VERMISSTENFALL BIRGIT RÖSING (STORCK) (58), MÜLHEIM a. d. RUHR, 2018

ÖFFENTLICHE DISKUSSION
Ungeklärte Fälle: Martin Bach, Tabita Cirvele, Heidi Dannhäuser, Anna E. (Herrieden), Sergej Enns, Nancy Förster, Denis Franke, Helga Frings, Monika Frischholz, Inga Gehricke, Leonie Gritzka, Jascha Hardenberg, Karl Erivan Haub, Felix Heger, Ines Heider, Ina K. (Gorleben), Anett Carolin Kaiser, Baris Karabulut, Elke Kerll, Inka Köntges, Katrin Konert, Ralf Kottmann, Leitner/Baumgartner, Monika Liebl, Wolfgang Loh, Danuta Lysien, Jennifer M. (Bühl/Bremen), Alexandra May, Maddie McCann, Lars Mittank, Tanja Mühlinghaus, Mandy Müller, Mine O. (Duisburg), Harald Oelschläger, Alexandra R. (Nürnberg), Birgit Rösing (gen. Storck), Petra Schetters, Dirk Schiller, Émile Soleil, Rosi Strohfus, Anton Thanner, Hartmut Weiske

Geklärte Fälle: Vera B. (Datteln), Liam Colgan, Fritz Hagedorn, Kevin Hantl, Maria Henselmann, Rondk Kaniwar, Birgit Keller, Malina Klaar, Timo Kraus, Mike Mansholt, Marc Otto, Rainer Schaller, Sophie Sherpa, Jeannette Stehr, Annika T. (Seelze-Lohnde), Lars Wunder
Widasedumi
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Re: VERMISSTENFALL BIRGIT RÖSING (STORCK) (58), MÜLHEIM a. d. RUHR, 2018

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

Nachdem ein Wohnungsbesichtigungstermin mit Fragezeichen versehen wird, möchte ich mir noch einmal die Situation jenes Abends vor dem Verschwinden in Erinnerung rufen. Ich stelle mir beide Eheleute angespannt und gereizt vor. Es gab wegen des neuen Kontos über solch eine unerwartete Eigenmächtigkeit der Frau vermutlich eine Verärgerung beim Mann. Die Frau konterte evtl. in empörter Weise, dass sie dafür seine Genehmigung nicht brauche. Das machte ihn mglw. noch aufgebrachter, worauf sie in Erregung ihm ihren anstehenden Termin eröffnete, in welchem es um eine Initiative gegangen sein könnte, die er ihr nicht verbieten konnte, die er jedoch vermeiden wollte.

Welche Initiative hätte dem Mann sehr unangenehm sein können? Irgend etwas Sexuelles kann es nicht gewesen sein, weil die Beiden getrennte Betten hatten. Dann muss es etwas gewesen sein, von dem er negative Auswirkungen in finanzieller Hinsicht zu befürchten gehabt hätte.

Ich komme deshalb wieder auf das offizielle Einreichen der Scheidung zurück. Damit hätte eine öffentliche Person Kenntnisse von Dissonanzen des Ehelebens erlangt. Bei einem Verschwinden der Frau v o r diesem Termin bleiben die Vermögensverhältnisse wie gehabt, denn wenn der zurückbleibende Teil der Ehe behauptet, dass alles in bester Harmonie war und dass er schwer über die Abwesenheit seiner Frau traurig sei, wer könnte ihm das widerlegen?
Ich bin mir zwar nicht sicher, wie das rechtlich genau aussieht. Aber ich könnte mir das vorstellen.
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Re: VERMISSTENFALL BIRGIT RÖSING (STORCK) (58), MÜLHEIM a. d. RUHR, 2018

Ungelesener Beitrag von Gast »

Wohnungsbesichtigungen von Mietwohnungen finden oft nicht in Einzelterminen statt, sondern die Vermieter geben einen Zeitpunkt vor, an dem die Wohnung besichtigt werden, zu dem man dann einfach kommt. Manchmal finden sich dann Dutzende von Interessenten vor einem Haus......
Es kann sich auch um eine Wohnung in einer anderen Stadt gehandelt haben. Das Ruhrgebiet ist relativ gut im ÖPNV erschlossen, so dass auch eine Wohnung in Bochum, Duisburg oder Essen in Frage gekommen sein könnte.
Die Herkunft des Geldes bleibt unklar. Es wäre sämtliches Geld aus fast einem Jahr Arbeit gewesen, wenn aus ihrer eigenen Arbeit dieses Geld zusammengespart hätte. Aber man muss auch berücksichtigen, dass ihr Mann über relativ hohe Einnahmen verfügte und die Familie wahrscheinlich die Lebenshaltungskosten durch diese Einnahmen bestritt. Ganz unmöglich wäre es deshalb auch nicht, dass BR sich das Geld "angespart" hat. Sie hatte offenbar auch einen Hang dazu, wenn man bedenkt, dass sie 3 Personalausweise besaß, wo 1 genügt......
Für wahrscheinlicher halte es aber, dass BR jemand kannte, der ihr das Geld gab. Dadurch erhielt sie den Impuls ihren Mann nicht nur mental, sondern auch real zu verlassen. Ich stelle mir eine deutlich höhere Summe als 4500,- Euro vor, die sie erhalten hatte bzw zu erwarten hatte. Wie ich es bereits zuvor darstellte, vermute ich hier auch das Motiv.

