/s ... 10041.html
Gast

Re: VERMISSTENFALL SONJA ENGELBRECHT, MÜNCHEN, 1995

Ungelesener Beitrag von Gast »

Auch ein schönes Bildchen das man bei schwarzesbayern findet.
http://schwarzesbayern.info/wp-content/ ... 00x300.jpg
Die lieben so ein Ambiente. Und wie ich hier gelesen habe feiern die gern am 13. und hätten dann in den Karfreitag(Opfertag) wo eh nix los ist hineinfeiern können
Dateianhänge
Kalender 1995.jpg
Kalender 1995.jpg (35.34 KiB) 1708 mal betrachtet
Gast562

Re: VERMISSTENFALL SONJA ENGELBRECHT, MÜNCHEN, 1995

Ungelesener Beitrag von Gast562 »

Gast hat geschrieben: Mittwoch, 06. April 2022, 08:09:46 Auch ein schönes Bildchen das man bei schwarzesbayern findet.
http://schwarzesbayern.info/wp-content/ ... 00x300.jpg
Die lieben so ein Ambiente. Und wie ich hier gelesen habe feiern die gern am 13. und hätten dann in den Karfreitag(Opfertag) wo eh nix los ist hineinfeiern können
Dann hätte es sich angeboten, die paar Tage noch abzuwarten, vor allem weil der Karfreitag in Bayern eh ein Feiertag ist und keiner der berufstätigen Jugendlichen zur Arbeit musste. Schade! Wir haben einfach absolut gar keine Informationen, um in diese Richtung weiter spekulieren zu können. Einiges, wie gerade die Schmiererei auf Markberts Hauswand, würde Sinn machen. Aber wenn man es genau nimmt, würde jede Theorie Sinn machen, wenn man sie so biegt, wie sie am besten passen würde. Wir können jetzt nur unsere ganze Hoffnung in die weiteren kriminaltechnischen Untersuchungen setzen. Ich wünsche es mir für die Familie, dass alles aufgeklärt wird, obwohl ich auf der anderen Seite befürchte, dass das noch weiteres Leid bringen wird.
Gast562

Re: VERMISSTENFALL SONJA ENGELBRECHT, MÜNCHEN, 1995

Ungelesener Beitrag von Gast562 »

Sollte Sonja tatsächlich Kontakt zu Satanisten gehabt haben, was nicht erwiesen ist, so schließe ich nach wie vor nicht aus, dass sie diesen ominösen Immobilienmakler, der ebenfalls einen Hang zum Okkultismus hatte, kannte. Für mich ist der auch immer noch im Spiel.
Dwarf
Beiträge: 96
Registriert: Mittwoch, 08. Dezember 2021, 23:37:08
Kronen:
Sterne:
Kontaktdaten:

Re: VERMISSTENFALL SONJA ENGELBRECHT, MÜNCHEN, 1995

Ungelesener Beitrag von Dwarf »

Widasedumi hat geschrieben: Mittwoch, 06. April 2022, 04:33:01 @Dwarf

Ich habe einen Artikel aus der "Welt am Sonntag" aus 2003 gefunden. Das war jedoch nicht München, sondern Waldmünchen.
Hier sind es 5 Jugendliche. Ich weiß nicht, ob du diesen Fall meinst? Auch wenn nicht der Begriff "Satanisten" gebraucht wird, so halte ich doch
die Handlungsweise, wie in den Vorwürfen beschrieben, für satanisch, denn es gibt nun mal nur ein Entweder/Oder.


https://www.welt.de/print-wams/article1 ... dchen.html
Nein, diesen Fall meine ich nicht. In München hat ein Mädchen Selbstmord begangen. Ihr Name war Tanja W. Sie ist am 6.6.1996 vor die U-Bahn U6 gesprungen und kam dabei ums Leben.
Gast

Re: VERMISSTENFALL SONJA ENGELBRECHT, MÜNCHEN, 1995

Ungelesener Beitrag von Gast »

Viel findet man nicht mehr von ihm aus Mickhausen
Bericht von 2002
Der Besitzer des Schlosses sitzt wegen sexuellen Missbrauchs in Untersuchungshaft. Auf die Knochen stießen die Ermittler nach Angaben der zuständigen Traunsteiner Staatsanwaltschaft rein zufällig. Da der 60-jährige Schlossherr bei seiner Festnahme nach einem Bericht der "Augsburger Allgemeinen" einen Zeitungsausriss mit einem Bericht über ein vor Jahren spurlos verschwundenes Mädchen bei sich hatte, wurde nach dem Fund der Knochen bereits das Schlimmste befürchtet.
https://www.derstandard.at/story/102164 ... m-maedchen
Widasedumi
Beiträge: 8966
Registriert: Donnerstag, 12. März 2020, 10:04:00
Kronen: ♔♔♔♔♔♔♔♔
(ausgezeichnet mit acht Goldenen Kronen für 8000 Beiträge)
Sterne:
Kontaktdaten:

