Diese unqualifizierte Antwort, zudem noch mit Falschbehauptungen versehen, war ja zu erwarten.Gast21 hat geschrieben: ↑Mittwoch, 09. März 2022, 01:09:39 Ach, das wird doch langsam langweilig… Dir haben schon so viele Leute deine haarsträubend zusammengeschusterte „Theorie“ zerschossen. Das bringt ja nix, so verbissen wie du bist. Aber so ist das eben mit Theorien. So lange nicht das Gegenteil bewiesen ist, kannst du natürlich weiter behaupten, dass es nur so gewesen sein kann und wenn du jetzt schon gehäufte Gegenargumente hier im Forum als „Indiz“ für die Richtigkeit Deiner Theorie ansiehst und das als weiteres Argument anführst, wird es zunehmend lächerlich. Mehr muss man da, glaube ich, nicht mehr zu sagen. Soll sich jeder sein eigenes Urteil bilden. Du hast dich halt sehr eingeschossen auf den von dir verdächtigten Personenkreis und bist nicht mehr zugänglich für rationale Argumente. Das beweist du ja jetzt hier schon seitenlang. Also: Was soll‘s?
MORDFALL LIEBS -- Diskussion
-
Zaphod
Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
- Agatha Christie
- Moderatorin
- Beiträge: 5955
- Registriert: Samstag, 28. Januar 2017, 12:39:28
- Kronen: Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ
(ausgezeichnet mit fünf Goldenen Kronen für 5000 Beiträge) - Sterne:
Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Ich will nur mal so meine Gedanken zu den Thesen, die jeder hier vertritt, schreiben. Es wird bei den meisten sicher genauso sein.
Bei mir ist es so, dass ich mich nicht auf eine These festgelegt habe. Was ich jedoch versuche ist, anhand der wenigen verifizierten Informationen einen möglichst realistischen Tatablauf zu rekonstruieren. Grob habe ich eine Vorstellung, was sich ereignet haben könnte, aber an manchen Punkten (z.B. Täteranzahl) gibt es mehrere Möglichkeiten für die nachfolgenden Ereignisse. Einige Szenarien schließe ich jedoch vollständig aus (z.B. Verkehrsunfall und weibliche Täterschaft), andere halte ich durchaus für möglich, bin aber für neue Denkanstöße dankbar.
Müsste ich mich aber jetzt auf eine These festlegen, hätte ich kein Problem mit meiner Argumentation, die einer kritischen Befragung standhalten würde. Aber ... beschwören, dass es nur so gewesen sein kann, würde ich aus gutem Grund nicht. Auch beim Tatablauf in echten Kriminalfällen kommen sehr oft mehrere Szenarien und TV in Frage, solange der Täter nicht gefasst ist. Endgültige Gewissheit gibt es erst, wenn der Fall geklärt ist.
Bei mir ist es so, dass ich mich nicht auf eine These festgelegt habe. Was ich jedoch versuche ist, anhand der wenigen verifizierten Informationen einen möglichst realistischen Tatablauf zu rekonstruieren. Grob habe ich eine Vorstellung, was sich ereignet haben könnte, aber an manchen Punkten (z.B. Täteranzahl) gibt es mehrere Möglichkeiten für die nachfolgenden Ereignisse. Einige Szenarien schließe ich jedoch vollständig aus (z.B. Verkehrsunfall und weibliche Täterschaft), andere halte ich durchaus für möglich, bin aber für neue Denkanstöße dankbar.
Müsste ich mich aber jetzt auf eine These festlegen, hätte ich kein Problem mit meiner Argumentation, die einer kritischen Befragung standhalten würde. Aber ... beschwören, dass es nur so gewesen sein kann, würde ich aus gutem Grund nicht. Auch beim Tatablauf in echten Kriminalfällen kommen sehr oft mehrere Szenarien und TV in Frage, solange der Täter nicht gefasst ist. Endgültige Gewissheit gibt es erst, wenn der Fall geklärt ist.
Beharrlichkeit führt auch zum Ziel!
-
Zaphod
Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Sehr interessanter Beitrag, meine ich. Was vermutest Du, „was da eigentlich erreicht werden sollte“? Man darf sich hier ja relativ frei äußern.ungeduscht+ausgebuht hat geschrieben: ↑Mittwoch, 09. März 2022, 00:14:13 Na ja, die ganze Geschichte tendiert aber recht eindeutig in Richtung Kapitalverbrechen, oder nicht?
Was den Fall so absonderlich macht, ist die Tatsache, dass die Polizei von einem Mord ausgeht, obwohl sie weder die Tötungsart noch brauchbare Spuren nachweisen kann. Also, wovon redet man hier überhaupt? Nur von Indizien. Diese Indizien nimmt man, um sich zu erklären, warum Frauke nicht mehr nachhause gekommen ist und warum ihre Leiche mitten in der Pampa aufgefunden wurde.
In der TV Doku wurde Frauke als sehr lebhaft und laut von ihrer Mutter geschildert. Diese Info war mir neu, sie zeigt aber, dass wir kaum etwas wissen und nur lose Teile des Falles kennen. Die Polizei hat die Verdächtigen unter die Lupe genommen und ist hunderten Hinweisen nachgegangen mit dem bekannten Ergebnis. Was bleibt also? Ein junges Mädchen, welches Geselligkeit liebte ist eines Abends nicht mehr nachhause gekommen, hat aber während ihrer Abwesenheit immer wieder Lebenszeichen gesendet.
Ich habe einmal mit einer Frau gesprochen, die hatte mir in etwa Folgendes gesagt: "In meiner Vergangenheit bin auch viel in Situation gekommen, die ich heute nicht mehr aufsuchen würde. Man war halt jung. Nichtsdestotrotz konnte ich mich IMMER auf meinen Instinkt verlassen... "
Jetzt muss man einfach mal bedenken, dass Frauke ein Mensch war, der die Menschen suchte. Sie hatte vergleichsweise viele Kontakte und ist auf viele Menschen zugegangen. Es ging gar nicht anders, sie musste das tun, denn es war ihr Naturell. Es ist also sehr gut möglich, dass sie von sich aus in eine Situation hineingeraten war, die sie weder vom bloßen Anschein noch aufgrund ihres Temperaments her kontrollieren konnte. Vorsichtigere Naturen hätten diese Situation vllt gemieden, Frauke eher nicht, denn sie konnte auch mit schrägen Gestalten gut umgehen.
Ich finde den Gedanken aber sehr reizvoll, einfach mal zu überlegen, welche Emotionen mit im Spiel gewesen sein konnten. Bei den Anrufen fällt auf, dass immer wieder "beruhigt" und "beschwichtigt" wird, nimmt man das letzte Gespräch einfach mal raus. Im letzten Gespräch bricht Fraukes Verzweiflung heraus, es ist klar, die kontrollierte Situation ist gekippt. War vorher vllt noch Hoffnung (Gespräch mit Bruder Frank), dass sie zurückkehrt, so hat sich nun alles zerschlagen - sie sagt, sie lebt zwar noch, aber sie weiß, sie kann nicht zurück.
In diesem "Abschied" steckt sehr viel Trauer und Enttäuschung. Was sollte da eigentlich erreicht werden?
ps. Gemäß Gesprächsprotokoll antwortet sie außerdem auf die Aufforderung ihrer Schwester wörtlich wie folgt:
Karen nimmt das Telefon
Frauke: „Bitte frag mich nicht aus!"
Karen: „Hast du Angst, nach Hause zu kommen?"
Frauke: „Nein."
Karen: „Wir räumen auch die Wohnung, und keiner fragt dich, was passiert ist. Komm wieder."
Frauke: „Das geht nicht, ich lebe noch!"
Karen: „Bist du mit einer oder mehreren Personen zusammen?"
Frauke: „Bitte frag mich nicht. Ich würde gerne bei euch sein. Ich würde gerne nach Hause."
Die Antwort: „Das geht nicht, ich lebe noch“ ist an Dramatik - wenn es denn kein Missverständnis war - fast nicht zu „überbieten“.
Ich bin sehr sicher, dass Frau Liebs sofort nachgehakt hätte mit: „Wie meinst Du das?“. Aber die beim Gespräch Anwesenden scheinen wohl von der Antwort so geschockt gewesen zu sein, dass man das Thema lieber auf weniger dramatische Felder lenken wollte. Wahrscheinlich hat man auch die Gefahr gespürt, die ein Nachhaken beinhaltet hätte.