Irgendetwas hatte BR vor. Der Termin um 14:30 war ihr sehr wichtig und dieser Termin war offenbar nicht zu verschieben. Solche Termine sind entweder solche bei Behörden- besonders unflexibel ist das Jobcenter- oder solche, an denen zahlreiche Menschen teilnehmen oder es ging um etwas Eiliges- also BR wollte den Termin auch nicht verschieben. (Jolu65)
Der Termin lag in einem Zeitraum, von dem sie wusste, dass ihr Mann nicht da sein wird- auch das kann ein Grund sein, weswegen der Termin so gewählt wurde und der Termin nicht verschiebbar war.
Gast

Re: VERMISSTENFALL BIRGIT RÖSING (STORCK) (58), MÜLHEIM a. d. RUHR, 2018

Ungelesener Beitrag von Gast »

Wenn das Paar bereits seit 15 Jahren "emotional und sexuell" getrennt gewesen ist; rein spekulativ,
muss man sagen sie haben es recht lange miteinander ausgehalten.Das waren doch keine so alten
Leute-zum Zeitpunkt vor 15 Jahren noch weniger-wo man so abgeklärt und rein "freundschaftlich"
einher geht miteinander.Normalerweise -wenn es so abgekühlt ist-geht einer der oder beide Partner
irgendwann eine neue Beziehung ein.Und spätestens dann wird eine mehr oder wenige einvernehm-
liche Trennung/Scheidung zum Thema.Ok, Kinder sind ein Argument.Manche wollen das diese zu-
mindest äußerlich in geordneten familiären Verhältnissen aufwachsen.Das ist nachvollziehbar aber
die Kinder spüren das was nicht stimmt! Das dann über so lange Zeit .Nicht sehr gut für alle Beteiligten,
das vermute ich jedenfalls.Es kommt ja auch immer auf das WIE eines solchen Konstrukts an.

Die wirtschaftliche Abhängigkeit,zumeist der Ehefrau, ist auch immer ein Thema. Mit mehreren Kindern
und ohne Rückhalt der Herkunftsfamilie,gut bezahltem Beruf usw ist das schrecklich schwer.
Ich bin vor 22 Jahren mit 2 kleinen Buben vor meinem damaligen Lebensgefährten"geflüchtet";das so-
gar ins Ausland wo ich sofort eine relativ gut bezahlte Anstellung fand.Und ich war damals Ende 20,
also noch recht jung.Aber die ersten Jahre waren unendlich schwer- und ohne anfangs auch finanzielle
Unterstützung meiner Eltern ( ich war die Jüngste von 5),sowie Ferienbetreuung der Kinder etc...…. :(

Es kann also durchaus pragmatisch und klug gewesen sein, dass Frau R. so lange ausharrte und sich
dann mit Ende 50 sagte: jetzt oder nie!
Es kann sein das dieses den Mann emotional überforderte und eine Kleinigkeit das Fass zum Überlaufen
brachte.UU.eine flapsige Bemerkung oder "Drohung",falls er ihr Probleme bereiten wollte.Sowas kann
schnell mal vorkommen.Und wenn sich schon länger was angestaut hatte,kann das böse enden.
Das wäre dann-Tat aus dem Affekt heraus- juristisch wahrscheinlich als Totschlag abgeurteilt worden.
Aber sicherlich mit Haft,Hass der Kinder,Verlust der Reputation und des Berufes auch verbunden gewe-
sen.Alles nur spekulativ, es kann auch ganz anders gelaufen sein.
Ich beneide die Ermittler nicht.......
Widasedumi
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Re: VERMISSTENFALL BIRGIT RÖSING (STORCK) (58), MÜLHEIM a. d. RUHR, 2018

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

Nach jetzigem Stand der öffentlich bekannten Umstände muss Frau RgS in ihrem Haus etwas zugestoßen sein. Wer der letzte Lebenszeuge war, wissen wir nur von Personen, die im Fokus der polizeilichen Ermittlungen stehen, und teils keine Aussagen mehr machen. Die Freundin von Frau RgS betonte, dass Frau RgS niemals ohne eine Nachricht freiwillig untergetaucht wäre. Dieser Aussage schenke ich Glauben.
Ich gehe davon aus, dass ihr Mann und ihr Sohn am letzten Abend vor ihrem Verschwinden im Haus waren. Eine Meinungsverschiedenheit zwischen dem Mann und seiner Frau wissen wir aus dem XY-Film. Wir wissen desweiteren, dass Frau RgS in ihrer Ehe nicht glücklich war, dass sie sich ernstlich scheiden lassen wollte und dass sie gezielt darauf hingearbeitet hat.

Die Polizei erhofft sich Aufklärung über einen von Frau RgS notierten Termin, um die Ermittlungen voran zu bringen. Sie ist überzeugt, dass das Wissen um den Termin die Ermittlungen weiter bringt.

Ich gehe davon aus, dass Frau RgS diesen Termin nicht mehr wahrgenommen hat. Ich gehe davon aus, dass sie bewusst/aus irgend einem Grund einen Namen bei der Zeitangabe des Termins wegließ.

Ich glaube, dass die Ermittler mehr relevante Fakten wissen, als sie sagen. Es musste jedoch aus Persönlichkeitsschutzgründen eine völlig offene Filmhandlung ausgestrahlt werden.

Da Frau RgS eine sehr vertraute Freundin hatte, mit der sie offen über ihre Probleme sprach und der sie auch Dokumente anvertraut hatte, wundert es mich, dass diese Freundin nichts über den Termin wusste. Wenn ich ursprünglich mal dachte, dass es sich um einen Scheidungsanwalt oder um einen Notar gehandelt haben könnte, so ziehe ich das inzwischen in Zweifel, weil sie das wohl mit ihrer Freundin besprochen, bzw. deren Meinung oder eine Empfehlung eingeholt hätte. Und diese Institutionen hätten den Ermittlern eine geplatzte Terminvereinbarung sicher schon mitgeteilt. Das wäre ja ins Auge gesprungen bei Bekanntwerden des Vermisstenfalles.

Der Termin ist tatsächlich ein Geheimnis, wenn es nicht um eine Wohnungsbesichtigung gegangen ist.

Dass der Täter selbst diesen Termin als das Legen einer falschen Spur eingetragen hat, scheidet aus, weil BRgS selbst von diesem Termin bei der Altenheimverwaltung gesprochen hatte.

Was kann ich daraus schließen, dass jemand mit BRgS einen Termin am Donnerstag, 27.09.2018 um 14.30 Uhr hatte, der geplatzt ist, weil BRgS nicht kam, und der von dem Termingegenpartner nicht gemeldet wurde. Bevor sich die Ermittler an XY wandten, wurden vermutlich die gleichen Suchanfragen bzw. Aufklärungsfragen an die regionale Bevölkerung gerichtet und auch auf Plakaten und Internetaufrufen der Polizei veröffentlicht.

Warum also schwieg der Termingegenpartner von Frau RgS? War es vielleicht jemand, von dem BRgS etwas wissen wollte, was ihr für die Scheidung nützlich gewesen wäre, beziehungsweise um in eine stärkere Position zu kommen? Ging es vielleicht um sogenannte "Leichen im Keller" von jemandem, und BRgS kam dem auf die Spur und wollte mehr darüber wissen? Oder hatte sie vielleicht eine Ahnung oder gar konkrete Anhaltspunkte von irgendwelchen "windigen Dingen", denen sie näher nachspüren wollte, von denen sie aber selbst der besten Freundin noch nichts andeuten konnte? War der Termin zustande gekommen, weil BRgS jemandem Geld für "gewisse heiße Informationen" angeboten hatte, von dem sie glaubte, dass dieser Jemand etwas weiß, dem sie auf der Spur war? Und hatte eventuell dieser Termingegenpartner plötzlich kalte Füße bekommen? Hatte er sich evtl. irgendwo rückversichert, wie er mit diesem Informationswunsch umgehen solle, bzw. was und ggf. wieviel er sagen konnte? Hatte dieser Termingegenpartner auf "beiden Seiten getragen"? Hatte jemand Wind von dem "privaten Erkenntnisinteresse" der BRgS bekommen, der darüber gar nicht erfreut war? Hatte BRgS das Geld für diesen Kontakt bereitgehalten, um "die Zunge des Termingegenpartners zu lockern"?
Plante BRgS eventuell sogar, jemanden anzuzeigen und brauchte dafür Informationen und/oder einen Zeugen?


Es ist nur ein vermutendes Stochern im Nebel, was auch völlig haltlos sein kann. Ich führe es nur deshalb an, weil alle anderen Ansätze in eine Sackgasse führten. In Kriminalfällen, und die Ermittler gehen vom Tod der BRgS aus, können viele Ansätze auf Möglichkeit hin geprüft und auch wieder verworfen werden. Bis jetzt gilt für alle von der Polizei in den Fokus genommenen Personen die Unschuldsvermutung, und dieser Unschuldsvermutung bin auch ich verpflichtet.
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Re: VERMISSTENFALL BIRGIT RÖSING (STORCK) (58), MÜLHEIM a. d. RUHR, 2018

Ungelesener Beitrag von Jolu65 »

Es ist nicht so, dass man davon ausgehen MUSS, dass BR in ihrem Haus ermordet wurde oder ihr dort etwas zugestoßen ist. Das wird in dem Filmfall auch ganz klar zum Ausdruck gebracht. Es kann sein, aber fehlende Spuren einer Auseinandersetzung fehlen. Deshalb muss es nicht sein. Es spräche dafür, dass BR etwas in ihrem Haus passiert sein kann, weil ihr Auto offenbar nicht bewegt wurde und weil niemand BR offenbar gesehen hat, wie sie lebend das Haus noch verlassen hat.
Nun wissen wir ja nicht mit wem BR um 14:30 verabredet war UND wir wissen nicht WO sie verabredet war. Es könnte auch sein, dass sie sich in ihrem Haus mit jemandem verabredete. Dafür spräche, dass sie den Termin so legte, dass ihr Mann und ihr Sohn ganz sicher nicht zu Hause waren und ihr Auto offenbar nicht bewegt wurde. Dagegen spricht, dass niemand dahingehende Beobachtungen gemacht hat.
Die fehlenden Beobachtungen etwaiger Nachbarn sind jedoch ein schwaches Indiz für irgendetwas, genauso wie Einlassung, dass sich gute Bekannte, Verwandte und Freunde dies oder das "nicht vorstellen können."

Nun existiert eine Terminabsprache, die wie im Filmfall gezeigt wurde, für BR sehr wichtig war, so dass man davon ausgehen müsste, dass dieser Termin für die andere Person auch sehr wichtig war oder der Termin öffentlich war, das heißt es war ein Termin, zu dem viele Menschen kamen. Letzteres wäre vielleicht zu ermitteln, aber im Falle einer öffentlichen Wohnungsbesichtigung nicht mit Sicherheit. Ersteres spräche aber dafür, dass sich BR mit ihrem Mörder verabredet hatte, wenn sie denn umgebracht wurde.
Ja..... wie kommt BR an eine Bargeldsumme, die durch ihre Biografie nicht erklärbar wird ?
Wenn man der Spur des Geldes folgt, hat man den Täter.
Folgende Möglichkeiten sehe ich:
BR hat das Geld als Geschenk erhalten- von Angehörigen.
Der Ehemann hat ihr das Geld "untergeschoben".
BR hat jemanden erpresst.
Sie hat es bei einem Kredithai geliehen.
Sie war Komplizin (vielleicht ungewollt) bei einem Betrugsmanöver.Es

Ich schätze BR als naiv ein. Aber ich glaube auch, dass recht gute "Nerven" hatte, vielleicht war sie auch schlitzohrig und dickfellig- das kann ich aber nicht beurteilen.
Wenn sie ein Geschenk von Angehörigen erhalten hatte oder jemanden erpresst hätte, dann schwebte sie in einer Gefahr, die ihr vielleicht nicht so bewusst war. Denn daraus könnte sich ohne Weiteres ein Motiv herleiten lassen UND es würde erklären, wie der Termin zustande kommt.
Wenn das Geld, das ja von den Angehörigen gefunden wurde (erinnere ich das richtig?), vom Ehemann stammt, muss man sich ja fragen, was er damit bezwecken wollte. Es erklärt auch nicht das Zustandekommen des ominösen Termins.
Es könnte sein, dass BR sich bei einem Kredithai geliehen hat. Solche Geldverleihereien sind oft illegal. Es kann passiert sein, dass man es vorzog BR lieber "aus dem Spiel" zu nehmen ehe etwas "ans Licht kommt". Vielleicht haben illegale Geldverleiher nicht bedacht, dass BR den sozialen Hintergrund hatte, den sie hatte (Arztgattin, Hausbesitzerin, Status eben). Die Sache mit den 3 Personalausweisen spräche dafür, dass BR die Betrüger zu Betrogenen machte. Sie lieh sich gegen den Ausweis als Pfand Geld und ging dann zum Amt und ließ sich einen Neuen machen. Genial naiv......
Es gibt auch Betrugsmanöver, in denen Unschuldige mit hinein gezogen werden, denen man durchaus etwas Geld abgibt. Spontan fallen mir hier Schneeballsysteme oder die Umverpackungsmasche ein. Vorstellbar wären aber Kontoeröffnungen mit ihren zahlreich vorhandenen Ausweispapieren......
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Re: VERMISSTENFALL BIRGIT RÖSING (STORCK) (58), MÜLHEIM a. d. RUHR, 2018

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

Ergänzung:

Würde BRgS auf eine unbekannte Spur gekommen sein und hätte einmal eine solche 'Unstimmigkeit' verlauten lassen (wo auch immer, da möchte ich gar nicht konkreter werden), hätten mglw. 'Glocken' läuten können? Es gibt dubiose Hobbys, vielleicht auch Nebenerwerbstätigkeiten, in denen man nicht alleine agiert. So betrachtet ergäbe es eine Art 'Fokuserweiterung'. Diese Erweiterung würde das Rätsel um das nächtliche Verlassen des Hauses von BRgS auflösen können, ebenso wie ein fremdes Motorengeräusch. Auch gäbe es kein Rätsel mehr um ein entspanntes Frühstück. Und das Verhalten der Spürhunde wäre plausibler als ohne 'Fokuserweiterung'. Bliebe noch das Ablageversteck, für das es bei einer Fokuserweiterung auch eine Erweiterung der Möglichkeiten gäbe.

Es kann natürlich ganz ganz anders sein, und der Frau RgS kann es irgendwo in lebendem Zustand recht gut gehen. Und selbstverständlich gilt die Unschuldsvermutung für alle Seiten.
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Re: VERMISSTENFALL BIRGIT RÖSING (STORCK) (58), MÜLHEIM a. d. RUHR, 2018

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

Ich zweifle weder an der Einschätzung der Rechtsanwältin, dass Frau RgS nie, ohne etwas zu sagen, freiwillig weggegangen ist, noch zweifle ich an der Angabe, dass Frau RgS eine Erbschaft gemacht hat. Das kann alles sehr gut möglich sein, denn sie war 58 Jahre alt. Da sind die Eltern, wenn man für eine Generation 25 Jahre veranschlagt, um die 83 Jahre. Genau die gegenwärtige Lebenserwartung, wo ein Elternteil gestorben sein könnte und ihr was hinterlassen hatte.

An kriminelle Machenschaften der Frau RgS mag ich nicht glauben. Ihr Leben, ihr Tagesablauf, ihr ausschließlicher Wohnort, die soziale Kontrolle, die Berichte von Freunden und Bekannten, sprechen nicht dafür. Hier halte ich mich an die Filmfakten, denn eine Spekulation ist in diesem Punkt m.E. überflüssig.

Mein Prinzip ist es, zuerst einmal die Fakten als Eckpunkte zu nehmen und eine Konzeption zu bilden. Erst wenn sich daran wesentliche Fakten reiben, wie fremdes Motorengeräusch, Fahrstreckenzeit, Tragekapazität und frühes Frühstück, muss ich mit Annahmen spekulieren, die nicht ausgeschlossen sind und die das Bild plausibel ergänzen können. Von wilden Räuberpistolen, wie der einer kriminellen Erpresserin, halte ich gar nichts. Das passt m.E. einfach nicht zu dieser häuslichen Frau mit einer sozialen Ader.
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Re: VERMISSTENFALL BIRGIT RÖSING (STORCK) (58), MÜLHEIM a. d. RUHR, 2018

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

Von illegalen Kredithaien, die eben mal eine Frau verschwinden lassen, halte ich auch nichts. Wie hoch war die Summe, die man fand? Passt irgendwie nicht so richtig zu einem wilden Kredithai.
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Re: VERMISSTENFALL BIRGIT RÖSING (STORCK) (58), MÜLHEIM a. d. RUHR, 2018

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Ich würde bei jetzigem Kenntnisstand behaupten wollen, dass der Termin am Donnerstag, dem 27.09.2018, um 14.30 Uhr ein dubioser Termin war, sonst hätte sich der Termingegenpartner bereits gemeldet. Da er sich nicht gemeldet hat, ist nicht auszuschließen, dass er was zu verbergen hat und nicht will, dass "schlafende Hunde" wachgerüttelt werden.
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Re: VERMISSTENFALL BIRGIT RÖSING (STORCK) (58), MÜLHEIM a. d. RUHR, 2018

Ungelesener Beitrag von Jolu65 »

Hätte BR eine Erbschaft gemacht, dann wäre das ohne Weiteres zu ermitteln. Offenbar ist es jedoch nicht so ermittelt worden. Denn sonst wäre ja das Auftauchen des Geldbetrages keiner Erwähnung wert. Aber genau das ist ja nicht so !
Nun habe ich auch dezidiert nicht behauptet, dass BR aktiv an einem Betrugsmanöver teilnahm, obwohl man auch das niemals ausschließen kann. Ich denke eher, dass sie vielleicht in etwas "hineingeschlittert" ist. Das kommt schon einmal vor. Ich denke das deshalb, weil man sich ja ansonsten das Vorhandensein von 3 ! Personalausweisen gar nicht erklären kann.
Motorengeräusche in der Nacht und solche im Haus sind natürlich ungewöhnlich, wenn sie ansonsten nicht vorkommen. Aber etwas Konkretes sind solche Beobachtungen leider nicht.
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Re: VERMISSTENFALL BIRGIT RÖSING (STORCK) (58), MÜLHEIM a. d. RUHR, 2018

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Jolu65 hat geschrieben: Samstag, 25. April 2020, 10:39:32 Motorengeräusche in der Nacht und solche im Haus sind natürlich ungewöhnlich, wenn sie ansonsten nicht vorkommen. Aber etwas Konkretes sind solche Beobachtungen leider nicht.
Isoliert betrachtet müss ein Motorengeräusch in der Nacht nichts bedeuten. Aber im Zusammenhang kann es etwas bedeuten. Und zusammen mit anderen Indizien erhöht sich die Bedeutung noch einmal.
Das Ganze ist nämlich mehr, als die Summe seiner Teile.
Jolu65 hat geschrieben: Samstag, 25. April 2020, 10:39:32 Nun habe ich auch dezidiert nicht behauptet, dass BR aktiv an einem Betrugsmanöver teilnahm, obwohl man auch das niemals ausschließen kann.
Du hast es aber erwähnt. Wenn ich alles erwähnen wollte, was man nicht ausschießen kann, würde das soviel Müll und Troll sein, dass beim Lesen Müdigkeit eintritt und das Denken erlahmt. Daher möchte ich solchen Müll einsparen.
Jolu65 hat geschrieben: Samstag, 25. April 2020, 10:39:32 Hätte BR eine Erbschaft gemacht, dann wäre das ohne Weiteres zu ermitteln. Offenbar ist es jedoch nicht so ermittelt worden. Denn sonst wäre ja das Auftauchen des Geldbetrages keiner Erwähnung wert. Aber genau das ist ja nicht so !
Mit Sicherheit wurden die Angaben bezüglich einer Erbschaft überprüft. Wenn das nicht gestimmt hätte, wäre es im Film nicht gekommen. Unerklärbar war lediglich, dass Frau RgS diesen Betrag in oder unter ihrem Bett versteckt hatte. Warum machte sie das? Weil sie das Geld für den geheimnisvollen Termin brauchte und parat haben wollte. Möglicherweise hätte der Termin in ihrem Haus stattgefunden. Und versteckt war das Geld, weil es ihr Mann nicht sehen sollte, der sie ja stark kontrolliert hatte. Dass diese Kontrollbedürfnis des Mannes mit dem Verschwinden von Ausweisen etwas zu tun haben könnte, möchte ich nicht ausschließen. Es ist ferner nicht auszuschließen, dass einer oder beide überzähligen Ausweise erst nach BRgS' Verschwinden in ihre Börse zurückgesteckt wurden, welcher Eindruck von der Frau auch immer durch das Zurückstecken erzeugt werden sollte? Es ist ferner nicht auszuschließen, dass BRgS zu Lebzeiten immer nur einen gültigen Ausweis zur Verfügung hatte.

Ich halte Frau BRgS für eine vorsichtige, duldsame und zurückhaltende Frau. Gleichzeitig halte ich sie für eine kluge Frau, absolut nicht naiv, sondern das Gegenteil davon. Eher für so ein stilles, tiefes Wasser, das schon einiges erlebte und aushalten musste, und für eine Frau, der viel im Kopf herum ging, die aber ihr Herz nicht auf der Zunge trug.
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Re: VERMISSTENFALL BIRGIT RÖSING (STORCK) (58), MÜLHEIM a. d. RUHR, 2018

Ungelesener Beitrag von Jolu65 »

Nein. Es stimmt einfach nicht, dass im Filmfall die Erbschaft bestätigt wurde. Das kann man nicht behaupten.

Man kann auch überhaupt nicht herleiten, dass Frau R klug war bzw sie still und duldsam war.
Genauso könnte man boshaft behaupten, dass die Aufnahme ihrer geringfügigen Beschäftigung auf Blödheit zurückzuführen wäre. Das kann man natürlich so nicht sagen, weil es der Filmfall deutlich macht, dass sie in ihrer Arbeit Erfüllung fand. Das ist aber etwas ganz anderes als Weisheit oder Naivität.
Und ob Frau R wirklich duldsam und still war, geht überhaupt nicht aus dem Filmfall hervor. Es kann genauso sein, dass sie ihren Ehemann mit Sticheleien und Streitereien überzog. Immerhin wollte er sich nicht von ihr scheiden lassen. Wir können solche Behauptungen aber alle nicht aufstellen, weil es dafür keinerlei Belege gibt und es auch nicht zur Aufklärung des Falles beitragen kann. Genauso geht aus dem Filmfall auch nicht hervor, dass Herr R seine Frau "kontrolliert" hat. Offenbar ist ihm nicht aufgefallen, woher sie 4500 Euro her haben könnte.
Die Hypothese Frau R hätte sich gleich 3 Ausweise zugelegt, weil sie hätte befürchten müsste ihr Mann würde ihr den Ausweis wegnehmen, entbehrt zunächst jeder Grundlage und nichts dergleichen wurde im Filmfall angedeutet.

Es ist immer ein großes Problem, wenn man Menschen idealisiert. Dann macht man sie manchmal zu etwas was sie gar sind oder waren.
Frau R war eine Altenpflegerin, die ihren Beruf Erfüllung fand, das heißt aber nicht dass sie ein besserer Mensch ohne Fehl und Tadel war. Das sollte man sich schon vergegenwärtigen. Ein Mensch mit 3 Personalausweisen erregt auf jeden Fall einen Verdacht- nur welchen das wissen weder wir noch die Polizei. Ich habe vorhin versucht eine Erklärung dafür zu finden. Aber ob diese Erklärungen eine Tatsächlichkeit widerspiegeln, weiß ich doch auch nicht.
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Re: VERMISSTENFALL BIRGIT RÖSING (STORCK) (58), MÜLHEIM a. d. RUHR, 2018

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

@Jolu65
Das mit der Erbschaft hast du doch am 20.4. um 12.10 Uhr selbst geschrieben, dass die Erbschaft ganz zu Beginn des Falles zwischen der Anwältin und BRgS erwähnt wird.

Was meinen Eindruck von Frau BRgS anbelangt, habe ich ausdrücklich erwähnt, dass es MEIN EINDRUCK ist. Ich habe nicht behauptet, dass diese Frau SO IST. Wenn du sonst nichts weißt, als das zu kritisieren, dann kritisiere es halt.

Zu schreiben, wie du es tatest, entbehrt jeden Grundes, denn mein Eindruck ist keine Idealisierung. Ich muss nur das Realfoto dieser Frau anschauen, da schaut mir nunmal keine "Räuberpistole" entgegen. Und ihr Leben als studierte Biologen, den Beruf aufzugeben und sich ganz der Familie, besonders den Kinder zu widmen, ist nun nicht schwer einzuordnen.

Was willst du mit dieser Formulierung bezwecken? Du willst mich damit vielleicht in Abrede stellen. Ich kann mir vorstellen, dass du es nicht gut aushältst, wenn jemand anderes eine gute Konstruktion gefunden hat. Ja ich denke, damit hast du Probleme. Wer hat von einem "besseren Menschen" gesprochen? Wer bitte? Also haben wir hier einen erfundenen Strohmann, den du "tapfer" wegboxen musstest, oder?

Jolu65 schrieb: "Es ist immer ein großes Problem, wenn man Menschen idealisiert. Dann macht man sie manchmal zu etwas was sie gar sind oder waren.
Frau R war eine Altenpflegerin, die ihren Beruf Erfüllung fand, das heißt aber nicht dass sie ein besserer Mensch ohne Fehl und Tadel war. Das sollte man sich schon vergegenwärtigen."

(Diese oberlehrerhafte Ermahnung, dass ich mir was vergegenwärtigen soll, äzt mich wirklich an.)
Aber ich werde nun nicht mehr weiter darauf eingehen. Ich bin nun mal in der Einschätzung von Frau RgS völlig anderer Meinung, aber es ist mir die Zeit nicht wert, noch mehr Worte zu verlieren und mit dir darüber hin und her zu schreiben.
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Gast

Re: VERMISSTENFALL BIRGIT RÖSING (STORCK) (58), MÜLHEIM a. d. RUHR, 2018

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Wenn man mal alle emotionalen Argumente pro/contra Frau R. beiseite schiebt und sozu-
sagen wie ein Ermittler-also möglichst neutral-überlegt,ist einiges schon sehr unstimmig.

Die 3 Ausweise. Mir wäre es schon peinlich gewesen 3mal meinen Perso als verlustig zu melden,
kommt natürlich auch auf den Zeitraum an.Spricht man sagen wir mal in einem Zeitraum von 3,4
Jahren oder noch kürzer bei einer Behörde vor um den Verlust zu melden,denken die doch auch
ist diese Dame früh-dement oder total chaotisch? Zumal jeder Ausweis sofort "entwertet" wird.
Das geht ratzfatz und man kann damit rein gar nichts anfangen und handelt sich nur Probleme ein,
falls man mal zufällig den "falschen" dabei hat.Also besser den alten abgeben oder entsorgen falls
er wieder auftaucht......
Dann diese 4500 Euro die aufgefunden wurden, Keidung und anderes Notwendige was in der Wohnung
verblieb.Mit entsprechendem Vorlauf lässt sich das alles trefflich im Voraus planen,wenn man dem
Noch-Ehemann richtig einen "reinwürgen" möchte.Und lebt evt. in einem Nachbarland mit jemand ande-
rem zusammen und arbeitet schwarz oder lebt von Erspartem/Geerbten.Dazu noch die Optik verändern,
alles machbar.Dieser Kunstsammler dessen Name mir nicht einfällt,soll Jahrzehnte in München ohne jede
gültige Papiere und total anonym in einer Wohnung gelebt haben.Er zahlte stets bar,Ok das wird heute
schwieriger.Aber es funktionierte!Er hatte vom Vater eine Riesensammlung "entarteter" Bilder geerbt,
die immens wertvoll waren.Und die der Vater von den Nazis für nen Appel und nen Ei gekauft hatte. Meist
hatten sie Juden gehört. Der Sohn und Erbe starb vor einigen Jahren, hieß Gullitt oder so ähnlich.
Nur mal so als Beispiel- und das hat ja nichts mit Frau R. zu tun.
Was gegen diese aufgezeigte Theorie spricht: macht das eine Mutter,ihre 4 Kinder so im Ungewissen, in
Sorge und Unglück zu lassen?! Fällt mir sehr schwer zu glauben,aber das will nichts besagen.
Niemand von uns kennt/kannte die Dame.
Jolu65
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Re: VERMISSTENFALL BIRGIT RÖSING (STORCK) (58), MÜLHEIM a. d. RUHR, 2018

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Ich habe das mit der Erbschaft erwähnt, weil es im Filmfall als Erklärung für die plötzliche finanzielle Unabhängigkeit gegenüber der Freundin diente. Daraus kann man jedoch nicht schließen, dass es diese Erbschaft tatsächlich gab ! Die Erwähnung einer solchen Erbschaft kann ja ein Vorwand sein. Niemand wird der Freundin gegenüber als Erklärung einen Banküberfall auftischen, um es wieder einmal überspitzt darzustellen.

Ich übertreibe manchmal meine Darstellungen. Sie sollen pointiert etwas zum Ausdruck bringen, was eine Diskussionsposition ist. Keinesfalls will ich damit jemanden persönlich angreifen- ich will aber auch selbst nicht persönlich angegriffen. Ich sehe dieses Diskussionsforum hier auch nicht als eine Profession an, sondern als Hobby. Ich habe im Alltagsleben mit Kriminalität auch nicht das geringste zu tun.
ABER:
Ich finde es durch Rede und Gegenrede oft sehr erstaunlich zu welchen Schlussfolgerungen gelangen kann, wenn man offen ist auch manchmal absurde Positionen des Gegenübers zu reflektieren.

Ich selbst bin mir in der Persönlichkeit von Herrn und Frau Rösing genannt Storck nicht so sicher, wie beide beurteilen soll. Wenn ich das Wort naiv gebraucht habe, dann meine ich, dass BR vielleicht ausgenutzt wurde etwas zu tun, was sie am Anfang nicht erahnt hatte. Auch ich bin schon Opfer eines Betruges geworden und niemand ist davor sicher. Die Sache mit den 3 Ausweisen stimmt bedenklich. Das ist etwas, was auf Dinge hindeutet, die nicht erlaubt sind. Und ob BR hier eher Opfer, Mittäter oder Täter war, bleibt völlig offen.
Wir sollten uns hier im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten keine Selbstbeschränkungen auferlegen. Ich jedenfalls diskutiere hier munter darauf los......
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Re: VERMISSTENFALL BIRGIT RÖSING (STORCK) (58), MÜLHEIM a. d. RUHR, 2018

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Jolu65 hat geschrieben: Samstag, 25. April 2020, 13:26:59 Ich habe das mit der Erbschaft erwähnt, weil es im Filmfall als Erklärung für die plötzliche finanzielle Unabhängigkeit gegenüber der Freundin diente. Daraus kann man jedoch nicht schließen, dass es diese Erbschaft tatsächlich gab !
Ich schließe das sehr wohl daraus, dass es diese Erbschaft gab. Warum sollte BRgS ihre beste Freundin anlügen, der sie ihre persönlichsten Dokumente anvertraut? Und warum sollte der Film eine Lüge den Zuschauern auftischen? Völlig daneben!
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Re: VERMISSTENFALL BIRGIT RÖSING (STORCK) (58), MÜLHEIM a. d. RUHR, 2018

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Jolu65 hat geschrieben: Samstag, 25. April 2020, 13:26:59 Ich finde es durch Rede und Gegenrede oft sehr erstaunlich zu welchen Schlussfolgerungen gelangen kann, wenn man offen ist auch manchmal absurde Positionen des Gegenübers zu reflektieren.
Rede und Gegenrede JA, wenn sie sich an die Fakten und an plausible Konstruktionen halten.

Aber Absurditäten reflektieren, ist mein Ding nicht. Das lasse ich im Normalfall einfach unbeantwortet stehen.
Doch wenn mit Absurditäten eine plausible und stimmige Konstruktion in Abrede gestellt wird, wie du es in diesem Fall mit meiner Konstruktion gemacht hast, dann melde ich mich, denn so etwas gehört sich nicht in einer anständigen Diskussion, wo man einer Lösung näher kommen will. Das setze ich nämlich voraus. Nur dann können wir der Wahrheit vielleicht ein Stückchen näher kommen.

Ich habe kein Problem damit, eine gute plausible Idee eines anderen ausdrücklich anzuerkennen. Das ist nicht jedermanns Sache. Aber mit Absurditäten zu kontern, zerstört eigentlich ein konstruktives Bemühen um die Annäherung an die Wahrheit.

Ich denke, wir haben uns nun erklärt. Ich lasse dir deine Freiheit zu deinen Absurditäten selbstverständlich. Wollte das nur mal geklärt haben, damit ich Bescheid weiß, wenn ich wieder einmal eine plausible, stimmige Idee habe, die du mit einer Absurdität konterst, dass du halt nicht anders kannst. Nicht jedem ist die Gabe gegeben, ein gutes Konstrukt zu akzeptieren, wenn es nicht von ihm selbst ist.
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Re: VERMISSTENFALL BIRGIT RÖSING (STORCK) (58), MÜLHEIM a. d. RUHR, 2018

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Sie kann doch einer "besten Freundin" nicht sagen, dass sie als Altenpflegerin Geld von Angehörigen geschenkt bekommt hat, genauso wenig wird sie über einen Kredit bei einem Kredithai oder ähnlichen semi- oder illegalen mit ihrer Freundin, die auch noch Rechtsanwältin ist, sprechen. Selbst meine besten Freunde würden mir nicht auf die Nase binden, dass sie so etwas taten oder planten. Da erfindet man eben eine Erbschaft. Das kann und wird die Freundin nicht nachprüfen. Es klingt auch besser als, dass man ein Geschenk eines Angehörigen erhalten hat, von dem jeder weiß, dass man es nicht annehmen dürfen. Die Freundin hätte es nämlich als Anwältin sofort gewusst und hätte ihrer Freundin sehr wahrscheinlich vermittelt, dass sie als Anwältin davon besser nichts genaues wissen will.......

Und noch einmal:
In Deutschland erbt man nicht einfach so. Die Behörden wissen genau wer was wann von wem erbt.
Es sei denn, dass es sich bei Erbschaft um unversteuertes Geld gehandelt hätte...... Aber wir können davon ausgehen, dass die Polizei im Umfeld der BR entsprechende Todesfälle naher Verwandter ermittelt hätte. Dann wäre doch die Quelle des aufgefundenen Bargeld sehr leicht nachvollziehbar gewesen.
Also:
BR erbt 20000 Euro, zahlt diese Geld auf ein Konto und hebt von diesem Konto 4500 Euro ab oder BR erbt von ihrem Eltern ein Haus, verkauft es und hat danach sowohl Bargeld als auch Geld auf dem Konto. (Beispiele)
So scheint es aber nicht gewesen zu sein......
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Re: VERMISSTENFALL BIRGIT RÖSING (STORCK) (58), MÜLHEIM a. d. RUHR, 2018

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Hätten wir es hier nur mit "Fakten" zu tun, würden wir nicht diskutieren, weil der Fall schon längst von der Polizei gelöst worden wäre.
In diesem Fall haben wir eine "Absurdität" darin, dass eine spurlos verschwundene Frau 3 Ausweise besaß, die auch alle "gültig" (im Sinne von nicht gefälscht) waren UND dass es Mantrailer-Humden gelang ihre Spur 330 Kilometer ausgerechnet in das Waldstück zu verfolgen, in dem ihr Ehemann ein Jagdrevier hat UND in dem sie sich noch nie aufgehalten haben soll.

Einfach wäre es, wenn dann ihr Mann als Täter die Gelegenheit gehabt hätte, seine Frau umzubringen und anschließend auch in dieses Jagdrevier zu verfrachten. Aber genau das schließt die Polizei - dem Filmfall zufolge- aus.
Und schon wird alles absurd......oder vielleicht besser gesagt spekulativ, weil offenbar "Fakten" fehlen bzw tatsächliche Fakten keine Erklärung des Geschehens bringen.

Wir haben dann noch das Faktum eines in einem Terminkalender verzeichneten Termins um 14:30 an einem Tag, von dem die Verschwundene ausgehen konnte, dass ihr Ehemann weit entfernt verreist sein konnte. Das steht fest. Aber offenbar weiß niemand wozu dieser Termin im Terminkalender verzeichnet war. Da verlässt man dann wieder die Faktenebene......
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Re: VERMISSTENFALL BIRGIT RÖSING (STORCK) (58), MÜLHEIM a. d. RUHR, 2018

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Jolu65 hat geschrieben: Samstag, 25. April 2020, 14:02:21 Sie kann doch einer "besten Freundin" nicht sagen, dass sie als Altenpflegerin Geld von Angehörigen geschenkt bekommt hat, genauso wenig wird sie über einen Kredit bei einem Kredithai oder ähnlichen semi- oder illegalen mit ihrer Freundin, die auch noch Rechtsanwältin ist, sprechen. Selbst meine besten Freunde würden mir nicht auf die Nase binden, dass sie so etwas taten oder planten. Da erfindet man eben eine Erbschaft.
Moment mal! Wenn sie die Erbschaft von einem Elternteil gemacht hat, was vom Alter her gut möglich ist, warum denkst du dann an andere Quellen wie Altersheim? Mir wäre nie der Gedanke gekommen, an einer legalen Erbschaft zu zweifeln. Es gibt keinerlei Grund, dass BRgS etwas Falsches sagte, oder dass XY die Zuschauer anlügt. Ich verstehe deine Gedankenwindungen nicht, wenn eine Frau sagt, dass sie durch eine Erbschaft etwas selbständiger leben könne, dass man dann an eine dubiose Erbschaft denken muss. Welcher Art von Außensteuerung unterliegst du, dass dir das Unnormale vor dem Normalen abgeht?
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