Re: VERMISSTENFALL SONJA ENGELBRECHT, MÜNCHEN, 1995

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

Gast562 hat geschrieben: Mittwoch, 06. April 2022, 06:50:10
So wurde damals die Frage beantwortet, was es für einen Grund gab, weshalb man darauf achtete, dass Sonja wohlbehalten zu Hause ankam.
Man könnte jetzt in zig Richtungen spekulieren, natürlich auch in Richtung Satanismus, aber das bringt ja absolut nichts. Weshalb öffentlich "Satanismus" nie in den Mund genommen wurde, irritiert mich jetzt etwas. Es wurde von Menschenhandel, Serientäter usw. gesprochen, aber von Satanismus nicht. War das doch eine heiße Spur? Wenn ja, wäre es nicht ein Leichtes zu ermitteln gewesen, ob Freunde oder Bekannte damit zu tun hatten und ob diesbezüglich an bestimmten Orten Treffen stattfanden? Weshalb wurde dieser Sektenbeauftragte gleich versetzt? Hat er durch seine nicht abgeklärte Weitergabe von Informationen die Ermittlungen gefährdet oder wurde ihm einfach nur zur Last gelegt, sich nicht an den Datenschutz gehalten zu haben?
@Gast562

Du stellst exakt die richtigen Fragen. Auf derselben Seite 10 hier, war auch @Gast Ghost mit @Die Krähe im Austausch, und GastGhost, der damals noch unter ZFaktor schrieb, fragte @Die Krähe nach dem Ausgehverhalten von Sonja. Dass R. sie begleitete war üblich. Aber dann schien sie sich von Freundinnen etwas zurückzuziehen, um mit ihrer Schwester und deren Anhang mitzukommen. Andererseits war auf der Geburtstagstour der R. nicht dabei. viewtopic.php?p=120866#p120866
ZFaktor schrieb im letzten Satz:
Dieses Geflecht, ich blicke das nicht aber ich habe da einfach ein mulmiges Gefühl.
Darauf antwortete @Die Krähe
DieKrähe hat geschrieben: Dienstag, 29. Januar 2019, 03:02:18 Und das völlig zurecht.
...
viewtopic.php?p=121086#p121086

Es braucht Zeit, um das alles noch einmal gedanklich durchzuarbeiten. Zu respektieren ist, dass @Die Krähe den Grund, warum man besorgt war, dass Sonja sicher nach Hause kommt, nicht nennen möchte. Des weiteren bestätigte sie dem @ZFaktor, dass sein mulmiges Gefühl berechtigt war.

Jetzt muss ich nur 1 und 1 zusammenzählen: Es hat ein Sektenbeauftragter der Polizei den Eltern von Sonja einen Hinweis auf Satanisten gegeben. Diese würde ich als eine gefährliche Gruppe einstufen, mit der ich nichts zu tun haben möchte und daher diesen Namen auch nicht in den Mund nehmen möchte. Da erklärt sich doch ganz viel, z.B. das Schweigen der Freunde, das Ermittlungsverbot der Eltern, die Versetzung des Beauftragten, das Schweigegebot an Maria usw. Und nun könnte mit der Besorgnis des sicheren Nachhausekommens ein Schuh daraus werden? Ist aber alles nur ein Versuch, diese isolierten Aussagenfragmente in einen Rahmen zu bringen.

Jedenfalls geht es auf Seite 11 auch intensiv weiter. Da steht die Schellingstraße total im Fokus. Dann wird Herr Wilfling bemüht im Post von @Die Krähe (vorstehend) vom 29.01.2019, 03:02, der von einem Gastwirtsohn im roten Porsche theoretisierte, der des Nachts am SMP Mädchen "aufgegabelt" haben soll. Wenn jedoch in der Schellingstraße eine Tat passierte, kann Sonja von keinem Porschefahrer am SMP aufgegabelt worden sein, es sei denn, dass Sonja in der Zeit davor selbst am SMP mit dem Porschefahrer Kontakt hatte. Das war aber nur Vermutung von Herrn Wilfling.
Irrtumsvorbehalt
Widasedumi
Beiträge: 8966
Registriert: Donnerstag, 12. März 2020, 10:04:00
Kronen: ♔♔♔♔♔♔♔♔
(ausgezeichnet mit acht Goldenen Kronen für 8000 Beiträge)
Sterne:
Kontaktdaten:

Re: VERMISSTENFALL SONJA ENGELBRECHT, MÜNCHEN, 1995

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

Dwarf hat geschrieben: Mittwoch, 06. April 2022, 11:00:38 Nein, diesen Fall meine ich nicht. In München hat ein Mädchen Selbstmord begangen. Ihr Name war Tanja W. Sie ist am 6.6.1996 vor die U-Bahn U6 gesprungen und kam dabei ums Leben.
@Dwarf:

Danke für deinen Hinweis mit dem Namen und dem Sterbedatum des Mädchens.
Irrtumsvorbehalt
Dwarf
Beiträge: 96
Registriert: Mittwoch, 08. Dezember 2021, 23:37:08
Kronen:
Sterne:
Kontaktdaten:

Re: VERMISSTENFALL SONJA ENGELBRECHT, MÜNCHEN, 1995

Ungelesener Beitrag von Dwarf »

Widasedumi hat geschrieben: Mittwoch, 06. April 2022, 11:55:30 Jetzt muss ich nur 1 und 1 zusammenzählen: Es hat ein Sektenbeauftragter der Polizei den Eltern von Sonja einen Hinweis auf Satanisten gegeben. Diese würde ich als eine gefährliche Gruppe einstufen, mit der ich nichts zu tun haben möchte und daher diesen Namen auch nicht in den Mund nehmen möchte. Da erklärt sich doch ganz viel, z.B. das Schweigen der Freunde, das Ermittlungsverbot der Eltern, die Versetzung des Beauftragten, das Schweigegebot an Maria usw. Und nun könnte mit der Besorgnis des sicheren Nachhausekommens ein Schuh daraus werden? Ist aber alles nur ein Versuch, diese isolierten Aussagenfragmente in einen Rahmen zu bringen.
Der Sektenbeauftragte hat den Engelbrechts Namen genannt. Es sind ihre engen Freunde gewesen, die er genannt hat. Auch den letzten Begleiter.

Die Eltern von Robert haben sich damals sehr schnell nach Sonjas Verschwinden bei der Polizei beschwert, dass die Engelbrechts sie angeblich belästigen würden. Frau Engelbrecht hat ein Mal bei Robert angerufen (am 11.04. als sie bemerkte das Sonja nicht zu Hause ist) um Robert zu fragen ob er weiß wo Sonja ist. Danach ist er sowieso mit seinen Eltern in den Urlaub gefahren und es bestand mehrere Wochen lang gar keine Möglichkeit für die Engelbrechts ihn oder seine Eltern zu kontaktieren.
Als Robert + Familie wieder zurück war, haben die Engelbrechts nochmals bei seinen Eltern angerufen. Sie äußerten ihnen gegenüber dann u.a. den Verdacht das ihr Telefon abgehört wird. Darauf sagten Roberts Eltern, dass er ihnen (seinen Eltern) erzählt hat das er auch seltsame Anrufe erhält.
Daraufhin suchte Herr Engelbrecht Robert und Familie persönlich auf, um das zu besprechen und vielleicht gemeinsam einen Grund für diese Anrufe zu finden. Bis zu diesem Zeitpunkt war kein böses Wort zwischen den Engelbrechts und Robert und seiner Familie gefallen. Die Engelbrechts hatten zu diesem Zeitpunkt noch gar keinen Verdacht was mit Sonja passiert sein könnte. Sie tappten buchstäblich noch im Dunkeln.
Es war nicht so, wie es manchmal dargestellt wurde, dass die Engelbrechts Robert verdächtigten und das er daraufhin den Kontakt zu ihnen gemieden hat (was ja sogar aus seiner Sicht verständlich wäre). Es war genau das Gegenteil der Fall. Dieses Beschweren bei der Polizei über Kontaktversuche der Engelbrechts machte ihn erst verdächtig für die Engelbrechts. Denn sie konnten nicht verstehen warum er sich so verhält und empfanden das als nicht normal.
Roberts Mutter hat (Monate vor dem Verschwinden von Sonja) selbst mehrmals spät Nachts bei den Engelbrechts angerufen, um zu fragen ob die Sonja schon zu Hause wäre. Robert war noch nicht nach Hause gekommen. Seine Mutter suchte ihn und machte sich Sorgen das er wieder mit Drogen zu tun hat. Sonja war damals bereits zu Hause und schüttelte nur den Kopf darüber.
Darüber haben sich die Engelbrechts ja auch nicht bei der Polizei beschwert, auch wenn sie es sicher nicht so lustig fanden spät Nachts von Roberts Mutter aus dem Bett geklingelt zu werden. Insbesondere unter diesem Gesichtspunkt konnten sie nicht verstehen, dass Roberts Eltern so wenig Verständnis dafür hatten, dass sie verzweifelt ihre Tochter suchten und sie ein paar Mal kontaktiert haben.
Gast

Re: VERMISSTENFALL SONJA ENGELBRECHT, MÜNCHEN, 1995

Ungelesener Beitrag von Gast »

Wenns um Satanismus geht kann ich mir nicht vorstellen dass die Jugendlichen was mit zu tun haben, die haben höchstens mal eine Katze auf dem Friedhof gekreuzigt.
Wenn dann ist Sonja Hardcore-Satanisten aufgefallen die vllt ein Opfer für eine Session im Nebelwald über der Altmühl gesucht haben.
Für die Bildchen die ich bisher hier verlinkt habe musste ich wirklich nicht lange suchen.