Dass Frau Liebs kurz vor dem Anruf die WG verlassen hat, ist für mich außerdem mal wieder ein weiterer Grund anzunehmen, dass die Täter möglicherweise aus dem erweiterten Umfeld von Frauke bzw. der Familie gestammt haben könnten: Man war sich bewusst, daß Frau Liebs sich nicht mit einfachen Antworten würde abspeisen lassen, hat das Haus beobachtet, und den Anruf erst initiiert, als Frau Liebs definitiv nicht mehr anwesend war.
- Agatha Christie
- Moderatorin
- Beiträge: 5955
- Registriert: Samstag, 28. Januar 2017, 12:39:28
- Kronen: Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ
(ausgezeichnet mit fünf Goldenen Kronen für 5000 Beiträge) - Sterne:
Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
@Zaphod
Für am wahrscheinlichsten halte ich, dass die Familie sehr bald geahnt hat, dass etwas mit den Telefonaten ganz und gar nicht in Ordnung sein konnte. Anfangs hat niemand für möglich gehalten, was tatsächlich passiert war, nämlich dass Frauke festgehalten wurde (obwohl viel dafür sprach). Da man über Entführungen und Geiselnahmen normalerweise nur durch die Medien erfährt, man davon aber selbst nie betroffen ist, hielt es die Familie eher für möglich, dass Frauke persönliche Unbekannte Probleme hatte, über die sie nicht hatte sprechen wollten. Um einen möglichen Druck auf Frauke nicht noch zu erhöhen, hat man anfangs in den Telefonaten die eigenen Worte sehr sorgfältig gewählt und keine bohrenden Fragen gestellt. Die Gesprächszeiten waren dafür auch zu kurz. Erst das letzte Telefonat, das mehr als 5 Minuten dauerte, brachte Gewissheit. Aber da war es leider viel zu spät, etwas zu unternehmen. Dieses letzte Gespräch war mAn ein Abschiedsgespräch, was bedeuten würde, dass Frauke zu diesem Zeitpunkt bereits wusste, dass sie sterben würde. Sie dürfte unmittelbar danach gestorben sein.
Vor einiger Zeit habe ich es für möglich gehalten, dass ihr Tod durch versehentlich überdosierte Drogen verursacht wurde. Aber wenn jemand weiß, dass er gleich sterben wird, kann es so nicht gewesen sein.
Für am wahrscheinlichsten halte ich, dass die Familie sehr bald geahnt hat, dass etwas mit den Telefonaten ganz und gar nicht in Ordnung sein konnte. Anfangs hat niemand für möglich gehalten, was tatsächlich passiert war, nämlich dass Frauke festgehalten wurde (obwohl viel dafür sprach). Da man über Entführungen und Geiselnahmen normalerweise nur durch die Medien erfährt, man davon aber selbst nie betroffen ist, hielt es die Familie eher für möglich, dass Frauke persönliche Unbekannte Probleme hatte, über die sie nicht hatte sprechen wollten. Um einen möglichen Druck auf Frauke nicht noch zu erhöhen, hat man anfangs in den Telefonaten die eigenen Worte sehr sorgfältig gewählt und keine bohrenden Fragen gestellt. Die Gesprächszeiten waren dafür auch zu kurz. Erst das letzte Telefonat, das mehr als 5 Minuten dauerte, brachte Gewissheit. Aber da war es leider viel zu spät, etwas zu unternehmen. Dieses letzte Gespräch war mAn ein Abschiedsgespräch, was bedeuten würde, dass Frauke zu diesem Zeitpunkt bereits wusste, dass sie sterben würde. Sie dürfte unmittelbar danach gestorben sein.
Vor einiger Zeit habe ich es für möglich gehalten, dass ihr Tod durch versehentlich überdosierte Drogen verursacht wurde. Aber wenn jemand weiß, dass er gleich sterben wird, kann es so nicht gewesen sein.
Beharrlichkeit führt auch zum Ziel!
-
Richie
- Beiträge: 16
- Registriert: Dienstag, 01. Februar 2022, 19:15:23
- Kronen:
- Sterne:
Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Über das letzte Telefonat wird hier ja sehr regelmäßig gesprochen, vor allem die Länge von über 5 Minuten ist auffallend.
Die Gesprächsprotokolle sind ja ohnehin schon mit Vorsicht zu genießen, da ein Gedächtnisprotokoll in der Regel immer lückenhaft ist und das Gespräch nie 1:1 abbilden kann.
Wenn wir uns das bekannte Gesprächsprotokoll ansehen, dann muss meiner Meinung nach aber auch sehr viel fehlen. Denn selbst wenn man es bewusst "benommen-langsam" liest, braucht man keine 2 Minuten dafür. Ich gehe daher davon aus, dass hier einiges zurückgehalten wurde, was eventuell doch deutlich mehr Rückschlüsse auf den Täter zulässt, als wir aus den bekannten Stücken entnehmen können.
Ich stolper immer wieder über die für uns nicht beantwortbare Frage, ab wann Frauke nicht mehr freiwillig weg war.
So, wie der Öffentlichkeit die Telefonate vermittelt werden, sehe ich keinen Täter neben ihr sitzen, geschweige denn sie zu bedrohen. Ich schreibe bewusst "so wie die Telefonate vermittelt werden". Ein anderer User hatte das auf den letzten Seiten schonmal ähnlich geschrieben: Die Antworten kommen in der übermittelten Version zu spontan, zu schnell, zu unbefangen. Wenn jemand offensichtlich mithört oder mich gar dabei bedroht, würde ich ein stärkeres zögern und auch mal Geräusche und evtl. sogar Geflüster im Hintergrund erwarten. Solche Nebengeräusche wurden bisher allerdings nicht öffentlich gemacht. Entweder weil es sie tatsächlich nicht gab oder weil man es nicht öffentlich machen will.
Es gibt genügend (z.T. auch Alltags-) Medikamente, die Benommenheit und auch Depressionen auslösen können. Und bei Überdosis natürlich auch zum Tod führen. War sie freiwillig auf einem Roadtrip - wobei die Betonung auf Trip liegt? Ihr Tod war ein Unfall duch Überdosis (von welcher Substanz auch immer)? Oder das Tabuthema: Durch Tablettenkonsum hervorgerufene Suizidgedanken und daher im Laufe der Woche sich entwickelter Plan zum Doppelsuizid? Man wollte es zu zweit durchführen. Der/die Zweite hat es entweder nicht zu Ende gebracht oder es an einem ganz anderen Ort unternommen?
Bitte nicht falsch verstehen: Ich will sie keineswegs in irgendeine Schublade a la Drogensucht etc. stecken. Wenn man an die falsche Person gerät, kann man auch ganz schnell in etwas reinkommen (Drogen/Medikamente), was man eigentlich strikt ablehnt. Eine Einnahme von Substanzen, die die Sinne vernebeln und Gedanken hervorrufen, die man sonst nicht hat, könnten ein freiwilliges Wegbleiben, Telefonanrufe ohne bedroht zu werden, Telefonanrufe ohne Zeitgefühl (nach 23:00 Uhr "ich komme nicht zu spät"), unerklärbare Antworten ("Mama", „Das geht nicht, ich lebe noch!") erklären.
Bitte beachten: Es ist keine Theorie, es ist laut gedacht!
Ich habe im Gegensatz zu anderen hier keine Theorie, die ich verfolge. Ich habe nur sehr viele Frage. Und die gehen in sämtliche Richtungen.
Die Gesprächsprotokolle sind ja ohnehin schon mit Vorsicht zu genießen, da ein Gedächtnisprotokoll in der Regel immer lückenhaft ist und das Gespräch nie 1:1 abbilden kann.
Wenn wir uns das bekannte Gesprächsprotokoll ansehen, dann muss meiner Meinung nach aber auch sehr viel fehlen. Denn selbst wenn man es bewusst "benommen-langsam" liest, braucht man keine 2 Minuten dafür. Ich gehe daher davon aus, dass hier einiges zurückgehalten wurde, was eventuell doch deutlich mehr Rückschlüsse auf den Täter zulässt, als wir aus den bekannten Stücken entnehmen können.
Ich stolper immer wieder über die für uns nicht beantwortbare Frage, ab wann Frauke nicht mehr freiwillig weg war.
So, wie der Öffentlichkeit die Telefonate vermittelt werden, sehe ich keinen Täter neben ihr sitzen, geschweige denn sie zu bedrohen. Ich schreibe bewusst "so wie die Telefonate vermittelt werden". Ein anderer User hatte das auf den letzten Seiten schonmal ähnlich geschrieben: Die Antworten kommen in der übermittelten Version zu spontan, zu schnell, zu unbefangen. Wenn jemand offensichtlich mithört oder mich gar dabei bedroht, würde ich ein stärkeres zögern und auch mal Geräusche und evtl. sogar Geflüster im Hintergrund erwarten. Solche Nebengeräusche wurden bisher allerdings nicht öffentlich gemacht. Entweder weil es sie tatsächlich nicht gab oder weil man es nicht öffentlich machen will.
Es gibt genügend (z.T. auch Alltags-) Medikamente, die Benommenheit und auch Depressionen auslösen können. Und bei Überdosis natürlich auch zum Tod führen. War sie freiwillig auf einem Roadtrip - wobei die Betonung auf Trip liegt? Ihr Tod war ein Unfall duch Überdosis (von welcher Substanz auch immer)? Oder das Tabuthema: Durch Tablettenkonsum hervorgerufene Suizidgedanken und daher im Laufe der Woche sich entwickelter Plan zum Doppelsuizid? Man wollte es zu zweit durchführen. Der/die Zweite hat es entweder nicht zu Ende gebracht oder es an einem ganz anderen Ort unternommen?
Bitte nicht falsch verstehen: Ich will sie keineswegs in irgendeine Schublade a la Drogensucht etc. stecken. Wenn man an die falsche Person gerät, kann man auch ganz schnell in etwas reinkommen (Drogen/Medikamente), was man eigentlich strikt ablehnt. Eine Einnahme von Substanzen, die die Sinne vernebeln und Gedanken hervorrufen, die man sonst nicht hat, könnten ein freiwilliges Wegbleiben, Telefonanrufe ohne bedroht zu werden, Telefonanrufe ohne Zeitgefühl (nach 23:00 Uhr "ich komme nicht zu spät"), unerklärbare Antworten ("Mama", „Das geht nicht, ich lebe noch!") erklären.
Bitte beachten: Es ist keine Theorie, es ist laut gedacht!
Ich habe im Gegensatz zu anderen hier keine Theorie, die ich verfolge. Ich habe nur sehr viele Frage. Und die gehen in sämtliche Richtungen.
-
Richie
- Beiträge: 16
- Registriert: Dienstag, 01. Februar 2022, 19:15:23
- Kronen:
- Sterne:
Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Und noch etwas anderes. Ist diese Seite hier schon bekannt?: http://www.psychotrash.illusionality.co ... s/news.htm
Das Impressum führt tief nach Bayern. Und FL hätte ich diesen Musikgeschmack (ganz oberflächlich anhand von Bildern von ihr) nicht zugetraut.
Vorweg, bevor etwas falsch verstanden wird: Die Person dieser Website will ich nicht mit ihrem Verschwinden in Verbindung bringen und ich sehe auch 0 Ansätze dafür.
Wegen ihrer 3-fachen Antwort "Mama" im letzten Telefonat hatte ich in einem anderen Beitrag schonmal zu ausgeführt:
Mit Mama assoziieren für meinen Geschmack bisher alle Theorien viel zu sehr die Mutter als Person oder mit ihr im Zusammenhang stehende Örtlichkeiten.
Ich habe versucht den Begriff Mama hiervon zu lösen und zu recherchieren, ob Mama eine halbwegs geläufige Abkürzung sein kann.
Die Google-Suche hat mich dabei zu mundmische.de geführt und folgendes Ergebnis geliefert:
Als "Mama" (Abkürzung für MAntelMAnn) bezeichnet man meist Personen aus der Goth/Schwarzen Szene die sich in lange schwarze Leder/Kunstledermäntel kleidet. Die Begriffskürzel ist Geschlechtsneutral und wird/kann sowohl für männliche als auch für weibliche Schwarzmantelträger benutzt/werden
So wäre es ein Hinweis auf den Täter. Inwiefern FL aber mit solch einer Abkürzung und der Goth-Szene überhaupt vertraut war, kann ich nicht beurteilen.
Ich habe auch zu wenig Ahnung, inwieweit Psycho Trash auch etwas mit der Goth/Schwarzen Szene zu tun hat.
Ich hätte einen Nachruf zu ihr aber nicht auf einer solchen Seite erwartet.
Das Impressum führt tief nach Bayern. Und FL hätte ich diesen Musikgeschmack (ganz oberflächlich anhand von Bildern von ihr) nicht zugetraut.
Vorweg, bevor etwas falsch verstanden wird: Die Person dieser Website will ich nicht mit ihrem Verschwinden in Verbindung bringen und ich sehe auch 0 Ansätze dafür.
Wegen ihrer 3-fachen Antwort "Mama" im letzten Telefonat hatte ich in einem anderen Beitrag schonmal zu ausgeführt:
Mit Mama assoziieren für meinen Geschmack bisher alle Theorien viel zu sehr die Mutter als Person oder mit ihr im Zusammenhang stehende Örtlichkeiten.
Ich habe versucht den Begriff Mama hiervon zu lösen und zu recherchieren, ob Mama eine halbwegs geläufige Abkürzung sein kann.
Die Google-Suche hat mich dabei zu mundmische.de geführt und folgendes Ergebnis geliefert:
Als "Mama" (Abkürzung für MAntelMAnn) bezeichnet man meist Personen aus der Goth/Schwarzen Szene die sich in lange schwarze Leder/Kunstledermäntel kleidet. Die Begriffskürzel ist Geschlechtsneutral und wird/kann sowohl für männliche als auch für weibliche Schwarzmantelträger benutzt/werden
So wäre es ein Hinweis auf den Täter. Inwiefern FL aber mit solch einer Abkürzung und der Goth-Szene überhaupt vertraut war, kann ich nicht beurteilen.
Ich habe auch zu wenig Ahnung, inwieweit Psycho Trash auch etwas mit der Goth/Schwarzen Szene zu tun hat.
Ich hätte einen Nachruf zu ihr aber nicht auf einer solchen Seite erwartet.
-
Zaphod
Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Frau Liebs wusste sofort, daß etwas nicht stimmt. Deswegen ist sie ja auch direkt zur Polizei. Das Verhalten von Frauke entsprach keinesfalls ihrem Standard-Verhalten. D.h. laut Frau Liebs hätte Frauke sich gemeldet, wenn sie Zusagen nicht eingehalten hätte. Das war so üblich in der Familie, sagt Frau Liebs in einem Interview.Agatha Christie hat geschrieben: ↑Mittwoch, 09. März 2022, 15:13:11 Für am wahrscheinlichsten halte ich, dass die Familie sehr bald geahnt hat, dass etwas mit den Telefonaten ganz und gar nicht in Ordnung sein konnte.
Agatha Christie hat geschrieben: ↑Mittwoch, 09. März 2022, 15:13:11 Anfangs hat niemand für möglich gehalten, was tatsächlich passiert war, nämlich dass Frauke festgehalten wurde (obwohl viel dafür sprach).
Im Nachhinein ist man halt immer schlauer. Wir kennen das Ende. Deswegen deuten wir die ersten Anrufe im Nachhinein "richtig". Wenn es den letzten Anruf nicht gegeben hätte, dann wäre heute noch unklar, ob sie tatsächlich festgehalten worden ist, behaupte ich.
Klar. Wer denkt auch schon adhoc an so etwas. Insbesondere dann, wenn sich das Opfer "relativ normal" fast jeden Tag kurz meldet und keine Lösegeldforderungen oder sonstige Forderungen gestellt werden und Frauke am Telefon nicht nach Hilfe ruft oder ähnlich. Man war sich einfach nicht sicher, was jetzt der Hintergrund für ihr Verschwinden war. Und war eigentlich schon froh, überhaupt ein Lebenszeichen zu erhalten. So ähnlich sagt es Chris ja auch. Wobei Frau Liebs von Anfang an sofort "den Braten gerochen hatte" und wusste, da stimmt was nicht.Agatha Christie hat geschrieben: ↑Mittwoch, 09. März 2022, 15:13:11 Da man über Entführungen und Geiselnahmen normalerweise nur durch die Medien erfährt, man davon aber selbst nie betroffen ist, hielt es die Familie eher für möglich, dass Frauke persönliche Unbekannte Probleme hatte, über die sie nicht hatte sprechen wollten.
Das glaube ich persönlich nicht. Aber sie war sich sicher einer konkreten Lebensgefahr bewusst. "Sag Mama und Papa, daß ich sie ganz doll liebe" lässt bei empathischen Menschen sofort alle Alarmglocken schrillen. Sagt Karen auch in einem Interview. Sie verwendet nicht die Kose-Formulierung: "ganz doll lieb habe" sondern die ernste Formulierung "ganz doll liebe". Wenn ich bei diesem Gespräch dabei gewesen wäre, hätte ich ab diesem Moment auf höchste Alarmstufe geschaltet und alle mir zur Verfügung stehenden Mittel und Hebel in Bewegung gesetzt. Die gewählte Formulierung bedeutet nämlich nichts anderes als: "Ich befinde mich in Lebensgefahr. Es besteht eine Chance, dass wir uns nie wieder sehen".Agatha Christie hat geschrieben: ↑Mittwoch, 09. März 2022, 15:13:11 Aber da war es leider viel zu spät, etwas zu unternehmen. Dieses letzte Gespräch war mAn ein Abschiedsgespräch, was bedeuten würde, dass Frauke zu diesem Zeitpunkt bereits wusste, dass sie sterben würde.
Aber wie gesagt, ich glaube nicht, daß sie definitiv wusste, daß das ihr letztes Gespräch ist. Einen Funken Hoffnung wird sie noch gehabt haben, wie jeder Mensch in einer solchen Situation.
Ich habe es hier schon mal geschrieben: Die Antwort: "Das geht nicht, ich lebe noch". Man muss sich mal überlegen, wie diese Antwort zustande gekommen sein könnte. Ich stelle mir das - natürlich im Rahmen meiner Theorie - wie folgt vor: Frauke hat die ganze Zeit mit ihrem Entführer darüber diskutiert, sie wieder frei zu lassen. Der hat aber gesagt: "Ich will, daß Du Dich so fühlst, wie jemand der sterben wird, der sich selbst umbringen will."
Bin aber offen für andere Thesen in diesem Zusammenhang: Wie bitte kommt man auf den Gedanken zu formulieren: "... ich kann nicht nach Hause kommen", das geht nicht, ich lebe noch!"
Wie leitet man das bitte her. Mir fällt keine bessere Erklärung ein, als die, daß das mit jemand im Zusammenhang steht, der Frauke quälen wollte, weil sie vielleicht unbedachterweise geäussert hat, "daß sie es nicht verstehen kann, wie man sich selbst umbringen kann". Für mich ist das die schlüssigste Erklärung. Das ist m.E. der Schlüssel zu diesem ganzen Geschehen, zu diesem Verbrechen. Welche andere Erklärung könnte es geben für diesen Ausspruch?
-
GastOJN
Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Karen: „Wir räumen auch die Wohnung, und keiner fragt dich, was passiert ist. Komm wieder."
Frauke: „Das geht nicht, ich lebe noch!"
Für mich ein Missverständnis auf beiden Seiten. Karen bietet an, dass Frauke in der Wohnung alleine sein kann, sich niemandem erklären muss und auch Chris wird nicht da sein ("Wir räumen die Wohnung."). Frauke versteht "Wir räumen Deine Wohnung (aus, Du kommst ja eh nicht mehr wieder zurück.") und sagt in dieser Ausnahmesituation „Das geht nicht, ich lebe noch!".
Falls der Wortlaut des Protokolls einigermaßen stimmt, scheint mir diese Interpretation die wahrscheinlichste und schon ist das Abschiedsgespräch gar kein Abschiedsgespräch mehr...
Frauke: „Das geht nicht, ich lebe noch!"
Für mich ein Missverständnis auf beiden Seiten. Karen bietet an, dass Frauke in der Wohnung alleine sein kann, sich niemandem erklären muss und auch Chris wird nicht da sein ("Wir räumen die Wohnung."). Frauke versteht "Wir räumen Deine Wohnung (aus, Du kommst ja eh nicht mehr wieder zurück.") und sagt in dieser Ausnahmesituation „Das geht nicht, ich lebe noch!".
Falls der Wortlaut des Protokolls einigermaßen stimmt, scheint mir diese Interpretation die wahrscheinlichste und schon ist das Abschiedsgespräch gar kein Abschiedsgespräch mehr...
-
ungeduscht+ausgebuht
Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
@Richie,
Ist denn Fraukes Musikgeschmack verbrieft? War der eher tendenziell düster? Oder hat sie auch verschiedene Sachen gehört? Ich gehe mal davon aus, dass sie einen eher normalen Musikgeschmack hatte, da sie ja viel in Dissen unterwegs gewesen ist und da in aller Regel die Sachen gespielt werden, die gerade angesagt sind. Psychotrash ist da wohl nicht unbedingt massenkompatibel genug.Richie hat geschrieben: ↑Mittwoch, 09. März 2022, 16:44:03 Und noch etwas anderes. Ist diese Seite hier schon bekannt?: http://www.psychotrash.illusionality.co ... s/news.htm
Das Impressum führt tief nach Bayern. Und FL hätte ich diesen Musikgeschmack (ganz oberflächlich anhand von Bildern von ihr) nicht zugetraut.
Vorweg, bevor etwas falsch verstanden wird: Die Person dieser Website will ich nicht mit ihrem Verschwinden in Verbindung bringen und ich sehe auch 0 Ansätze dafür.
... Inwiefern FL aber mit solch einer Abkürzung und der Goth-Szene überhaupt vertraut war, kann ich nicht beurteilen.
Ich habe auch zu wenig Ahnung, inwieweit Psycho Trash auch etwas mit der Goth/Schwarzen Szene zu tun hat.
Ich hätte einen Nachruf zu ihr aber nicht auf einer solchen Seite erwartet.
Interessanter Gedanke, aber diese Querverbindung zu ihrer Aussage in Niels Richtung, dass sie sich nicht vorstellen kann, warum man sich umbringt, ist erst einmal nur ein Hinweis, der die eigene Theorie stützt. Das kann man mit jeder Aussage machen. Im Grunde biegt man es sich da so zurecht, wie es einem am besten passt. In diesem Fall ist es naheliegend immer an die Verbindung zu Niels zu denken, weil man nur wenig weiß. Die Frage was denn dieser Ausspruch noch bedeuten könnte ist aber zu isoliert (wer wusste noch von diesem Ausspruch außer Niels?) und verkennt die Dynamik der Gesprächssituation und den Umstand, dass Frauke eine Woche gegen ihren Willen festgehalten wird. Aber es ist seltsam, dass man in gewisser Weise immer wieder an Selbstmord oder an einen erzwungenen und angekündigten "Selbstmord" (der einen Mord verdecken soll) denken muss, denn die ganze Dramatik in dem letzten Gespräch zielt eigentlich darauf ab, gehört werden zu wollen.Zaphod hat geschrieben: ↑Mittwoch, 09. März 2022, 16:56:22 ... Wie leitet man das bitte her. Mir fällt keine bessere Erklärung ein, als die, daß das mit jemand im Zusammenhang steht, der Frauke quälen wollte, weil sie vielleicht unbedachterweise geäussert hat, "daß sie es nicht verstehen kann, wie man sich selbst umbringen kann". Für mich ist das die schlüssigste Erklärung. Welche andere könnte es geben für diesen Ausspruch?
-
Dias
- Beiträge: 2407
- Registriert: Donnerstag, 19. Januar 2017, 20:45:00
- Kronen:
- Sterne:
Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Wie würde es wohl ein Kommunikationswissenschaftler interpretieren?Zaphod hat geschrieben:Wie leitet man das bitte her. Mir fällt keine bessere Erklärung ein, als die, daß das mit jemand im Zusammenhang steht, der Frauke quälen wollte, weil sie vielleicht unbedachterweise geäussert hat, "daß sie es nicht verstehen kann, wie man sich selbst umbringen kann". Für mich ist das die schlüssigste Erklärung. Welche andere könnte es geben für diesen Ausspruch?
In den ganzen Telefonaten wurde durch Frauke eine einzige Frage gestellt:
Frauke: „Sind Mama und Papa auch da?"
Also Bitte, wenn Ihre Mama da gewesen wäre, dann (das hätte die Lebende Frauke mit Sicherheit gewusst) hätte ihre Mama schon ganz am Anfang das Handy dem Chris "entrissen", oder glaubt ihr das nicht?!
Merkt hier eigentlich niemand wie das Ganze so wie ein Programm abläuft? (Bitte keine Verdächtigungen schon wieder an mich bezüglich "indirekte Beschuldigung" gegen die "Hörzeugen", weil das aufgeblasener Bullshit ist!!!)
Ich denke hier mal nur etwas um die Ecke...
-
Zaphod
Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Wenn man diese eine Passage aus dem Gespräch herauslöst, dann lässt sich das tatsächlich so interpretieren. Ich hatte selbst schon einmal diesen Gedanken. Aber wenn man das ganze Gesprächsprotokoll liest, dann würde ich persönlich ein solches "Missverständnis" nahezu ausschliessen wollen.GastOJN hat geschrieben: ↑Mittwoch, 09. März 2022, 17:54:45 Karen: „Wir räumen auch die Wohnung, und keiner fragt dich, was passiert ist. Komm wieder."
Frauke: „Das geht nicht, ich lebe noch!"
Für mich ein Missverständnis auf beiden Seiten. Karen bietet an, dass Frauke in der Wohnung alleine sein kann, sich niemandem erklären muss und auch Chris wird nicht da sein ("Wir räumen die Wohnung."). Frauke versteht "Wir räumen Deine Wohnung (aus, Du kommst ja eh nicht mehr wieder zurück.") und sagt in dieser Ausnahmesituation „Das geht nicht, ich lebe noch!".
Falls der Wortlaut des Protokolls einigermaßen stimmt, scheint mir diese Interpretation die wahrscheinlichste und schon ist das Abschiedsgespräch gar kein Abschiedsgespräch mehr...
- Agatha Christie
- Moderatorin
- Beiträge: 5955
- Registriert: Samstag, 28. Januar 2017, 12:39:28
- Kronen: Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ
(ausgezeichnet mit fünf Goldenen Kronen für 5000 Beiträge) - Sterne:
Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Warum sollte Karen einer Lebenden, die zuvor bestätigt hatte, dass sie festgehalten wird, den Vorschlag machen, deren Wohnung auszuräumen, nur weil sie eine Woche abwesend ist? Und gleichzeitig bittet sie Frauke, zurückkommen? Macht überhaupt keinen Sinn. Und selbst wenn Frauke das so verstanden hätte - was sie garantiert nicht hat - warum antwortet sie dann „Das geht nicht, ich lebe noch!, statt sinngemäß zu fragen, ob Karen und Chris noch bei Trost sind? Nein, das „Das geht nicht, ich lebe noch!" war der Hinweis für Chris und Karen, dass ihr Leben in akuter Gefahr ist.GastOJN hat geschrieben: ↑Mittwoch, 09. März 2022, 17:54:45 Karen: „Wir räumen auch die Wohnung, und keiner fragt dich, was passiert ist. Komm wieder."
Frauke: „Das geht nicht, ich lebe noch!"
Für mich ein Missverständnis auf beiden Seiten. Karen bietet an, dass Frauke in der Wohnung alleine sein kann, sich niemandem erklären muss und auch Chris wird nicht da sein ("Wir räumen die Wohnung."). Frauke versteht "Wir räumen Deine Wohnung (aus, Du kommst ja eh nicht mehr wieder zurück.") und sagt in dieser Ausnahmesituation „Das geht nicht, ich lebe noch!".
Falls der Wortlaut des Protokolls einigermaßen stimmt, scheint mir diese Interpretation die wahrscheinlichste und schon ist das Abschiedsgespräch gar kein Abschiedsgespräch mehr...
Beharrlichkeit führt auch zum Ziel!
-
Zaphod
Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Ich habe manchmal Mühe Deine Beiträge hier zu verstehen - allerdings nicht immerDias hat geschrieben: ↑Mittwoch, 09. März 2022, 19:15:40 Wie würde es wohl ein Kommunikationswissenschaftler interpretieren?
In den ganzen Telefonaten wurde durch Frauke eine einzige Frage gestellt:
Frauke: „Sind Mama und Papa auch da?"
Also Bitte, wenn Ihre Mama da gewesen wäre, dann (das hätte die Lebende Frauke mit Sicherheit gewusst) hätte ihre Mama schon ganz am Anfang das Handy dem Chris "entrissen", oder glaubt ihr das nicht?!
Merkt hier eigentlich niemand wie das Ganze so wie ein Programm abläuft? (Bitte keine Verdächtigungen schon wieder an mich bezüglich "indirekte Beschuldigung" gegen die "Hörzeugen", weil das aufgeblasener Bullshit ist!!!)
Ich denke hier mal nur etwas um die Ecke...![]()
-
Dias
- Beiträge: 2407
- Registriert: Donnerstag, 19. Januar 2017, 20:45:00
- Kronen:
- Sterne:
Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
@Zaphod, Du hast doch in irgeneinem deiner letzten Berichte mal etwas von einem Kommunikationswissenschaftler geschrieben (finde es aber leider nicht mehr). Daher stelle ich die Frage in den Raum, wie er diese Frage wo Du stellst, sieht.
Ich kann leider auch nicht verstehen was Du genau an dem Was ich schreibe oder geschrieben habe nicht verstehst?
Frage mich doch einfach, dann werde ich mich bemühen, vielleicht kann ich dann besser und verständlicher werden, wobei ich vermute das hier schon ein paar wissen wovor ich mich in meinen Gedanken hier schriftlich vorsehe
Es ist doch offensichtlich, das man mit den Telefonaten (Gedächtnisprotokoll) allein nicht schlau werden kann, es fehlen zu viele Nebensächlichkeiten, die leider versäumt wurden, aufzuzeichnen.
Ich anstelle der Polizei, würde jetzt natürlich ebenso die Hörzeugen als Gewichtszugabe in den Fall einbeziehen. Das ist doch logisch, zumal man solch eine Sch.... gebaut hat, indem man die Familie keinen Handstreich unterstützt hat, das man ihnen hier ein Aufnahmegerät zur Verfügung gestellt hat (zum Beispiel). Das ist kein Angriff an die Polizei, ich sehe das als positive Kritik, die eben weh tut. Aber es ist Fakt.
Nichts aber auch gar nichts erscheint in diesen Telefonaten bis zurück in den Zeitraum der 00:49 Uhr SMS logisch. Jeder hat Probleme damit, was der eine für gegebene Wahrheit ansieht, kann der andere schon wieder mit Gegenargumenten bestreiten.
Hin und her, her und hin...
Was glaubst Du zu meinem Gedanken:
"wenn Ihre Mama da gewesen wäre, dann (das hätte die Lebende Frauke mit Sicherheit gewusst) hätte ihre Mama schon ganz am Anfang das Handy dem Chris "entrissen".
Denkst Du auch das Ihre Mama still daneben gesessen hätte wenn ihre vermisste Tochter sich meldet, und erst mal Chris den Vortritt gewähren lassen würde? Da bin ich aber anderer Meinung.
Diese Frage wurde gestellt (wahrscheinlich) um zu suggerieren: "Keine Ahnung" was ihr macht...
Ich bin nicht im Einklang mit deiner Theorie, aber es ist offensichtlich das wir irgendwie parallelen haben.
-
???
Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
... und nur weil der Sitebetreiber einen Frauke Nachruf auf seinen Homepage veröffentlicht hat, ist es für Dich also schon ein Fakt, dass Frauke von dieser "Psycho-Mukke" sehr angetan war.... soso!Richie hat geschrieben: ↑Mittwoch, 09. März 2022, 16:44:03 Und noch etwas anderes. Ist diese Seite hier schon bekannt?: http://www.psychotrash.illusionality.co ... s/news.htm
Das Impressum führt tief nach Bayern. Und FL hätte ich diesen Musikgeschmack (ganz oberflächlich anhand von Bildern von ihr) nicht zugetraut.
Vorweg, bevor etwas falsch verstanden wird: Die Person dieser Website will ich nicht mit ihrem Verschwinden in Verbindung bringen und ich sehe auch 0 Ansätze dafür.
Das der Eigentümer der Seite Frauke persönlich gekannt hat sagt er ja schon mit seinen "We'll never forget you!"!
Mit etwas Recherche bekommt man dann auch Hintergrundinfos. Nämlich die, dass Frauke mit seinem besten Freund kurzzeitig eine Liaison hatte!
Übrigens wurden beide auch von KHK Östermann & Co. ausgiebig befragt und durchleuchtet. S.R. der Sitebetreiber wurde damals von aufmerksamen Internet Usern der Polizei gemeldet, da der eigentliche Nachruf auf seiner Seite ( laut HTML Zeitstempel ) noch vor dem Leichenfund Online gestellt wurde. Dies war allerdings lediglich der Tatsache geschuldet, dass S.R. nicht einen neuen Eintrag für den Nachruf auf seiner Website erstellt hatte, sondern lediglich einen anderen und schon vorhandenen Eintrag inhaltlich bearbeitet hatte. Der HTML Zeitstempel des Nachrufs beruhte deshalb auf dem Ursprungsinhalt dieser bearbeiteten HTML Seite und wurde bei der Neubearbeitung nicht automatisch mit einem neuem Zeitstempel versehen.
Ja ne ist klar...., dass dieses letzte Gespräch mit Frauke aber von Ihrer Schwester Karen Live mitgeschrieben wurde, wird da jetzt einfach mal komplett ausgeblendet und darüber hinaus dann ebenfalls auch noch die Tatsache das die anderen Gespräche gerade einmal eine Dauer von 20 - 30 Sekunden hatten. Welche sich weder ein angehender Lehrer , noch ein ausgebildeter Zahnarzt aus Akademiker Familie 1:1 merken und wiedergeben kann.Richie hat geschrieben: ↑Mittwoch, 09. März 2022, 16:33:01 Über das letzte Telefonat wird hier ja sehr regelmäßig gesprochen, vor allem die Länge von über 5 Minuten ist auffallend.
Die Gesprächsprotokolle sind ja ohnehin schon mit Vorsicht zu genießen, da ein Gedächtnisprotokoll in der Regel immer lückenhaft ist und das Gespräch nie 1:1 abbilden kann.
Ja klar, dass leuchtet ein ?!?
Manchmal (oder besser gesagt relativ oft) habe ich hier das starke Gefühl, dass hier (teils absichtlich ?) viel zu kurz Gedacht wird... warum ???
Es ist im übrigen ja auch nicht so, dass Chris oder Frank erst bei der Polizei ihre Gedächtnisprotokolle der Anrufe zu Papier gebracht haben.
Die komplette Familie und Chris hatten sich schon viel früher alles aufgeschrieben und überlegt, was Frauke versucht hat kryptisch mitzuteilen.
Wir reden hier wie gesagt von 20 - 30 Sekunden "Gespräche" , welche im Anschluss ( von Personen, denen ich es absolut zutraue das diese sich diese kurzen Gespräche 1:1 merken konnten ), dann direkt auch an Familienangehörige sowie Freunde weitergegeben wurden.
Man sollte sich übrigens doch viel lieber mal die Frage stellen, warum sich dieses letzte Telefonat überhaupt so Fundamental von den bisherigen Anrufen abhebt!
Das in dem veröffentlichtem letztem Gespräch etwas fehlen könnte, wie z.B. Täterwissen wäre eine denkbare Möglichkeit.Richie hat geschrieben: ↑Mittwoch, 09. März 2022, 16:33:01 Wenn wir uns das bekannte Gesprächsprotokoll ansehen, dann muss meiner Meinung nach aber auch sehr viel fehlen. Denn selbst wenn man es bewusst "benommen-langsam" liest, braucht man keine 2 Minuten dafür. Ich gehe daher davon aus, dass hier einiges zurückgehalten wurde, was eventuell doch deutlich mehr Rückschlüsse auf den Täter zulässt, als wir aus den bekannten Stücken entnehmen können.
Dass dies dann allerdings ein großer Teil des Gesprächs ausmachen und deshalb sehr viel fehlen müsste, halte ich für unbegründet.
Also ganz im Gegenteil zu Dir, sehe ich da in den Gesprächen keine Frauke, die Frei und offen sprechen konnte weil kein Täter neben ihr saß?!?Richie hat geschrieben: ↑Mittwoch, 09. März 2022, 16:33:01 Ich stolper immer wieder über die für uns nicht beantwortbare Frage, ab wann Frauke nicht mehr freiwillig weg war.
So, wie der Öffentlichkeit die Telefonate vermittelt werden, sehe ich keinen Täter neben ihr sitzen, geschweige denn sie zu bedrohen. Ich schreibe bewusst "so wie die Telefonate vermittelt werden".
Allerdings habe auch ich das Gefühl, dass die Anrufe ( bis auf das letzte ) nicht wirklich lebensbedrohlich wirken und es den Anschein hat, dass Frauke zu diesen Zeitpunkten noch verstärkt auf die Vernunft der Täter gehofft oder gebaut hat und deshalb noch glaubte ( obwohl sie schon seit dem ersten Anruf Hinweise gab und sie sich bewusst in einer gefährlichen Lage wähnte ) die Angelegenheit selbst managen und später auch alles erklären zu können.
Ich gelange bei meiner Analyse der Anrufe übrigens dazu, dass Frauke sich zwar der Gefahr und dem Ernst der Situation ab Tag 1 bewusst war aber die Täter Frauke sehr wahrscheinlich nicht fremd waren. Ein Stockholm-Syndrom, sehe ich da aus verschiedenen Gründen allerdings nicht!
Zu mindestens im Bezug auf das letzte Gespräch würde ich da zweifellos mitgehen und die drei genannten Attribute ( ohne das "zu" davor ) als sehr auffällig in diesem Gespräch charakterisieren!
Dann versetzte Dich doch mal bitte auch in die Lage der Täter! Meinst Du wirklich das die Täter Telefonate initiieren, welchen übrigens auch nur ihnen zum Vorteil dienten und das dann mit einem Opfer, welches man vorher nicht eingehend gebrieft hat und bei dem man sich nicht absolut sicher ist, dass es "mitspielt" ?!?Richie hat geschrieben: ↑Mittwoch, 09. März 2022, 16:33:01 Wenn jemand offensichtlich mithört oder mich gar dabei bedroht, würde ich ein stärkeres zögern und auch mal Geräusche und evtl. sogar Geflüster im Hintergrund erwarten. Solche Nebengeräusche wurden bisher allerdings nicht öffentlich gemacht. Entweder weil es sie tatsächlich nicht gab oder weil man es nicht öffentlich machen will.
Frauke wurde vor den Gesprächen aufgetragen was sie zu sagen hat und was nicht! Das waren ja keine Spontan Anrufe von Frauke, sondern dienten einzig und allein den Täter als Mittel zum Zweck!
Das Du da "Geflüster" im Hintergrund der Gesprächs erwartest, ist doch absolut Weltfremd und entbehrt jeglicher Logik!
Das Du bei deinen Antworten in solch einer Situation stärker zögern würdest, halte ich übrigens auch für einen "Denkfehler", immerhin wüsstest Du ja was Du sagen sollst und was nicht! Ein zögern würde auf Deinen Gegenüber, also dem Täter, sicherlich nicht gut wirken und diesen dadurch auch nicht entspannter werden lassen!
Das jeder Gesprächspartner von Frauke sicherlich auch auf Hintergrundgeräusche geachtet hat, davon kann man in solch einer Situation wohl ausgehen. Chris erwähnte ja schon zum ersten Gespräch, dass er meint, dass Frauke in einem Raum gewesen wäre aber sich diesbezüglich nicht sicher sei.
Daraus kann man doch schon gut erkennen, dass die Sinne in solch einer Ausnahme Situationen ganz automatisch komplett hochgefahren und geschärft sind!
Welche Anhaltspunkte hast Du denn dafür, dass Frauke Medikamente oder Drogen konsumiert haben könnte ? Wäre wirklich sehr interessant zu Wissen, wie Du darauf kommst! Denn es muss bzw. solle ja dafür Anhaltspunkte geben, wenn man so etwas ernsthaft diskutieren möchte. Ansonsten könnte man ja einfach alles unbegründet als möglich annehmen und in den Fall hineininterpretieren! Nur macht das dann wirklich Sinn oder wäre es seriös oder Zielführend, ich meine NEIN!Richie hat geschrieben: ↑Mittwoch, 09. März 2022, 16:33:01 Es gibt genügend (z.T. auch Alltags-) Medikamente, die Benommenheit und auch Depressionen auslösen können. Und bei Überdosis natürlich auch zum Tod führen. War sie freiwillig auf einem Roadtrip - wobei die Betonung auf Trip liegt? Ihr Tod war ein Unfall duch Überdosis (von welcher Substanz auch immer)?
Oh man, dass tut schon beim lesen weh so einer unausgegorenen Logik folgen zu müssen .... Anscheinend hast Du Dir nicht die geringste Mühe gemacht diesen Gedanken, zusammen mit den bekannten Fakten, mal zu Ende zu Denken.... Warum eigentlich nicht, ist das wirklich zu viel verlangt ?Richie hat geschrieben: ↑Mittwoch, 09. März 2022, 16:33:01 Oder das Tabuthema: Durch Tablettenkonsum hervorgerufene Suizidgedanken und daher im Laufe der Woche sich entwickelter Plan zum Doppelsuizid? Man wollte es zu zweit durchführen. Der/die Zweite hat es entweder nicht zu Ende gebracht oder es an einem ganz anderen Ort unternommen?
Natürlich willst Du Frauke in keine Schublade stecken und es ist ja auch absolut logisch, dass Frauke auf dem Weg nach Hause ( Müde, ohne Geld, wissend das Chris auf sie wartet und sie ja am nächsten Morgen auch wieder früh raus muss ) sich spontan auf einem Medikamenten/Drogen Trip einlässt, welcher dann über eine Woche anhält aber sie sich dennoch fast täglich meldet, nur um "nichtssagende" Kurzgespräche zu führen um schlussendlich an einer Overdose zu sterben! Ganz großes Kino!Richie hat geschrieben: ↑Mittwoch, 09. März 2022, 16:33:01 Bitte nicht falsch verstehen: Ich will sie keineswegs in irgendeine Schublade a la Drogensucht etc. stecken. Wenn man an die falsche Person gerät, kann man auch ganz schnell in etwas reinkommen (Drogen/Medikamente), was man eigentlich strikt ablehnt. Eine Einnahme von Substanzen, die die Sinne vernebeln und Gedanken hervorrufen, die man sonst nicht hat, könnten ein freiwilliges Wegbleiben, Telefonanrufe ohne bedroht zu werden, Telefonanrufe ohne Zeitgefühl (nach 23:00 Uhr "ich komme nicht zu spät"), unerklärbare Antworten ("Mama", „Das geht nicht, ich lebe noch!") erklären.
Meinst Du nicht auch das man :
Zitat
"Telefonanrufe ohne Zeitgefühl (nach 23:00 Uhr "ich komme nicht zu spät"), unerklärbare Antworten ("Mama", „Das geht nicht, ich lebe noch!"
doch sehr viel eher als kryptische und teils deutliche Hinweise von Frauke deuten muss, anstelle diese Aussagen einer durch Drogen und Medikamenten "zugedrönten" Frauke zu zuschreiben ?
Nochmal die Frage, welche Anhaltspunkte gibt es für Dich eigentlich für einen möglichen Drogen und/oder Medikamenten Trip ?
Man kann, darf und sollte ja schon laut Denken, zweifellos, aber ich bin der Meinung man sollte sich selbst aber auch mal die Mühe machen den eigenen Faden ( zusammen mit den Fakten ) logisch zu Ende zu denken, bevor man "mögliche" Zusammenhänge öffentlich macht und zur Diskussion stellt!
Solch ein vorgehen wäre sicherlich sehr viel Zielführender!
Na dann hoffe ich doch mal, dass Du ( bei fortschreitender Beschäftigung mit dem Fall ) irgendwann dann aber auch zu einer für Dich schlüssigen und plausiblen Theorie kommen wirst und diese dann auch zur Diskussion stellst.
- Agatha Christie
- Moderatorin
- Beiträge: 5955
- Registriert: Samstag, 28. Januar 2017, 12:39:28
- Kronen: Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ
(ausgezeichnet mit fünf Goldenen Kronen für 5000 Beiträge) - Sterne:
Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
@ ???
Dein Beitrag lässt darauf schließen, dass du dich mit dem Fall Frauke sehr intensiv befasst hast. Was Du schreibst ist plausibel und deckt sich größtenteils mit meiner Meinung.
Zu den Telefongesprächen wäre noch zu ergänzen, dass Frauke ganz sicher versucht haben dürfte, versteckte Hinweise zu geben. Sie wird in jedem wachen Moment überlegt haben, in welche Worte oder Formulierungen sie diese Informationen packen kann, damit ihr Entführer es nicht merkt, Chris es aber verstehen könnte. Ich denke dabei ganz besonders an den ersten Anruf, bei dem sie sehr benommen klang und der begann mit: "Hallo Christos". Chris hat sofort bemerkt, dass etwas nicht in Ordnung war, weil sie ihn nur so nannte, wenn sie sie sich über ihn geärgert hatte.
Worüber ich heute noch rätsele, was könnte sie gemeint haben mit "Komme heute nach Hause, auch nicht zu spät". Das hat sie sinngemäß nicht nur einmal gesagt, aber da war es jedes Mal schon kurz vor Mitternacht. Dass ihr der Täter die Worte so vorgegeben hat, glaube ich nicht. Wenn dies ein Hinweis war, was könnten diese Worte bedeuten? Und das "Mama" im letzten Telefonat?
Wie denkst Du darüber?
Dein Beitrag lässt darauf schließen, dass du dich mit dem Fall Frauke sehr intensiv befasst hast. Was Du schreibst ist plausibel und deckt sich größtenteils mit meiner Meinung.
Zu den Telefongesprächen wäre noch zu ergänzen, dass Frauke ganz sicher versucht haben dürfte, versteckte Hinweise zu geben. Sie wird in jedem wachen Moment überlegt haben, in welche Worte oder Formulierungen sie diese Informationen packen kann, damit ihr Entführer es nicht merkt, Chris es aber verstehen könnte. Ich denke dabei ganz besonders an den ersten Anruf, bei dem sie sehr benommen klang und der begann mit: "Hallo Christos". Chris hat sofort bemerkt, dass etwas nicht in Ordnung war, weil sie ihn nur so nannte, wenn sie sie sich über ihn geärgert hatte.
Worüber ich heute noch rätsele, was könnte sie gemeint haben mit "Komme heute nach Hause, auch nicht zu spät". Das hat sie sinngemäß nicht nur einmal gesagt, aber da war es jedes Mal schon kurz vor Mitternacht. Dass ihr der Täter die Worte so vorgegeben hat, glaube ich nicht. Wenn dies ein Hinweis war, was könnten diese Worte bedeuten? Und das "Mama" im letzten Telefonat?
Wie denkst Du darüber?
Beharrlichkeit führt auch zum Ziel!
-
z3001x
- Moderator
- Beiträge: 7793
- Registriert: Montag, 23. September 2013, 03:07:45
- Kronen: ♔♔♔♔♔♔♔
- Sterne: 👣
Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Die Band von S.R. "SIrens" war allerdings eine Metal Band, wahlweise als "Hardcore Power-Metal" oder einfach "Heavy Metal" bezeichnet. Ist nicht wirklich dasselbe wie Goth, Dark Wave usw.Richie hat geschrieben: ↑Mittwoch, 09. März 2022, 16:44:03 Und noch etwas anderes. Ist diese Seite hier schon bekannt?: http://www.psychotrash.illusionality.co ... s/news.htm
Das Impressum führt tief nach Bayern. Und FL hätte ich diesen Musikgeschmack (ganz oberflächlich anhand von Bildern von ihr) nicht zugetraut.
Vorweg, bevor etwas falsch verstanden wird: Die Person dieser Website will ich nicht mit ihrem Verschwinden in Verbindung bringen und ich sehe auch 0 Ansätze dafür.
Inwiefern FL aber mit solch einer Abkürzung und der Goth-Szene überhaupt vertraut war, kann ich nicht beurteilen.
Ich habe auch zu wenig Ahnung, inwieweit Psycho Trash auch etwas mit der Goth/Schwarzen Szene zu tun hat.
Ich hätte einen Nachruf zu ihr aber nicht auf einer solchen Seite erwartet.
https://www.google.com/search?q=sirens+ansbach+metal
https://www.metal-archives.com/bands/Sirens/13642
Und auch wenn Frauke ihn und seine Freunde nachweislich kannte, kann man daraus nicht ableiten, dass das ihr Musikgeschmack war.
S.R. und zwei Mitstreiter hatten 2009 einen Kurzfilm "Echo" gedreht und hochgeladen. Als Projektarbeit für die FH Ansbach, wo sie wohl Film studierten. Der ist gar nicht uninteressant was den Fall FL angeht. Frau, Frauke nicht völlig unähnlich, äußerlich, lernt einen kennen, flirtet, trinkt mit ihm und wird dann von ihm festgehalten, in einer Art verlassenen Kaserne oder Herberge, gequält und gekillt (angedeutet).
Ist allerdings gleichzeitig inhaltlich wiederum genre-typisch für Metalszene. Man braucht es nicht überinterpretieren.
Drehbuch stammt auch nicht von S.R.
https://www.youtube.com/watch?v=KjwXD2-mJHk
-
???
Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Also im Gegensatz zu Deiner Interpretation in Bezug auf Deine Theorie habe ich da einen anderen Ansatz!Zaphod hat geschrieben: ↑Mittwoch, 09. März 2022, 16:56:22 Ich habe es hier schon mal geschrieben: Die Antwort: "Das geht nicht, ich lebe noch". Man muss sich mal überlegen, wie diese Antwort zustande gekommen sein könnte. Ich stelle mir das - natürlich im Rahmen meiner Theorie - wie folgt vor: Frauke hat die ganze Zeit mit ihrem Entführer darüber diskutiert, sie wieder frei zu lassen. Der hat aber gesagt: "Ich will, daß Du Dich so fühlst, wie jemand der sterben wird, der sich selbst umbringen will."
Bin aber offen für andere Thesen in diesem Zusammenhang: Wie bitte kommt man auf den Gedanken zu formulieren: "... ich kann nicht nach Hause kommen", das geht nicht, ich lebe noch!"
Wie leitet man das bitte her. Mir fällt keine bessere Erklärung ein, als die, daß das mit jemand im Zusammenhang steht, der Frauke quälen wollte, weil sie vielleicht unbedachterweise geäussert hat, "daß sie es nicht verstehen kann, wie man sich selbst umbringen kann". Für mich ist das die schlüssigste Erklärung. Das ist m.E. der Schlüssel zu diesem ganzen Geschehen, zu diesem Verbrechen. Welche andere Erklärung könnte es geben für diesen Ausspruch?
Für mich ist Fraukes Antwort "das geht nicht, ich lebe noch!" eindeutig der eigenen Beurteilung der ausweglosen Lage geschuldet, der sich Frauke ( spätestens am Tage des letzten Anrufs ) absolut bewusst geworden sein dürfte und welches sie genau so auch nach außen tragen wollte.
Eigentlich sagt Frauke mit dieser Antwort nichts anderes als das, dass sie solange sie lebt nicht mehr nach Hause kommen kann. Und das spricht für mich eindeutig dafür, dass Frauke die Täter ( und wahrscheinlich auch den Grund ihrer Entführung ) eindeutig identifizieren konnte!
Frauke befand sich mMn. in einer unauflösbaren Patt-Situation, von der sie selbst am Anfang noch glaubte, diese "zusammen" mit den Tätern noch zu einer gemeinsamen Lösung bringen zu können. Zu einer, mit welcher beide Seiten leben und auch uneingeschränkt hätten weiterleben können. ( zu mindestens sollten die Täter genau das glauben ) Was allerdings offensichtlich nicht gelang....
Spätestens am Tag nach der letzten Ankündigung das sie nach Hause kommt ( und darf ) ist Frauke wohl absolut bewusst geworden, dass sie ohne Hilfe von außen definitiv aufgeschmissen war und die Sache u.U. wohl auch nicht überleben würde.
Vielleicht war auch das ein weiterer Grund dafür, warum es am Montag keinen Anruf gab. Frauke wollte das "Spiel" einfach nicht mehr mitspielen. Zu oft hatte man schon vorgehabt sie freizulassen und sie wurde jedes mal bitter enttäuscht. Wohlmöglich musste man Frauke also erst einmal wieder in die Spur bekommen und konnte sie deshalb am Montag keinen Anruf tätigen lassen, sprich - sicher für die Täter gewährleisten.
Warum der darauffolgende und letzte Anruf am Dienstag dann so fundamental anders als alle anderen ausgefallen ist, dass gilt es mMn. genau unter die Lupe zu nehmen!
- War die Länge des Gesprächs evtl. ein Eingeständnis an Frauke
- Warum ließ man das Gespräch aber 5,5 Min. laufen, wußten die Täter, dass die Polizei nicht Live Fraukes Handy ortete und falls ja woher ?
- War dieses Gespräch inhaltlich eigentlich ganz anders von den Tätern geplant ?
- Hatten die Täter davon Wind bekommen, dass sich Chris zusammen mit anderen einen Plan für das (nicht erfolgte) Montags Gespräch zurecht legten ?
- Und falls ja, war das evtl. der Grund warum man Frauke am Montag nicht anrufen ließ, weil man erstmal in Erfahrung bringen wollte welche Fragen und Pläne sich Chris und die anderen zurecht gelegt hatten ?
- usw.
-
Dias
- Beiträge: 2407
- Registriert: Donnerstag, 19. Januar 2017, 20:45:00
- Kronen:
- Sterne:
Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
@RichieRichie hat geschrieben:Über das letzte Telefonat wird hier ja sehr regelmäßig gesprochen, vor allem die Länge von über 5 Minuten ist auffallend.
Die Gesprächsprotokolle sind ja ohnehin schon mit Vorsicht zu genießen, da ein Gedächtnisprotokoll in der Regel immer lückenhaft ist und das Gespräch nie 1:1 abbilden kann.
Richtig abbilden wie Du es nennst, kann man so etwas nur mit Tonband oder einem diditalen Aufnahmegerät.
Ich traue das der Schwester, dem Bruder, und auch Chris in vollem Umfang zu, dass alle 3 den exakten Text hier wiedergegeben haben.
Aber es fehlen uns hier Nebensächlichkeiten wie, Emotionen, Sprechpausen, Hintergrundgeräusche... .
Würde das zur Verfügung stehen, vermutlich würde sich die eine oder andere Frage erübrigen.
-
Zaphod
Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion
Möglich. Aber schauen wir uns das doch mal linguistisch an. Auf die Aufforderung von??? hat geschrieben: ↑Mittwoch, 09. März 2022, 22:35:00 Also im Gegensatz zu Deiner Interpretation in Bezug auf Deine Theorie habe ich da einen anderen Ansatz!
Für mich ist Fraukes Antwort "das geht nicht, ich lebe noch!" eindeutig der eigenen Beurteilung der ausweglosen Lage geschuldet, der sich Frauke ( spätestens am Tage des letzten Anrufs ) absolut bewusst geworden sein dürfte und welches sie genau so auch nach außen tragen wollte.
Eigentlich sagt Frauke mit dieser Antwort nichts anderes als das, dass sie solange sie lebt nicht mehr nach Hause kommen kann. Und das spricht für mich eindeutig dafür, dass Frauke die Täter ( und wahrscheinlich auch den Grund ihrer Entführung ) eindeutig identifizieren konnte!
Karen: „Wir räumen auch die Wohnung, und keiner fragt dich, was passiert ist. Komm wieder."
antwortet
Frauke: „Das geht nicht, ich lebe noch!"
Folgende Möglichkeiten, mit folgendem Sinngehalt bieten sich m.E. an:
a) Das geht nicht, ABER ich lebe noch! -> Will sagen: Ich kann zwar nicht hier weg und werde festgehalten, aber leben tue ich noch. Ich bin NOCH nicht tot. Die Lage könnte schlimmer sein, ich könnte nämlich tot sein.
b) (mein Favorit): Das "ich lebe noch" ist rückbezüglich auf "das geht nicht" -> Will sagen: Solange ich lebe, kann ich nicht nach Hause kommen. Nur als Leiche kann ich nach Hause kommen.
Und das wäre eine sehr ungewöhnliche Aussage meines Erachtens. Sie kann m.E. nur daher rühren daß ihr jemand GESAGT hat: Du kannst nur nach Hause, wenn Du tot bist.
Kurz: Dieser Satz ist m.E. von Frauke nicht einfach aus Verzweiflung über ihre Situation gesagt worden. Er hat den Hintergrund, daß ihr jemand GESAGT hat, daß sie nur noch als Tote nach Hause kann (was ja sozusagen ein Oxymoron ist und völlig irre ist: Man kann ja aktiv nicht mehr nach Hause kommen, wenn man tot ist).
Ich bleibe dabei: Da ist jemand komplett Irres im Hintergrund unterwegs, mit dem sich Frauke sehr ausführlich auseinandergesetzt hat / diskutiert hat und der völlig hasserfüllt auf sie ist. Und der offensichtlichste, zumindest öffentlich bekannte Grund, ist ihre Haltung: "Dass sie es überhaupt nicht verstehen konnte, wie man sich selbst umbringen kann". In meiner Theorie will derjenige, mit dem sie zusammen ist, ihr deshalb zeigen, wie man sich fühlt, wenn man kurz vor einem Selbstmord steht.
Açieeed! style by