Er hat nur das Alibi seines Kollegen? Leider hab ich die aktuelle BezahlDoku noch nicht gesehen. Hat dieser Kollege dort nochmal ausgesagt? Er war (natürlich wegen des Friedhofs) in der gleichen Funkzelle eingeloggt? Er steckte zum Zeitpunkt der Tat in einer heftigen emotionalen Krise? Es besteht die Möglichkeit, dass er sich mehr versprochen hatte von Frauke und enttäuscht war, als sie ihm mitteilte, dass sie nur fürsorgliche Gefühle hegt? Und nun zeigt er sich als mitwirkungsfreudiger Empath in dieser Doku?
Die leicht wirren Anrufe von Frauke finde ich sehr nachvollziehbar. Sie wird festgehalten, vermutlich mit dem Tode bedroht. Denkbar ist zB eine vorgehaltene Waffe (Messer o.ä) während der Telefonate. Nahrungs- und Schlafmangel verursachen neben dem Stress heftige psychische Reaktionen. Außerdem trug sie die ganze Zeit die Kleidung des Tags des Verschwindens, sodass sie sicher sehr "fertig" war. Das macht zusätzlich mürbe. Das kindergleiche "Mama" muss nicht zwangsläufig ein Hinweis sein, sondern kann einfach ihre Hilflosigkeit ausdrücken. Ich hab damals dem Täter auch wirre Sachen erzählt, weil ich aus diesem Keller raus wollte. In diesen Momenten sind Menschen nicht so rational, wie man es sich von außen vorstellt. Wenn gehandelt wird, dann eher intuitiv und verzweifelt. Ich schätze Frauke so ein, dass sie bis zum Ende versucht hat auf den Täter einzuwirken und mit jedem Tag (und Anruf) verzweifelter wurde. Sie glaubte nicht mehr daran, dass er sie gehen lassen würde.
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