Der Schlossherr könnte seine Gemäuer auch mal an so Gruppen für Events vermietet haben, denn die lieben das morbide.

Laut Wikipedia gibt es aber keinen rituellen Misbrauch.
Widasedumi
Beiträge: 8966
Registriert: Donnerstag, 12. März 2020, 10:04:00
Kronen: ♔♔♔♔♔♔♔♔
(ausgezeichnet mit acht Goldenen Kronen für 8000 Beiträge)
Sterne:
Kontaktdaten:

Re: VERMISSTENFALL SONJA ENGELBRECHT, MÜNCHEN, 1995

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

Allerbesten Dank, @Dwarf und wieder sehr hilfreich.

Mir ist klar, dass der Sektenbeauftragte der Polizei versetzt wurde, denn die Mitteilung von Namen war rechtlich nicht okay. Es besteht ja Glaubensfreiheit, und dieser Gemeinschaft anzugehören, ist allein noch kein Grund zu einer Verdächtigung. Wenn sich aber diese Polizeiinformation bis zu den Betroffenen verbreitet hatte, obwohl diesen Jugendlichen nichts vorzuwerfen war, dann hatte die Polizei ein Problem, nämlich zu erklären, warum sie unverdächtige Menschen namentlich an andere Leute gemeldet hat. Diese mussten doch denken, dass sie mit einem Verdacht belegt seien, wenn da ein Polizeiangehöriger ihre Namen weitergibt.

Daher rührt wohl auch der ausdrückliche "Persilschein", den ich natürlich respektiere. Alle weiteren Ermittlungen sind abzuwarten und es ist noch nicht aller Tage Abend.

Noch ein Wort zu der angeblichen Theorie von Herrn Wilfling mit dem roten Porschefahrer. Das scheint mir eine Ablenkung gewesen zu sein. Erstens ist es ungewöhnlich, dass Ermittler eine rein hypothetische Theorie zu dem Mordfall mit der konkreten Person eines Gastwirtsohnes in die Öffentlichkeit geben, und zum zweiten hätte sich der Betreffende "bedankt", bloß weil er Mädchen "aufgabelte", nun öffentlich als Verdächtiger gehandelt zu werden. Das gibt es nicht. Wenn das gesagt worden ist, wäre es m. E. eine rein taktische Ablenkung gewesen.

Ich habe so das Gefühl, dass bei der Polizei auch Fehler gemacht wurden. Gleich zu Beginn hat man viel Zeit verschenkt. Dann machte der Sektenbeauftragte einen Fehler, dann nervten die Eltern, dann musste man Persilscheine ausstellen, dann konnten die Eltern im Fernsehen ihr Unverständnis über die schleppenden Ermittlungen ausführen und über die Hindernisse, die ihnen gemacht wurden.

Ich hoffe, dass es nun besser wird, wenn der Fall noch einmal aufgerollt wird.
Irrtumsvorbehalt
Dwarf
Beiträge: 96
Registriert: Mittwoch, 08. Dezember 2021, 23:37:08
Kronen:
Sterne:
Kontaktdaten:

Re: VERMISSTENFALL SONJA ENGELBRECHT, MÜNCHEN, 1995

Ungelesener Beitrag von Dwarf »

@Widasedumi: Dieser Sektenbeauftragte war wohl unzufrieden mit der Arbeit seiner Polizei Kollegen und sagte, dass viel Chaos in den Akten und allgemein in dem Fall Sonja E. herrschen würde. Er versuchte wohl dem entgegen zu wirken, aber das stieß auf wenig Gegenliebe bei seinen Kollegen.

Die Theorie von Kommissar Wilfling bezüglich des Gastwirtsohns, ist keine von ihm ausgedachte Geschichte. Diesen besagten Gastwirtsohn gibt es und er soll mehrere Frauen vergewaltigt haben. Die Polizei kann ihm das allerdings nicht nachweisen und stand damals, konnte man ihn auch nicht verhören so lange er nicht wieder eine Tat begeht.
Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste